Der Klappentext versprach so einiges. Der Staat der sozusagen alles überwacht. Verfolgt was du kaufst, Schlüsse daraus zieht, was man damit macht. Sperrung von Konten....
Die Idee dahinter ist gut, allerdings die Story dazu sehr zähfließend.
Allein der Aufbau des Buches, kaum Absätze, alles ziemlich verschachtelt geschrieben.
Es war kein Zugang zu den Protagonisten für mich zu finden.
Ich habe es mehrfach versucht, aber es war mehr Zwang, als Freude beim Lesen.
Ich habe das Buch dann leider abgebrochen.
Mache ich zwar sehr selten, aber es hat meinen Geschmack so gar nicht getroffen.
Frank Bodtländer
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Turn me on, dead man
Neue Rezensionen zu Frank Bodtländer
In dieser Dystopie leben drei Männer mehr der Not gehorchend, als dem freien Willen in einer Zweckgemeinschaft in einer WG zusammen.
Der Staat ist allgegenwärtig. Es gibt keinen Aspekt des Lebens, der nicht von ihm kontrolliert würde.
Strafen folgen prompt auf dem Fuße, wer nicht der Gleichform entspricht.
Selbstredend geraten auch Unschuldige in diese Mühle. Aber ist das nur ein Kollateralschaden oder verbirgt sich in diesem Wahnsinn doch System?
Am nüchternen Erzählstil, der durchaus den Ereignissen angemessen ist, gibt es nichts auszusetzen.
Allerdings wird Potential insoweit verschenkt, weil es zuviele Rückblicke gibt, die unverhältnismäßig den Lesefluss stören.
Ich habe eigentlich prinzipiell nichts gegen dieses Stil-Mittel, aber nicht wenn es zu exzessiv gebraucht wird.
Das ist schade, denn das trübt das Leseerlebnis etwas.
Die Idee selbst aber ist großartig. Denn Totalitarismus ist eben nicht mit dem Dritten Reich und dem Stalinismus gestorben, sondern noch immer sehr virulent.
Wer denkt, dass Historie dergestalt unbedeutend sei, na, weil eben vergangen, begeht einen schweren Denkfehler.
Wer nicht aus der Geschichte lernt, ist verdammt, sie zu wiederholen. Und Bücher wie dieses schärfen das Denkvermögen. Danke, Frank Bodtländer!
Frank Bodtländer schreibt schon seit seiner Schulzeit. In den letzten Jahren hat er sich auf verschrobene und eigenwilligen Geschichte verlegt, die aber den Bezug zur Wirklichkeit nicht verlieren, so wie sein Near Future Thriller „Turn me on, Dead Man“
Drei Männer leben zusammen in einer WG, die mehr Zweckgemeinschaft als Vergnügen ist, denn der Alltag ist mehr als schwer geworden. Bargeld gibt es so gut wie nicht mehr, die Zahlungen werden streng überwacht.
Ausgerechnet der nicht ganz so kluge Mirko gerät unter Terror-Verdacht, obwohl er sich nichts hat zuschulden kommen lassen. Um ihn zu einem Geständnis zu bringen, bekommt er Leistungskürzungen und muss auch andere Repressalien erdulden …
Kommt einem bekannt vor? Der Autor orientiert sich bei seinem Zukunftsszenario vielleicht schon an China, das durch sein Sozialpunktesystem eine ähnliche Form der Überwachung betreibt.
Ansonsten nimmt er sich die Zeit, seine schöne neue Welt in Szene zu setzen und durch Rückblenden zu erklären, wie es dazu gekommen ist, denn die Wurzeln zur perfekten Kontrolle lassen sich weit zurück verfolgen.
Allerdings verbinden sich die beiden Ebenen nicht so gut, wie sie sollten, denn die oft wie aus dem Zusammenhang gerissenen Rückblicke wirken wie ein Fremdkörper und die Entschuldigung, das System selbst nicht erklären zu müssen.
Auch bleiben die Figuren eher blass und sind nicht so sympathisch, wie man es sich wünschen würde, zumal man auch auf deutlicher Distanz zu ihnen bleibt. Letztendlich werden so viele der wirklich guten Ideen und Ansätze verschenkt.
Zudem wirkt das futuristische Element – eine Maschine, die Gedanken und Gefühle aus dem Geist der Menschen auslesen kann, eher aufgesetzt und störend, als dass es wirklich für das Geschehen wichtig wird.
„Turn me on, Dead Man“ hat einen interessanten Plot in der Haupthandlung, dem aber leider zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Zu viele Rückblenden nehmen dem eigentlichen Thema die Kraft und Bedeutung – und damit auch einiges an Spannung.
Auch veröffentlicht unter:
https://fantasyguide.de/turn-me-on-dead-man-autor-frank-bodtlaender.html
https://www.phantastiknews.de/index.php/rezensionen/24748-frank-bodtlaender-turn-me-on-dead-man-buch
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Zehn Freiexemplare dieses außergewöhnlichen Buches stellt die Brighton Verlag GmbH aus Framersheim für diese Leserunde zur Verfügung. Lust auf eine Reise in die Zukunft? In diesem Roman hat der Staat Einfluss auf alles! Dunkle Machenschaften von Politikern – Spitzel, die vor Verbrechen nicht zurückschrecken. Ein Szenario, das Angst erzeugt. Bewerbt euch und lest mit.
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