Frank Delaney Tipperary

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Inhaltsangabe zu „Tipperary“ von Frank Delaney

Mythen, Helden und Legenden aus der bewegten Historie der Grünen Insel Irland um 1900: Am Sterbebett des berühmten Dichters Oscar Wilde lernt der Wunderheiler Charles O’Brien die Liebe seines Lebens kennen. Doch die kühle April Burke weist ihn brüsk zurück. Charles setzt dennoch alles daran, ihr Herz zu gewinnen. Unermüdlich hilft er ihr, wieder zu ihrem Recht als Erbin des märchenhaft schönen Schlosses von Tipperary zu kommen – und langsam beginnt sich das Blatt zu wenden ...

Wer sich durch die zähe 1. Hälfte quält, wird danach mit einer spannenden, historischen Geschichte über Irlands Unabhängigkeit belohnt

— Damarel

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    Tipperary

    Damarel

    02. August 2016 um 11:41

    Charles O'Brien erlebt von klein auf die Ungerechtigkeit zwischen der irischen Landbevölkerung und dem englischstämmigen Adel. Seine Abstammung von einer englischen Mutter und einem irischen Vater räumt ihm dabei eine Sonderposition ein, die es ihm möglich macht, mit beiden Bevölkerungsschichten der irischen Insel auf vertrautem Fuß zu verkehren. Und so betätigt er sich schon von jungen Jahren an als Chronist der Geschichte, die in der irischen Unabhängigkeit enden wird. Als Heiler kommt Charles viel im Land herum, berichtet von den Menschen und ihren Problemen, bis sein guter Ruf ihn sogar bis nach Paris, ans Bett des sterbenden Oscar Wilde, bringt. Auch Charles und seine Wundermittel können dem Schriftsteller nicht mehr helfen, doch in dessen Krankenzimmer macht der Ire eine Bekanntschaft, die den Rest seines Lebens bestimmen wird. Welches Geheimnis verbindet die schöne, kühle April Burke mit dem sagenhaften Schloss Tipperary, von dem Charles sich schon seit Kindertagen magisch angezogen fühlt? Und wird April seinen Werbungen je nachgeben oder ist es eine einseitige Liebe? Frank Delaney verbindet in Tipperary (wobei ich den alternativen Titel "Glanz und Asche" sehr viel passender finde) Fiktion gekonnt mit historischen Begebenheiten und erzählt anhand von Charles O'Briens Leben einen der wohl wichtigsten Abschnitte der irischen Geschichte. In seinem ruhigen, bildhaften Ton lässt er die damalige Zeit anschaulich auferstehen und erteilt dem Leser eine Geschichtsstunde der besonderen Art. Allerdings hat das Buch ein Manko und das ist die erste Hälfte. Einen großen Teil der Erlebnisse erfährt man aus Charles' sogenannter Historie, in der er der Ich-Erzähler ist. Allerdings wird die Historie immer wieder durch einen unbekannten Kommentator unterbrochen, der versucht die Ereignisse aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten. Das allerdings sehr trocken und ohne den geringsten Schwung. Die ersten 300 Seiten habe ich mich wirklich durch das Buch gequält. Weder Charles Historie noch die Kommentare des Unbekannten können Spannung erzeugen, es wird viel über nicht wirklich interessante Zwischenfälle berichtet. Ab und an kommt dann doch etwas Schwung in die Geschichte, bspw. am Sterbebett von Oscar Wilde. Doch diese aufkeimende Spannung wird immer wieder durch den Perspektivwechsel zum Kommentator zu nichte gemacht und so zieht sich der erste Teil des Buches schier unerträglich in die Länge. Nicht zuletzt auch durch die beiden fast unerträglich unsympathischen Hauptcharaktere Charles und April. Charles wirkt auf den ersten 300 Seiten für einen Mann seines Alters unerträglich naiv und geradezu hündisch treu, was einem wirklich auf die Nerven gehen kann. April dagegen scheint als eine zweite Scarlett O'Hara konzipiert, kalt und berechnend, allerdings ohne diese gewisse Faszination, die von der Südstaatlerin ausging. Hat man allerdings durchgehalten, wird man ab der Hälfte durchaus belohnt, denn ab hier entfaltet die Geschichte einen gewissen Sog. Die politischen Ereignisse spitzen sich langsam zu. Man wird mit Charles und seinem Freund Harney in das Dublin des Osteraufstandes entführt, man verfolgt die Überfälle der IRA auf die verhassten Black and Tans, man erfährt viel über die Geschichte der Aufstände. Das Dilemma der Iren wird einem sehr nahe gebracht. Und auch Charles' persönliche Liebesgeschichte, sein Schaffen und Werken, nimmt Fahrt auf. So langsam entwickelt sich der Charakter zu einer weniger nervigen Version seiner selbst und auch April wird nachvollziehbarer, bis man am Ende fast das Gefühl hat, völlig anderen Personen gegenüberzustehen bzw. zu lesen. ;) Hinzu kommt, dass der unbekannte Kommentator sich auf der Hälfte des Buches zu erkennen gibt. Und schließlich folgt man seinem Handlungsstrang genauso gespannt wie den Geschehnissen am Anfang des 20. Jahrhunderts. Denn auch der Kommentator hat noch ein Rätsel zu lösen, das sich in Charles Leben und den vielen Aufzeichnungen verbirgt. Erweitert wird der 2. Teil der Geschichte durch weitere Berichte. Tagebucheinträge von Charles Mutter fließen mit ein, Briefe von April und Charles zeigen eine andere Seite der Protagonisten, der Freiheitskämpfer Harney kommt immer mal wieder zu Wort und beleuchtet die Szenerie aus einem anderen Winkel. All das haucht der Geschichte noch mehr Leben ein, so dass sich das Buch je weiter man zum Ende kommt, zu einem echten Pageturner entwickelt. Frank Delaney hat ein buntes Zeitgemälde entworfen, das sowohl lehrreich als auch spannend ist, allerdings alles erst auf der zweiten Hälfte des Buches. Die Geschichte kommt leider viel zu schwer in Schwung, auch wenn es sich später durchaus lohnt.

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  • Rezension zu "Tipperary" von Frank Delaney

    Tipperary

    lalibertad

    07. June 2011 um 23:30

    Charles O'Brien wurde 1860 in eine respektable Anglo-Irische Familie hineingeboren und liebt sein Vaterland und dessen Einwohner, die sich nicht unterkriegen lassen. Als Heiler reist er durch das Land und verschreibt traditionelle Heilmittel, wobei er immer wieder Geschichten und Legenden über längst vergangene Zeiten hört. Während er in Paris seinen sterbenden Landsmann Oscar Wilde behandelt, begegnet er der schönen und entschlossenen, jungen Engländerin April Burke und verliebt sich sofort leidenschaftlich in sie, wird jedoch hartherzig abgewiesen. Charles schwört, sich zu ändern und kehrt nach Irland zurück, wo er sich der Erhaltung des großen, verlassenen Anwesens von Tipperary annimt, in dessen Schatten er sein ganzes Leben verbracht hat und welches, wie er entdeckt, April und ihrem Vater gehören könnte. Während Charles seiner Leidenschaft nachjagt, schreibt er die "Geschichte" seines eigenen Lebens und des Hervortreten seines Landes als eine Nation auf. Diese Geschichte lässt sich in drei Teile aufteilen: Charles Kindheit und seine Liebe zu April, die Freiheitskämpfe in Irland und die Geschichte von Micheal Bernard Nugent, der zunächst namenlose Kommentator. Die Schilderungen über Charles Kindheit und seinen Werdegang als Heiler sind oftmals etwas langatmig, jedoch später wichtig, da man die Denkweisen und Probleme der Iren kennenlernt. Auch Charles' Liebe zu April ist mir zunächst auf die Nerven gegangen, er war 40, sie 18 und er ließ einfach nicht locker. Später, während des Prozesses um das Anwesen und nachdem April zum ersten Mal geheiratet hatte, verändert sich Charles' Liebe. April ist immer noch seine einzige Liebe, aber er wird ruhiger und weniger aufdringlich. Ab diesem Zeitpunkt ist er mir richtig ans Herz gewachsen und oft hatte ich tiefes Mitgefühl für seine Situation, denn April wollte ein weiteres Mal heiraten. Mitten in dieser Liebesgeschichte finden die Unabhängigkeitskriege der Iren statt, an denen auch Charles' bester Freund Joey Harney beteiligt ist. Dadurch bekommt auch Charles, der eigentlich Parzifist ist, einiges von den Kämpfen mit. Das waren mitunter meine Lieblingsstellen. Ich finde die Geschichte Irlands unglaublich interessant, deshalb habe ich mir das Buch auch gekauft. Die Kämpfe waren die Stellen, die mich voll und ganz in ihren Bann gezogen haben. Dann ist da noch Michael Bernar Nugent, der zunächst namenlos bleibt und das Geschehen lediglich kommentiert. Zu Anfang fand ich es störend, weil es den Lesefluss gestört hat, aber nach einigen Seiten habe ich gemerkt, dass er hilfreiche Hintergrundinfos geliefert hat, was das Verständnis enorm erleichtert hat. Später, ungefähr ab der Hälfte des Buches, gibt er sich zu erkennen und fängt an, seine eigene Geschichte zu erzählen und seine Vergangenheit zu recherchieren, nachdem er auf einige Ungereimtheiten gestoßen ist. Zunächst fand ich es etwas merkwürdig, aber dann habe ich auch Michael in mein Herz geschlossen und seine Geschichte erwartungsvoll verfolgt. Am besten gefallen hat mir das letzte Kapitel. Es ist sehr bewegend und traurig, aber es wird alles aufgeklärt. Leider kommt nicht jeder zu seinem "Happy End". Die Figuren in der Geschichte haben mir gut gefallen, Delaney hat sich sichtlich Mühe gegeben und es geschafft, Charaktere zu kreieren, die selbstkritisch sind, sich verändern und doch ihre Fehler haben. Obwohl ich Charles am Anfang nicht viel abgewinnen konnte, mochte ich ihn am Schluss, genauso wie Michael. Joey Harney war mir sofort sympathisch, er ist ein Charakter, der für das kämpft, an das er glaubt und er ist ein treuer Freund. Bis fast zum Schluss blieb ich April jedoch skeptisch gegenüber, aber im letzten Kapitel konnte sie mich doch noch überzeugen, ein liebenswerter Charakter zu sein und ich war sehr traurig über ihr Schiksal. Delaneys Schreibstil konnte mich aber nicht voll und ganz überzeugen. Zwar hat er eine sehr schöne Wortwahl und vertseht es, Dingen leben einzuhauchen, aber leider fehlte mir bei dieser Geschichte die Spannung. Manchmal hat er etwas Spannung aufgebaut, aber nach einigen Seiten war sie dann wieder verflogen. Wahrscheinlich fiel es mir auch deshalb so schwer, größere Passagen des Buches an einem Stück zu lesen. Cover und Titel des Buches fand ich passend. Auf dem englischen Cover ist ein Schloss in einem Wald abgebildet, was wohl Tipperary Castle sein soll. Von dieser Zeichnung wird auch im Buch gesprochen. Die deutschen Cover hingegen konnten mich nicht überzeugen. Das grüne enthält zwar einen Streifen, in dem ein Fluss abgebildet ist, aber es hat keinerlei Bezug zum Buch, außer dass es ein Fluss in Irland sein könnte. Das macht auch die Harfe im Vordergrund nicht wett. Das zweite Cover habe ich erst vor wenigen Tagen entdeckt, was wohl daran liegt, dass man dem Kind einen anderen Namen gegeben hat, was ich nicht ganz verstehe. "Tipperary" beschreibt das Buch viel besser, als "Glanz und Asche", wobei zumindest Asche ein bisschen Bezug zum Inhalt hat. Wahrscheinlich klang "Tipperary" nicht spannend genug oder so. Das Cover gefällt mir auch nicht. Es zeigt einen Landstrich, der Irland sein könnte und unten rechts ist ein Schloss zu sehen. Ich bin froh, meine englische Ausgabe zu haben. Insgesamt ist "Tipperary" eine sehr schöne Geschichte, die mich in vergangene Zeiten eintauchen ließ. Leider hat das Buch jedoch seine Längen und es mangelt an Spannung, was das Lesen sehr erschwert. Wer viel Durchhaltevernögen hat und sich für Irland interessiert, ist mit diesem Buch bestimmt gut beraten.

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  • Rezension zu "Tipperary" von Frank Delaney

    Tipperary

    Ailis

    20. January 2010 um 16:18

    "Tipperary" erzählt die Geschichte des Heilers Charles O'Brien und der zweiundzwanzig Jahre jüngeren April Burke, deren Wege sich am Krankenbett des berühmten Oscar Wilde das erste Mal kreuzen. Charles verliebt sich auf den ersten Blick, doch die damals Achtzehnjährige begegnet ihm kühl und abweisend. Das Leben führt diese beiden Menschen immer wieder zusammen und gemeinsam kämpfen sie um das Erbe Aprils: Tipperary Castle. Für Charles bleibt sie seine große Liebe und er steht ihr zur Seite, egal, was das Leben ihnen bringt und ungeachtet ihrer kühlen Distanziertheit. Aber nicht nur privat ist es turbulent: Irland steckt mittem im Unabhängigkeitskrieg, in den auch Charles und April verwickelt werden. Beurteilen möchte ich diesen Roman im Vergleich mit Delaneys erstem Band seiner großen Irland-Saga, "Schwert und Harfe". Der vorliegende Roman ist weitaus politischer als sein Vorgänger, dessen sollte man sich bewusst sein. Man lernt mehr über die Wirren und Kämpfe Irlands im Laufe der jüngeren Geschichte, das macht den Roman mitunter aber auch komplizierter. "Tipperary" hat Längen, nicht zuletzt dadurch, dass die Geschichte um Charles und April nicht in einem Fluss erzählt wird, sondern immer wieder durch die Einschübe des Erzählers unterbrochen wird. Wer schon die Einschnitte des Erzählflusses in "Schwert und Harfe" als störend empfand, dürfte an "Tipperary" nicht viel Freude haben. Und dennoch: ich halte dieses Buch für lesenswert, nicht zuletzt wegen der überraschenden Wendung, die es in der Mitte nimmt. Insgesamt würde ich diesem Buch eine Bewertung zwischen 3 und 4 Sternen geben, mit Tendenz zur 4 - also, 4 Sterne für den mittleren Band der großen Irland-Saga!

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