Das stille Leben des Karl Rosenbaum

von Frank Domnick 
4,5 Sterne bei10 Bewertungen
Das stille Leben des Karl Rosenbaum
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Eine Ode an das Leben

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Charakterstudien, innere Monologe und vom Mut auch im Alter Veränderungen zu wagen

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Inhaltsangabe zu "Das stille Leben des Karl Rosenbaum"

Zwei Männer begegnen sich - Karl Rosenbaum und Stefan Koczinski.
Der eine würde am liebsten sein langes, bedeutungsloses Leben beenden, während der andere - jung und neugierig - auf der Suche nach dem zu sein scheint, was nur Karl Rosenbaum ihm geben kann.

Karl Rosenbaum kann nur durch monotone Arbeit überleben. Das eintönige Kontinuum dämmt seine Ängste und Albträume ein. Seine Träume zu leben oder gar menschliche Nähe zuzulassen, ist ihm nie gelungen. Als Rosenbaum dann auch noch sein Geschäft aufgeben muss, macht das Leben keinen Sinn mehr. Ihm bleibt nur die Kunst, der Ort, an dem er sich Gefühle eingesteht. Eines Abends spricht ihn in der Oper Stefan Koczinski. an. Fasziniert und verstört zugleich fühlt sich Rosenbaum von ihm bedroht und weist ihn ab. Doch Koczinski stellt Rosenbaum nach. Beide scheinen aber dem Geheimnis des anderen auf der Spur zu sein. Für Rosenbaum beginnt ein Wettlauf der Gefühle, mit dem was war und was noch werden könnte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783752833966
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:316 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:28.05.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Anima_Obscuras avatar
    Anima_Obscuravor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Ode an das Leben
    Eine Ode an das Leben

    Die Lust, weiterzulesen, stieg mit jeder Seite. Unfassbar, wie stark die innere Stimme sein kann und ist.
    Ich habe mich in so vielen Gedanken des Karl Rosenbaum wiedergefunden.
    Der Autor versteht es meisterhaft, vor allem  die Botschaft zu übermitteln, die für mich persönlich herauszulesen ist: zu leben, bevor es zu spät ist. Aber er versteht es auch, die Angst herauszukitzeln, die Angst davor, die Kontrolle zu verlieren, um Leben zu gewinnen.
    Das Buch ist wie das Leben... Ein großes Geheimnis, das zu lüften sich lohnt.
    5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung

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    shnarphlas avatar
    shnarphlavor 3 Monaten
    Eindrucksvolle Charakterstudie, die mit jedem Kapitel mehr überzeugt.

    Klapptext

    Zwei Männer begegnen sich - Karl Rosenbaum und Stefan Koczinski.
    Der eine würde am liebsten sein langes, bedeutungsloses Leben beenden, während der andere - jung und neugierig - auf der Suche nach dem zu sein scheint, was nur Karl Rosenbaum ihm geben kann.

    Karl Rosenbaum kann nur durch monotone Arbeit überleben. Das eintönige Kontinuum dämmt seine Ängste und Albträume ein. Seine Träume zu leben oder gar menschliche Nähe zuzulassen, ist ihm nie gelungen. Als Rosenbaum dann auch noch sein Geschäft aufgeben muss, macht das Leben keinen Sinn mehr. Ihm bleibt nur die Kunst, der Ort, an dem er sich Gefühle eingesteht. Eines Abends spricht ihn in der Oper Stefan Koczinski. an. Fasziniert und verstört zugleich fühlt sich Rosenbaum von ihm bedroht und weist ihn ab. Doch Koczinski stellt Rosenbaum nach. Beide scheinen aber dem Geheimnis des anderen auf der Spur zu sein. Für Rosenbaum beginnt ein Wettlauf der Gefühle, mit dem was war und was noch werden könnte.

    Cover

    Das Cover hat mich gleich angesprochen, man kann richtig die Einsamkeit, Stille und auch das triste Leben von Karl Rosenbaum spüren. Es überzeugt trotz der schlichten und eintönig gefärbten Gestaltung, manchmal ist weniger einfach mehr.

    Schreibstil

    Das Buch ist kein einfach geschriebener Roman, den man schnell nebenbei durchschmökert, sondern eine kleine Herausforderung. Man findet so viele Facetten, die einen immer wieder fordern, seien es die philosophisch angehauchten Gedanken, das Gefühlschaos von Karl, das einen mal beschwingt und dann doch wieder fallen lässt, oder die ganzen kleinen Geschichten der Vergangenheit, die sich erst mit der Zeit zu etwas großem Ganzen zusammenfügen.

    (Haupt-)Charaktere

    Karl Rosenbaum ist ein eigenbrötlerischer alter Mann, der nach seiner Geschäftsaufgabe im hohen Alter keine Aufgabe mehr hat und sich ganz seiner Einsamkeit hingibt. Doch scheinbar hat er so eine immense Ausstrahlung, dass trotz seiner abweisenden Art immer wieder Leute in seiner Umgebung den Kontakt suchen und das zum Teil sehr hartnäckig.
    Stefan Koczinski kommt eines Tages auf Karl zu und drängt sich mit einer Beharrlichkeit in sein Leben, die selbst als Außenstehender schon fast beängstigend wirkt. Warum er nicht locker lässt und Karl immer wieder mit seinen Fragen konfrontiert, klärt sich erst ganz zum Schluss auf und erklärt so sein Verhalten.

    Persönliche Meinung

    Der Einstieg ist mir eher schwer gefallen, die Gedankengänge von Karl sind zum Teil verwirrend und sein fahriges, unkontrolliertes Verhalten lässt den Lesefluss stocken. Auch mit den Personen bin ich erst nicht warm geworden, Karl strahlt so eine abweisende Art aus, dass er richtig unsympathisch wirkt und Stefan wirft mit seinem extrem aufdringlichen Gebaren so einige Fragen auf. Daher habe ich auch etwas länger mit den ersten Abschnitten gebraucht, da es nicht so einfach zu lesen ist und man sich auf die Geschichte und die Charaktere konzentrieren muss. Der Autor bringt Karl's innere Zerissenheit, seine Selbstzweifel und seine langsame Wandlung so gut rüber, dass man sich mit jedem Kapitel immer mehr in ihn einfühlen kann und besser mit seiner Persönlichkeit zurechtkommt. Nach dem ersten Drittel kam ich dann immer mehr in die Geschichte rein und sie konnte mich packen. Der Erzählstil wurde auch, so kam es mir vor, flüssiger und lebhafter. Dieser Eindruck wurde durch das immer emotionalere Verhalten von Karl verstärkt. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr Einblicke in die Vergangenheit und zu Stefan's Leben bekommt man. Erst im letzten Teil erfährt man den Grund seiner Hartnäckigkeit und wird mit einem rührenden Ende belohnt.

    Fazit

    Etwas schwerer Einstieg, aber dranbleiben lohnt sich, auch wenn es keine leichte Kost ist. Dafür wird man mit einer sehr eindrucksvollen Charakterstudie belohnt, die einem im Gedächtnis bleibt.

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    0_Lavender_0s avatar
    0_Lavender_0vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Charakterstudien, innere Monologe und vom Mut auch im Alter Veränderungen zu wagen
    Von Stille, Begegnungen, Irrungen, Wirrungen und dem Mut sich Veränderungen zu stellen

    Zum Cover:

     

    Einsam steht ein elegant gekleideter Mann auf einem Steg und blickt auf den See vor sich, die Landschaft dahinter ist in Nebel eingehüllt. Ob hier schon der „Wanderer über dem Nebelmeer“ von Caspar David Friedrich als Inspiration diente? Hoch über ihm ziehen Silhouetten von Vögeln, die immer deutlicher werden. Stellt es ein Sinnbild für Veränderung dar?

     

    Zum Buch:

     

    Der 84-jährige Juwelier Karl Rosenbaum ist ein selbstkritischer, liebenswerter Eigenbrötler, der am liebsten allein ist und eigentlich sein Leben im Großen und Ganzen im Griff hat, trotzdem wünscht er sich den Tod. Das einzige Vergnügen, das er sich gönnt, ist der musikalische Kunstgenuss. Er kann sogar zahlreiche Stücke rezitieren. Auch fehlt es ihm nicht an Selbstironie.

    In seiner Kindheit hat er Schuld auf sich geladen, die er anscheinend nicht tilgen kann. Dieses Wissen beeinflusst seinen Umgang mit den Mitmenschen.

    Immer wieder stößt er Leute vor den Kopf, trotzdem scheint er eine gewisse Ausstrahlung zu besitzen, denn niemand wendet sich von ihm ab.


    Plötzlich tritt ein junger Mann mit gewinnendem Wesen in sein Leben, der alles daransetzt, ihn besser kennenzulernen. Von diesem Zeitpunkt an beginnen sich Veränderungen in Karls Leben einzuschleichen, mal langsam, mal abrupt und Karls Reaktionen darauf sind teilweise ziemlich heftig – ungestüm und zerstörerisch, er ist ein innerlich Zerissener. Am Ende wird sein Leben nicht mehr so sein, wie es einmal war.

     

    Die Charakterstudien, gekoppelt mit Elementen des inneren Monologs zeichnen ein präzises Bild der Protagonisten. Manche Handlungsstränge, z.B. die Begegnung mit Rosenbaums Nachfolger, der sein Geschäft übernehmen durfte, jedoch schwere Schicksalsschläge zu verkraften hat, machen neugierig, werden leider nicht weiterverfolgt, die Begegnung beginnt spannend, bleibt aber temporär.

     

    Dass der Autor Opernsänger ist, kann man in diesem Buch erkennen. Manche Stellen erschließen sich einem nur dann vollständig, wenn man in diesem Bereich einschlägige Bildung aufweisen kann.

     

    Fazit:

    Frank Domnicks Debütroman weist eine sprachliche Qualität auf, die nicht so häufig zu finden ist. Das Thema – ein stilles Leben – beinhaltet trotzdem eine solche Fülle an Erlebnissen, dass es niemals langweilig wird, denn Karl Rosenbaums wichtigste Reise ist die zu sich selbst.

    Es bleibt zu hoffen, dass es nicht nur bei diesem ersten Roman bleibt.

     

    Ich vergebe 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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    Ginger0303s avatar
    Ginger0303vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wundervoller Schreibstil, verpackt in einer Geschichte voller Gefühle und Spannung.
    "Das stille Leben des Karl Rosenbaum" von Frank Domnick

    Inhalt: Zwei Männer begegnen sich - Karl Rosenbaum und Stefan Koczinski.
    Der eine würde am liebsten sein langes, bedeutungsloses Leben beenden, während der andere - jung und neugierig - auf der Suche nach dem zu sein scheint, was nur Karl Rosenbaum ihm geben kann.

    Karl Rosenbaum kann nur durch monotone Arbeit überleben. Das eintönige Kontinuum dämmt seine Ängste und Albträume ein. Seine Träume zu leben oder gar menschliche Nähe zuzulassen, ist ihm nie gelungen. Als Rosenbaum dann auch noch sein Geschäft aufgeben muss, macht das Leben keinen Sinn mehr. Ihm bleibt nur die Kunst, der Ort, an dem er sich Gefühle eingesteht. Eines Abends spricht ihn in der Oper Stefan Koczinski. an. Fasziniert und verstört zugleich fühlt sich Rosenbaum von ihm bedroht und weist ihn ab. Doch Koczinski stellt Rosenbaum nach. Beide scheinen aber dem Geheimnis des anderen auf der Spur zu sein. Für Rosenbaum beginnt ein Wettlauf der Gefühle, mit dem was war und was noch werden könnte.

    Meine Meinung: Dieses Buch fesselte mich von Anfang an. Es gab nicht einen Moment wo es langweilig wurde. Diese Spannung der Ungewissheit besteht bis zum Ende.
    Den Protagonist schloss ich auf Anhieb in mein Herz. Ein verschlossener, eigensinniger aber auch liebevoller Charakter.
    Ebenso ein großes Lob an den Autor für diesen tollen Schreibstil. Bei mir traf er nämlich genau ins Schwarze.
    Für Klassik Liebhaber ist dieses Buch auch nur zu empfehlen. 
    Außerdem war das Ende sehr emotional und unvorhersehbar.

    Fazit: Ein sehr emotionales Buch, welches einen in das einzigartige Leben des Karl Rosenbaum eintauchen lässt. Ein Leben voller aufregenden Erlebnisse und  stille Geheimnisse.

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    Diana182s avatar
    Diana182vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Tiefsinniger, gefühlsbetonter Roman, der in Erinnerung bleibt!
    Das stille Leben des Karl Rosenbaum

    Das Cover zeigt einen alten Mann, der am Ende eines Steges verweilt und auf einen großen See hinausblickt. Über seinem Kopf zieht ein Vogelschwarm hinweg. Dieses Bild wirkt auf mich sehr melancholisch und weckte direkt mein Interesse.


    Die Buchbeschreibung machte mich ebenfalls sehr neugierig und ich wollte schnell mehr über das Leben des Karl Rosenbaum erfahren. So begann ich umgehend mit dem lesen…


    Der Einstig war für mich nicht einfach. Karl wirkt recht mürrisch und leider auch sehr unsympathisch. Es viel mich daher nicht immer leicht, seine Handlungen zu verstehen. Dies gibt sich jedoch mit dem voranschreiten der Seiten und man hat das Gefühl, Karl Stück für Stück besser kennen zu lernen. Plötzlich sieht man die Welt durch die Augen eines 84 jährigen und kann seine Zurückgezogenheit und Einsamkeit selbst in sich spüren.


    Der Schreibstil des Autors ist sehr gehoben, detailliert und flüssig. Ein schnelles durch die Seiten fliegen ist hier eher nicht möglich. Man liest jeden Satz ganz gezielt und lässt ihn erst einmal auf sich wirken. So hatte ich jetzt im Hochsommer bei manchen Szenen das Gefühl des Herbstes in mir und spürte mitunter eine Traurigkeit in mir aufsteigen, welche ich nur schwer in Worte fassen kann. So berührte mich das Buch sehr stark und lies mich auch in den Lesepausen nicht wirklich zur Ruhe kommen.


    Das Ende ist sehr emotional und rührt sicherlich zu der ein oder anderen Träne. Es hält viele Überraschungen parat, welche ich anfangs nicht vermutet hätte. Es schließt jedoch sehr passend und zufriedenstellend ab und lässt einen nachdenklichen, berührten Leser zurück.


    Mein Fazit:
    Mir hat das Buch sehr gefallen, da es allerlei Gefühle in mir ansprach und mich die Welt durch andere Augen sehen lies. Die Geschichte ist sehr tiefsinnig und berührt den Leser recht schnell und langanhaltend.


    Wer anspruchsvolle, gefühlsbetonte Romane mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Ich vergebe sehr gern eine entsprechende Leseempfehlung!

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Beeindruckende Lebensgeschichte und gut gezeichnete Charaktere!
    Wenn alte Wunden schmerzen ...

    „...Vor langer Zeit hatte ich den Schlüssel zu meinem Innersten ins tiefe Meer geworfen und war sicher, ihn nie wiederfinden zu wollen. Doch nun saß ich einem Mann gegenüber, der ihn mir wie durch Zauberhand vor die Nase hielt...“


    Karl Rosenbaum ist 74 Jahre alt, als er sein Geschäft in jüngere Hände legt. Er ist Goldschmied und Uhrmacher und ihm fehlt nun die Ruhe der Hände. Der Beruf war sein Lebensinhalt.

    Zehn Jahre lang wohnt er danach weiter in einem Haus, ohne die Bewohner näher zu kennen oder sich mit ihnen zu unterhalten. Er hat sich in seiner Einsamkeit eingerichtet, hört klassische Musik, liest viel und besucht regelmäßig das Theater.

    Bei einer der Theatervorstellungen spricht ihn ein junger Mann an. Stefan Koczinski stellt sich ihm vor, sagt ihm, dass er sich freut, ihn wiederzusehen, und dass er ihn von seinem Platz aus gesehen hat. Bei Karl bricht Panik aus. Er fühlt sich beobachtet, kann sich nicht mehr auf das Stück konzentrieren und erleidet einen Zusammenbruch.

    Der Autor hat einen beeindruckenden Roman geschrieben. Die Geschichte wird aus der Sicht des Karl Rosenbaum erzählt. Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Das lag auch an der permanent enthaltenen inneren Spannung der Geschichte.

    Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Karl will seine Ruhe. Warum, wird nur in kurzen Sequenzen angedeutet. Es sind die Verluste seiner Vergangenheit, die ihm ein bleibendes Schuldbewusstsein eingegeben haben. Erst am Schluss der Geschichte erfahre ich, was wirklich passiert ist.

    Stefan ist für mich über eine lange Strecke genauso ein Rätsel wie für Karl. Er setzt sich gegen die Ablehnung zur Wehr, drängt sich regelrecht auf, Scheint immer dann Präsent zu sein, wenn Karl Probleme hat, bittet um Vertrauen, lässt aber nicht erkennen, was ihn wirklich antreibt. Seine unterschwellig forsche Art wird ab und an durch seine Reaktion widerlegt, wie das folgende Zitat zeigt:


    „...Sein strahlender Blick war erloschen. Er war erschrocken wie ich und genauso enttäuscht, wie ich es war...“


    Das Buch zeichnet sich durch einen gehobenen Schriftstil aus. Das zeigt schon das Eingangszitat. Die Geschichte wirkt ernst. Eine gewisse Leichtigkeit klingt ein einziges Mal durch, als sich Karl seiner ungewollten Retterin bei der Wanderung im Elbsandsteingebirge öffnet.

    Sehr gut wiedergegeben wird die innerer Zerrissenheit von Karl. Einerseits will er von Stefan nichts wissen, andererseits interessiert ihn der junge Mann. Mit seinen Worten stößt er ihn häufig vor den Kopf, seine Taten aber sprechen eine andere Sprache. Stefan hat eine Seite in Karl berührt, die er tief verschüttet glaubte. Als besonderes Stilmittel wird dieser Gegensatz durch seine innere Stimme zum Ausdruck gebracht. Sie sit kursiv hervorgehoben.

    Musik, Literatur und Kunst werden gekonnt in die Handlung integriert. Einst hatte Karl vom Beruf des Schauspielers geträumt, doch das Leben hat ihn auf eine harte Schule geschickt.


    „...Kriege nehmen einen alles, was sich auch nur als Hauch eines Traums anfühlt. Hoffnungen werden zerschlagen wie ein Stück Glas unter einem fallenden Betonklotz. Und die Scherben werden immer irgendwo herumliegen...“


    In den Zeiten, wo sich Karl auf Stefan einlässt, kommt es zu tiefgründigen Gesprächen. Stefans Analyse von Shakespeare und sein Vergleich zwischen Theater und Wirklichkeit hat fast philosophischen Charakter.


    „...Der Mensch ist sonderbar. Er macht alles so furchtbar kompliziert, spricht in Rätseln, spielt Spielchen, nur, weil er Angst hat zu verlieren...“


    Auch Stefan spielt. Noch hat er nicht, das er dabei in Gefahr ist, den Menschen zu verlieren, der ihm am meisten bedeutet. Das ist übrigens nicht Karl.

    Die Bekanntschaft mit Stefan scheint eine Tür zu öffnen. Plötzlich interessieren sich auch Hausbewohner für Karl. Doch seine Tür bleibt lange geschlossen. Er weiß um seine Fehler, kann aber nicht über seinen Schatten springen. Immer erneut klingt die Angst an, dass alte Wunden geöffnet werden. Und doch setzt behutsam eine Veränderung ein.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es geht um Schuld und Vergebung, um Lebensläufe, die in einer harten Zeit geprägt wurden, und um Spuren, die tief in der Seele zu finden sind.

    Ich habe mir genau überlegt, welches Zitat meine Rezension abschließen soll, den ich habe mir mehrere aus dem Buch geschrieben. Entschieden habe ich mich für den folgenden Rat:


    „...Achte auf die Kleinigkeiten um dich herum, denn sie sind dein Alltag, dein Leben. Sie entscheiden darüber, ob du glücklich und zufrieden sein kannst...“


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    Doreen_Klauss avatar
    Doreen_Klausvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Emotionale Achterbahnfahrt eines alten Herren.
    Blick hinter die Fassade

    Der Titel des Buches beschreibt die Figur des Karl Rosenbaum eindringlich, den still ist er selbst und das Leben das er führt, im privaten und auch nach außen.

    Der 84jährige Rentner erwartet von diesem Leben nichts mehr, außer den Tod, den sehnt er förmlich herbei.
    Jeder Tag läuft ähnlich ab. Der Gang zum Bäcker, zum kleinen Supermarkt, ein paar Mahlzeiten, etwas Musik, ein Buch. Ab und zu ein Gruß an die Nachbarin im Treppenhaus. Freunde oder Familie gibt es nicht. Karl ist sich selbst genug. Eine der wenigen Freuden ist ein regelmäßiger Besuch in der Oper.

    Ein solcher Besuch bringt Karl und sein wohlgeordnetes Leben allerdings gehörig durcheinander, den plötzlich drängt sich der junge, charismatische Stefan in den Kokon, den Karl in vielen Jahren um sich errichtet hat. Durch Stefan's Art bekommt dieser Kokon Risse, durch die plötzlich die Außenwelt und die Menschen in Karls Umfeld hereindrängen. Trotz seines Alters beginnt Karl sich für sie zu öffnen. Was aber bezweckt Stefan? Welches Interesse hat er an Karl?

    Der Kampf den Karl hier mit sich selbst führt, ist der rote Faden des Buches. Der Leser erlebt das emotionale Chaos in das die Hauptfigur stürzt, das Auf und Ab, das Öffnen und sich wieder zurückziehen. Ab einem gewissen Punkt war das für mich vorhersehbar und etwas langatmigen. Der Autor manövriert die Figuren immer wieder um den Kern der Sache, die Auflösung herum.

    Die Figuren sind sehr gut gezeichnet. Hier erkennt man die gute Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis des Autors. Er schafft es dem Leser die Figuren trotz ihrer Macken und Fehler sympathisch zu machen. Man lernt sie im Verlauf des Buches kennen, so wie sie sich auch gegenseitig besser kennenlernen. Die Beschreibungen sind bildhaft, tiefgründig, bringen den Leser zum Schmunzeln und machen ihn auch traurig. Die Emotionen der Figuren übertragen sich auf den Leser.

    Der Schreibstil ist leicht, schwingend, voller wunderbarer Satzkreationen. Hätte ich alle Sätze, die mir besonders gut gefallen haben angestrichen, dann wäre das ganze Buch voller Markierungen.

    Ein Buch über das Leben und den Umgang mit Schuld, melancholisch, wehmütig, traurig, tiefsinnig, philosophisch, aber auch heiter und voller Liebe.
    Karl Rosenbaum ist ein schwieriger Charakter, mürrisch, eigenbrötlerisch und sogar etwas unsympathisch, aber ein Blick hinter die Fassade lohnt sich hier auf jeden Fall. 

    Und wenn sie das nächste Mal ihren grantigen Nachbarn im Treppenhaus treffen, grüßen sie höflich, wer weiß warum er so ist wie er ist.

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    Gelindevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Im Rückblick gesehen, ist die Geschichte rührend und tragisch, und das Ende ist hoch emotional. Aber mit der Erzählweise bin ich nicht warm
    Das stille Leben des Karl Rosenbaum

    Das stille Leben des Karl Rosenbaum, von Frank Dominik

    Cover:
    Rätselhaft, ein Mann steht am Ende eines Weges? Passt gut zum Buch.

    Inhalt:
    Karl Rosenbaum gibt mit 74 Jahren sein Juweliergeschäft ab um am liebsten zu streben. Denn für ihn hält das Leben nichts bereit.
    Er meint er hat Schuld auf sich geladen und ist es nicht wert eine Familie zu haben und glücklich zu sein.
    Doch es soll anders kommen.
    Als der junge Stefan ihn in der Oper anspricht, fällt ein Bann über ihn und seine Ruhe ist dahin…

    Meine Meinung:
    Ein schwieriger Einstig für mich.
    Ich weiß nicht, liegt es an der Erzählweise oder an den Personen selber, sie bleiben mir ungewöhnlich fremd und distanziert (hölzern). Obwohl wir ja doch einiges über sie erfahren.
    Besonders Karl, der ja sogar in der Ich-Form erzählt.
    Er ist so zwiespältig, widersprüchlich, sprunghaft, innerlich zerrissen und so unverständlich und wechselhaft handelt er auch.
    Leider kann ich mit den Personen immer weniger anfangen.
    Ich kann weder ihre Gesprächen (vor allem bei Karl und Stefan) noch ihren Gedanken verstehen oder nachvollziehen.
    Die ganzen Vergleiche zur Oper, zu klassischen Gestalten und ihren Eigenschaften werden mir immer rätselhafter und ich kann damit nichts anfangen.

    Die Schreibweise ist besonders „gewählt“.
    Manche Sätze kann ich irgendwie nicht einordnen, andre wiederum muss ich gestehen, sind wunderschön.
    Zitat:
    -Musik war also nicht nur eine Gespielin, sondern auch eine verräterische Hure meiner Seele geworden.
    -Die Frau schüttelte sich, als müsste sie sich vom Regen meiner Worte trockenlegen.

    Ich denke dieses Buch kann für manche Leser ein Juwel sein, ich gehöre nicht zu der Gruppe.

    Autor:
    Frank Domnick, geb. 1965 in Münster, ist gelernter Speditionskaufmann und studierte nach der Ausbildung klassischen Gesang. Als Opernsänger ist er Mitglied des Staatsopernchores Hannover. Dies ist sein Debütroman.

    Mein Fazit:
    Im Rückblick gesehen, ist die Geschichte rührend und tragisch, und das Ende ist hoch emotional, die Story finde ich gut.
    Aber während des Lesens war es für mich streckenweise hölzern und steif. Irgendwie bin ich mit dem Buch nicht warm geworden.
    Von mir: knapp 3 Sterne.

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    dicketillas avatar
    dicketillavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Wie nach einem einsamen, verschlossenem Leben, wieder das Leben an die Tür klopft. Sprachlich hervorragend!
    Zurück ins Leben

    Juwelier Karl Rosenbaum hat sein Geschäft seinem ehemaligem Lehrling übertragen, nur noch den Tod vor Augen, doch seine Todessehnsucht wird nicht erfüllt.
    " Unserem Leben lag keine technische Zeichnung mit komplizierten Querverbindungen und Umwegen zugrunde, sondern ein gerader Strich - von links nach rechts oder von oben nach unten gezogen, eine Linie, die irgendwann einfach nur aufhören sollte, eine Linie zu sein."
    Bei einem Theaterbesuch wird er von einem jungen Mann angesprochen, der ihm berichtet ihn einst in seinem Geschäft begegnete zu sein, als er mit seinem Vater eine Uhr kaufte. Diese Begegnung läßt Karl den Boden unter den Füßen verlieren. Stefan Koczinski möchte mehr über Karl erfahren, doch dieser wehrt sich vehement. Er, der zurückgezogen lebt, die Einsamkeit für sich gewählt hatte. Nur in der Musik fand er Ruhe, ließ sich von ihr berauschen.

    "Die Kunst war wie der Biss in einen saftigen Braten, in einem Leben, in dem ich nur Wasser und Brot verordnet hatte."

    Diese Beharlichkeit, mit der Stefan versucht erneut Karl für sich zu gewinnen, führt zu einer schrittweisen Veränderung in Karls Gefühlsleben. Jetzt ist auch er interessiert den Grund zu erfahren, warum dieser junge Mann soviel Interesse an ihm zeigt, was sein Geheimnis ist.

    " Was für ein sensationelles Vorhaben, nach unzähligen Jahrzehnten aus der Spur zu springen wie ein Waggon von der Schiene und querfeldein woanders langzufahren."

    Karl Rosenberg war mir zu Beginn der Geschichte sehr unsympatisch. Mied die Bewohner seines Hauses, begegnete ihrer Freundlichkeit mit Schroffheit. Doch durch Einblicke in seine Kindheit, Flucht, Schuldgefühlen, kommt man seinem Wesen etwas näher.
    Das ist auch viel der besonderen Charaktesierung des Autors geschult, der mit einer brillianten Sprache, seinen Figuren ein Gesicht, Leben einhaucht. So wie man Seite um Seite der Handlung folgt, begleitet von einer bildhaften Sprache, Emotionen fast körperlich fühlt.
    Auch so manche Wortwendung bringt ein Schmunzeln ins Gesicht.
    Frank Domnick, der selbst künstlerisch tätig ist, läßt Karl seine Mitmenschen mit Figuren aus Klassikern vergleichen. So sieht er in Stefan Shakespeares Jago, in Maria Hamlets Ophelia.
    Wodurch die Verbundenheit Karls mit der Welt der Klassiker und Oper wunderbar verknüpft wurde.Weiterhin sind sehr unterschiedliche Personen eingefügt, die ihm auch schon mal sehr nah kommen, seine Schale zum brechen bringen.

    Der Debütroman von Frank Domnick zeugt von einem großen Talent, Worte zu finden, die sofort begeistern, Erstaunen hervorrufen.
    Selbst das Cover läßt die Stimmung des Karl Rosenbaum gut erkennen. Ein Mann, der am Ende des Lebens angekommen ist, scheinbar nur noch der Abgrund bleibt, doch vom Zug der Vögel mitgerissen wird.

    "Ich bin kein Feigling. Ich will es wissen."






























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    Anteks avatar
    Antekvor 4 Monaten
    Jedes Leben hat seine eigenen Gesetze, man muss sie nur annehmen

    „Das ist Ihr Geschäft, Ihr Lebenswerk. Meine Güte, was wollen Sie denn jetzt machen? Sterben war mein erster Gedanke gewesen. Ich hatte mich aber nicht getraut es auszusprechen. Nichts. Hatte ich stattdessen erwidert. Auf mich wartet das Nichts, Clara!“. Mit diesen Worten verlässt Karl Rosenbaum sein Juweliergeschäft, als er dieses mit vierundsiebzig Jahren an seinen Gesellen und dessen Frau Clara übergibt und es nie wieder betreten will. Aus dem Sterben wird nichts, denn „Doch nichts dergleichen ließ ich zu, als wäre ich parteiisch im Disput zwischen meiner Todessehnsucht und den Reflexen der Selbsterhaltung. Bliebe noch die Variante, selbst Hand anzulegen, das Schicksal nach meinem Willen zu beugen. Aber dazu brauchte man Mut und den hatte ich nicht.“, und so gilt zehn Jahre später, dass er feststellen muss, „dass mein dummer, zäher Körper dieses nutzlose Leben weiterführen gedachte.“. Erfüllung bieten ihm seine Musik, seine Literatur und die regelmäßigen Opernbesuche. Bei einem solchen tritt Stefan Koscinski, mit dem Wunsch ihn kennen zu lernen, ihn wieder sehen zu wollen, an ihn heran.


    „Wieder schaute ich auf meine Füße. Sie waren stehen geblieben, Warum? Ich hatte stets großes Vertrauen zu ihnen, weil sie so beruhigend fantasielos waren, immer nur eingespurte Wege nutzten und mich vor Überraschungen bewahrten.“. Plötzlich versagen Karl Rosenbaum seine Füße den Dienst, sein Leben soll nicht mehr den gewohnten Gang gehen. Warum er nur auf bisher nur auf dieser Spur wandelte, warum er sich selbst das Lebensglück verbietet, warum er sich als Einzelgänger durch die Welt schleppt und wie die Bekanntschaft zwischen ihm und dem so viele Jahre jüngeren Mann weiter geht, erfährt man in diesem Roman.


    „Kennenlernen? Warum? Warum ziehen Sie nicht mit Ihren Kumpanen und einer Bierflasche in der Hand los und genießen das Leben?“, das ist nur eine Frage, die die Geschichte spannend macht. Warum lässt sich Stefan Koscinski nicht abwimmeln, egal wie widerwärtig und ablehnend sich Karl Rosenbaum verhält? Warum darf er sich nicht des Lebens freuen, welche Schuld, die Jahre zurück liegen muss, hat er auf sich geladen? „Ein Trottel, der glaubte, in letzter Sekunde an einem Leben teilhaben zu können, das er gar nicht verdiente.“ Welches innere Ich wird den Kampf gewinnen, werden es die Hoffnung nach Glück und Leichtigkeit, nach Lebensfreude oder die Schuldgefühle sein? Als Leser hofft man so sehr darauf, dass sich der verbitterte, lebensmüde Mann noch ändert.


    Dies ist das Debüt von Franck Domnick, aber er beweist mir ganz deutlich, dass er etwas vom Formulieren und Schreiben versteht. Zudem ist er sehr belesen und kennt sich in der Opernwelt gut aus. Der Sprachstil ist keineswegs flach, ganz im Gegenteil. Wendungen wie, „Mir kam es vor, als befände ich mich in einem Testlabor für angewandte Rhetorik, ein Proband, der zum ersten Mal einer Konversation ausgesetzt war, die er nicht führen wollte.“, oder „hatte ich die Überraschungsfragen satt, die mich immer wieder auf den Prüfstand meiner zwischenmenschlichen Kompatibilität stellten.“, zeugen für mich von seinem Können. Sehr gut gefallen haben mir auch die zahlreichen sprachlichen Bilder. So ist hier im Supermarkt bei gefüllten Einkaufswägen von einem „Nahrungsmitteltsunami“ die Rede oder er stand schon mal da, wie eine „falsch plakatierte Litfaßsäule“. Durch diese vielen Bilder und die ausführlichen Beschreibungen kann man sich als Leser wirklich sehr gut in die Szenen und Gemütszustände hineindenken. So habe ich den Schmerz, als er z.B. mit dem Zeh gegen den Bettpfosten springt richtiggehend selbst gespürt, oder konnte seine innere Zerrissenheit als er seine Empfindungen an einem Gerberastrauß auslässt, mehr als deutlich erkennen. Gut hat mir gefallen, dass ich auch immer wieder schmunzeln durfte. So haben mich z.B. Karl Rosenbaums Beschreibungen seiner Mitmenschen sehr amüsiert, bei „Wie immer zierte kitschiges Gehänge ihren Hals und die Handgelenke die einem farbigen Schlachtfeld gleichkamen.“, angefangen, bis hin zu „ihr fehlte jeglicher Liebreiz“. Ein, zwei kleine Ungereimtheiten fallen bei mir nicht ins Gewicht.


    Der Roman ist eine großartige Charakterstudie und Karl Rosenbaum, wie auch die anderen Mitspieler  ist grandios gezeichnet. Seine innere Zerrissenheit, ja seine Angst vor dem Leben haben mich sehr betroffen gemacht und über jeden kleinen Fortschritt, den ich meinte fühlen zu können, habe ich mich gefreut. Kommunikation ist ein Fremdwort für ihn, ich hatte fast den Eindruck, er hat verlernt mit anderen Menschen zu reden. Stefan Koscinski, seine aufdringliche Art, wäre aber auch mir, die ich nicht kontaktscheu bin, sehr unheimlich gewesen. Seine Freundlichkeit, sein Charme, seine gutmütige, hilfsbereite Art, ich weiß nicht, ob ich ihm erlaubt hätte, in mein Leben einzudringen. Unter den Nebendarstellern haben mich ganz besonders das kleine Nachbarsmädchen Maria, deren Art und Geschichte, gerührt. Über Frau Eggers, die neugierig, aufdringliche Mitbewohnerin im Block habe ich mich oft amüsiert und super gut hat mir die Wanderbekanntschaft Josephine gefallen, die Karl Rosenbaum mit ihrer offenen Art mit den richtigen Worten gegenübertritt.


    Alles in allem bin ich trotz ein, zwei sehr kleinen Ungereimtheiten, die für mich nicht ins Gewicht fallen, wirklich begeistert von diesem tollen Debüt. Den Autor werde ich auf jeden Fall auf dem Radar behalten und noch fünf Sterne vergebe ich hier wirklich gerne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
    Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

    Ablauf der Debütautorenaktion:

    Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
    Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

    Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
    Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
    Wichtig:
    Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


    Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


    Wie kann man mitmachen?

    Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

    Informationen/Regelungen:

    • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
    • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
    • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
    • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
    • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
    • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
    • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
    • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
    • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
    Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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    Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

    - Leserunde zu "Gelobtes Land – HOOP" von Christine Heimannsberg (Bewerbung bis 20. September)
    - Leserunde zu "Hochsommer für die Liebe" von Jule Fuchs (ebook, Bewerbung bis 23. September)
    - Leserunde zu "Isargrauen" von Max Winter (Bewerbung bis 17. September)
    - Leserunde zu "Demian Darking" von J.F. Martin (Bewerbung bis 23. September) 
    Buchverlosung zu "Bäume pflanzen am Meeresgrund" von Elias Wittekind (Bewerbung bis 30.September)
    - Leserunde zu "Volle Socke Nick" von Wolf Vierblatt (Bewerbung bis 28. September)

    (HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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    Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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    Für Autorinnen & Autoren:

    Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
    Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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    PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.  
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    Das stille Leben des Karl Rosenbaum

    Herzlich willkommen zur Debüt-Leserunde mit Frank Domnick. Bewerbt euch direkt und lernt seinen Roman »Das stille Leben des Karl Rosenbaum« in der Leserunde kennen.

    Autoren oder Titel-Cover
    Zwei Männer begegnen sich - Karl Rosenbaum und Stefan Koczinski. Der eine würde am liebsten sein langes, bedeutungsloses Leben beenden, während der andere - jung und neugierig - auf der Suche nach dem zu sein scheint, was nur Karl Rosenbaum ihm geben kann. Karl Rosenbaum kann nur durch monotone Arbeit überleben. Das eintönige Kontinuum dämmt seine Ängste und Albträume ein. Seine Träume zu leben oder gar menschliche Nähe zuzulassen, ist ihm nie gelungen. Als Rosenbaum dann auch noch sein Geschäft aufgeben muss, macht das Leben keinen Sinn mehr. Ihm bleibt nur die Kunst, der Ort, an dem er sich Gefühle eingesteht. Eines Abends spricht ihn in der Oper Stefan Koczinski. an. Fasziniert und verstört zugleich fühlt sich Rosenbaum von ihm bedroht und weist ihn ab. Doch Koczinski stellt Rosenbaum nach. Beide scheinen aber dem Geheimnis des anderen auf der Spur zu sein. Für Rosenbaum beginnt ein Wettlauf der Gefühle, mit dem was war und was noch werden könnte.

    Frank Domnick, 1965 in Münster geboren, ist gelernter Speditionskaufmann und studierte nach der kaufmännischen Ausbildung klassischen Gesang. Als Opernsänger ist er Mitglied des Staatsopernchores Hannover und steht in ungefähr 20 musikalischen Produktionen pro Jahr auf der Bühne.
    Das Schreiben von Gedichten und Kurzgeschichten entwickelte sich seit dem Studium und wurde mit einer Platzierung in der Finalrunde eines Schreibwettbewerbs belohnt. Als leidenschaftlicher Krimileser schrieb er dann einen Regionalkrimi: Schattenspiel! Doch dieses Buch blieb trotz Zuspruch für seinen Schreibstil unveröffentlicht. In diesem Jahr hat Frank Domnick seinen ersten literarischen Roman 'Das stille Leben des Karl Rosenbaum' abgeschlossen und stellt ihn nun der Öffentlichkeit vor.

    Wir suchen insgesamt 10 Leser, die Lust haben, diesen Roman von Frank Domnick »Das stille Leben des Frank Rosenbaum« zu lesen. Wir vergeben dafür 10 Bücher als Rezensionsexemplar in Print.

    Aufgabe: Schreibe uns in 2-3 Sätzen warum du gerne mitlesen möchtest

    Bitte beachte die allgemeinen Richtlinien von Lovelybooks   
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