Frank Gaschler

 4,5 Sterne bei 4 Bewertungen

Lebenslauf

Frank Gaschler, geb. 1967, ist Sozialpädagoge, zertifizierter Trainer für Gewaltfreie Kommunikation (CNVC), Assessor für den Zertifizierungsprozess des CNVC, Coach und systemischer Mediator in Unternehmen und Organisationen. Von 2004 bis 2014 war er als Sozialpädagogischer Begleiter an einem privaten Gymnasium tätig. Seit 2004 leitet er Kurse für Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg u.a. für Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen sowohl im deutschsprachigen als auch im internationalen Raum.Er und seine Frau Gundi Gaschler haben langjährige Erfahrungen im Bereich der Eltern-Kind-Arbeit, in Kindergärten und an Schulen. Gemeinsam entwickelten sie das Projekt »Giraffentraum« zur Einführung der Gewaltfreien Kommunikation in Kindergärten. Sie wohnen zusammen in Hohenlinden bei München.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Frank Gaschler

Cover des Buches Ich will verstehen, was du wirklich brauchst (ISBN: 9783466311361)
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Rezension zu "Ich will verstehen, was du wirklich brauchst" von Frank Gaschler

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✎ Frank & Gundi Gaschler - Ich will verstehen, was du wirklich brauchst

Bereits seit ein paar Jahren beschäftige ich mich mit der gewaltfreien Kommunikation und bisher habe ich mich lediglich durch Blogs und Artikel dazu belesen. (einmal hatte ich ein Hörbuch in die Hände bekommen, welches bei mir jedoch gnadenlos durchfiel)

Da ich von dem vorliegenden Buch schon einiges Positives gehört hatte, beschloss ich, trotz meines längst vorhandenen Wissens, es zu lesen, weil ich mir durch sowas immer noch den ein oder anderen Gedankenanstoß erhoffe.

Frank Gaschler geht mit seiner Begegnung mit der GfK ganz offen um. Seine anfängliche Skepsis ist genauso herauszuhören wie seine jetzige Begeisterung.

Es ist natürlich viel Theorie, doch es werden ebenso zahlreiche praktische Beispiele genannt, sodass man als Neuling direkt etwas an der Hand hat. Konkrete Situationen werden aufgelöst.

Meine Lieblingsstelle im Text war, als die »wohligen Gefühle […] schmerzhaften Gefühle« (S. 56) angesprochen wurden. Auch ich mag die Begriffe „gut und schlecht“ in Zusammenhang mit Gefühlen nicht und war froh über solch eine gelungene „Übersetzung“.

Herr Gaschler erwähnt Jesper Juul im Werk. Von seinen Publikationen, die nichts mit der GfK zu tun haben, habe ich als Neumama am meisten gelernt.
Gleichfalls wird Tassilo Peters und sein Friedensstock angerissen. Etwas, worauf man im Internet schnell stößt, wenn man sich mit der GfK beschäftigt. Den finde ich zum Beispiel für Kindergärten und Grundschulen interessant.

Zudem haben einige (Kinder)Buch- und Liedertipps einen Platz.

Ich persönlich finde die Sprache mit den 4 Stufen noch immer befremdlich und wir sprechen auch untereinander in unserer Familie nicht so. Doch die Ansätze, wie man einen Konflikt verbal friedvoller lösen kann, haben wir für uns mitgenommen. Frank Gaschler gibt mit „Ich will verstehen, was du wirklich brauchst“ einen tollen Überblick darüber, was man mit der GfK erreichen kann.

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Zitate:

»Empathie ist der Schlüssel zum Aufbau von Beziehungen und Aufrichtigkeit der kongruenteste Weg, Kindern Orientierung und soziales Feedback zu geben.« (S. 23)

»Um uns gegenseitig zu verstehen, besuchen wir uns in unseren Häusern. Wir betrachten die Einrichtungsgegenstände und lassen uns erklären oder fragen nach, wozu sie dienen. Dabei vermeiden wir, nach unserem Geschmack zu bewerten oder etwas zu verändern. Wir sind hier als Gast und nicht als Eigentümer oder Hausbesetzer! Es geht nicht darum, ob wir die Einrichtung schön oder hässlich finden, sondern darum, ob der andere sich damit wohlfühlt. Gerne kann ich mir dabei etwas abschauen, um es in meinem Haus anzuwenden.« (S. 30)

»Verstehen heißt nicht einverstanden sein!« (S. 30)

»Wenn Sie in den folgenden Kapiteln über die Gewaltfreie Kommunikation lesen, wünsche ich mir, dass Sie diese als Angebote eines Marktplatzes der Möglichkeiten sehen. Bitte probieren Sie all diejenigen Aspekte, die Sie ansprechend finden, aus […]« (S. 36)

»Erwachsene sind erwachsen und Kinder dürfen auch Kinder sein. Sie müssen noch nicht alles verstehen, haben aber ein Recht darauf, verstanden zu werden. Kinder brauchen Schutz, Fürsorge und Liebe von den Erwachsenen. Sie wollen willkommen sein, brauchen ihren Platz, wollen gehalten werden und lebendig sein. Dies den Kindern zu ermöglichen ist unsere Aufgabe.« (S. 100)

»Gerade dann, wenn niemand perfekt ist, haben alle Raum, um zum Lernen beizutragen.« (S. 139)

»“Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, unvollkommen getan zu werden.“ Marshall B. Rosenberg« (S. 139)

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