Frank Goldammer Achtung! Kann Spuren von Zynismus enthalten!

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Inhaltsangabe zu „Achtung! Kann Spuren von Zynismus enthalten!“ von Frank Goldammer

Bei einigen Dingen im Leben braucht es mehr als eine spitze Zunge. Manches kann man nicht mit ein wenig Satire abtun. Da muss etwas Handfesteres her. Und gelegentlich auch etwas Gemeineres. Denn im Stillen sind wir doch alle ein bisschen böse und denken Sachen, die man besser für sich behält. Zum Beispiel über die Kinder anderer Leute. Und die Eltern anderer Kinder. Und über den Nachbarshund. Über ewige Elternabende oder den Politiker von nebenan. Manchmal will es eben raus, aber es darf nicht. Doch nun gibt es etwas! Dieses kleine Buch, in dem die Satire manchmal über die Stränge schlägt und den Alltag ein bisschen weniger grau erscheinen lässt. Mit einem breiten Lächeln auf den Lippen - … na ja … und jeder Menge Alkohol.

Noch böser, schwärzer und überspitzter als der Vorgänger. Ein Muss für alle Satirefans, die über sich und andere lachen können.

— Schassi
Schassi

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    Achtung! Kann Spuren von Zynismus enthalten!
    Schassi

    Schassi

    31. October 2015 um 14:37

    Der Autor:  Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren, wo er noch immer lebt. Mit Anfang zwanzig begann er zu schreiben und hat bis heute mehrere Romane, Krimis und Kurzgeschichten veröffentlicht. All seine Werke haben einen Bezug zu seiner Heimatstadt Dresden. Klappentext: Bei einigen Dingen im Leben braucht es mehr als eine spitze Zunge. Manches kann man nicht mit ein wenig Satire abtun. Da muss etwas Handfesteres her. Und gelegentlich auch etwas Gemeineres. Denn im Stillen sind wir doch alle ein bisschen böse und denken Sachen, die man besser für sich behält. Zum Beispiel über die Kinder anderer Leute. Und die Eltern anderer Kinder. Und über den Nachbarshund. Über ewige Elternabende oder den Politiker von nebenan. Manchmal will es eben raus, aber es darf nicht. Doch nun gibt es etwas! Dieses kleine Buch, in dem die Satire manchmal über die Stränge schlägt und den Alltag ein bisschen weniger grau erscheinen lässt. Mit einem breiten Lächeln auf den Lippen – … na ja … und jeder Menge Alkohol. Meine Meinung: Der zweite satirische Kurzgeschichtenband von Frank Goldammer erschien zeitgleich mit dem ersten Buch (“Dreißig Gründe, mit den Haaren zu knirschen und sich die Zähne zu raufen”). Dieser Band fällt rund 30 Seiten kürzer aus, dafür sind die einzelnen Geschichten (21 an der Zahl) diesmal länger. Wie auch in seinem orange verpackten Vorgänger lässt uns Frank Goldammer wieder an seinen persönlichen Gedanken und Erfahrungen teilhaben – diesmal in schwarz, denn schwärzer ist auch der Humor geworden. Habe ich bei meiner Bewertung des Vorgängers noch geschrieben, dass es für meinen Geschmack ruhig noch etwas spitzer und bösartiger sein könnte, kann ich das hier nicht mehr bemängeln, denn der Untertitel “Alltagssatire : jetzt noch satirischer” verspricht nicht zu viel. Die Gedanken sind böser, es wird mehr geflucht und überspitzt – ich hatte also ingesamt wieder eine ganze Menge zu lachen. Meine Lieblingskapitel widmen sich natürlich wieder den alltäglichen Themen, allen voran die Geschichten über Kinder und Eltern. Das waren die Stories, die ich persönlich am allerbesten fand. Hier eine kleine Kostprobe aus der Geschichte “Freundebuch des Todes”, indem es um die berühmt-berüchtigen Freundschaftsbücher geht, die mittlerweile schon in den Kitas eingezogen sind, obwohl die Kinder noch nicht mal selbst schreiben können – verrückt oder? “Was wünschst du Tim? “Alles Gute.” “Nein, etwas Spezielles.” “Was heißt das?” “Etwas … Besonderes.” “Nudeln.” “Doch nicht Nudeln!” “Warum? Tim isst Nudeln gern.” (S. 123) Sehr amüsant fand ich auch das Kapitel “Elternabend”, das den dort vorherrschenden Wahnsinn übereifriger Eltern so gut beschreibt, dass ich richtig Mitleid mit dem Autor bekam. Hier einige der besten Fragen von Muttis beim Einschulungselternabend: “- Hier steht, Schmuck sei beim Sportunterricht verboten. Gilt das auch für Jungs?  – Hier steht: helle Sohlen zum Sportunterricht. Ist eine beige Sohle auch hell? (…) – Muss ich das Sportzeug jede Woche waschen?” (S. 93) Ja, es gibt noch mehr bekloppte Fragen, denen es sich auf den Grund zu gehen lohnt. Da möchte ich gar nicht zu viel vorwegnehmen. Ihr merkt schon, über Kinder und übereifrige Eltern kann ich besonders gut lachen. Aber es wird auch politischer und philosophischer in diesem Band. So geht der Autor in mehreren “Interviews” mit den Schöpfern der Menschheit zum Beispiel der Frage nach, warum eigentlich die Frau erschaffen wurde – und von wem. Auch da konnte ich herzhaft lachen. Dieses Büchlein kann ich also wieder all jenen wärmstens empfehlen, die guten schwarzen Humor zu schätzen wissen, über sich und andere lachen können und nichts gegen ein paar Flüche einzuwenden haben. Auch, wer sich schon immer mal gefragt hat, wie die Bestellung bei der Fastfoodkette Subway eigentlich so abläuft oder was der Unterschied wischen dem ist, was Handwerker in der Ausbildung lernen und dem, was sie wirklich veranstalten, wenn man sie denn mal braucht, ist mit dieser herrlich komischen Lektüre gut beraten. Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung. Gerne mit noch mehr Geschichten über Kinder und deren Eltern zum Kopfschütteln und Totlachen! Fazit: Noch böser, schwärzer und überspitzter als der Vorgänger. Ein Muss für alle Satirefans, die über sich und andere lachen können.

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