Frank Goldammer Dreißig Gründe, mit den Haaren zu knirschen und sich die Zähne zu raufen

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Inhaltsangabe zu „Dreißig Gründe, mit den Haaren zu knirschen und sich die Zähne zu raufen“ von Frank Goldammer

Ist es nicht furchtbar? All diese Sorgen jeden Tag! All dieser wiederkehrende Krimskrams, der Ihnen die Lebensfreude raubt!Erschöpft fallen Sie abends auf die Couch, doch wenn man Sie fragt, was denn so schlimm ist, dann wissen Sie sich gar nicht auszudrücken. Denn es ist alles und doch nichts. Kinder, Arbeit, Urlaub, Verkehr, Rentner, Nachrichten, Telefon …
Ist es nicht herrlich, dass jemand da ist, der sich die Zeit nimmt und mit spitzer Feder beschreibt, was Sie tagtäglich auslaugt? Frank Goldammer verschafft Ihnen ein Ventil. Er zeigt: Sie sind nicht allein! Und er sagt Ihnen, wie man mit schwarzem Humor alles überstehen kann.

Dreißig herrlich böse Geschichten über den alltäglichen Wahnsinn des Lebens

— Schassi

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    Dreißig Gründe, mit den Haaren zu knirschen und sich die Zähne zu raufen

    Schassi

    28. October 2015 um 21:07

    Als Vater von Zwillingen im Vorschulalter, aufmerksamer Beobachter der Umwelt und Analytiker der kleinen und großen Ereignisse des Alltags lässt der Autor uns an seinen ganz persönlichen Gedanken und Erfahrungen teilhaben. In vielen Geschichten habe ich mich selbst wiedererkannt und fast immer gibt es was zum Schmunzeln. Sehr sympathisch finde ich, dass er sich selbst nicht zu ernst nimmt und sogar seine eigene Familie “ihr Fett wegkriegt”. Es gab keine Geschichte, die mich gelangweilt hätte, sogar wenn es um Fußball geht, und das will schon was heißen.  Meine Lieblingsgeschichte ist übrigens “Von wegen – nur mal kurz einkaufen” (S. 26 – 31), in der der alltägliche Wahnsinn im Supermarkt sehr anschaulich beschrieben wird. Vor allem der gedankliche Schlagabtausch zwischen dem gehetzten Einkäufer und der bitterbösen Kassiererin haben mich sehr zum Lachen gebracht. Aus dieser Geschichte habe ich ein hübsches Zitat herausgesucht: “Sollten Sie bei solch einer Gelegenheit einmal in einen Stau geraten, habe ich einen Tipp, wie Sie sich die Zeit vertreiben können: Vertauschen Sie einfach ein paar Waren in den herrenlos herumstehenden Wagen und beobachten Sie die Verwirrung, die dadurch entsteht. Achten Sie dabei aber auch auf Ihren eigenen Einkaufswagen; nicht nur einmal bin ich mit zwei Packungen Damenbinden oder einer CD der Wildecker Herzbuben nach Hause gefahren.” (S. 27) Lernen kann man bei der Lektüre auch noch so Einiges. Zum Beispiel, wie man mit kleinen Kindern umgeht (oder auch nicht), warum bei einem Reh, das die Fahrbahn kreuzt, Obacht geboten ist, wie die Verständigung in Schweizer Restaurants funktioniert und was es bedeutet, wenn man in London angehupt wird. “Wenn in Deutschland jemand hupt, heißt das meist: He, du Blödmann! Du Idiot! Die Ampel ist sein einer Zehntelsekunde grün! Und außerdem ist dein Auto viel hässlicher als meins und ich kann viel besser und schneller fahren! Und außerdem habe ich sowieso immer recht, weil ich nämlich in meinem Auto sitze!” (S. 43) Sehr unterhaltsam fand ich auch ein Kapitel über den (ganz normalen) Shopping-Wahnsinn seiner Lebensgefährtin, die erst gefühlte zehn Läden abklappern muss, bevor sie dann doch das Teil aus dem ersten Laden kauft. Kennen wir doch alle oder? Überhaupt gibt er sehr viel Persönliches preis, jedenfalls kommt das beim Leser so an und das macht ihn noch sympathischer. So mangelt es auch nicht an Ratschlägen über das Verhalten kurz nach einer Scheidung. Nicht schön, aber pragmatisch und tragisch-witzig allemal. Insgesamt habe ich die Geschichten fast komplett am Stück verschlungen und wurde dabei rundum gut unterhalten.  Ich bin schon sehr gespannt auf den Nachfolgeband “Achtung! Kann Spuren von Zynismus enthalten” überraschen, der verspricht, noch zynischer zu sein.  Rundum unterhaltsame Geschichten zu Gedanken und Beobachtungen über all die kleinen und großen Dinge, die unseren Alltag bestimmen. Mal bitterböse, mal nachdenklich stimmend, immer selbstironisch. Klare Empfehlung! Nicoles Bibliothek

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