Frank Goosen

 3.8 Sterne bei 739 Bewertungen
Autor von Liegen lernen, Radio Heimat (Film) und weiteren Büchern.
Frank Goosen

Lebenslauf von Frank Goosen

Frank Goosen wurde 1966 in Bochum geboren und studierte nach dem Abitur Geschichte, Germanistik und Politik an der Ruhr-Universität. Danach arbeitete er einige Jahre im Werksarchiv eines namhaften Textilunternehmens im Sauerland. 1992 trat er erstmals mit Jochen Malmsheimer unter dem Namen "Tresenlesen" im Kabarett auf, was 1997 den »Prix Pantheon« und erhält 1998 den "Salzburger Stier" gewann. Nach Differenzen kam es im Jahr 2000 zur Auflösung der "Tresenleser", seitdem ist Goosen als Romanautor und als Vorstand der Trägervereins des Prinz-Regent-Theaters tätig. Frank Goosen hat neben seinen erfolgreichen Romanen, darunter »Liegen lernen«, »Pokorny lacht« und »So viel Zeit«, zahlreiche Kurzgeschichten und Kolumnen veröffentlicht. Seine Bestseller-Erzählbände »Weil Samstag ist« und »Radio Heimat« entwickelten sich darüber hinaus zu erfolgreichen Bühnenprogrammen, mit denen er neben seinem Programm »A 40« als Kabarettist durch Deutschland tourt. Frank Goosen ist leidenschaftlicher Anhänger des VfL Bochum und lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Bochum. Nach »Sommerfest« 2012 erscheint 2014 sein aktueller Roman »Raketenmänner«.

Neue Bücher

So viel Zeit (Film)

Neu erschienen am 08.10.2018 als Taschenbuch bei Heyne.

Kein Wunder

Erscheint am 14.02.2019 als Hardcover bei Kiepenheuer & Witsch.

Kein Wunder

Erscheint am 14.02.2019 als Hörbuch bei tacheles!.

Alle Bücher von Frank Goosen

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Liegen lernen

Liegen lernen

 (154)
Erschienen am 01.10.2002
Radio Heimat (Film)

Radio Heimat (Film)

 (86)
Erschienen am 11.10.2016
So viel Zeit

So viel Zeit

 (77)
Erschienen am 05.01.2009
Sommerfest

Sommerfest

 (64)
Erschienen am 13.02.2014
Pokorny lacht

Pokorny lacht

 (67)
Erschienen am 01.02.2005
Weil Samstag ist

Weil Samstag ist

 (48)
Erschienen am 03.05.2010
Mein Ich und sein Leben

Mein Ich und sein Leben

 (53)
Erschienen am 07.11.2005
Pink Moon

Pink Moon

 (39)
Erschienen am 05.03.2007

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Frank Goosen

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Matzbachs avatar

Rezension zu "Förster, mein Förster" von Frank Goosen

Die Gegenwart der Vergangenheit
Matzbachvor 3 Monaten

Wie bereits in den vorangegangenen Romanen Frank Goosens geht es auch in "Förster, mein Förster" um die Befindlichkeiten eines Mannes um die fünfzig, der eigentlich nicht erwachsen sein möchte. Immer wieder wird er an die Zeit seiner Jugend erinnert, die zwar nicht unbedingt besser, aber eindeutig aufregender und prägender war. Wer wie ich, sein Leser, seine Sozialisation in den späten Siebzigern und den Achtzigern beendet hat, wird vielem bekannten wieder begegnen, sei es der Musik, sei es dem eigenen Erleben/Empfinden.

Förster ist ein Schriftsteller in einer Schaffenskrise, der gemeinsam mit seinen beiden sich im Dauerwortgefecht befindenden Jugendfreunden, einem "Vertreter der Jugend", einem Ex-Polizisten und seiner an beginnender Demenz erkrankten Nachbarin in einem alten VW-Bulli an die Ostsee fährt, wo die Letztgenannte, in den Fünfzigern und Sechzigern Saxophonisten einer Damenband, ein Revival hat. Der weg dahin ist das Ziel, und die Protagonisten erleben so einige schräge Abenteuer, die von dem stillen Beobachter Förster wiedergegeben werden.

Wie gesagt, auch für den Leser eine amüsante Zeitreise, die zudem von einigen gelungenen Sprüchen lebt. Meine diesbezüglichen Highlights sind: Du solltest mit der Mülltrennung in deinem Hirn beginnen" und "So alt wie du aussiehst, kann ich gar nicht werden".


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Rezension zu "Förster, mein Förster" von Frank Goosen

"Je weiter weg, desto besser das Früher"
winter-chillvor 4 Monaten

Roland Förster, ein Schriftsteller mit Schreibflaute, steht kurz vor seinem 50. Geburtstag. Und da kann man schon mal ins Grübeln kommen, über das Leben, das Früher und die Zukunft. Vor allem, weil demnächst auch noch eine Gewebeentnahme ansteht. Irgendwie müsste man mal weg, irgendwohin, wo es flach ist, denkt Förster. Perfekt, dass Försters leicht demente Nachbarin Frau Strobel gerade von einer Jugendfreundin eine Einladung an die Ostsee bekommen hat. Diese möchte dort nochmal ihre damalige Tanzkapelle wiederbeleben, in der Frau Strobel Saxophon gespielt hat. Und wie praktisch, dass sich Försters Kumpel Fränge gerade erst einen alten Bulli gekauft hat. Und so steigt eine recht bunt gemischte Reisegruppe in den alten VW-Bus.

In „Förster, mein Förster“ erzählt Frank Goosen sehr wehmütig, aber auch äußerst humorvoll, mit einem Augenzwinkern von Freunden, die auf ein halbes Jahrhundert zurückblicken. Von der Angst vorm Sterben und dem Altwerden, aber auch darüber, dass früher nicht immer alles wirklich besser war.

Die Handlung an sich gibt eigentlich gar nicht so viel her – es gibt zwar die Geschichte um Frau Strobel und die Reise an die Ostsee, im Großen und Ganzen besticht der Roman aber durch seine wirklich starken Dialoge und Försters Beobachtungen und Gedankengänge. Normalerweise bin ich nicht der Fan von sehr handlungsarmen Romanen – „Förster, mein Förster“ hat mich dennoch mehr als überzeugt. Das liegt natürlich an Frank Goosens Schreibstil. Er ist einfach ein unglaublicher Wortakrobat und ein sehr feiner Beobachter des Zwischenmenschlichen. Die Mischung aus leiser Melancholie und absurder Komik lassen einen abwechselnd nachdenklich sein und lachen. Hinzu kommen dann aber auch noch die starken Charaktere – vor allem Förster hat eine wirklich starke Persönlichkeit.

Ein wirklich toller Roman, auch für Menschen, die noch weit weg von ihrem 50. Geburtstag sind: klug, zuversichtlich, lustig, bodenständig, mit einer schönen Botschaft: „Je weiter weg, desto schöner das Früher.“

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Rezension zu "Förster, mein Förster" von Frank Goosen

Da ist noch Pfand drauf
Galladanvor 4 Monaten

Förster, mein Förster von und mit Frank Goosen. Erschienen im tacheles!/ROOF Music Verlag am 23. Mai 2018 als ungekürzte Ausgabe. Förster steht kurz vor seinem fünfzigsten. Seine Freundin ist auf den Äußeren Hebriden um Fotos zu machen. Zeit um sich Gedanken über das Leben und den ganzen Rest zu machen. Dabei helfen ihm seine Freunde Kneipenbesitzer Fränge und Lehrer Brocki, und der ehemalige Polizist der mit ihm im gleichen Haus wohnt. Außerdem wohnt da auch noch die alte Frau Strobel, die in der Nacht immer Saxophon spielt. Förster kümmert sich etwas um die an Demenz erkrankte Frau und so beschließt er, dass Frau Strobel unbedingt an einem Auftritt ihrer alten Tanzkappelle an der Ostsee teilnehmen muss. Da wird nun ein Roadtrip, natürlich stilecht im Bulli und mit manchem kleinen Umweg auf dem Weg, für ihn, seine Freunde, Frau Strobel und einen wohlstandsverwahrloster Jugendlichen. Goosen beherrscht es, das Zwischenmenschliche. Seine Protagonisten sind zwar im besten Mannesalter, aber hoffnungslos altmodisch und kein bisschen spektakulär. Irgendwie hat auch jeder eine Macke im Laufe der Zeit bekommen. Fränge und Brocki streiten schon die letzten 40 Jahre und unter all dem Mist den diese Leute von sich geben muss man schon Perlentaucher sein um alle Geistesblitze die da unter einer Schicht von Kneipendummschwätzerei verborgen liegen auch heben zu können. Goosen liest das Buch auch vor, was auf der einen Seite gut ist, auf der Anderen ging er mir teilweise schon ziemlich auf den Zeiger. Viel zu eindringlich sind ganze Passagen. Ich hatte das Gefühl mit dem Autor auf einer Bühne zu stehen und er versucht verzweifelt mir seinen Standpunkt der Dinge nahe zu bringen. Das wiederum finde ich an diesem Hörbuch so außergewöhnlich gut. Das Buch hätte ich nach kurzer Zeit weggelegt, aber wie er liest hat mich dazu gebracht immer weiter zu zu hören, auch bei den banalen Dingen des Lebens. Warum ich dieses Hörbuch hören wollte? Weil Förster seinen gefundenen Hamster Edward Cullen genannt hat. Ich musste wissen wie es dazu kommen konnte.

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Gespräche aus der Community

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Manche fahren in den Urlaub, wir haben den LovelyBooks Lesesommer!

10 Wochen gibt es beim LovelyBooks Lesesommer literarische Überraschungen, Buchtipps und nebenbei dürft ihr euch natürlich auch auf tolle Buchverlosungen freuen!
Jede Woche verlosen wir einen Titel oder ein traumhaftes Buchpaket und geben euch reichlich Buchtipps, damit keine sommerliche Leselücke entsteht.

In der 4. Woche begrüßt euch der KiWi Verlag auf unserer Übersichtsseite mit fantastischen Buchtipps. Das Beste von allem: Ihr könnt auch etwas gewinnen!

Zusammen mit KiWi verlosen wir diese Woche 5 tolle Buchpakete bestehend aus folgenden Titeln:

"Förster, mein Förster" von Frank Goosen
"Tödlicher Tramontane" von Yann Sola
"Bedrängnis" von Jesper Stein

Seid ihr dabei?
Dann antwortet bitte über den "Jetzt bewerben-Button" bis zum 26.06. auf folgende Frage, wenn ihr eins der wunderbaren Buchpakete gewinnen möchtet*:

In " Förster, mein Förster " fährt eine skurrile Gruppe an die Ostsee, während in "Tödlicher Tramontane" am Mittelmeer gemordet wird.
Welche der beiden Küsten wäre der absolut ideale Urlaubsort für euch? Was gefällt euch an der Ostsee oder am Mittelmeer? Wart ihr sogar schon mal dort?


Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

Habt ihr Lust auf eine Leseprobe? Hier könnt ihr reinlesen:

"Förster, mein Förster"
"Tödlicher Tramontane"
"Bedrängnis"

"Bedrängnis" ist der dritte Fall des Vizekriminalkommissars Axel Steen. Wenn ihr wissen wollt, wie alles angefangen hat, habt ihr von 01. bis 30.06. die Möglichkeit, das Ebook zum ersten Fall, "Unruhe", für 4,99 € statt für 10,99 zu erwerben!

* Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Frank Goosen wurde am 30. Mai 1966 in Bochum (Deutschland) geboren.

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