Frank Goosen Förster, mein Förster

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Inhaltsangabe zu „Förster, mein Förster“ von Frank Goosen

Förster ist ein Schriftsteller, dem nichts mehr einfällt. Von seinem neuen Buch existiert schon seit Langem nur der erste Satz. Seine Freundin treibt sich derweil auf den Äußeren Hebriden herum. Sein Nachbar Dreffke trägt auch mit siebzig noch knappe Badehosen, aber was er hustet, sieht nicht gut aus. Fränge und Brocki, die Förster seit der Schulzeit kennt, geht es auch nicht besser. Der eine ist drauf und dran, seine Ehe an die Wand zu fahren, der andere scheitert an den Herausforderungen des modernen Lebens. Und dann ist da noch Finn, der wohlstandsverwahrloste Teenager. Sie alle müssen mal raus hier. Da trifft es sich gut, dass Försters verwirrte Nachbarin Frau Strobel, die betagte Saxofonistin, einen Brief aus der Vergangenheit erhält. In Fränges altem Bulli fahren sie alle sechs an die Ostsee, um dem Reunion-Konzert der Tanzkapelle Schmidt beizuwohnen. Vor allem aber, um sich – die eigene Vergangenheit im Gepäck – der Zukunft wie einer steifen Meeresbrise entgegenzustellen.

Frank Goosen nimmt unsmit Witz und Begeisterung in die Lebensmitte.

— norbert_gillmann

Ein amüsantes Buch über Freundschaft!

— MaLaPe

Ein feines Buch über den Herrn Förster - lustig und sehr unterhaltsam!

— Callso

Nettes Buch für zwischendurch

— rallus

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    Förster, mein Förster

    norbert_gillmann

    20. March 2017 um 14:10

    Wow! Hier wieder ein richtiger Knaller von Frank Goosen. Obwohl der Schriftsteller Förster (die Männer reden sich ausschließlich mit Nachnamen an) im Mittelpunkt steht, geht es hier um ein Ensemble an etwa Gleichaltrigen. Das sind z.B. ein Lehrer, ehem. Polizist, Caféhausbesitzer und Autoschrauber, eine Bildhauerin, eine Fotografin, eine Schauspielerin, die verwirrte Seniorin Frau Strobel, Teenager und der Hamster Edward Cullen (sehr guter Einfall). Die Geschichte läuft auf einer gleichbleibenden zeitlichen Schiene (von wenigen Rückblicken in die Kindheit abgesehen) und lässt sich wunderbar verfolgen. Sehr verständlich und mit viel Witz geschrieben liest sich das Buch so, wie es im dritten Teil sozusagen als Roadmovie Fahrt aufnimmt.Die Lebensmitte um die Fünfzig wird hier dargestellt, wenig problematisiert oder verklärt. Selten wird nach Erklärungen gesucht, da nicht groß ausgeholt wird ist mehr die aktulle Positionsbestimmung von Bedeutung.Sehr schön die Begebenheit als Förster bei seiner Nachbarin, Frau Strobel eine Badreinigung nach verstopfter Toilette vornimmt und sich beide auf diesem Weg näher kennenlernen. So wird per Zufall der dritte Teil und die Zusammenführung der Damenband aus den fünfziger Jahren arrangiert.Förster wird Opa (jedoch ohne Vater zu sein) und macht sich so seine Vorstellungen.Grandios geschildert wie er in Berlin zu einer Autorenlesung eingeladen wurde und diese zum besonderen Nichtereignis wird.Ist Frank Goosen der Anti-Genazino?Ein wunderbares Buch das ich allen empfehlen möchte.

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  • LovelyBooks Lesesommer 2016 - Woche 4

    Förster, mein Förster

    aba

    Manche fahren in den Urlaub, wir haben den LovelyBooks Lesesommer!10 Wochen gibt es beim LovelyBooks Lesesommer literarische Überraschungen, Buchtipps und nebenbei dürft ihr euch natürlich auch auf tolle Buchverlosungen freuen!Jede Woche verlosen wir einen Titel oder ein traumhaftes Buchpaket und geben euch reichlich Buchtipps, damit keine sommerliche Leselücke entsteht.In der 4. Woche begrüßt euch der KiWi Verlag auf unserer Übersichtsseite mit fantastischen Buchtipps. Das Beste von allem: Ihr könnt auch etwas gewinnen!Zusammen mit KiWi verlosen wir diese Woche 5 tolle Buchpakete bestehend aus folgenden Titeln:"Förster, mein Förster" von Frank Goosen"Tödlicher Tramontane" von Yann Sola"Bedrängnis" von Jesper SteinSeid ihr dabei? Dann antwortet bitte über den "Jetzt bewerben-Button" bis zum 26.06. auf folgende Frage, wenn ihr eins der wunderbaren Buchpakete gewinnen möchtet*:In " Förster, mein Förster " fährt eine skurrile Gruppe an die Ostsee, während in "Tödlicher Tramontane" am Mittelmeer gemordet wird.Welche der beiden Küsten wäre der absolut ideale Urlaubsort für euch? Was gefällt euch an der Ostsee oder am Mittelmeer? Wart ihr sogar schon mal dort?Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!Habt ihr Lust auf eine Leseprobe? Hier könnt ihr reinlesen:"Förster, mein Förster""Tödlicher Tramontane""Bedrängnis""Bedrängnis" ist der dritte Fall des Vizekriminalkommissars Axel Steen. Wenn ihr wissen wollt, wie alles angefangen hat, habt ihr von 01. bis 30.06. die Möglichkeit, das Ebook zum ersten Fall, "Unruhe", für 4,99 € statt für 10,99 zu erwerben!* Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!

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  • Mein 11. Buch von Frank Goosen - ein Volltreffer!

    Förster, mein Förster

    Callso

    26. March 2016 um 07:31

    Ich Trottel hatte innerhalb des letzten Jahres tatsächlich vergessen, welch Wortakrobat, welch einen wundervollen Wortwitz und wie prächtig Frank Goosen formulieren, erfinden und unterhalten kann. Nun weiß ich es wieder. Wie gut! Nichts für ungut.Förster, mein Förster ist ein feines Buch - sehr gelungen, sehr unterhaltsam. Zugegben: Die Story gibt nicht viell her, weil es kein Abenteuer-Roman oder gar ein Werk mit siebenundzwanzig Wendungen und jeder Menge Dramatik ist. Vielmehr besticht das Werk durch seine ruhigen, manchmal kargen Stellen. Da reicht ein Blick vom Fenstersims, da genügt das Beobachten des Hamsters oder der intensive Männerdialog in der Kneipe um die Ecke.Das Buch gelingt auch deswegen, weil Förster eine so starke Persönlichkeit und ein echter Typ ist.Der Roman schafft eine tolle Stimmung: Sentimental, richtig lustig und immer schön mit Bodenhaftung dem leisen retro-Blick in die Vergangenheit.Förster ist Schriftsteller, glücklich liiert, und verbringt die meiste Zeit des Tages mit seinen Kumpeln Fränge und Brocki. Err kümmert sich aber auch um seine ältere Nachbarin Frau Strobl. Nur mit dem Schreiben, da hakt es derzeit. Aber auch alle anderen Charakteren haben ihr Päckchen zu tragen..Mein 11. Buch von Frank Goosen hat mir sehr gefallen. Und ich kann mir vorstellen, dass dieser kurzweilige Roman voller schräger Normalos gut ankommt.Mich haben insbesondere die literarischen Fähighkeiten sehr beeindruckt.

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  • Der Lebenswald

    Förster, mein Förster

    rallus

    25. February 2016 um 12:45

    “Wir sind Blagen, dachte Förster, Blagen kurz vor der Rente.” Was macht man denn so, eine Woche vor seinem fünfzigsten Geburtstag?! Das vorherige Leben kommt einem wie das reinste Schlaraffenland vor und man hat das Gefühl, irgendwas Verrücktes, irgendwas ganz anderes machen zu wollen. Sein Leben umzukrempeln. Förster, ein zur Zeit etwas einfallsloser Autor, ist in so einer Stimmung. Einerseits ist er ein auf dem Boden gebliebener Neunundvierzigjähriger (mit einem Bein im Fünfzigsten Lebensjahr), andererseits spinnen gerade seine Freunde sich munter in ihre Midlife Crisis hinein. Doch was war denn früher so viel besser? “Es ist doch so, dachte Förster: Das Einzige, was früher wirklich besser war, das sind die eigenen Augen und Gelenke.” Der Fränge hat ein In-Cafe und viele Schüler und Jugendliche zu Besuch. Mit der Peggy, die bei ihm arbeitet, Anfang zwanzig, hat er eine Affäre, doch warum macht er das? Er hat doch die Uli, die Bildhauerin ist und wohl definierte Arme durch die Hauerei besitzt. Das, was er neu durch die Affäre bekommt, ist längst nicht das, was erwartet wird. “Es ist ein alter Hut, dass die Vorstellung, die man vorher vom Akt hat, immer besser ist als der Akt selbst. Kannst Du auf ein Kalenderblatt drucken, so alt ist das. Und in der Kunst ist es genauso: Du hast eine tolle Idee und musst hinterher damit leben, was du draus gemacht hast. Das passt nie richtig zusammen.” Und der Brocki ist Lehrer und schlägt sich verbal mit dem Fränge, eine Liebe aus der Schulzeit. Alle drei mäandern durch einen heißen Sommer und warten auf … bessere Zeiten? Förster hat seine Schreibhemmungen, zur Lesung nach Berlin kommen keine Zuhörer, so muss er unverrichteter Dinge wieder abreisen. Sein neues Buch besteht seit Wochen nur aus ein paar Sätzen, denn: “Stille bekam man hier nicht, niemals, nirgends, irgendwer oder irgendwas meldete sich immer, ein Kind, ein Auto, ein Radio, und wenn nicht, war da immer noch das Rauschen der Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen, das führte alles früher oder später in den Wahnsinn, da musste man sich nichts vormachen” So kommt es allen ganz recht, dass der Fränge sich einen gebrauchten Bulli kauft und die betagte Nachbarin Frau Strobel zu einer Reunion ihrer Tanzkapelle Schmidt an die Ostsee eingeladen wird. Der Weg ist das Ziel und auf ihrer Reise kommen alte Jugendlieben und – Sünden wieder hoch. Frank Goosens neuer Roman ist einerseits eine Ode an die Midlife Crisis und ihre Folgen, andererseits fehlt es dem Roman trotz witziger Einschübe doch ein wenig an Zusammenhalt. Die einzelnen, meist sechs Seiten langen Kapitel, wirken etwas lose ohne Bindung. Die Geschichte läuft weiter, doch sie entwickelt sich ruckelnd ohne erzählerischen Fluss. Dabei bleibt er trotz plakativer Ideen (z.B. ein Hamster namens Edward Cullen) doch zu oft an der Oberfläche. Manche Gespräche, Charaktere hätte der Goosen besser ausgebaut und vertieft. So ist es insgesamt ein nettes, aber ein Buch ohne rechten Tiefgang. Der Roman und die angesprochenen Themen – Krise der Lebensmitte, verquickt mit Reunion einer Tanzkapelle, Bulli fährt an die Ostsee – schreien allerdings danach verfilmt zu werden und sind einfach zu gut um sie nicht auf die Leinwand zu bringen.

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