Frank Goosen Sommerfest

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Inhaltsangabe zu „Sommerfest“ von Frank Goosen

»Er ist der Mann, der die besten Heimatgeschichten des Landes erzählt.« taz »Woanders weiß er selber, wer er ist, hier wissen es die anderen. Das ist Heimat.« Stefan muss zurück nach Bochum, um das Haus seiner Eltern zu verkaufen. In zwei Tagen soll alles abgewickelt sein und er zurück in seinem Münchener Leben. Doch in der alten Heimat trifft er auf alle, mit denen er aufgewachsen ist: Omma Luise und Tante Änne, Toto, der Versager, Diggo, sein Herrchen, Frank, der Statthalter, Karin, die Verwirrmaschine, kleinkriminelle Kumpels, Berufsjugendliche, Provinzsirenen. Und Charlie. Mit keiner Frau verbindet Stefan so viel – und wegen keiner Frau ist er so viele Jahre einem Ort ferngeblieben … Cool und sentimental, urkomisch und warmherzig: Frank Goosens Roman zelebriert ein Heimatwochenende voller skurriler Figuren – mit Fußball und Musik, mit großen Entscheidungen und viel Gefühl. Ein Roman voller Wehmut und Tiefgang.

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  • Jawoll, genau so isset bei uns im Pott!

    Sommerfest
    woll-garten

    woll-garten

    20. May 2016 um 11:26

     »Woanders weiß er selber, wer er ist, hier wissen es die anderen. Das ist Heimat.« Stefan muss zurück nach Bochum, um das Haus seiner Eltern zu verkaufen. In zwei Tagen soll alles abgewickelt sein und er zurück in seinem Münchener Leben. Doch in der alten Heimat trifft er auf alle, mit denen er aufgewachsen ist: Omma Luise und Tante Änne, Toto, der Versager, Diggo, sein Herrchen, Frank, der Statthalter, Karin, die Verwirrmaschine, kleinkriminelle Kumpels, Berufsjugendliche, Provinzsirenen. Und Charlie. Mit keiner Frau verbindet Stefan so viel – und wegen keiner Frau ist er so viele Jahre einem Ort ferngeblieben … Wahnsinn, welch ein Lokalkolorit Goosen hier erschafft. Wie oft musste ich denken, ja, genau so ist es bei uns. Und die Orte kenne ich auch alle.In seiner ganz eigenen Sprache, in dieser unterdrückten Liebenswürdigkeit, die so vielen Ruhrpöttlern eigen ist, zeichnet der Autor ein wunderbares Bild von den Menschen und Orten, ihren Eigenheiten, dem Zusammenspiel, und der ureigenen Komik . Ich habe mich direkt hineingezogen gefühlt, konnte mich bestens in die Charaktere hineinversetzen. Okay, vielleicht können das Menschen aus anderen Regionen nicht so gut, aber zumindest können sie den Ruhrpott danach besser verstehen. ;-)Beim Lesen konnte ich Goosens Stimme praktisch hören, sein Wortwitz, die Situationskomik, alles wird super rübergebracht.Mein Fazit: Jawoll, genau so isset bei uns im Pott! Ein Muss für alle Einheimischen.

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  • Hat Erinnerungen in mir geweckt

    Sommerfest
    Pokerface

    Pokerface

    08. June 2015 um 13:22

    Zum Buch: Onkel Hermann, der seit dem Tod von Stefans Eltern in Bochum die Stellung hielt, ist gestorben, und Stefan muss zurück in die Heimat, um das kleine Bergarbeiterreihenhaus seiner Familie zu verkaufen. Zwei Tage, den Termin mit dem Makler hinter sich bringen, sich mit ein, zwei Leuten treffen, die es verdienen, und schnell wieder zurück nach München, ins wahre Leben. Rein, raus, keine Gefangenen. Das war der Plan. Doch schneller, als man es für möglich hält, wird man in der Enge der Heimat zu Erinnerungen und Entscheidungen verurteilt. Ausgerechnet an diesem Wochenende wird die Sperrung der A 40 im Ruhrgebiet zum kulturellen Happening, dessen Sog Stefan sich nicht entziehen kann. Und alle sind sie da, alle, mit denen er großgeworden ist: Toto, der Versager, Diggo sein brutales Herrchen, Frank, der Statthalter, Karin, die Verwirrmaschine, Omma Luise, die Frau, die alles mitgemacht hat. Und Charlie. Sandkastenfreundin, nicht-leibliche Schwester, Jugendliebe. Keine Frau kennt Stefan so gut - und wegen keiner Frau ist er so viele Jahre einem Ort ferngeblieben... Meine Meinung: Für "Nicht-Ruhrpöttler" denke ich einfach, dass das Buch zu anstrengend wäre. Es besteht nämlich wirklich einzig und alleine aus Klischee. Nicht nur dem schlechten Klischee, sondern auch dem Witzigen und Originellen. Oft habe ich beim Lesen gedacht: "Ja klar. Genauso war es früher" Schließlich komme ich doch selbst aus dem Pott. Oftmals fühlte ich mich in meine Jugend bzw. Kindheit versetzt. Trotzdem fand ich das Buch wirklich anstrengend, da einem nach einer gewissen Zeit genau diese Klischees auch "auf den Keks" gegangen sind. Jedenfalls ging es mir so. Kann man durchaus lesen (schnelle und leichte Kost), muss man aber nicht.

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  • Große Heimatliebe

    Sommerfest
    winter-chill

    winter-chill

    20. March 2014 um 19:47

    Heimat bleibt Heimat, egal was kommt und egal wie sehr man sich selbst verändert: Mit „Sommerfest“ hat Goosen einen modernen Heimatroman vorgelegt – voller Wehmut, Sehnsucht und Sentimentalität. Die Geschichte dreht sich um Stefan, der seiner Heimatstadt Bochum seit mehr als zehn Jahren den Rücken gekehrt hat. Er lebt jetzt in München, arbeitet dort als Theaterschauspieler und ist in einer Beziehung. Nun muss er unfreiwillig in die alte Heimat, um sein Elternhaus zu verkaufen. Nur ein Wochenende soll es werden, dann will er wieder im Zug zurück nach München sitzen, so Stefans Plan. Doch anstatt des Maklers trifft Stefan alte Freunde und Bekannte, seine geliebte Omma und zu guter letzt Charlie, zu der er ein ganz besonderes Verhältnis hatte. An einem Wochenende wird sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Goosens Schreibstil gefällt mir sehr. Niemand beschreibt das Leben mit all seinen Facetten auf eine so unbeschwerte und unterhaltsame Weise wie er. Mal tiefgründig, mal derb und lustig, mal melancholisch. Die Bilder, die er kreiert, stecken voller Nostalgie. Was ich auch toll fand: man merkt in dem Buch Goosens große Liebe zu Bochum. Ich selbst war noch nie im Pott und kenne mich mit den Städten dort überhaupt nicht aus. Nach dem Roman hatte ich plötzlich große Lust, mir mal Bochum bzw. ein paar Städte im Ruhrpott anzuschauen. Ein wunderbarer Roman voller Heimatliebe, nicht nur für Ruhrpottler.

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  • Leserunde zu "Letzte Ernte" von Tom Hillenbrand

    Letzte Ernte
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Lange mussten wir darauf warten - endlich wieder ein Lesechallenge-Buch rund ums Essen. Wir präsentieren Euch im Juli Tom Hillenbrand mit "Letzte Ernte" - dem inzwischen schon dritten kulinarischen Krimi rund um Ermittler Xavier Kieffer: Ein Glas Wein, Rieslingspastete und danach ein Stück Quetschetaart mit Sahne – auf der Luxemburger Sommerkirmes lassen es sich der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer und seine Freundin, die Gastrokritikerin Valerie Gabin, richtig gut gehen. Doch in einem Bierzelt drückt ihm ein Fremder plötzlich eine Magnetkarte in die Hand und verschwindet. Am nächsten Morgen wird der Mann unter der Roten Brücke tot aufgefunden. Warum hat er Kieffer diese Karte gegeben? Was hat es mit den Computercodes darauf auf sich? Und warum sind plötzlich so viele Leute hinter ihm her? Der Luxemburger Koch steht plötzlich im Zentrum einer Verschwörung und erkennt, dass seine Freundin in höchster Gefahr schwebt. Leseprobe Über den Autor Tom Hillenbrand:Tom Hillenbrand wurde 1972 geboren, studierte Europapolitik, volontierte an der Holtzbrinck-Journalistenschule und war Ressortleiter bei Spiegel Online. Der begeisterte Hobbykoch und Foodie verliebte sich während eines mehrmonatigen Luxemburger EU-Praktikums in das Großherzogtum. Seine ersten beiden Kriminalromane standen monatelang auf Platz eins der Luxemburger Bestsellerliste. Zuletzt veröffentlichte er unter dem Namen Tom König das Sachbuch: »Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus. Irrwitziges aus der Servicewelt«. Tom Hillenbrand lebt und isst und genießt in München. Zusammen mit dem Verlag Kiepenheuer & Witsch vergeben wir 50 Leseexemplare, für die Ihr Euch bis einschliesslich 07. Juli 2013 hier mit einem Kommentar bewerben könnt. Teilnehmen kann bei der Challenge aber jeder, wenn er denn das Buch oder Ebook hat. Jede Woche warten neue, spannende Aufgaben zum Buch auf Dich und wer am Ende des Monats am meisten Punkte hat, der erhält einen KOBO GLO E-Reader. Die weiteren neun Plätze erwartet ein spannendes Buchpaket von Kiepenheuer & Witsch! Auf die Challenge, fertig, los!!! Hier liest Tom aus seinem Erstling "Teufelsfrucht": 

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    • 1755
  • Sommerfest- Ausflug in die Heimat

    Sommerfest
    Tinka95

    Tinka95

    02. August 2013 um 14:39

    „Woanders weiß er selber, wer er ist, hier wissen es die anderen. Das ist Heimat.“  Wie ist es, wenn man nach zehn Jahren das erste Mal wieder zurück in die Heimat kommt und in seine Vergangenheit zurück geworfen wird? Stefan lebt seit vielen Jahren als Theaterschauspieler in München und hat sich dort ein neues Leben aufgebaut. Nun muss er zurück nach Bochum, um das Haus seiner Eltern einem Makler zu überlassen. Im Gegensatz zum Makler trifft er aber nur alte Bekannte, Freunde, seine Omma und vor allem Charlie. Im Laufe der zwei Tage werden alte Geschichten ausgepackt und die Vergangenheit holt ihn, umgeben von Schrebergärten und Autobahnfesten, ein. Heimat ist etwas, das bleibt und verändert sich nicht, das merkt auch Stefan auf seinem etwas anderen „Roadtrip“ durch den Pott.  Dieser sommerliche Roman hat mich richtig begeistert, weil er fröhlich und locker geschrieben ist. Zudem muss man durchgängig schmunzeln und lächeln, was zum einen am Humor der Protagonisten und zum anderen an der Wortwahl liegt, die oftmals an den „Pott“ angepasst wurde. Ich selber habe mit dem Ruhrgebiet nichts zu tun, habe mich aber trotzdem unterhalten gefühlt und habe diesen Teil Deutschlands auf eine angenehme Weise kennen gelernt. Man fühlt sich nach ein paar Seiten, als wäre man selber an Ort und Stelle. Auch die einzelnen Personen kann man sich sehr gut vorstellen, auch wenn man ab und zu mit den Namen etwas durcheinander kommt. Das einzige was mich gestört hat, war das relativ offene Ende und die Entscheidungsschwierigkeit von Stefan. Ansonsten ist das Buch das Richtige für alle, die Lust auf leichte Lektüre ohne riesige Handlung haben und sich den Nachmittag auf dem Balkon versüßen wollen. Außerdem lernt man ggf. auch mal eine andere Ecke Deutschlands kennen J

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  • ... für die Heimat

    Sommerfest
    Duffy

    Duffy

    22. March 2013 um 08:58

    Goosen ist Bochum, ist VfL, ist A 40, ist Bier aus 0,2l Röhren und Rauch, der vor dem Himmel liegt. Goosen ist Heimatschriftsteller, und das im besten Sinne des Wortes, denn das Naserümpfen beim Wort Heimat ist schon mal obligat und kommt beim "aufgeklärten" Zeitgenossen nur ganz mäßig an. Mit seiner offensichtlichen Liebe zum Pott hat er uns schon einiges an originellem Schriftgut kredenzt und macht auch hier keine Ausnahme, wenn auch diesmal der "Erwachsenenfaktor" eindeutig im Vordergrund steht, wenn er nämlich seinen Helden Stefan, der nur für ein Wochenende aus München, seiner Arbeitsplatzstätte, in die alte Heimat kommt, um einen Nachlass zu regeln. Er trifft auf die Kumpels, auf die Omma, die den Rest seiner Familie bildet, und vor allem auf Charlie, die Frau, die seit Jahrhunderten seine Einzige ist, bei der es immer irgendwie gefunkt hat. Der Deckel auf dem Topf, sozusagen, nur dass ihn keiner draufgelegt hat. Doch auch bei Charlie hat sich einiges verändert, denn ihr wurde ein Nachwuchs gemacht, der jetzt ein Leben mit ihr zusammen zu einem Leben zu dritt machen würde. Stefan steckt in der berühmten Zwickmühle und muss sich entscheiden, nach einem Blick auf sein Geburtsjahr, in welche Richtung sein restliches Leben gehen soll. Hat man auch in der ersten Hälfte des Buches so ab und zu das Gefühl, so, jetzt ist aber mal Schluss mit der ganzen Ruhrpottromantik, das geht ja endlos, wird der Roman aber dann immer dynamischer, je zentraler die Beziehung zwischen Stefan und Charlie wird. Fast schon spannend inszeniert Goosen die Zerrissenheit seines Helden und zum Schluss fiebert man der vermeintlich richtigen Entscheidung entgegen. Ja, es ist ein Heimatroman, ein guter, ein schöner und intensiver, den nur einer schreiben kann, der diese Heimat als solche annimmt und lieben kann. Und das spürt man bei Goosen mit jeder Zeile. Es ist eine Liebe, die kritische Distanz zulässt und deshalb ehrlicher ist, als jede verklärte Volksmusikschmonzette. Und für alle, die das auch mal live erleben wollen, gibt es die dringende Empfehlung, diesem Mann mal auf der Bühne zu lauschen. Ein humoristischer Hochgenuss.

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  • Rezension zu "Sommerfest" von Frank Goosen

    Sommerfest
    Linda

    Linda

    24. February 2013 um 19:39

    Es tut mir leid, aber mich hat das Buch leider gar nicht gefesselt. Die Charaktäre haben mich geärgert und ihre Handlungen, inklusive des andauerenden Bierkonsums, auch. Die Geschichte wirkt auf mich zum Teil langatmig und zu sehr konstruiert. Der Kontrast zwischen den beiden Leben, zwischen denen die Hauptperson steht, Schauspieler in München oder Kneipenwirt in Bochum, ist übertrieben und daher albern. Auch wenn im Buch so romantisch behautet wird, dass die anderen besser wüßten, wer er selber ist als er selber, stimmt auch das nicht, da sein Verhalten und sein Denken nicht in das Leben passt, in das er zurückkehren möchte.

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  • Rezension zu "Sommerfest" von Frank Goosen

    Sommerfest
    thursdaynext

    thursdaynext

    *_Manche sehen sich Sonnenuntergänge über verschneiten Berggipfeln* *an, andere lieben den Moment, da zähfließender Verkehr in einen* *handfesten Stau umschlägt._* Und wer an beidem seine Freude haben kann, ist mit Goosens neustem Werk bestens bedient. Es ist nett und nett und lustig ein bisi traurig und contents den allerekelhaftesten , abgeschmacktesten No GO NO Way Trinkspruch aller Zeiten. Viel ..._"Ach ja, die gute alte Zeit, denkt Stefan, als roher Fisch einfach nur roher Fisch war und keine japanische Spezialität"_ Empfohlenes Lesealter : Ab vierzig oder frühreife Mittdreissiger . Fazit : Wer´s mag . Persönliche Meinung: Ich mag´s .

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  • Rezension zu "Sommerfest" von Frank Goosen

    Sommerfest
    KingDom

    KingDom

    10. April 2012 um 18:10

    Als Fußball-Fan kannte ich Frank Goosen bisher fast ausschließlich durch seine Romane über das runde Leder (z.B. "Weil Samstag ist" - übrigens sehr zu empfehlen!). Da mir sein Schreibstil sehr gut gefällt dachte ich mir: Versuchst du es doch einfach mal mit einem Goose'schen Buch, in dem der Fußball keine - oder zumindest nur eine untergeordnete - Rolle spielt. Und ich muss sagen, dass ich es keinesfalls bereut habe... Zur Story: Stefan, zunehmend erfolgloser Schauspieler und mittlerweile wohnhaft im schönen München, zieht's seit langer Zeit mal wieder in seine Heimatstadt Bochum im tiefsten Ruhrpott, da er einige famiiliäre Dinge erledigen muss. Natürlich ist es im ersten Moment ein Kulturschock für Stefan, doch schnell akklimastisiert er sich und durchlebt noch einmal all die scheinbar vergessenen Kindheitserinnerungen. Und die führen ihn immer wieder zu Charlie, seiner besten Freundin seit Kindheitstagen, zu der er aber seit einem missglückten Techtel-Mechtel keinen Kontakt mehr hat. Als er sie endlich wieder sieht merkt Stefan, dass er immer noch Gefühle für sie hegt. Einziges Problem: In München wartet seine neue Freundin auf ihn. Was jetzt nach einer typischen Liebesgeschichte klingt, ist in Wirklichkeit alles andere als das: Neben Charlie trifft Stefan auf seine alte Clique und lernt durch sie, dass der Ruhrpott doch noch tief in seinem Herzen verankert ist. Frank Goosen hat einen erstklassigen Heimatroman geschrieben, der mir als nicht im Ruhrgebiert lebender Leser den besonderen Charme eben jener Region nähergebracht hat. Dafür zeichnen neben dem tollen Schreibstil (und dem Pott-Dialekt) vor allem die überragenden Charaktere verantwortlich. (Wort-) Witz und Unterhaltung kommen dabei nicht zu kurz und man verschlingt das Ganze mit einem Dauer-Grinsen im Gesicht... Ich freue mich schon auf Frank Goosens nächstes Werk!

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  • Rezension zu "Sommerfest" von Frank Goosen

    Sommerfest
    AnnaChi

    AnnaChi

    04. April 2012 um 21:02

    "Woanders weiß er selber, wer er ist, hier wissen es die anderen. Das ist Heimat." Von einem, der auszog aus Bochum und nach einem Jahrzehnt als Schauspieler in München für ein Wochenende zurückkehrt, um sein Elternhaus zu verkaufen. Und vielen begegnet, die sein Leben dort geprägt haben, auch seiner großen Liebe Charlie ... eine hinreißende Liebesgeschichte und viele wundervolle kleine Geschichten aus dem prallen Lben mit Typen, die genauso neben dir am Tresen oder Kiosk stehen könnten. Ein Buch zum Schmunzeln, laut Lachen oder sentimental Schniefen, wunderbar erzählt.

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  • Rezension zu "Sommerfest" von Frank Goosen

    Sommerfest
    Ritja

    Ritja

    31. March 2012 um 17:15

    „Ein hinreißender Roadtrip durch den Pott von heute; ein urkomischer Roman voller Wehmut und Tiefgang“ so steht es auf der Buchrückseite und ich suche noch immer den urkomischen Roman. Vielleicht verstehe ich auch den „Pott“ nicht und konnte daher kaum über und mit Stefan und seine Freunde lachen, noch nicht einmal schmunzeln. Stefan reist in seine Heimat zurück. Raus aus München, wo er gerade erfahren hat, dass sein Theaterengagement nicht verlängert wird, weg von Anka, mit der er sich immer wieder streitet und nichts mehr zu sagen hat. Hin zur alten Heimat, zu Omma Luise und den Freunden aus der alten Zeit. Sein „Onkel“ ist verstorben und nun hat er das Haus am Bein. Er will nur schnell für ein Wochenende nach Bochum, Makler treffen, Omma besuchen und dann wieder weg. Doch es kommt anders. Er trifft gute und weniger gute Freunde und Bekannte und jeder fragt ihn, ob man ihn als Schauspieler kennen muss, er holt Schränke ab, geht zum Fußballspiel und sieht wie seine Freunde sich verändert haben – er auch. Voller Spannung auf diesen Roadtrip habe ich das Buch begonnen und fand es auf den ersten Seiten noch ganz gut. Doch dann wurde der Trip mir zu langsam und zu zähflüssig. Die Charaktere bekam man nicht zu greifen. Sie wirkten phasenweise aufgesetzt und sehr hölzern. Toto schaffte es, dass er mich schon nach wenigen Sätzen nervte und ich hätte am liebsten die Seiten mit ihm überblättert – habe ich nicht. Der Pott-Slang war nicht meine Sache – zu derb, zu humorlos, zu platt. Und so zog sich die Geschichte über die Seiten und der schwankende und wenig aktive Stefan sorgte für Lesefrust. Seine stetig wiederkehrenden Gedankenspiele, die nie enden wollenden Möglichkeitsabwägungen ermüdeten mich. Er trat so häufig auf der Stelle, dass man ihm zurufen wollte „Nun, mach doch endlich mal los, Junge!“. Mit Mitte 40 sollte dies doch möglich sein. Einziger Lichtblick in diesem Buch war für mich – ganz klar – Omma Luise. Herrlich erfrischend und zackig mit leicht bissigem Humor wirbelt sie durch die Geschichte. Sie sorgt für die heiteren Momente im Buch und den Fortgang der Geschichte. Trotz ihres Alters ist sie die aktivste Figur in diesem Buch, wenig Selbstmitleid, wenig Wehmut und immer den Blick nach vorn. Leider hat sie nur einen kleinen Part in diesem Buch bekommen…mehr von ihr und es wäre weniger schleppend vorangegangen. Nachdem lesen, legte ich das Buch weg und war nicht traurig, dass es zu Ende war. Ich habe auch nicht mehr darüber nachgedacht. Es war zu Ende und gut. Mehr blieb leider nicht übrig. Schade, denn Bücher sollten nachwirken…irgendwie.

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  • Rezension zu "Sommerfest" von Frank Goosen

    Sommerfest
    Callso

    Callso

    29. February 2012 um 22:51

    Der Poet-Prinz aus dem Pott ist zurück. In seiner so anständig liebenswerten, einfühlsamen und so verdammt normalen Art beschreibt Frank Goosen die Rückkehr des Stefan Zöllner in seine alte Ruhrpott-Heimat. An einem Wochenende trifft er viele alte Freunde, sammelt neue Erfahrungen und trifft kurzfristige Entscheidungen. Der Autor schwelgt immer wieder in alten Zeiten. Und er schwärmt von seiner westfälischen Heimat. Ganz manchmal sind mir die Ausflüge in die Vergangenheit zu ausgedehnt, ganz manchmal wird das Beschreiben von Geschichtchen zu langatmig. Aber Dank der gooschen Erzählkunst wird mit großer Ruhe, mit viel Gelassenheit und feinem Gefühl agiert. Und wir beobachten die Hauptperson in dem modernen Bochumer Gefühlsdschungel. Als Bochumer müsste man auf jeder Seite dahinschmelzen – als Nordlicht nimmt man die Schwärmereien gerne kostenfrei mit. Ein ordentlicher Roman und ein feines Stück Heimat!

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