Frank Hebben Prothesengötter

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Inhaltsangabe zu „Prothesengötter“ von Frank Hebben

Mit Prothesengötter legt der zweifach für den Deutschen Science Fiction Preis nominierte Autor die erste Sammlung seiner Kurzgeschichten vor. Wortgewaltig im Stil, temporeich im Rhythmus verschwendet Frank Hebben keine Zeit, den Leser erst schonend an seine düsteren, apokalyptischen Welten heranzuführen – er wird hineingeschleudert in die dampfenden Maschinenstädte, die industriellen Molochs, wo Halbgötter ihre silbernen Schwingen ausbreiten und fliegen, nur um noch tiefer zu fallen

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  • Buchverlosung zu "Prothesengötter" von Frank Hebben

    Prothesengötter
    Schneekatze

    Schneekatze

    Hallo ihr Lieben! :) Mein Freund hat mir ein Exemplar seines Science-Fiction-Kurzgeschichtenbands “Prothesengötter” bereitgestellt, damit ich es auf meinem Blog www.buchelefanten.de an eine/n von euch verlosen darf. Gerne signiert er es auch. Ich muss ja unparteiisch bleiben, bin aber trotzdem begeistert von seinem Schreibstil und seinen Ideen, also lasst euch diese Chance nicht entgehen. Es handelt sich aber nicht - wie auf dem Bild - um die Wurdack-Ausgabe - sondern um die Neuauflage von Shayol. Hier findet ihr das richtige Cover: http://www.buchelefanten.de/?p=1473 Lieblingszitate: Ich kaufe sie«, sagte das Mädchen mit den Schmetterlingsaugen. »Wie viele Fragmente wird das kosten?« Der Händler beugte sich über den Transmitter, ein Gerät in der Form eines Kubus, links und rechts die Drähte und goldene Haftungen für die Stirn. »Fünfzehn.« »Was, fünfzehn?« Mit zwei Fingern knibbelte das Mädchen die Haftung ab. »Das sind ja mehr als drei Erinnerungen.« »In bester Qualität«, ergänzte der Händler und setzte sein Verkaufslächeln auf. »Glasklare Bilder, saubere Gefühle. Wir nehmen nur Alpha-Memories.« »Teuer, teuer.« »Und zu Recht!« Der Händler öffnete die Hände. »Diese Erinnerung stammt aus dem Jahr 1964, Westeuropa, Frankreich vielleicht; sie ist mehr als zweihundert Jahre alt.« Sein Lächeln wurde breiter. »La Bohème, wenn Sie wissen, was ich meine.« »La Bohème«, wiederholte das Mädchen nachdenklich. »Gut, okay, tauschen Sie auch schlechte?« »Kommt drauf an.« »Ich habe ein Erlebnis aus der Schulfabrik, zwei Nächte im Gefängnis und den Mord an meiner Mutter.« [aus: Memories] Mit dem Zwinkern eines Auges hole ich die ersten Datenpakete ab, zerlege sie, fülle sie in mein Rechenregister, lasse die logischen Operationen im Kopf durchlaufen, während ich immer mehr in einen katatonischen Zustand verfalle – schnell die Zeit und den Raum um mich herum vergesse. Fühle mich leicht, wie schlafend; träume von silbernen Gleichungen, auf denen Bilanzen als Güterzüge in die Finsternis rauschen, ein endloser, ratternder Strom aus Zahlenkolonnen. Ich sitze an den Gleisen und schaue ihnen nach, nicke, wenn sie am Horizont verblassen. [aus: Gelée Royale] Wie ihr bei dem Gewinnspiel mitmachen könnt: Ihr kommt aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz? Dann hinterlasst einfach einen Kommentar und schon seid ihr im Lostopf.Entweder hier, auf meinem Blog oder bei Facebook. Das Gewinnspiel beginnt heute und endet dann nächsten Sonntag, den 09.11.2014 um Mitternacht. Der/die Gewinner/in wird am Tag darauf bekannt gegeben. Viel Glück! 🐘

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  • Rezension zu "Prothesengötter" von Frank Hebben

    Prothesengötter
    Terranigma

    Terranigma

    15. December 2010 um 20:18

    Bei „Prothesengötter“ handelt es sich eine 13 Kurzgeschichten umfassende Sammlung des Autors Frank Hebben, welche im Genre des Cyberpunk bis Industrial angesiedelt sind. Memories Die Geschichte spielt in einer Zukunftswelt, in der man seine Erinnerungen für Geld verkaufen kann. Céline, die Protagonistin dieser Geschichte, besitzt allerdings fast nur noch schlechte Erinnerungen, wie den Mord an ihrer Mutter... Den Schreibstil empfand ich als stockend und die kurze Darstellung der Erinnerungen, war mir zu detail- und lieblos. Ich hätte mir gewünscht, dass diese mehr Raum tragen. Der daraus entstandene Kontrast hätte die Handlung selbst sicherlich intensiviert. 2/5 Im Labyrinth der Neonrose Gleiche Protagonistin, anderes Szenario. Diesmal geht es darum die Erinnerungen einer bestimmten Person zu stehlen um damit die Zugangscodes und weitere Informationen für eine zwielichtige Gestalt zu sammeln. Aufgebaut als komplettes Buch, hätte die Geschichte sicherlich spannend werden können, aber so greift die Story einen nicht wirklich und plätschert eher dahin. Es passieren einfach Dinge, ohne, dass man eine wirkliche Bindung zum Inhalt oder den Figuren aufbaut und den überraschenden Momenten fehlt es an der Überraschung, da alles sehr absehbar ist. Der Schreibstil ist hier der gleiche wie bei Memories, was mir das Lesevergnügen leider nicht erhöht hat 1/5 Gelée Royale Ein Arbeiter eingeschlossen in seinem Zimmer in einem ewig währenden sinnlosen Arbeitszyklus. Bis eines Tages eine mechanische Bienenkönigin in sein Wohnquartier auftaucht und mit ihr ein ganzer Bienenschwarm... Fand ich wesentlich besser geschrieben als die hervorigen Kurzgeschichten und auch inhaltlich konnte mich das begeistern, was vielleicht darin liegt, dass das was den wesentlich Kern des Settings ausmacht, sehr wenig ist und dadurch ausreichend bebildert wird und das was außerhalb existiert ebenfalls seinen kurzen Rahmen findet. Dazu bildet der Inhalt eine Symbiose mit der Welt selbst. 5/5 Der Wühler Hierbei handelt es sich um die zweitkürzeste Geschichte der Sammlung. Wir haben einen Arbeiter, mit unschöner Gestalt und begrenzten Wortschatz, der sich in ein lebendiges Püppchen mit Porzellanhaut verliebt. Der Inhalt ist klassisch, geht es doch quasi um die einseitige und unmöglich erscheine Liebe vom Biest zur Schönen. Dadurch ist aber leider auch alles sehr voraussehbar. 2/5 Das Bild im leeren Rahmen Gordons Frau liegt im Koma und befindet sich geistig im Kosmos was eine Art virtuelle Welt zu sein scheint und versucht dort den Machenschaften eines Pharmakonzerns auf die Schliche zu kommen. Für den Mann, der sie tagtäglich pflegen muss, jagt sie einer Verschwörungstheorie nach. Eines Tages kontaktiert sie ihn über die virtuelle Welt und bittet ihn um die Besorgung eines Gerätes. Die Idee die der Handlung zu Grunde liegt finde ich echt gelungen, das Ende fand ich jedoch zu verwirrend. 4/5 Marionettentheater Die Hauptfigur der Geschichte, welche im Jahr 2044 spielt, hat sich mit einem selbstgebauten organischen Computer aus versehen in das Netzwerk des BND gehackt, woraufhin er sich auf der Flucht befindet und sich versucht vom Netz wieder zu trennen, was zunächst nicht funktioniert. Jetzt sucht er, verfolgt von der Polizei, Hilfe bei den Mitgliedern einer vor langer Zeit aktiven Hackergruppe. Ich finde die Entwicklung der Story etwas plötzlich, dennoch gibt es interessante Aspekte, die einen sehr stark über eine gläserne Gesellschaft und über den gläsernen Menschen nachdenken lassen. Viele seiner Sätze fangen so an, als ob man einfach das Wort „Ich“ weggelassen hat. Damit kann ich mich nicht sonderlich anfreunden und manchmal wirken die Sätze einfach wie aneinandergereiht. Trotzdem gelingt es ihm eine gute bildhafte Welt zu erschaffen. 3,5/5 Off Die seit mehr als 20 Jahren am Netz angeschlossene Magdalena fabriziert einen Stromausfall, den verschiedene kriminelle Banden nutzen um Einbrüche vorzunehmen. Die Geschichte ging an mir total vorbei. Zu den Charakteren und zu dem beschriebenen Szenario fand ich keine Bindung und ich empfand es auch unspektakulär dargestellt. 1/5 Amethyst Herr Kamari sammelt Körperteile für Kosth zusammen der damit eine geliebte verstorbene Person wieder zusammenzusetzen möchte. Es ist eine äußerst unsympathische Handlung, dennoch in sich stimmig, aber ohne große Überraschung. 3/5 [002:32:45] Ohne Blut kein Leben, aber das Blut scheint knapp zu sein, da die dafür zuständige Fabrik nicht arbeitet und die Reparaturanleitung befindet sich beim Bibliothekar. Der Weg dorthin und zurück ist gefährlich. Die Namen und das was passiert ist so verwirrend geschildert, dass man fasst den Überblick verliert. Dennoch zählt diese Kurzgeschichte meiner Meinung nach zu den besseren hier, da mir das abstrakte unverstandene durchaus zusagt. Interessant ist sicherlich auch die Struktur der Geschichte, welche aus kurzen „Zeit“- und „Ortsabschnitten“ aufgebaut ist. 4/5 Exodus 1906 AD Der Inhalt von Exodus 1906 AD ist so kurz, dass jede Beschreibung schon ein Spoiler wäre. Wie sagt man so schön? „In der Kürze liegt die Würze“ das trifft durchaus auch hierauf zu. Frank Hebben schafft hier ein einfaches, kurzes, aber sehr symbolisches Bild. 4/5 Imperium Germanicum Petersen kämpft in der ewig erscheinenden Fortsetzung des Ersten Weltkriegs für den Kaiser. Im Schützengraben taucht die undurchschaubare Wolfsbrigade auf. Imperium Germanicum schafft Abwechslung in den Zukunftsgeschichten dieser Sammlung, da es sich vom Setting und der beschriebenen Welt recht deutlich von den anderen abhebt, was für das Buch an sich, ein Pluspunkt ist. Auch spannend ist, dass einem hier ein alternatives Ende angeboten wird. 4/5 Das Fest des Hammers ist der Schlag Die Energiekonzerne führen einen blutigen Krieg, um Rohstoffe und Technologie unterhalb des Ruhrgebiets. Auch hier fehlte mir die Bindung zur Geschichte, obwohl die Charaktere diesmal wirklich auch Raum dafür geben mitfühlen zu können, dafür hat mich die Handlung selbst total ungerührt gelassen. 3/5 Ω Die Engel Ariadne und Theseus befinden sich im Labyrinth des Minotaurus. Theseus besitzt den Faden und soll mit dem Virus „Schwert“ Ikarus helfen ihren Schöpfer zu stürzen. An und für sich fängt die Geschichte gut an, die Engel und griechischen Mystikfiguren hauchen dem Ganzen einen veränderten Schliff ein. Dennoch scheinen die Namen zum Teil recht wahllos gewählt, Hauptsache sie stammen aus der griechischen Mythologie, was dem ganzen wieder viel Wind aus dem Segel nimmt. Die besondere Welt verpufft aber leider recht schnell, da die Story für mich kaum was besonderes bereithält. 2/5 Der erste Eindruck entsteht ja bekanntlich am Anfang: Das Cover ist gut gelungen. Beim Vorwort in dem sich Ronald M. Hahn über Möchtegernautoren beschwert, rätsele ich allerdings immer noch was das sollte. Sein Schreibstil liegt meinem Leseempfinden so gar nicht, zumindest was einige seiner Geschichten betrifft. Viele Sätze wirken so, als hätte er einfach das "Ich" am Anfang des Satzes weggelassen um nicht zu oft den gleichen Satzanfang zu haben und andere Textpassagen machen den Eindruck einer Aufzählung. Dennoch verstecken sich auch einige gute und spannende Geschichten in dieser Sammlung, die Beschreibungen der Charaktere und Umgebungen ist auch gut gelungen und das düstere Setting gefällt mir. Problematisch ist allerdings, dass manche Geschichten so gänzlich ohne Begeisterung bei mir stehen bleiben, die Handlung plätschert vor sich hin und Spannung möchte dabei nicht aufkommen. Drei Dinge sind für mich von wesentlicher Bedeutung: 1.) Eine stimmige gut beschriebene Welt mit begeisternder Atmosphäre. Das schafft Frank Hebben. 2.) Bindungsfähigkeit zu den Charakteren, da sonst bei der Kürze kein Bezug für mich entsteht. Dies fehlt oftmals. Ist aber sicherlich auch ein Element einer dystopischen Welt voller Geschichten ohne glücklichen Ausgang. 3.) Überraschende Elemente. Es gibt diese zum Teil, allerdings bedient er sich oft auch klassischen Bildern, die ich für mein Teil schon reichlich gesehen habe. "Der Wühler", "Amethyst" und "Exodus 1906 AD" sind dafür gute Beispiele. Die Enden sind allesamt eher düster gehalten, es symbolisiert eine gewisse Sinnlosigkeit, die bei einigen Geschichten durchaus gut ist, bei anderen geht einen dadurch der komplette Griff und Bezug verloren. Dadurch, dass einem zu vielen Figuren einfach die emotionale Bindung(sfähigkeit) fehlt, lebt das Geschehen eigentlich um so mehr von der Welt und der Spannung der Handlung. Letzteres kommt aber für mich viel zu selten auf. Für Fans des Genres und wenn man sich an seinem Schreibstil nicht stört ist die Sammlung aber sicher trotzdem ganz gut.

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