Frank Hennig Dunkelflaute

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Inhaltsangabe zu „Dunkelflaute“ von Frank Hennig

Täglich werden wir mit Begriffen konfrontiert, die im Ergebnis einer als alternativlos gepriesenen Energiewende verwendet werden oder durch sie erst entstanden sind. Zunehmend gehen Bezeichnungen der allgemeinen Vergrünung in den Alltagsgebrauch über. Wissen wir immer, wie und worüber wir eigentlich reden? Wissen und Glauben bilden Denken und Meinung. Der Trend geht zum Glauben. Frank Hennig greift Bezeichnungen auf und kommentiert – in nichtalphabetischer Reihenfolge. Locker lesbar, zuweilen zugespitzt und – zum Verdruss der Anhänger der Energiewendeprosa – angereichert und gut durchgeschüttelt mit Fakten, Daten und Zahlen. Eine kritische Auseinandersetzung mit oberflächlichem Schwarz-Weiß-Denken, unhaltbaren Visionen und Klimapopulismus. Technischphysikalisch fundiert nimmt er die Begriffe beim Wort und deckt auf, dass sie oft mehr verbergen als erklären – denn es geht längst nicht mehr um die Erzeugung alternativer, sanfter Energie, sondern um Wege, an die öffentlichen Subventionstöpfe und schließlich an die Portemonnaies der Verbraucher zu gelangen. Eine Anregung für mündige Bürger zum Mit- und Weiterdenken, für Energieinteressierte, aber auch alle anderen. Mit einem Beitrag des international renommierten Dirigenten und glühenden Umweltschützers Enoch zu Guttenberg.

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  • "Die Lüge hat System und ist grün angestrichen"

    Dunkelflaute

    R_Manthey

    28. August 2017 um 12:20

    Nachdem die Abschaffung der Kernkraftwerke in Deutschland beschlossene Sache ist und der Steuerzahler für Entschädigungsleistungen an die Betreiber aufkommen muss, haben grüne "Aktivisten" Deutschlands Kohlekraftwerke als neues Kampfziel auserkoren. Schließlich muss Deutschland das Weltklima retten. Diesem Ziel dient auch vordergründig die sogenannte Energiewende, um die es in diesem Buch geht. Sein Autor, ein Diplomingenieur für Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung "verbrachte sein Arbeitsleben in den Kraftwerken eines Stromunternehmens und seiner Rechtsnachfolger". Viele Jahre übrigens auch als Betriebsrat. Ein Fachmann also.In bissiger, aber auch etwas unübersichtlicher Weise befasst er sich mit der angeblichen Energiewende, deren Absurdität den meisten Menschen in Deutschland nicht wirklich bewusst ist. Selbst die Tatsache, dass in keinem anderen Land der gleiche Weg gegangen wird, lässt kaum Zweifel aufkommen. Auch nicht, dass andere wieder von diesem unsinnigen Weg abgekommen sind. Einzelheiten dazu findet man in Hennings Buch. Der deutsche Stromkunde spürt die Energiewende vor allem in seinem Geldbeutel, aber das scheint ihn nicht zu stören. Was soll er schließlich tun? Leider besitzt eine naturwissenschaftlich-technische Grundbildung im Land der Dichter und Denker keinen hohen Stellenwert. Jeder sollte allerdings wenigstens aus Erfahrung wissen, dass Sonne und Wind machen was sie wollen. Eine Energieerzeugung aus diesen Quellen ist daher enormen zufälligen Schwankungen unterworfen, die kein Stromnetz der Welt aushält, wenn nicht noch andere Stromquellen zur Verfügung stehen. Eine vollständige Stromerzeugung aus Sonne und Wind bleibt daher ein Wunschtraum.Nun könnte man einwerfen, dass man Strom vielleicht speichern könnte. Dazu fehlt jedoch gegenwärtig jede marktreife Technologie. Und es besteht auch kein besonderer Anreiz, sie zu entwickeln. Allein an diesen beiden Tatsachen sieht man den kompletten Unsinn der sogenannten Energiewende. Henning macht diese einfachen Zusammenhänge im Detail deutlich. Um eine stabile Stromversorgung sicherzustellen, benötigt man eine sogenannte Grundlast, die Wind und Sonne nie erzeugen können. Wer Kohlekraftwerke abschaffen will, riskiert einen flächendeckenden Blackout mit schlimmen Konsequenzen, denn ohne Strom geht in einem Hochtechnologieland wie Deutschland nichts mehr. Und ohne eine stabile Grundlast lässt sich das zusammengebrochene Stromnetz auch nicht mehr hochfahren.Aber selbst wenn man diese einfachen Zusammenhänge nicht kennt, kann man an der Art und Weise, wie diese angebliche Energiewende politisch durchgesetzt werden soll, ahnen, dass sie scheitern muss. Es handelt sich um ein planwirtschaftliches Experiment ohne ökonomischen Sachverstand. So etwas ist teuer und geht in der Regel schief. Wenn man die vielen unfassbaren Einzelheiten dazu in diesem Buch liest, dann weiß man wirklich nicht mehr, ob man lachen oder weinen soll. Henning erklärt, dass sich eine kleine angeblich grüne Lobby die Gesetze so gestrickt hat, dass sie immer auf Kosten der ahnungslosen Mehrheit der Stromkunden risikolose Gewinne einfährt. Und das ohne jegliche Gesamtverantwortung für das Stromsystem.Man kann übrigens auch Windräder dort bauen, wo wenig Wind weht. Dafür erhält man dann einen Ausgleich, den selbstverständlich der Michel bezahlt, der davon nichts weiß. Der blecht auch für Strom, der nicht weitergeleitet werden kann, weil die Stromtrassen fehlen. Das jedenfalls liest man unter anderem in Hennings Buch. Die Rechnung dieses absurden Unsinns wird teuer, egal wie das Ganze scheitern wird.Henning hat sich für eine etwas seltsame Darstellung seines Textes entschieden. Er macht das Ganze an Begriffen fest, die allerdings nicht alphabetisch geordnet sind, sondern aus der Propaganda für dieses ideologisch untermauerte Projekt stammen. Dabei arbeitet er dessen ganzen technischen und ökonomischen Irrsinn heraus. Allerdings wirkt das Buch mit dieser Darstellung auch etwas unübersichtlich und unsystematisch. Es bleibt jedoch leicht lesbar.Ganz nebenbei entlarvt Henning auch die Verlogenheit grüner Weltverbesserer. Während ganze Bauprojekte wegen seltener Kleintiere scheitern oder sich um Jahrzehnte verzögern, ist das Vogelschreddern durch Windkrafträder eine Art hinzunehmender Kollateralschaden. Landschaftsschutz oder die Interessen von Anwohnern zählen auch nicht viel. Ähnlich verhält es sich bei den Vorkämpfern für "soziale Gerechtigkeit". Sie kümmert die unfassbare finanzielle Umverteilung von unten zu einer kleinen Gruppe geschickter Lobbyisten herzlich wenig. Vielleicht öffnet dieses Buch manchem Zeitgenossen die Augen.

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