Frank Herbert

 4 Sterne bei 887 Bewertungen
Autor von Der Wüstenplanet, Der Herr des Wüstenplaneten und weiteren Büchern.
Frank Herbert

Lebenslauf von Frank Herbert

Eine Ikone der Science-Fiction: Frank Herbert wurde 1920 in Tacoma, Washington, geboren und arbeitete als Austerntaucher, TV-Kameramann, Rundfunksprecher und Journalist. 1963 wurde der erste Teil seines SciFi-Reihe "Dune" , zu deutsch "Der Wüstenplanet", veröffentlicht. Der dritte Teil, der 1976 erschien, schaffte es aufgrund von Mundpropaganda bis in die Bestsellerlisten von Publishers Weekly. Nach der Verfilmung durch David Lynch 1984 wurden die Dune-Bände zum Weltbestseller. Daneben veröffentlichte Herbert auch einen Erzählband mit Kurzgeschichten. Frank Herbert starb am 11. Februar 1986.

Alle Bücher von Frank Herbert

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Der Wüstenplanet

Der Wüstenplanet

 (353)
Erschienen am 11.01.2016
Der Herr des Wüstenplaneten

Der Herr des Wüstenplaneten

 (105)
Erschienen am 11.02.2019
Die Kinder des Wüstenplaneten

Die Kinder des Wüstenplaneten

 (92)
Erscheint am 14.10.2019
Der Gottkaiser des Wüstenplaneten

Der Gottkaiser des Wüstenplaneten

 (73)
Erschienen am 01.05.2001
Die Ketzer des Wüstenplaneten

Die Ketzer des Wüstenplaneten

 (58)
Erschienen am 01.05.2001
Die Ordensburg des Wüstenplaneten

Die Ordensburg des Wüstenplaneten

 (54)
Erschienen am 01.05.2001
Hellstroms Brut

Hellstroms Brut

 (6)
Erschienen am 01.01.1977

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Neue Rezensionen zu Frank Herbert

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Rezension zu "Der Herr des Wüstenplaneten" von Frank Herbert

Frank Herbert – Der Herr des Wüstenplaneten
einz1975vor 3 Monaten

Wer 1971 die Erstveröffentlichung des Buches „Der Herr des Wüstenplaneten“ schon gelesen hat, bekommt jetzt eine komplett neu übersetzte Variante und vielleicht entdeckt man noch so einige verstecke Neuigkeiten. Dies ist der zweite Teil der großen Wüstenplaneten-Saga. Der Kampf um Arrakis (der Wüstenplanet) wurde von Paul Atreides erfolgreich gewonnen und wird ab sofort auch Muad’dib genannt und von den Einheimischen, den Fremen, zu ihrem Propheten ernannt. Er muss jetzt nicht nur die Gewürz-Produktion überprüfen, sondern auch den aufkeimenden Djihad versuchen unter Kontrolle zu halten. Die gesamte Galaxis ist in Aufruhr und er steht ihr als Galionsfigur vorn an. Währenddessen versuchen sich mehrere Mächte gegen ihn zu verschwören.

Allein schon die Nichtschwangerschaft seiner Konkubine Chani und die Verhandlungen mit der Ehrwürdigen Mutter Mohiam, zeugen von aufkeimenden Problemen. Diese schwierige Zeit, in denen er sich befindet, werden mehre Figuren ihn noch entgegengestellt, welche er anfänglich nicht einordnen kann, aber dank seiner Kräfte erkennt er, zu welcher Zeit sie ihre Karten ausspielen. Wir erleben auch einen verstorbenen Freund von Paul wieder - Duncan Idaho. Dieser war sein Lehrmeister und wurde jetzt von der Raumfahrergilde geschickt, um an der Seite von Muad’dib zu sein, doch hat er insgeheim noch einen weiteren Auftrag? Mit derart vielen Intrigen und Spielereien im Hintergrund, gerät der eigentliche Planet schon fast in Vergessenheit.

Doch einige Ausflüge von Paul erinnern an den ersten Roman und bringen uns wieder in diese verwunschene Gegend zurück. Kein Wasser – Denn nur die Wüste ist rein! Es wird sehr wenig von der Zeit gesprochen, in der wir uns befinden. Es müssen schon viele tausend Jahre vergangen sein, denn die Menschen selbst haben nicht nur die Galaxie erobert, sie haben sich auch selbst verändert. Das Gewürz bleibt Dreh- und Angelpunkt, denn daraus entsteht die eigentliche Macht des Imperators. Die blau glühenden Augen sind nur ein Merkmal, interessanter ist die Vorausschau in die Zeit. Nicht nur Paul beherrscht diese Kraft, auch einige seiner Gegner.

Das er hier sein Schicksal erneut finden wird, war irgendwie von Anfang an herauszulesen. Die Kraft, welche er noch im ersten Roman besaß, verfällt von Seite zu Seite. Nicht das die Gegner stärker wären, vielmehr ergibt er sich seinem selbstgeschaffenen Mythos und erkennt sein eigenes Opfer, zum Wohle der Menschheit. Ich gebe zu, dass es nicht immer einfach war sich jede Situation auch akkurat vorzustellen oder jedem Wortlaut zu folgen. Dies mag zum einen am Autor selbst liegen, aber zum anderen auch an der Übersetzung. Das Mitleid mit der Hauptfigur hat man dennoch und sein Ziel in Frieden leben zu können, wird erst am Ende des Romans Wirklichkeit.

Fazit:
Der Herr des Wüstenplaneten übergibt sein Zepter, doch der Weg dahin, ist von Intrigen und Hinterlist gesät. Frank Herbert schuf mit dem Wüstenplaneten ein wirklich beeindruckendes eigenes Universum, an das kaum ein anderes heranreicht. Dennoch hinterlassen kompliziert verstricke Szenen den Eindruck einer unwirklichen Welt. Fans des ersten Teils finden sich schnell zurecht, da es viele bekannte Figuren gibt, welche ihre bekannten Gesichter zeigen. Möge der Wüstenplanet zurück ins Kino kommen und uns optisch erfreuen.

Matthias Göbel

Autor: Frank Herbert
Übersetzer: Jakob Schmidt
Klappenbroschur: 336 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 11.02.2019
ISBN: 9783453319547 

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Rezension zu "Hellstroms Brut" von Frank Herbert

Wenn die Menschheit das Individuum ablegen und wie ein Insektenstaat leben würde...
benfivor 3 Monaten

KURZBESCHREIBUNG:

Ungeachtet aller Menschen gelingt es der Brutmutter Trova Hellstrøm mit ihren Helfern in einem Tal im mittleren Westen Amerikas einen den Insekten ähnlichen Stock aufzubauen. In diesem haben die Menschen vorgegebene Aufgaben und sind schlicht funktional. Etwa hundert Jahre nachdem die Brutmutter den Stock erweiterte, geht durch eine Unachtsamkeit eines Stockbewohners der Fokus der 'Organisation' auf dieses Tal nahe der Stadt Fosterville. Die Unterlagen zu dem 'Projekt 40' lesen sich beängstigend für die geheimen Mächte der Welt. Was treibt Nils Hellstrøm, ein bekannter und angesehener Tierforscher und -filmer sowie Nachkomme von Trova, wirklich in diesem scheinbar ruhigen Tal? Die 'Organisation' beginnt zu Schnüffeln, bis die ersten Agenten verschwinden. Keiner kann ihnen sagen, was passiert, lediglich Hellstrøm und seine Leute könnten was wissen, doch diese halten sich bedeckt. Also erhöht die 'Organisation' den Druck - mit fatalen Folgen, denn der Stock reagiert auf sowas sehr radikal!



KOMMENTAR:

Der amerikanische Autor Frank Herbert ist durch seine Dune-Romane weltberühmt geworden und selbst in Deutschland gibt es zahlreiche Fans der 'Wüstenplanet'-Bücher. Aber der im Jahre 1986 verstorbene Schriftsteller hatte auch noch andere Fiktionen veröffentlicht, die ebenfalls einen wunderbaren Lesestoff bieten. In dem Roman 'Hellstrøms Brut' befasst er sich mit der Frage, ob es für die Menschheit langfristig nicht sinnvoller wäre, es den Insekten gleichzutun und sich wie diese in einem Stock oder Bau effektiv sowie relativ frei von Empfindungen und nur der Aufgabe für die Gemeinschaft dienend, zu organisieren. Angeregt wurde der Autor von dem Film 'Die Hellstrøm Chronik', in der der Entomologe Nils Hellstrøm die Insekten als die wahren Herrscher der Erde aufzeigt. Die Figur übernahm Herbert direkt und spinnte seine Ideen weiter. Zwar weitaus weniger ausufernd als ich vor dem Lesen angenommen hatte, entwickelt sich der Roman zu einem spannenden, psychologischen Duell zwischen dem Stock und der Organisation. Die Gedanken um eine gezielte Züchtung von Fähigkeiten dürften Lesern von Frank Herbert schon aus den Wüstenplantet-Romanen und der Schwesternschaft der Bene Gesserit vertraut sein, hier bezieht es sich allerdings schon eher um weltliche Talente, die perfektioniert werden sollen. Aus heutiger Sicht mag nun die Frau an sich als 'Zuchtstute' etwas frauenfeindlich zu lesen sein (gerade unterstützt durch das leicht anrüchige Cover) - aber in der Insekten-Welt ist dies bei den weiblichen Vertreterinnen eben immer noch so. Beim Lesen einer Lektüre sollte man immer das Datum der Veröffentlichung berücksichtigen und das ist hier in dem Jahr 1972. 'Hellstrøms Brut' ist ein lesenswerter Roman mit einer leicht bedrückenden Atmosphäre, der zum Nachdenken anregt - die geheimen Mächte und ihre internen Ränkespielchen gibt es de Facto heute ebenso wie vor Jahrzehnten. Und ob eine andere Organisation der Menschheit nicht zielführender und nachhaltiger wäre - das ist eine Überlegung wert!
8,0 Sterne

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Rezension zu "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert

In die Jahre gekommener Klassiker
CoolThorbenvor 4 Monaten


Der Wüstenplanet — ein echter Klassiker! Ich habe dieses Buch schon seit Langem lesen wollen, jetzt habe ich das endlich in die Tat umsetzen können, aber ich muss leider sagen: Das Warten hat sich nicht gelohnt. Vielleicht liegt es daran, dass das Buch schon so alt und sich unsere Lesegewohnheiten inzwischen geändert haben, aber irgendwie bin ich nicht warm mit dem Wüstenplaneten geworden (pun intended, haha): Ich finde das Buch umständlich, langatmig und über weite Teile auch wenig spannend. Modernen Spannungsaufbau hat Frank Herbert jedenfalls nicht drauf. Es ist nicht schlecht, dafür ist die Welt, die der Autor aufzieht zu detailliert und überzeugend. Und die Handlung zu episch (zu ihr brauche ich hier nicht viel zu sagen, das haben andere hier schon in ausreichender Menge getan). Aber wie die Handlung abgespult wird, das gibt erhebliche Abzüge in der B-Note.

Und das ist sehr schade. Denn die Geschichte hat so viel Potential! Und ich mag, wie politisch sie ist und wie sie Religion, Geschichte und Politik miteinander verbindet. Der Kampf der beiden Häuser der Atreiden und der Harkonnen, die geheimnisvollen Fremen mit ihrem Messiasglauben… Dazu der Hintergrund einer absolut fremdartigen Welt, welche ihren eigenen Gesetzen und Traditionen folgt und ihre Besatzer einfach nicht akzeptieren will... Das ist alles toll und das Worldbuilding gefällt mir außerordentlich gut (es gibt hinten übrigens ein Glossar, in welchem Begriffe aus der Geschichte erklärt werden, damit solche Erklärungen den Lesefluss im Text nicht bremsen). Beschreiben kann Herbert sehr gut. Aber tolle Beschreibungen - so wichtig sie auch sind für einen Roman dieser Art - sind leider nicht alles. Es kommt auf die Dramaturgie an, auf Spannungsbögen und Twists, und leider,leider erzählt der Autor umständlich und ja, irgendwie, angestaubt, was vielleicht auch an der Übersetzung liegen kann, ich weiß es nicht. Jedenfalls habe ich mich ganz schön durchgekämpft bis zum Ende und mehr als einmal gedacht: Warum? Da sind so viele tolle Ideen und Momente drin, aber sie werden eben nur lauwarm runtergespult.

Fazit: Der Wüstenplanet ist episch und ich bin froh ihn gelesen zu haben, trotz der Geduld, welche mich das manchmal gekostet hat. Aber werde ich mir die Folgebände zulegen? Wahrscheinlich nicht.

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Gespräche aus der Community

Neu
Hi, ich habe den originalen Wüstenplanet-Zyklus von Frank Herbert verschlungen. Jetzt habe gesehen, dass sein Sohn Brian Herbert die Arbeit seines Vaters fortgesetzt und ebenfalls Bücher über den Wüstenplaneten veröffentlicht hat. Sind die noch genauso gut oder lohnt es sich nicht?
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Frank Herbert wurde am 08. Oktober 1920 in Tacoma, Washington (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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