Frank Herbert

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Autorenbild von Frank Herbert (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von Frank Herbert

Eine Ikone der Science-Fiction: Frank Herbert wurde 1920 in Tacoma, Washington, geboren und arbeitete als Austerntaucher, TV-Kameramann, Rundfunksprecher und Journalist. 1963 wurde der erste Teil seines SciFi-Reihe "Dune" , zu deutsch "Der Wüstenplanet", veröffentlicht. Der dritte Teil, der 1976 erschien, schaffte es aufgrund von Mundpropaganda bis in die Bestsellerlisten von Publishers Weekly. Nach der Verfilmung durch David Lynch 1984 wurden die Dune-Bände zum Weltbestseller. Daneben veröffentlichte Herbert auch einen Erzählband mit Kurzgeschichten. Frank Herbert starb am 11. Februar 1986.

Neue Bücher

Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453321229)

Dune – Der Wüstenplanet

 (383)
Erscheint am 09.08.2021 als Taschenbuch bei Heyne. Es ist der 1. Band der Reihe "Dune-Saga - Der Wüstenplanet".

Alle Bücher von Frank Herbert

Cover des Buches Dune – Der Wüstenplanet (ISBN: 9783453321229)

Dune – Der Wüstenplanet

 (383)
Erscheint am 09.08.2021
Cover des Buches Der Herr des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319547)

Der Herr des Wüstenplaneten

 (114)
Erschienen am 11.02.2019
Cover des Buches Die Kinder des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319554)

Die Kinder des Wüstenplaneten

 (100)
Erschienen am 14.12.2020
Cover des Buches Der Gottkaiser des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453320444)

Der Gottkaiser des Wüstenplaneten

 (80)
Erscheint am 13.12.2021
Cover des Buches Die Ketzer des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453186873)

Die Ketzer des Wüstenplaneten

 (64)
Erschienen am 01.05.2001
Cover des Buches Die Ordensburg des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453186880)

Die Ordensburg des Wüstenplaneten

 (57)
Erschienen am 01.05.2001
Cover des Buches Hellstroms Brut (ISBN: B005HPZ1GG)

Hellstroms Brut

 (8)
Erschienen am 01.01.1977

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Neue Rezensionen zu Frank Herbert

Cover des Buches Der Gottkaiser des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453320444)Snyders avatar

Rezension zu "Der Gottkaiser des Wüstenplaneten" von Frank Herbert

Klassiker, aber für mich mäßig
Snydervor 9 Tagen

Herberts SF-Universum ist vielfach großartig und ein tolles Setting für sein Epos rund um den "Wüstenplaneten". Im "Gottkaiser" ist mir die Story, die an sich durchaus mitreissend ist, aber etwas zu langatmig gewesen. Sicherlich Geschmacksache, aber so war das aus meiner Sicht. Trotz allem ist die Reihe sehr zu empfehlen

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Cover des Buches Der Herr des Wüstenplaneten (ISBN: 9783453319547)G

Rezension zu "Der Herr des Wüstenplaneten" von Frank Herbert

Konsequent und Melancholisch
glasratzvor einem Monat

Warnung: Diese Rezension enthält erzwungenermaßen Spoiler zum ersten Band der Dune-Reihe.


Jahre sind vergangen seitdem Paul Muad‘Dib den Padisha Imperator gestürzt und sich selbst als weltlicher wie geistlicher Führer auf den Thron gesetzt hat. Doch es ist genau so geschehen, wie es seine Mutter in ihrer Vision vorausgesehen hat: Das Banner der Atreides wird an der Spitze eines blutigen Jihads durch das Universum getragen. Muad‘Dib hat die Fremen befreit, überzieht jedoch den Rest der Menschheit mit Krieg und Tod – die Kontrolle darüber hat er jedoch längst verloren. Es ist also kein Wunder, dass sich Verschwörer gegen ihn sammeln.


Mit „Der Herr des Wüstenplaneten“ (im Original passender „Dune Messiah“, etwa „Der Messias von Dune) setzt Herbert den grandiosen ersten Teil in schonungsloser Konsequenz fort. Wie hätte es auch anders enden können, wenn sich ein mitleidloses Volk von Kriegern und Überlebenskünstlern um einen Anführer schart, der von keinem anderen Konzept als der Rache getrieben wird? Dennoch finde ich es mutig, dass sich der Autor getraut hat, die Handlung in diese Richtung zu lenken.


In den schwerfälligen Mühlen des neuen Gottesstaates mit seiner tödlichen Eigendynamik ist die Stimmung dieses Romanes eine vollkommen andere als die seines Vorgängers. Sie ist stets auf einem dumpfen, gedrückten Niveau ohne die actionreichen Höhen und Tiefen des ersten Bandes. Gespräche, Beratungen und das Spinnen von Intrigen in Hinterzimmern sind der Kern des Buches. Dies funktioniert dank Herberts meisterhafter Dialoge sehr gut. Insgesamt ähnelt der Roman, in krassem Gegensatz zum Vorgänger, einem aristotelischen Drama: Begrenzt auf eine Handlung, einen Ort und wenige Tage.


Dennoch hätte ich mir an vielen Stellen gewünscht, dass Hintergründe und philosophische Konzepte etwas greifbarer aufbereitet worden wären. Es ist mir klar, dass Herberts Erzählprinzip darauf basiert, dass er seine Welt durch gezielte Anspielungen größer erscheinen lässt. Daran gibt es nichts auszusetzen, doch wäre hier viel Raum gewesen ein paar solidere Grundlagen, zum Beispiel für die Zensunna, zu liefern.

Auch hätte dem Buch im Vergleich mit dem ersten Band vielleicht ein wenig mehr Action nicht geschadet. Vielleicht hätte dies aber die melancholische Nachdenklichkeit zerstört. Insgesamt ließ mich die Handlung aber ein wenig unbefriedigt zurück, da nicht alles abgerundet und vieles erst am Ende im Handstreich erledigt wird.




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Cover des Buches Dune (ISBN: 0441172717)G

Rezension zu "Dune" von Frank Herbert

Religion und Macht
glasratzvor 2 Monaten

In der fernen Zukunft herrscht im bekannten Universum ein rigides Feudalsystem, in welchem ganze Sonnensysteme von Adelshäusern regiert werden. Seit einem heiligen Krieg vor 10.000 Jahren sind Computer und künstliche Intelligenz geächtet, was den menschlichen Geist dazu gezwungen hat, sich auf nie gekannte Entwicklungsstufen zu erheben. So ist es dem Orden der Bene Gesserit-Schwestern möglich, Lügen zu spüren und in die Zukunft zu sehen, während die Raumgilde durch ihre Navigationsfähigkeiten das Monopol auf interstellare Reisen hat. Diese Fähigkeiten werden jedoch erst durch den Gebrauch der Melange-Droge möglich, die nur auf einem Planeten, Arrakis, auch Dune genannt, abgebaut werden kann.

Dieser fast wasserlose und lebensfeindliche Ort wurde bisher vom Haus Harkonnen mit harter Hand verwaltet. Scheinbar ohne Grund fällt das Lehen jedoch plötzlich auf Befehl des Imperators dem Haus Atreides zu, welches mit den Harkonnen in traditioneller Fehde liegt. Herzog Leto Atreides weiß, dass es eine Falle sein muss. Aber ihm bleibt nur die Wahl, seinen Herrschaftssitz auf den Wüstenplaneten zu verlegen oder ins Exil zu fliehen. Seine Konkubine Lady Jessica, eine Bene Gesserit, hat seinen Tod bereits vor Augen. Und auch das Schicksal ihres gemeinsamen Sohnes Paul, der das sein könnte worauf der Schwesternorden seit Jahrtausende hingearbeitet hat, scheint auf mehrere Arten bereits besiegelt. Nur die Hoffnung auf eine Allianz mit dem durch die Harkonnen verfolgten, kriegerischen Wüstenvolk der Fremen scheint noch möglich.


Science Fiction-Legende Arthur C. Clarke hat „Dune“ mit „Der Herr der Ringe“ verglichen und ich finde die Parallelen stark genug um damit einzuleiten. Wie bei Tolkiens Hauptwerk handelt es sich um eine epische Geschichte, die vielleicht nicht jedem sofort Zugang gewährt. Beide haben eine sprachliche Gewalt, die es nötig macht, diese Bücher anders zu lesen als man es gewöhnlich vielleicht tut. Querlesen oder unaufmerksames Schmökern führen zwar aufgrund der breiten und eher einfachen generellen Geschichte nicht so leicht dazu, dass Faden verliert, aber man droht sich zu langweilen. Dies liegt darin, dass die Qualität der Bücher in beiden Fällen in den Beschreibungen und Ideen liegt, die in ihnen verkörpert werden. Allerdings sind die Dune-Romane keine so vollständige und abgeschlossene Reihe wie es „Der Herr der Ringe“ ist. Herbert verstarb bevor er sie vollenden konnte. Zwar setzte sein Sohn die Bücher angeblich anhand von Notizen seines Vaters fort, doch sind die Ergebnisse in Fankreisen höchst umstritten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Plot und Welt grundsätzlich andere Schwerpunkte setzen, die teilweise eher an Groschenromane erinnern, sondern auch daran, dass der Verlag altes, von Frank Herbert abgesegnetes Hintergrundmaterial einfach im Handstreich als „Paralleluniversum“ abtat.


Der Plot von Dune jedoch beweist Virtuosität. So lässt Herbert den Leser teils durch die verschiedenen Erzählperspektiven, teils durch vor jedem Kapitel eingeschobene Zitate aus der Literatur seiner Welt, Dinge über den Verlauf der Geschichte wissen, die in einem schlechteren Buch die Spannung verdorben hätten. Bereits zu Beginn erfährt man, wer Verrat an den Atreides plant und dass es eine Verbindung zwischen Prinzessin Irulan und Muad‘Dib gibt, steht gar auf der ersten Seite. Mit solchen Vorgriffen schafft der Autor eine höhere Erwartungshaltung als bei einer klassischern Erzählweise.

Ich bin der Ansicht, dass der Verlauf des Plotstranges dennoch der schwächste Aspekt des Romans ist. Ich hatte häufig das Gefühl, dass die Szenen nicht so ineinander greifen, wie sie es sollten. Es scheint, als wäre die Geschichte nicht so lückenlos vorausgeplant, wie sie sich gibt. Außerdem leidet das Buch ein wenig unter der Fantastik-Krankheit bestimmte Dinge erst dann zu erklären, wenn sie für den Plot relevant werden.


Eines der zentralen Themen des Romans ist Religion und deren Ambivalenz. Die Gesellschaft, die Herbert beschreibt ist stark von Dogmen geprägt, die sich aus wunderlichen Kombinationen westlicher, nah- und fernöstlicher Prägungen zusammensetzen. So ist die Geisteswelt der Fremen von der sogenannten Zensunna geprägt und vieles aus der Orange-Katholischen Bibel gilt im Imperium als festes Gesetz.

Gleichzeitig wird bereits früh im Roman erklärt, dass der Glaube der Menschen absichtlich manipuliert wurde um damit bestimmte Effekte zu schaffen. Es kein Zweifel daran gelassen, dass auch die zentrale Prophezeiung von Dune auf so einer bewussten Erfindung basiert. Dennoch schließt niemand aus, dass sie sich erfüllen kann. Der Leser bekommt hier ein interessantes Bild einer Gesellschaft, die einerseits Religion als von Menschen für Menschen gemacht ansieht, deren Richtigkeit oder gar die Existenz Gottes aber nicht anzweifelt.


Die sprachliche Qualität, die besonders im englischen Original glänzen kann, zeigt sich auf jeder Seite. Hier sind besonders die lebendig geschriebenen Dialoge zu erwähnen. Eigentlich ist es in der englischen Literatur fast Standard, wenig wert auf Redebegleitsätze gelegt wird – egal ob man nun „Herr der Ringe“ oder „Harry Potter“ liest. Dieser Tradition folgt Herbert nicht. Vielmehr ist es so, dass er seine Charakter mehr über ihre Sprechweise und vor allem das Verhalten in den Gesprächen mit anderen definiert, als über die direkte Beschreibung.

Auch das Spiel mit den aus verschiedenen Sprachen entlehnten Begriffen wirkt perfektioniert. So schafft es der Autor, bestimmten Ideen eine kulturelle Prägung zu geben, in welche er eigene fiktive Wörter gut einflechten kann.


Insgesamt ist dieser Klassiker der SF-Literatur aus den 1960ern immer noch unerreicht. Für jeden, den dieses Genre interessiert, sollte das Buch ein Muss sein. Man sieht während des Lesens schnell, wie viele andere Werke von Dune inspiriert wurden, aber auch, warum bisher jede Umsetzung in ein anderes Medium gescheitert ist. Ich würde jedem Leser empfehlen sich zeitnah zum Buch auch David Lynchs katastrophale Verfilmung zu Gemüte zu führen, da dies sehr erheiternd ist. Die Regieentscheidungen dieses Reinfalls erscheinen im Vergleich zum Quellenmaterial noch abstruser als sie es für sich gesehen schon sind.



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Gespräche aus der Community

Hi, ich habe den originalen Wüstenplanet-Zyklus von Frank Herbert verschlungen. Jetzt habe gesehen, dass sein Sohn Brian Herbert die Arbeit seines Vaters fortgesetzt und ebenfalls Bücher über den Wüstenplaneten veröffentlicht hat. Sind die noch genauso gut oder lohnt es sich nicht?
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Zusätzliche Informationen

Frank Herbert wurde am 08. Oktober 1920 in Tacoma, Washington (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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