Der Wüstenplanet

von Frank Herbert 
4,3 Sterne bei339 Bewertungen
Der Wüstenplanet
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Positiv (276):
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3,5 Sterne Eine überraschend interessante und spannende Geschichte, die ich so nicht erwartet habe.

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Sicher für jeden SciFi-Fan einen Blick wert. Meiner Ansicht nach aber dennoch stark überbewertet.

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Inhaltsangabe zu "Der Wüstenplanet"

Der erfolgreichste Science-Fiction-Roman aller Zeiten! Herzog Leto, Oberhaupt des Hauses Atreides, erhält Arrakis zum Lehen, den Wüstenplaneten, eine lebensfeindliche und doch begehrte Welt, denn unter dem Sand liegt das Gewürz. Diese Droge, die man auf Arrakis im großen Stil abbaut, verleiht Menschen die Gabe, in die Zukunft zu sehen, und bildet damit die Grundlage der interstellaren Raumfahrt. Als Letos Armee in einen tödlichen Hinterhalt gerät und der Herzog fällt, flieht sein Sohn Paul in die Wüste und taucht bei Arrakis‘ Ureinwohnern, den Fremen, unter. Diese erkennen in ihm den lange vorhergesagten Messias, und Paul rüstet sich zu einem gnadenlosen Rachefeldzug …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453317178
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:800 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:11.01.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Aischas avatar
    Aischavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: faszinierender Auftakt der Dune-Saga, auch nach Jahrzehnten immer noch aktuell
    große Literatur, ein Muss für Sci-Fi-Fans

    Frank Herbert schreibt fulminant, detailreich, manchmal gerade zu episch. Das sollte man mögen, wenn man sich an diesen Klassiker der Science-Fiction wagt.

    Er hat das Genre mit der Dune-Saga sicher nicht komplett neu erfunden, mischt die Zutaten aber auf erfrischend neue Weise. Themen wie knappe Ressourcen, Missbrauch von Religion zur Manipulation der Massen, politische Intrigen sind heute aktueller denn je.
    Die Komplexität der Story fordert den Leser stark. Um der vielschichtigen Handlung folgen zu können, braucht es viel Konzentration und Durchhaltevermögen. Aber man wird belohnt. Es geht im Wüstenplaneten nicht "nur" um technischen Schnickschnack in der Zukunft, vielmehr um die optimale Regierungsform, um theologische Fragen und philosophische Ideologien.
    Ein Roman mit extrem viel Tiefgang, ganz nach meinem Geschmack!

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    itwt69s avatar
    itwt69vor 3 Monaten
    Dune - Der Wüstenplanet

    Was für ein epochales Werk aus dem Jahre 1965!!! Richtig bekannt geworden ist die Geschichte natürlich durch die Verfilmung, ich konnte mich zum Glück aber nicht mehr allzu gut daran erinnern, weshalb mich das Buch dann auch hinterher noch so überzeugen konnte. Eine einzigartige Verbindung zwischen SF, Ökologie, Intrigen, Unterdrückung, Religion, Aufstand usw. hat eindeutig 5 Sterne verdient.

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    KainAutors avatar
    KainAutorvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Sicher für jeden SciFi-Fan einen Blick wert. Meiner Ansicht nach aber dennoch stark überbewertet.
    Große Welt - Kleine Geschichte

    Nachdem ich bestimmt seit fast zehn Jahren immer wieder um das Buch herumschlawenzelt bin, habe ich es mir zu Weihnachten nun doch mal gegönnt (bzw. gönnen lassen) und stelle mich nun der schweren Aufgabe, es bewerten zu wollen. Dabei kann ich den weltweiten Hype um das Buch und seine Nachfolger nur in Teilen nachvollziehen. Denn eines vorneweg: Überzeugt hat es mich leider nicht.


    Die Handlung
    In Frank Herberts SciFi-Epos wird das Adelshaus Atreides vom galaktischen Imperator dazu auserkoren, die Regentschaft über den Wüstenplaneten Arrakis zu übernehmen. Der Planet ist Quelle des ominösen Gewürzes Melange, das für das gesamte Imperium von herausragender Bedeutung ist: Die Droge befähigt Menschen in die Zukunft zu sehen und ist damit sowohl für für die Wahrsager der hohen Häuser als auch für die Piloten der Raumfahrergilde und ihre Sternennavigation elementar. Der Protagonist Paul Atreides ist dabei nicht mehr oder weniger ein Auserwählter, dessen Bestimmung es ist ... ja was eigentlich? Da will sich das Buch nicht so ganz festlegen. Obwohl nahezu jede der zahlreichen Fraktionen Paul unter einem seiner zahlreichen Namen als Heilsbringer sieht, versuchen ihn dennoch alle irgendwann mal umzubringen. Und auch er selbst scheint sich in seinen (zahlreichen und langatmigen) Visionen nicht so ganz sicher zu sein, ob er denn nun das Universum retten oder in Form eines totalen Kriegs ins Verderben stürzen wird. 

    Das Setting
    Man merkt von der ersten bis zur letzten Seite, dass Frank Herbert ein Weltenbauer war. Sein Universum ist zuweilen sehr detailliert und stimmig, wenn auch nicht immer interessant. Während ich mich besonders an den Fremen mit ihren Destillanzügen, den Sandwürmern und dem Gewürzabbau kaum satt lesen konnte, vermochten die hohen Häuser mit ihren Intrigen mich kaum zu beeindrucken. Zu vorhersehbar waren ihre Motive, zu konstruiert und unglaubwürdig waren ihre verbalen Duelle. 
    Allein die Tatsache, dass dem Buch ein fast 200 Seiten langer Appendix mit Erklärungen und Begriffen beigefügt ist, zeigt wie penibel Herbert die ihm wichtigen Details ausgestaltet hat. Gleichzeitig hat er die Dinge, die ihm nicht so wichtig waren, offenbar munter links liegen gelassen. So viel wir auch über Adelshäuser, Wüstenbeduinen, Schilde, Laser und imperiale Supersoldaten (die dann irgendwie doch nicht so super sind) erfahren, so wenig verrät uns Herbert über andere Planeten, Raumschiffe und andere Technologien seiner Welt. Auch von der Raumfahrergilde erfahren wir herzlich wenig, ebenso wieso deren Piloten denn nun eigentlich das Gewürz für ihre Navigation benötigen. (Stellare Prozesse sind nun nicht sooo schwer vorherzusehen. Das können unsere heutigen Astronomen schon ganz gut - auch ohne Drogen, nur mit Mathematik.)

    Der Stil
    Damit kommen wir dann zum größten Problem des Buches: Es liest sich zäh wie Kaugummi. Das liegt zum größten Teil daran, dass der Figurenentwicklung in der immerhin über 600 Seiten umfassenden Handlung kaum Zeit eingeräumt wird. Besonders die Bösewichte sind kaum mehr als platte Stereotypen, denen eigentlich nur noch Hörner und Hufe fehlen. Zwar wollte der Autor einige Beziehungen besonders hervorheben (z.B. die zwischen dem Protagonisten und seinen Lehrmeistern), wirklich gelungen ist ihm das aber nicht. Zu viele der Figuren, die wir teils kapitelweise begleiten, werden beiläufig und unrühmlich entsorgt, ohne dass sie wirklich eine Geschichte erzählen oder beenden konnten. Als Einzelfall wäre so etwas vielleicht noch vertretbar, in der Häufung ist es für den Leser aber unbefriedigend und hinterlässt den Eindruck von Zeitverschwendung. 
    Am ärgerlichsten fand ich, dass ein Verrat, der den ersten großen (und wichtigsten) Wendepunkt der Geschichte darstellt nahezu von Anfang gespoilert wird - inklusive der Identität des Verräters. Dessen Motive fand ich ebenso wenig überzeugend, wie die Tatsache, dass keine der (natürlich hochintelligenten und misstrauischen) Figuren diese Tat kommen sehen konnte. 
    Im letzten Drittel dümpelt das Buch ohne nennenswerten Spannungsaufbau dahin. Wichtige Kämpfe und (familiäre!) Verluste finden außerhalb der direkt erzählten Handlung statt und finden (auch seitens der Figuren!) kaum Beachtung.
    Der Klimax wird dann viel zu spät durch ein überflüssiges Duell nach Shakespeare-Vorbild erzwungen, dessen Abschluss für das Buch ein ebenso kurzes und unbefriedigendes Ende einläutet, wie es zuvor ja schon einige Figuren erfuhren.

    Fazit:
    Das Universum von "Der Wüstenplanet" scheint Potential für spannende und epochale Geschichten zu bieten. Leider gelang es Frank Herbert nicht, hier auch nur Ansatzweise eine solche Geschichte zu erzählen. Aufgrund massiver handwerklicher Mängel, bleibt mir kaum eine andere Wahl, als das Buch im unteren Mittelmaß einzuordnen.

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    MariaAlexandravor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Geht so ... Phänomenale Welt, aber der Erzählstil ist überhaupt nicht meins
    Geht so ... Phänomenale Welt, aber der Erzählstil ist überhaupt nicht meins

    Immer wieder begegnete mir „Der Wüstenplanet“ – DIE Si-Fi-Saga schlechthin (so sagen jedenfalls viele). Nun habe ich mir den Wälzer angetan und wahrscheinlich komme ich mit der Lektüre ein paar Jahrzehnte zu spät. Entweder bin ich schon zu alt, um mich faszinieren lassen oder der 1965er Erzählstil ist nicht meines. Kann auch sein, dass es eine schlechte Übersetzung ist, denn ständig stolperte ich über hölzerne, konstruierte Formulierungen (Ich beziehe mich auf die Ausgabe von Heyne 2001, vielleicht ist die neue Übersetzung von 2016 ja besser ….)

    Die Welt, die Frank Herbert erschaffen hat, ist zweifelsohne faszinierend und gut durchdacht: eine eigene Ökologie, eine eigene Mythologie, ungewöhnliche Technologie, komplizierte Verwandtschaftsverhältnisse und diverse „Clans“ mit eigenen Bestrebungen. Wirklich toll!
    Aber dann die Figuren … die sind extrem blass und selbst die Hauptcharaktere konnte ich nur schwer fassen. Möglicherweise liegt es daran, dass die Handlung in erster Linie durch Dialoge vorangetrieben wird. So bekommt man vom „Endkampf“ direkt kaum etwas mit und weiß nur, wer wen in welcher Schlacht wie besiegt, weil es danach diverse Versammlungen / Treffen gibt. Auch von den emotionalen Zuständen der Personen erfährt man nur nebenbei (wie z.B. von der Verbindung der Hauptperson zu seiner Liebsten). Da wäre bei fast 1000 Seiten sicher mehr drin gewesen …
    Vielleicht sind die nachfolgenden Bände besser – aber ich war schon froh, dass ich Band 1 „durchgehalten“ habe.

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    StefanBommelivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Grossmeisterlich, keine Frage.
    Mit sehr guten Gründen ein Klassiker.

    Frank Herberts Wüstenplanet ist ganz grosse Science Fiction, die durchaus bekannte Schemen auf brilliante Weise neu mischt, intelligent, facettenreich und im doppelten Sinne kultig vermittelt.
    Wenn man es heute liest, wirkt es stellenweise schon etwas angegreut, aber den Charme und die erzählerische Wucht hat es nicht verloren. Unbedingt lesen.

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    apfelkindchen123vor 2 Jahren
    Was für ein Buch

    Eine Galaxy in denen die Planeten unter den hohen Häusern aufgeteilt werden. Die Familie Atreides wird nach Arrakis geschickt, dem Wüstenplanet. Es wird schnell klar, dass ein hässlicher Intrigen- und Machtkampf zwischen den Harkonnen und den Atreides ausbricht. Wer ist der Verräter und was passiert mit Leto, Paul und Jessica?
    Am Anfang musste ich mich etwas in das Buch reinlesen. Es werden die ersten 100 Seiten viele Charaktere vorgestellt und eingeführt, was meinem Geschmack nach etwas zu lange gedauert hat aber dann...
    Ja dann beginnt etwas komplett anderes. Die gesamte Geschichte über Paul und seiner Zukunft wird am Anfang schon angedeutet, doch war niemals wirklich sicher ob das auch eintreten wird. Ich will nicht zu viel verraten aber Frank Herbert hat etwas  einzigartiges erschaffen.
    Ich hatte richtig Herzklopfen, als es ich den Schluss gelesen habe! Was für ein Buch!!! Es bekommt aber nur vier Sterne weil ich die Einleitung nicht besonders gut fand. Aber Zähne zusammenbeißen lohnt sich ;)

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    Lyrboness avatar
    Lyrbonesvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Der Beweis, das alte, literarische Tugenden auch heute noch funktionieren können!
    Das Buch der vielen ersten Male

    Der Wüstenplanet ist mein erstes Buch gewesen, das ich mir gekauft habe, ohne irgendeinen Bezug zu diesem Universum. Die meisten meiner Bücher kaufte ich mir, da ich das Universum durch andere Medien, wie Serien oder Games schon kannte. Doch Dune kaufte ich mir, weil man es mir empfohlen hatte, als ich selbst anfing Geschichten zu schreiben. Man sagte mir nach, dass ich so ähnlich wie Frank Herbert schrieb, also war es nur logisch, mir das Buch mal zu geben und es hat sich gelohnt.

    Ich möchte nicht viel über die Geschichte verlieren, da ich denke, dass diese quasi schon zu Allgemeinbildung zählt. Viel eher möchte ich darauf eingehen, was mir diese Geschichte als Autor gebracht hat. Zum einen hat es mir das Genre des Science-Fiction näher gebracht. Klar. Ich habe mal Star Wars und Star Trek gesehen. Aber richtig warm wurde ich mit dem Genre erst durch dieses Buch. Es zeigte mir eine interessante, fremdartige und faszinierende Welt im Genre. Hier ist die Technologie nicht einfach nur Magic with Guns sondern wird hier sogar geächtet. Es gibt Religionen gegen Technologie und die Versuche, Technik durch menschliche Alternativen zu ersetzen, die dabei fast schon magische Elemente erhalten, wie zum Beispiel hellsehende Piloten, statt einem Navigationsgerät. Es ist für mich ganz klar Science-Fantasy. Science-Fiction Elemente, erklärt durch Fantasy und umgekehrt. Etwas, das mich auch jetzt noch im Schreiben beeinflusst.

    Doch was mich am meisten Beeindruckt hat, war die Eingliederung der Lore dieses tollen Universums. In der modernen Zeit wird direkt die "Info-Dump!" Keule gezückt, so bald es sich ein Autor auch nur erdreistet, etwas von seiner detailliert erstellten Welt zu teilen. Ich tue das meist als "Dumme Leser" ab und ignoriere es, denn Dune hat mir gezeigt, wie viel ein Buch durch die perfekte Einstreuung von Lore gewinnt. Es macht aus einem guten Buch eine fantastische Welt. Und darin liegt die große Stärke des Werkes. Man taucht ein in eine tolle, fremde und vor allem philosophische Welt. Ich kann mir selbst nicht vorstellen, wie sie so gut und detailliert überliefert hätte werden können, ohne die Lore-Einlagen in der Geschichte.

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    BUECHERLESERjws avatar
    BUECHERLESERjwvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: sehr detailliert. Braucht die ganze Aufmerksamkeit beim Lesen.
    Mua'dib wird alle retten

    Paul Atreides ist 15 Jahre alt, als sein Vater, Herzog Leto, vom Imperator den Wüstenplaneten Arrakis als Lehen erhält. Ein lebensfeindlicher und doch begehrter Planet, unter dessen Sand das Gewürz wächst. Melange, das Gewürz, ist eine lebensverlängernde Droge, die den Menschen die Gabe verleiht in die Zukunft zu sehen und somit die Grundlage für die interstellare Raumfahrt bildet.

    Den Atreides ist klar, dass die Übergabe des Planeten ein Hinterhalt ihrer Feinde, den Harkonnens, sein muss. Warum sonst sollte ein Lehnsherr die Herrschaft über diesen lukrativen Planeten aufgeben? Im Gegensatz zu den Harkonnens versucht Leto Atreides ein Bündnis mit den Ureinwohnern Arrakis' einzugehen. Zusammen mit dem Fremen möchte Leto die Harkonnens endgültig von Arrakis vertreiben und die Ausbeutung der Bevölkerung beenden. Er weiß aber nicht, dass sich längst ein Verräter in seinem engsten Kreis befindet und die Katastrophe nicht mehr abzuwenden ist.

    Nicht lange nach der Ankunft der Atreides fallen Truppen des Imperators und der Harkonnens auf Arrakis ein und Herzog Leto stirbt. Paul und seine Mutter entkommen nur knapp dem Tod und können Dank der Ausbildung der Bene Gesserit in die Wüste fliehen. Hier werden sie von den Fremen gefunden und aufgenommen. Bei den Fremen stellt sich heraus, das diese Paul für ihren Erlöser und Retter halten, weshalb sie ihn Mua'dib nennen. Paul lernt nun wie ein Fremen zu denken und zu leben.

    Paul nutzt die Ausbildung zweier Welten, um nicht nur Arrakis zu befreien, sondern auch ein viel größeres Ziel zu verfolgen.

    Fazit

    Die Geschichte um Paul Atreides ist komplex und vielfältig. Eine Rezension ohne große Spoiler zu verfassen, viel mir in diesem Fall schwer. Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn ich zugeben muss, dass es mir am Anfang schwer fiel durchzuhalten und mich in die komplexe Geschichte einzulesen.

    Frank Herbert hat einen aufwendigen Schreibstil, der manchmal auch etwas trocken sein kann. Dennoch lohnt sich hier die Mühe für alle, die auch für Science-Fiction offen sind.

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    Chrischans avatar
    Chrischanvor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert

    In einer fernen Zukunft. Die Menschheit hat das All besiedelt. Es hat sich ein feudalistisches System herausgebildet, an dessen Spitze der Padishah-Imperator und die im Landsraad zusammengeschlossenen Großen Häuser stehen. Bei jenen Häusern handelt es sich um die großen adligen Familien, die dem Hause des Imperators seit ehedem als Vasallen dienen.
    Mehr als 10.000 Jahre sind seit der Revolte gegen die Maschinen und der Großen Konvention vergangen und was vor so vielen Jahrhunderten entdeckt wurde, ist mittlerweile der größte Schatz des Universums und unverzichtbar für alle: Spice. Die Navigatoren der Raumfahrergilde benötigen die Substanz, um den Raum zu falten und so mit den Highlinern unendlich schnell und punktgenau viele Lichtjahre zurücklegen zu können. Die Schwesternschaft der Bene Gesserit benötigt die veredelte Melange, um ihre prophetischen Gaben zu entwickeln und nutzen zu können. Alles ist in jeder Hinsicht abhängig von Spice. Doch gibt es die Substanz nur auf einem einzigen Planeten im Universum: Arrakis, Dune, der Wüstenplanet. Nur hier kann die begehrte Substanz unter großen Anstrengungen gewonnen werden.
    Jahrzehnte lang hat das durch und durch verkommene Haus Harkonnen unter Duldung des Imperators den Planeten samt seiner Ureinwohner, den Fremen, ausgequetscht. Auf Drängen des Landsraads musste der Imperator das Lehen jedoch an die sehr viel nobleren und moralisch agierenden Atreides abgeben. Jene Atreides, die die Todfeinde der Harkonnen sind. Und noch während sich Herzog Leto, seine Konkubine Lady Jessica - eine Bene Gesserit - und ihre gemeinsamer Sohn Paul auf den Weg nach Arrakis machen, schmieden Shaddam IV. und der Baron Harkonnen einen hinterhältigen Plan, um die Atreiden ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen.
    Schon der erste Teil von Frank Herberts großem Opus hat es literarisch in sich. eine extrem komplexe und sehr vielschichtige Handlung nimmt den Leser sofort gefangen. Allenthalben Ränke und Intrigen, Pläne, die in Plänen versteckt sind. Schon allein das macht den ersten Teil der ursprünglichen Hexalogie sehr anspruchsvoll, muss man doch immer am Ball bleiben, um die vielen Zusammenhänge und Verknüpfungen im Auge behalten zu können.
    Doch nicht nur allein die erzählte Geschichte als solches macht Herberts großes Sci-Fi-Werk zu einem unverzichtbaren Klassiker dieses Genres. Das Universum, dass er sich erdacht hat, ist so komplex und weitläufig wie kaum ein anderes. Von heute an gesehen 24.000 Jahre in der Zukunft hat sich Herbert für eine eigenwillige, aber sehr faszinierende Entwicklung der Menschheit entschieden. Vor allem - anders als bei den anderen Vertretern der modernen Science Fiction - verzichtet er auf die sonst heiß geliebten Computer, Roboter und Androiden. Sie sind als böse eingestuft und aus dem Leben der Menschheit verbannt worden.
    Das interessanteste am Werk sind jedoch die nahezu unendlichen philosophischen, theologischen, politischen und soziologischen Verknüpfungen, die Frank Herbert eingebaut hat. Man möchte meinen, der Autor hat zuvor Jahrhundertelang eben jene Geisteswissenschaften studiert und mögliche Schlussfolgerungen komprimiert in diesem Roman wiedergegeben. Sprachgewaltig stellt er Fragen nach der besten Regierungsform, nach theologischen Dogmen und philosophischen Ideologien. Alles verknüpft mit einem Thema, das ihm immer am Herzen lag, der Ökologie.
    Letztlich schafft es Herbert, den Leser völlig in das geschriebene Universum hineinzuziehen und dort möchte der Leser am liebsten bleiben. Wenn auch nur als Beobachter, wer möchte schon einem Sandwurm in natura begegnen.

    ©Christian Hesse 2012

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    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 7 Jahren
    "If you only rely on your eyes, your other senses weaken."


    Frank Herbert – im Oktober 1920 in Tacoma, Washington geboren – hegte nach eigener Aussage bereits zu seinem achten Geburtstag den Wunsch, Schriftsteller werden zu wollen. Da seine Familie jedoch in Armut lebte, boten sich ihm kaum Perspektiven, diesen Traum in die Wirklichkeit umsetzen zu können. Gelegenheitsjobs als Journalist, Einsätze als Fotograf bei der Marine und ein Seminar für kreatives Schreiben während seines Studiums an der Universität von Washington setzten schließlich den Kurs in die richtige Richtung, bis im Jahr 1965 – nach sechs Jahren Recherche und zwanzig Absagen seitens der Verleger – das erste Buch seines sechsteiligen Romanzyklus „Dune“ das Licht der Welt erblickte. Es war nicht nur der Beginn einer literarischen Karriere, sondern auch ein Wendepunkt im Genre der Science-Fiction, welche mit „Der Wüstenplanet“ auch über die Grenzen dieser bis dahin eher müde belächelten Literatur-Sparte für Aufsehen sorgte. Mehr noch: Herberts monumentales Epos, dessen erster Band auch gleich der umfangreichste ist, gilt auch ein halbes Jahrhundert nach seiner Veröffentlichung noch als Referenz, an dem sich künftige Generationen messen lassen müssen. Wenn dann noch Vergleiche mit J.R.R. Tolkien bemüht werden, wird selbst jemand hellhörig, der sich – von Lems „Solaris“ mal abgesehen – bis dahin nur wenig und äußerst zögerlich mit Sci-Fi-Literatur beschäftigt hat. Letztendlich hat mir dieses Zögern aber vielleicht auch gut getan, denn so herausragend Herberts Auftakt ist – es bedarf einer Menge Geduld seitens des Lesers, um die Faszination von „Dune“ zu ergründen, denn ein Page-Turner ist das Buch beileibe nicht. Eher im Gegenteil.

    Wer also in jungen Jahren beherzt zu „Der Wüstenplanet“ greift, könnte sich alsbald von der Vielschichtigkeit dieses reichhaltigen Werks überfordert sehen und entweder entnervt abbrechen oder eine Fortsetzung erst gar nicht Angriff nehmen. Was wiederum beides ein Fehler wäre, ist doch Herberts Roman ein Musterbeispiel der Devise „Der Weg ist das Ziel“. Von Beginn an zwingt uns der Autor ein gemäßigtes Tempo auf, dass wir auch annehmen sollten, um einfach jeden Aspekt dieses facettenreichen Klassikers in seiner Gänze zu erfassen, der inhaltlich derart viel bietet, dass bereits zwei oder drei überflogene Sätze schon einen unwiederbringlichen Verlust darstellen. Wer das tut, wer sich darauf einlässt und bereit ist, sich gefangen nehmen zu lassen, den erwartet eine unvergleichliche Lektüre, die mit dem ersten Band lediglich die Spitze des Eisbergs – oder sollte ich besser sagen des Sandwurms – erahnen lässt. Kurz zur Handlung:

    Wir schreiben das Jahr 10191. Über zwanzig Generationen lang hat das Haus der Atreides über das Lehen Caldan geherrscht. Nun soll Herzog Leto auf Geheiß des Kaisers Arrakis, den Wüstenplanet, übernehmen. Ein Befehl, den jeder Atreides nur allzu gut einschätzen kann, handelt es sich dabei doch um ein abgekartetes Spiel, mit dem politischen Hintergrund, den Einfluss der mächtigen Familie endgültig zu brechen. So bietet die lebensfeindliche Welt seinen Bewohnern auf den ersten Blick nur Sand, Hitze und Tod. Und besonders letzterer ist außerhalb der wenigen Städte allgegenwärtig. Gewaltige Sandstürme, fähig selbst Metall zu zerschneiden und Menschen das Fleisch von den Knochen zu schälen, fegen über die Oberfläche von Arrakis, die nahezu komplett von Wüsten und Dünen bedeckt ist. Unter diesen leben die Shai-Hulud, riesige Sandwürmer, welche Längen von über 400 m erreichen können, und die so ziemlich alles verschlingen, was sich ihnen in den Weg stellt. Einer Legende nach sind sie es sogar, welche den größten Teil des arrakischen Sandes erzeugt haben, weshalb das Volk der „Fremen“, die Ureinwohner des Planeten, sie auch „den alten Mann der Wüste“ nennt.

    Während es den Sand im Überfluss gibt, ist Wasser wiederum das (zweit-)kostbarste Gut auf dieser Welt, die nicht eine einzige sichtbare Quelle aufweist, geschweige denn, einen Fluss oder gar einen See. Selbst das vergießen von Tränen gilt als Verschwendung von Körperflüssigkeit, weshalb die Fremen auch einen Weg gefunden haben, selbst den abgesonderten Schweiß mittels eines speziellen Anzugs wiederzuverwenden. Sie sind es auch, welche als einzige außerhalb der Städte, am Rande der Wüste, leben. Viel ist über ihre Gesellschaft und die Kultur nicht bekannt. Außenweltler betrachten sie mit Argwohn. Allen voran die bisherigen Herrscher über Arrakis, die Harkonnens, deren Oberhaupt, der despotische Baron Wladimir Harkonnen, seit mehr als achtzig Jahren das Volk des Wüstenplaneten unterjocht und ausbeutet. Ihn gelüstet es nach dem „Gewürz“, der Melange. Diese Pflanze, welche nur in den Dünenfeldern von Arrakis wächst und gedeiht, zählt zu den seltensten und wertvollsten Gütern des gesamten Universums. Einmal eingenommen wirkt diese Substanz wie eine lebensverlängernde Droge und verleiht den Menschen zugleich die Gabe, in die Zukunft blicken zu können. Ohne das Gewürz wäre eine interstellare Raumfahrt nicht möglich.

    Mit der Ankunft von Herzog Atreides ändert sich die Situation jedoch. Leto Atreides weiß, dass er die Ausbeutung des Planeten stoppen und eine Allianz mit den misstrauischen Fremen schließen muss, um seine Herrschaft zu sichern und das Überleben seiner Liebsten zu garantieren, wohl wissend, dass die Harkonnens nichts unversucht lassen werden, ihm und seiner Familie nach dem Leben zu trachten. Bevor seine Diplomatie jedoch Früchte tragen kann, kommt es zu einem Verrat in den eigenen Reihen und er wird Opfer eines Mordanschlags, dem seine Frau Jessica und sein Sohn Paul nur knapp entgehen. Und Letzterer ist es auch, auf dem jetzt die Hoffnungen des Hauses Atreides liegen. Viel schneller als alle anderen hat er sich nach seiner Landung auf Arrakis an das Leben vor Ort angepasst. Er fühlt sich auf sonderbare Weise mit dem Wüstenplaneten und vor allem mit dem Volk der Fremen verbunden. Als die Verbündeten um ihn herum fallen, flüchtet er deshalb gemeinsam mit seiner Mutter in die Wüste. Damit beginnt für den jungen Paul ein Abenteuer, das nicht nur sein Leben, sondern das Geschick der ganzen Galaxis für immer verändern wird …

    Vergleiche – sie werden immer wieder auf Buchdecken bemüht, um dem interessierten Leser das Einordnen des vorliegenden Werks zu erleichtern und gleichzeitig auch dessen Qualität in Zusammenhang mit anderen großen Romanen zu stellen. So ist es vielleicht wenig verwunderlich, dass in Bezug auf Frank Herberts „Der Wüstenplanet“ nicht selten auch „Der Herr der Ringe“ Erwähnung findet. Meiner Ansicht nach allerdings vollkommen zurecht, denn wenngleich Tolkiens meisterhaftes Epos seine Heimat im Fantasy-Genre hat, so gibt es doch zu viele qualitative und inhaltliche Gemeinsamkeiten, um eine Gegenüberstellung gänzlich außer acht zu lassen. Mehr noch: Ich lehne mich sogar soweit aus dem Fenster und behaupte, dass diejenigen, welche die Reise des Einen Rings bereits nach wenigen Seiten nicht weiter verfolgt haben, auch Herberts Roman keine andauernde Aufmerksamkeit schenken werden. Von dem gesamten (übrigens von vorneherein vom Autor als mehrbändig ausgelegten) „Wüstenplanet“-Zyklus ganz zu schweigen. Wie bereits weiter oben erwähnt, ist Herberts Auftakt genau des Gegenteil der modernen Mainstream-Berieselungsliteratur. Wo die sich auf Bestsellerlisten tummelnden Titel heutzutage nur allzu bereitwillig ihre Kurzweil vergeben und der Leser bis aufs Blättern der Seiten keinerlei Beitrag leisten muss, fordert „Der Wüstenplanet“ (eben wie auch „Der Herr der Ringe“) eine durchgängige Bereitschaft ein, der bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Welt und den vielschichtigen Zusammenhängen zu folgen.

    Komplexität ist das Stichwort. Von ihr lebt, durch sie atmet Herberts „Der Wüstenplanet“. Und sie ist es auch, welche Umfang und Reichhaltigkeit des Werks bedingen, dessen nachhaltiger Eindruck durch die folgenden Bände noch verstärkt wird (Auf die weitere Entwicklung von Paul Atreides im Zuge des „Wüstenplanet“-Zyklus gehe ich in dieser Rezension mit voller Absicht nicht ein, um künftige Ereignisse nicht zu „spoilern“ und dem Leser einen „unvorbelasteten Eindruck“ – und damit denselben wie ich bei meiner Lektüre – zu gewähren). Aber bereits der Beginn von Herberts großer Saga reicht aus, um einen Blick auf die Tiefe der Welt von „Dune“ zu erhaschen. Die Gesellschaft in Herberts Universum umfasst nicht nur unzählige Systeme, sondern verbindet auch ein vielschichtiges Geflecht verschiedenster Häuser, welche, untereinander im ewigen Streit um die Macht, alle einen Teil des großen Epos tragen. Hinzu kommen verschiedene Geheimgesellschaften wie die Bene Gesserit und die Bene Tleilax, die einflussreiche MAFEA (Merkantile Allianz für Fortschritt und Entwicklung im All) und die Mentaten.

    Insbesondere letztere haben ein gewisses Alleinstellungsmerkmal in der Science-Fiction, verzichtet Frank Herbert doch in seinem Zyklus auf die sonst allgegenwärtigen Roboter bzw. künstliche Intelligenz im Allgemeinen. Erklärt wird dies durch „Butlers Djihad“, einen in ferner Vergangenheit geführten Kampf der freien Menschen gegen die Maschinen, der mit der völligen Vernichtung aller so genannten Denkmaschinen und deren immerwährenden Verbot endete. Als Antwort darauf werden Menschen mit besonderen psychischen Kräften ausgebildet, mittels Hilfe bestimmter Droge  komplexe Probleme innerhalb kürzester Zeit zu lösen – die Mentaten. Und gerade sie spielen, ohne damit viel zu verraten, auch in Paul Atreides' Lebensweg eine wichtige Rolle und tragen ihren Teil im Kampf um die Herrschaft von Arrakis bei. Tyrannei, Ausbeutung, Versklavung, Ränkespiele, Attentate, Verrat, Machtgier. Ingredienzen, die auch den Alltag unserer Welt bestimmen, in Herberts Epos jedoch noch mehr im Mittelpunkt stehen und ein düsteres Bild dieses alternativen Universums zeichnen. (Nur soviel: Diese dystopischen Ansätze wird Herbert bereits im Nachfolger noch intensiver verfolgen und fortführen) Gepaart mit den Schilderungen von religiösem Fanatismus und mystischen Aberglauben ergibt sich vielleicht auch der Grund, warum „Der Wüstenplanet“ bis heute diesen Stellenwert in der Weltliteratur hat, ist doch diese „Fiction“ vielerorts inzwischen bzw. immer noch Realität.

    Der andere Grund ist die erzählte Geschichte selbst. Getragen von den wohl mit interessantesten Figuren, welche das Genre der Science-Fiction in den letzten hundert Jahren hervorgebracht hat, entführt sie den Leser, immer wieder von mäandernden Nebenhandlungen und Perspektivwechseln unterbrochen, in die Gluthitze der Wüste und die tunnelreichen Höhlensysteme der Fremen – mit jeder Seite mehr Zugriff auf uns gewinnend, bis man selbst den Schweiß und den Durst zu spüren meint, was selbst der anhaltende Regen vor unserem Fenster nicht zu ändern vermag. Bei all dem Detailreichtum, seiner fast schon pedantischen Versessenheit (das Buch enthält neben einer Karte von der nördlichen Polarregion von Arrakis und einem Personenregister samt Geschichte der Hohen Häuser auch noch ein Lexikon über fremdsprachige Begriffe sowie eine Einführung in Ökologie und Religion des Planeten), wenn es darum geht, jedes kleine Rädchen im großen Getriebe des Zyklus Aufmerksamkeit zu schenken – Frank Herbert ist zudem auch immer noch ein großartiger Schreiber, der die Grundelemente dieser Literaturgattung niemals vernachlässigt.

    Das Fantastische, das Faszinierende – es hat seinen Platz direkt in der Mitte dieses epischen Werks. Und es hat, einmal richtig darauf eingelassen, eine eindringliche und vor allem andauernde Wirkung.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Steffen22s avatar
    Hi, ich habe den originalen Wüstenplanet-Zyklus von Frank Herbert verschlungen. Jetzt habe gesehen, dass sein Sohn Brian Herbert die Arbeit seines Vaters fortgesetzt und ebenfalls Bücher über den Wüstenplaneten veröffentlicht hat. Sind die noch genauso gut oder lohnt es sich nicht?
    Zum Thema

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