Frank Herbert Der Wüstenplanet

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Inhaltsangabe zu „Der Wüstenplanet“ von Frank Herbert

Der erfolgreichste Science-Fiction-Roman aller Zeiten! Herzog Leto, Oberhaupt des Hauses Atreides, erhält Arrakis zum Lehen, den Wüstenplaneten, eine lebensfeindliche und doch begehrte Welt, denn unter dem Sand liegt das Gewürz. Diese Droge, die man auf Arrakis im großen Stil abbaut, verleiht Menschen die Gabe, in die Zukunft zu sehen, und bildet damit die Grundlage der interstellaren Raumfahrt. Als Letos Armee in einen tödlichen Hinterhalt gerät und der Herzog fällt, flieht sein Sohn Paul in die Wüste und taucht bei Arrakis‘ Ureinwohnern, den Fremen, unter. Diese erkennen in ihm den lange vorhergesagten Messias, und Paul rüstet sich zu einem gnadenlosen Rachefeldzug …

Echt ein mächtiges Ding! Für Wüsten- und SciFi-Fans ein Muss, ein Klassiker! Komplex und spannend! Auf zu Teil 2!

— Stryke83

Grossmeisterlich, keine Frage.

— StefanBommeli

Dieses Buch hatte mich als 11 Jähriger zur Leseratte gemacht. Ein Absolut Großartiges Buch.

— Wolf1988

Der Beweis, das alte, literarische Tugenden auch heute noch funktionieren können!

— Lyrbones

So unendlich genial!

— diemeeresindblau

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  • Mit sehr guten Gründen ein Klassiker.

    Der Wüstenplanet

    StefanBommeli

    03. May 2017 um 15:10

    Frank Herberts Wüstenplanet ist ganz grosse Science Fiction, die durchaus bekannte Schemen auf brilliante Weise neu mischt, intelligent, facettenreich und im doppelten Sinne kultig vermittelt.
    Wenn man es heute liest, wirkt es stellenweise schon etwas angegreut, aber den Charme und die erzählerische Wucht hat es nicht verloren. Unbedingt lesen.

  • Was für ein Buch

    Der Wüstenplanet

    apfelkindchen123

    09. February 2017 um 16:05

    Eine Galaxy in denen die Planeten unter den hohen Häusern aufgeteilt werden. Die Familie Atreides wird nach Arrakis geschickt, dem Wüstenplanet. Es wird schnell klar, dass ein hässlicher Intrigen- und Machtkampf zwischen den Harkonnen und den Atreides ausbricht. Wer ist der Verräter und was passiert mit Leto, Paul und Jessica? Am Anfang musste ich mich etwas in das Buch reinlesen. Es werden die ersten 100 Seiten viele Charaktere vorgestellt und eingeführt, was meinem Geschmack nach etwas zu lange gedauert hat aber dann... Ja dann beginnt etwas komplett anderes. Die gesamte Geschichte über Paul und seiner Zukunft wird am Anfang schon angedeutet, doch war niemals wirklich sicher ob das auch eintreten wird. Ich will nicht zu viel verraten aber Frank Herbert hat etwas  einzigartiges erschaffen. Ich hatte richtig Herzklopfen, als es ich den Schluss gelesen habe! Was für ein Buch!!! Es bekommt aber nur vier Sterne weil ich die Einleitung nicht besonders gut fand. Aber Zähne zusammenbeißen lohnt sich ;)

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  • Das Buch der vielen ersten Male

    Der Wüstenplanet

    Lyrbones

    26. November 2016 um 11:19

    Der Wüstenplanet ist mein erstes Buch gewesen, das ich mir gekauft habe, ohne irgendeinen Bezug zu diesem Universum. Die meisten meiner Bücher kaufte ich mir, da ich das Universum durch andere Medien, wie Serien oder Games schon kannte. Doch Dune kaufte ich mir, weil man es mir empfohlen hatte, als ich selbst anfing Geschichten zu schreiben. Man sagte mir nach, dass ich so ähnlich wie Frank Herbert schrieb, also war es nur logisch, mir das Buch mal zu geben und es hat sich gelohnt.Ich möchte nicht viel über die Geschichte verlieren, da ich denke, dass diese quasi schon zu Allgemeinbildung zählt. Viel eher möchte ich darauf eingehen, was mir diese Geschichte als Autor gebracht hat. Zum einen hat es mir das Genre des Science-Fiction näher gebracht. Klar. Ich habe mal Star Wars und Star Trek gesehen. Aber richtig warm wurde ich mit dem Genre erst durch dieses Buch. Es zeigte mir eine interessante, fremdartige und faszinierende Welt im Genre. Hier ist die Technologie nicht einfach nur Magic with Guns sondern wird hier sogar geächtet. Es gibt Religionen gegen Technologie und die Versuche, Technik durch menschliche Alternativen zu ersetzen, die dabei fast schon magische Elemente erhalten, wie zum Beispiel hellsehende Piloten, statt einem Navigationsgerät. Es ist für mich ganz klar Science-Fantasy. Science-Fiction Elemente, erklärt durch Fantasy und umgekehrt. Etwas, das mich auch jetzt noch im Schreiben beeinflusst.Doch was mich am meisten Beeindruckt hat, war die Eingliederung der Lore dieses tollen Universums. In der modernen Zeit wird direkt die "Info-Dump!" Keule gezückt, so bald es sich ein Autor auch nur erdreistet, etwas von seiner detailliert erstellten Welt zu teilen. Ich tue das meist als "Dumme Leser" ab und ignoriere es, denn Dune hat mir gezeigt, wie viel ein Buch durch die perfekte Einstreuung von Lore gewinnt. Es macht aus einem guten Buch eine fantastische Welt. Und darin liegt die große Stärke des Werkes. Man taucht ein in eine tolle, fremde und vor allem philosophische Welt. Ich kann mir selbst nicht vorstellen, wie sie so gut und detailliert überliefert hätte werden können, ohne die Lore-Einlagen in der Geschichte.

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  • Mua'dib wird alle retten

    Der Wüstenplanet

    BUECHERLESERjw

    29. September 2014 um 14:34

    Paul Atreides ist 15 Jahre alt, als sein Vater, Herzog Leto, vom Imperator den Wüstenplaneten Arrakis als Lehen erhält. Ein lebensfeindlicher und doch begehrter Planet, unter dessen Sand das Gewürz wächst. Melange, das Gewürz, ist eine lebensverlängernde Droge, die den Menschen die Gabe verleiht in die Zukunft zu sehen und somit die Grundlage für die interstellare Raumfahrt bildet. Den Atreides ist klar, dass die Übergabe des Planeten ein Hinterhalt ihrer Feinde, den Harkonnens, sein muss. Warum sonst sollte ein Lehnsherr die Herrschaft über diesen lukrativen Planeten aufgeben? Im Gegensatz zu den Harkonnens versucht Leto Atreides ein Bündnis mit den Ureinwohnern Arrakis' einzugehen. Zusammen mit dem Fremen möchte Leto die Harkonnens endgültig von Arrakis vertreiben und die Ausbeutung der Bevölkerung beenden. Er weiß aber nicht, dass sich längst ein Verräter in seinem engsten Kreis befindet und die Katastrophe nicht mehr abzuwenden ist. Nicht lange nach der Ankunft der Atreides fallen Truppen des Imperators und der Harkonnens auf Arrakis ein und Herzog Leto stirbt. Paul und seine Mutter entkommen nur knapp dem Tod und können Dank der Ausbildung der Bene Gesserit in die Wüste fliehen. Hier werden sie von den Fremen gefunden und aufgenommen. Bei den Fremen stellt sich heraus, das diese Paul für ihren Erlöser und Retter halten, weshalb sie ihn Mua'dib nennen. Paul lernt nun wie ein Fremen zu denken und zu leben. Paul nutzt die Ausbildung zweier Welten, um nicht nur Arrakis zu befreien, sondern auch ein viel größeres Ziel zu verfolgen. Fazit Die Geschichte um Paul Atreides ist komplex und vielfältig. Eine Rezension ohne große Spoiler zu verfassen, viel mir in diesem Fall schwer. Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn ich zugeben muss, dass es mir am Anfang schwer fiel durchzuhalten und mich in die komplexe Geschichte einzulesen. Frank Herbert hat einen aufwendigen Schreibstil, der manchmal auch etwas trocken sein kann. Dennoch lohnt sich hier die Mühe für alle, die auch für Science-Fiction offen sind.

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  • "If you only rely on your eyes, your other senses weaken."

    Der Wüstenplanet

    Stefan83

    Frank Herbert – im Oktober 1920 in Tacoma, Washington geboren – hegte nach eigener Aussage bereits zu seinem achten Geburtstag den Wunsch, Schriftsteller werden zu wollen. Da seine Familie jedoch in Armut lebte, boten sich ihm kaum Perspektiven, diesen Traum in die Wirklichkeit umsetzen zu können. Gelegenheitsjobs als Journalist, Einsätze als Fotograf bei der Marine und ein Seminar für kreatives Schreiben während seines Studiums an der Universität von Washington setzten schließlich den Kurs in die richtige Richtung, bis im Jahr 1965 – nach sechs Jahren Recherche und zwanzig Absagen seitens der Verleger – das erste Buch seines sechsteiligen Romanzyklus „Dune“ das Licht der Welt erblickte. Es war nicht nur der Beginn einer literarischen Karriere, sondern auch ein Wendepunkt im Genre der Science-Fiction, welche mit „Der Wüstenplanet“ auch über die Grenzen dieser bis dahin eher müde belächelten Literatur-Sparte für Aufsehen sorgte. Mehr noch: Herberts monumentales Epos, dessen erster Band auch gleich der umfangreichste ist, gilt auch ein halbes Jahrhundert nach seiner Veröffentlichung noch als Referenz, an dem sich künftige Generationen messen lassen müssen. Wenn dann noch Vergleiche mit J.R.R. Tolkien bemüht werden, wird selbst jemand hellhörig, der sich – von Lems „Solaris“ mal abgesehen – bis dahin nur wenig und äußerst zögerlich mit Sci-Fi-Literatur beschäftigt hat. Letztendlich hat mir dieses Zögern aber vielleicht auch gut getan, denn so herausragend Herberts Auftakt ist – es bedarf einer Menge Geduld seitens des Lesers, um die Faszination von „Dune“ zu ergründen, denn ein Page-Turner ist das Buch beileibe nicht. Eher im Gegenteil. Wer also in jungen Jahren beherzt zu „Der Wüstenplanet“ greift, könnte sich alsbald von der Vielschichtigkeit dieses reichhaltigen Werks überfordert sehen und entweder entnervt abbrechen oder eine Fortsetzung erst gar nicht Angriff nehmen. Was wiederum beides ein Fehler wäre, ist doch Herberts Roman ein Musterbeispiel der Devise „Der Weg ist das Ziel“. Von Beginn an zwingt uns der Autor ein gemäßigtes Tempo auf, dass wir auch annehmen sollten, um einfach jeden Aspekt dieses facettenreichen Klassikers in seiner Gänze zu erfassen, der inhaltlich derart viel bietet, dass bereits zwei oder drei überflogene Sätze schon einen unwiederbringlichen Verlust darstellen. Wer das tut, wer sich darauf einlässt und bereit ist, sich gefangen nehmen zu lassen, den erwartet eine unvergleichliche Lektüre, die mit dem ersten Band lediglich die Spitze des Eisbergs – oder sollte ich besser sagen des Sandwurms – erahnen lässt. Kurz zur Handlung: Wir schreiben das Jahr 10191. Über zwanzig Generationen lang hat das Haus der Atreides über das Lehen Caldan geherrscht. Nun soll Herzog Leto auf Geheiß des Kaisers Arrakis, den Wüstenplanet, übernehmen. Ein Befehl, den jeder Atreides nur allzu gut einschätzen kann, handelt es sich dabei doch um ein abgekartetes Spiel, mit dem politischen Hintergrund, den Einfluss der mächtigen Familie endgültig zu brechen. So bietet die lebensfeindliche Welt seinen Bewohnern auf den ersten Blick nur Sand, Hitze und Tod. Und besonders letzterer ist außerhalb der wenigen Städte allgegenwärtig. Gewaltige Sandstürme, fähig selbst Metall zu zerschneiden und Menschen das Fleisch von den Knochen zu schälen, fegen über die Oberfläche von Arrakis, die nahezu komplett von Wüsten und Dünen bedeckt ist. Unter diesen leben die Shai-Hulud, riesige Sandwürmer, welche Längen von über 400 m erreichen können, und die so ziemlich alles verschlingen, was sich ihnen in den Weg stellt. Einer Legende nach sind sie es sogar, welche den größten Teil des arrakischen Sandes erzeugt haben, weshalb das Volk der „Fremen“, die Ureinwohner des Planeten, sie auch „den alten Mann der Wüste“ nennt. Während es den Sand im Überfluss gibt, ist Wasser wiederum das (zweit-)kostbarste Gut auf dieser Welt, die nicht eine einzige sichtbare Quelle aufweist, geschweige denn, einen Fluss oder gar einen See. Selbst das vergießen von Tränen gilt als Verschwendung von Körperflüssigkeit, weshalb die Fremen auch einen Weg gefunden haben, selbst den abgesonderten Schweiß mittels eines speziellen Anzugs wiederzuverwenden. Sie sind es auch, welche als einzige außerhalb der Städte, am Rande der Wüste, leben. Viel ist über ihre Gesellschaft und die Kultur nicht bekannt. Außenweltler betrachten sie mit Argwohn. Allen voran die bisherigen Herrscher über Arrakis, die Harkonnens, deren Oberhaupt, der despotische Baron Wladimir Harkonnen, seit mehr als achtzig Jahren das Volk des Wüstenplaneten unterjocht und ausbeutet. Ihn gelüstet es nach dem „Gewürz“, der Melange. Diese Pflanze, welche nur in den Dünenfeldern von Arrakis wächst und gedeiht, zählt zu den seltensten und wertvollsten Gütern des gesamten Universums. Einmal eingenommen wirkt diese Substanz wie eine lebensverlängernde Droge und verleiht den Menschen zugleich die Gabe, in die Zukunft blicken zu können. Ohne das Gewürz wäre eine interstellare Raumfahrt nicht möglich. Mit der Ankunft von Herzog Atreides ändert sich die Situation jedoch. Leto Atreides weiß, dass er die Ausbeutung des Planeten stoppen und eine Allianz mit den misstrauischen Fremen schließen muss, um seine Herrschaft zu sichern und das Überleben seiner Liebsten zu garantieren, wohl wissend, dass die Harkonnens nichts unversucht lassen werden, ihm und seiner Familie nach dem Leben zu trachten. Bevor seine Diplomatie jedoch Früchte tragen kann, kommt es zu einem Verrat in den eigenen Reihen und er wird Opfer eines Mordanschlags, dem seine Frau Jessica und sein Sohn Paul nur knapp entgehen. Und Letzterer ist es auch, auf dem jetzt die Hoffnungen des Hauses Atreides liegen. Viel schneller als alle anderen hat er sich nach seiner Landung auf Arrakis an das Leben vor Ort angepasst. Er fühlt sich auf sonderbare Weise mit dem Wüstenplaneten und vor allem mit dem Volk der Fremen verbunden. Als die Verbündeten um ihn herum fallen, flüchtet er deshalb gemeinsam mit seiner Mutter in die Wüste. Damit beginnt für den jungen Paul ein Abenteuer, das nicht nur sein Leben, sondern das Geschick der ganzen Galaxis für immer verändern wird … Vergleiche – sie werden immer wieder auf Buchdecken bemüht, um dem interessierten Leser das Einordnen des vorliegenden Werks zu erleichtern und gleichzeitig auch dessen Qualität in Zusammenhang mit anderen großen Romanen zu stellen. So ist es vielleicht wenig verwunderlich, dass in Bezug auf Frank Herberts „Der Wüstenplanet“ nicht selten auch „Der Herr der Ringe“ Erwähnung findet. Meiner Ansicht nach allerdings vollkommen zurecht, denn wenngleich Tolkiens meisterhaftes Epos seine Heimat im Fantasy-Genre hat, so gibt es doch zu viele qualitative und inhaltliche Gemeinsamkeiten, um eine Gegenüberstellung gänzlich außer acht zu lassen. Mehr noch: Ich lehne mich sogar soweit aus dem Fenster und behaupte, dass diejenigen, welche die Reise des Einen Rings bereits nach wenigen Seiten nicht weiter verfolgt haben, auch Herberts Roman keine andauernde Aufmerksamkeit schenken werden. Von dem gesamten (übrigens von vorneherein vom Autor als mehrbändig ausgelegten) „Wüstenplanet“-Zyklus ganz zu schweigen. Wie bereits weiter oben erwähnt, ist Herberts Auftakt genau des Gegenteil der modernen Mainstream-Berieselungsliteratur. Wo die sich auf Bestsellerlisten tummelnden Titel heutzutage nur allzu bereitwillig ihre Kurzweil vergeben und der Leser bis aufs Blättern der Seiten keinerlei Beitrag leisten muss, fordert „Der Wüstenplanet“ (eben wie auch „Der Herr der Ringe“) eine durchgängige Bereitschaft ein, der bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Welt und den vielschichtigen Zusammenhängen zu folgen. Komplexität ist das Stichwort. Von ihr lebt, durch sie atmet Herberts „Der Wüstenplanet“. Und sie ist es auch, welche Umfang und Reichhaltigkeit des Werks bedingen, dessen nachhaltiger Eindruck durch die folgenden Bände noch verstärkt wird (Auf die weitere Entwicklung von Paul Atreides im Zuge des „Wüstenplanet“-Zyklus gehe ich in dieser Rezension mit voller Absicht nicht ein, um künftige Ereignisse nicht zu „spoilern“ und dem Leser einen „unvorbelasteten Eindruck“ – und damit denselben wie ich bei meiner Lektüre – zu gewähren). Aber bereits der Beginn von Herberts großer Saga reicht aus, um einen Blick auf die Tiefe der Welt von „Dune“ zu erhaschen. Die Gesellschaft in Herberts Universum umfasst nicht nur unzählige Systeme, sondern verbindet auch ein vielschichtiges Geflecht verschiedenster Häuser, welche, untereinander im ewigen Streit um die Macht, alle einen Teil des großen Epos tragen. Hinzu kommen verschiedene Geheimgesellschaften wie die Bene Gesserit und die Bene Tleilax, die einflussreiche MAFEA (Merkantile Allianz für Fortschritt und Entwicklung im All) und die Mentaten. Insbesondere letztere haben ein gewisses Alleinstellungsmerkmal in der Science-Fiction, verzichtet Frank Herbert doch in seinem Zyklus auf die sonst allgegenwärtigen Roboter bzw. künstliche Intelligenz im Allgemeinen. Erklärt wird dies durch „Butlers Djihad“, einen in ferner Vergangenheit geführten Kampf der freien Menschen gegen die Maschinen, der mit der völligen Vernichtung aller so genannten Denkmaschinen und deren immerwährenden Verbot endete. Als Antwort darauf werden Menschen mit besonderen psychischen Kräften ausgebildet, mittels Hilfe bestimmter Droge komplexe Probleme innerhalb kürzester Zeit zu lösen – die Mentaten. Und gerade sie spielen, ohne damit viel zu verraten, auch in Paul Atreides' Lebensweg eine wichtige Rolle und tragen ihren Teil im Kampf um die Herrschaft von Arrakis bei. Tyrannei, Ausbeutung, Versklavung, Ränkespiele, Attentate, Verrat, Machtgier. Ingredienzen, die auch den Alltag unserer Welt bestimmen, in Herberts Epos jedoch noch mehr im Mittelpunkt stehen und ein düsteres Bild dieses alternativen Universums zeichnen. (Nur soviel: Diese dystopischen Ansätze wird Herbert bereits im Nachfolger noch intensiver verfolgen und fortführen) Gepaart mit den Schilderungen von religiösem Fanatismus und mystischen Aberglauben ergibt sich vielleicht auch der Grund, warum „Der Wüstenplanet“ bis heute diesen Stellenwert in der Weltliteratur hat, ist doch diese „Fiction“ vielerorts inzwischen bzw. immer noch Realität. Der andere Grund ist die erzählte Geschichte selbst. Getragen von den wohl mit interessantesten Figuren, welche das Genre der Science-Fiction in den letzten hundert Jahren hervorgebracht hat, entführt sie den Leser, immer wieder von mäandernden Nebenhandlungen und Perspektivwechseln unterbrochen, in die Gluthitze der Wüste und die tunnelreichen Höhlensysteme der Fremen – mit jeder Seite mehr Zugriff auf uns gewinnend, bis man selbst den Schweiß und den Durst zu spüren meint, was selbst der anhaltende Regen vor unserem Fenster nicht zu ändern vermag. Bei all dem Detailreichtum, seiner fast schon pedantischen Versessenheit (das Buch enthält neben einer Karte von der nördlichen Polarregion von Arrakis und einem Personenregister samt Geschichte der Hohen Häuser auch noch ein Lexikon über fremdsprachige Begriffe sowie eine Einführung in Ökologie und Religion des Planeten), wenn es darum geht, jedes kleine Rädchen im großen Getriebe des Zyklus Aufmerksamkeit zu schenken – Frank Herbert ist zudem auch immer noch ein großartiger Schreiber, der die Grundelemente dieser Literaturgattung niemals vernachlässigt. Das Fantastische, das Faszinierende – es hat seinen Platz direkt in der Mitte dieses epischen Werks. Und es hat, einmal richtig darauf eingelassen, eine eindringliche und vor allem andauernde Wirkung.

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  • Rezension zu "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert

    Der Wüstenplanet

    Chrischan

    18. July 2012 um 19:47

    In einer fernen Zukunft. Die Menschheit hat das All besiedelt. Es hat sich ein feudalistisches System herausgebildet, an dessen Spitze der Padishah-Imperator und die im Landsraad zusammengeschlossenen Großen Häuser stehen. Bei jenen Häusern handelt es sich um die großen adligen Familien, die dem Hause des Imperators seit ehedem als Vasallen dienen. Mehr als 10.000 Jahre sind seit der Revolte gegen die Maschinen und der Großen Konvention vergangen und was vor so vielen Jahrhunderten entdeckt wurde, ist mittlerweile der größte Schatz des Universums und unverzichtbar für alle: Spice. Die Navigatoren der Raumfahrergilde benötigen die Substanz, um den Raum zu falten und so mit den Highlinern unendlich schnell und punktgenau viele Lichtjahre zurücklegen zu können. Die Schwesternschaft der Bene Gesserit benötigt die veredelte Melange, um ihre prophetischen Gaben zu entwickeln und nutzen zu können. Alles ist in jeder Hinsicht abhängig von Spice. Doch gibt es die Substanz nur auf einem einzigen Planeten im Universum: Arrakis, Dune, der Wüstenplanet. Nur hier kann die begehrte Substanz unter großen Anstrengungen gewonnen werden. Jahrzehnte lang hat das durch und durch verkommene Haus Harkonnen unter Duldung des Imperators den Planeten samt seiner Ureinwohner, den Fremen, ausgequetscht. Auf Drängen des Landsraads musste der Imperator das Lehen jedoch an die sehr viel nobleren und moralisch agierenden Atreides abgeben. Jene Atreides, die die Todfeinde der Harkonnen sind. Und noch während sich Herzog Leto, seine Konkubine Lady Jessica - eine Bene Gesserit - und ihre gemeinsamer Sohn Paul auf den Weg nach Arrakis machen, schmieden Shaddam IV. und der Baron Harkonnen einen hinterhältigen Plan, um die Atreiden ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen. Schon der erste Teil von Frank Herberts großem Opus hat es literarisch in sich. eine extrem komplexe und sehr vielschichtige Handlung nimmt den Leser sofort gefangen. Allenthalben Ränke und Intrigen, Pläne, die in Plänen versteckt sind. Schon allein das macht den ersten Teil der ursprünglichen Hexalogie sehr anspruchsvoll, muss man doch immer am Ball bleiben, um die vielen Zusammenhänge und Verknüpfungen im Auge behalten zu können. Doch nicht nur allein die erzählte Geschichte als solches macht Herberts großes Sci-Fi-Werk zu einem unverzichtbaren Klassiker dieses Genres. Das Universum, dass er sich erdacht hat, ist so komplex und weitläufig wie kaum ein anderes. Von heute an gesehen 24.000 Jahre in der Zukunft hat sich Herbert für eine eigenwillige, aber sehr faszinierende Entwicklung der Menschheit entschieden. Vor allem - anders als bei den anderen Vertretern der modernen Science Fiction - verzichtet er auf die sonst heiß geliebten Computer, Roboter und Androiden. Sie sind als böse eingestuft und aus dem Leben der Menschheit verbannt worden. Das interessanteste am Werk sind jedoch die nahezu unendlichen philosophischen, theologischen, politischen und soziologischen Verknüpfungen, die Frank Herbert eingebaut hat. Man möchte meinen, der Autor hat zuvor Jahrhundertelang eben jene Geisteswissenschaften studiert und mögliche Schlussfolgerungen komprimiert in diesem Roman wiedergegeben. Sprachgewaltig stellt er Fragen nach der besten Regierungsform, nach theologischen Dogmen und philosophischen Ideologien. Alles verknüpft mit einem Thema, das ihm immer am Herzen lag, der Ökologie. Letztlich schafft es Herbert, den Leser völlig in das geschriebene Universum hineinzuziehen und dort möchte der Leser am liebsten bleiben. Wenn auch nur als Beobachter, wer möchte schon einem Sandwurm in natura begegnen. ©Christian Hesse 2012

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  • Rezension zu "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert

    Der Wüstenplanet

    Jagnow

    20. January 2011 um 16:04

    Spektakuläre Sciencefiction, grandiose Charaktere und interessante Betrachtungen über Macht, Führerschaft und Religion. Obwohl Technik nur sehr sparsam dargestellt wird und der Planet auch als Fantasy-Setting durchgegangen wäre, bleibt doch der Sciencefiction-Flair erhalten. Im Gegensatz zu vielen anderen SF-Werke dieses Alters bewahrt sich der Wüstenplanet dadurch auch eine aktuelle Gestalt - das Thema ist ohnehin dauerhaft aktuell. Die Übersetzung ist gut und flüssig lesbar. Ein paar unfreiwillige Kalauer sind allerdings durch Flüchtigkeitsfehler entstanden, z.B. "Kein Mensch kann ... aber eine Frau". Ich bin mir sicher, dass im Original "no man can ... but a woman" steht und es der Autor nicht darauf abgezielt hatte, Frauen als Nicht-Menschen zu titulieren. Naja, "shit happens" oder in diesem Sinne: "Kot ereignet sich" ;-)

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  • Rezension zu "Dune, der Wüstenplanet" von Frank Herbert

    Der Wüstenplanet

    simoneg

    22. September 2010 um 23:05

    Herzog Leto, Oberhaupt des Hauses Atreides, erhält Arrakis zum Lehen, den Wüstenplaneten, eine lebensfeindliche und doch begehrte Welt, denn in ihren Dünenfeldern wird das Gewürz abgebaut. Diese Droge verleiht den Menschen die Gabe, in die Zukunft zu blicken, und bildet damit die Grundlage für die interstellare Raumfahrt. Als Letos Armee einem tödlichen Hinterhalt zum Opfer fällt, flieht sein Sohn Paul in die Wüste und taucht bei den Ureinwohnern Arrakis´, den Femen, unter. Er sammelt Wüstenbeduinen um sich zu einem gnadenlosen Rachefeldzug... Ich fand´s schön. Interessante Figuren, gute Fantasy und eine faszinierende Welt, in der man zwar nicht wirklich selbst leben möchte, die aber trotzdem einen magischen Reiz ausübt.

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  • Rezension zu "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert

    Der Wüstenplanet

    crazysepp

    13. June 2010 um 19:51

    Spitzen SF-Buch, das erste aus einer großen Reihe und bereits mehrfach verfilmt (gut gelungen übrigens). Umwelt, Rohstoffe, Politik, Wirtschaft, Fantasy ... alles spielt in diesem grandiosen SF-Klassiker hinein. 6 Sterne !!!!

  • Rezension zu "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert

    Der Wüstenplanet

    Hipster

    06. June 2010 um 17:36

    Es hat mehrere Anläufe gebraucht bis ich endlich Frank Herberts Sci-fi Werk (Teil 1) geschafft habe. Das Grundkonstrukt ist ja ganz interessant. Alte Dynastien, Mord, Verrat, Flucht, Retter usw. Das Problem ist nur, Herbert haut einem das Werk (und seine Wörter) um die Ohren das es nur so kracht. Das erschwert las lesen ungemein. Klar es gibt in den Anhängen ein Wörterbuch was die Familienstände und Wörter von Arrakis erklärt. Aber wenn man ständig sich aus der Story raus reissen muss um nach zu gucken was die eben benutzten wörter bedeuten. Aber im Grundtext herrscht schon eine gewisse Spannung in der Geschichte deswegen verfluche ich auch den ersten Teil, das ich ihn gelesn habe, denn nun bin ich drin und möchte wissen was weiter passiert. Verdammte Neugier hast du mich doch gepackt. Trotzdem muss ich sagen würde ich den ersten Teil nicht noch mal lesen.

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  • Rezension zu "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert

    Der Wüstenplanet

    rallus

    01. February 2010 um 12:05

    Ein toller Hintergund, Science Fiction vermischt mit Handelskriegen, eine uralte Dynastie und ein ökologischer Krieg, verbunden mit mystischen Sternenfahrten, Frank Herbert schmeisst hier alles zusammen und es funktioniert prima! Ein sehr gut zu lesender Roman, was man von den etwas drögen Fortsetzungen nicht mehr sagen kann - etwas komisch verfilmt, besser sind die Fernsehproduktionen - aber am besten LESEN!!

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  • Rezension zu "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert

    Der Wüstenplanet

    Markus Walther

    29. January 2010 um 13:59

    Da ich den Film schon immer in weiten Teilen unverständlich fand, habe ich mir nun das Buch zu Gemüte geführt. Trotz der vielen guten Kritiken (der Wüstenplanet scheint ja ein Muss in der Science Fiction zu sein), gefällt mir das Buch nicht. Es ist langatmig. Es wird nur geredet. Die Intrigen haben wenig Handlungstiefe. Andauernde Perspektivwechsel. Und zu allem Überflüss wird die Handlung ständig vorweggenommen. Episch ist's. Aber auch langweilig.

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  • Rezension zu "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert

    Der Wüstenplanet

    Molks

    21. August 2009 um 08:08

    Im dritten Anlauf geschafft! :-)
    Die ersten beiden Versuche scheiterten schon zu Beginn bei der Ankunft auf Arrakis.
    In meinen Augen kein Meisterwerk, aber dennoch lesenswert.

  • Rezension zu "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert

    Der Wüstenplanet

    ea24380

    21. July 2009 um 17:38

    Ein wunderbares Buch von Frank Herbert das gleichzeitig den ersten Band des Wüstenplaneten-Zyklus darstellt. Unglaublich detailliert und gleichzeitig philosophisch! Sollte Ihnen der Film gefallen haben, so ist das Buch eine schöne Ergänzung, da einige Punkte, die bisher unklar waren, endlich erklärt werden. Sollte Ihnen der Film nicht gefallen haben, so lesen Sie das Buch trotzdem. Es ist sehr zu empfehlen :-)

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  • Rezension zu "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert

    Der Wüstenplanet

    Ruvinio

    08. December 2008 um 13:08

    Großartige SF, die in den Fortsetzungen eine biblische tiefe entwickelt. Frank Herbert schuf mit diesem Zyklus DAS Meisterwerk der SF schlechthin.

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