Frank Herbert God Emperor of Dune - Dune Novels 4 (NEL)

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Inhaltsangabe zu „God Emperor of Dune - Dune Novels 4 (NEL)“ von Frank Herbert

The epic that began with the Hugo and Nebula Award-winning classic DUNE continues ... (Quelle:'Flexibler Einband/30.07.2008')

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  • Rezension zu "God Emperor of Dune - Dune Novels 4 (NEL)" von Frank Herbert

    God Emperor of Dune - Dune Novels 4 (NEL)
    sabisteb

    sabisteb

    09. January 2013 um 11:23

    3508 Jahre sind seit den Ereignissen von “Children of Dune” vergangen. Ghanima ist tot, sie wurde von den Harkonnen getötet, aber ihre Nachkommen leben. Arrakis, nun Rakis genannt, ist nicht mehr das Dune von einst. Die Wüste ist verschwunden und nur ein kleines Stück, die Sareer verblieb. Es gibt keine Sandwürmer mehr und somit kein Spice. Alles verbliebene Spice ist in den Händen des Imperators, der der Sternenfahrergilde und den Bene Gesserit alle 10 Jahre ihr Rationen zuteilt. Leto II ist nun ein Pre-Wurm. Sein Körper ist sieben Meter lang, misst zwei Meter im Durchmesser und alles, was an ihm noch menschlich ist, ist sein Gesicht und seine Arme und Hände am vorderen Segment des Wurmkörpers. Er ist der Hüter der letzten Shai-Hulud, wer ihn tötet, tötet die letzte Möglichkeit je wieder Spice zu ernten. Eine absolute Lebensversicherung. Leto II verfolgt nur ein Ziel, den goldenen Pfad. Dieser Pfad ist der Einzige, der das Überleben der Menschheit sicherstellt und sie vor der Selbstzerstörung bewahrt. Nach über 3000 Jahren Stagnation jedoch, haben Letos Untertanen langsam die Nase voll, sie wollen Veränderung, Freiheit und Selbstbestimmung. Aber ist das wirklich ihre eigene freie Wahl oder hat Leto sie mit Absicht genau dahin gebracht? Nachdem der Autor in den ersten Bänden bereits mit dem Feudalismus und einer religiösen Tyrannei abgerechnet hat, demontiert er in diesem Band Ciceros und Voltairs heißgeliebte wohlwollende Tyrannei. Leto will tatsächlich nur das Beste für die Menschen, er will sie lehren, er will sie so weit bringen, dass die Menschheit ohne ihn überleben kann, ohne sich selbst zu zerstören. Sie sind seine Kinder, und sie hassen ihn. Leto weiß das, er rechnet damit und schreibt daher seine geheimen Memoiren, die irgendwann in ferner Zukunft gefunden werden sollen, um seine wahren Pläne klarzumachen. Nebenbei schreibt er auch noch Bestsellerromane unter Pseudonym über das alte Arrakis, über Dune und seine Fremen. Ihm zu Diensten sind die Nachkommen von Ghanima und Fahrad’n, die er gemäß der ehemaligen Bene Gesseret Zuchtpläne über Jahrhunderte optimiert, denn eines seiner Ziele ist es, die Menschen von der Tyrannei der Voraussicht zu befreien. Er will dem Universum die Überraschungen wiedergeben. Neben Ghanimas Nachkommen, lässt er sich regelmäßig Duncan Idaho klonen. Der Roman beginnt mit dem Tod des 18. Duncan und dem Einzug des 19. Duncan. Duncan steht stellvertretend für den Leser und mit Duncan lernt der Leser diese Zukunft kennen. Leto braucht Duncan vor allem, zum rückkreuzen in seinen Zuchtplänen. Wie auch in den anderen Dune Romanen ist die Handlung eher Nebensache, hier geht es um das vermitteln der Mechanismen von Macht und wie diese funktionieren und die Menschen manipuliert werden. “Control the coinage and the courts. Let the rabble have the rest,” (Jacob Broom), danach handelt Leto. Er kontrolliert das Spice und alle sind von ihm absolut abhängig. Hydraulische Gesellschaft nennt sich diese Staatsform, die auf einem einzigen Hebel basiert von dem alle Abhängig sind. Nach dem Soziologen Karl A. Wittfogel (1896-1988) ist es das Wasser, dass man dafür kontrollieren muss, in diesem Roman das Spice. Leto kontrolliert sein Imperium aber auch noch auf andere Arten, die einem sehr bekannt vorkommen, wenn man mal an die ehemalige DDR zurück denkt. Der Autor prophezeit, warum dieser Staat letztendlich auch scheiterte. Leto setzt dieses Mittel bewusst ein, er will, dass die Menschen sich nach Freiheit sehnen, die Machthaber der DDR jedoch haben diesen Mechanismus unteschätzt. 1. A population which walks is easier to control. 2. “It does something more important than that. It fills them with a longing to travel. It creates a need to make far voyages and see strange things. Eventually, travel comes to mean freedom.” “But the spice dwindles,” she said. “And freedom becomes more precious every day.” Erneut geht der Autor hart mit Religionen ins Gericht. Leto hat es fast geschafft alle Religionen auszumerzen und mit einem Kult um ihn zu ersetzten. Auch diese Religion würde er aber am liebsten auslöschen. Why should I want to loose a religion upon my people? Religions wreck from within— Empires and individuals alike! It’s all the same. […] Religions create radicals and fanatics like you! Religion suppresses curiosity Aber er ist weise genug zu wissen “Civilizations collapse when their powers outrun their religions.” Leider ist dem Auto rein kleiner Fehler unterlaufen. Duncan wird gefragt, was er über das Kind Leto weiß und er antwortet darauf. Dabei kann er nichts aus erster Hand wissen, denn dieser Duncan war bereits der erste Ghola, er hat Leto selber nie vorher kennengelernt, zumindest nicht Leto II. Fazit: Mit Leto Atreides II hat Frank Herbert einen außergewöhnlichen Charakter geschaffen. Ein Szenaria, das die Zukunft ins Extrem extrapoliert. Was passiert, wenn ein wohlwollender, heiliger Tyrann für immer regiert? Ist das wirklich das Ideal, dass Cicero und Voltaire so preisen? „This is book a significant message, an urgent social warning that governments and leaders lie.” Erneut ein Buch voller Zitate, die nachdenklich machen (sollen). Chance is the nature of our universe. […] madness represents a chaotic reservoir of surprises. Some surprises can be valuable. There has never been a truly selfless rebel, just hypocrites—conscious hypocrites or unconscious hypocrites, it’s all the same.” Holy boredom is good and sufficient reason for the invention of free will. Enemies strengthen you. Allies weaken. “For what do you hunger, Lord?” Moneo ventured. “For a humankind which can make truly long-term decisions. Do you know the key to that ability, Moneo?” “You have said it many times, Lord. It is the ability to change your mind.” “In the wrong hands,” Leto said, “monolithic centralized power is a dangerous and volatile instrument.” - “And your hands are the right ones?” Beware of the truth, gentle Sister. Although much sought after, truth can be dangerous to the seeker. Myths and reassuring lies are much easier to find and believe. If you find a truth, even a temporary one, it can demand that you make painful changes. Conceal your truths within words. Natural ambiguity will protect you then. All of history is a malleable instrument in my hands. Ohhh, I have accumulated all of these pasts and I possess every fact—yet the facts are mine to use as I will and, even using them truthfully, I change them. Right from the first, the little people who formed the governments which promised to equalize the social burdens found themselves suddenly in the hands of bureaucratic aristocracies. Of course, all bureaucracies follow this pattern, but what a hypocrisy to find this even under a communized banner. Ahhh, well, if patterns teach me anything it’s that patterns are repeated. Why is it that foolishness repeats itself with such monotonous precision? Prisons are needed only to provide the illusion that courts and police are effective. They’re a kind of job insurance. This wise man observed that wealth is a tool of freedom. But the pursuit of wealth is the way to slavery. When I need to identify rebels, I look for men with principles The difference between a good administrator and a bad one is about five heartbeats. Good administrators make immediate choices. […] They usually can be made to work. A bad administrator, on the other hand, hesitates, diddles around, asks for committees, for research and reports. Eventually, he acts in ways which create serious problems. […] “A bad administrator is more concerned with reports than with decisions. He wants the hard record which he can display as an excuse for his errors. […] Oh, they depend on verbal orders. They never lie about what they’ve done if their verbal orders cause problems, and they surround themselves with people able to act wisely on the basis of verbal orders. Often, the most important piece of information is that something has gone wrong. Bad administrators hide their mistakes until it’s too late to make corrections.” Privilege becomes arrogance. Arrogance promotes injustice. The seeds of ruin blossom. Monarchies have some good features beyond their star qualities. They can reduce the size and parasitic nature of the management bureaucracy. They can make speedy decisions when necessary. They fit an ancient human demand for a parental (tribal/feudal) hierarchy where every person knows his place. It is valuable to know your place, even if that place is temporary. It is galling to be held in place against your will. This is why I teach about tyranny in the best possible way—by example. “Religious institutions perpetuate a mortal master-servant relationship,” Leto said. “They create an arena which attracts prideful human power-seekers with all of their nearsighted prejudices!” Dangers lurk in all systems. Systems incorporate the unexamined beliefs of their creators. Adopt a system, accept its beliefs, and you help strengthen the resistance to change. Most civilization is based on cowardice. It’s so easy to civilize by teaching cowardice. You water down the standards which would lead to bravery. You restrain the will. You regulate the appetites. You fence in the horizons. You make a law for every movement. You deny the existence of chaos. You teach even the children to breathe slowly. You tame. He has learned that it is difficult to live in the present, pointless to live in the future and impossible to live in the past.” History is a constant race between invention and catastrophe. Education helps but it’s never enough. You also must run. Madness in method, that is genius. Only fools prefer the past!

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