Frank Jöricke

 3,7 Sterne bei 94 Bewertungen
Autorenbild von Frank Jöricke (©Foto: Michael Thielen)

Lebenslauf von Frank Jöricke

Seine Tätigkeit als Werbetexter hat Frank Jöricke (*1967) aus Trier nicht geschadet. Im Gegenteil, seine Sprache zeichnet sich durch ihre Treffsicherheit und Fabulierkunst aus.

Schon von Berufs wegen hat er ein Gespür für die Widersprüche und Absurditäten des Lebens., Doch verfällt er nicht dem Zynismus oder der Verklärung. Mit nostalgischem Wohlwollen und bissigem Witz beschreibt er, warum La La Land kein Happy-End hat, warum die Babyboomer – im Gegensatz zur Generation Y –  immer Glück hatten und warum Spotify der Tod der Musik ist.

Mit seinem Roman „Mein liebestoller Onkel...“ schaffte er es in Jürgen von der Lippes Fernsehsendung „Was liest du?“ Dem Schauspieler Ingo Naujoks gefiel der Roman so gut, dass er das Hörbuch einlas.

Auch seine Essaysammlung „War's das schon?“ löste Begeisterung aus. 2020 gewann Frank Jöricke damit den Skoutz-Award 2020 in der Kategorie „Contemporary“.

Außerdem gilt er als der Entdecker von Guildo Horn, arbeitet nebenbei als Bad-Taste- und Ü-30-DJ, ist Ex-Fußballschiedsrichter und manischer Blutspender (90 x in 26 Jahren) − dabei sind seine Bücher alles andere als blutleer! Frank Jöricke hat bisher u. a. für Playboy, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Neues Deutschland, Trierischer Volksfreund, der Freitag und brand eins Essays und Porträts geschrieben.

                                    

Alle Bücher von Frank Jöricke

Neue Rezensionen zu Frank Jöricke

Cover des Buches War's das schon? (ISBN: 9783960790631)A_N_N_4s avatar

Rezension zu "War's das schon?" von Frank Jöricke

Ein subjektiver und nostalgischer Rückblick in 55 popkulturellen Essays.
A_N_N_4vor einem Monat

Dieses Buch schlägt einem am Anfang mehrere Lösungen vor, wie man es lesen kann. Die Empfohlene ist, einfach intuitiv einer der beiden Vorschläge am Ende eines Kapitels zu folgen. Man kann aber auch nach Themen oder klassisch nach Reihenfolge lesen.
Ich habe mich für die erste Variante entschieden und mich dabei ein bisschen an die Story-Spielbücher aus meiner Kindheit erinnert gefühlt und das hat viel Spaß gebracht. Jedoch fiel es mir schwer, mehrere Texte am Stück zu lesen, da die Gedanken noch nachwirken müssen.

Das Buch hat mir schöne kleine Denkanstöße gegeben, wird aber seinem reißerischen Titel nicht ganz gerecht. Es ist trotzdem nicht minder interessant. Am besten geht man unvoreingenommen an das Buch, dann kann es einem viel geben und kann einen intensiv beschäftigten, wenn man es denn zulässt.

Stars, Städte, Musik, Fußball, Politik, Kreativität, Trends, Generationen, Jahrzehnte... das Buch setzt an vielen Themen an und gibt Gedanken und Fakten dazu wieder, die oft tiefer gehen, als das Thema erst herzugeben scheint. Dabei ist es selten trocken, sondern setzt auf viele unterschiedliche Emotionen. Von langweilig über traurig und berührend bis super mitreißend ist alles dabei. Bei manchen Essays erkennt man die Moral sofort, bei anderen muss man sie erst suchen und bei einigen bleibt sie einem vielleicht sogar ganz verborgen.
Tatsachen werden hier oft sehr klug, präzise und manchmal sogar witzig auf den Punkt gebraucht. Es zeigt Zusammenhänge und Vergleiche auf, die einem vorher nicht so bewusst waren. Oft wir auch auf Klischees und Stereotypen aufmerksam gemacht, es wird sich aber auch ein wenig an ihnen bedient.

Ein paar Texte waren sehr einseitig, ein paar sehr unterhaltsam, ein paar nichtssagend und ein paar echt augenöffnend. Es ist eine gute Mischung, die natürlich sehr subjektiv betrachtet werden muss. Ich glaube, jeder kann mindestens ein Lieblingskapitel in diesem Buch finden, wenn nicht sogar mehrere. Und bei jedem wäre es ein anderer Favorit.
Ja, manchmal widerspricht der Autor sich sogar selbst oder provoziert bewusst mit Aussagen, um den Leser seinen eigenen Weg finden zu lassen. Mitdenken statt Treibenlassen.

Fazit:
Ein sehr unterhaltsamer Querschnitt durch unsere Kultur. Ich habe mich unterhalten gefühlt und konnte trotzdem einen Mehrwert daraus ziehen. Ein paar der Texte wirkten auf mich etwas engstirnig und einseitig, deshalb nur 4 Sterne. Ansonsten sind hier wirklich lesenswerte Essays enthalten, die mehr wiedergeben als nur Popkultur!

Lieblingskapitel: ‚Kein Echtleben im falschen‘ & ‚Spielen nach Bauplan‘.

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Cover des Buches War's das schon? (ISBN: 9783960790631)Annette126s avatar

Rezension zu "War's das schon?" von Frank Jöricke

Abwechslungsreich
Annette126vor 2 Monaten

❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤


Rezension zu "War's das schon?"

vom lieben Frank Jöricke


Abwechslungsreich


Es ist ein ganz besonderes Buch, welches man auf drei verschiedene Arten lesen kann, je nachdem, wie man selber entscheidet, wie man es weiterlesen will.


1. Am Ende von jedem Kapitel kann man selbst entscheiden, wie man weiterlesen will. Zur Auswahl gibt es dabei zwei verschiedene Varianten.


2. Man liest zuerst die Liebe und dann das Leben


3. Man liest es von Kapitel zu Kapitel, die ganz klassische Weise.


Ich habe mich hier für die erste Lesevariante entschieden und darin kreuz und quer / hin- und hergelesen. Dabei finde ich es auch auf diese Art und  Weise wirklich sehr abwechslungsreich gestaltet.  Mal etwas anderes zwischendurch, was ich dabei auch wirklich sehr schön finde. 


Es erzählt einiges über die Liebe und das Leben in früheren Jahren, was ich dabei auch geschichtlich gesehen sehr gut finde. Etwas unbekannt ist mir hierbei das erwähnte Buch "Generation Ally". Es soll  ein Bestseller sein, aber ich lese davon zum erstenmal, da ich bisher wenig davon gehört/gelesen habe. Da bin ich ehrlich in dieser Richtung. Erkundigungswürdig ist es auf jeden Fall noch.

Zeit zum Lesen ist schliesslich genug da.


Nun beende ich mal die Reise in die alten Zeiten und gebe diesem schönen Buch herzensgerne die goldenen 5 Sterne.


💚Liebevoll empfehlen kann ich es Jedem von Euch💚


❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤

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Cover des Buches War's das schon? (ISBN: 9783960790631)Angelsammys avatar

Rezension zu "War's das schon?" von Frank Jöricke

Noch lange nicht!
Angelsammyvor 2 Monaten

Der Titel der Rezension ist meine Antwort auf den Buchtitel. Nur, wenn man älter wird, hat man das Gefühl, daß sich alles so oder so dauernd wiederholt. 

In 55 Kolumnen und Glossen gibt Frank Jöricke ein Querschnitt durch die Gesellschaft und die Popkultur. 

Er schreibt über das Gestern und Heute. Oft pointiert, launisch, witzig, ironisch oder sarkastisch. Manchmal auch mit dem Anhauch der Wehmut der Melancholie. 

Er setzt sich mit diversen Phänomen auseinander. Sei es Facebook, Onlinedating oder Amazon. Robbie Williams, George Michael, Angelina Jolie oder die Wulffs. 

Weihnachten, Disco, Mad Men, Emanzipation, der Neue Mann, Sex and the City, Babyboomer und Studenten. 

Eben ein bunter Strauß. Nicht alles davon tangiert oder interessiert jeden. Aber jeder wird sich in Themen wiederfinden und bestätigend bzw. schmunzelnd den Kopf schütteln. 

Das Besondere an diesem Buch ist, daß es verschiedene Varianten gibt, wie man das Buch lesen kann. Entweder klassisch linear. Oder nach den fettgedruckten Themenblöcken Leben und Liebe. Oder man liest ein beliebiges Thema. Am Ende dann, gibt es zwei Optionen, wo man weiterlesen kann. Allerdings läuft man dergestalt Gefahr in Sackgassen zu geraten, beide Optionen schon gelesen zu haben. Zwangsläufig? Oder vermeidbar? 

Kritikpunkt meinerseits. Es ist des Guten etwas zuviel. Ein bißchen weniger hätte es auch getan. Sagen wir mal 40 oder 45. Und manch Thema vermißte ich, wie Mobbing und Diversität. Aber man kann ja nicht alles haben. 😀 

Danke, Frank Jöricke

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Gespräche aus der Community

Wir schauen Liebesfilme, die nie so richtig happy enden, sondern so lala, wie La La Land. Weil auch wir nicht richtig happy sind. Deshalb sind wir auf Partnerportalen, betrachten neidisch Instagram-Bilder und sehnen uns nach den 80ern, 90ern oder 00ern. Wer hat Schuld, dass wir uns mit 30+ fragen: WAR’S DAS SCHON? Dieses Buch gibt Antworten. Man kann es – kein Witz – auf 18 Billiarden Wegen lesen.

Liebe Mutigen,
so läuft es normalerweise: Man fängt mit Kapitel 1 an und blättert dann von Seite zu Seite.
Diesmal ist es anders: Nach jedem Kapitel hast Du die Wahl: Willst Du nach der Abrechnung mit „sexy Berlin“ die Wahrheit über Madonna oder „Sex and the City“ erfahren? Bist Du nach dem „Tatort“-Rundumschlag reif für die 90er oder für den Schlager? Lauter Weggablungen, an denen Du eine Entscheidung triffst. Auf diese Weise kommen 18 Billiarden verschiedene Leserouten zustande – und Deine ganz persönliche. Und darüber will ich mit Dir reden. Wie „gehst“ Du durch „War's das schon?“ Wie gefallen Dir die einzelnen Etappen?
Ich freue mich auf den Austausch mit Dir!
Herzlichst, Frank Jöricke

PS: Hier eine erste Leseprobe: https://www.book2look.com/book/9783960790648&biblettype=html5

182 BeiträgeVerlosung beendet

Liebe Freunde und Kritiker des Zeitgeists, liebe Leserinnen und Leser!

 „Früher war alles besser“, sagte Opa immer. „Digital ist besser“ behaupteten einst Tocotronic. Doch wer hat recht? Schwierige Frage. Und es gibt Tausend verschiedene Antworten darauf, etwa diese: Internet, Handys, Smartphones, Facebook, Single- und Fremdgehbörsen haben das Leben nicht einfacher gemacht.

Zwischen den Geschlechtern schon gar nicht. Grönemeyers Frage, „Wann ist ein Mann ein Mann?“, ist noch immer nicht beantwortet. Und die Frauen haben’s auch nicht leichter. Alles ist ziemlich verwickelt geworden.

Höchste Zeit, sich den Zeitgeist mal näher anzuschauen. Wer die 10er Jahre verstehen will, muss zurück in die 60er, 70er, 80er, 90er und 00er Jahre. Das habe ich getan. Als „Jäger des verlorenen Zeitgeists“ habe ich mich in den Dschungel von Vergangenheit und Gegenwart begeben, die Nostalgie gerodet und, wenn nötig, mich in die Untiefen der Populärkultur gestürzt.

Auf dieser Expedition konnte ich 43 Zeitgeistentdeckungen machen, z.B. warum soziale Medien asozial sind, warum die 80er eine Lüge waren und warum das mit der Liebe so schwierig geworden ist.

Habt Ihr Lust, diese Zeitreise mitzuerleben? Dann bewerbt euch hier bis einschließlich Donnerstag, 14. März um eines von 15 Exemplaren des Solibro Verlags! Verratet mir doch, was ist für euch eigentlich "Zeitgeist"? Oder auch gern, was Ihr mit den Jahrzehnten, die Ihr schon erlebt habt, verbindet!

Hier gibt es außerdem eine Leseprobe!

170 Beiträge

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