Frank Jöricke Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage

(58)

Lovelybooks Bewertung

  • 62 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 30 Rezensionen
(14)
(17)
(20)
(4)
(3)

Inhaltsangabe zu „Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage“ von Frank Jöricke

Deutschland Anfang der Siebziger: Frank wächst in einer Reihenhaussiedlung im Hunsrück auf und erzählt nicht nur davon, wie die Ehe seiner Eltern am klassischen Ideal des Kleinbürgers zerbricht, sondern auch, wie der Rest der Familie die nächsten vierzig Jahre in der westdeutschen Provinz übersteht. Ob Studentenunruhen, die Ölkrise, das Aufkommen des Feminismus oder die Maueröffnung – alles Anlässe für den Erzähler, mit abgeklärtem Blick die schrullige Bagage, die sich Verwandtschaft nennt, bei ihrem bunten Treiben zwischen Zeitgeist und Fettnäpfchen zu beobachten.

Stöbern in Romane

Töte mich

Der einfache und schlichte Schreibstil steht im Kontrast zum ausgefallen Handlungsgeschehen bzw. zu den Gedankengängen der Figuren.

ameliesophie

Vom Ende an

Wow. Dieses Buch ist ungewöhnlich aber wirklich ein unglaublich gutes Buch. So wenig Worte vermögen eine solche Atmosphäre zu schaffen.Mega!

LadyIceTea

Underground Railroad

Der Wunsch nach Freiheit

Jonas1704

Heimkehren

Eine schmerzhafte Geschichte, feinfühlig erzählt, die manchen die Augen öffnen wird.

Lovely_Lila

Als wir unbesiegbar waren

Die Freundschaft als Sinn im Leben

Jonas1704

Die Tänzerin von Paris

Wahre Geschichte, Cover thematisch irreführend

nicekingandqueen

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage von Frank Jöricke.

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. March 2013 um 05:02

    Die Lebensgeschichte des Frank Jöricke am Beispiel seiner Familie und deren Mitglieder. Der Vater, der das Familienhaus mit Asbest gedämmt hat, was eine mittelschwere Ehekrise auslöst. Der Onkel, der in einem fort seine Frau betrügt, woraufhin diese sich in ihre Gebete flüchtet. Der Vetter, der nach Osteuropa reist um dort ein paar Frauen für die Prostitution zu begeistern, wobei er aber nicht mit den Frauen gerechnet hat. Alles zeitgeschichtlich eingeordnet vom Ende des Krieges bis zum Internetzeitalter. Von Frank Jöricke hatte ich vor der Lektüre dieses Buchs zugegebenermaßen noch nie etwas gehört. Mittlerweile ist er mir jedoch ein Begriff, er und seine manchmal kuriose, manchmal stinknormale Familie, deren Geschichte er in diesem äußerst humorvollen Buch dem Leser, also in diesem Fall mir, ein Stück näher bringt. Dabei verknüpft er die Familiengeschichte geschickt mit der Geschichte Deutschlands und macht so auf die wechselseitigen Wirkungen von zum Beispiel der 68er Bewegung oder des Internetbooms auf seine Geschichte und die seiner Verwandten aufmerksam. Der humorvolle Blickwinkel auf selbst tragische Ereignisse macht dem Leser den Erzähler von der ersten Seite an sympathisch und nach einer Weile fühlt man sich in dessen Leben so zuhause, als hätte man nie etwas anderes gekannt. So ziehen die Kapitel vorbei, ohne dass man sich vom Inhalt des Buchs in irgendeiner Weise beschwert fühlt oder von der Fülle der Ereignisse erschlagen wird. Das ideale Buch also für die dunkle Jahreszeit in der draußen alles grau und regnerisch ist, Frank Jöricke in meinem Kopfkino jedoch ein Leuchtfeuer veranstaltet. Was mir manchmal gefehlt hat, war ein tieferer Einstieg in die Geschehnisse. Das Buch arbeitet eine so umfassende Zeitspanne ab und dann noch für eine ganze Familie, dass vieles nur überflogen wird, selbst Meilensteine sich im Hintergrundrauschen der stetig fortschreitenden Geschichte verlieren. Dabei finden einzelne Szenen im Buch fast überhaupt nicht statt, ist Dialog Mangelware, und das beim humoristischen Talent des Autors, der aus diesen Szenen sicher etwas hätte zaubern können, anstatt nur über sie hinweg zu fliegen, was mich als Leser ein klein wenig enttäuscht hat. Ein lustiger Familienroman, der einen grauen Novemberabend aufzuhellen weiß, über die Lektüre hinaus aber nur marginal im Gedächtnis bleibt.

    Mehr
  • Leserunde zu "Jäger des verlorenen Zeitgeists" von Frank Jöricke

    Jäger des verlorenen Zeitgeists
    Frank_Joericke

    Frank_Joericke

    Liebe Freunde und Kritiker des Zeitgeists, liebe Leserinnen und Leser!  „Früher war alles besser“, sagte Opa immer. „Digital ist besser“ behaupteten einst Tocotronic. Doch wer hat recht? Schwierige Frage. Und es gibt Tausend verschiedene Antworten darauf, etwa diese: Internet, Handys, Smartphones, Facebook, Single- und Fremdgehbörsen haben das Leben nicht einfacher gemacht. Zwischen den Geschlechtern schon gar nicht. Grönemeyers Frage, „Wann ist ein Mann ein Mann?“, ist noch immer nicht beantwortet. Und die Frauen haben’s auch nicht leichter. Alles ist ziemlich verwickelt geworden. Höchste Zeit, sich den Zeitgeist mal näher anzuschauen. Wer die 10er Jahre verstehen will, muss zurück in die 60er, 70er, 80er, 90er und 00er Jahre. Das habe ich getan. Als „Jäger des verlorenen Zeitgeists“ habe ich mich in den Dschungel von Vergangenheit und Gegenwart begeben, die Nostalgie gerodet und, wenn nötig, mich in die Untiefen der Populärkultur gestürzt. Auf dieser Expedition konnte ich 43 Zeitgeistentdeckungen machen, z.B. warum soziale Medien asozial sind, warum die 80er eine Lüge waren und warum das mit der Liebe so schwierig geworden ist. Habt Ihr Lust, diese Zeitreise mitzuerleben? Dann bewerbt euch hier bis einschließlich Donnerstag, 14. März um eines von 15 Exemplaren des Solibro Verlags! Verratet mir doch, was ist für euch eigentlich "Zeitgeist"? Oder auch gern, was Ihr mit den Jahrzehnten, die Ihr schon erlebt habt, verbindet! Hier gibt es außerdem eine Leseprobe!

    Mehr
    • 171
  • Rezension zu "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage" von Frank Jöricke

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    libri

    libri

    19. June 2012 um 09:14

    Das war wohl nichts ! Mir hat das Buch nur kapitelweise einigermassen gefallen. Hatte wohl zuviel erwartet. Schade ! Zum Glück war es schnell gelesen und die letzten Kapitel hab ich nur noch quergelesen. Wollte es einfach nur abhacken;

  • Rezension zu "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage" von Frank Jöricke

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    JeeJee

    JeeJee

    14. January 2012 um 14:22

    Leider hatte ich mir wohl zu viel erwartet. Wohl auch auf Grund der guten Kritiken überall.
    Leider bekam das Buch, in meinen Augen, erst im letzten Kapitel an Fahrt.
    Den Anhang fande ich auch wirklich interessant und unterhaltsamer als das Buch an sich. Leider.

  • Rezension zu "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage" von Frank Jöricke

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    16. February 2011 um 21:53

    Nerviger Papierkram, also schlechte Laune, also muss witzige Lektüre her. Da kam mir dieses Buch gerade recht. Und ich wurde nicht enttäuscht. Frank Jöricke brachte mich auf unterhaltsame Weise in meine Kindheit zurück (ich bin Baujahr 1961). Fast jedem der ein Jahr umfassenden Kapitel ist ein damals aktuelles politisches Ereignis vorangestellt, so dass man gleich wieder in die jeweilige Zeit zwischen 1967 und 2003 versetzt wird. Und das setzt sich durch die erzählten Familienereignisse fort. Wahrscheinlich hat jeder uns die jeweiligen skurrilen Typen in der Verwandtschaft. Und auch die Kindheit in der Provinz ähnelt sich offensichtlich in allen Bundesländern. Eine Erinnerung nach der anderen wurde durch das Buch geweckt. Ob nun die Auswirkungen der antiautoritären Erziehung, die dazu führten, dass ich einen so erzogenen Klassenkameraden einmal einlud und nie wieder, die Discowelle mit der entsprechenden Mode, über die ich lieber den Mantel des Schweigens lege, die leidigen Pakete an die Ostverwandtschaft, in die all die teuren Schokoladensorten gepackt wurden, die ich nie bekommen habe, die Anfänge des Feminismus… Frank Jöricke schreibt witzig, mit trockenem Humor, oft zum Schreien komisch, dabei aber nie abwertend. Einziger Nachteil: Der nervige Papierkram blieb liegen, weil ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte…

    Mehr
  • Rezension zu "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage" von Frank Jöricke

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    Leserrezension_2009

    Leserrezension_2009

    Eingereicht von berka: Zeitreise mit der Verwandtschaft Do 24.07. Am Tag als Obama die Siegessäule rockte erhielt ich ein Päckchen von der WAZ: ein nicht mehr erwartetes Rezensionsexemplar von 'Frank Jöricke - Mein liebestoller Onkel,mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage.' Wenn ich den Titel sauber abtippe, bin ich ja schon halb fertig mit dem Rezensieren. Schrill: früher sahen die Cover von Simmel-Romanen so ähnlich aus. Fr 25.07. Am Tag als deutscher Fußball drittklassig debütierte traf ich den Autor im Internet an und erwähnte beiläufig mein Vorhaben. Er forderte eine Lobeshymne oder einen Verriss. Klar: lauwarm mag ich auch nicht. Mal sehen. Sa 26.07. Am Tag als Dortmund fast im Regen versank fand ich endlich Zeit zum Lesen. Jedes Kapitel ist einem Jahr zugeordnet und beginnt fast immer mit 'Am Tag als' (na sowas ;) ). Herausragende Ereignisse und Trends werden mit der fiktiven Familie des Autors in Zusammenhang gebracht. Die Ereignisse sind oft so durchgeknallt, dass die Handlung fiktiv sein muss. Autobiographisches schimmert aber durch, scheint mir. So 27.07. Am Tag als schon wieder ein Spanier im gelben Hemd über die Champs Elysees radelte war ich in den Siebzigern angekommen. Und man merkt, daß der Autor (Jahrgang 67) in zunehmendem Maße Ereignisse aus eigener Erinnerung schildert. Er formuliert originell und präzise, was vielleicht auch mit seiner Zeit als Werbetexter zu tun hat. Mo 28.07. Am Tag als ein Berliner Innensenator mitten im Sommerloch den dicken Pullover herausholte fand ich mich schon mitten in den 80ern und hatte mich noch nicht gelangweilt. Dafür sorgen relativ kurze Kapitel. Wissenswertes im Nebensatz: 1984 heißt so weil Orwell 1948 einfach die Zahlen vertauscht hat. 1988 muss ein besonderes Jahr gewesen sein, denn es beginnt ohne "Am Tag als". Di 29.07. Am Tag als das Bodenpersonal die Kontrolle über die Lufthansa übernahm setzte ich in den 90ern zur Landung an. Der Autor entdeckt 'mal eben' Guildo Horn (wohl mit realem Hintergrund) und startet dann swingend seine Werbekarriere. Die Figuren sind einem inzwischen ans Herz gewachsen: man versteht die Mutter und leidet mit dem Vater bei der Trennung der Eltern, einige Trauerfälle lassen sich nicht vermeiden. Mi 30.07. Am Tag als in deutschlen Eckkneipen die Aschenbecher wieder hervorgeholt wurden, erreichte ich den Nachspann. Im Schnelldurchlauf lässt Jöricke völlig ohne seine Verwandtschaft die Jahre nochmal Revue passieren, mit kurzen Kommentaren und anregenden Links zu weiterführenden Seiten (strichacht.de habe ich aber nicht gefunden), Büchern und anderen Medien. Bei all dem schaut einem gelegentlich Ex-Astronaut Pete Conrad über die Schulter, ehemals dritter Mensch auf dem Mond und entfernter Verwandter von Frank Jöricke.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage" von Frank Jöricke

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    Aveleen

    Aveleen

    26. June 2009 um 17:39

    Ein Buch das man gerne in seinem Schrank hat. Nicht nur die Optik ist toll. Der Inhalt ist so humorvoll, dass ich immer wieder lachen musste.
    Schräge Charaktere. Witzige Story. Gute Idee.

  • Rezension zu "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage" von Frank Jöricke

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    andreadressler

    andreadressler

    23. February 2009 um 19:28

    Eine recht nette Unterhaltungslektüre ,die man wärmstens weiter empfehlen kann!

  • Rezension zu "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage" von Frank Jöricke

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    02. January 2009 um 18:02

    Das erste Buch von Frank Jöricke - Mein liebestoller Onkel.....- hat mir recht gut gefallen. Zum Schluss war ich geneigt dem Buch 4 Sterne zu geben, habe mich jedoch am Ende für 3 Sterne entschieden. Das Buch besteht aus 37 Kapiteln die jeweils für 1 Jahr stehen. Den Anfang macht das Jahr 1967, das Ende das Jahr 2003. In den Kapiteln sind immer geschichtliche Ereignisse mit den privaten Geschehnissen verknüpft. Einfach herrlich: z.Bsp. " In der Woche, als meine Mutter zu R.C zog, verklagten Alice Schwarzer und Inge Meysel den Stern wg. sexistischer Titelbilder". Fast alle Kapitel fangen mit so einer Verknüpfung an und sind oft sehr humorvoll und haben mich zum lachen gebracht. Leider sind aber die Kapitel immer genau dort am Ende wo man am neugierigsten ist und gern mehr erfahren möchte. Dann wiederum sind Kapitel die nicht allzu spritzig sind zu lang und dehnen das ganze nur unnötig in die Länge. Nach 2003, dem Ende des Romans hat Jöricke noch einmal alle Jahre kurz zusammen gefasst und bietet dem Leser zu den jeweiligen Themen noch Links, Bücher, Filme und und und zum Weiter - Nachlesen an.

    Mehr
  • Rezension zu "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage" von Frank Jöricke

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    sabrinacremer

    sabrinacremer

    12. October 2008 um 09:27

    Eine sehr kurzweilige Zeitreise durch die Geschichte mit der Verwandtschaft. Sehr humorvoll. Der Schreibstil von F. Jöricke ist toll. Das Buch ist unterhaltsam und keinen Moment langweilig.
    Ich bitte auch um mehr! :-)

  • Rezension zu "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage" von Frank Jöricke

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    berka

    berka

    25. July 2008 um 20:02

    Zeitreise mit der Verwandtschaft Do 24.07. Am Tag als Obama die Siegessäule rockte erhielt ich ein Päckchen von der WAZ: ein nicht mehr erwartetes Rezensionsexemplar von 'Frank Jöricke - Mein liebestoller Onkel,mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage.' Wenn ich den Titel sauber abtippe, bin ich ja schon halb fertig mit dem Rezensieren. Schrill: früher sahen die Cover von Simmel-Romanen so ähnlich aus. Fr 25.07. Am Tag als deutscher Fußball drittklassig debütierte traf ich den Autor im Internet an und erwähnte beiläufig mein Vorhaben. Er forderte eine Lobeshymne oder einen Verriss. Klar: lauwarm mag ich auch nicht. Mal sehen. Sa 26.07. Am Tag als Dortmund fast im Regen versank fand ich endlich Zeit zum Lesen. Jedes Kapitel ist einem Jahr zugeordnet und beginnt fast immer mit 'Am Tag als' (na sowas ;) ). Herausragende Ereignisse und Trends werden mit der fiktiven Familie des Autors in Zusammenhang gebracht. Die Ereignisse sind oft so durchgeknallt, dass die Handlung fiktiv sein muss. Autobiographisches schimmert aber durch, scheint mir. So 27.07. Am Tag als schon wieder ein Spanier im gelben Hemd über die Champs Elysees radelte war ich in den Siebzigern angekommen. Und man merkt, daß der Autor (Jahrgang 67) in zunehmendem Maße Ereignisse aus eigener Erinnerung schildert. Er formuliert originell und präzise, was vielleicht auch mit seiner Zeit als Werbetexter zu tun hat. Mo 28.07. Am Tag als ein Berliner Innensenator mitten im Sommerloch den dicken Pullover herausholte fand ich mich schon mitten in den 80ern und hatte mich noch nicht gelangweilt. Dafür sorgen relativ kurze Kapitel. Wissenswertes im Nebensatz: 1984 heißt so weil Orwell 1948 einfach die Zahlen vertauscht hat. 1988 muss ein besonderes Jahr gewesen sein, denn es beginnt ohne "Am Tag als". Di 29.07. Am Tag als das Bodenpersonal die Kontrolle über die Lufthansa übernahm setzte ich in den 90ern zur Landung an. Der Autor entdeckt 'mal eben' Guildo Horn (wohl mit realem Hintergrund) und startet dann swingend seine Werbekarriere. Die Figuren sind einem inzwischen ans Herz gewachsen: man versteht die Mutter und leidet mit dem Vater bei der Trennung der Eltern, einige Trauerfälle lassen sich nicht vermeiden. Mi 30.07. Am Tag als in deutschlen Eckkneipen die Aschenbecher wieder hervorgeholt wurden, erreichte ich den Nachspann. Im Schnelldurchlauf lässt Jöricke völlig ohne seine Verwandtschaft die Jahre nochmal Revue passieren, mit kurzen Kommentaren und anregenden Links zu weiterführenden Seiten (strichacht.de habe ich aber nicht gefunden), Büchern und anderen Medien. Bei all dem schaut einem gelegentlich Ex-Astronaut Pete Conrad über die Schulter, ehemals dritter Mensch auf dem Mond und entfernter Verwandter von Frank Jöricke.

    Mehr
  • Rezension zu "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage" von Frank Jöricke

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    Bernhard

    Bernhard

    23. June 2008 um 17:29

    Die witzige Idee, gesellschaftliche Ereignisse mit persönliche Katastrophen zu verbinden hat, sich nach den ersten Zwei Geschichten aufgebraucht. Neuigkeiten, persönliche Sichtweisen nicht vorhanden.

  • Rezension zu "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage" von Frank Jöricke

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    Bonito

    Bonito

    23. June 2008 um 11:47

    Sehr unterhaltsam, ein Rückblick in die Deutsche Geschichte.

  • Rezension zu "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage" von Frank Jöricke

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    Nici

    Nici

    10. June 2008 um 19:44

    Sehr cooles Buch - jedes Kapitel beleuchtet [manchmal mit einem fast grausamen Humor] ein Jahr im Leben des Protagonisten - welcher in Personalunion auch Autor des Werkes ist. Grad für Junge und solche dies noch mal sein wollen ein sahniger Einstieg in flockige GEschichtsbetrachtung, manchmal fehlen die leisen Töne, die HUmor für mich erst so richtig wertvoll machen

  • Rezension zu "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage" von Frank Jöricke

    Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Baggage
    Kossi

    Kossi

    20. May 2008 um 18:05

    Endlich hat mal jemand in sehr humorvoller Art eines geschafft: Eine Mischung aus den geschichtlichen Begebenheiten der Jahre 1967 bis 2003 und der Schilderung einer ziemlich normalen Reihenhausfamilie, in der sich mit Sicherheit viele Leser wiedererkennen werden. Dank des Autors durfte ich persönlich mich an Dinge erinnern, wie den ersten Spanienurlaub 1975, an Boris Beckers ersten Sieg in Wimbledon, an die Anfänge von Michael Jackson und und und.... als Kind der 69er war ich eben dabei! Würde mich jemand nach der Schreibweise von Herrn Jöricke fragen, so würde ich sie als charmant lustig, leicht gepfeffert, trocken, rasant und vor allem sehr gut gewählt beschreiben. Bei den Sexszenen (ja, die gab es tatsächlich auch!) nahm er nur ein ganz kleines Blatt vor den Mund, wobei er dabei eine sehr charmante Art und Weise hat, sie verblümt darzustellen, ohne dabei irgendwie "billig" oder "kitschig" zu wirken. Mir kam es fast vor, als würde er mit seinen Worten flirten und sehr oft zwinkert er dem Leser mit seinen Sätzen auch zu. Ich habe an soooo vielen Stellen dieses Buches laut lachen müssen. Das kenne ich sonst nur von lustigen Frauenbüchern, aber auch von Tommy Jaud und Sven Regener. Und gerade mit den beiden würde ich Herrn Jöricke, rein humoristisch gesehen, sehr gerne auf eine Stufe stellen. Es ist mir sehr leicht gefallen, das Buch recht zügig zu verschlingen. Zwei Nächte mit Herrn Jöricke und die Welt ist für mich in Ordnung ;-) Von Kapitel zu Kapitel (die übrigens sehr kurz gehalten sind, was mir persönlich sehr gefällt), wuchs die Neugier und die Lust auf "mehr". Und das bekam ich! Ich fand es äußerst witzig, dass die Kapitel am Ende immer noch einen "Cliffhanger" hatten, bei dem man einfach schmunzeln mußte. Wenn mich die Schuldirektoren dieser Welt um meine Meinung fragen würden, dann würde ich sagen, dass dieses Buch mal anstatt der langweiligen Geschichtsbücher in den Schulen als Pflichtlektüre ausgegeben werden sollte. SO würde lernen doch wenigstens Spaß machen!! Leider ist es (bisher) das einzige Buch des Autors, aber ich hoffe und bete, dass es nicht das letzte sein wird. Herr Jöricke: Ich brauch mehr von Ihnen und möchte gern noch weitere Nächte mit Ihnen verbringen ;-) Und ja, ich fand es am Ende des Buches schade, dass es schon zu ende war.

    Mehr
  • weitere