Frank König Ein Chefarzt klagt an

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Inhaltsangabe zu „Ein Chefarzt klagt an“ von Frank König

»Effiziente Patientenverwertung« und Profitgier sind in immer mehr Kliniken zum Alltag geworden. Heilkunst und Wirtschaftlichkeit werden nicht vernünftig miteinander verknüpft. Vielmehr werden sie systematisch und zum Teil in kriminell anmutender Weise gegeneinander ausgespielt. Die Folgen und Nebenwirkungen sind für Kranke und das medizinische Personal gleichermaßen verheerend. Erstmals bricht ein leitender Arzt das Schweigen, nimmt die Leser mit hinter die Kulissen seiner täglichen Arbeit und enthüllt den ganz normalen Wahnsinn in der Gesundheitsindustrie.

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  • Rezension zu "Ein Chefarzt klagt an" von Frank König

    Ein Chefarzt klagt an
    Babscha

    Babscha

    10. January 2010 um 00:13

    Was für ein dümmlicher Buchtitel und was für ein Buch dahinter! Nachdem der Autor einige Jahre als Oberarzt der Abteilung für depressive Erkrankungen in einer Universitätsklinik arbeitet, erhält er überraschend das Angebot, in einer süddeutschen Rehabilitationsklinik für Orthopädie und Psychiatrie die Stelle des Chefarztes der Psychosomatik zu übernehmen. Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann. Schon nach kurzer Zeit jedoch muss er feststellen, dass Eigentümer und Klinikleitung in einem bewusst geschürten Umfeld von Neid, Denunziation und Missgunst ausschließlich an betriebswirtschaftlichen Belangen, also einer möglichst hohen Auslastung der Klinik, interessiert sind und dies ohne jede Rücksicht auf medizinische Notwendigkeiten und Patientenbelange mit eiserner Faust und teils fragwürdigen Methoden durchsetzen. Auf allen Ebenen werden Mitarbeiter in einer Atmosphäre permanenter Angst um den Arbeitsplatz gnadenlos ausgebeutet, und, sofern sie die gesteckten unrealistischen Zielvorgaben nicht erfüllen oder sonst in irgendeiner Form unliebsam werden, denunziert und von heute auf morgen entlassen. Hin- und hergerissen zwischen seinem ärztlichen Auftrag, der Verantwortung für seine Mitarbeiter und der Unmöglichkeit, mit völlig unzureichenden Ressourcen die unter teils offener Bedrohung eingeforderten Ziele seiner Vorgesetzten zu erfüllen, sieht auch der Autor zu guter Letzt und bei eigener massiv angeschlagener Gesundheit keinen anderen Ausweg mehr als die Eskalation und die Trennung von seinem Arbeitgeber. Er lebt heute als Freiberufler. Mit der Schilderung seiner hier mutig zu Papier gebrachten schier unglaublichen Erlebnisse als Chefarzt einer Rehaklinik gewährt der Autor in seinem hochinteressanten, kompetent und sehr persönlich geschriebenen Buch dem Leser tiefe Einblicke in die harte realistische Alltagswelt des deutschen Klinikwesens, in der offensichtlich der Profit über alles geht. Ebenso möchte er sein Werk als Denkanstoß für ein erstrebenswertes und besseres Miteinander aller Beteiligten vor allem zum Wohl der Patienten verstanden wissen und zeigt hierfür viele gute Denkanstöße auf. Lesenswert!

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