𝐖𝐎𝐑𝐔𝐌 𝐆𝐄𝐇𝐓 𝐄𝐒?
Mitten in der Vorweihnachtszeit beginnt ein wahrer Albtraum für Reisende: In einem Bus wird ein herrenloser Koffer entdeckt.
Der Inhalt ist grauenhaft, eine abgetrennte Hand und ein Fuß.
Kurz darauf taucht in einer anderen Stadt ein weiterer Koffer mit ähnlichem Inhalt auf.
Beigefügt ist jedes Mal eine hämische Notiz: „Ich packe meinen Koffer und auf die Reise geht...“.
Kommissar Olav Thorn muss sich mit Kollegen aus anderen Städten zusammentun, um die makabere Mordserie zu stoppen, bevor der nächste Koffer gepackt wird.
𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Die Grundspannung: Frank Kodiak (alias Andreas Winkelmann) liefert hier einen handwerklich wirklich soliden Thriller ab, der durchgehend spannend bleibt.
• Kurze Kapitel: Die knackige Struktur sorgt für ein ordentliches Tempo innerhalb der Szenen.
• Der Final-Twist: Die Auflösung am Ende war für mich absolut stimmig und hatte, passend zum Kofferinhalt, im wahrsten Sinne des Wortes „Hand und Fuß“.
𝐖𝐀𝐒 𝐌𝐈𝐑 𝐖𝐄𝐍𝐈𝐆𝐄𝐑 𝐆𝐔𝐓 𝐆𝐄𝐅𝐈𝐄𝐋:
• Überladener Start: Wie so oft bei Winkelmann starten auch hier zwei vermeintlich unterschiedliche Fälle parallel. Das bedeutet: Zwei komplette Ermittlungen mit zwei verschiedenen Teams.
• Zuviele Charaktere: Für mein Empfinden ist das gerade am Anfang einfach zu viel, wenn man eigentlich sanft in die Story starten möchte. Man verliert durch die Masse an Personen schnell den Überblick.
• Der „Slow-Burn“-Effekt: Obwohl es spannend ist, brauche ich für seine Bücher erstaunlich lange. Ich glaube, dieses ständige Puzzeln und Sortieren der Personen verhindert, dass der Funke zu 100% überspringt und ich richtig warm mit der Erzählung werde.
𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓:
Mit 3,75 von 5 Sternen ist „Das Fundstück“ ein solider Thriller.
Wer Winkelmanns Stil und komplexe Personenkonstellationen liebt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.
Für mich war es eine spannende Leseerfahrung für zwischendurch, die mich aber aufgrund der vielen Charaktere nicht vollends packen konnte.


















