Nummer 25

von Frank Kodiak 
4,0 Sterne bei43 Bewertungen
Nummer 25
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Positiv (32):
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Es ist ein genialer Roman mit tollem Kopfkino.

Kritisch (3):
S

Das Buch war ziemlich langatmig und voraussehbar, außerdem sind die Charactere ziemlich langweilig und unsympathisch.

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Inhaltsangabe zu "Nummer 25"

Psychopath gegen Psychopath: ein nervenzerrender Thriller, ein unerbittliches Duell auf Leben und Tod.

Der Schriftsteller Andreas Zordan ist Dauergast auf den Bestsellerlisten. Die riesige Fangemeinde kann nicht genug kriegen von seinen Thrillern. Nichts bereitet Zordan mehr Freude als das detailgenaue Beschreiben ausgefallener Tötungsmethoden. Das gelingt dem Einzelgänger nur, weil er sich selbst für einen Psychopathen hält. Er ist kontaktscheu, meidet andere Menschen und lebt einsam in einem ehemaligen Forsthaus im Wald. Er weiß: Würde er nicht in seinen Büchern töten, müsste er auf die Realität ausweichen.
Als er eines Morgens im Garten die übel zugerichtete Leiche eines Mädchens im Teenageralter findet, meldet er es nicht der Polizei, sondern lässt sich auf ein Psychoduell mit einem Mörder ein, der ihn offenbar herausfordert. Und muss erkennen, dass er selbst weit entfernt ist von dessen kaltblütiger Grausamkeit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426520093
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:03.07.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 11.01.2018 bei Audible Studios erschienen.

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    NicolePvor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Es ist ein genialer Roman mit tollem Kopfkino.
    Nummer 25

    Der erfolgreiche, aber kontaktscheue Autor Andreas Zordan lebt zurückgezogen in einem ehemaligen Forsthaus. Die Fans lieben seine Thriller, in denen Zordan die Opfer auf ungewöhnliche Weise sterben lässt. Laut eigener Angabe könne er nur deswegen so gut über Psychopathen schreiben, weil er selbst einer sei. Eines Tages findet er in seinem Garten die Leiche einer jungen Frau. Zordan lässt den Körper verschwinden, denn „Nummer 25“ droht, ein weiteres Mädchen umzubringen, wenn er zur Polizei geht. Greta Weiß soll den Autor für ihre Zeitschrift interviewen und gerät mitten in die Auseinandersetzung zwischen Zordan und „Nummer 25“.

    Was für eine gelungene Geschichte! Von Beginn an fesselt dieses Buch den Leser und lässt ihn nicht mehr los. Gemeinsam mit Greta entdeckt man, dass Zordan gerne damit spielt, sich nach außen als Psychopathen darzustellen. Dies gelingt ihm auch sehr gut.

    Der Charakter des Andreas Zordan ist für den Leser genauso ein Rätsel wie für Greta. Beide Hauptfiguren sind gut ausgearbeitet, und auch „Nummer 25“ kommt beim Leser an. Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite. Sehr gute Wendungen, Einblicke in die Tätergedanken und Ausschnitte aus Zordans Thrillern sorgen dafür, dass das Buch viel zu schnell ausgelesen ist.

    Hinter dem Pseudonym „Frank Kodiak“ verbirgt sich Andreas Winkelmann. Durch seinen guten Schreibstil ist das Lesen dieser sehr guten Geschichte ein Vergnügen. „Nummer 25“ hat mich überrascht, und das ist nicht einfach. Es ist ein genialer Roman mit tollem Kopfkino.

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    MikkaGs avatar
    MikkaGvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Interessant fand ich besonders, wie sich der Autor mit seinem eigenen Genre und dessen Fans auseinander setzt.
    Psychopath gegen Psychopath

    Thrillerautor Andreas Winkelmann schreibt unter seinem Pseudonym ‘Frank Kodiak’ über Thrillerautor Andreas Zordan. Der Vorname ist sicher nicht zufällig gewählt – da fragt man sich als Leser, wie viel des fiktiven Andreas im echten Andreas steckt. (Man kann für dessen Freunde und Familie nur hoffen: wenig bis gar nicht.)

    Ich hatte zuvor noch kein Buch des Autors gelesen, weder unter seinem Klarnamen noch unter seinem Pseudonym, und war dementsprechend gespannt. Das erste Kapitel ließ mich jedoch Ungutes erahnen:

    Das Buch steigt direkt ein mit einer Folterszene, und das in einer Sprache, die außer dem Schockfaktor wenig zu bieten hat. Ich sah mich das Buch im Geiste schon in den nächsten öffentlichen Bücherschrank stellen. Aber dann stellt sich heraus: Ach so, das ist gar keine Vorschau auf spätere Ereignisse in “Nummer 25” – es ist ein Auszug aus dem neusten Manuskript von Andreas Zordan.

    Dem ist klar, dass es Menschen gibt, die seine Bücher abartig und grenzwertig finden, aber das ist ihm schnurzegal. Denn die Leser, die seine Thriller zu Bestsellern machen, wollen genau das: je schockierender, desto besser.

    Darin liegt für mich eine der großen Stärken des Thrillers: Andreas Winkelmann hinterfragt das Thrillergenre, insbesondere das Subgenre Hardore, und die Erwartungen der Leser. Das ein oder andere Kapitel endet in genau der Art von Cliffhanger, die mich normalerweise genervt aufstöhnen lässt – voller aufgebauschtem Drama, das ein paar Seiten später in sich zusammenfällt. Aber hier gehört das zum Spiel mit den Erwartungen, und das ist in meinen Augen sehr clever.

    Winkelmann ist nicht der erste Autor, der sein eigenes Genre thematisiert und eine düstere Verbindung zwischen Autor und Pseudonym andeutet, das hat Stephen King schon 1989 mit “Stark – The Dark Half” getan. Dennoch ist “Nummer 25” originell und einfallsreich, und als Leser fragt man sich bis zum bitteren Ende:

    Ist Andreas Zordan ein Psychopath? Und wenn er einer ist: ist auch der Psychopath, der das Mädchen getötet hat? (Es gibt mehrere Anwärter.) Ich habe meine Meinung im Laufe des Buches mehrfach geändert, denn es gibt einige drastische Wendungen. Der Spannungsbogen steigt auf einem hohen Level ein und lässt dann kaum einmal nach; man weiß nie, aus welcher Ecke die Bedrohung kommt.

    Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei Charaktere: Andreas Zordan und die Journalistin Greta Weiß, die ihn eigentlich nur interviewen will und stattdessen hineinrutscht in eine Mordermittlung auf eigene Faust.

    Zordan ist alles andere als sympathisch. Psychopath oder nicht, er ist arrogant, selbstherrlich und aggressiv. Im Mittelteil des Buches fand ich ihn manchmal zu eindimensional, dennoch wollte ich immer wissen, wie es mit ihm weitergeht.

    Greta Weiß ist im Gegensatz zu ihm eine Frau, mit der man sich identifizieren kann. Sie ist ehrgeizig und bereit, für eine Story einiges zu tun, vor allem aber ein guter Mensch. Sie will ihre Titelstory, klar – aber sie will auch Gerechtigkeit für das tote Mädchen, und vor allem keine weiteren Opfer. Gelegentlich ist sie für eine Journalistin meines Erachtens allerdings zu naiv.

    Der Schreibstil ist schnörkellos und bringt die Dinge auf den Punkt. Für diese Geschichte passt das wunderbar, obwohl mir der Stil normalerweise zu einfach wäre. Interessant fand ich, dass sich der Stil in den Auszügen der Manuskripte von Andreas Zordan tatsächlich von dem im restlichen Buch unterscheidet.

    Als Buchbloggerin musste ich mehr als einmal schmunzeln, denn Zordan hält nicht viel von uns:

    Zitat:
    ‘Schon gar nicht brauchte er das, was die Leser heutzutage Rezensionen nannten. Flache, inhaltsleere Meinungen, die nichts anderes waren als Selbstdarstellung. Die Mittelmäßigen hielten es nur schwer aus in ihrer Bedeutungslosigkeit.’

    Na dann.

    FAZIT
    Thrillerautor Andreas Zordan findet die Leiche eines Mädchens in seinem Garten. Da sie exakt so hergerichtet wurde, wie er es in seinem letzten Bestseller beschrieb, mit Materialien aus seinem eigenen Schuppen, ruft er nicht die Polizei – die würde ihn sicher als Hauptverdächtigen sehen.

    Stattdessen lässt sich der Autor, der davon überzeugt ist, selber ein Psychopath zu sein, auf einen Zweikampf mit seinem mörderischen Stalker ein.

    Die Geschichte ist spannend und voller Wendungen, interessant fand ich aber vor allem, wie sich der Autor mit seinem eigenen Genre und dessen Fans auseinander setzt.

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    Jan_Goghs avatar
    Jan_Goghvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Grundidee und zwei Charaktere, die Spaß machen. Aber für einen Thriller zu seicht mit enttäuschendem Ende
    Ähnelt eher einem Krimi, denn einem Thriller

    Ein Autor von Psychothrillern, der von sich selbst behauptet, ein Psychopath zu sein.

    Ein echter Psychopath der den Schriftsteller herausfordert, indem er nach Vorlage seiner Romane mordet.

    Eine ehrgeizige junge Journalistin, die bei dem Versuch ein Interview mit dem Schriftsteller zu bekommen, zwischen die Fronten gerät.


    Der Schriftsteller Andreas Zordan lebt zurückgezogen in einem abgeschiedenen Haus und meidet jeglichen Menschenkontakt und Interviews mit Journalisten. Gerade als er eines Tages in seinem Garten die Leiche eines jungen Mädchens entdeckt, das nach der Vorlage seines Bestsellers getötet wurde, taucht die junge Journalistin Greta Weiß auf, die unbedingt ein Interview mit dem mysteriösen Autor möchte. Andreas kann sie davon überzeugen, dass er unschuldig ist und ein Psychopath in herausfordern möchte. Er überredet sie dazu, nicht die Polizei zu rufen und ihm dabei zu helfen, den Mörder zu finden. Als Gegenleistung verspricht er ihr ein Interview und die Story ihres Lebens.


    Die Grundidee der Story ist interessant und über weite Teile des Buches konnte auch der Spannungsbogen hoch gehalten werden. Die Charaktere der zwei Protagonisten Andreas und Greta mochte ich besonders. Es machte echt Spaß, sie durch das Verwirrspiel, das Kodiak aufgebaut hat, hindurch zu beobachten und ihre Handlungen und Dialoge zu verfolgen.


    Das wars aber leider schon, was es zu den guten Seiten des Buches zu sagen gibt. Für einen Thriller ist es, für meinen Geschmack, zu seicht und die Morde zu wenig originell. Es ähnelt daher eher einem Krimi, als einem echten Thriller, der schockieren möchte. Die größte Kritik muss man leider dem Ende des Buches zuschreiben. Ein enttäuschendes Ende á la Hollywood und zu vorhersehbar. Auch da hätte ich mir mehr Thriller-Nervenkitzel erwartet.


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    MissNorges avatar
    MissNorgevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Guter Ansatz der Story, aber ab der Mitte sehr vorhersehbar ...
    Gedanken eines Autors

    Kurz zur Geschichte
    (lt. Seite des Autors)
    Der Schriftsteller Andreas Zordan ist Dauergast auf den Bestsellerlisten. Die riesige Fangemeinde kann nicht genug kriegen von seinen Thrillern. Nichts bereitet Zordan mehr Freude als das detailgenaue Beschreiben ausgefallener Tötungsmethoden. Das gelingt dem Einzelgänger nur, weil er sich selbst für einen Psychopathen hält. Er ist kontaktscheu, meidet andere Menschen und lebt einsam in einem ehemaligen Forsthaus im Wald. Er weiß: Würde er nicht in seinen Büchern töten, müsste er auf die Realität ausweichen.
    Als er eines Morgens im Garten die übel zugerichtete Leiche eines Mädchens im Teenageralter findet, meldet er es nicht der Polizei, sondern lässt sich auf ein Psychoduell mit einem Mörder ein, der ihn offenbar herausfordert. Und muss erkennen, dass er selbst weit entfernt ist von dessen kaltblütiger Grausamkeit.

    Meine Meinung

    Den Anfang des Thrillers fand ich gelungen und kurz vor der Mitte ahnte ich irgendwie, wie es bestimmt enden könnte. So kam es dann auch. Zwar wurden kurz vorher noch einige Wendungen und Verbindungen eingebaut, um mich in die Irre zu führen, aber es nützte nichts. Durch diesen Aspekt ist der Plot ab und an ein wenig vorhersehbar geworden, wodurch einiges an Spannung flöten ging. Am interessantesten fand ich den Hauptcharakter Andreas Zordan. Er ist ein Thriller-Autor und muss sich nun, in seinem Privatleben, mit den Mordmethoden aus seiner "Phantasie" auseinandersetzen. Schrecklich lustig fand ich den erwähnten Gedanken, das ein Autor eine Buch-Bloggerin ermorden könnte, weil sie seine Bücher nicht gut genug bewertet. Passend zur Story fand ich die Umgebung gewählt. Zordan lebt außerhalb eines kleinen Ortes auf einem Hügel, mitten im Wald. Ein großer Stein schützt die direkte Zufahrt zu seinem Haus und weit und breit ist kein Nachbar. Ansonsten muss ich sagen, ein Buch welches einen interessanten Ansatz hatte (Autor ist so irre, wie die Charaktere in seinen Thrillern), aber als ich den Schluss ahnte, war ich etwas enttäuscht. Ok, kein Autor kann das Rad neu erfinden, aber ab und an möchte ich gerne nochmal überrascht werden beim Lesen.

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    Pokerfaces avatar
    Pokerfacevor einem Jahr
    Nummer 25

    Zum Buch:

    Der Schriftsteller Andreas Zordan ist Dauergast auf den Bestsellerlisten. Die riesige Fangemeinde kann nicht genug kriegen von seinen Thrillern. Nichts bereitet Zordan mehr Freude als das detailgenaue Beschreiben ausgefallener Tötungsmethoden. Das gelingt ihm nur, weil er sich selbst für einen Psychopathen hält. Er ist kontaktscheu, meidet andere Menschen und lebt einsam in einem ehemaligen Forsthaus im Wald. Er weiß: Würde er nicht in seinen Büchern töten, müsste er auf die Realität ausweichen. Als er eines Morgens im Garten die übel zugerichtete Leiche eines Mädchens im Teenageralter findet, meldet er es nicht der Polizei, sondern lässt sich auf ein Psychoduell mit einem Mörder ein, der ihn offenbar herausfordert. Und muss erkennen, dass er selbst weit entfernt ist von dessen kaltblütiger Grausamkeit.

    Meine Meinung:

    Leider konnte mich das Buch nicht abholen. Überhaupt nicht. Ich habe mich durch die erste Hälfte des Buches kämpfen müssen. Ja, ich habe es zu Ende gelesen, aber nein, ich fand es nicht gut. Ich wollte einfach nicht abbrechen.

    Eigentlich sind Thriller ja genau meins. Aber dieser - ich kann noch nicht einmal genau sagen, warum mich das Buch nicht erreichen konnte.

    Vieles fand ich nahezu phantastisch und aufgesetzt. Vieles war mir einfach zu sehr durchschaubar.

    Mit dem Charakter der Journalistin Greta bin ich nun überhaupt nicht warm geworden. Die hübsche Frau, die verblüffende Ähnlichkeit mit Helene Fischer hat und ständig versucht, gegen eine Männerdomäne anzukämpfen und sich nicht auf ein Sexualobjekt reduzieren zu lassen, oder als Dummchen dazustehen. Und sich schon gar nicht verniedlichen lassen will. Das heißt im Klartext: Kosenamen wie "Schätzchen" gehen bei ihr gar nicht. Ich denke, dass man heute gut aussehen kann und sich trotzdem Respekt verschaffen kann. Sicher hat man immer und überall mit etwaigen Vorurteilen zu kämpfen, aber man kann sich auch in Sachen hineinsteigern. Und wenn man so vehement kämpft wie Greta, dann denke ich nicht, dass man dann noch die "Vorteile" gezielt einsetzt, um an Informationen zu kommen. Das ist der Widerspruch schlechthin. Konnte mich nicht überzeugen, hat mich eher genervt.

    Die Todesarten im Buch sind ziemlich heftig beschrieben und man muss das schon vertragen können. Trotzdem, wie ich schon einmal in einer Rezi geschrieben habe, viel Blut und viele Tote machen noch keinen guten Thriller aus.

    Ich musste mich wirklich stellenweise zwingen weiterzulesen. Ich fand das Buch einfach nicht spannend. Eher nervig. Zum Ende hin kam etwas Spannung auf, aber die durchschaubaren Charaktere haben meiner Meinung nach viel kaputt gemacht.

    Schade.

    Dabei bin ich doch Fan von Herrn Winkelmann.

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    Krimines avatar
    Kriminevor einem Jahr
    Ein Thriller, der tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt.

    Grausame Foltermethoden, literweise Blut und einzigartige Morde sind die Eckpunkte, auf die der Schriftsteller Andreas Zordan seine Thrillern baut, die ihn zu einem gefeierten Bestsellerautor werden ließen. Aber nicht nur die bildhaften Beschreibungen der sadistischen Taten seiner Killer heben ihn von den anderen Autoren seines Genres ab, auch sein Bekenntnis, dass er als Psychopath weiß, wovon er schreibt, lässt seinen Bekanntheitsgrad in die Höhe schnellen. Doch der Ruhm hat auch Schattenseiten und schon bald steht er mit einem toten Mädchen in seinem Backhaus da und mit einem unzurechnungsfähigen Mörder, der ihn herausfordern will.

    "Nummer 25" ist ein spannender und wendungsreicher Thriller, der mit einem undurchsichtigen Plot, einem rasanten Schreibstil und einer düsteren Hauptfigur zu fesseln versteht und mit einer jungen und unerfahrenen Journalistin, die dem schreibenden Monster gefährlich nahekommt. Denn als angehende Enthüllungsjournalistin lässt sich Greta Weiß auf ein Zusammentreffen mit dem neurotischen Schriftsteller ein und wird dadurch in sein Duell mit einem mehrfachen Mörder hineingezogen, das auch für sie lebensgefährliche Züge annimmt. Ein Kampf, dessen Ausgang bis zum Schluss offen ist und der an seinem Ende dem Leser eine ganz besondere Überraschung beschert.

    Der Erstling von Frank Kodiak, hinter dessen Identität kein anderer als der bekannte Schriftsteller Andreas Winkelmann steckt, ist erschreckend und faszinierend zugleich. Zwar hat der versierte Autor in seinem Thriller einige Klischees zur Anwendung gebracht, wie die abgelegene und düstere Hütte im Wald, den verschrobenen und sehr erfolgreichen Autor oder die bildschöne und naive Reporterin. Hat es aber gleichzeitig verstanden, daraus eine Geschichte zu ersinnen, die auf emotionaler Ebene gut funktioniert. So spürt der Leser förmlich die Unsicherheit und Angst, die regelmäßig um sich greift und das Nervenkostüm der Figuren bis zum Zerreißen spannt.

    Fazit:
    Ein gut konstruierter Thriller, der es wunderbar versteht, seine Leser stundenlang zu fesseln und der tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt.

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    Idefix040410s avatar
    Idefix040410vor einem Jahr
    Gelungener Thriller

    Der erfolgreiche Schriftsteller Andreas Zordan ist ein absoluter Einzelgänger und bezeichnet sich selbst als Psychopath. Er lebt in einem ehemaligen Forsthaus im Wald und meidet Menschen wie Katzen das Wasser. Zurückgezogen schreibt er Thriller, die auf den Bestsellerlisten landen und ziemlich abgefahren sind, was Tötungstmethoden angeht. Aber dafür lieben ihn seine Fans. Allerdings findet einer von ihnen wohl besonders Gefallen an Zordan, denn eines morgens findet dieser eine übel zugerichtete Mädchenleiche in seinem Garten. Statt aber die Polizei zu informieren, begibt er sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Ihm zur Seite steht die junge, aber noch unerfahrene Journalistin Greta Weiß, die von Zordan unbedingt ein Interview möchte, um in ihrer Kariere schnell voran zu kommen. Doch Greta muss schnell erkennen, dass Zordan ein gefährlicher und nicht zu unterschätzender Mensch ist und sie stellt sich die Frage, inwieweit sie ihm überhaupt glauben und vertrauen kann.

    Hinter dem Pseudonym Frank Kodiak versteckt sich kein geringerer Autor als Andreas Winkelmann – der schon zahlreiche Thriller erfolgreich veröffentlicht hat und bei Fans des Thriller-Genre kein Unbekannter ist. Dementsprechend freute ich mich auf dieses Buch. Auf fast 400 Seiten erwartet den Leser Spannung, Nervenkitzel, unerwartete Wendungen, falsche Fährten, ein mitreißender Plot und ein Ende, das es in sich hat und den Leser doch ein klein wenig verblüfft.

    Die Figuren sind gut ausgearbeitet, mit Zordan kann man sich als Leser eh nicht wirklich anfreunden, weil er ein von sich selbst überzeugter, arroganter Mensch ist, dem die Meinung anderer herzlich egal ist. Trotzdem passte genau das zu seinem Charakter. Fragt sich, wieviel Frank Kodiak in Andreas Zordan steckt?
    Greta Weiß ist eine Frau, die zwar weiß, was sie will, dabei aber doch noch unerfahren und etwas naiv ist. Manche ihrer Handlungen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.

    Leider fand ich, dass die Spannung in der Mitte des Buches ein wenig nachließ. Normalerweise lese ich Thriller in einem Rutsch durch, hier lag das Buch auch mal ein paar Tage im Regal. Die Kurve hat Frank Kodiak aber dann doch wiederbekommen, was Spannung angeht und gegen Ende des Buches konnte ich es dann auch nicht mehr aus der Hand legen.

    Für einen Pageturner hat „Nummer 25 “ nicht ganz gereicht, ich vergebe deshalb 4 von 5 Sternen.

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    NiliBine70s avatar
    NiliBine70vor einem Jahr
    Von Manipulationen und Klischees

    Inhalt:

    Andreas Zordan, seines Zeichens gefeierter Thriller-Autor, lebt ziemlich abgeschieden und ohne großen Außenkontakt in seiner Hütte und feilt dort an seinen brutalen Thrillern. Sehr deteilverliebt will er genau wissen, ob etwas auch wirklich funktioniert. Immerhin behauptet er von sich selbst, auch ein Psychopatz zu sein und hält deshalb alle auf Abstand.

    Doch dann findet er hinter seinem Haus die Leiche eines jungen Mädchens, welches genau wie in einem seiner größten Thriller beschrieben drapiert wurde und er muss zunächst feststellen, dass er wohl eine große Psychopathen-Ausnahme ist.

    Für ihn zu allem Überfluss taucht auch noch eine hartnäckige Reporterin auf und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

    Meine Meinung:

    Von Manipulationen und Klischees

    Sicher wusste ich, dass Frank Kodiak das Pseudonym von Andreas Winkelmann ist. Deswegen wollte ich das Buch auch unbedingt lesen. Und vor allem, als ich den Klappentext das erste Mal gelesen habe! Psychopathen unter sich! Genau meine Spielwiese! Und zu Beginn hatte ich auch wirklich einen Riesen“spaß“! Doch irgendwo so nach einem Drittel flachte das für mich etwas ab. Von der Idee her bin ich nach wie vor davon überzeugt, das hätte richtig gut funktionieren können. Aber nicht mit den Längen, die zum Teil für mich einfach unnötig waren. Schade...

    Witzig fand ich, dass die Reporterin ein Helene-Fischer-Double sein konnte. Darüber habe ich echt lachen müssen. Armes Mädel ;-) Immerhin hat man damit eine perfekte Vision von ihr vor Augen!

    Was Andreas Zorban angeht, hab ich auch eine gute Vorstellung, wie eigentlich von allem, was im Buch beschrieben wird. Atmosphäre, Örtlichkeiten, Personen, alles ist sehr gut dargestellt und nichts bleibt da diffus.

    Gerade was die Beschreibung des Andreas Zorban angeht habe ich mich zwischendurch gefragt, ist das so eine kleine Spitze gegen die allgemein schon mal durchsickernde Ansicht, Thriller-Autoren müssten alle selbst einen an der Klatsche haben? Spielt der Autor da mit den Klischees? Ich meine, allein die Tatsache, dass er unter einem Pseudonym schreibt, zielt für mich schon in die gleiche Schiene... auch, wie dieser Frank Kodiak dargestellt wird, bzw. sich selbst verkauft. Vielleicht löst Andreas Winkelmann das ja irgendwann mal auf ;-)

    Auf alle Fälle gibt es schon Thriller-Elemente, merkwürdige Figuren, brutale Morde, detailiert ausgeführte Mordmethoden...aber irgendwas fehlt mir persönlich denn doch, um mich komplett vom Hocker zu reißen. Die Idee ja, aber die Ausführung nicht sooo ganz. Man kann es gut lesen, aber es ist halt kein Kracher. Ich bin gespannt, ob da noch was nachfolgt von Frank Kodiak!

    Allerdings habe ich mich auch selbst schon hinterfragt. Vielleicht verstehe ich ihn ja auch nur nicht. Von daher kann ich eigentlich nur sagen, lest es selbst und bildet Eure eigene Meinung :)

    Fazit:

    Gut und flüssig zu lesender Thriller, nicht unbedingt was für Fans mit höheren Ansprüchen.

    Bewertung:

    4 von 5 Nilpferden

    Danke an Knaur für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

    © Sabine Kettschau/Niliversum

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    SillyTs avatar
    SillyTvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend und auf spezielle Art unterhaltsam
    Spannend und gelungen


    Thrillerautor Andreas Zordan ist ein sehr merkwürdiger Zeitgenosse, denn er lebt allein in einem Haus im Wald. Mit den Bewohnern des Dorfes mag er nichts zu tun haben und auch sonst ist er kein Freund anderer Menschen. Von sich selber behauptet er, dass er ein Psychopath sei und nur das Schreiben über Taten ihn davon abbringt, diese selbst auszuführen. Doch eines Tages hängt die Leiche einer jungen Frau in seinem Garten an einem Baum, mit Eisenhaken durch die Augen aufgehangen. Ein Szenario, das Zordan nicht fremd ist, denn genau das hat er in einem Buch beschrieben. Anstelle das er den Fall der Polizei meldet, vergräbt er die Leiche in einem Wald und lässt sich auf ein perfides Spiel mit dem Täter ein, der Zordan erkennen lässt, dass er noch weit entfernt ist von einer gewissen Kaltblütigkeit.
    Meine Meinung:
    Ich mag die Thriller aus der Feder von Andreas Winkelmann, oder hier in diesem Fall von Frank Kodiak und dementsprechend neugierig wurde ich auf dieses Buch. 
    Durch den sehr flüssigen und gut verständlichen Schreibstil fängt der Autor, soll ich ihn Winkelmann oder Kodiak nennen?, den Leser recht schnell ein. Das Buch lässt sich somit sehr leicht und auch schnell lesen, denn schon bald befindet man sich mitten im Spiel, dass der wahre Psychopath der Geschichte mit dem Autor der Geschichte treibt. Ein bisschen schmunzeln muss ich hier durchaus, wenn ich über den Autor Andreas im Buch lese, Andreas Winkelmann - Andreas Zordan - das brachte mich immer wieder dazu, darüber nachzudenken, wie der Herr Winkelmann denn wirklich tickt. Nein, ist natürlich nur ein Scherz und ich glaube, der Herr Winkelmann spielt hier ein kleines bisschen mit seinem Leser. Nichts desto trotz fand ich genau das immer wieder erheiternd, auch wenn es eigentlich ein sehr grausiges Werk ist, dass ich in den Händen hielt. Na ja, was bin ich auch für ein Mensch, dass ich mich an solch grausigen Schilderungen wie in einem Thriller, ergötzen kann. ;)
    Die Spannung ist recht schnell gegeben und beim Einstieg zeigt Winkelmann einmal mehr, wie gut er es schafft, dem Leser seine Bilder der Geschichte anschaulich darzustellen. Die Geschichte bringt Tempo und Wendungen und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Mir gefällt ausserdem sehr, dass der Autor es immer wieder schafft, mich auf eine falsche Fährte zu locken. Genau dies macht den Reiz eines guten Thrillers für mich aus, immer wieder miträtseln können und doch am Ende falsch zu liegen.
    Der Erzähler ist hier ein personeller Erzähler in der dritten Person, der uns eine gute Einsicht auf die Ereignisse gibt und wir vieles live miterleben können. Letzten Endes sind es auch immer wieder die kleine Details, die das Geschehen beim Lesen lebendig machen und somit fesseln.
    Die Perspektiven wechseln sich hier ab, mal verfolgt man den Autor Zordan, mal der Reporterin, mal dem Ermittler Lewandowski und auch mal dem Täter. Somit bekommt man immer wieder Wendungen der Geschichte präsentiert und es bleibt spannend und abwechslungsreich.
    Die Charaktere in der Geschichte sind wirklich gelungen und gerade Protagonist Zordan, den ich nur ungern kennenlernen würde, war trotz allem ein aussergewöhnlicher und interessanter Charakter, wenn auch ein sehr gewöhnungsbedürftiger. Die ehrgeizige Journalistin Greta Weiß und der Ermittler Lewandowski waren mir dafür umso sympathischer und ich begab mich gerne mit ihnen auf Spurensuche.
    Mein Fazit:
    Ein wirklich rundum gelungener Thriller, der mir spannende und abwechslungsreiche Lesestunden brachte. Immer wieder wurde ich auf eine falsche Fährte gelockt und das konnte die Spannung hoch halten. Die Anspielungen in der Geschichte, sei es der gleiche Vorname der Autoren oder das indirekte Ansprechen der Leser brachte mich zum Schmunzeln. Wer gerne Thriller liest, ist mit Nummer 25 auf jeden Fall auf der richtigen Seite. Klare Leseempfehlung! 




    P.S. Ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich doch tatsächlich eine Rezension geschrieben habe. ;)

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    echs avatar
    echvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender und überzeugender Thriller über das fesselnde Duell zweier Psychopathen
    Spannender und überzeugender Thriller über das fesselnde Duell zweier Psychopathen

    Der erfolgreiche Schriftsteller Andreas Zordan lebt zurückgezogen in einem ehemaligen Forsthaus im Wald. Er pflegt damit in erster Linie sein Image, als selbsternannter Pychopath mit dem Schreiben von blutrünstigen Thrillern seine eigenen inneren Dämonen zu bekämpfen, um nicht selber zum Mörder zu werden. Oder ist das gar kein Image ?
    Als er ins Visier eines echten Psychopathen gerät, der sich selber Nummer 25 nennt, lässt er sich auf ein undurchsichtiges und gefährliches Spiel ein.
    Die Journalistin Greta Weiß will eigentlich nur ein Interview mit dem Autoren führen, um dadurch einen Karrieresprung machen zu können. Doch dabei gerät sie urplötzlich zwischen die Fronten dieses gnadenlosen Duells.

    Frank Kodiak (= Andreas Winkelmann) legt hier einen fesselnden Psycho-Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte.
    Neben einer gut konstruierten Geschichte überzeugt das Buch durch seine ausgefeilten Charaktere und einen packenden Schreibstil, der seine Leser mit jeder Seite tiefer in den Bann zieht. Schnörkellos und mit einem hohen Erzähltempo treibt der Autor die Geschichte voran und steuert dabei zielsicher auf den großen Showdown und die überraschende Auflösung dieses furiosen Duells zweier Psychopathen zu.
    Dabei versteht er es perfekt, die Geschichte mit überraschenden Wendungen immer wieder in eine neue Richtung zu lenken und dabei alle Theorien, die man beim Lesen entwickelt, wieder über den Haufen zu werfen. Dies gelingt in erster Linie durch die eingestreuten Passagen aus der Perspektive von diversen Mördern und auch Mordopfern, bei denen man bis zum Schluß nicht genau weiß, ob sie aus den Büchern des Autoren Zordan stammen oder Charakteren der Geschichte zuzuordnen sind.

    Diesem Buch sollte man sich mit Sicherheit nicht alleine in einer abgeschiedenen Waldhütte widmen, aber lesen sollte man es auf alle Fälle.
         

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