Frank Maria Reifenberg Landeplatz der Engel

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Inhaltsangabe zu „Landeplatz der Engel“ von Frank Maria Reifenberg

"Scheiß was drauf." Das ist der Satz, mit dem Mirco in Fabians Leben platzt. Mirco, der coole Junggangster, der gerne die Nerven kitzelt. Fabian, Sohn aus gutem Haus, dem die Nerven einen Streich spielen. Zwei, die nicht zusammenpassen. Zwei, die sich die Lippen blutig schlagen. Zwei, die nicht wissen, wohin. Aber das mit Vollgas. Eine rasante Spritztour beginnt. Durch den Kopf. Durch das Herz. Durch die Stadt. Und weiter. Zum Landeplatz der Engel. Vielleicht. Ein Roadmovie mit Reminiszenzen an "Thelma und Louise". Ab 13 Jahren

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  • Rezension zu "Landeplatz der Engel" von Frank Maria Reifenberg

    Landeplatz der Engel
    gina_mayer

    gina_mayer

    04. July 2010 um 18:12

    Die Freundschaft zwischen Fabian und Mirko beginnt mit einem Missverständnis und mit einer Prügelei. Weil Mirko annimmt, dass Fabian seine Freundin anmachen will, schlägt er ihn nieder. Erst später findet er heraus, dass Fabian Tourette hat (eine neuropsychiatrische Erkrankung, die sich in Tics äußert – unwillkürlich, rasche und oft sehr heftige Muskelzuckungen oder Lautäußerungen). Zwei gegensätzliche Charaktere mit unterschiedlichem sozialem Hintergrund, eine Hassbeziehung, die sich in Freundschaft wandelt, und die Erkenntnis, dass Behinderte genauso „normal“ sind wie Nicht-Behinderte (oder andersrum) – davon hat man gerade in Jugendbüchern schon des Öfteren gelesen. Dass Reifenbergs „Landeplatz der Engel“ trotzdem neu und geradezu revolutionär daherkommt, liegt an seiner überzeugenden Erzählweise und Sprache. Hart, brutal und authentisch wird die Geschichte aus der Perspektive der beiden jungen Männer erzählt. Wenn man Fabians Gedanken liest, dann beginnt man wirklich zu begreifen, wie Tourette „funktioniert“ – diesen unwiderstehlichen Drang, sinnlose Wortfetzen auszustoßen, zu stammeln, zu zucken, auszuticken. Auch Mirko kommt man als Leser näher, als es manchem lieb sein wird. Denn Mirko ist ein mieser kleiner Assi, ein Drogendealer und Schläger, der sich allerdings der Faszination, die Fabian auf ihn ausübt, nicht entziehen kann: „Scheiße, Mirko“, erkennt er, „du willst sein wie dieser Typ da. Ja verdammt, wie der Typ, der den totalen Matsch in der Birne hat. Ist das ein Witz? Und am Ende weißt du überhaupt nicht mehr, wer du bist und wer der andere ist.“ Das weiß man als Leser irgendwann auch nicht mehr so recht und das ist genial so. Einziger kleiner Wermutstropfen in diesem Zusammenhang ist Fabians reicher Vater, der leider ein Abziehbild eines machtbesessenen Politikers bleibt. Ein Widerling, der freimütig gesteht, dass er seinen Sohn abgetrieben hätte, wenn er von seiner Behinderung gewusst hätte. Na ja. Trotzdem. Die große Frage, die sich mir nach der Lektüre stellt, ist eine andere: Warum wurde „Landeplatz der Engel“ für den Deutschen Jugendliteraturpreis, der vor einigen Wochen verliehen wurde, nicht einmal NOMINIERT? Alle jammern über unkreative deutsche Autoren und mutlose Verlage („Landeplatz der Engel“ ist übrigens bei Thienemann erschienen) – und wenn dann einer kommt, der sich was traut und ders kann, wird er nicht gewürdigt.

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