Frank Maria Reifenberg Unsichtbare Blicke

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Inhaltsangabe zu „Unsichtbare Blicke“ von Frank Maria Reifenberg

'Du bist ein Schwein', flüsterte ich. 'Kannst du mich auch hören?' 'Nein', antwortete er. Dann begann er, sich zu entschuldigen, es schönzureden; dass er auf mich aufgepasst hätte, nicht mehr, nur aufgepasst. Ich starrte auf den Bildschirm, in die winzige Kamera. Sollte er so viele Bilder von mir machen, wie er wollte. Sollte er die Tränen sehen. Und die Wut. Und die Verachtung. 'Wer bist du?', schrie ich. Immer wieder. Wer bist du. Wer. Wer. Wer. Bist. Du.

Interessante Perspektivwechsel, aber Stil & Formulierungen gingen mir teilweise quer. Konnte mich leider nicht packen.

— elane_eodain

Als Jugendkrimi ganz OK, aber mich konnte es nicht überzeugen. Irgendwie nicht ganz ausgereift. Es wirkte zum Teil ziemlich abgehackt.

— Sommerleser

Ist auch gut :)

— amazingbookworld

hört sich gut an ;-)

— sweetyx99

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  • Rezension zu "Unsichtbare Blicke" von Frank Maria Reifenberg

    Unsichtbare Blicke

    Buecherfee82

    29. November 2012 um 16:53

    Frank M. Reifenberg ist mit diesem Buch etwas großartiges gelungen. Aus einem aktuellen Thema hat er ein fesselndes Buch gemacht. Unsichtbare Blicke. Blicke mit denen sie nicht gerechnet hat. Blicke die sie jetzt wütend machen. Warum? Als Josi erfährt, dass Geronimo sie die ganze Zeit über per Webcam beobachtet hat ist sie wütend. Was will er von Josi? Dem netten Mädchen, dass von einem strengen Vater fast eingesperrt wird. Das nach der Schule in einer Seniorenresidenz arbeitet und liebevoll die Älteren pflegt. Über den Inhalt möchte ich nicht zuviel verraten, aber einen kurzen Überblick über ein paar Personen geben. Da ist "Tommi" ein kleiner Junge der im Osten in einem Kinderheim aufgewachsen ist. Der schwächste verliert. Zum Glück war er nie der Schwächste, auch wenn er sich einiges hat gefallen lassen müssen. Wie oben schon erwähnt Josi, ein junges und unschuldiges Mädchen das sich zum ersten Mal richtig verliebt. Felix, ein smarter Halbitaliener, der seine Mutter verloren hat und auch ganz wichtig: Stella van Wahden. Sie arbeitet bei der Polizei, oder besser gesagt- sie lebt für die Polizei. Das Buch ist sehr interessant und fessend geschrieben. Im Grunde geht es um die Gefahren im Internet. Es zeigt mal wieder das wir nicht immer glauben können, was wir glauben wollen und das Menschen oft nicht die sind, die sie vorgeben zu sein. Empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Unsichtbare Blicke" von Frank Maria Reifenberg

    Unsichtbare Blicke

    Sineous

    06. November 2012 um 20:59

    "Unsichtbare Blicke" ist ein gutes Beispiel dafür, warum ich ungern diese typischen Krimi- und Thriller-Stories lese, in denen meist ein oder zwei Ermittler einem Killer auf der Spur sind und ihm zuvorzukommen versuchen. Inhalt Stella und ihr japanischer Kollege Miki suchen nach dem Mörder der Mädchen, der seine Signatur in Form einer Zahl bei ihnen hinterlassen hat; 011 und 013. Beide wurden nicht geschändet und nicht am Fundort umgebracht, sondern vorher ertränkt. Eine Gemeinsamkeit ist, dass beide adoptiert wurden, aber ob sie das weiterbringt? Josie ist ein eher in sich gekehrtes Mädchen. Sie arbeitet im Altenheim und darf nur selten ausgehen, denn ihre Eltern sind recht streng mit ihr. Dennoch gibt es zwei Männer in ihrem Leben; Felix, mit dem zusammen sie in einen Busunfall gerät und sie sich einander näher kommen. Und Geronimo, ihren Chat-Freund, dem sie sich seit Monaten anvertraut. Als Josie sich schließlich für Felix entscheidet, weiß sie, dass sie keinen Kontakt mehr zu Geronimo haben kann. Doch als dieser austickt und ihr private Fotos aus ihrem Zimmer schickt – Josie wie sie sich eincremt, im Morgenmantel und sogar von ihr und Felix auf der Klassenfahrt –, weiß sie, dass er äußerst gefährlich ist. "Vielleicht setzte sie sich noch ein, zwei Minuten auf die Bettkante, weit oben, direkt neben dem Nachttisch, manchmal tat sie es, dann hatte er sie voll im Bild, er liebte es, wenn sie dort sitzend vor sich hin starrte, mit weit aufgerissenen Augen. Sie wirkte so unverstellt in diesem Moment, vielleicht wartete sie darauf, dass der Rest eines Traums verklang." Der Schreibstil hat mich von vorneherein gefangen gehalten. Mal distanziert, dann wieder kalt und fast gruselig klar formuliert Reifenberg so, dass man unweigerlich nach jedem Bisschen Wärme zwischen den Zeilen sucht, die jedoch knapp bemessen ist. Die Perspektive wechselt zwischen der von Josie, Stella, dem Täter in der Gegenwart und seinen Rückblenden, die dem Leser viel über ihn als Menschen verraten. Die Story an sich ist gut – als Inspiration diente dem Autor ein echter Fall, bei dem ein Mann unbemerkt 100 Mädchen über ihre Webcam beobachtet hatte. In Unsichtbare Blicke empfand ich diesen Part aber nicht einmal als wesentlich, da die Beobachtung für den Täter nur Mittel zu einem bedeutenderen Zweck darstellt. Viel passender hätte ich gefunden, aus dem Stoff eine Stalker-Paranoia-Geschichte zu stricken, bei der die Auswirkungen der Beobachtung auf die Psyche des Opfers deutlich werden. So kamen mir im Laufe der Geschichte einige Dinge unvollkommen vor. Am meisten gestört hat mich jedoch das Hierarchie-Gerangel zwischen den Ermittlern und Polizisten – was ich bereits aus vielen (schlechten) Thrillern und Krimis kenne. Könnte ein Stilmerkmal sein, um dem Leser die Ahnungslosigkeit bzw. fehlende Betroffenheit vor Augen zu führen – mir macht es die Charaktere immer extrem unsympathisch. Zumal auch noch die "Landbevölkerung" als dermaßen dümmlich dargestellt wird. Alles in allem eine nette Idee, aus der sicher mehr hätte herausgekitzelt werden können und die mich persönlich wegen der überheblich auftretenden Ermittler sehr angestrengt hat. Die Schreibweise allerdings nimmt den Leser gefangen und macht vieles wieder wett.

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  • Leserunde zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    GritPoppe

    Die 16-jährige Gonzo kennt kein Zuhause. Sie hat ihre Kindheit in den Spezialheimen der DDR verbracht. Und irgendwann ist sie direkt in der Hölle aus Willkür und Gewalt gelandet: im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau. Zur Strafe sitzt Gonzo dort in der Dunkelzelle und ist den brutalen Methoden der Erzieher hilflos ausgeliefert. Als sie in einen anderen Jugendwerkhof gebracht werden soll, gelingt ihr die Flucht. Aber wo soll sie hin? Dann trifft sie René, der in den Westen will. Kann Gonzo ihm trauen? Und wird sie jemals wirklich frei sein? „Abgehauen“ ist der Nachfolgeroman von „Weggesperrt“ – aber keine Fortsetzung im eigentlichen Sinne, denn erzählt wird hier die Geschichte von Gonzo, der Freundin von Anja, der Protagonistin aus dem ersten Buch. (Wer also „Abgehauen“ lesen möchte, muss „Weggesperrt“ nicht unbedingt kennen.) Der erste Band wurde (und wird ;-) von Jugendlichen (ab 14) und auch von Erwachsenen gelesen. Auch „Abgehauen“ wendet sich sowohl an jüngere als auch ältere Lesende. Auf meiner Website finden sich sowohl Infos zur Neuerscheinung „Abgehauen“ (und zu meinen anderen Büchern und zu mir), als auch Hintergrundinformationen zu den Zeitzeugen (z. B. ein authentischer Fluchtbericht oder auch Originaldokumente aus dem Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau). Wie es in dieser Disziplinaranstalt für Jugendliche ausgesehen hat, könnt Ihr hier sehen. Auch ein Blick ins Buch ist schon mal möglich: Leseprobe Interessieren würde mich, wie Euch Leseprobe und Cover gefallen und was Ihr nach diesen ersten Eindrücken erwartet. Der Dressler Verlag stellt für die Leserunde 25 Freiexemplare zur Verfügung – ganz herzlichen Dank dafür -, und Ihr könnt Euch bis zum 9. September bewerben, um eines davon zu erhalten. (Wenn Ihr denn Lust habt a) das Buch zu lesen und b) mit mir darüber zu reden bzw. schreiben.) Teilnehmen an der Leserunde kann man natürlich außerdem auch, wenn man das Buch schon besitzt. Ich freue mich schon sehr auf die Leserunde und bin gespannt auf einen regen Austausch! News zum Buch natürlich auch auf Facebook!

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. August 2012 um 21:43
  • Rezension zu "Unsichtbare Blicke" von Frank Maria Reifenberg

    Unsichtbare Blicke

    conneling

    24. June 2012 um 22:50

    Die 17 jährige Josie lebt mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf. Josie's Eltern sind sehr gläubig und Vorallem ihr Vater ist sehr streng und verbietet ihr vieles, was andere Jugendliche in ihrem Alter eben so machen. Wenn Josie nicht in der Schule ist und lernt, dann hilft sie in einem Pflegeheim oder verbringt ihre Zeit zu Hause vor ihrem Computer im Internet. Dort chartert sie mit ihren Freundinnen und auch viel mit Geronimo, den sie im Internet kennengelernt hat. Ihr Kontakt wird immer enger, sie vertraut ihm. Erst als Josie sich in einen Mitschüler verliebt, nimmt der Kontakt zu Geronimo wieder ab. Josie erfährt zufällig, dass Geronimo sie über Wochen hinweg Tag und Nacht mit der Webcam beobachtet hat und ist absolut entsetzt, sie versucht nun den Kontakt zu Geronimo abzubrechen, ihn wieder loszuwerden, doch bald schwebt sie in Lebensgefahr. Die Geschichte wird von Frank M. Reifenberg in verschiedenen Perspektiven erzählt, Josie in der Ich-Perspektive, die ermittelnde Kommissarin Stella und die Perspektive des Täters. Der Autor führt am Ende von Unsichtbare Blicke alle Erzählstränge zusammen. Sehr spannend und fesselnd geschrieben, auch etwas erschütternd, wie gefährlich die Welt des Internets ist, was sehr gut und verständlich in diesem Thriller dargestellt worden ist, sehr empfehlenswert!

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  • Leserkommentare zu Nirgendwo in Berlin von Beate Teresa Hanika

    Nirgendwo in Berlin

    Mimi

    via eBook 'Nirgendwo in Berlin'

    So wie Greta geht es in der heutigen schnelllebigen Welt wohl vielen Jugendlichen: In der Großstadt findet sie keine Freunde und flüchtet sich daher in einen Chatroom. Alles läuft gut, bis ihre Freundin dort eines Tages verschwunden ist. Dann entwickelt sich das Buch zu einem spannenden Jugendthriller, der aber durchaus auch für Erwachsene lesenswert ist.

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  • Rezension zu "Unsichtbare Blicke" von Frank M. Reifenberg

    Unsichtbare Blicke

    JackJackson

    11. June 2012 um 21:05

    Das Internet grossartige Welten und vielfaeltige Gefahren, ein Trojaner auf deinem Rechner und deine Webcam beobachtet Dich rund um die Uhr.Deine Spuren werden verfolgt und Du ahnst es nicht. Josie trifft sich regelmaessig mit Geronimo im Chat, und findet die gegenseitige Unterhaltung recht aufbauend. Dann gibt es eine Parallelstory die in der ehemaligen DDR beginnt, und so langsam verknuepft das eine sich mit dem anderen. Mir faellt es schwer diesen Jugendthriller von Frank M. Reifenberg zu rezensieren, da einerseits eine durchgaengige Spannung vorhanden ist, die parallel dazu ezaehlte Story aus der "Zone" nachdenklich macht aber andererseits das Ermittlerteam nicht ganz ueberzeugen kann. Ein Thriller der ohne uebertriebene Gewalt auskommt und durchaus auch gut fuer Erwachsene zu empfehlen ist.

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  • Rezension zu "Unsichtbare Blicke" von Frank M. Reifenberg

    Unsichtbare Blicke

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. May 2012 um 17:59

    Klappentext/Buchrücken: «Du bist ein Schwein», flüsterte ich. «Kannst du mich auch hören?» «Nein», antwortete er. Dann begann er, sich zu entschuldigen, es schönzureden; dass er auf mich aufgepasst hätte, nicht mehr, nur aufgepasst. Ich starrte auf den Bildschirm, in die winzige Kamera. Sollte er so viele Bilder von mir machen, wie er wollte. Sollte er die Tränen sehen. Und die Wut. Und die Verachtung. «Wer bist du?», schrie ich. Immer wieder. Wer bist du. Wer. Wer. Wer. Bist. Du. Meine Meinung: Viele von uns besitzen ein Laptop mit einer eingebauten Webcam, chatten gerne oder treiben uns sorglos in den sogenannten Social Networks herum. Nach diesem Buch könnte jedoch alles anders sein. Frank M. Reifenberg spricht in seinem Jugendthriller ein interessantes und vor allem nachvollziehbares Thema an. Seine Protagonistin Josie ist 17 Jahre alt und chattet sehr gerne. Dies ändert sich allerdings, nachdem sie bemerkt, dass ihr Laptop gehackt wurde und sie durch ihre eigene Webcam beobachtet wird. Zukleben nützt ihr leider nicht mehr viel, denn der verrückte ist ihr schon auf den Fersen. Er wartet, beobachtet und jagt dann … Wer ist dieser Verrückte und kann Josie ihm entrinnen? Zunächst einmal möchte ich den wirklich spannenden Schreibstil loben, der es schaffte, dass ich das Buch in einem Rutsch weggelesen habe. Selbst wenn einige Seiten lang, überhaupt nichts passiert, so ist die Angst und Gefahr dennoch greifbar, man kann sie als Leser selbst sehr gut nachempfinden und leidet mit der jungen und sympathischen Protagonistin mit. Oft war ich ganz angespannt und versunken in die Geschichte, die ein solches Kopfkino auslöste, dass ich am liebsten immer wieder geflüstert hätte: „Pass auf“. Der Roman ist inhaltlich sehr modern und auch jugendlich, sodass gerade die jugendlichen Leser eine Menge Spaß mit dem Buch haben können. Einige Szenen mögen vorhersehbar sein, dies störte mich aber durch den hohen Spannungsgrad nicht, denn der Autor versteht es, Spannung ohne viel Blut zu vergießen, aufzubauen. Oft wird einem selbst klar, wie schnell man im Internet Gefahr läuft, Opfer eines Hackerangriffes zu werden oder aber auch einfach zu viel von sich preis gibt. Daher denke ich das dieser Roman auch eine gute und lehrreiche Warnung für jugendliche Leser sein könnte und sich eventuell auch als Schullektüre eignet! Die Geschichte ist in drei Perspektiven aufgebaut. Einmal die von Josie, die in Gefahr ist und deren Angst und ihre Versuche sich zu wehren, sehr gut nachvollziehbar ist. Dann kann der Leser die Perspektive des Täters verfolgen, seine Hintergründe in der Gegenwart und Vergangenheit. Und dann wäre da noch die Perspektive von Stella van Wahden, eine Ermittlerin, die hinter dem Mörder von zwei anderen 17 jährigen Mädchen ist. Jede dieser drei Perspektiven ist aufgrund der interessanten und gut ausgearbeiteten Personen spannend und aufschlussreich. Auch die Gestaltung des Covers sowie der Titel sollten hier noch einmal lobend erwähnt werden. Beides passt wunderbar zu der Geschichte und auch der Klappentext selbst, hält meiner Meinung nach sein Versprechen und weist schon darauf hin, wie spannend dieses Buch ist. Mit 395 Seiten hatte der Roman eine gute Länge. Der spannende Schreibstil ermöglichte mir ein schnelles Lesetempo. Fazit: Unsichtbare Blicke ist ein spannender und rasanter Jugendthriller, der dem Leser egal ob jugendlich oder älter, Gänsehaut vermitteln kann. Für mich wurde er zu einem gelungenen Pageturner, der mich nachdenklich zurückließ. Ich habe einen neuen Autor für mich gefunden und freue mich schon auf „Schwesternlüge“ das 2013 erscheinen soll. Gesamtwertung: SternSternSternSternStern Frank M. Reifenberg, seit 20 Jahren Wahlkölner, im Westerwald aufgewachsen, nach dem Abitur Ausbildung zum Buchhändler, danach Texter in Public Relations-Agenturen, später mit eigener Agentur, zum Jahrtausendwechsel noch einmal von vorne begonnen: Ausbildung an der internationalen Filmschule Köln. Schreibt seit über zehn Jahren Drehbücher und Konzepte für Film und Fernsehen, Romane und Erzählungen oder auch mal das Libretto für eine Jugendoper, wenn man ihn – wie die Bayerische Staatsoper – darum bittet. (Quelle: rororo) © Michaela Gutowsky

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  • Rezension zu "Unsichtbare Blicke" von Frank M. Reifenberg

    Unsichtbare Blicke

    Anka2010

    19. May 2012 um 21:36

    Ist das nicht eine super gruselige Vorstellung? Ihr sitzt vor eurem PC/Laptop und merkt nicht, dass ihr durch die kleine, integrierte Kamera beobachtet werdet... Schon allein bei der Vorstellung läuft mir ein kalter Schauer den Rücken hinunter. Dass es nicht unmöglich ist, erzählt uns Frank Maria Reifenberg in seinem aktuellen Jugendthriller "Unsichtbare Blicke". Die Geschichte wird aus drei Hauptperspektiven erzählt. Zuerst lernen wir Josie kennen. Josie ist 17 Jahre alt, geht noch zur Schule, lebt zu Hause bei ihren strengen Eltern und zieht sich am liebsten in die anonymen Weiten des Internets zurück. Schnell lernt sie in einem Chat Geronimo kennen, einen netten Kerl, dem sie sich gern anvertraut. Josies Passagen werden direkt aus der Ich-Perspektive erzählt, sodass einem das junge Mädchen schnell vertraut wird und ich mich ohne Probleme in ihre Gedanken hineinversetzen konnte. Die kursiv gedruckten Passagen sind aus der Perspektive des Täters geschrieben und geben hauptsächlich Erlebnisse aus seiner Vergangenheit wieder, angefangen in der frühen Kindheit. So lernen wir den Täter Stück für Stück kennen und erfahren, welche grausamen Erlebnisse ihn zu dem Mann gemacht haben, der er heute ist. Stella van Wahden und Miki Saito kommen ins Spiel, als eine Mädchenleiche entdeckt wird. Dies ist die dritte Erzählperspektive, die uns Einblicke in die Polizeiarbeit, die Spurensuche und die nervenaufreibenden Ermittlungen gewährt. Obwohl wir auch etwas in das Privatleben der Kommissarin hineinschauen können, bleiben die Charaktere in diesen Abschnitten eher blass, wirken aber nicht uninteressant oder unsympatisch. Eine düstere Spannung zieht der Autor gekonnt wie einen roten Faden durchs gesamte Buch. Wir werden mit vielen Hintergrundinformationen versorgt, insbesondere was den Täter und seinen Werdegang betrifft. Diese Schilderungen sind stellenweise etwas hart, brutal und eklig. Sie ließen mir die Nackenhaare zu Berge stehen. Dass dieser Psychopath keine Schmerzensgrenze besitzt, wurde mir bald klar - umso mehr Angst bekam ich um Josie, die sich der Gefahr, in der sie sich befindet, ganz und gar nicht bewusst ist. Erst als es schon zu spät ist merkt sie, dass sie einen Fehler begangen und zu viele Informationen von sich preisgegeben hat... Was bewegt nun aber einen Mann dazu, Jagd auf junge Mädchen zu machen, sie einzusperren und zu beobachten? Hätten wir es mit einem 0815-Thriller zu tun, dann wäre der Autor auf diese Frage nicht näher eingegangen. Unser Täter hat aber seine Gründe. Sie liegen vergraben in der Vergangenheit und werden dem Leser Stück für Stück wie kleine Kieselsteinchen vor die Füße geworfen. Der Aufbau der Geschichte ist dem Autor wirklich grandios gelungen. Trotz der 400 Seiten wurde der Lesefluss stetig gehalten, zu keiner Zeit unterbrochen oder verlangsamt. Die Aufklärung erscheint mir schlüssig und bietet ein Ende, bei dem Herzrasen vorprogrammiert ist. "Unsichtbare Blicke" ist ein spannender Thriller, der eine Portion Nervenkitzel für seine Leser bereit hält und ein Thema anspricht, das absolut brisant und aktuell ist. Man selbst macht sich beim Lesen Gedanken über sein Verhalten im Internet und auch ich habe mich beim vorsichtigen Schielen zu meiner Laptop-Webcam erwischt. Dieser Thriller konnte mich packen und mitreißen. Da ich den Autor bisher noch nicht kannte (Schande über mich) werde ich mich nun mal auf die Suche nach weiteren spannenden Büchern von ihm machen.

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  • Leserunde zu "Unsichtbare Blicke" von Frank Maria Reifenberg

    Unsichtbare Blicke

    FrankMariaReifenberg

    Du sitzt an deinem Computer und ahnst nicht, dass dich jemand beobachtet? Über DEINE Webcam?! Klebe sie ab und lies diese Einladung zu einer LESERUNDE, mit mir, dem Autor von UNSICHTBARE BLICKE. Der Roman erscheint am Anfang März bei Rowohlt. Der Verlag stellt 25 Freiexemplare für diese Leserunde zur Verfügung. Das find ich mal nett! Ich habe noch nie eine Leserunde gemacht, entsprechend bin ich gespannt darauf, was nun kommt. Auf jeden Fall freue ich mich auf den Austausch. Mitmachen können natürlich alle, auch wenn man kein Freiexemplar gewonnen hat. In UNSICHTBARE BLICKE geht es darum, wie ein Fremder in die intimsten Bereiche von Josies Leben dringt – indem er sich ihrer Webcam bemächtigt. Genau das hat es vor zwei Jahren gegeben. Über 140 Mädchen und Frauen waren betroffen. Alleine bei diesem Gedanken fährt dir ein kalter Schauer über den Rücken? Für mich war es der Ansatz für eine Roman-Idee. Was wäre, wenn er nicht „nur“ schauen möchte? Wenn er mehr will? Wenn er einen Plan hat? Hast du es bemerkt? Gerade haben wir den Spieß umgedreht: Du durftest einen ersten Blick hierher, in die Schreibwerkstatt von Frank Maria Reifenberg werfen. Schreiballtag, Ideenfindung, Angst vorm Versagen, was, wenn ich nicht weiterkomme?, Welche Tricks hat der Autor ... Alle Fragen sind erlaubt. Und auf die meisten gibt es auch eine Antwort. Der Roman richtet sich an „Junge Erwachsene“, ist also kein Jugendbuch im engeren Sinne. Wann man ein/e „Junge/r Erwachsene/r“ ist? Keine Ahnung, irgendwo zwischen 16 und 26, oder? Sei bei den Ersten, die mir in diese Geschichte folgen! 1. Schau dir das Cover an und schreibe (ohne lange nachzudenken) 3 Assoziationen auf. Was geht dir spontan durch den Kopf? Das will ich wissen. 2. In der Leseprobe (http://www.rowohlt.de/fm/131/Reifenberg_Unsichtbare.pdf) geht es um eine Jahreszahl. Wer hat Recht? Bugsie oder Felix? Die Leserunde beginnt am 2. März, also vor dem Wochenende, da gibt’s hoffentlich schlechtes Wetter und gute Lesezeit. Bewerbungen sind möglich bis 23. Februar, dann werden die Freiexemplare fix verschickt. Weitere Informationen zu mir und rund mein Schreiben & Leben findest du hier: www.frank-reifenberg.de (Website und Blog mit ausführlicheren Beiträgen zum aktuellen Projekt) www.facebook.com/autorfrankmariareifenberg (kurz und knackig, alles was neu, spannend, wichtig für mich ist)

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  • Rezension zu "Unsichtbare Blicke" von Frank M. Reifenberg

    Unsichtbare Blicke

    Blaustern

    17. May 2012 um 14:21

    „Unsichtbare Blicke“ ist ein Thriller bei dem es um ein aktuelles Thema geht. Der Täter schleust hier einen Trojaner in Josies Rechner und beobachtet sie zu jeder Tages- und Nachtzeit durch die Webcam. Klappt sie ihren Laptop nicht zu, so kann er sie auch betrachten, wenn der Rechner aus ist. Josie ist siebzehn, besucht die Schule, geht im Altenheim arbeiten und chattet in ihrer freien Zeit mit Geronimo. Dann lernt sie Felix näher kennen, und Geronimo wird ungnädig. Auch gefällt ihm die Art ihrer besten Freundin Sarah nicht, die ständig ihre Freunde wechselt. Geronimo, der auch zu allen weitern Dateien auf ihrem Rechner Zugang hat, gibt sich zu erkennen, und Josie bemerkt, dass sie die ganze Zeit über beobachtet wurde. Als sie schließlich auch noch nach Berlin auf ihrer Klassenfahrt verfolgt wurde, und der Täter ihr hinterher Fotos in eindeutiger Pose mit Felix zuspielte, bekam sie es mit der Angst zu tun. Zusammen mit Sarah machte sie sich auf die Suche. Weiterhin wird die Geschichte noch aus zwei anderen Perspektiven erzählt. Der Kommissarin Stella van Wahden folgen wir bei ihren Ermittlungen und dem Täter bei seinem Verbrechen. Hier erfahren wir auch durch die Rückblenden viel aus seinem früheren Leben in der DDR, wie er von seinen Eltern, die in den Westen übersiedelten, verlassen wurde und in einem Kinderheim aufwachsen musste, in dem die schlimmsten Zustände herrschten und die Kinder misshandelt wurden. Bloß in welchem Verhältnis steht Josie nun zu ihm und die anderen siebzehnjährigen Mädchen, die alle adoptiert worden waren und von ihm umgebracht wurden? Und plötzlich ist und bleibt auch Josie verschwunden. Wohin hat der Täter sie verschleppt? Die Kommissarin Stella van Wahden ist ihm und seiner Vergangenheit auf der Spur und deckt Stück für Stück gut kombiniert auf. Frank M. Reifenberg schreibt hier über ein aktuelles Thema, was jedem passieren könnte und einem über die Sicherheit des Internets nachdenken lässt. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven hat man einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Personen, was es besonders spannend machte, am Anfang des Buches aber zuerst etwas verwirrend dargestellt wurde. Der Thriller fesselte jedoch mit jeder weiteren Seite, obwohl man schon ziemlich früh wusste, wer der Täter war.

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  • Rezension zu "Unsichtbare Blicke" von Frank M. Reifenberg

    Unsichtbare Blicke

    readeralex

    16. May 2012 um 18:42

    “Unsichtbare Blicke” erzählt die Geschichte von Josie, einem 17jährigen Mädchen, das mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf wohnt. Josies Eltern gehören einer strengen christlichen Glaubensgemeinschaft an und besonders ihr Vater erlaubt Josie nur wenig von dem, was gleichaltrige Jugendliche in ihrer Freizeit machen. Wenn sie nicht zur Schule geht, arbeitet Josie häufig in einem Pflegeheim oder sie sitzt zuhause vor ihrem Laptop und chattet mit Freundinnen oder seit einiger Zeit auch mit Geronimo, den sie vor ein paar Wochen bei SchülerVZ „kennengelernt“ hat. Da Geronimo sich irgendwie anders als alle anderen verhielt, nämlich sie nicht anmachte, oder nach privaten Daten fragte, waren sie zu Chatattack4U gewechselt und jetzt chattet Josie regelmäßig mit ihm. Geronimo schickt ihr seine Lieblingsbilder und schon bald hat Josie so viel Vertrauen, dass sie mit ihm über ihre Probleme spricht, obwohl sie seine eigentliche Identität nicht kennt. Erst als Josie im Real Life ihrem Mitschüler Felix näher kommt und sich in ihn verliebt, bröckelt der intensive Online-Kontakt zu Geronimo. Dieser nimmt das nicht einfach so hin und erpresst Josie mit intimen Fotos von ihr und Felix. Aber woher hat er die nur? Außerdem muss Josie mit Entsetzen feststellen, dass Geronimo sie scheinbar über Wochen mit der Webcam ihres Laptops Tag und Nacht beobachtet hat. Sie versucht, Geronimo loszuwerden, doch der gibt nicht auf und schon bald schwebt Josie in Lebensgefahr. Der Autor Frank M. Reifenberg erzählt die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen. Einerseits berichtet Josie in der Ich-Perspektive von den Ereignissen, dazu kommt die Sicht der Kommissarin Stella, die in Fällen verschwundener Mädchen ermittelt. Nicht zuletzt werden immer wieder Episoden des Täters aus der Gegenwart und eines gewissen Jungen namens Tommi, der in der Vergangenheit in einem Heim für Kinder von Republikflüchtlingen in der DDR aufgewachsen ist, erzählt. Erst am Ende führt der Autor alle Erzählstränge zusammen. „Unsichtbare Blicke“ hat mir sehr gut gefallen, da die Geschichte sehr spannend und fesselnd geschrieben ist. Reifenberg macht auf die Gefahren des Internet aufmerksam, ohne allzu auffällig den mahnenden Zeigefinger zu erheben, sondern verpackt die Botschaft sehr gut in diesem packenden Thriller. Absolut lesenswert!

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  • Rezension zu "Unsichtbare Blicke" von Frank M. Reifenberg

    Unsichtbare Blicke

    SharonBaker

    12. May 2012 um 19:01

    Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, zum einen lernen wir Josie kennen, ihr Umfeld, Eltern, Schule, Sarah, ihre erste große Liebe Felix und ihren Chatpartner Geronimo kennen. Außerdem schauen wir der Kommissarin van Wahden über die Schulter, die einen Serienmörder auf der Spur ist, der junge Mädchen umbringt. Und Natürlich verfolgen wir den Täter, nicht nur in seinen jetzigen tun sondern auch mit Rückblenden in seine Jugend und Vergangenheit. Alles läuft parallel zusammen und hat seine Handlung vom Täter aus. Unser Täter ist in einem Kinderheim der DDR aufgewachsen und hat schlimme Misshandlungen hinter sich, so ist auch sein Leben danach. Er bleibt Außenseiter. Als junger Mann hat er eine Nacht mit Lena. Jahre später trifft er sie wieder und erfährt das sie ihr gemeinsames Kind zur Adoption frei gegeben hat. Das löst bei ihm irgendwas aus und er schmiedet den Plan seine Familie wieder zusammen zubringen. Und wie kommt man am besten an junge Leute ran, übers Internet und das beherrscht er perfekt. Er setzt einen Trojaner in den Computern der Mädchen und kann sie zu jeder Tages und Nachtzeit beobachten, ob der PC an oder aus ist. Die absolute Horrorvorstellung! Mehr möchte ich gar nicht verraten. Die Idee mit der Kontrolle übers Internet fand ich sehr real und angsterfüllend dargestellt, man wird zum nachdenken angeregt. Aber irgendwie kam ich nicht so richtig in die Geschichte rein, aber begründen kann ich es nicht. Vielleicht war mir das alles zu viel. Der Beobachter am PC, OK, auch noch der Mörder, aber die Kindheit, fand ich einfach zuviel des Guten. Hier noch das Thema von Kinderheimen der DDR aufzugreifen, fand ich nicht passend, ich möchte nicht sagen das ich es nicht glaube, dem ist nicht so, aber dafür wäre schon fast eine eigene Geschichte besser gewesen.

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  • Rezension zu "Unsichtbare Blicke" von Frank M. Reifenberg

    Unsichtbare Blicke

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. April 2012 um 19:31

    Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, die die Geschichte voranbringen und viele verschiedene Facetten der Charaktere aufzeigen. Die Protagonistin Josie erzählt in der Ich-Erzählperspektive. Sie ist siebzehn, glücklich mit ihrem Freund Felix liiert und auch ansonsten ein ganz normales Mädchen. Doch ein Serienkiller hat es auf sie abgesehen und spioniert sie monatelang unentdeckt mit ihrer eigenen Webcam aus. Außerdem gibt es die Perspektive der Ermittler, die sehr glaubhaft agieren, und die Perspektive des Täters, der aber nie zu viel über sich preisgibt. Hauptsächlich verlaufen die Handlungsstränge parallel in der Gegenwart, doch es gibt auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit des Antagonisten, beispielsweise seine erschütternden Kindheitserlebnisse in einem Heim in der DDR. So werden Hintergründe aufgezeigt, ohne allerdings zu viel zu verraten. Im Gegenteil, man wird immer wieder auf falsche Fährten gelockt, und es bleibt viel Raum für eigene Spekulationen. Die Handlung fesselt von Anfang an, und es macht großen Spaß, eigene Theorien zu entwickeln. Auch der Schreibstil ist einfach großartig. Sehr detailliert und nachvollziehbar werden die Szenen beschrieben, wobei es aber nie zu grausam wird. Unsichtbare Blicke ist ein Thriller, der für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen interessant ist. Neben der spannenden Geschichte über einen Serienkiller behandelt er das wichtige Thema der Internetsicherheit. Wie sicher sind wir im Netz? Wie leicht kann jemand in unseren Computer und damit in unser Leben eindringen? Fragen, die in Zeiten von sozialen Netzwerken jeden angehen.

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  • Rezension zu "Unsichtbare Blicke" von Frank M. Reifenberg

    Unsichtbare Blicke

    LeseMaus

    15. April 2012 um 20:09

    *Der erste Satz:* _„Ich erkannte den Tod am Geruch.“_ *Das Äußere:* Das Cover zeigt den Titel des Buches als Schriftzug auf schwarzem Untergrund. Zwei rote Punkte leuchten wie zwei Augen in der Dunkelheit – was zum Inhalt des Buches gut passt. Ich hatte jedoch als erste Assoziation einen Totempfahl im Sinn, _lach_. *Das Innere:* Josie, eine 17-jährige Jugendliche, hat äußerst strenge Eltern. Fast ein Wunder, dass sie für ihre Hausaufgaben ein Laptop benutzen darf. Das verwendet sie jedoch auch unerlaubterweise dazu, im Internet zu surfen. Dabei stößt sie auf Geronimo, mit dem sie sich virtuell anfreundet, obwohl sie zeitgleich auch im wirklichen Leben auf den jungen Felix trifft, den sie sehr mag. Was Josie nicht weiß: Geronimo hegt andere Absichten, als ihre Freundschaft zu gewinnen. Als Josie klar wird, mit wem sie sich da online eingelassen hat und wie intensiv er bereits an ihrem Leben teilnimmt, gibt es für Geronimo schon keinen Weg zurück mehr. *Das Wesentliche:* Josie ist eine interessante junge Frau. Ihre Eltern halten die erzieherischen Zügel sehr eng und besonders Josies Vater erlaubt ihr außerhalb der Schule nur wenig Kontakte zu anderen Jugendlichen. Und dennoch geht Josie ihren eigenen Weg, unter anderem dadurch, dass sie als Aushilfe in einem Altenheim tätig ist. Dadurch erkämpft sie sich kleine Freiräume im Leben. Zu dieser Zeit trifft sie auch auf Felix, einen Jungen aus ihrer Schule, mit dem sie sich sehr gut versteht und dem sie im Laufe des Buches näher kommt. Diese Annäherung ist schön und gefühlvoll geschildert. Der Perspektivenwechsel, den der Autor in das Jugendbuch eingebaut hat, hat mir gut gefallen. Es gibt nicht nur Josies Sichtweise, sondern auch die des mutmaßlichen Täters und die der Ermittler. Manchmal war mir nicht ganz klar, wo das alles drauf hinauslaufen sollte, insbesondere, wenn von Kindheit und Jugend des Mörders die Rede war – hier hieß es Augen aufhalten und aufmerksam bleiben. Komischerweise war mir fast bis zur Hälfte des Buches total egal, wer von den vorgestellten Protagonisten der Täter sein könnte, während viele in der Leserunde von Beginn an mitgerätselt haben, wer aus Josies Umfeld derjenige welche sein könnte. Mir erschien die Handlung als solche auch so spannend genug, denn durch die Szenen aus Kindheit/Jugend des mutmaßlichen Täters hätte sich der Kreis auch so für ausreichend geschlossen. Die einzigen Charaktere, über die ich gerne noch mehr gelesen hätte, war das Ermittlerduo Sarah und Saito. Sarahs Intuition und ihre gemeinsame Interaktion haben mir gut gefallen, so dass ich fast hoffe, den beiden in einem anderen Roman erneut zu begegnen. Insofern könnte dieses Buch durchaus der Auftakt für eine neue Ermittlerreihe sein. Frank Reifenberg rückt mit seinem Roman „Unsichtbare Blicke“ die Gefahren, die gerade auf junge Leute im Netz lauern, in den Mittelpunkt der Handlung. Natürlich sollte man jetzt nicht in jedem Online-Kontakt einen etwaigen Mörder vermuten – dennoch ist etwas Vorsicht durchaus angebracht. Insofern hat mich das Buch da tatsächlich zum Nachdenken angeregt. So ganz traue ich meiner Webcam auch nicht über den Weg… *Das Fazit:* Ein spannendes Buch, das auch gut und gerne als Thriller für Erwachsene durchgehen kann. Ich habe mich durchgängig sehr gut unterhalten gefühlt und war sozusagen ständig mittendrin. Lesen! *Die Bewertung:* Vier von fünf Sternen

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  • Rezension zu "Unsichtbare Blicke" von Frank M. Reifenberg

    Unsichtbare Blicke

    Themistokeles

    11. April 2012 um 10:16

    In unseren modernen Zeiten wird das Internet und vor allen Dingen die Eigenschaft über dieses mit anderen zu kommunizieren immer wichtiger. Insbesondere Chatprogramme und Chats im Allgemeinen liegen ganz weit vorn. Jedoch werden bei den Chatprogrammen in jüngerer Zeit die Funktionen zur Videotelefonie mittels Webcam deutlich wichtiger, als die Chatfunktion. Wie gefährlich jedoch die Webcams für unbedarfte Nutzer werden können, weiß nicht jeder oder manch einer will es auch nicht wahrhaben. Auch Josie nicht, die dadurch in extreme Gefahr gerät, denn sie wird Tag und Nacht von einem Fremden über das Internet mit ihrer Webcam beobachtet wird. Jedoch ist sein Ziel nicht nur sie zu beobachten, sondern etwas viel schlimmeres. Das Besondere an diesem Roman sind die vielen kleinen Wendungen, die man immer wieder erfährt und die die eigenen Vermutungen des Lesers zum einen anregen und zum anderen immer mal wieder ins leere laufen lassen. Zudem wird die Geschichte sehr durch ihre vielen unterschiedlichen Erzählperspektiven geprägt, da man die Geschichte aus der Sicht einiger Erzähler wahrnimmt welche außerdem von Berichten aus der Vergangenheit unterbrochen werden, wodurch man viele unterschiedliche Schauplätze, Gedanken der Charakter und ähnliches direkt kennenlernt, was ebenfalls die Spannung und Neugier, was wohl bei den anderen Charakteren passiert, stark steigert. Jedoch blieben mir manche der Charaktere ein bisschen zu flach, wie leider ganz besonders Josies Umgebung, d.h. ihre Eltern und einige Freunde und auch manche Handlungen der Charaktere konnte ich überhaupt nicht verstehen, schon allein die Tatsache, dass Josie vermutlich ihren Laptop nie zugeklappt hat, auch bevor sie von dem Internetspanner erfährt, war für mich einfach unglaublich unverständlich. Die Polizeiarbeit hingegen war auf jeden Fall richtig gut dargestellt, auch wenn bei den Ermittlungen scheinbar öfter mal der Zufall ganz kräftig im Spiel war und den Ermittlern eindeutig in die Hände gespielt hat, da diese auch an manchen Stellen, die einfach sehr offensichtlich waren, eindeutig blind gewesen sind. Insgesamt ein recht spannendes Buch, das zumindest einen real gefährlichen Hintergrund anspricht, auch wenn es mir in manchen Punkten einfach ein bisschen zu gestellt wirkte, insbesondere in dem Anteil der Geschichte außerhalb der Webcam.

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