Frank P. Meyer

 4.5 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Hammelzauber, Normal passiert da nichts und weiteren Büchern.
Frank P. Meyer

Lebenslauf von Frank P. Meyer

Frank P. Meyer, geboren 1962. Studium der Anglistik, Germanistik und Niederländischen Philologie in Trier und Oxford. Danach Promotion und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Hildesheim. Heute Leiter der Studienberatung an der Uni Trier. 2012: Wahl zum Trierer Stadtschreiber. Gewinner des Saar-Hunsrück Literaturpreises 2014. Bisherige Bücher: 3 Romane, 2 Erzählbände, 1 Kolumnen-Sammlung.

Neue Bücher

Club der Romantiker

Neu erschienen am 01.10.2018 als Taschenbuch bei CONTE-VERLAG.

Alle Bücher von Frank P. Meyer

Hammelzauber

Hammelzauber

 (4)
Erschienen am 08.03.2016
Normal passiert da nichts

Normal passiert da nichts

 (2)
Erschienen am 01.04.2012
Club der Romantiker

Club der Romantiker

 (0)
Erschienen am 01.10.2018
Zwangsgeranisierung

Zwangsgeranisierung

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Erschienen am 01.02.2013
Vorlesungen über Homöopathie

Vorlesungen über Homöopathie

 (0)
Erschienen am 01.07.1999

Neue Rezensionen zu Frank P. Meyer

Neu

Rezension zu "Normal passiert da nichts" von Frank P. Meyer

Unterhaltsames aus dem Saarland
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Monaten

„Normal passiert da nichts“ hatte ich mir im Rahmen des diesjährigen Indiebookday in der örtlichen Bibliothek ausgesucht.

Der Conte Verlag ist ein kleiner, unabhängiger Verlag, der seinen Sitz in St. Ingbert (Saarland) hat und der mit sympathischen Mitarbeitern und Autoren  sowie mit einem vielfältigen Programm einen besonderen Platz in meinem Buchalltag eingenommen hat.

Ich muss ehrlich sagen, dass mich das Cover nicht dazu bewogen hätte, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Die Gesichtsmasken in Verbindung mit einem Foto (statt beispielsweise einer Illustration) wirken eher abschreckend auf mich. Ich war mir nicht sicher, was mich hier erwarten würde.

Wie es sich dann schnell herausstellt, passt die Verpackung nicht wirklich zum Inhalt, denn dieser ist deutlich unterhaltsamer als man beim ersten äußeren Eindruck nicht vermuten würde.

Wir treffen auf eine schrullige Männer-WG im saarländischen Primstal, die Zuwachs aus Antwerpen bekommt und den Neuling erst einmal mit den hiesigen Gepflogenheiten bekannt machen muss.
Dieser Teil hat mir am meisten Spaß gemacht beim Lesen, bin ich doch auch eine „Beigeplätschte“ im Saarland und musste mich erst einmal an das aus Frankreich übernommene und saarländisch neu definierte „Laissez-faire“ gewöhnen. Hier kennt jeder einen, der einen kennt, der was richten kann, eine Party entsteht spontan um einen Schwenker herum, eine Frau ist ein Neutrum („et lo“) und alles in allem nimmt man sich und das Leben nicht so bitterernst.

Entsprechend locker-flockig verläuft auch die Geschichte der drei Jungs, die an ewiger Geldknappheit leiden und eine zündende Idee benötigen, um ihre Existenz zu sichern.
Diese Rahmenhandlung verläuft leider ein wenig schleppend und ist in der ersten Hälfte des Buches kaum ein Thema. Erst im letzten Drittel nimmt dieser Handlungsfaden an Fahrt auf – dann aber auch richtig und mit überraschenden Wendungen.

Die Figuren selbst sind ein wenig flach und verschiedene Erzählperspektiven kaum voneinander zu unterscheiden, dennoch fand ich es amüsant, ihrem Treiben zuzuschauen.

„Normal passiert da nichts“ vermischt diverse Genre und verzettelt sich stellenweise ein wenig in Nebenschauplätzen. Nichtsdestotrotz vermag es zu unterhalten, insbesondere diejenigen, die einen Bezug zum Saarland haben und dessen Eigenheiten kennen und lieben.

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P

Rezension zu "Hammelzauber" von Frank P. Meyer

Hammelzauber, Versuch einer – angelwaidgerechten – Rezension
PhilipNeovor 3 Jahren

Hammelfreude, Versuch einer – angelwaidgerechten – Rezension

Schon immer hatten die Bücher von Frank Meyer irgendetwas von einem Angelausflug für mich.

 

Allen gemein war bisher, dass es immer so war, als ob der Meyer Frank einen an einem leicht bewölkten heiteren Samstagvormittag zu Hause in bester Laune abholte. Mit dabei die leichte Spinnrute und ab ging es zu einem nahe gelegenen, munter fließenden Mittelgebirgsflüsschen -sinnigerweise meistens im Saarland gelegen.

 

Und jedes Mal verstand er es meisterlich mit einigen geschickten Würfen und Dank messerscharf geschliffener Haken kapitale Fische zu überlisten, so dass es eine Wonne war dabei zuzuschauen. Er hat auch grundsätzlich nix hängen gelassen: Weder in den Bäumen noch an den Steinen – kommt nämlich sonst schon mal vor wenn einer zu zackig oder zu lahm angelt...

 

Die Ausflüge waren mal länger mal kürzer, manchmal kam neben dem bewährten Spinnersortiment auch ein kleiner Wobbler zum Einsatz und man durfte sich sicher sein auf sein Vergnügen zu kommen, der Her Meyer hatte es einfach drauf.

 

Und nun das: „Hammelfreude“ -  gleich nach den ersten Seiten dieses Werkes ist klar, wir treffen uns in einer Novembernacht (mit Boden-Nebel noch dazu), ein seltsames Frösteln liegt in der Luft. Herrn Meyer gelüstet es diesmal offensichtlich danach mit schwerem Gerät in den Untiefen sein Angelglück zu suchen.

 

Also folge ich ihm durch unwegsames und nur schemenhaft vom Halbmond beschienenes Gelände, vorbei an teilweise verdächtigen Schatten zu den Orten des Geschehens. Und wenn wir auch die Orte kennen, ein Heimspiel wird es nicht. Wir sitzen hart auf kalten Steinen am Ufer dieser Szenerie - Atomunfall und Sterbehilfe sind mit von der Partie. Wen wundert's, dass da das mehr als halbe Dutzend Schwerverbrechen nicht wirklich ins Gewicht mehr fällt. Es geht um Mord, Verrat, Verstümmelung - nicht gerade das Wunschprogramm für eine kleine Promenade durch die Felder.

 

Auch die Akteure scheinen erst vertraut... sie sind als Alte die alten irgendwie geblieben – und doch wieder nicht. So geht es denn bei den Rechnungen und Wunden gleichermaßen um alte und offene – gut abgehangene Rache liegt in der Luft und das saarländische Idyll erleidet tiefe Schrammen.

 

Hier zeigt der alte Angelprofi nun seine ganze Professionalität von einer bislang ungekannten Seite.

 

Da wird der Tauwurm gekonnt - und das ist einfach kein schöner Anblick - auf den großen Haken gezogen. Weit geht der Wurf hinaus auf die fast unsichtbare Wasserfläche. Statt fröhlicher Eskapaden belohnt Frank Meyer seinen Begleiter mit gekonnt verwobener Spannung und durchaus schwerer Kost. Wer könnte es verdenken, dass ein Meister bei Meistern sich bedient - so geben Shakespeare und Orwell sich - ganz nebenbei -  auch noch ein Stelldichein, um mit dem Meyer Frank im Nordsaarland nach dem Unrechten zu schauen.

 

Lediglich der Leser wähnt sich das ein oder andere Mal zu früh am Ziel der Angelträume -  Frank Meyer aber führt diesen Ausflug perfekt getimt und souverän zu seinem erfolgreichen Ende. Noch bevor der Morgen graut, belohnt er sich und seinen Leser mit einem der sehr seltenen kapitalen Fänge, die man an dieser Stelle niemals und in dieser Größe erst Recht nicht erwartet hätte.

 

Sollte es dann jemand doch nur für einen Krimi halten, ist die gute Nachricht, dass dann bei der zweiten Lektüre noch die Geschichte hinter der Geschichte zum Vorschein kommen kann. Genauso wie es sich durchaus lohnt bei seltsamen Namen zwei Mal hinzulesen.

 

Wie wohl sich der fremde Leser (in diesem Fall aus Rheinland-Pfalz) kopfschüttelnd fragt, wo bei den beschriebenen Kirmesbräuchen die Grenze zwischen Fiktion und Realität verläuft - von der Verwendung der Hammelhoden einmal ganz zu schweigen ...

 

So mischt sich auf dem Heimweg die Freude darüber, dass man dabei sein durfte, mit dem Respekt für diesen minutiös geplanten und meisterlich absolvierten Fischfang. Fest steht der Meyer Frank hat mehr drauf als sonniges Schönwetterfischen - würde mich nicht wundern wenn er sein nächstes Werk - nur mal so zur weiteren Abwechslung - ganz federleicht nach Art des Fliegenfischers offeriert. Bis dahin „Alles Gute !“, lieber Angelfreund, bzw. „Petri Heil!“.

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Gespräche aus der Community

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Wer will mit uns nach Oxford?

"Club der Romantiker“ ist viel mehr als  "das Rätsel um Laureen Mills“. Der neue Frank P. Meyer hat was von einem Entwicklungsroman mit einer Portion Lebensphilosophie und einer Prise Politik (...) und steckt voller Überraschungen, Humor und Selbstironie. Frank P. Meyer macht daraus nicht nur eine spannende Geschichte, sondern ein kriminell gutes Lesevergnügen. Hut ab und bitte mehr davon!"
(Saarländischer Rundfunk)


Kann man eine 24 Jahre alte Leiche noch obduzieren? Wer dieser Frage nachgehen will, ist herzlich zu unserer Leserunde eingeladen! Dazu stellen wir 10 Printexemplare zur Verfügung. Um in den Lostopf zu hüpfen, verratet uns doch bitte, ob Ihr schon mal in Oxford wart oder welche andere Bücherei Euch beeindruckt hat. 

Für ein Treffen mit früheren Kommilitonen kehrt Peter Becker nach Oxford zurück. Doch der eigentliche Grund für seine Reise ist Laureen Mills Beerdigung. Als ihre Leiche jetzt, über zwei Jahrzehnte nach ihrem spurlosen Verschwinden, gefunden wird, erwartet niemand mehr ernsthaft die Aufklärung dieses Falles. Zur selben Zeit sind weitere Ehemalige in Oxford, die die College-Bibliothekarin kannten: Louise, Ed, Brandy Jones und der Bischof – allesamt Mitglieder im exklusiven »Club der Romantiker«. Inspector Osmer ahnt nichts von der Verbindung der Clubmitglieder zur Toten, und sein Vorgesetzter will, dass der alte und scheinbar unlösbare Fall endlich zu den Akten gelegt wird. Aber der Zufall und ein immer nervöser werdender Ex-Romantiker spielen dem Ermittler und seinem übereifrigen Sergeant in die Hände. Ein spannender und überraschender Roman vor und hinter den Kulissen des altehrwürdigen Oxford.

Im Fall eines Gewinnes wünschen wir uns eine rege Beteiligung an der Leserunde und eine Rezension hier bei lovelybooks und/oder anderen Plattformen. Natürlich dürft Ihr auch gern mit Euren eigenen Büchern teilnehmen.  

Sowohl der Autor Frank P. Meyer als auch Tanja Karmann, Pressesprecherin des Conte Verlags und Autorin von "Der Mitternachtsladen" diskutieren mit! 

Wir freuen uns auf Eure Leseeindrücke!
Magicsunsets avatar
Letzter Beitrag von  Magicsunsetvor 3 Stunden
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