Frank P. Meyer Hammelzauber

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Inhaltsangabe zu „Hammelzauber“ von Frank P. Meyer

»Es war sonderbar still auf dem Kirmesplatz. Vielleicht, weil die Szene wie eine Invasion von Aliens aussah. Oder weil sich die Leute an die Tage nach dem GAU erinnert fühlten.«

Das Saarland in nicht allzu ferner Zukunft. Viele Jahre nach einer Kernschmelze im französischen Atomkraftwerk Cattenom sind weite Teile des Landes noch immer unbewohnbar. Aber ein Dorf bleibt stur und dort, wo es schon immer war: Primstal. Seine Bewohner erklären den Ort am Rand der Sperrzone zum gemütlichsten Wartesaal Gottes, in dem der Hammelzauber und das Rollatorrennen zur Dorfkirmes die Höhepunkte des Jahres markieren.
Doch in der ersten Kirmesnacht werden zwölf absonderliche Straftaten verübt. Die Saarbrücker Kommissarin Paula Lück muss vor Ort ermitteln, und der Einzige, der ihr dabei wirklich helfen kann, ist der alte Jus. Denn der weiß Bescheid, da können Sie in Primstal fragen wen Sie wollen.
Frank Meyers Roman vermengt Science-Fiction, Krimi und Dorf-Grotes­ke zu einer aberwitzigen Geschichte und so viel sei verraten: Für die Bewohner des Dorfes, in dem normal nichts passiert, war der GAU noch eine der kleineren Katastrophen ihres Lebens.

Viel Lokalkolorit, witzige Zukunftsidee, leider etwas zu lang.

— Reinschrift

Ein "Krimi" der etwas anderen Art. Mit viel Witz und einer Dorf-Groteske, die mich zum Lachen brachte. Positiv überrascht. ;)

— Amada07

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  • Hammelzauber, Versuch einer – angelwaidgerechten – Rezension

    Hammelzauber

    PhilipNeo

    04. April 2016 um 15:12

    Hammelfreude, Versuch einer – angelwaidgerechten – Rezension Schon immer hatten die Bücher von Frank Meyer irgendetwas von einem Angelausflug für mich.   Allen gemein war bisher, dass es immer so war, als ob der Meyer Frank einen an einem leicht bewölkten heiteren Samstagvormittag zu Hause in bester Laune abholte. Mit dabei die leichte Spinnrute und ab ging es zu einem nahe gelegenen, munter fließenden Mittelgebirgsflüsschen -sinnigerweise meistens im Saarland gelegen.   Und jedes Mal verstand er es meisterlich mit einigen geschickten Würfen und Dank messerscharf geschliffener Haken kapitale Fische zu überlisten, so dass es eine Wonne war dabei zuzuschauen. Er hat auch grundsätzlich nix hängen gelassen: Weder in den Bäumen noch an den Steinen – kommt nämlich sonst schon mal vor wenn einer zu zackig oder zu lahm angelt...   Die Ausflüge waren mal länger mal kürzer, manchmal kam neben dem bewährten Spinnersortiment auch ein kleiner Wobbler zum Einsatz und man durfte sich sicher sein auf sein Vergnügen zu kommen, der Her Meyer hatte es einfach drauf.   Und nun das: „Hammelfreude“ -  gleich nach den ersten Seiten dieses Werkes ist klar, wir treffen uns in einer Novembernacht (mit Boden-Nebel noch dazu), ein seltsames Frösteln liegt in der Luft. Herrn Meyer gelüstet es diesmal offensichtlich danach mit schwerem Gerät in den Untiefen sein Angelglück zu suchen.   Also folge ich ihm durch unwegsames und nur schemenhaft vom Halbmond beschienenes Gelände, vorbei an teilweise verdächtigen Schatten zu den Orten des Geschehens. Und wenn wir auch die Orte kennen, ein Heimspiel wird es nicht. Wir sitzen hart auf kalten Steinen am Ufer dieser Szenerie - Atomunfall und Sterbehilfe sind mit von der Partie. Wen wundert's, dass da das mehr als halbe Dutzend Schwerverbrechen nicht wirklich ins Gewicht mehr fällt. Es geht um Mord, Verrat, Verstümmelung - nicht gerade das Wunschprogramm für eine kleine Promenade durch die Felder.   Auch die Akteure scheinen erst vertraut... sie sind als Alte die alten irgendwie geblieben – und doch wieder nicht. So geht es denn bei den Rechnungen und Wunden gleichermaßen um alte und offene – gut abgehangene Rache liegt in der Luft und das saarländische Idyll erleidet tiefe Schrammen.   Hier zeigt der alte Angelprofi nun seine ganze Professionalität von einer bislang ungekannten Seite.   Da wird der Tauwurm gekonnt - und das ist einfach kein schöner Anblick - auf den großen Haken gezogen. Weit geht der Wurf hinaus auf die fast unsichtbare Wasserfläche. Statt fröhlicher Eskapaden belohnt Frank Meyer seinen Begleiter mit gekonnt verwobener Spannung und durchaus schwerer Kost. Wer könnte es verdenken, dass ein Meister bei Meistern sich bedient - so geben Shakespeare und Orwell sich - ganz nebenbei -  auch noch ein Stelldichein, um mit dem Meyer Frank im Nordsaarland nach dem Unrechten zu schauen.   Lediglich der Leser wähnt sich das ein oder andere Mal zu früh am Ziel der Angelträume -  Frank Meyer aber führt diesen Ausflug perfekt getimt und souverän zu seinem erfolgreichen Ende. Noch bevor der Morgen graut, belohnt er sich und seinen Leser mit einem der sehr seltenen kapitalen Fänge, die man an dieser Stelle niemals und in dieser Größe erst Recht nicht erwartet hätte.   Sollte es dann jemand doch nur für einen Krimi halten, ist die gute Nachricht, dass dann bei der zweiten Lektüre noch die Geschichte hinter der Geschichte zum Vorschein kommen kann. Genauso wie es sich durchaus lohnt bei seltsamen Namen zwei Mal hinzulesen.   Wie wohl sich der fremde Leser (in diesem Fall aus Rheinland-Pfalz) kopfschüttelnd fragt, wo bei den beschriebenen Kirmesbräuchen die Grenze zwischen Fiktion und Realität verläuft - von der Verwendung der Hammelhoden einmal ganz zu schweigen ...   So mischt sich auf dem Heimweg die Freude darüber, dass man dabei sein durfte, mit dem Respekt für diesen minutiös geplanten und meisterlich absolvierten Fischfang. Fest steht der Meyer Frank hat mehr drauf als sonniges Schönwetterfischen - würde mich nicht wundern wenn er sein nächstes Werk - nur mal so zur weiteren Abwechslung - ganz federleicht nach Art des Fliegenfischers offeriert. Bis dahin „Alles Gute !“, lieber Angelfreund, bzw. „Petri Heil!“.

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