Frank Portman

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Autor*in von King Dork.

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Cover des Buches King Dork (ISBN: 9780385734509)

King Dork

(1)
Erschienen am 12.02.2008

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Cover des Buches King Dork (ISBN: 9780385734509)
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Rezension zu "King Dork" von Frank Portman

Elias_Roth
King Dork hat mich zum Lachen und zum Nachdenken gebracht.

Der vierzehnjährige Tom ist ein Außenseiter an seiner Schule. Doch der Twist: Er ist egozentrisch und kümmert sich nicht um andere. Stattdessen analysiert und kategorisiert er das Geschehen und die Menschen um sich herum auf seine eigene Art.

Zusammen mit seinem besten Freund arbeitet er an einer Karriere als Rockmusiker. Instrumente haben sie noch nicht, dafür aber einen Bandnamen … Viele davon, und alle paar Tage ändert sich der Name.

Irgendwann findet er im Keller einen Stapel alter Bücher seines verstorbenen Vaters, die übersät sind von Notizen, Markierungen und „versteckten Botschaften". Darunter ein Exemplar von J.D. Salingers „The Catcher in the Rye" ... Ausgerechnet. Denn an Toms Schule ist Salinger so etwas wie heiliges Pflichtprogramm, das jeder Lehrer für das wichtigste Buch der Welt hält. Tom hasst es. Diese Anti-Catcher-Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman und ist einer seiner größten Reize: King Dork ist ein bewusster Gegenentwurf zum klassischen Coming-of-Age-Kanon.

Schließlich macht Tom es sich zur Aufgabe, das Rätsel zu lösen und in dem Zuge mehr über das Leben und den Tod seines Vaters herauszufinden.

Geschrieben wurde das Ganze von Frank Portman, alias Dr. Frank, Sänger und Gitarrist der East-Bay-Punkband Mr. T Experience (MTX). Das merkt man dem Buch in jeder Zeile an: Die Rockmusik-Welt wirkt nie aufgesetzt, sondern authentisch und von jemandem geschrieben, der genau weiß, wovon er spricht. Die ständig wechselnden Bandnamen, Albumtitel und Tracklists werden am Ende sogar in einem Glossar und einer „Bandography"  gesammelt – dazu kommen Fußnoten und eingestreute Songtexte. Formal ist das Buch also genauso schräg wie sein Protagonist.

„King Dork" ist auf den ersten Blick ungewöhnlich, beim Lesen lustig und im Nachgang bittersüß, denn der Leser erfährt alles gefiltert durch die naive, voreingenommene Brille eines vierzehnjährigen Jungen, für den Rock 'n' Roll wichtiger ist als korrupte Lehrer und der den ersten Kontakt mit Mädchen so sehr will, dass er dafür eine weitere Erniedrigung in Kauf nimmt.

Und irgendwann wird klar: Der Leser muss selbst entscheiden, was wahr ist und was Toms verdrehter Weltauffassung entspringt.

Eine absolute Leseempfehlung. Vor allem für Leser, die schrägen, sarkastischen Humor mögen und mit einem Erzähler leben können, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt. Wer „The Perks of Being a Wallflower" gemocht hat, aber sich an manchen Stellen weniger Pathos und mehr Spott gewünscht hätte, ist hier richtig. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, die Situationen sind schräg und der Humor landet.

Kleiner Disclaimer: Wer das Buch nur für den Mystery-Aspekt liest, könnte enttäuscht werden. Und noch einer: Eine deutsche Übersetzung gibt es meines Wissens bislang nicht. Wer reinlesen will, muss zum englischen Original greifen.

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