Frank Rehfeld Der Weg des Inquisitors

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Inhaltsangabe zu „Der Weg des Inquisitors“ von Frank Rehfeld

Was böse ist, ist eine Frage der Erziehung ...
Der junge Waise Torin verfügt über alles, was er als Inquisitor der Kirche der Göttlichen Familie benötigt: einen festen Glauben, mächtige Förderer und die unumstößliche Gewissheit, dass die Kirche immer im Recht ist. Er weiß auch, wie wichtig seine Arbeit ist, denn das Böse, das in der großen Wüste lauert, verdirbt immer mehr Menschen. Die Inquisition ist das einzige Bollwerk der Menschen gegen diese namenlosen Schrecken. Doch dann erkennt Torin, dass nicht alle Verurteilten wirklich Hexen sind, sondern oft unschuldig – aber auch, dass das wahre Böse viel mächtiger ist, als irgendjemand bislang ahnt.

Ein Buch der Überraschungen. Übrigens Fantasy, falls es nicht klar sein sollte.

— wsnhelios

Fantasy ohne die üblichen Verdächtigen wie Elfen oder Zwerge. Nichtsdestotrotz sehr spannend und fesselnd

— phantastische_fluchten

Ein toller Einstieg in die Bücher von Frank Rehfeld, die Lust machen auch die älteren Bände zu lesen. Nur der Anfang hat sich etwas gezogen.

— ilkamiilka

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    Der Weg des Inquisitors

    Gwhynwhyfar

    08. November 2017 um 16:46

    »Unschuldig, dachte Naron Balosta, seines Zeichens Inquisitor achten Ranges, als er allein war.«Das Buch kann man dank der einfachen Sprache und Handlung flott lesen und ich habe immer wieder Seiten quer gelesen, um mich nicht zu langweilen. Ich würde es in das Genre Jugendliteratur / Allage einordnen. Summa summarum habe ich mich geärgert, da dieser Roman anscheinend der Auftakt eine Fantasy-Serie wird. Hätte ich das vorher gewusst, ich hätte es nicht angefangen, es wird vom Verlag nirgendwo erwähnt. Normalerweise zitiere ich keinen Klappentext, aber hier bietet sich das an:»Der junge Torin verfügt über alles, was er als Inquisitor der Kirche der Göttlichen Familie benötigt: einen festen Glauben, mächtige Förderer.« (Ja wirklich? Laut dem Buch gehört ungeheuer viel dazu, um aufgenommen zu werden!) »Und die unumstößliche Gewissheit, dass die Kirche immer im Recht ist. Er weiß auch, wie wichtig seine Arbeit ist, denn das Böse, das in der großen Wüste lauert, verdirbt immer mehr Menschen.« (Verdirbt? Kommt nicht vor, lediglich zwei Hexen. Seine Arbeit? Er ist Schüler eines Internats, am Ende des Buchs ist er immer noch kein Inquisitor.) »Die Inquisition ist das einzige Bollwerk der Menschen gegen diese namenlosen Schrecken. Doch dann erkennt Torin, dass nicht alle Verurteilten wirklich Hexen sind, sondern oft unschuldig – aber auch, dass das wahre Böse viel mächtiger ist, als irgendjemand bislang ahnt.« (Kommt beides nicht vor.)Torin, ein Weisenjunge, im Kloster erzogen, trifft auf einen Inquisitor, erzählt ihm, dass es sein brennender Wunsch ist, auch einer zu werden. Der Mann lacht. Denn zu Inquisitoren werden nur die Kinder mächtiger Familien ausgebildet, die Ausbildung kostet viel Geld und man gewinnt Macht in der Position, man muss auch eine gute Schulausbildung vorweg mitbringen. Torin rettet dem Inquisitor das Leben und der will sich nun für ein Kirchenstipendium für Torin einsetzen. Der Abt zeigt dem Inquisitor das Amulett, das Torin bei sich trug, als er als Baby vor die Klostertür abgesetzt wurde. Ist er vielleicht Sohn von IHM? Wer auch immer das ist, wird nie geklärt, das Amulett steckt der Inquisitor ein, der Strang fällt herunter. Noch ein Ärgernis.Torin wird in die Ausbildung aufgenommen: Es bildet sich ein Dreier-Freundschaftspakt: Der schlaue Torin, der nur Ahnung vom Kirchenfach hat, der sich alles andere durch Fleiß aneignen muss, Berryl, der große, dicke Junge, der mit Kraft gut kämpft, aber nicht so wendig ist, nicht der Hellste ist und schließlich Prinzessin Shirina, die beste im Kampf, schlau, hübsch, die das Mädchen-Manko hat, denn nicht jedem ist es recht, dass neuerdings auch ein paar Frauen ausgebildet werden. Und dann gibt es die böse, reiche Familie Scylla, Mächtige, aus einem kleinen aggressiven Land des Kontinents, das immer wieder angrenzende Länder angreift. Starke Kämpfer, böse, hinterlistig, diese Schüler haben es ständig auf Torin abgesehen. Einer dieser Familie, Inquisitor Scylla, wird Lehrer im Fach Kampf, auch er triezt den unerfahrenen Torin bis aufs Blut. Der Schulleiter hält eine schützende Hand über den Jungen. Am Ende nach jedem Schuljahr (nach ca. ¾ im Buch ist das erste Jahr vorbei) wird ein Kampf ausgeführt. Die Schüler müssen in einen abgeschlossenen Bezirk gehen, sich verstecken, bei Gongschlag geht es los, jeder gegen jeden, nur einer kann gewinnen, wobei es nur um die Berührung mit dem stumpfen Schwert geht, nicht darum jemanden ernsthaft zu verletzen. Nur einer wird der Sieger sein. Die Schüler lernen auch erste Übungen, sich per Geist in den Kopf eines anderen einzunisten, seinen Körper zu übernehmen, ein gefährliches Spiel, auch die Abwehr dagegen ist wichtig. Kommt jemandem das Setting bekannt vor? Hier sind die Guten die Kirchenleute und Hexen und Zauberer sind die böse Macht. Über die Bösen erfährt man eigentlich nichts. Wir erfahren lediglich, dass sie in den Körper von unbedarften Menschen schlüpfen und andere angreifen, völlig schmerzunempfindlich sind, weshalb sie Folter während die Inquisition nicht tangiert. Die letzten vier Schuljahre werden in 100 Seiten abgearbeitet, letztendlich eigentlich nur der Endkampf am Ende des Schuljahrs. Dumbledore lässt grüßen.Abklatsch, dachte ich beim Lesen, Abklatsch von erfolgreichen Büchern, aber schlecht umgesetzt. Von Titel, Klappentext und Cover (Der Mann sieht aus wie Klischko, was mich amüsierte) kann man von einem High Fantasy Roman ausgehen. Was ist das Wesen dieses Genre? Malerische Schilderung und fein ausgearbeitete Charaktere sind die Grundlage. Landschaften werden ausgiebig beschrieben, Gegenstände, handwerkliche Arbeit. Die Charaktere der Protagonisten sind ausführlich dargestellt. Das Wesentliche ist, dass diese Welt so feinsäuberlich dargestellt wird, inclusive Landkarten (die ist übrigens vorhanden, aber nicht nötig), dass der Leser sich hineingezogen fühlt, sie sozusagen als real betrachtet. Das erwartet der Leser schlicht. Hier aber haben wir es mit einer abgespeckten Version von irgendwas zu tun. Internatsgeschichte? Fantasyepos? Keine Ahnung, denn beides ist es nicht. Wenn das nun alles war, ist das Buch oberschwach. Nirgendwo wird bemerkt, dass die Geschichte weitergeht. Selbst wenn weitere Bände folgen, ist dieser Auftakt schwach. 476 großgeschriebene Seiten, einfache Sprache, riesige Zeitsprünge, mit denen man nicht rechnet, dafür langatmige Passagen, Wiederholungen, bei denen getrost weiterblättern kann. Ich war recht lustlos, weil für mich keine Spannung aufkam. Ein paar laue Spannungsszenen und abarbeiten von Schulstoff. Was macht einen Inquisitor aus? Genau das hätte mich interessiert, charakterliche Eigenschaften, philologische Gedankengänge. Nach fünf Schuljahren habe ich es nicht verstanden. Ich kenne seine Fächer: Kampf, Reiten, Kirchenrecht, Pflanzenkunde (Giftmischen) und wohl noch mehr, was aber nicht genau benannt wird. Das wird gebetsmühlenartig wiederholt, auch wie anstrengend der Stoff ist. Endlich hat man sich durch das Buch gequält, die oberflächlichen dargestellten Charaktere kennengelernt, eine klischeehafte Geschichte, die man sich ersparen kann. Die erzählerische Kraft und die Emotion sind im Zeitraffer verlorengegangen. Bis zum Ende konnte ich keinen Bezug zu irgendeiner Figur bilden, die sich auch alle nicht entwickeln, Länder und Kontinente bleiben als wage Vorstellung, eine distanzierte Erzählung in Rapportform, einfachste Sprache, nichts zum Eintauchen. Mit vierzehn hätte ich die Geschichte vielleicht noch spannend gefunden, vielleicht. Zu jedem Fantasyepos fällt einem spontan etwas Bleibendes ein, bei Harry Potter sofort: Quiddisch, Zug, Süßigkeiten, schräge Lehrer, die Häuser usw. In diesem Roman bleibt nichts zurück.Alles in allem fühle ich mich als Leser getäuscht. High Fantasy vorgetäuscht, abgeschlossenes Buch vorgetäuscht, der Weg des Inquisitors ist die Schulausbildung eines Jungen, der mal Inquisitor werden will. Nicht mal das, denn was verlangt man von einem Inquisitor, außer dem Foltern und Kämpfen? Was sind die echten Fragen der Qualifikation? Beworben wurde das Buch mit dem Thema der Auseinandersetzung mit Religion. Das kam mit keinem Wort vor. Im Prinzip hätte das Thema viel Potential. Aber dieses Buch kommt nicht über den Level eines einfach gestrickten Jugendbuchs hinweg. Denn selbst als Solches hätte ich mehr Substanz erwartet. Man fühlt sich ständig vom Autor belehrt, der andere Figuren reden lässt, damit der Leser sie vielleicht versteht, die Umstände versteht. Der Erzähler fasst zusammen, welche Fächer es gibt, was in den letzten 12 Monaten passiert ist. Die Figuren sind hölzern, agieren nicht, entwickeln sich nicht. Gut sie lernen Stoff, kämpfen, aber wo bleibt die Persönlichkeit? Wie auch, wenn man drei Schuljahre in 50 Seiten abhandelt, hauptsächlich durch je einen Kampf. Durch die klischeehafte Bildung der Figuren weiß der Leser was er zu denken hat. Nein, solche Bücher mag ich persönlich nicht.Wer High Fantasy liebt, sollte die Finger von dem Buch lassen, ebenso, wer auf erzählerische Kraft Wert legt. Wer philosophische Fantasy liebt, wird arg enttäuscht sein. Spoiler!!!!!! Spoiler!!!!!! Nicht weiterlesen, wenn man das Buch noch lesen möchte! Spoiler!!!!!! Torin macht für mich keine Entwicklung mit, bzw. am Ende eine angebliche, psychologisch nicht nachvollziehbar für mich. Torin ist die ganze Zeit verliebt in Shirina. Am Ende des Romans wird Ila, die im gleichen Kloster wie Torin aufgewachsen ist, in die Hauptstadt gebracht, sie ist eine Hexe. Torin darf mit ihr sprechen, man meint, vielleicht erzählt sie ihm, was der Inquisitor nicht herausfoltern konnte. Ihm wird sofort gesagt, in dem Leib stecke eine fremde, böse Seele, die ihm etwas vorspielen wird, vorspielen, sie sei die echte Ila. Und die Hexe verrät Torin Geheimnisse? Macht sie natürlich nicht. Sie spielt ihm die leidende Ila vor und der intelligente Junge fällt trotz mehrfacher Warnung der Ausbilder darauf herein, darf dann heimlich zuhören, wie die Hexe sich über den Jungen auslässt, sich freut, ihn getäuscht zu haben. Und nun erfahren wir, Ila ist Torins große Liebe, die Frau, die er heiraten wollte. Fünf Jahre kein Wort, kein Gedanke, kein Brief, Ila kam nicht vor. Als völlig verliebt in Shirina, bei der seine Gedanken sind, wird Torin beschrieben. Ach nee, eigentlich ist Ila die Angebetete? Und nun macht Torin endlich eine Entwicklung. Völlig verstört, weil die Hexe ihn reinlegte, ihm wirklich Glauben machte, sie sei die heißgeliebte Ila, zieht er sich zurück, lernt noch verbissener. Für den Leser nicht nachvollziehbar. Was tut er? Was sagt er? Am Anfang wird erwähnt, Torin habe einen Freund im Kloster, von dem verabschiedet er sich. Kein Wort über Ila, die ganze Zeit nicht. Hier wieder der distanzierte Autor, der dem den Leser nicht mitzunehmen weiß, irgendwas erklärt: Sein Mentor und Shirina geben Torin Feedback, sagen, er habe sich verändert, zum Schlechten, sei verbissen geworden, er würde sich ausgrenzen, er könne ein fanatischer Mann werden, die jugendliche Begeisterung sei fort. Ein paar Sätze an den Leser, und gut ist. Peng, der Junge hat sich verändert, wie auch immer. Shit, man braucht ja einen Grund für die Entwicklung: Die große Liebe hat ihn enttäuscht, ha, geht doch. Als wäre dem Autor eingefallen, er hätte irgendwo gelernt, die Hauptfigur müsse sich entwickeln … Uppps, vergessen, schreiben wir noch paar Sätze am Ende rein, dann passt das wieder, Grund brauchen wir auch noch, Liebe passt immer … Und noch so etwas Merkwürdiges: Im Endkampf des 4. Schuljahres haben plötzlich alle Schüler einen fremden Geist im Kopf, der ihnen einredet zu töten, nur zwei können sich dagegen wehren, Torin und sein Freund. Über die Hälfte der Schüler sind tot. Passiert … das Ganze hat keine Folgen. Es sind halt weniger Schüler, so kann man den Unterricht des letzten Jahres in drei Monaten durchziehen. Au weia, dachte ich, im Inneren der Inquisitoren dringt der Feind ein, tötet und das war es?

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  • Fantasy im Mittelalter Stil

    Der Weg des Inquisitors

    phantastische_fluchten

    17. September 2017 um 10:09

    Torin wird als Baby vor den Portalen eines Klosters ausgesetzt. Nichts deutet auf seine Herkunft hin, er besitzt nichts, außer einem Medaillon, das jedoch ohne jegliche Gravuren ist und keinen Hinweis auf seine Identität gibt.Im Kloster erzogen und schon als Kind den kirchlichen Regeln unterworfen, setzt sich schon früh in dem Jungen der Traum fest, Inquisitor zu werden. Ein Traum wird es wohl bleiben, denn eines der höchsten Ämter in der Kirche ist den Reichen und Privilegierten vorbehalten. Eltern zahlen ein Vermögen, um ihren Kindern diese Ausbildung zu ermöglichen, die sechs Jahre währt und sehr an den Kräften und am Glauben zehrt. Torin ist dies nicht bekannt und er hält an seinem Traum fest. Als Großinquisitor Balista in das Kloster kommt, um eine Hexenbefragung durchzuführen, nimmt sich Torin ein Herz und erzählt dem Würdenträger von seinen Träumen.  Der Mann der Kirche hat nur Hohn und Spott für den Jungen übrig. Bald aber erkennt er, dass Torin anders ist als die übrigen Kinder im Kloster, unbeirrbar, glaubensstark, wissensdurstig und zielstrebig. Um dem Jungen seinen Traum auszutreiben, nimmt er ihn mit zu einer Hexenbefragung. Doch statt abschreckend, wirkt diese Demonstration bestärkend auf den Jungen. Als Torin ihm das Leben rettet, beschließt der Inquisitor, den Jungen mit in die Stadt Aurelia zu nehmen und für ihn vor dem Kirchenausschuß zu sprechen. Denn es gibt Ausnahmefälle, in denen die Kirche die Kosten einer Ausbildung zum Inquisitor übernimmt. Kommentar:Ich habe schon die Zwergenbücher des Autors gelesen und mir gefallen seine Sprache und sein Schreibstil. Dieses Buch unterscheidet sich sehr von seinen vorherigen Romanen. Hier finden sich keine Geschöpfe wie Elfen, Zwerge, Oger oder Orks. Das Böse bleibt zunächst formlos, es ist nur eine nicht fassbare Bedrohung, die erst gegen Ende des Romans Gestalt bekommt. Antasia ist eine mittelalterliche Welt, in der die Kirche die wichtigste Rolle spielt. Sie verfügt über mehr Macht und Reichtum als das Herrscherhaus. Wer nicht dem Glauben angehört oder wider der Kirche spricht, gilt als Ketzer und wird verbrannt oder auf andere Art zu Tode gefoltert. Vieles erinnert an das Mittelalter und das ist von Frank Rehfeld auch so gewollt. Statt neue und ausgefallene Begriffe zu erfinden, hält er sich an die bekannten Strukturen, so dass der Leser keine Schwierigkeiten hat, der Handlung zu folgen.Schon nach dem ersten Drittel des Romans wird klar, dass es sich nicht um einen Einzelband handeln wird. Der Fokus liegt auf Torin und seine Ausbildung. Ein 476 Seiten Buch, in dem es lediglich um die Entwicklung eines Jungen geht. Ist das nicht langweilig? Keineswegs!. Frank Rehfeld schafft es, auch den Kleinigkeiten noch eine Spannung zu verleihen und die Ausbildung des Jungen  für den Leser ein Erlebnis werden zu lassen. Wir leben und leiden mit Torin, Berryl und Shirina, verfolgen ihren Lebensweg und bewundern den Mut, mit dem sie ihrem Ziel entgegen streben. Alle drei Außenseiter in einer privilegierten Gesellschaft. Shirina ist eines der ersten Mädchen, dass zu einer Ausbildung zur Inquisitorin zugelassen wird. Sie wird von den arroganten und verzogenen reichen Sprösslingen der Gesellschaft nicht akzeptiert, die den Platz einer Frau am Herd sehen. Berryl ist zwar groß und stark aber wirkt etwas dümmlich. Und Torin als hergelaufene, arme Waise stößt vom ersten Tag an auf Ablehnung. Da er  seine Kindheit in einem Kloster und nicht an einem Fürstenhof verbracht hat, weist er viele Defizite auf. Er kann keine Waffen führen, nicht reiten und auch die karge Bildung im Kloster hat ihn nicht darauf vorbereitet, was es alles zu lernen gibt. Die drei Außenseiter schließen sich zusammen und es macht dem Leser Spaßt ihrer Entwicklung zu folgen. Das Buch ist weder langatmig noch einfallslos, obwohl der größte der Teil Handlung über die Ausbildung der Kinder handelt. Im Inneren des Buches findet sich eine Karte Antasias, so dass wir den Reisen des Inquisitors gut folgen können und eine Vorstellung von der Größe des Landes bekommen. Die Umschlaggestaltung übernahm wieder Inkcraft. Es vermittelt einen guten Eindruck darüber, was den Leser erwartet. Ich habe das Buch über das Bloggerportal bekommen und Danke dem Verlag für die Zusendung.

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  • Ein Buch der Überraschungen. Übrigens Fantasy, falls es nicht klar sein sollte.

    Der Weg des Inquisitors

    wsnhelios

    24. June 2017 um 11:21

    Inhalt: Der Waisenjunge Torin wächst in einem Kloster auf und setzt alles daran, ein Inquisitor zu werden. Als es dann soweit ist, merkt er, dass Hexen das kleinste ihrer Probleme sind. Bevor ich über dieses Buch schreibe, muss klar gemacht werden, dass hier streng zwischen Verlag und Autor unterschieden werden muss. Ersterer ist zu kritisieren, zweiter zu loben. Was also meine ich damit? Wenn man das Buch so in die Hand nimmt, weiß man nicht, ob es Fantasy oder Historisch ist. Ich habe an anderen Stellen gelesen, dass so mancher einen historischen Roman erwartet hatte und dann überrascht wurde, teilweise negativ. Außerdem ist der Roman nicht abgeschlossen und es gibt nirgends einen Hinweis darauf, dass wir hier eine Serie, eine Trilogie oder ein zweibändiges Werk vor uns haben. Das hasse ich immer so sehr. Denn grundsätzlich habe ich kein Problem eine mehrbändige Reihe zu lesen, ich möchte nur vorher wissen, dass dies der Fall ist, damit ich nicht am Ende enttäuscht zurück bleibe. Und schließlich hat der Klappentext in mir eine andere Erwartungshaltung geweckt. Ich dachte wirklich, dass hier die Abenteuer eines Inquisitors erzählt werden, stattdessen geht es im gesamten Buch nur um seine Ausbildung. Wie gesagt kritisiere ich den Vertrag ob dieser Mängel, nicht den Autor. Denn das Buch selbst ist eigentlich recht spannend und ich freue mich schon auf den zweiten Band. Torin wächst einem schon ziemlich ans Herz und das Rätsel um die alte Rasse entwickelt sich sehr interessant. Natürlich, es ist kein Meistwerk, aber es bietet sehr gute Unterhaltung. Es gibt schon einige kleinere Mängel, die aber nicht weiter ins Gewicht fallen. Zum Beispiel werden Torins Alpträume sehr abrupt eingeführt, da hätte ich mir schon viel früher ein paar Atmosphärische Anspielungen gewünscht. Und auch Shirinas Entführung zu Beginn wirkte irgendwie unlogisch. Diese Kleinigkeiten mindern jedoch nicht die allgemeine Qualität des Buches. Eine Warnung sei aber noch angebracht, denn die Folterszenen, also wenn die Hexen befragt werden, sind nichts für schwache Nerven. Sie zeigen aber sehr gut die Brutalität, die im wahren Mittelalter angewandt worden ist. Fazit: Für Fantasy-Fans sehr zu empfehlen.>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

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  • Spannende, mittelalterlich anmutende Fantasy

    Der Weg des Inquisitors

    phantastische_fluchten

    30. May 2017 um 19:35

    Torin wird als Baby vor den Portalen eines Klosters ausgesetzt. Nichts deutet auf seine Herkunft hin, er besitzt nichts, außer einem Medaillon, das jedoch ohne jegliche Gravuren ist und keinen Hinweis auf seine Identität gibt. Im Kloster erzogen und schon als Kind den kirchlichen Regeln unterworfen, setzt sich schon früh in dem Jungen der Traum fest, Inquisitor zu werden. Ein Traum wird es wohl bleiben, denn eines der höchsten Ämter in der Kirche ist den Reichen und Privilegierten vorbehalten. Eltern zahlen ein Vermögen, um ihren Kindern diese Ausbildung zu ermöglichen, die sechs Jahre währt und sehr an den Kräften und am Glauben zehrt. Torin ist dies nicht bekannt und er hält an seinem Traum fest. Als Großinquisitor Balista in das Kloster kommt, um eine Hexenbefragung durchzuführen, nimmt sich Torin ein Herz und erzählt dem Würdenträger von seinen Träumen.  Der Mann der Kirche hat nur Hohn und Spott für den Jungen übrig. Bald aber erkennt er, dass Torin anders ist als die übrigen Kinder im Kloster, unbeirrbar, glaubensstark, wissensdurstig und zielstrebig. Um dem Jungen seinen Traum auszutreiben, nimmt er ihn mit zu einer Hexenbefragung. Doch statt abschreckend, wirkt diese Demonstration bestärkend auf den Jungen. Als Torin ihm das Leben rettet, beschließt der Inquisitor, den Jungen mit in die Stadt Aurelia zu nehmen und für ihn vor dem Kirchenausschuß zu sprechen. Denn es gibt Ausnahmefälle, in denen die Kirche die Kosten einer Ausbildung zum Inquisitor übernimmt. Kommentar: Ich habe schon die Zwergenbücher des Autors gelesen und mir gefallen seine Sprache und sein Schreibstil. Dieses Buch unterscheidet sich sehr von seinen vorherigen Romanen. Hier finden sich keine Geschöpfe wie Elfen, Zwerge, Oger oder Orks. Das Böse bleibt zunächst formlos, es ist nur eine nicht fassbare Bedrohung, die erst gegen Ende des Romans Gestalt bekommt. Antasia ist eine mittelalterliche Welt, in der die Kirche die wichtigste Rolle spielt. Sie verfügt über mehr Macht und Reichtum als das Herrscherhaus. Wer nicht dem Glauben angehört oder wider der Kirche spricht, gilt als Ketzer und wird verbrannt oder auf andere Art zu Tode gefoltert. Vieles erinnert an das Mittelalter und das ist von Frank Rehfeld auch so gewollt. Statt neue und ausgefallene Begriffe zu erfinden, hält er sich an die bekannten Strukturen, so dass der Leser keine Schwierigkeiten hat, der Handlung zu folgen. Schon nach dem ersten Drittel des Romans wird klar, dass es sich nicht um einen Einzelband handeln wird. Der Fokus liegt auf Torin und seine Ausbildung. Ein 476 Seiten Buch, in dem es lediglich um die Entwicklung eines Jungen geht. Ist das nicht langweilig? Keineswegs!. Frank Rehfeld schafft es, auch den Kleinigkeiten noch eine Spannung zu verleihen und die Ausbildung des Jungen  für den Leser ein Erlebnis werden zu lassen. Wir leben und leiden mit Torin, Berryl und Shirina, verfolgen ihren Lebensweg und bewundern den Mut, mit dem sie ihrem Ziel entgegen streben. Alle drei Außenseiter in einer privilegierten Gesellschaft. Shirina ist eines der ersten Mädchen, dass zu einer Ausbildung zur Inquisitorin zugelassen wird. Sie wird von den arroganten und verzogenen reichen Sprösslingen der Gesellschaft nicht akzeptiert, die den Platz einer Frau am Herd sehen. Berryl ist zwar groß und stark aber wirkt etwas dümmlich. Und Torin als hergelaufene, arme Waise stößt vom ersten Tag an auf Ablehnung. Da er  seine Kindheit in einem Kloster und nicht an einem Fürstenhof verbracht hat, weist er viele Defizite auf. Er kann keine Waffen führen, nicht reiten und auch die karge Bildung im Kloster hat ihn nicht darauf vorbereitet, was es alles zu lernen gibt. Die drei Außenseiter schließen sich zusammen und es macht dem Leser Spaßt ihrer Entwicklung zu folgen. Das Buch ist weder langatmig noch einfallslos, obwohl der größte der Teil Handlung über die Ausbildung der Kinder handelt. Im Inneren des Buches findet sich eine Karte Antasias, so dass wir den Reisen des Inquisitors gut folgen können und eine Vorstellung von der Größe des Landes bekommen. Die Umschlaggestaltung übernahm wieder Inkcraft. Es vermittelt einen guten Eindruck darüber, was den Leser erwartet. Ich habe das Buch über das Bloggerportal bekommen und Danke dem Verlag für die Zusendung. Fazit: Keine typische Fantasy mit den gängigen Figuren, sondern eine von der Kirche geprägte Welt, die sehr an das Mittealter erinnert. Ich freue mich auf weitere Bände, denn die Geschichte hat noch viel Potenzial. Weitere Rezensionen findet ihr auf meinem Blog phantastische-fluchten.blogspot.de

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  • Der Weg des Inquisitors - Frank Rehfeld

    Der Weg des Inquisitors

    KimSlr

    23. April 2017 um 16:47

    Diese rezension wurde zuerst auf meinem Blog veröffentlicht.Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Blanvalet und dem Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Als ich mir dieses Buch ausgesucht habe, dachte ich an einen historischen Roman der zur Zeit der Inquisition spielt und in dem die Hexen eventuell tatsächlich magische Kräfte haben. Darauf habe ich mich ziemlich gefreut, da ich gerne Geschichten aus dieser Zeit lese, aber noch nichts gelesen habe, in dem übernatürliche Kräfte eine Rolle spielen. Nachdem ich das Buch jedoch angefangen habe, hat sich schnell heraus gestellt, dass das Buch nicht im Mittelalter spielt, sondern in einer fiktionalen Welt die nur sehr stark an das Mittelalter angelehnt ist.  Mich hat das nicht gestört, meiner Meinung nach hätte es an der Geschichte nichts geändert ob das Buch in dieser oder in unserer Welt spielt, da sie sich so ähnlich sind und die Unterschiede unwichtig für die Handlung sind. Trotzdem ist die Welt sehr schön und gewissenhaft erschaffen worden und ich bin sehr froh darüber, dass der Autor sich dazu entschieden hat Begriffe und Strukturen aus dem uns bekannten Mittelalter zu übernehmen, sowohl weltliche, als auch kirchliche. Obwohl Das Buch einen Zeitraum von mehreren Jahren in der Kindheit/Jugend unseres Protagonisten überspannt ist das Tempo sehr gut gewählt, so dass das Buch spannen bleibt und nur die wichtigen und formenden Zeiten genauer beschrieben werden, der Leser aber nicht das Gefühl hat einiges zu verpassen. Die Handlung hat einige Zeit gebraucht bis sie für mich interessant wurde und erst in der zweiten Hälfte des Buches würde ich wirklich mitgerissen. Aber auch hier zeichnen sich nur Vorläufer der eigentlichen Handlung ab, die wohl in folge Büchern weiter geführt wird. In diesem Buch wird hauptsächlich die Ausbildung des Protagonisten beschrieben und das nötige Wissen für die weitere Geschichte aufgebaut. Mich hat das nicht gestört, da ich dies sehr interessant fand und trotzdem genug passiert ist um es spannend zu machen. Nur die erste Hälfte des Buches hat es mir sehr schwer gemacht mich einzulesen, ich hoffe aber, dass das nächste Buch dort anknüpft wo dieses Buch aufgehört hat, nicht nur im Bezug auf die Handlung, sondern auch auf den Schreibstil und das Tempo. Die Nebencharactere sind wenig ausgearbeitet, was zwar schön gewesen wäre, aber nicht unbedingt nötig für das Buch. Der Protagonist wurde besser beschrieben und man sieht auch, dass er eine klare Veränderung durch macht und erwachsen wird, allerdings sieht man dies eher von außen und merkt nicht wirklich was sich in ihm und seiner Denkweise verändert. Generell bin ich mir nicht sicher, was ich von ihm halten soll, werde aber seinen Werdegang auf jeden Fall in dem nächsten Buch weiter verfolgen. Hätte das Buch erst mit der zweiten Hälfte begonnen hätte es von mir vier Sterne bekommen, da es mir wirklich sehr gut gefallen hat und ich viel Spaß am lesen hätte. Da mir die erste Hälfte aber nicht so gut gefallen hat habe ich dieses Buch nur mit drei Sternen bewertet, ich hoffe aber sehr, dass der nächste Teil noch besser wird. Ich kann es nicht erwarten den zweiten Teil zu lesen, zumal der Erste auf einem 'Cliff-hanger' geendet hat!

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  • Rezension zu "Der Weg des Inquisitors"

    Der Weg des Inquisitors

    Zsadista

    24. March 2017 um 11:21

    Torin wurde als Kind ausgesetzt und kam mit anderen Waisen in eine kirchliche Institution. Abgeschieden in der Wüste und nur zusammen mit den Priestern und dem Glauben ist Torin darin natürlich sehr gestärkt. Für ihn kommt nur der Weg des Inquisitors in Frage. Doch kommen in diesen Stand nur Jungen, deren Eltern die Ausbildung zahlen können. Nur sehr selten werden die Kosten von der Kirche übernommen. Als der Großinquisitor Balosta im Kloster das Verhör einer Hexe vornehmen muss, sieht Torin darin seine große Chance. Und fast wie durch ein Wunder, nimmt Balosta ihn mit in die Stadt um ihn den Großmeistern der Inquisition vorzustellen. Torin wird wirklich in der Akademie aufgenommen. Aber nicht nur er stößt auf Ablehnung. Seit diesem Jahr werden sogar Mädchen aufgenommen. Mädchen! Dabei haben Frauen in dieser Welt nichts zu sagen und sich klein zu halten. Erst recht haben sie nichts in der Kirche verloren. Torin kämpft also nicht alleine um seine Anerkennung und Ausbildung. „Der Weg des Inquisitors“ ist ein Fantasy Roman aus der Feder des Autors Frank Rehfeld. Das Cover selbst hat mich direkt angesprochen. Ich mag diese Art von Covern sehr gerne. Dieses düstere Fantasy Bild mit der glänzenden erhöhten Schrift ist wirklich sehr schön gestaltet. Wobei das Bild zu dem Inhalt etwas verwirrend ist. Ich dachte, auf dem Cover wäre Torin abgebildet, nach der Ausbildung. Jedoch passt das Bild nicht zu Torin und auch nicht recht zu Balosta, denn dieser ist ziemlich dick. Auf der Innenseite des Buchdeckels befindet sich eine Karte. Ich liebe solche Karten und habe auch recht oft nachgesehen, wo die Reise von Torin entlang ging. Die Kapitel sind ein bisschen länger, lassen sich allerdings zum einen gut lesen und zum anderen recht gut gliedern. Torin war im Buch ein wenig eigensinnig und egoistisch dargestellt. Ich fand das allerdings in diesem Falle sehr passend. Die Geschichte ist zwar eine Fantasy Geschichte und der Autor weist darauf hin, dass es eine erfundene Religion mit einer erfundenen Kirche darstellt. Trotzdem sehe ich in dem Buch das typische Mittelalter mit seiner Hexeninquisition. Es hat mich jetzt nicht sehr gestört, man sollte es aber erwähnen, dass hier nicht sehr viele Unterschiede zum Mittelalter gemacht wurden. Man muss sich auch im Klaren sein, dass die Foltermethoden recht genau beschrieben wurden. Zwar nicht in blutigen Details, jedoch sehr weitgehend. Das war für mich in diesem Roman zwar soweit in Ordnung, ging mir jedoch sehr unter die Haut. Da dies im Mittelalter ja wirklich angewandt wurde. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Vor allem werden hier die Fronten nicht klar als Gut und Böse dargestellt. Alles schwimmt eher in einer Grauzone, was mir auch sehr gut gefallen hat. Allerdings dauert es schon einige Zeit, bis die Story Fahrt aufnimmt. Die Geschichte zieht sich schon am Anfang etwas dahin. Trotzdem bekommt das Buch eine Empfehlung an Leser guter Fantasy Bücher. Hier ist der Action Teil jetzt nicht überlastend. Es geht mehr und das Ganze hinter den Kulissen. Mir hat das Gesamtwerkt recht gut gefallen. 

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  • Rezension zu 'Der Weg des Inquisitors' von Frank Rehfeld

    Der Weg des Inquisitors

    ilkamiilka

    14. March 2017 um 17:05

    Meine Meinung:„Der Weg des Inquisitors“ ist mein erstes Buch des Autors Frank Rehfeld gewesen und hat mir sehr gut gefallen. Torin wurde als Waise von der Kirche aufgezogen und ist somit stark gefestigt in seinem Glauben an Gott. Sich der Inquisition anzuschließen und zu verteidigen woran er glaubt, liegt aus seiner Sicht also nahe. Denn in der großen Wüste lauert eine Gefahr, die bekämpft werden muss. Torin lässt sich also von dem Großinquisitor Balosta ausbilden und erlebt viele Dinge, die einen gefühlsmäßig mitnehmen oder durch actionreiche Szenen mitfiebern lassen.Fantasy-Bücher mit dem Hintergrund der Inquisition habe ich noch nie gelesen, sodass es mal eine angenehme Abwechslung war. Dabei fand ich besonders die Figuren sehr interessant, z.B. Berryl, der geistig nicht ganz auf der Höhe ist, aber sich stark weiterentwickelt. Vor dem Lesen habe ich überlegt, ob es mich nicht abschrecken wird, wenn ich aus Sicht eines Menschen lese, der angebliche Hexen verfolgt. Doch in diesem Buch ist es vollkommen klar, warum Torin so handelt wie er es tut. Ich möchte nicht ausschließen, dass ich in der damaligen Zeit, mit einem derart starken Glauben, nicht genauso gehandelt hätte. Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir die abwechslungsreiche Fantasy-Welt, die mich völlig hat vergessen lassen, dass ich eigentlich auf dem Sofa sitze.Das Buch hat eine angenehme Länge, sodass man es an einem Wochenene durchlesen kann, wie ich es getan habe. Aber auch über einen längeren Zeitpunkt verteilt kann man dem Buch, meines Erachtens nach, sehr gut folgen, ohne ständig den Faden zu verlieren. Dies liegt auch an dem leicht verständlichen Stil des Autors. Leider hat sich das Buch zum Anfang etwas gezogen, fand ich.In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass das Cover als zu langweilig und trist empfunden wurde, mich hat es jedoch direkt angesprochen. Da mir der Autor vorher ja unbekannt war, habe ich es mir nur aufgrund des schönen Covers näher angesehen. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich.Fazit: Ein toller Einstieg in die Bücher von Frank Rehfeld, die Lust machen auch die älteren Bände zu lesen. Nur der Anfang hat sich etwas gezogen.

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  • Der Weg des Inquisitors

    Der Weg des Inquisitors

    smil3everyday

    26. November 2016 um 14:07

    Inhalt Torin ist ein Waisenjunge und in einem Kloster aufgewachsen. Er besitzt einen festen Glauben und möchte sich der Kirche für ihre Barmherzigkeit ihm gegenüber erkenntlich zeigen und Inquisitor werden. Doch das ist schwerer als gedacht. Denn eigentlich werden nur Kinder aus reichen Familien aufgenommen. Selten kommt es einmal vor, dass ein Gönner oder aber die Kirche selbst für die Kosten der Ausbildung aufkommt. Als in seinem Dorf einer Hexe der Prozess gemacht wird, wird Torin Zeuge der Aufgaben eines Inquisitors. Seine Hartnäckigkeit und Unerschütterlichkeit überzeugen den anwesenden Inquisitor und er nimmt Torin mit, um ihm die Chance zu geben, in die Ausbildung aufgenommen zu werden. Torin muss sich nun verschiedensten Aufgaben stellen und hat zudem noch mit Feinden zu tun, die ihm das Leben nicht gerade einfach machen. Wird er es schaffen ein Inquisitor zu werden?FazitIch muss sagen, im Großen und Ganzen hat mir das Buch gegen Ende dann doch ganz gut gefallen. Aber es hat wirklich die ersten 200 Seiten gebraucht, bis mich die Geschichte endlich packen konnte. Auch habe ich die Erzählweise des Autors nicht immer ganz verstanden. Für meinen Geschmack hat er der Reise von Torin und Shirina bis zur eigentlichen Ausbildung, mit ungefähr 200 Seiten, zu viel Aufmerksamkeit zukommen lassen. Die eigentliche Zeit der Ausbildung, war meiner Ansicht nach im Verhältnis deutlich zu kurz abgehandelt. Ich hatte den Eindruck, dass hierdurch auch hin und wieder Zeitspannen über mehrere Monate, von lediglich ein bis zwei Sätzen verschluckt wurden, was ich persönlich sehr schade fand. Somit konnte mich das Buch erst fesseln, als die Ausbildung von Torin begann. Letztendlich, abgesehen von den ersten 200 Seiten, fand ich das Buch ganz gut. Es war interessant mitzuerleben, wie Torin gewachsen ist und sich verschiedensten Herausforderungen gestellt hat.Mehr wie immer auf unserem Blog https://welivedathousandlifes.wordpress.com/2016/11/26/rezension-der-weg-des-inquisitors/

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  • Originelle Idee trifft liebevolle Umsetzung

    Der Weg des Inquisitors

    Gwee

    30. October 2016 um 11:23

    Das Cover des Romans ist sehr zurückhaltend und eine gute Mischung aus phantastischem und historischem, auch wenn es nicht sehr aussagekräftig ist. Schön anzusehen und vor allem praktisch ist die Karte, die den Kontinent Antasia zeigt, auf dem die Geschichte spielt. Die Kurzbeschreibung auf der Rückseite des Buches ist zwar verheißungsvoll, aber in Hinblick auf den Inhalt des Romans ungünstig gewählt, da man das Gefühl bekommt als wäre Torin bereits Inquisitor. Die Geschehnisse, die angerissen werden, spielen sich allerdings erst auf den letzten hundert Seiten des Romans ab.Das macht „Der Weg des Inquisitors“ dennoch zu keinem schlechten Roman, auch wenn man sich lange fragt, wann die Ereignisse der Kurzbeschreibung zum Tragen kommen. In der Geschichte verfolgt man den Werdegang von Torin, einem Klosterjungen, der um jeden Preis Inquisitor werden will. Der Anfang des Romans gestaltet sich dabei sehr brutal, da hier einige Foltermethoden genau beschrieben werden. Dies beschränkt sich aber vor allem auf den Beginn und kommt später nur noch ab und an auf. Die Geschichte wurde in zwei Bücher aufgeteilt, wobei der erste Teil dabei im Gesamten mehr Action aufweist, auch wenn beide in der Hinsicht nicht viel zu bieten haben. Stattdessen verfolgt man Torins Leben und die Ausbildung der Inquisitoren. Auch werden diese immer wieder mit Hexen, so genannten Visha, konfrontiert. Generell war es eine sehr schöne, langsam erzählte Geschichte und Torin war darin wie ein alter Bekannter, dem man über die Schulter schaut. Das einzige wirkliche Manko ist allerdings der Epilog. Ich finde offene Enden an sich nicht schlimm, aber in diesem Fall leider etwas zu viel des Guten, da man bereits sehr wenig Informationen über die böse Macht, die in Antasia herrscht, erfährt. Abgesehen mal davon schreit das Ende auch fast nach einer Fortsetzung, da so viele Fragen unbeantwortet bleiben. Gleichzeitig ist die Idee aber großartig, so wie auch die Umsetzung, auch wenn es ab und an mal ein paar langatmige Passagen gab.Die Charaktere in diesem Buch wirken sehr glaubwürdig und aus dem Leben gegriffen, obwohl sich Rehfeld hier auch dezent einiger Klischees und Stereotypen bedient. Obwohl viele Figuren ihre eigenen Motivationen haben und dadurch im Konflikt mit Torin stehen, wirken sie trotzdem sympathisch. Natürlich gibt es aber auch die typischen Rivalen des Protagonisten, die zwar nicht so detailliert gearbeitet wirkten, aber dennoch ihre Rolle gut ausfüllten. Das Spannende war vor allem, dass der Leser nicht immer mit Torin übereinstimmt. Manchmal hat er seltsame Phasen und Gedankengänge, aber dennoch versteht man ihn und kann sein Handeln und Denken nachvollziehen. Auch die anderen wichtigeren Charaktere wie Naron, Berryl und Shirina haben Ecken und Kanten und trotz der klischeehaften Konstellation für sich einzigartig.Schwierig finde ich vor allem immer einen Schreibstil zu bewerten, an dem eigentlich nichts auffällt. Und das ist hier gar nicht einmal negativ gemeint. Tatsächlich fügt sich Rehfelds Stil nämlich so gut in die Geschichte ein, dass mir nie seltsame Formulierungen oder Floskeln aufgefallen wären. Stattdessen passt die ganze Wortwahl hervorragend zum Inhalt. Auch die Namen fand ich hier ganz interessant, da sie teilweise an bekannte Begriffe oder Namen angelehnt sind, aber dennoch eigenständig genug sind. Interessant wäre aber zu erfahren, wie man „Shai-Tilith“ ausspricht.Dies ist ein klassischer Fall von unscheinbarem Äußeren, das dafür Gold in sich birgt. Leider ist hier aber auch nicht alles Gold, was glänzt – vor allem die Auflösung der Geschichte, die quasi nicht vorhanden ist und zum Nachdenken einlädt. Vor allem ab der Hälfte des Romans hat mir das Lesen wirklich Spaß gemacht und die letzten hundert Seiten haben sich flott runtergelesen. Am Ende bleiben viele Fragen offen und die Hoffnung auf eine Fortsetzung, die diese befriedigen könnte. Als Einzelband hinterlässt das Ende aber einen bitteren Nachgeschmack, da mag der restliche Roman noch so fabelhaft munden.Fazit: „Der Weg des Inquisitors“ ist ein interessanter Roman, der auf spannende Art von einer Inquisitoren-Ausbildung zu erzählen weiß. Dabei freundet man sich auch schnell mit den Charakteren an. Nichtsdestotrotz bleibt am Ende einiges im Unklaren.Gesamt: 4/5Inhalt: 4/5Charaktere: 4/5Lesespaß: 4/5Schreibstil: 4/5

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