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KimSlr

vor 3 Monaten

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Diese rezension wurde zuerst auf meinem Blog veröffentlicht.

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Blanvalet und dem Bloggerportal zur Verfügung gestellt.
Als ich mir dieses Buch ausgesucht habe, dachte ich an einen historischen Roman der zur Zeit der Inquisition spielt und in dem die Hexen eventuell tatsächlich magische Kräfte haben. Darauf habe ich mich ziemlich gefreut, da ich gerne Geschichten aus dieser Zeit lese, aber noch nichts gelesen habe, in dem übernatürliche Kräfte eine Rolle spielen. Nachdem ich das Buch jedoch angefangen habe, hat sich schnell heraus gestellt, dass das Buch nicht im Mittelalter spielt, sondern in einer fiktionalen Welt die nur sehr stark an das Mittelalter angelehnt ist.  Mich hat das nicht gestört, meiner Meinung nach hätte es an der Geschichte nichts geändert ob das Buch in dieser oder in unserer Welt spielt, da sie sich so ähnlich sind und die Unterschiede unwichtig für die Handlung sind.
Trotzdem ist die Welt sehr schön und gewissenhaft erschaffen worden und ich bin sehr froh darüber, dass der Autor sich dazu entschieden hat Begriffe und Strukturen aus dem uns bekannten Mittelalter zu übernehmen, sowohl weltliche, als auch kirchliche.
Obwohl Das Buch einen Zeitraum von mehreren Jahren in der Kindheit/Jugend unseres Protagonisten überspannt ist das Tempo sehr gut gewählt, so dass das Buch spannen bleibt und nur die wichtigen und formenden Zeiten genauer beschrieben werden, der Leser aber nicht das Gefühl hat einiges zu verpassen.
Die Handlung hat einige Zeit gebraucht bis sie für mich interessant wurde und erst in der zweiten Hälfte des Buches würde ich wirklich mitgerissen. Aber auch hier zeichnen sich nur Vorläufer der eigentlichen Handlung ab, die wohl in folge Büchern weiter geführt wird. In diesem Buch wird hauptsächlich die Ausbildung des Protagonisten beschrieben und das nötige Wissen für die weitere Geschichte aufgebaut. Mich hat das nicht gestört, da ich dies sehr interessant fand und trotzdem genug passiert ist um es spannend zu machen. Nur die erste Hälfte des Buches hat es mir sehr schwer gemacht mich einzulesen, ich hoffe aber, dass das nächste Buch dort anknüpft wo dieses Buch aufgehört hat, nicht nur im Bezug auf die Handlung, sondern auch auf den Schreibstil und das Tempo.
Die Nebencharactere sind wenig ausgearbeitet, was zwar schön gewesen wäre, aber nicht unbedingt nötig für das Buch. Der Protagonist wurde besser beschrieben und man sieht auch, dass er eine klare Veränderung durch macht und erwachsen wird, allerdings sieht man dies eher von außen und merkt nicht wirklich was sich in ihm und seiner Denkweise verändert. Generell bin ich mir nicht sicher, was ich von ihm halten soll, werde aber seinen Werdegang auf jeden Fall in dem nächsten Buch weiter verfolgen.
Hätte das Buch erst mit der zweiten Hälfte begonnen hätte es von mir vier Sterne bekommen, da es mir wirklich sehr gut gefallen hat und ich viel Spaß am lesen hätte. Da mir die erste Hälfte aber nicht so gut gefallen hat habe ich dieses Buch nur mit drei Sternen bewertet, ich hoffe aber sehr, dass der nächste Teil noch besser wird. Ich kann es nicht erwarten den zweiten Teil zu lesen, zumal der Erste auf einem 'Cliff-hanger' geendet hat!

Autor: Frank Rehfeld
Buch: Der Weg des Inquisitors
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