Frank S. Becker

 3.9 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Der Abend des Adlers, Sie Kamen Bis Konstantinopel und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Frank S. Becker

Der Abend des Adlers

Der Abend des Adlers

 (6)
Erschienen am 12.07.2012
Sie Kamen Bis Konstantinopel

Sie Kamen Bis Konstantinopel

 (5)
Erschienen am 27.08.2009
Der Preis des Purpurs

Der Preis des Purpurs

 (3)
Erschienen am 01.05.2007

Neue Rezensionen zu Frank S. Becker

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Rezension zu "Der Abend des Adlers" von Frank S. Becker

Rezension zu "Der Abend des Adlers" von Frank S. Becker
itwt69vor 6 Jahren

Das Buch vermittelt eine interessante Reise quer durch das langsam zerfallende Römische Reich des 3.Jahrhunderts. Beginnend in Ladenburg führt die ansprechende Geschichte bis nach Persien und zurück nach Trier. Selbstverständlich darf da die Hauptstadt nicht fehlen. Was mich immer wieder gestört hat ist der Zeitenwechsel, regelmäßig wurde von der Vergangenheit in die Gegenwart gesprungen. Wozu? Dafür einen Stern Abzug.

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Rezension zu "Der Preis des Purpurs" von Frank S. Becker

Rezension zu "Der Preis des Purpurs" von Frank S. Becker
sabistebvor 8 Jahren

Mit "Der Preis des Purpurs" legt Frank S. Berger seinen zweiten Roman um Flavius Verecundus vor. Flavius Abenteuer als junger Mann erzählt der Vorgängerroman "Der Abend des Adlers", welcher 2004 bei Herbig erschien.
Der Nachfolgeband schließt nahtlos an seinen Vorgänger an, jedoch muss man diesen nicht gelesen haben, um der Handlung dieses Romans folgen zu können.
Gaius Aurelius Valerius Diocletianus hat den Thron bestiegen und hinter dem römischen Reich liegen stürmische Zeiten. Fünf, seiner sechs Amtsvorgänger starben eines gewaltsamen Todes bis mit Diocletian wieder eine politisch stabile Phase beginnt. Diocletian errichtet eine Tetrachie mit Maximian und ihm als Augusti und zwei Caesares als Unterkaiser und Nachfolger (Constantius Chlorus und Galerius), welche von den beiden Augusti jeweils adoptiert werden.

In sechs, zeitlich voneinander abgegrenzten Episoden, die von einem thematisch passenden Zitat und einer Inhaltlich passenden Abbildung eingeleitet werden, erzählt der Autor, wie es mit Flavius und Aqmat weitergeht. Flavius, Aqmat und ihre Kinder sind nach Trier, in Flavius Heimat, zurückgekehrt. Die Stadt leidet unter den Überfällen der germanischen Barbaren, denen auch beinahe die Familie Verucundus zum Opfer fällt. Flavius hilft mit seiner gewissenhaften Art, die Stadt wieder aufzubauen und macht Karriere als Beamter im Dienste wechselnder Vorgesetzter. Sein Erfolg beschert ihm jedoch nicht nur Freunde sondern auch lebenslange Feinde, die ihm und Aqumat, wohin er auch versetzt wird, immer wieder das Leben schwer machen. Auch Aqmat leidet unter Flavius Karriere, da er immer weniger Zeit für sie und die Kinder hat, uns sie beginnt sich vernachlässigt zu fühlen. Als gemeldet wird, dass Flavius auf einem Feldzug nach Britannien ertrunken ist und Aurelius, der ihr immer hilfreich zur Seite gestanden hat beginnt, um sie zu werben, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Letztendlich steht Flavius vor der Wahl, vor der auch viele erfolgreiche Männer heute noch stehen, Familie oder Karriere? Wie wird er sich entscheiden?
Flavius und Aqmats Schicksal ist eng verwoben mit großen historischen Ereignissen, wie Diokletians Amtsantritt, der Schlacht an der Milvischen Brücke (in hoc signo vinces") und der Christenverfolgung, die Aqmat, als bekehrte Christin, oft am eigenen Leib zu spüren bekommt.
Der Roman ist gespickt mit historischem Detailwissen wie Carausius und Allectus Herrschafft über Britannien, die Probleme, welche mit der von Diocletian eingerichteten Tetrarchie einhergehen und Diocletians diversen Edikten, wie z. Bsp. der Neubewertung der römischen Währung oder der Festlegung von Maximalpreisen für gängige Handelswaren.
Das Buch wird abgerundet durch ein erklärendes Glossar, welches zu den einzelnen Kapiteln den historischen Hintergrund darlegt und erklärt, 8 Seiten Glossar mit Übersetzungen der lateinischen Städtenamen und lateinischen Begriffe und hilfreichem Kartenmaterial.

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sabistebs avatar

Rezension zu "Sie Kamen Bis Konstantinopel" von Frank S. Becker

Rezension zu "Sie Kamen Bis Konstantinopel" von Frank S. Becker
sabistebvor 8 Jahren

Das 7. Jahrhundert nach Christus ist eine Zeit zwischen den Zeiten, über die es nur wenige Quellen und noch weniger historische Romane gibt. Weder Antike noch Mittelalter ist es Jahrhundert des Umbruchs, in welchen der erstarkende Islam dabei ist, seinen Platz in der neuen Weltordnung zu erobern.
Pelagia lebt in Karthago. Sie ist die Tochter eines einstmals reichen Händlers, der durch die vielen Überfälle der Araber einen Großteil seines Reichtums eingebüßt hat. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als seine sechzehnjährige Tochter ihrer Wege zu schicken, damit sie selbst ihr Glück macht.
So reist Pelagia nach Rom, zu einem entfernten Verwandten, und erlebt eine Stadt im Verfall. Die Residenz der Kaiser und Päpste ist nur noch ein Schatten ihrer selbst, aber Pelagia ist ehrgeizig, sie will einen reichen Mann und sie will an den kaiserlichen Hof. Dass Reichtum jedoch nicht gleich Glück bedeutet muss sie erst durch Armut, Sklaverei und Flucht lernen.

Der Aufbau des Romans ist unüblich. Er beginnt fast mit dem Schluss, um danach erst einmal die Vergangenheit der drei Hauptpersonen zu beleuchten; die des irischen Priester Padraich mit dem dunklen Geheimnis, das seine Seele belastet, des jungen, stotternden Dieners Daud mit seiner großen Sehnsucht nach dem Meer und der verwöhnten reichen Pelagia und ihrem Wunsch nach einem reichen Mann und Macht. Das Schicksal verwebt die Leben dieser drei Menschen für immer miteinander, zum Guten und zum Schlechten.
Diese drei stehen auch für die drei Glaubensrichtungen, Padraich der Mönch für die unreflektierte christliche Glaubenslehre, Daud für den strengen Islam und Pelagia für die christliche ratio, denn sie "möchte lesen, was früher gedacht wurde, bevor uns die Kirche den Blick verengte. (S. 170)"

Das Buch ist aufgeteilt in drei Teile. Der erste Teil erzählt Padraich Kindheit und Jugend. Dieser Teil ist voller Mystik, Prophezeiungen und Magie, denn Padraich hat die Gabe zu erkennen, wer den nächsten Morgen nicht erleben wird und natürlich gibt es auch ein Ungeheuer im Loch Ness. Meine Lieblingsfigur in diesem ersten Teil war eindeutig Kevin der Barde mit seinem blauen Hund.

Teil 2 erzählt Dauds Jugend. Wie er als Diener die Ermordung des Kalifen miterlebte und als Sklave verschleppt wurde.

Der dritte und Hauptteil des Buches heißt zwar Pelagia, aber er erzählt die Geschichte aller drei Protagonisten und wie sie Einfluss auf Pelagias Leben nehmen.
Leider ist dieser Teil auch derjenige mit den meisten Klischees. Natürlich ist Pelagia schön, wie könnte es auch anders sein und ihre Zeit als Sklavin mit allem drum und dann ist leider unglaublich vorhersehbar und klischeebehaftet.

Historisch ist an diesem Buch nichts auszusetzen. Es ist solide recherchiert und voller spannender Details wie die zwei verschiedenen Türklopfer an moslemischen Häusern, einen für die Frauen und einen für die Männer oder die Geschichte des Säulenheiligen oder Epaphrodites. Zu jedem Kapitel gibt es im Anhang einen kleinen Abriss, der erklärt was historische Fakten sind und was nicht.

Erzählerisch haben mich jedoch zwei Dinge gestört. Zum einen die bereits erwähnten teils klischeehaften Plots, zum anderen die Zeitsprünge. So vergehen auf S. 203 z. Bsp von einem Abschnitt zum anderen 4 Monate, die zwar im Nachhinein erzählt werden und das kommt noch an verschiedenen anderen Stellen vor. Da hätten mir ein paar zusätzliche Seiten in denen diese 4 Monate erzählt werden besser gefallen, ganz besonders die Wochen nach Mezizios Machtübergreifung, sind so leider unterschlagen worden.
Positiv ist das Titelbild anzumerken. Es passt wunderbar zum Inhalt und zeigt, obwohl es sich um einen historischen Roman mit einer schönen Frau handelt, kein großbusiges Weib mit tiefem Ausschnitt.

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