Breaking News

von Frank Schätzing 
3,7 Sterne bei158 Bewertungen
Breaking News
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Positiv (98):
Yolandes avatar

Spannend, komplex und hintergründig, der Tonfall war für meinen Geschmack zu schnodderig

Kritisch (29):
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Zwischendurch ein etwas Spannenderes Stück, aber alles in Allem sehr enttäuschend.

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Inhaltsangabe zu "Breaking News"

Für eine gute Story riskiert Starreporter Tom Hagen gerne alles. Doch was in Israel ein journalistischer Coup zu werden verspricht, entwickelt sich unversehens zu einer Hetzjagd – nur ist er dieses Mal der Gejagte. ›Breaking News‹ ist Thriller, Politdrama und Familiensaga – hart, rasant und berührend

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596030644
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:976 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:20.08.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 06.03.2014 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Yolandes avatar
    Yolandevor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Spannend, komplex und hintergründig, der Tonfall war für meinen Geschmack zu schnodderig
    Crashkurs in israelischer Geschichte

    Frank Schätzing wurde am 28. Mai 1957 in Köln geboren. Er studierte Kommunikationswissenschaft an der Westdeutschen Akademie für Kommunikation in Köln und war als Creative Director in der Werbebranche tätig. Seit beginn der 1990er Jahre ist er als Schriftsteller tätig und 1995 veröffentlichte er seinen ersten Roman "Tod und Teufel". Bekannt wurde Schätzing 2004 durch den Wissenschaftsthriller "Der Schwarm", der mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. 

    Frank Schätzing lebt mit seiner Frau in Köln.
    (Quelle: Wikipedia)

    Inhalt (Klappentext):
    Wo immer die Welt brennt - Starreporter Tom Hagen ist an vorderster Front mit dabei, zu jedem Risiko bereit. Bis er in Afghanistan den Bogen überspannt. In einer einzigen mörderischen Nacht verliert er alles, Renommee, Geld, Zukunft. Drei Jahre später bietet sich in Israel die Gelegenheit zum Comeback. Doch was ein journalistischer Coup zu werden verspricht, entwickelt sich unversehens zu einer Hetzjagd durch die explosivste Region der Welt. Auf der Flucht vor Geheimagenten und Killern kämpft Hagen ums nackte Überleben - gegen eine Verschwörung, deren Anfänge ins koloniale Palästina zurückreichen, in eine von Mythen durchzogene Epoche, als die Saat für den Nahostkonflikt gelegt wurde...

    Das Buch ist außerordentlich gut recherchiert. Man bekommt eine Fülle an Informationen und erfährt viel über die Geschichte und Politik Israels kurz vor und vor allem nach der Staatsgründung 1948. Diese Abschnitte wechseln sich immer mit der eigentlichen Thrillergeschichte um den Reporter Tom Hagen ab. Diese Story ist äußerst spannend und geprägt von wilden Verfolgungsjagden und sich überschlagenden Ereignissen. Aber dadurch dass diese spannenden Passagen immer wieder durch diese, zwar äußerst interessanten, aber deutlich ruhigeren "Geschichtskapitel" unterbrochen werden, ziehen sich die fast 1.000 Seiten mit der Zeit doch etwas hin. 
    Was mich am meisten störte, war der stellenweise sehr schnodderige Tonfall, mit dem vor allem die Kriegsereignisse geschildert wurden. Das war mir oft zu zynisch und meines Erachtens auch unangemessen. 
    Nichtsdestotrotz ist es ein empfehlenswerter Thriller - spannend, komplex und hintergründig.


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    Duffys avatar
    Duffyvor 8 Monaten
    Enorme Fleissarbeit


    Das sind die Geschichten des Top-Kriegsberichterstatters Hagen auf der einen und der Siedlerfamilie Kahn auf der anderen Seite, die sich zwangsläufig im Buch kreuzen, aber auch jede für sich schon eine eigenständige Story abgeben würden.
    Tom Hagen, ein Könner der Kriegsberichterstatterzunft, hat bei seiner Arbeit gleich zweimal Pech, einmal kommt er für die große Schlagzeile in Afghanistan zu spät, das andere Mal im Libanon. Nun wäre das nicht so schlimm, wenn das nicht auch die Leben von Kollegen gekostet hätte. Deshalb braucht er in Israel diesmal einen Erfolg und was es an Informationen nicht hergibt, könnte man manipulieren. Damit sticht er allerdings genau in ein Wespennest.
    Die Geschichte der Familie Kahn beginnt im Buch 1929 und fächert sich dann auf bis ins Jahr 2011. Die verschiedenen Werdegänge der einzelnen Mitglieder im Israel der unterschiedlichen Strömungen werden genauso zum Thema wie Zwischenmenschliches, ein breites Feld, dass Schätzing wahrscheinlich alles abforderte, was er als Autor zu bieten hat.
    Das ist eine Menge, denn 950 Seiten, die auch noch mit einem subtilen Background gefüllt werden, sind eine große Herausforderung. So liegt die Leistung des Autors hier auch bei den umfangreichen Recherchen, die er für dieses Buch anstellen musste. Was er mit Bravour gemeistert hat, denn viel Erhellendes kommt ans Licht, Hintergründe, die bislang vielleicht nur in Sachbüchern zutage getreten sind, werden hier als Bestandteil eines Thrillers erster Güte verarbeitet.
    Und Thriller, Politthriller nämlich, muss man zu diesem Roman sagen, denn die Handlung beruht, trotz der vielen Recherchen, immer noch auf Fiktion. eine Gratwanderung, die hervorragend gelungen ist. Der Ton ist teilweise gewollt flapsig, dem Genre geschuldet, doch gerade auf diesem Wege werden Informationen und natürlich auch Wertungen transportiert. Schätzing ist ein routinierter Autor, das merkt man hier natürlich, so kann er den Spannungsbogen ziemlich hoch halten, sodass man nur sehr selten das Gefühl hat, dass Passagen etwas zu lang gehalten sind.
    Fazit: Ein spannender und gut geschriebener Roman, der von viel Action getrieben wird. Wichtiger ist jedoch die aufwändige und sehr intensive Recherche, die Schätzing betrieben und die er erfolgreich und mit dem Gespür für gutes Timing in seinem Buch verarbeitet hat. Nach dem eher schwachen "Limit" wieder ein Werk, dass den Autor zu recht an die Spitze der Spannungsliteratur gebracht hat. Leseempfehlung!

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    MrsFoxxs avatar
    MrsFoxxvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zu Langatmig und zu ausschweifend
    Eilmeldung: Die Geschichte Israels

    Tom Hagen, gefeierter Star unter den Krisenberichterstattern, ist nicht zimperlich, wenn es um eine gute Story geht. Die Länder des Nahen Ostens sind sein Spezialgebiet, seine Reportagen Berichte aus der Hölle. Doch in Afghanistan verlässt ihn sein Glück. Eine nächtliche Geiselbefreiung endet im Desaster. Hagens Ruf ist ruiniert, verzweifelt kämpft er um sein Comeback. Drei Jahre später bietet sich die Gelegenheit in Tel Aviv, als ihm Daten des israelischen Inlandgeheimdienstes zugespielt werden. Hagen ergreift die Chance - und setzt ungewollt eine tödliche Kettenreaktion in Gang...
    Breaking News ist ein mitreißender Thriller vor dem Hintergrund einer epischen Saga. Zwei Familien wandern Ende der zwanziger Jahre nach Palästina ein – in eine von Legenden, Kämpfen und Hoffnungen beherrschte neue Welt, wo Juden, Araber und britische Kolonialherren erbittert um die Vorherrschaft ringen. Bis in die Gegenwart, über Generationen hinweg, spiegeln und prägen beide Familien Israels atemlose Entwicklung.
    Als Hagen in der jungen Ärztin Yael Kahn eine unerwartete Verbündete findet, erkennt er, dass auch sein Schicksal eng mit der Geschichte des Landes verbunden ist. Doch mit Yael an seiner Seite gehen die Probleme erst richtig los.

    So sehr mir Frank Schätzings doch recht außergewöhnlichen Schreibstil in „Der Schwarm“ gefallen hatte, ebenso hat er mich in „Breaking News“ fast verzweifeln lassen. Die Erzählweise sollte hier wohl ähnlich spannend anmuten, kam aber bei mir leider sehr abgehackt und trotz der oft nur wenige Worte langen Sätze sehr langatmig und verworren rüber.
    Frank Schätzing hielt sich meiner Ansicht nach zu lange und zu detailverliebt an den einzelnen Szenen fest, sodass der Roman sein Potential bei mir gar nicht richtig entfalten konnte. Der Autor hat die Entstehung Israels und das gesamte Konfliktpotential äußerst gründlich recherchiert und geizt auch nicht mit seinen Hintergrundinformationen, nur leider war es mir hier einiges zu viel des Guten. Wenn ich einen trockenen und langwierigen Geschichtsaufsatz über den Nahen Osten lesen möchte, würde ich mich auch in eben jenem Genre aufhalten. Das gesamte Werk wirkt langatmig und allein die Hoffnung auf Besserung hat mich durchhalten lassen. Aber leider haben es auch die oftmals gezwungen wirkenden Actionszenen nicht mehr rausreißen können.
    Die unterschiedlichen Protagonisten waren mir auch durchweg unsympathisch, daher hat sich das Lesen dieses dicken Wälzers wahrscheinlich auch noch zusätzlich sehr gezogen.

    Fazit: Der Autor konnte mich diesmal leider nicht in den Bann ziehen, und dieses Werk hinterlässt bei mir einen eher faden Geschmack. Die Breaking News erhalten daher von mir keine Leseempfehlung.

    Kommentare: 9
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    nblogts avatar
    nblogtvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ich habe bzgl. der Bewertung ein wenig mit mir gerungen. Das Buch ist super! An ein paar Stellen jedoch auch etwas in die Länge gezogen!
    Total beeindruckend, aber auch ein wenig in die Länge gezogen


    Dies war mein erster Schätzing, den ich eher zufällig in der Buchhandlung entdeckt habe und den ich aufgrund des interessanten Klappentexts gekauft habe. Und was soll ich sagen: Ich fand ihn super.
    Bereits der Start ist überaus interessant, insbesondere da Schätzing sich auf die Seite der deutschen Soldaten stellt und durch Hagen herausarbeitet, welchen Stellenwert ihr Kriegseinsatz in Afghanistan (bzw. überall auf der Welt) für die deutsche Bevölkerung und Regierung hat.
    "Vietnam-Veteranen sahen sich nach ihrer Rückkehr alleingelassen. Das ist in Deutschland anders. Als Soldat der Bundeswehr bist du schon vor dem Einsatz allein. Keiner bekundet öffentlich stolz auf dich zu sein. Keiner will wirklich wissen, wie dein beschissener Alltag dort aussieht, wo sie dich hinmandatiert haben, fast 5000 Kilometer von zu Hause entfernt. Stolz auf die Armee? Nicht im Land der politisch Korekten, von dessen Boden nie wieder bla bla bla, und so weiter und so fort -" (Seite 28)
    Dies ist im Grunde nur in Beispiel für Schätzings Unverblümtheit. Diese Direktheit behält Schätzing in seinem gesamten Roman fort und erklärt die Dinge so wie sie sind, ohne etwas zu beschönigen. Schätzing geht mit seinem Roman dem Nahostkonflikt auf dem Grund und arbeitet die Ursachen von Grund auf auf. Zwar kann man natürlich als "normal belesener und aufgeklärter Mensch" nicht genau sagen, wie viel davon der Wahrheit entspricht. Aber zumindest für mich  klangen seine beschriebenen Vorkommnisse überaus plausibel.
    Schätzing schreibt hier so beeindruckend lebensnah, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Man erfährt viel über die tatsächlichen geschichtlichen Ereignisse rund um die Staatsgründung Israels vor und nach dem zweiten Weltkrieg und ist dabei teils fasziniert, teils aber auch schockiert.
    Man wird als Leser in eine turbulente, aufregende und nicht immer gewaltfreie Welt katapultiert. Die Geschichte in mit so einer nüchternen Sachlichkeit erzählt, dass es schon ein wenig erschreckend ist.

    Des Weiteren lebt die Geschichte sehr von seinen teils nicht gerade liebenswerten Figuren. Zum Einen ist Hagen nicht gerade die typische Heldenfigur, sondern stellenweise ein arrogantes A...loch! Die Figuren in diesem Roman sind äußerst vielschichtig und zeigen, dass sie mehr Charakterzüge besitzen, als sie auf den ersten Blick zeigen können.
    Anfangs war ich ein wenig skeptisch, ob das Interesse an die Figuren auch über knapp 1.000 Seiten aufrecht erhalten kann. Aber gerade diese Länge ermöglicht es, dass die Figuren sich richtig entwickeln können und ihren Charakter voll ausleben können. Selbst typische "Hassfiguren" konnten zwischendurch auch eine menschliche Seite zeigen, wodurch sie real erschienen.

    Allerdings muss ich auch gestehen, dass insbesondere zur Mitte hin die Handlung gerade ein wenig in die Länge gezogen ist. Jedoch verliert sich die Handlung zwischendurch auch etwas im Wirrwarr, so dass man manche Stellen zweimal lesen muss, um durchzusteigen. Es bleibt aber dennoch weiterhin turbulent und aufregend. Die Handlung im Roman entwickelt sich nach und nach zu einem Katz und Maus-Spiel.

    Ich habe bezüglich der Bewertung ein wenig mit mir gerungen. Das Buch ist echt super und ich kann auf jeden Fall das Prädikat "Lesemuss" vergeben! An ein paar Stellen ist der Roman jedoch auch etwas in die Länge gezogen!
    Daher bekommt der Roman von mir extrem starke 4 (von 5) Punkte.

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    Ay73s avatar
    Ay73vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Puuuhhh, fast 1000 Seiten endlich beendet.. Grandios, überwältigend... einfach Frank Schätzing
    Breaking News - Nahostkonflikt ab der Entstehung Israels

    Das Buch ist ein absolutes Meisterwerk von Frank Schätzing. Der Autor versucht in diesen 1000 Seiten, dem Leser den Konflikt im Nahen Osten, die Entstehung des Staates Israel in eine Familiensaga unterzubringen, wobei der spannende bzw. Thriller-Aspekt hervorragend ist. Der Anfang wird in Afghanistan erzählt, als Tom Hagen, Kriegsreporter gewaltigen Mist mit den Taliban baut.. danach fällt er in der "News-Szene" etwas in Ungnade.. aber dann führt in sein neuer Auftrag nach Israel.

    Und ab da lernen wir die Entstehung des Staates Israel kennen, wie die Kinder zweier Familien aufwachsen und versuchen ihre Identität zu finden, wo Selbstmordanschläge schon existierten, wie die Geschichte ihren Lauf nimmt, samt 6-Tage-Krieg, zwei Intifada, die Siedlungsprojekte und deren Ausschreitungen und das Israelis in einem Land auch sehr gespalten sind. Die ultra-orthodoxen, die gemäßigten, die, die mit dem Glauben nix zu tun haben. Dann die Geschichte komplett um die innere und äußere Geheimdienste. Ich werde die Geschichte nicht im Detail erzählen bzw. aufschreiben. Es ist Wahnsinn!!!! Ich bin ein Fan von Frank Schätzing. Für mich ist dieser Autor ein Perfektionist... die Recherche wieder grandios, die Einbettung realer Personen in eine Geschichte absolut lesenswert... mehr davon. Aber vor allem auch ein Buch der geschichtlich so viel zu bieten hat, um "Bildungslücken" aufzufüllen.

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    TomFuhrmanns avatar
    TomFuhrmannvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: bin sehr gespannt. Wäre der erste Roman, der nicht herausragend wäre. Könnte mir gut vorstellen, dass er aufgrund der Thematik polarisiert..
    Wenn der Feind aus den eigenen Reihen kommt...

    Zum einen erzählt Frank Schätzing auf romanhafte Weise die Geschichte von Ariel Scharon. Das alleine hätte schon mehr Substanz als 70 Prozent der Werke anderer deutscher Autoren. Aber Frank würde nicht mit Nachnamen Schätzing heißen, wenn er nicht noch einen großartigen fiktiven Actionplot in diese fesselnde Biographie hinein geflochten hätte. Alles wurde, wie ich sogar von ihm persönlich weiß, lange und penibel recherchiert. 
    Natürlich hat er ein heißes Eisen angepackt, und man kommt nicht drum herum, ein Statement abzugeben, wenn man sich den Israelkonflikt zum Thema macht.

    Aber, und das ist für mich das Brilliante an diesem spannenden Werk, ohne zu verharmlosen oder zu beschönigen verschwimmen die herkömmlichen Schemata von "Gut" und "Böse" und hinterlassen am Ende nur einen Eindruck:auf beiden Seiten befinden sich nur Menschen, die sich nach Frieden sehnen und Opfer extremer  Minderheiten sind. 

    Die Figuren haben Tiefe, Ecken und Kanten, wirken lebendig und authentisch. Hagen selbst bleibt sogar lange unsympathisch. Die Story, die beide Teile, Vergangenheit und Gegenwart, am Ende zusammenführt ist fesselnd und nimmt im letzten Drittel derartig an Spannung zu, das man das Buch nicht mehr weglegen kann.

    Sämtliche negativen Rezensionen sind für mich nicht nachvollziehbar. Und Leute, die ein Buch nur zur Hälfte lesen, sollten besser ihre Klappe halten, anstatt etwas zu kritisieren, das sie gar nicht kennen.

    Für mich das beste Buch, das er je geschrieben hat. 

    6 von 5 Sternen

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    TomFuhrmanns avatar
    TomFuhrmannvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: bin sehr gespannt. Wäre der erste Roman, der nicht herausragend wäre. Könnte mir gut vorstellen, dass er aufgrund der Thematik polarisiert..
    Wenn der Feind aus den eigen Reihen kommt...

    Zum einen erzählt Frank Schätzing auf romanhafte Weise die Geschichte von Ariel Scharon. Das alleine hätte schon mehr Substanz als 70 Prozent der Werke anderer deutscher Autoren. Aber Frank würde nicht mit Nachnamen Schätzing heißen, wenn er nicht noch einen großartigen fiktiven Actionplot in diese fesselnde Biographie hinein geflochten hätte. Alles wurde, wie ich sogar von ihm persönlich weiß, lange und penibel recherchiert. 
    Natürlich hat er ein heißes Eisen angepackt, und man kommt nicht drum herum, ein Statement abzugeben, wenn man sich den Israelkonflikt zum Thema macht.

    Aber, und das ist für mich das Brilliante an diesem spannenden Werk, ohne zu verharmlosen oder zu beschönigen verschwimmen die herkömmlichen Schemata von "Gut" und "Böse" und hinterlassen am Ende nur einen Eindruck:auf beiden Seiten befinden sich nur Menschen, die sich nach Frieden sehnen und Opfer extremer  Minderheiten sind. 

    Die Figuren haben Tiefe, Ecken und Kanten, wirken lebendig und authentisch. Hagen selbst bleibt sogar lange unsympathisch. Die Story, die beide Teile, Vergangenheit und Gegenwart, am Ende zusammenführt ist fesselnd und nimmt im letzten Drittel derartig an Spannung zu, das man das Buch nicht mehr weglegen kann.

    Sämtliche negativen Rezensionen sind für mich nicht nachvollziehbar. Und Leute, die ein Buch nur zur Hälfte lesen, sollten besser ihre Klappe halten, anstatt etwas zu kritisieren, das sie gar nicht kennen.

    Für mich das beste Buch, das er je geschrieben hat. 

    6 von 5 Sternen

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    T
    TorstenEffenbachvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Trotz des spannenden Themas kommt das Buch leider nicht in Fahrt
    Schätzing ist bekannt dafür, dass er gut recherchiert...

    ... nur leider liest sich das Buch jetzt auch so, als hätte er einfach alles, was er je über Israel gelesen hat, irgendwie hinein packen wollen. Dadurch wird das Buch zum einen viel zu lang für seine Geschichte, zum anderen liest es sich äußerst langatmig. Auch wenn Schätzing versucht hat, mit einem stark verkürzendem Stil, ähnlich dem der neuen Don Winslow Romane, der Langeweile entgegen zu wirken. Hat leider nicht funktioniert. Schade. Ich hab mich nämlich wirklich auf dieses spannende Thema gefreut.

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    W
    whoopievor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Am Anfang etwas schwer hineinzukommen,aber dann immer spannender.Ein Schätzing halt
    Wie immer klasse

    Am Anfang etwas schwer für mich zum lesen,musste mich sehr konzentrieren,aber dann immer spannender

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    walli007s avatar
    walli007vor 4 Jahren
    Investigative Recherche

    Der investigative Reporter Tom Hagen erlebt in Afghanistan sein persönliches Fiasko. Eine Operation, die eigentlich nicht stattfinden sollte, geht gründlich schief und einige Unschuldige finden dabei den Tod. Danach ist es vorbei mit Toms Karriere. Er stürzt fürchterlich ab, Aufträge bleiben aus, da er seine Ruf ruiniert hat. Erst Jahre später bekommt er in Israel so etwas wie eine zweite Chance. Doch Hagen scheint in alte Verhaltensmuster hinein zu rutschen, womit er die falschen Leute auf sich aufmerksam macht. Und wieder gibt es Todesfälle, doch diesmal versucht Tom alles, um größeres Unheil zu verhindern und deckt dabei ein ganz unglaubliches Komplott auf, dessen Wurzeln schon seit der Gründung des Staates Israel zu wachsen scheinen. 


    Wieder einmal holt der Autor weit aus, um seiner Geschichte einen Hintergrund zu geben, der sich als sehr interessant erweist. Die Geschichte des Staates Israel und zweier Siedlerfamilien der ersten Stunde ist gerade am Anfang sehr fesselnd, während später die politischen Verwicklungen etwas kompliziert scheinen, was allerdings auch an der nur rudimentären Kenntnis des Lesers von den  tatsächlichen Ereignissen liegen kann. Dagegen gewinnt der Teil, der die gegenwärtige Situation des Journalisten Tom Hagen beschreibt im Verlauf der Handlung immer mehr an Fahrt. Geradezu atemberaubend Hagens Flucht, seine Chuzpe, auf der Suche nach einer Story nicht vor Tricks zurückschreckend. Dass er dabei eher zufällig in ein Wespennest sticht, ist schon Ironie des Schicksals. 


    Kann man Geheimdiensten wirklich alles zutrauen? Sind Politiker immer skrupellos, oder Reporter. Jedenfalls scheint es nur wenige Grenzen zu geben. Familie, Freundschaft, Liebe, Vertrauen tragen nichts dazu bei, von übergeordneten Zielen abzuweichen. Zu viele in langen Jahren teilweise über Generationen gewachsene Ressentiments finden ihren Höhepunkt in einem perfiden Plan, den Hagen zu enthüllen droht. Durch die Kombination der beiden Handlungsstränge entfaltet sich vor dem Leser ein in weiten Teilen rasant erzählter Roman, der einen interessanten Einblick in die inneren Abläufe des israelischen Staates gibt. 


    Ein packender Polit-Thriller, beeindruckend ausrecherchiert und detailliert beschrieben.

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