Die Tyrannei des Schmetterlings

von Frank Schätzing 
3,2 Sterne bei52 Bewertungen
Die Tyrannei des Schmetterlings
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Positiv (21):
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- Wissenschafts- und SciFi Thriller der Extraklasse; weitreichend, komplex aber leider auch äußerst abstrakt -

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Erstmal abgebrochen, der Aufbau der Geschichte ist mir zu langatmig und wie bei Der Schwarm sind es mir zu viele (Männer-)Namen zu Beginn.

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Inhaltsangabe zu "Die Tyrannei des Schmetterlings"

Die erste ultraintelligente Maschine ist die letzte Erfindung, die der Mensch je machen wird. - 'Die Tyrannei des Schmetterlings', der neue Thriller von Frank Schätzing.
Luther Opoku, Sheriff der verschlafenen Goldgräberregion Sierra inmitten Kaliforniens Bergwelt, hat mit Kleindelikten, illegalem Drogenanbau und chronischer Personalknappheit zu kämpfen. Dreihundert Meilen westlich davon wetteifern im Silicon Valley IT-Visionäre um die Erschaffung des ersten ultraintelligenten Computers mit dem Ziel, die großen Probleme der Menschheit zu lösen.
Als in Sierras Wäldern eine Biologin unter rätselhaften Umständen ums Leben kommt, muss Luther erkennen, dass sein Naturidyll längst Testgelände eigenwilliger Experimente geworden ist. Die Ermittlungen nehmen zusehends surreale Züge an. Bald schon beginnt er an seinem Verstand zu zweifeln. Tote werden lebendig, die Zeit gerät aus den Fugen – und das ist erst der Anfang einer Odyssee über die Grenzen des Vorstellbaren hinaus.
In seinem neuen Thriller 'Die Tyrannei des Schmetterlings' entwirft Frank Schätzing das Szenario einer Technologie, die unser Leben radikal verändern wird, mit dem Potenzial, es auf kaum vorstellbare Weise zu verbessern – oder uns alle zu vernichten: künstliche Intelligenz.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462050844
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:736 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:24.04.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.04.2018 bei Der Hörverlag erschienen.

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    Janko-Unchainedvor einem Tag
    Kurzmeinung: - Wissenschafts- und SciFi Thriller der Extraklasse; weitreichend, komplex aber leider auch äußerst abstrakt -
    Frank Schätzing - Die Tyrannei des Schmetterlings

    Frank Schätzing - Die Tyrannei des Schmetterlings 

    - Wissenschafts- und SciFi Thriller der Extraklasse; weitreichend, komplex aber leider auch äußerst abstrakt -

    Frank Schätzing, seines Zeichens Deutschlands wohl investigativster Thriller- und SciFi Autor, hat sich nach dem Welterfolg "Breaking News" aus dem Jahre 2014 dieses Mal wieder der Wissenschaft und dem SciFi zugewandt. Kaum ein Schriftsteller schafft es, eine derart bildhafte und empathische Sprache zu entwerfen und diese in eine schillernd metaphorische, wie literarisch reizvolle Sprache einzubetten, um der potentiellen Leserschaft mit Leichtigkeit ein Kopfkino der Sonderklasse zu bescheren. Schnell ist man drin in der weitreichenden und komplexen Story, die im ersten, aber nicht für den Rest des Storyboards repräsentativen Kapitel "Feinde", von Söldnern im Süden Afrikas handelt. Sie wollen einen Warlord infiltrieren. Sprengstoff zünden, Brunnen vergiften und Desinformationen steuern. Doch was die jungen Männer und ihren Anführer Agok während ihres lautlosen Angriffs erwartet, hätten sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht auszumalen getraut. Dieses erste Kapitel dient jedoch lediglich als einleitender Appetizer und hat mir der eigentlichen Story wenig zu tun. 

    Der zweite Teil und eigentliche Erzählstrang handelt vom ghanaisch-amerikanischen Undersherriff Luther Opoku und seinem Deputy Ruth Underwood, die die Leiche einer jungen Frau an einem Steilhang in der Sierra Nevada in Kalifornien untersuchen. Herauszufinden ob es ein Unfall war, der die junge Frau vierzig Meter weiter unten in die Äste eines Baumes trieb oder ob sie vielleicht sogar herunter gestoßen wurde, bleibt Aufgabe der beiden schlecht ausgerüsteten Staatsbediensteten und ihrer Kollegen. Die Tote war Mitarbeiterin des Silicon Valey Big Players Nordvisk Incorporated. Einer Firma, die sich mit künstlicher Intelligenz, sowie maschinellem Lernen befasst und eine Außenstation in Flugplatzgröße in Sierras' weitläufigem Hinterland betreibt. Kurz vor ihrem Sturz in den Tod hatte sie einen Unfall mit einem schwer gepanzerten Firmenfahrzeug, dass unweit des Tatorts aufgefunden wird. Als ein USB IDKey im Wagen der Toten gefunden wird, gerät der Stein allmählich ins Rollen. Auf dem IDKey befinden sich nämlich Informationen, die einige Mitarbeiter von Nordvisk Incorporated in arge Erklärungsnöte bringen dürften. Nachdem sich Undersherriff Opoku mit CEO Hugo van Dyke auf der Außenstation von Nordvisk Incorporated zu einem Gespräch trifft und sich bei dieser Gelegenheit Mitarbeiter und Gelände zeigen lässt, geschehen plötzlich merkwürdige, kaum zu begreifende Dinge. Das Geheimnis, das der Hightech-Konzern tief im Berg seiner Forschungsanlage verbirgt ist so ungeheuerlich, dass es jegliche Vorstellungskraft übertrifft. Nichts ist, wie es scheint, was Luther Opoku allmählich an seinem ansonsten doch stets so scharfen Verstand zweifeln lässt. Aber so sehr Luther die Fakten auch hin und her wendet, er kommt auf keinen Nenner was hier vor seinen eigenen Augen eigentlich gespielt wird. Ihm wird sprichwörtlich der Boden unter den Füßen weggerissen. Die Realität, seine Erinnerung, alles ist plötzlich anders. Was ist nur mit ihm geschehen und was muss noch alles mit ihm geschehen, da er sich selbst bald nicht mehr zu kennen glaubt? Auch der Leser wird immer wieder in die Irre geführt. Nichts ist wirklich. Nichts ist wie es scheint. Aber alles scheint möglich und doch unmöglich zugleich. Dieses Verwirrspiel, das auch den Leser ratlos zurück lässt, hat der Autor in der ersten Hälfte hervorragend inszeniert und derart mit Spannung aufgeblasen, dass es wahrlich schwer fällt, dass Buch bis hierhin auch nur eine Sekunde aus der Hand zu legen. Ich muss aber auch zugeben, dass sich die ganzen Überlegungen, die aus der neuen Lebenssituation Luthers entstehen, schon arg grotesk ausnehmen. Man versetze sich nur einmal in seine Situation. Das muss wahrlich die Hölle sein.

    Geschickt hält der, am 28. Mai 1957 in Köln geborene Autor Frank Schätzing die Spannung hoch, indem er den Leser immer wieder mit Andeutungen und Fakten anfüttert. Alles bleibt diffus. Der Plot des intelligenten, 736 Seiten starken SciFi Thrillers lässt durchaus Parallelen zu H.G. Wells erkennen, ist aber schon arg bizarr und abstrakt ausgestaltet und wirkt dadurch gerade in der zweiten Hälfte oftmals arg verwirrend. Es geht unter anderem um Quantenmechanik von deren grundlegenden Strukturen man schon mal etwas gehört haben sollte, die man aber fast noch zur Allgemeinbildung zählen kann. "Die Tyrannei des Schmetterlings" nötigt seinen Lesern somit zwar keine tiefergehenden Kenntnisse in mikrophysikalischen Bereichen ab, dennoch wird es immer schwieriger Schätzings' Gedankengängen zu folgen, je tiefer man in den Roman einsteigt. Auch ist die Story, wie man es vom Autor her gewohnt ist, stets fein ausgeschmückt, im Gegenzug aber auch rasant, spannend und actionreich verfasst. Die Charakterisierung seiner Protagonisten, die Beschreibungen des jeweiligen Lokalkolorits, sowie die jeweiligen Konversationen sind Schätzing-like lebendig gehalten. Es ist aber auch nichts neues, dass Schätzings' Personal immer recht umfangreich gestaltet ist; von daher wäre eine tiefergehende, differenziertere Charakterzeichnung natürlich sinnstiftend gewesen. 

    Der Erzählung von Herrn Schätzing kann man, aufgrund ihrer teils surrealen Überlegungen nicht immer gleich auf Anhieb folgen. Dem ein oder anderen mögen diese Überlegungen vielleicht etwas zu verworren vorkommen, dem wissenschaftlich und vor allem an künstlicher Intelligenz, neuronale Netze, Quantenmechanik, Quantenphysik, Genetik, Epigenetik, Astrophysik, Computertechnik, Robotik Zeitmaschinen, Parallelwelten, Zeitinterferenzen etc. interessierten Leser kann es aber interessante, vielleicht gar neue Denkanstöße versetzen. Es ist schon faszinierend, was der Mensch und seine Computertechnik alles zu erschaffen im Stande ist, aber diese Technologien bergen immer ein gewisses Risiko und können in den falschen Händen natürlich auch missbräuchlich eingesetzt werden. Wird uns unsere Technologie in Zukunft nun also das Leben erleichtern oder den wahren Horror auf Erden bescheren? 

    „Die Tyrannei des Schmetterlings“ ist ein intelligentes, aber zum Teil auch nicht immer ganz leicht zu verstehendes Buch. Ich für meinen Teil mag ja diese Sparten der Wissenschaft. Von daher kann ich die vielen negativen Meinungen zu "Die Tyrannei des Schmetterlings" nicht so ganz nachvollziehen. Mit Sicherheit geht vielen Lesern aber auch die Empathie ab, mit denen Schätzing auf einmalige Weise seine Protagonisten in "Der Schwarm" gezeichnet hat. Das ist ihm seit diesem großen Wurf leider weder mit "Limit", noch mit "Breaking News" und leider auch nicht mit „Die Tyrannei des Schmetterlings“ gelungen. Aber ich muss schon zugeben, dass das gesamte Thema im letzten Drittel des SciFi Thrillers leider zu sehr ins Theoretische abrutscht und dadurch schon etwas langatmig und trocken wird. Für die potentielle Leserschaft wird es schwerer und schwerer, sich in Schätzings Gedankenwelt zurechtzufinden. Von Seite zu Seite wird es immer schwieriger in die wirren Beschreibungen des Lokalkolorits, der Begebenheiten, sowie der Handelnden abzutauchen, was den Lesefluss an mancher Stelle doch arg ins Stocken bringt. Es fällt einem unheimlich schwer, das Geschriebene in geistige Bilder zu fassen. Schätzing verlangt seinen Lesern in der zweiten Hälfte des Romans schon eine ganze Menge ab. Das hat die brillante erste Hälfte der Story in der Form eigentlich nicht verdient. Aber die Idee ist und bleibt schier genial und eröffnet dem Erzähler eine ganze Menge Möglichkeiten. Schade nur, dass die Umsetzung so manches Mal an ihren eigenen erzählerischen Kunstgriffen scheitert.


    Meine Wertung: 83/100

    Link zur Buchseite des Verlags: Klick!

    Kiepenheuer&Witsch
    ISBN: 978-3-462-05084-4
    736 Seiten, gebunden mit SU
    Erscheinungsdatum: 24.04.2018

    Preis
    Deutschland: 26,00 €
    Österreich: 26,80 €

    More Hard Stuff @ www.lackoflies.com

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    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor einem Monat
    Kurzmeinung: Who let the dogs out – who let Ares out?? Detailverliebt mit Längen, die zweite Hälfte hatte zu hohen Science Fiction Anteil.
    Who let the dogs out – who let Ares out??

    Dem Leser erschließt sich eine komplett neue Welt. Am Anfang, also so die ersten 400 Seiten war ich fasziniert, denn es zeigt zum Beispiel, wie die Roboter Einzug in unseren Alltag finden können bzw. schon stellenweise schon gefunden haben.

     

    Ein genialer Programmierer will die Welt verbessern und optimieren. Dafür erfindet er eine künstliche Intelligenz, die alles Gute eines Menschen vereint. Sie steht für ein besseres Miteinander, für Ökologie etc. Die Idee ist faszinierend. Was die Menschen nicht denken können, soll eine Maschine übernehmen, die auf das Gute im Leben „beschränkt“ wird. Diese künstliche Intelligenz, kurz KI, wird Ares genannt.

     

    Luther und Ruth als Hauptcharaktere sind in ihrer „ersten Version“ hervorragend beschrieben. Absolut authentisch. Es ist fast spannend, das Buch wie einen Krimi mit Zeitreisen, KI, bis zur Hälfte zu lesen. Ich als Leser mochte das Kleinstadt-Idyll und die wunderschöne Landschaft der Sierra Nevada.

     

    Wenn man auch schon auf den ersten Seiten ahnt, dass das Böse in den Schatten lauert. Die subtile Beklemmung, das Gefühl einer Bedrohung steigert sich von Seite zu Seite und wird dann ab der Hälfte doch sehr abstrakt. Science Fiction, die ich in Worten nicht so richtig wiedergeben kann. Vielleicht Stichpunktartig: Zeitreisen, genetisch modifizierte Insekten, Biotechnologie, Robotik, Paralleluniversen (PU) …

     

    Das hört sich sehr interessant an, hatte aber in der zweiten erhebliche Längen für mich. Viele technische Anlagen und Beschreibungen der Paralleluniversen zogen sich in die Länge. Sie waren sehr detailliert, aber ich hatte keine Motivation, dies in aller Ausführlichkeit zu lesen. Es langweilte mich, weil die Handlung in den Hintergrund trat. Mir ist schon klar, dass es natürlich für die Handlung wichtig ist, wie so eine neue Welt funktioniert.

     

    Die letzten 200 der 726 Seiten habe ich nur noch überflogen.

     

    Alles in allem: Die Geschichte war sehr detailverliebt, was Längen produzierte und die letzten 300 Seiten, in der der Science-Fiction- und Action-Anteil erheblich ansteigt, hätte ich mir am liebsten erspart. Dieses Buch war eine Mischung aus Thriller und Science Fiction, und es war einfach nicht meins. Obwohl mich die Geschichte beeindruckt, mitgenommen und mir Angst gemacht hat.

     

    Sterne: Wirklich schwierig. Die Geschichte war stellenweise für mich sehr beklemmend, ging mir nach. Hier weiß ich wieder, warum ich keine Thriller lese. Diese anfangs noch subtilen Bedrohungen und Science-Fiction-Szenarien ließen mich schaudern. Die Beschreibungen der Forschung, Robotik, Künstliche Intelligenz und was man mit DNA womöglich alles tun könnte, waren sehr faszinierend. Ist es deswegen ein gutes Buch, weil es mich doch länger beschäftigt hat, obwohl ich es nicht wollte? Die erste Hälfte war für mich noch in Ordnung, die Charaktere sehr authentisch ausgearbeitet, die Handlung spannend. In der zweiten Hälfte überwogen dann die Beschreibungen der Science-Fiction-Anteile und ich verlor das Interesse. Ich schwanke zwischen zwei und drei Sternen. Diese Sciene Fiction Welt war einfach nicht meins, allerdings waren die ersten 300/400 Seiten wirklich spannend zu lesen, mit sehr authentischen Charakteren. Also gebe ich 3 von fünf Sternen.

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    Caesingvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Rasanter SciFi-Krimi der etwas anderen Art – ein Schätzing eben.
    Wanderer zwischen den Welten

    Im beschaulichen Sierra County, einem Polizeibezirk im Nordosten Kaliforniens, wird die Leiche einer Wissenschaftlerin gefunden, ermordet, wie sich herausstellt. Der zugehörige Mörder ist auch schnell ermittelt, es ist ein Kollege aus  der versteckt gelegenen Forschungseinrichtung, in der das Opfer gearbeitet hatte. Das Werksgelände gehört dem Unternehmen Norvisk, das neben Google und Apple zu den Giganten des IT-Marktes zählt und dessen Spezialität Entwicklungen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) sind.
    Als Sheriff Luther O. den Mörder verhaften will, verirrt er sich bei einer Verfolgungsjagd in einen geheimen Teil des Forschungsgebäudes und der Mörder entkommt. Als Luther das Gelände verlässt ist ihm körperlich ganz seltsam zumute, was sich aber schnell wieder gibt. Doch als er dann wieder Kontakt mit seinen Kollegen bekommt muss er feststellen, dass er einen Zeitsprung gemacht hat, der ihn um genau einen Tag in die Vergangenheit befördert hat. Luther nimmt Kontakt mit Elmar Norvisk, dem Firmenchef, auf. Es stellt sich heraus, dass jener selbst ein Opfer ist und von engsten Mitarbeitern betrogen wird. Jene verkaufen, entgegen der Firmenphilosophie, intelligente Waffen in Krisengebiete. Die ermordete Wissenschaftlerin kam dem Komplott auf die Schliche und deshalb musste sie sterben.
    Damit beginnt eine rasante Verfolgungsjagd durch verschiedene Zeitebenen und Paralleluniversen. Die Strolche sind dabei immer einen Schritt voraus und eigentlich nur untergeordnete Handlanger eines mächtigen Drahtziehers im Hintergrund. Als die Guten erfahren, wer dies ist, ist es für die Welt und die Menschheit längst zu spät. Zumindest im Paralleluniversum 453, wo Schätzing den Showdown des SciFi-Thrillers inszeniert.
    Die 4 Punkte, die ich für das Buch vergeben habe, sind etwas ungerecht, denn sie entspringen einzig und alleine meiner persönlichen Abneigung gegen bombastische Showdownorgien. Eine feinere Auflösung ohne pyrotechnische Effekte wäre mir lieber gewesen. Leider kann man keine halben Punkte vergeben, sonst wären es 4,5 gewesen.
    Aber alles in allem ist "Die Tyrannei des Schmetterlings" wieder ein echter Schätzing: Elegant kombiniert und intelligent inszeniert. Und vor allem einmal mehr blenden recherchiert.

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    DanielPaulvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: NEIN! WARUM NUR?!?
    Terminator 2 für Arme

    Die Idee kling so toll auch wenn sie nicht neu war. Luther war mir auch sympathisch. Aber der Story Verlauf wirkt nicht durchdacht hektisch und poltrig.
    Ich kann mich den anderen hier nur anschließen. Der Grundgedanke des Buches der mich ansprach und den ich auch gesucht habe hat mich leider nicht gefunden. Was war denn das? 

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    Dominique_Stalders avatar
    Dominique_Staldervor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Er hat es nicht geschafft, seine Ideen spannend an den Mann zu bringen.
    Enttäuschend

    Schätzing ist der Autor eines der Bücher, die für mich absolute Spitze sind. "Der Schwarm". Danach habe eher weniger von ihm gelesen und freute mich demzufolge umso mehr, dass ich "Die Tyrannei des Schmetterlings" mein eigen nennen durfte.

    Vorgestern habe ich das Buch (endlich) beendet und muss schon zugeben, dass ich enttäuscht bin. Es ist nicht die Sprache, denn hier gibt es immer wieder tolle Bilder und Sätze, bei denen ich mich immer frage... wie schreibt der Mann das? Das ist teils poetisch, teils einfach nur unglaublich toll. ABER... und leider gibt es davon viele...

    Die Charaktere
    Es ist immer schwierig, wenn ich ein Buch lese, in dem ich nicht eine Person finde, mit der ich mich identifizieren kann. Das mag daran liegen, dass Schätzing den Figuren Background gibt und dennoch bleiben sie ... seltsam fremd, entfernt und austauschbar. Bildlich sind sie allesamt kaum vorstellbar für mich.

    Der Stil
    So schön manche Gebilde sind, so wirr wirkt es bisweilen. Perspektivwechsel, lange Seiten, auf denen nichts geschieht, wenig bildliche Beschreibungen. Schade :(

    Die Geschichte
    Beginnt die Geschichte im Prolog in Afrika, wirkt sie zu Beginn eine Weile eher wie ein Krimi. Das ist nicht schlecht, wird dann aber schlagartig anders, wenn Luther in eine Parallelwelt übertritt. Hier beginnt für mich der mit Abstand schwächste Teil des Buches. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass Schätzing an manchen Stellen zu viele Seiten und an anderen zu wenig Seiten geschrieben hat. Themen wir eine KI, die zur Superintelligenz wird und mehr noch, die parallelen Welten, die Technik. Alle das sind hochkomplexe Vorgänge, die er aber stets von der moralischen und ethischen Seite nur anreißt. Vieles ist vorhersehbar, anderes kaum nachvollziehbar und das Buch lässt mich unbefriedigt zurück. 

    Es ist schade, denn hier und da blitzen die richtigen Ideen auf. Wäre es ethisch vertretbar einen Menschen in eine Maschine zu bannen? All seine Erinnerungen und Gedanken zu übertragen? Wenn die Digitalisierung und die KI uns zu allgemeinen Wohlstand führt, braucht es die Menschheit in der Form noch? Leider kratzen diese Fragen stets nur die Oberfläche. Das Ende ist für mich zu schnell abgehandelt. 

    Ich kann die vielen Leser verstehen, die dem Buch nur einen Stern geben, finde aber auch, dass dies ein wenig krass ist. Allerdings kann ich auch nicht mehr als 2 geben. Ich hab andere Bücher, mit 3 Sternen bewertet, die deutlich besser sind. Daher bleibt es bei den 2 Sternen und eine tiefe Enttäuschung und Ratlosigkeit. Wahrscheinlich mein letzter Schätzing...

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    beckmessis avatar
    beckmessivor 3 Monaten
    Kurzmeinung: konfus und ein paar Wendungen zu viel
    zu viel Hype, zu viel Unsinn

    Frank Schätzing ist meiner Meinung nach einer der am meisten überbewerteten Autoren der aktuellen dt. Buchszene.
    Sein anbiederndes Aufgreifen von hyperaktuellen Themen und das Verwursten in pseudowissenschaftlichen science-fantasy Thrillern bringen ihn zwar immer wieder auf die Bestsellerlisten, aber dahinter steckt mir zu viel marketingvergoldete Anstrengung, die er lieber in tiefsinnigere Romane stecken sollte.

    Zurecht entlarvt darf er sich fühlen, wenn er es denn (aus Versehen oder vielleicht auch purer Absicht) übertreibt, so wie in seinem aktuellen Buch "Die Tyrannei des Schmetterlings". Dann bricht das ganze Effektgeschreibe sehr schnell wie ein Kartenhaus zusammen und die Leser wenden sich zurecht ab.
    Bei aller glatten Schreibkunst, die er zweifelsohne beherrscht, würde man ihm wünschen, er könne sich beim nächsten Buch wieder etwas mehr erden.

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    A
    Angel10vor 3 Monaten
    Die Tyrannei des Schmetterlings

    - Kann künstliche Intellignz die globalen Probleme der Menschheit lösen? Diese Frage versucht Frank Schätzing aus verschiedenen Perspektiven zu beantworten.
    - viel Recherchearrbeit
    - eher amerikanischer Schreibstil

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    Pialalamas avatar
    Pialalamavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Leider eine Enttäuschung & weniger ideenreich als erhofft.
    In Anbetracht an vorherige Schätzing-Bücher eine Enttäuschung!

    Wie auch schon in anderen Romanen von Schätzing beginnt dieses Buch mit einer Art Epilog, der schon ab der ersten Seite für mächtig Spannung sorgt. Und auch sprachlich bieten diese ersten Seiten dem Leser wirklich etwas Großartiges. Schätzing bildet wunderbare Sätze und verleiht dem Buch damit einen ganz besonderen Charakter, den ich gar nicht richtig in Worte verpacken kann. Und so sehr mir diese Sprache auf den ersten zweihundert Seiten sehr gut gefallen hat, für so anstrengend habe ich sie im weiteren Verlauf der Geschichte empfunden. In einigen Abschnitten lenkten mich all diese ausschmückenden Adjektive zu sehr von den eigentlichen Geschehnissen ab, an anderen konnte ich den Gedankengängen nicht mehr richtig folgen. Teilweise wirkten die Worte zwar sehr geistreich, aber wenn ich mir genauer darüber Gedanken gemacht habe, wusste ich nicht mehr, was all das eigentlich zum Ausdruck bringen soll. Mit der Spannung verlief es ähnlich. Anfangs noch voller Spannung auf die Entwicklung des Szenarios und die Frage nach dem Bösen, stellte sich für mich immer mehr heraus, dass die Story kein neues, großes Meisterwerk mit unglaublichem Ideenreichtum sein wird, sondern einfach nur ein weiteres Standard-Szenario, wenn Menschen sich über K.I.s und deren Auswirkungen Gedanken machen. Das Thema von künstlicher Intelligenz und damit verbundene mögliche Gefahren sind in der Welt der Bücher und Filme nichts Neues. Daher machte sich in mir eine gewisse Enttäuschung breit. Auch wenn einige Elemente in Schätzings Buch zumindest in Zusammenhang mit K.I.s neu sind und mir auch an sich gefallen hat, welche Zukunft Schätzing sich hier ausgedacht hat, habe ich insgesamt doch mehr erwartet. Schon öfters habe ich erwähnt, dass mich vor allem diese raue Grausamkeit in Schätzings Büchern, die selbst vor Hauptcharakteren keinen Halt macht, besonders begeistern konnte. Hier findet sich davon wenig wieder.  Doch die Spannung blieb nicht komplett weg. Zwischendurch gab es durchaus spannende Szenen, die jedoch eben noch etwas mehr Chaos mit sich hätten bringen können. Und obwohl ich in einigen Dingen enttäuscht bin, hat mir das Buch insgesamt gefallen. Besonders das Ende fand ich sehr interessant gestaltet und auch der Gedankenanstoß über mögliche K.I. Zukunfts-Szenarien ist, trotz eines nicht ganz neuen Themas, immer wieder interessant. Und gerade jetzt, in der Zeit von Smart-Homes, mit Smart Speaker wie Amazon Echo, neuartigen Robotern und der immer weiterschreitenden Wissenschaft, ist solch ein Gedankenanstoß umso wichtiger.



    Die Antwort auf die Frage nach dem Bösewicht war in meinen Augen übrigens sehr vorhersehbar und erinnerte mich an diverse Filme. Schade ich hätte mir wirklich eine große Überraschung gewünscht.


    Fazit :Leider hat sich Schätzings Science-Fiction Roman für mich eher als Enttäuschung herausgestellt. Zumindest wenn ich an seine vorherigen Bücher denke. Die Entwicklung des Szenarios stellt keine neue grandiose Idee dar und insgesamt hätte ich mir einfach mehr als nur einen großartigen Sprachstil erwartet. Dennoch würde ich trotz einiger Enttäuschungen insgesamt sagen, dass mir das Buch mit seinen Gedankenanstößen gefallen hat.

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    Baerbel82s avatar
    Baerbel82vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Rasanter Thriller mit dem Finger am Puls der Zeit. Ganz großes Kino!
    Mensch oder Maschine?

    Um es gleich vorweg zu sagen, das neue Werk von Frank Schätzing ist der Hammer! Eine Mischung aus „Der Scharm“ und „Limit“ - und doch ganz anders, besser! Worum geht es?

    „Die Tyrannei des Schmetterlings“ spielt in der nahen Zukunft in Kalifornien: Luther Opoku, Undersheriff von Sierra County, entdeckt eine geheime Forschungsanlage, in der ein Hightech-Konzern eine lernfähige künstliche Intelligenz (KI) entwickelt hat. Doch was wäre, wenn dieser Quantencomputer außer Kontrolle gerät und nach der Macht greift?

    Ein erschreckend realistisches Szenario, das der Autor sich ausgedacht hat. Sprachlich locker erzählt. Aber es geht nicht nur um KI, sondern auch um Paralleluniversen (PU) und Biowaffen. Alles bestens recherchiert. Und es geht um Werte. Ein brisantes, aktuelles Thema. Frank Schätzing liefert hierzu viele Denkanstöße: „Alles ist möglich.“

    Häufige Perspektivwechsel sorgen für Dynamik und einen durchgängigen Spannungsbogen bis zum actionreichen Showdown. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Luther ist mir sofort ans Herz gewachsen. Denn er hat viel Empathie. Ein äußerst intelligenter Mix aus Thriller, Sci-Fi und Horror. Unheimlich unterhaltsam.

    Fazit: Rasanter Thriller mit dem Finger am Puls der Zeit. Ganz großes Kino!

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    Insider2199s avatar
    Insider2199vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein „Mega-Blockbuster-Hollywood-Roman“ über Künstliche Intelligenz (*****)
    Ein „Mega-Blockbuster-Hollywood-Roman“ über Künstliche Intelligenz

    Ein "Mega-Blockbuster-Hollywood-Roman" über Künstliche Intelligenz

    Werbeagent, Musikproduzent, Taucher und Hobbykoch – der Kölner Schriftsteller hat vielfältige Talente und zahlreiche Berufe. Er studierte 1957 Kommunikationswissenschaften und arbeitete vor allem in der Werbe- und Musikbranche. 1995 erschien sein Debüt „Tod und Teufel“, und einen überwältigenden Erfolg erzielte er mit seinem Öko-Thriller „Der Schwarm“ (2004), der sich millionenfach verkauft.

    Inhalt (Klappentext): Kalifornien, Sierra Nevada. Luther Opoku, Sheriff der verschlafenen Goldgräberregion Sierra in Kaliforniens Bergwelt, hat mit Kleindelikten, illegalem Drogenanbau und steter Personalknappheit zu kämpfen. Doch der Einsatz an diesem Morgen ändert alles. Eine Frau ist unter rätselhaften Umständen in eine Schlucht gestürzt. Unfall? Mord? Die Ermittlungen führen Luther zu einer Forschungsanlage, einsam gelegen im Hochgebirge und betrieben von der mächtigen Nordvisk Inc., einem Hightech-Konzern des zweihundert Meilen entfernten Silicon Valley. Zusammen mit Deputy Sheriff Ruth Underwood gerät Luther bei den Ermittlungen in den Sog aberwitziger Ereignisse und beginnt schon bald an seinem Verstand zu zweifeln. Die Zeit selbst gerät aus den Fugen. Das Geheimnis im Berg führt ihn an die Grenzen des Vorstellbaren – und darüber hinaus.

    Meine Meinung: Schätzing liefert ein gewaltiges Werk zum Thema „Künstliche Intelligenz“ ab, verpackt viele zum Nachdenken anregende Informationen in ein Buch voller Action, gewürzt mit coolen bis witzigen Dialogen à la Bruce Willis und Arnold Schwarzenegger. Wenn man also das Kopfkino laufen lässt (und das kann der Autor sehr gut ankurbeln), fühlt man sich also gleich in einen Mega-Blockbuster-Hollywood-Film versetzt und wenn jemand DAS nicht mag, sollte er gleich die Finger von diesem Roman lassen. Wer weiß, vielleicht wurde der Autor ja bereits beim Schreiben von dem starken Wunsch beseelt, seine Story später im Kino vorzufinden, denn es enthält doch alle Elemente, die von US-Produzenten erwartet werden und die man normalerweise bei deutschen Autoren nicht in dieser massiven Weise findet.

    Tja, ich mag US-Filme, auch wenn ich weiß, dass in Hollywood Vieles übertrieben wird, aber grundsätzlich liegt mir das „Konzept der großen Gefühle“ und somit hat mir dieser Roman auch viel spannende Unterhaltung beschert. Jedoch muss ich zugeben, dass mir die philosophischen Betrachtungen bzgl. KI – also z.B. auch die Beschreibung wie diese erschaffen wurde usw. – besser gefallen haben als die vielen Action-Szenen. Diese waren zwar spannend, mir aber manchmal etwas „over the top“ und „too much“.

    Fazit: Ein sehr unterhaltsamer und lehrreicher „Mega-Blockbuster-Hollywood-Roman“ über Künstliche Intelligenz, dessen philosophischer Part mir jedoch besser gefiel als die zahlreichen, aber leider manchmal übertriebenen Action-Szenen. Dafür ziehe ich zwar einen halben Stern ab, sage aber: unbedingt lesen, denn was KI angeht ist das Buch ein wahrer Eye Opener und regt definitiv zum Nachdenken an!

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