Payback

von Frank Schirrmacher 
3,3 Sterne bei34 Bewertungen
Payback
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Positiv (12):
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Ein spannendes Sachbuch, das wenngleich es etwas eindimensional argumentiert, uns alle wachrütteln sollte. Sapere aude!

Kritisch (8):
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Auf der einen Seite thematisch lesenswert, auf der anderen Seite aber in der "Lösung" sehr enttäuschend, da vage und nichtssagend!

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Inhaltsangabe zu "Payback"

Wie gewinnen wir im Informationszeitalter die Kontrolle über unser Denken zurück
Was wollte ich gerade tun? Fast jeder kennt die neue Vergesslichkeit und die fast pathologische Zunahme von Konzentrationsstörungen. Dahinter steckt sehr viel mehr als nur Überforderung. Wir wissen mehr als je zuvor und fürchten doch ständig, das Wichtigste zu verpassen. Der Mensch ist nicht nur ein Fleisch- und Pflanzenfresser, er ist auch ein Informationsfresser. Informationen sind Vorteile, und in der Informations-Nahrungskette siegt der, der am schnellsten und effektivsten Nachrichten sendet und empfängt. Aber diese neue Form des Darwinismus führt dazu, dass wir nicht mehr unterscheiden können, was wichtig ist und was nicht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570551424
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:239 Seiten
Verlag:Pantheon
Erscheinungsdatum:22.08.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 06.11.2009 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    seschatvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein spannendes Sachbuch, das wenngleich es etwas eindimensional argumentiert, uns alle wachrütteln sollte. Sapere aude!
    Immer noch aktuell

    Das Enfant terrible der deutschen Journaille Frank Schirrmacher weilt leider seit 2014 nicht mehr unter uns, hat aber mit "Payback" ein noch immer hochaktuelles Sachbuch hinterlassen, das sich mit dem negativen Einfluss der digitalen Medien auf den Menschen beschäftigt. Was der Psychiater und Hirnforscher Manfred Spitzer später als "digitale Demenz" anprangern wird, hat der ehemalige FAZ-Herausgeber und Buchautor bereits 2009 erkannt. Kurzum, die Rede ist von der eingeschränkten bzw. zurückgehenden Merk- und Aufnahmefähigkeit des Menschen gegenüber Informationen. 

    SMS, Twitter, Facebook und E-Mail konditionieren uns User immer mehr dazu, einerseits schnell und kurz auf Nachrichten zu reagieren und andererseits längere Abhandlungen zur Seite zu legen bzw. nicht mehr erfassen zu können. Wenn Wissen überall und zu jeder Zeit verfügbar zu sein scheint, warum muss man sich dann noch etwas merken oder gar auswendig lernen? Mehr noch, Schirrmacher meint, die stete Alarmbereitschaft durch Nachrichtendienste stresse und stumpfe uns dermaßen ab, dass wir bald nicht mehr in der Lage sein werden, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. So düster seine damalige Prognose bzw. Erkenntnis auch klingen mag, so aktuell ist diese in der heutigen Zeit von Digital Natives und Burnout. Das eigene Ich hat durch die Digitalisierung sicherlich viele neue Möglichkeiten bekommen, um mit der Außenwelt zu kommunizieren, doch zu welchem Preis? Wir werden der stetigen Informationsflut kaum noch Herr und machen uns vermehrt zu Sklaven von Smartphone, PC und Co. Multitasking = Verdummung?

    Besonders der zunehmende Rückgang der Lesekonzentration und des Lesevermögens von Kindern und Jugendlichen gibt dem Autor zu denken. Durch wissenschaftliche Studien belegt er, wie sich das Verhältnis von Maschine und Mensch, d.h., das Verhältnis von fremdgesteuerten und autonomen Denken, verändert hat. Wenn uns immer mehr abgenommen wird, wie z. B. durch Apps, Navigationsgeräte, Taschenrechner etc., dann schwächen wir uns damit, weil wir nicht mehr selbst denken, sondern denken lassen. Eine erschreckende Entwicklung, nicht wahr? Sicher darf man nicht alles derart schwarzsehen, aber eine unkritische Haltung gegenüber der Digitalisierung ist auch keine Lösung...

    FAZIT
    Ein spannendes Sachbuch, das wenngleich es etwas eindimensional argumentiert, uns alle wachrütteln sollte, denn der Preis, den wir für die Digitalisierung zahlen müssen, wird hoch sein (s. Titel). Sapere aude!

    Kommentare: 2
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    Amixor33s avatar
    Amixor33vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Auf der einen Seite thematisch lesenswert, auf der anderen Seite aber in der "Lösung" sehr enttäuschend, da vage und nichtssagend!
    [SACHBUCH] Frank Schirrmacher – Payback

    Wenn ihr ehrlich bin, so muss ich zugeben, dass ich dieses Buch nie wollte und auch nicht sonderlich erfreut war, als ich es geschenkt bekommen habe, da es eine klare, unterschwellige Botschaft in sich trug.

    Mit genug zeitlicher Distanz hab ich mich dann aber doch rangewagt. Wichtig ist hierbei noch mal der Titel, den Frank Schirrmacher dem ganzen gibt. So prangt neben Payback auch noch der Unterbuchtitel „Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen“

    Das Buch unterteilt sich nämlich auch in genau diese beiden Teile: a) Was der PC, das Internet und die ganzen gesellschaftlichen Veränderungen mit uns machen und b) Wie wir uns dagegen behaupten können.

    Man darf Schirrmacher nicht falsch verstehen. Er betont mehrmals, dass er keinen Kreuzzug gegen die modernen Medien führen will, da sie durchaus Vorteile und gute Errungenschaften bieten, aber wir machen uns mehr und mehr von ihnen abhängig.
     
    Durch Algorithmen und Muster, werden wir und unsere Anfragen, unsere Verhaltensweisen kategorisiert und wir werden dadurch unbewusst gelenkt. Die These, dass der PC längst nicht mehr dem Menschen dient, sondern der Mensch so erzogen wird, dass er wie ein PC funktioniert taucht dabei mehrmals auf.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, Schirrmacher greift anhand vieler Belege, Studien und Zitate aus Wissenschaft und Wirtschaft einige wirklich besorgniserregende Punkte auf, welche uns in der Tat zum Nachdenken und oder auch zum Umdenken anregen sollten. Es gibt viele Punkte, wo ich ihm leider absolut zustimmen muss.

    Das Problem an der Sache ist, dass er sich ab einem bestimmten Punkt nur noch im Kreis dreht. Die gleichen Denkansätze und Ursachen werden immer wieder und wieder wiederholt unter dem Deckmantel eines abweichenden Gesichtspunktes, welcher sich aber oft nicht wirklich anders erklärt und auch sonst unwesentlich unterscheidet.

    Nach diesen Horrorszenarien darf man also umso gespannter sein, wie der gute Mann zu helfen weiß. Und hier erleben wir leider einen Totalausfall! Schirrmacher wird zu keinem Zeitpunkt direkt – nicht das ich ein „In 10 Schritten zum anderen Menschen in 5 Minuten“ erwartet hätte, aber er eiert ständig nur vage hin und her. Aussagekräftige Sätze Fehlanzeige!

    Fazit?
     Im Endeffekt würde ich es ja jedem raten, sich dieses Buch durchzulesen, da einige Punkte wirklich alles andere als belanglos sind – allerdings hätte dies auch weniger aufgebauscht geschehen können. Auch das Hoffnung wecken in Form von vermeintlicher Hilfe ist ein absoluter Fehlschuss. Den zweiten Teil streichen, den ersten Teil halbieren und konkretisieren, dann wäre es in meinen Augen eine Pflichtlektüre für jeden aufgeschlossenen und verantwortungsbewussten Bürger mit der Fähigkeit zu reflektieren.

    So muss jeder selbst entscheiden ob er das lesen will, die contra Seite kann ich leider auch verstehen. Unterm Strich etwas unbefriedigend!

    Erschienen auf: http://lesumdeinleben.blogspot.de/2011/12/frank-schirrmacher-payback.html

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    goldfischvor 7 Jahren
    Rezension zu "Payback" von Frank Schirrmacher

    Ein wirklich gutes Sachbuch zum Thema "Informationszeitalter".Beeinflussen Computer unser Denken, werden wir gar anders Denken, in einigen Jahren?
    Ändern sich unsere Sinne? Rennt die Zeit uns davon, während wir uns bei der Internetrecherche verzetteln? Werden wir unsere Lesefähigkeit einbüssen? Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch ! Anschaulich schildert der Autor, wie wir bereits beginnen uns zu verändern. Ich habe nach der Lektüre beschlossen, meine Zeit am Computer sehr deutlich zu reduzieren.

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    Revontuletvor 8 Jahren
    Rezension zu "Payback" von Frank Schirrmacher

    Das Buch beschreibt ein paar sehr interessante Fakten, wie wir uns von Computern manipulieren lassen und uns selber immer mehr mit Computern vergleichen.
    Mein Lieblingssatz aus dem Buch: "Multitasking ist Körperverletzung".
    Das einzige, was mir ein bisschen gefehlt hat bzw zu wenig konkret behandelt wurde, sind die Lösungsvorschläge. Aber ich verstehe auch, dass das ein ziemlich schwieriges Thema ist, weil wir nicht ohne Computer leben können und somit sind wir dieser Informationsflut hilflos ausgesetzt.

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    bogivor 8 Jahren
    Rezension zu "Payback" von Frank Schirrmacher

    Schirrmacher greift ohne Frage ein wichtiges, zeitgemässes Thema auf. Im wesentlichen arbeitet er sich im Bereich Internet und dessen Auswirkungen ab. Dies geschieht teils auch mit recht gutem Tiefgang. Zum Beispiel, was wirklich passiert, wenn wir uns der Suchmaschinen, vor allem Google, bedienen. Eben nicht nur das Suchen von bestimmten Seiten. Dies war möglicherweise ganz am Anfang dieser Einrichtungen noch der Fall. Mittlerweile werden diese Suchanfragen jedoch zu umfassenden Recherchen über den Nutzer, dessen Wünsche, Vorhaben etc. genutzt. Alles in allem sind die gesamten aufgeworfenen Fragen des Informationszeitalters jedoch reichliches Allgemeingut. Fazit: Das Buch ist gut geschrieben, liest sich flott, verschafft einem brennglasartig den Einblick was wir uns mit dem Internet "angetan" haben und welchen Chancen darin auch liegen. Durchschlagend Neues, Überraschendes bietet es jedoch nicht.

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    LeGrandGrisvor 9 Jahren
    Rezension zu "Payback" von Frank Schirrmacher

    Eines muß man Schirrmacher lassen: Er hat ein Näschen für trendige Themen. Ziwschen guter Beobachtung, scharfen Analysen und Lamoryanz über durch das Web hervorgerufene Veränderungen verliert er sich hier ein wenig...

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    Peppermint Pattyvor 9 Jahren
    Kurzmeinung: Interessantes Fazit von Herrn Schirrmacher: Multitasking ist Körperverletzung
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    Aliknechtvor 2 Jahren
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    Haubenmeisevor 2 Jahren
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    StephanBechertvor 3 Jahren

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