Frank Schneider

 3,9 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor*in von Abenteuertouren durch Oberfranken, Demenz und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Prof. Dr. Dr. Frank Schneider ist Psychiater, Psychologe und Psychotherapeut sowie Neurowissenschaftler. Er war Professor für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der RWTH Aachen, Direktor am Institut für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich und Ärztlicher Direktor am Uniklinikum Düsseldorf. Gegenwärtig ist er an der Universität Düsseldorf tätig. Schneider war Präsident und ist Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und Schriftleiter der Fachzeitschrift »Der Nervenarzt«. Für seine Arbeit wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit der Griesinger Medaille der Berliner Gesellschaft für Psychiatrie und Neurologie, dem Preis "Gegen Vergessen – Für Demokratie" und mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Frank Schneider

Cover des Buches Annas Spuren (ISBN: 9783776629545)

Annas Spuren

(9)
Erschienen am 22.01.2018
Cover des Buches 15 Morde und andere Todesfälle (ISBN: 9783499628122)

15 Morde und andere Todesfälle

(10)
Erschienen am 01.02.2012
Cover des Buches Abenteuertouren durch Oberfranken (ISBN: 9783982324579)

Abenteuertouren durch Oberfranken

(1)
Erschienen am 29.03.2023
Cover des Buches Toto & Harry: Brennpunkt Großstadt (ISBN: 9783898617369)

Toto & Harry: Brennpunkt Großstadt

(1)
Erschienen am 25.04.2007
Cover des Buches Demenz (ISBN: 9783776626889)

Demenz

(1)
Erschienen am 20.03.2012
Cover des Buches Das Kaufhaus (ISBN: 9783736841642)

Das Kaufhaus

(0)
Erschienen am 23.09.2014
Cover des Buches Der Naturpark Fränkische Schweiz (ISBN: 9783982639246)

Der Naturpark Fränkische Schweiz

(0)
Erschienen am 30.09.2025

Neue Rezensionen zu Frank Schneider

Cover des Buches Annas Spuren (ISBN: 9783776629545)
Babsi123s avatar

Rezension zu "Annas Spuren" von Sigrid Falkenstein

Babsi123
Geht unter die Haut

Mein Fazit: 

Ich lese seit Jahren Bücher über den Zweiten Weltkrieg, aber die Geschichte von Anna hat mich sehr berührt. Eine junge Frau, die als" Schwachsinnig" im Rahmen der Rassenreinheit eingestuft wurde, zwangssterilisiert und in der Gaskammer von Grafeneck" entsorgt"wurde. Anna ist 24 Jahre alt, als sie von gewissenlosen Menschen, die sich Ärzte nannten, ermordet wurde. In der Familie wird Anna totgeschwiegen, ihre Existenz verschwiegen, da sie den Makel" Angeborener Schwachsinn" hatte … Anna, eine lebenslustige, freundliche, junge Frau , die nicht leben durfte, da sie als " unwertes Leben " betitelt wurde. In ihrer Krankenakte wird später stehen: Patientin ist" lästig"... 


Die Autorin beschreibt mit einfachen, klaren Worten das einfache, sehr kurze und traurige Schicksal ihrer Tante. Der bildhafte Schreibstil der Autorin macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem, denn man hat das Gefühl, Anna schon lange zu kennen.Anna, die in ihrer eigenen Welt lebte und ich hoffe, dass sie trotz allem auch schöne Momente in ihrem Leben erleben durfte. Was mich erschüttert hat, war die Aufrechnung im NS-Staat, was ein schwachsinniger, ein tauber oder ein behinderter Mensch den Staat kostet und es doch einfacher ist, sie zu" entsorgen". Vor allem billiger …" Wie viel Mill. RM kosten diese Gebrechlichen jährlich? Da war ich echt erschüttert. Weil diese Aufstellung habe ich das erste Mal gelesen und früher beim Lesen nie darüber nachgedacht. Ich musste einige Male beim Lesen unterbrechen, weil mir die Tränen kamen. Wie müssen sich die Menschen auf dem Weg in die Gaskammer gefühlt haben? Hatten sie Angst, waren sie ruhig und sich der nähernden Gefahr nicht bewusst? Dieses Buch ist ein Mahnmal für all die unschuldigen Menschen, die dort ihr Leben verloren haben. 


"Ein Leben ist erst dann vergessen, wenn der Name vergessen ist." Ein sogenannter Stolperstein, in Form einer Messingplatte mit ihren Daten, erinnert an Anna vor ihrem letzten Wohnhaus in Mühlheim. Ich werde Annas Geschichte noch sehr lange in Erinnerung behalten.

Cover des Buches Abenteuertouren durch Oberfranken (ISBN: 9783982324579)
Biblionatios avatar

Rezension zu "Abenteuertouren durch Oberfranken" von Frank Schneider

Biblionatio
toller Bildband mit Wandertouren

Das Cover:

Das Buch ist ein Bild über ein große Waldlandschaft mit Hügeln. Im Vordergrund steht eine Person – vielleicht der Autor und Fotograf. Mir gefällt dieses Aufnahme sehr gut. Sie zeigt einen tollen Einblick in dieses Sachbuch.

 

Meine Meinung und Fazit:

Dieses Sachbuch zeigt auf der einen Seite tolle Ideen für Wanderungen zwischen den Nationalparks Fränkische Schweiz, Fichtelgebirge sowie Frankenwald und auf der anderen Seite wunderschöne Landschaftsfotografien vom Autoren. Die reine Laufzeit beträgt meistens nicht mehr als 4h und die Länge sind nicht mehr als 14km. Für diesen Teil des Buches gibt es zusätzlich eine App, sodass die Wege gefunden werden können. Die Touren werden erst kurz beschrieben und dann gibt es eine Wegbeschreibung. Danach gibt es großartige Aufnahmen zu den Touren. Zu jedem Nationalpark werden zusätzlich noch einige Aspekte zu Geografie, Biologie und Nutzung erzählt.

Insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut. Es kann auch als Geschenk für Wanderfreunde überlegt werden. Außerdem sind die Aufnahmen großartig.

Cover des Buches Annas Spuren (ISBN: 9783776629545)
Judithas avatar

Rezension zu "Annas Spuren" von Sigrid Falkenstein

Juditha
Ein „Familiengeheimnis“, das ein ganzes Leben verändert

Die Autorin Sigrid Falkenstein stößt zufällig auf die Spuren der Vergangenheit, der Name Anna Lehnkering taucht bei Recherchen zur Familiengeschichte im Internet auf und sie stellt erschüttert fest, dass es sich um ihre Tante Anna handelt. Anna steht auf der Liste der durch die „T4-Aktion“ ermordeten Menschen, die zwischen 1940 und 1941 von den Nazis als „unwertes Leben“ und „Ballast“ bezeichnet und vernichtet wurden. In der Berliner Tiergartenstraße 4 (daher die Abkürzung T4) wurde aus der lange schwelenden Idee der Rassenreinheit ein Plan, der wahrscheinlich über 70.000 Menschen das Leben kostete. Unzählige andere wurden zwangssterilisiert oder für medizinische Laborversuche verstümmelt und für immer krank gemacht.

Die Autorin kennt bis zu diesem Zufallsfund im Jahr 2003 nur ein Foto von Anna, in der Familie geschah das, was man lapidar mit Verschweigen und Verdrängen bezeichnet. Sigrid Falkenstein aber will das nicht länger hinnehmen und beginnt mit einer bespiellosen Suche nach der Wahrheit. Diese führt sie durch Institutionen und Archive, sie lernt Frank Schneider, einen ausgewiesenen Experten zum Thema Euthanasie kennen, sie begegnet auch vielen Personen auf ihrem Weg, die eigentlich auch lieber verdrängen und vergessen würden, was in der Nazizeit geschah. Das Thema „Datenschutz“ nutzen viele noch immer als Schutzschild. Mich erinnert diese fieberhafte Suche an meine eigenen Erlebnisse bei der Aufarbeitung meiner Familiengeschichte, umso mehr bewundere ich das Ergebnis, das in Form dieses Buches einmalig ist.

Sigrid Falkenstein nimmt sich in diesem Buch die künstlerische Freiheit, aus heutiger Sicht in rund 50 persönliche Briefe an Anna zu richten, ihre Geschichte, die Geschichte der Familie und die Ereignisse der Euthanasie im Dritten Reich zu beschreiben und am Ende die Entwicklung in Deutschland nach dem bis zum Jahr 2018 aufzuzeigen. Mehr als einmal stockte mir beim Lesen der Atem, obwohl ich gewiss mit den Details der „T4-Aktion“, mit dem Holocaust und den Naziverbrechen schon sehr vertraut bin durch meine eigene Recherchearbeit. Immer wieder muss ich anhalten beim Lesen und Anna ist mir so nah, als wäre sie auch meine Verwandte. Dieses Buch bereitete mir schlaflose Nächte und lässt mich noch immer nicht los.

Der Stil der Brief ist liebevoll und lässt den Leser an mancher Stelle glauben, dass die Autorin die lebendige Anna vor sich sieht, wenn sie schreibt. Das hübsche, schüchterne Mädchen, das als „erbkrank“ in den Krankenakten abgestempelt wird, erleidet ein so schreckliches Schicksal, zuerst wird sie zwangssterilisiert, dann in eine Heil- und Pflegeanstalt eingewiesen, dass der Weg von dort in die ersten Gaskammern des Deutschen Reiches führt, ist von Anfang an klar. Aber wie das geschieht und was Anna erleiden muss, das muss jeder Leser selbst erfahren.

Anna ist nicht nur ein Opfer, sie ist ein Symbol dafür, dass wir die Vergangenheit nicht ruhen lassen dürfen, nur wenn die grausame Wahrheit ans Licht kommt, und auch dort bleibt, kann sie hoffentlich verhindern, dass solche Verbrechen noch einmal geschehen.

Dieses Buch lüftet ein „Familiengeheimnis“, das das Leben der Autorin sehr nachhaltig beeinflusst und verändert hat. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man von solcher Art Erlebnisse nie wieder loskommt. Das Wissen, das man erlangt bei diesen Recherchen, die tief ins Persönliche gehen, bleibt immer präsent. Dass die Verlegung eines Stolpersteins für Anna tatsächlich wie ein spätes Begräbnis in der Erinnerung bleibt, das habe auch ich bei der Verlegung der Stolpersteine für meine Verwandten erfahren.

Meine Bewertung müsste eigentlich bei mehr als fünf Sternen beginnen, das geht leider nicht, es ist ein sehr wertvolles Buch, das ich sicher noch oft in die Hand nehmen werde. Danke, Sigrid Falkenstein, danke auch an den Co-Autor Frank Schneider!

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