Frank Schulz

 4 Sterne bei 79 Bewertungen
Autor von Onno Viets und der Irre vom Kiez, Morbus fonticuli und weiteren Büchern.
Frank Schulz

Lebenslauf von Frank Schulz

Der mehrfach ausgezeichnete Autor aus Hamburg: Frank Schulz wurde 1957 in Hagen bei Stade geboren. Er studierte diverse geisteswissenschaftliche Fächer und widmete sich daraufhin dem Schreiben. Nebenberuflich arbeitete Frank Schulz als Dokumentar für die Zeitschrift Gala. 2008 nahm Schulz an einem türkisch-deutschen Stadtschreibprojekt teil mit jeweils sieben weiteren deutschen Autoren und acht türkischen. Zusammen mit seiner Frau lebt Frank Schulz als freier Schriftsteller in Hamburg. Für seine "Hagener Trilogie" bestehend aus "Kolks blonde Bräute" 1991, "Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien" 2001 und »Das Ouzo-Orakel« 2006 wurde Schulz mehrfach ausgezeichnet. Schulze erhielt unter Anderen 1999 den Förderpreis zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, 2004 den Hamburger Hubtert-Fichte-Preis und 2006 den Hamburger Irmgard-Heilmann-Preis. Im Frühjahr 2012 hat er mit »Onno Viets und der Irre vom Kiez« ein weiteres Werk veröffentlicht, das die Leser und Kritiker erneut mit Frank Schulz` grotesken Humor besticht. »Onno Viets und der Irre vom Kiez« wurde für den deutschen Buchpreis 2012 nominiert. Außerdem wurde sein Roman für die Longlist ausgewählt.

Alle Bücher von Frank Schulz

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Onno Viets und der Irre vom Kiez

Onno Viets und der Irre vom Kiez

 (23)
Erschienen am 01.10.2013
Morbus fonticuli

Morbus fonticuli

 (15)
Erschienen am 15.10.2003
Das Ouzo-Orakel

Das Ouzo-Orakel

 (11)
Erschienen am 02.04.2012
Kolks blonde Bräute

Kolks blonde Bräute

 (13)
Erschienen am 01.04.2005
Mehr Liebe

Mehr Liebe

 (4)
Erschienen am 22.02.2010
Onno Viets und der weiße Hirsch

Onno Viets und der weiße Hirsch

 (2)
Erschienen am 08.09.2016
Anmut und Feigheit

Anmut und Feigheit

 (3)
Erschienen am 16.08.2018

Neue Rezensionen zu Frank Schulz

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NeriFees avatar

Rezension zu "Anmut und Feigheit" von Frank Schulz

Konnte mich nicht ganz überzeugen
NeriFeevor 6 Tagen

Der Kurzgeschichtenband Anmut und Feigheit vom Autoren Frank Schulz erschien im Herbst 2018 im Verlag Galiani Berlin, welcher zum Hause Kiepenheuer und Witsch gehört. Der Autor beschäftigt sich in seinen Erzählungen mit der Liebe als solcher und all ihren Facetten.

Darum gehts

Es handelt sich um verschiedene Geschichten in denen immer andere Figuren und ganz unterschiedliche Situationen geschildert werden. Die Liebe bleibt aber immer im Mittelpunkt des Geschehens. Auf tiefgründige und berührende Weise erweckt Schulz die Protagonisten der Geschichten zum Leben. Es geht zum Beispiel um einen Mann und eine Frau die sich Briefe schreiben, die beide erst zwanzig Jahre später öffnen dürfen.

Das Älterwerden und der Umgang mit der Liebe werden hinreichend thematisiert. Die einzelnen Erzählungen sind sowohl amüsant, traurig als auch tief bitter. Auf sehr emphatische Weise und mit viel Sinnlichkeit macht der Autor die Phasen des Verliebtseins und die Schwächen des eigenen Egos deutlich. Schulz spielt zudem mit der Fantasie seiner Leser und lässt manchen Ausgang offen. So bleibt der Spannungsbogen gewahrt und die Handlung regt über das Lesen hinaus zum Nachdenken an.

„Ich war von meinem eigenen Tun unangenehm berührt – ein Sohn, der seiner sowieso sehr zweifelhaften Arbeit wegen über die Leiche seiner zweifellos sehr geliebten Mutter geht…“

Obwohl Schulz viel Einfühlungsvermögen und einen Sinn für große Gefühle beweist, konnten mich die Erzählungen nie ganz packen. Der Schreibstil ist in meinen Augen nicht aussergewöhnlich, auch wenn er durch durch seine Emotionen und das gute Einfühlen in die menschliche Seele getragen wird. Die Figuren zeichnet Schulz authentisch und liebevoll, mich persönlich konnten sie aber nie ganz packen. Am Ende muss ich gestehen, dass es einfach nicht mein Buch ist, was sehr enttäuschend ist, weil der Klappentext in mir große Hoffnungen weckte.

Was bleibt also zu sagen? Die Idee zum Buch und auch deren Umsetzung sind teilweise sehr gelungen, die Erzählungen berühren auch, ohne Frage, und dennoch ist Anmut und Feigheit nicht ganz nach meinem Geschmack. Aber sicherlich gilt Schulz nicht umsonst als einer der großen Gegenwartsdichter deutscher Literatur, sodass andere hier möglicherweise begeistert sind.

Ich danke dem Galiani Berlin Verlag .

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Buchstabenliebhaberins avatar

Rezension zu "Anmut und Feigheit" von Frank Schulz

Was will mir der Autor sagen?
Buchstabenliebhaberinvor einem Monat

Mein persönliches Cover 2018, auch der Titel zog mich magisch an. Dann der Absturz: Die erste Geschichte hab ich an vier Abenden hintereinander begonnen, jedes Mal überfiel mich sofort eine bleierne Müdigkeit, ein fieser geistiger Totalausfall ... also jeden Tag wieder von vorne angefangen. Am 5. Tag las ich tagsüber! Und: das gleiche Phänomen. Es lag nicht an meiner physischen Verfassung.


In der ersten Geschichte geht es irgendwie darum, dass zwei sehr alte Männer in Hassliebe mit ihren jüngeren Pflegerinnen leben - oder sind es ihre Partnerinnen? Keine Ahnung. Der eine wird 60 und der andere will ihm was Schönes schenken. Einen Spazierstock, super Idee ... weiter bin ich nicht gekommen.

Also todesmutig die nächste Geschichte aufgeschlagen. Mutter feiert Geburtstag und hat alle Familienmitglieder eingeladen, dann stürzt sie und kommt ins Krankenhaus. Das alles stresst den Sohn. Ja. Nachdem es ihn einige Seiten lang gestresst hat, hat es mich genervt.

Letzter Versuch. Alter Mann geht auf eine Party, er hat wohl eine billige Blondine an seiner Seite. Echt jetzt. Ich gebe auf.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es Menschen gibt, die Spaß an diesen Geschichten haben. Es ist nicht meine Sprache, es ist nicht mein Humor, der Autor und ich kommen in diesem Leben nicht zu einander, das ist schade, aber nicht zu ändern. Das Cover ist trotzdem sehr sehr schön.

Kommentare: 4
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J

Rezension zu "Anmut und Feigheit" von Frank Schulz

Im Mono Modus
jamal_tuschickvor 4 Monaten

Der Erzählband „Anmut und Feigheit“ erklärt sich selbst zum „Prosa-Album über Leidenschaft“. Die Titelunterschrift weckt Erinnerungen an gerontologisch getunte Binsen, üb‘ immer Treu und Redlichkeit, bis an dein kühles Grab, die schönschriftlich eingetragen wurden in die Poesiealben der Anderen, sowie an die Poesie der Radiorockrezensionen: das neue Album (die neue Scheibe) der „Who“ ist im Vergleich zur letzten Scheibe (zum letzten Album) … In den Themenkreis passte eine persönliche Verbesserung vom gläubigen Absitzen deutschen Schlagerschmus auf Omas Sofa zu der Einsicht, dass Ilja Richter mit Rock nichts zu tun hat. Endlich rechnete man sich zum festen Hörerstamm des internationalen Top Ten Rodeos. Die Moderatoren versauten die Mitschnitte absichtlich mit langen Ansagen.
Die zweite oder dritte Single-Generation spielten Tonträger mit fünfundvierzig Umdrehungen pro Minute auf Kofferapparaten mit (im Deckel) integriertem Lautsprecher mitunter noch im Mono Modus ab.
Nun ist alles Mono. In „Anmut und Feigheit“ versammelt Frank Schulz Artefakte einer untergegangenen Welt von Neckermann nicht zuletzt. Seine in der Ereignisarmut Ergrauten und Eingestaubten biegen nach einer Serie von Fehlstarts im Augenblick der Handlungsgegenwart auf ihren Zielgeraden ein, um endlich zu erkennen, dass sie ein Leben lang kein Land gewinnen konnten. Sie kehren zurück in die Bruchbuden ihrer Herkunft und scheitern als Heimkehrer noch einmal. Zur individuellen Lebensleistung „verkrachte Existenz“ kommt der Raubbau am Vertrauten. Das örtliche Wahrzeichen, ein majestätischer Kastanienbaum, wird gefällt und Hinni Heitmanns Kneipe geschliffen. Das erlebt Bodo, der als Journalist und Romancier genretypisch scheiterte, und nun auch noch seine kleinen Hoffnungen auf einen Daseinsrest vor Kindheitskulissen begraben muss. Man sieht förmlich die im Bart hängengebliebenen Bröckchen schlichter Mahlzeiten im Rahmen eines schlichten Lebenszuschnitts. Die Bescheidenheit schnürt ihm die Kehle zu. Hohn und Häme treiben ihn seinem Grab entgegen.
Einer Bodo-Variante namens Kortsch erweiterte ein Schlaganfall zum Sechzigsten den Hades Horizont. Hinter ihm liegen sechs Jahre mit der dreiundzwanzig Jahre jüngeren Yvonne. Kortsch trägt sich zünftig, allein ihm fehlt der Glaube an die eigene Konkurrenzfähigkeit. Trotzdem strapaziert er sich noch präpotent auf den Zufallsgipfeln einmaliger Gastspiele. Den postkoitalen Bekenntnissen unter Fremden, die ihre Müdigkeit mit nachträglichen Erregungen abwehren, dichtet er einen Reiz an.
Schulz nähert sich den Schlussschlichen und finalen Seufzern seiner Versager leidensgenossenschaftlich. Verkürzt zitiert er eine Einsicht von Bette Davis: Old age ain‘t no place for sissies.

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Frank Schulz wurde am 13. Februar 1957 in Hagen bei Stade (Deutschland) geboren.

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