Frank Schulz Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen

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Inhaltsangabe zu „Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen“ von Frank Schulz

Onno geht an Bord Onno Viets, wenig begabter Privatdetektiv und seit seinem letzten Fall an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidend, wird von dem exzentrischen Künstler Donald Jochemsen für eine Mittelmeerkreuzfahrt gebucht. Der Mann hat sein Herz an eine junge Sängerin aus dem Kulturprogramm verloren, leidet aber zugleich unter diversen sozialen Störungen, eine Reise ohne Begleitung wäre undenkbar. Was die beiden auf dem Schiff erleben, schwankt zwischen Entspannung (Onno) und misanthropischen Schüben (Donald), bis etwas Erschütterndes geschieht, das der turbulenten Reise ein abruptes Ende und ganz andere Dinge in Gang setzt.

http://novelero.de/ich-dekompensier-gleich/

— sandro_abbate
sandro_abbate

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    Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen
    Duffy

    Duffy

    17. October 2016 um 12:22

    Der sehr symphatische aber nicht gerade erfolgreichste Privatdetektiv Hamburgs wird von einem seiner besten Freunde als Leibwächter für dessen exzentrischen Vetter Donald für die Dauer einer einwöchigen Kreuzfahrt vorgeschlagen. Dass das kein psychologisch sinnvolles Dreamteam ergibt, liegt auf der Hand, denn Vetter Daniel bildet sich eine brennende Liebe zur Sängerin des Kulturprogramms ein und Onno leidet noch immer an einer posttraumatischen Belastungsstörung aus seinem letzten Fall. So ist das temporäre Zusammenleben auf dem Kreuzfahrtschiff eine Aneinanderreihung von extremen Stimmungsverläufen, denen auch noch einer kräftige Dosis Alkohol beigemischt wird. Das Ereignis, das die Reise und die Zweisamkeit ganz schnell beendet, ist der Beginn eines dramatischen Finales.Frank Schulz hat ja nicht nur mit seiner Hagener Trilogie sein eigenes Genre geschaffen, sondern auch Onno wusste im ersten Band zu begeistern. Der pointensichere Wortakrobat Schulz überzeugt auch hier wieder mit dem verliebten Jonglieren von Worten und Sätzen, die so großartig und einmalig in der jüngeren deutschen Belletristik Stimmungen erzeugen können. Sein Onno wächst ans Herz und die Dramatik am Ende lässt den Leser vor Rührung und Spannung mitfühlend aufseufzen. Was ist das alles glaubhaft und menschlich! Erleichterung macht sich breit, denn dieser Tage erschien der dritte Band, Onnos Geschichte geht weiter.

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  • Sich einfach treiben lassen... mit diesem besonderen Buch, mit diesem besonderen Onno!

    Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen
    Floh

    Floh

    Der ausgezeichnete Autor Frank Schulz, der bereits mit seinem Werk "Onno Viets und der Irre vom Kiez" eine Steilvorlage präsentiert hat, bietet nun auch mit "Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen" einen weiteren herzhaft, amüsanten, seelen-durchfluteten und chaotisch anmutenden Roman voller Pleiten, Pech und Pannen und Protagonisten, an die man sich wirklich ersteinmal gewöhnen muss, oder die man schon längst aus Onno´s ersten Buch ins Herz geschlossen hat. Frank Schulz zweites Werk um den sympathisch-grottigen Onno ist jedoch mein persönliches erstes Werk des humorigen Autors mit Tief-(See-)Gang. Erschienen im Galiani Berlin Verlag (http://www.galiani.de/) Inhalt: "Onno Viets sticht in See! Frank Schulz schickt seinen eigenwilligen Privatdetektiv auf Kreuzfahrt. Aberwitzig und überbordend, sprachgewaltig und – ja – ergreifend. Als Onno – Mitte 50, Hartz-IV-Empfänger, überzeugter Nichtschwitzer und ungeschlagen an der Pingpong-Platte – zumindest in Hamburg-Eppendorf – sich im Jahr 2012 zum ersten Mal zwischen zwei Buchdeckeln ausbreitete, um es gleich mit dem »Irren vom Kiez« aufzunehmen (zumindest privatdetektivisch), prophezeite Harry Rowohlt der deutschen Gegenwartsliteratur, dass sie sich spätestens jetzt »endgültig warm anziehen« könne. Auch andere Kollegen (Wolfgang Herrndorf: »Spitzenbuch!«) und die Presse (FAS: »Die Welt ist danach nicht mehr die gleiche«) verfielen dem ganz speziellen Viets’schen Charisma. Und nun hat Frank Schulz einem der wohl außergewöhnlichsten Privatdetektive der Literaturgeschichte einen neuen Fall auf den noppenbesockten Leib geschrieben. Noch immer leidet Onno unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, ausgelöst durch die Turbulenzen seiner ersten Ermittlungen. Da trifft es sich gut, dass der exzentrische Künstler Donald Jochemsen – Vetter von Onnos bestem Freund – nach Begleitung für eine Mittelmeerkreuzfahrt sucht. Er hat sein alterndes Herz an eine junge Sängerin verloren, die auf dem Schiff arbeitet, leidet aber zugleich unter einer stark ausgeprägten »Viktimophobie«. Kein Wunder, dass er sich nach Beistand sehnt. Was die beiden auf dem Schiff erleben, schwankt zwischen der ersehnten Entspannung (Onno) und paranoid-misanthropischen Schüben (Donald), bis etwas Erschütterndes geschieht, das der turbulenten Reise ein abruptes Ende – und ganz andere Dinge in Gang setzt. Frank Schulz schreibt wie kein Zweiter. Seine Sprache strotzt vor Ideen, Witz und Eleganz. Ein fulminanter zweiter Onno Viets, ein großer Roman." Schreibstil: Bestsellerautor Frank Schulz schwingt wirklich eine ganz besondere Feder. Zwar musste ich über etliche Kapitel und Handlungsstränge ersteinmal mit den Vorkommnissen, Protagonisten und der geschilderten Verhältnisse warm werden, aber dann erblühte auch mir das Leserherz. Onno muss man erst zu nehmen wissen. Hat man ihn als Nuss geknackt, so gibt es Vitamine und Eiweiß pur. Ganz fantastisch. Und wenn man die zahlreichen Lobeshymnen zu Frank Schulz bisherigen Veröffentlichungen und Auszeichnungen hört, so kann man sich sicher sein, dass Leser, die Frank Schulz´s erstes Werk um den Charakter Onno Viets bereits kennen mit "Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen" wohl gar keine Aufwärmphase benötigen werden. Man kann aber Frank Schulz zweites Buch problemlos ohne sein erstes Buch gelesen zu haben verstehen und sich in das Geschehen platzieren. Hier gibt es gar keine Einwände direkt mit "Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen" einzusteigen und sich anschließend vielleicht seine anderen Titel (um Onno?) zu gönnen. Der Schreibstil ist unter anderem dass, was das Buch zu dieser Besonderheit macht. Denn wir lesen diesen sehr besonderen Roman aus den Gedanken und den unglaublichen Zügen des Psychogrammes des sonderbaren Protagonisten und Hatz IV Empfängers Onno Viets. Der Autor F. Schulz hat hier einen Stil geschaffen, den ich so noch nie gelesen habe. Das Lesen gestaltete sich so zu einer ganz neuen und anderen Art des Lesens, anfangs zwar etwas befremdlich, aber im Verlaufe entpuppte sich dieser Plot und dieser loebenswert angenehm sympathische und verdrehte Charakter zu einer einmaligen, bewegenden und sehr anmutenden Geschichte, die zum Nachdenken anregt und noch lange nach Beenden des Buches nachhallt. Sehr schön. Eine weitere Besonderheit ist das weitreichende Spektrum an Bildern, Sinnvorstellungen und nahezu kindlicher Naivität des Charakters Onno, der erst im Laufe der Handlung eine ganz neue und sehr interessante Seite nach außen trägt. Die ganze ungefilterte Gefühlswelt aus den Augen der Darsteller, ohne aufgesetzt oder überladen zu wirken. Herzerfrischend wird dieser gloreiche Roman dadurch, dass zu jedem Alltägllichen und Normalen eine Anekdote, ein Nähkästchenplausch oder eine Weisheit, eine These oder einen Fakt aus dem Gedankengut der Charaktere in dem Buch stammt. Zudem gibt es viel Witz, Humor, Schenkelkracher und Salven. Durch seine enorme Tiefe und Emotionsgeballtheit, aber auch Humor und Frische schreibt der Autor Schulz klar, überzeugt, selbstbewusst und lässt durch Vielseitigkeit und Unglaublichkeit und den sehr authentischen Gedanken des Onno Viets so einzigartig werden. Alles andere als Mainstream. Charaktere: Was wäre dieses Buch ohne seine Protagonisten? Mit Gold nicht aufzuwiegen sind die besonders gestalteten Charaktere hier in dieser Story. Hier schöpft der Autor aus den Vollen und hat eine Welt aus tiefsten Einblicken, herzlichen Momenten, hoffnungsvollen Ausblicken und eine Wendung geboten, die das Herz berührt. Dieses Buch mit seinen ganz besonderen Charakteren und Zügen, legt man nicht einfach weg, man nimmt es auf und gibt es nicht wieder aus dem Herzen frei. Eine raffinierte Auswahl an Protagonisten und Charakteren begegnen wir durch die nahen Beschreibungen der Handlungen und Entwicklungen in diesem Buch. Man ist dazu verleitet, nachzuempfinden, ob diese Emotionen und Gefühle gerechtfertigt sind? Darf man so fühlen? Darf man so denken? Sind diese Wege die richtigen? Was ist Gut und was wäre fatal? Was bedeute ich mir selbst? Und vor allem: wie bekomme ich diesen schwerverliebten Donald wieder auf die Beine, ehe diese Kreuzfahrt endet? Autor Frank Schulz hat so viele bedeutsame Charaktere erschaffen, die in diesem Buch als Gesamtheit eine wunderbare Geschichte beschreiben, die absolut filmreif wirkt und für herzlichste Lacher sorgt und den Bauchmuskeltrainer arbeitslos werden lässt. Meinung: Manchmal lechzst es mich förmlich danach, solch ein Seelenfutter und solche abstrakten Charaktere innerhalb meiner Buchdeckel kennenzulernen. Die ideale Abwechslung, die ideale Brise und der beste und liebreizenste Humor. Herrlich! Dieser für mich anfänglich schwer zu deutende Roman war für mich eine ganz besonders intensive Lesekost. Ich brauchte eine Weile, bis ich mich in das Buch eingelesen habe. Onnos Vorgeschichte musste ich zunächst aufnehmen, aber das macht der Autor zwischen den Zeilen wirklich gut. Hier werden wir Leser durch die einmaligen verschrobenen Charaktere speziell durch Donald und Onno, mit Grundsatzfragen aufgewühlt, die sich im Verlaufe der Handlung immer wieder manifestieren und so ein tolles und rundes Bild all der skurrilen Problematik schaffen. Man das Gefühl Onno immer intensiver kennenzulernen, und seine Stellung und seinen Platz im Buche einzunehmen. Dieser Roman ist keine leicht anzunehmende Kost, da gerade der Anfang sehr naiv und wie aus Kinderaugen und kindlichen Gedanken gelesen wird. Später wird dieses Werk jedoch unglaublich gesellschaftlich anspruchsvoll und ist geballt mit Alltagswissen und enormen Besonderheiten in Bezug auf das Leben, der Liebe und sich selbst. Ich war von Beginn an motiviert und später regelrecht gefesselt, war euphorisch, traurig und fasziniert sogleich. "Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen" bietet Besonderheiten, die einem Seelenritt gleichen. Und der Leser sucht sich aus, in welche Richtung seine Seele baumelt. Schön. Ich bewundere und lobe diese Einzigartigkeit und den unbeschreiblichen Humor auf meiner Wellenlänge des Autors, wie hat er es geschaffen, solch authentische Züge so real zu Papier zu bringen? Ein geniales Spiel mit dem Wort und ein genialer Dialog mit den Lesern und einem großen Wirrwarr aus Alltag, Reise und Katastrophen. Ganz besonders großartig. Dieses Buch bewegt, ohne dass man weiß wohin es einen bewegt! Pressestimme: "»Seiner Kombination aus Detektivgeschichte, Wortwitz, Hamburger Schnack und groteskem Humor bleibt Schulz treu. Onno Viets und das Schiff der baumelnden Seelen ist ein Roman auf Amphetamin.« Börsenblatt" Cover / Buch: Das Buch ist absolut hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist sehr angenehm, die Kapitel nicht allzu lang. Das Cover baumelt sich in die Herzen der neugierigen Leser. Rundum gelungen und stimmig! Der Autor: "Frank Schulz, Jahrgang 1957, lebt als freier Schriftsteller in Hamburg. Für die Romane seiner »Hagener Trilogie« (»Kolks blonde Bräute«, 1991, »Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien«, 2001, »Das Ouzo-Orakel«, 2006) wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Förderpreis zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (1999) sowie mit dem Hamburger Hubert-Fichte-Preis (2004) und dem Hamburger Irmgard-Heilmann-Preis (2006). 2012 erschien »Onno Viets und der Irre vom Kiez«. Frank Schulz erhält im Januar 2015 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (Laudatio: Sven Regener)." Fazit: Kein Mainstream, aber dennoch absolut filmreif, ein ganz besonderer Roman mit allen erdenklichen Facetten und Gefühlen und Sinnesfragen mit Witz, Charme, Mut und Hoffnung! Und einem Charakter mit der Karte zum Leserherz! Onno Viets!!!

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