Frank Schweizer Grendl

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Inhaltsangabe zu „Grendl“ von Frank Schweizer

Die Welt geht zu Ende. Das Nichts nichtet. Max Merkur, auf dessen Diplom, das ihn als Magister der Philosophie ausweist, die Tinte noch nicht getrocknet ist, findet sich in der Abfertigungshalle des katholischen Himmelsbahnhofs wieder (gleich neben der Abfertigungshalle für Eichhörnchen und Nagetiere). Durch eine Verkettung unglücklicher (wenngleich nicht ganz zufälliger) Umstände ist es Max Merkur leider nicht möglich, den Apparat des Jüngsten Gerichts zu durchschreiten. Stattdessen ersuchen ihn die Teufel, denen der Weltuntergang höchst ungelegen kommt (schließlich fanden sie gerade in der heutigen Zeit immer mehr Anhänger, und außerdem wollten sie demnächst mit ihrem Internetportal online gehen), um Hilfe bei einer heiklen Mission. Sie stellen ihm den Teufel Lutherion zur Seite, mit dessen Hilfe (und einem Mobiltelefon) Max Merkur eine Reise durch Raum und Zeit antreten soll, um den Sinn des Lebens von den berühmtesten Philosophen der Menschheit zu erfahren, denn nur dadurch kann das Ende der Welt rückgängig gemacht werden.

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  • Rezension zu "Grendl" von Frank Schweizer

    Grendl
    Nicole_Rensmann

    Nicole_Rensmann

    15. February 2010 um 20:27

    Dumm gelaufen, wird sich Max Merkur wohl gesagt haben, als an dem Tag, an dem er seinen Magister in Philosophie gemacht hat, er nicht nur beklaut wird, sondern auch die Welt verschwindet. Gemeinsam mit 89 Millionen Menschen plus Tieren, die alphabetisch sortiert in der Schalterhalle im Himmelshafen stehen, wartet er darauf, ob ihm Einlass in Himmel oder Hölle gewährt wird. Doch höhere Mächte haben mit Max Merkur andere Pläne. Er soll den Sinn des Lebens finden. Mit einem modern ausgestatteten Teufel an seiner Seite begibt er sich auf die Reise durch die Zeit auf der Suche nach längst verstorbenen Philosophen, die ihm bei der Beantwortung der Frage nach dem Sinn des Lebens behilflich sein sollen. Doch das erweist sich als kompliziert. Ausstattung: Als Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen sticht das Buch aus den üblichen Kleinverlagsproduktionen heraus. Vor allem aber das von Jan Balaz gestaltete Cover und die von ihm angefertigten zahlreichen Innenillustrationen machen das Buch optisch zu einem Highlight. Die Schrift ist eng und klein gesetzt, so wie es oft bei Bücher aus Kleinverlagen vorkommt, um Platz zu sparen. Der Preis, ist mit 17,95 Euro für den Roman eines Newcomers im Fantasysektor, sehr hoch angesetzt. Fazit: Mir ist der Faden nicht rot genug, die Geschichte zu oberflächlich, die Charaktere sprechen mich nicht an. Mein Humor wird nicht getroffen, Stil und Sprache lassen bei mir keine Bilder entstehen. Die wiederholten Unterbrechungen durch Erklärungen, die bei Autoren wie Terry Pratchett oder Walter Moers meist in Fußnoten dargestellt werden, sich hier jedoch als kursiv gefasste Kapitel in die eigentliche Handlung schmuggeln, stören den Lesefluss. Lob gab es von vielen Seiten, bei mir ist der Funke leider nicht übergesprungen. Sorry. Was bleibt ist jedoch ein vielseitiger, interessanter und sympathischer »Philosophischer Fantasyautor« von dem durchaus noch etwas zu erwarten ist. Seine Ideen sind vielversprechend. Vielleicht fesselt mich Frank Schweizer mit dem Nachfolgeband »Gott« über den der Autor demnächst in einem Interview im Magazin phantastisch! mehr erzählen wird. Der erste Satz: »Es begann mit einem Riss im Himmel.« Frank Schweizer GRENDL Otherworld Verlag, April 2007 ISBN 9783950218558 175 Seiten 17,95 Euro (c) Nicole Rensmann http://www.blog.nicole-rensmann.de/?p=2755

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