Frank Tallis Vienna Blood

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Vienna Blood“ von Frank Tallis

In the grip of a Siberian winter in 1902, a serial killer in Vienna embarks upon a bizarre campaign of murder. Detective Inspector, Oskar Rheinhardt summons a young disciple of Freud - his friend Dr Max Liebermann - to assist him with the case. The investigation draws them into the sphere of Vienna's secret societies.

Stöbern in Krimi & Thriller

Miss Daisy und der Tote auf dem Eis

Very, very british feeling! Gelungener Krimi!

skyprincess

In tiefen Schluchten

Leider für mich weit weg vom Krimi, dafür viel spannendes und interessante für die Hugenotten

isabellepf

Der Nebelmann

subtiler, spannender Thriller!

Mira20

Nachts am Brenner

spannend, fesselnd mit einer Reise in die Vergangenheit

Gartenkobold

Finster ist die Nacht

Sympathische Ermittlerin und ein gemütlicher Krimi

mareikealbracht

Die Bestimmung des Bösen

Ein spannender Einblick in die biologischen Analysen eines Kriminalfalles

Caro_Lesemaus

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Vienna Blood

    Vienna Blood
    anell

    anell

    Warnung! Rezi mit Superlativen und vielen vielen vielen Adjektiven im Anmarsch! Die Liebermann Papers von Frank Tallis sind für mich etwas ganz besonderes. Ich lese viele Histos und ich liebe männliche Protagonisten. Normalerweise endet diese Kombination immer auf Schlachtfeldern des Mittelalters oder in der Gosse. Schmutz. Blut. Gewalt. Frank Tallis Bücher bilden einen wunderbaren Konterpunkt und ich kann es glaub ich nur schwer in Worte fassen, was mir diese Bücher geben. Inhalt: Vienna Blood ist der zweite Teil der Liebermann Papers (Bd. 1 Mortal Mischief hatte ich vor ein paar Jahren gelesen und drei weitere Bände warten noch darauf gelesen zu werden) Wien 1902. Max Liebermann ist Psychiater, ein guter Vertrauter von Doktor Freud (ja DER Doktor Freud) und er hilft seinem Freund Inspektor Reinhardt des Öfteren dabei skurile Mordfälle aufzuklären. In Vienna Blood geht es um eine Mordserie die Wien im Winter 1902 heimsucht. Es geht um Mozart, Wagner, den aufkeimenden Nazionalsozialismus, Geheimlogen und das Militär. Frank Tallis mixt das alles zu einem wundervollen, dichten, gebündelten, intelligenten Plot, der zwar die Straßen Wiens mit Leichen pflastert, auf der anderen Seite eher auf die klassische Deduktion, als auf große Actionszenen setzt. Charaktere: Das Buch lebt durch seine Charaktere. Frank Tallis schafft es irgendwie (und glaubt mir, ich hab keine Ahnung wie zum Teufel er das macht) dass seine Figuren so unfassbar echt, lebensnah und detailiert ausfallen, dass ich einfach nicht genug davon bekommen kann. Max Liebermann ist toll. Er ist so ein introvertierter, intelligenter, (heißer), guterzogener Typ, das ich aus dem Fangirlen gar nicht mehr heraus komme. Max ist so sophisticated und der Kampf den er in diesem Band gegen sich selbst austrägt ist so unfassbar amüsant, dass ich praktisch in das Buch reinkolabiert bin. (Es geht ziemlich viel um Sex. Obwohl er sich hier an den alten Vorsatz: Immer Sex meinen, aber nie Sex sagen. Hält) Ihm gegenüber steht sein Freund Inspektor Reinhardt, der eher ein bodenständiger Typ ist, der etwas mehr mit beiden Beinen im "richtigen Leben" steht. Ich sag immer, die sind wie die Wiener Ausgabe von Holmes und Watson. Und wenn die zwei sich Mal wieder zu ihren "Singabenden" (ja, die haben Singabende!) treffen, dann ist das Bromance vom Feinsten. Was das Buch für mich so besonders macht: Frank Tallis ist einfach ein wundervoller Erzähler. Wenn ich bedenkte, dass ein Großteil seiner Geschichte durch abstrakte Dinge getragen wird (Essen; Kunst; Musik; Literatur; Philosophie) und ich mich trotzdem keine Sekunde langweile, obwohl die Protagonisten zum 20sten Mal in einem Café sitzen und österreichische Spezialitäten am Fließband verputzen, dann weiß ich, der Autor hat alles richtig gemacht. Frank Tallis bringt uns Wien. Das ganze Wien. Die Hofburg und den Slum. Jedes Café, jede Villa, jeden Club, jede Sehenswürdigkeit, ohne zu werten, ohne es zu über- oder untertreiben. Wir sind einfach da. Das beste an dem Buch sind und bleiben die Charaktere, allen voran Max. Ich hab so mitgelitten, bei seinem inneren Kampf. Soll er seine Verlobte Clara heiraten, obwohl er keine tiefen Gefühle für sie hegt, oder soll er seinem unterbewussten Sehnsüchten nachgeben, und sich Miss Lydgate zuwenden, die praktisch seine andere Hälfte ist. Drama deluxe. Fazit: Frank Tallis hat mit Vienna Blood einen historischen Krimi von großer Intelligenz geschrieben, der durch seine Figuren getragen wird. Wer Mozarts Zauberflöte, klassische Musik, Kuchen, Sherlock Holmes und Wien mag, der kann hier nichts, aber auch gar nichts falsch machen. Wer die Bücher lieber auf Deutsch lesen möchte: Wiener Blut gibt es auch auf Deutsch vom BTB Verlag, ich würde aber raten mit "Die Liebermann Papiere" zu starten. Die Fälle sind zwar abgeschlossen, aber um die Charaktere richtig genießen zu können, sollte man von Anfang an dabei sein.

    Mehr
    • 3
  • Rezension zu "Vienna Blood (Liebermann Papers 2)" von Frank Tallis

    Vienna Blood
    tedesca

    tedesca

    27. April 2012 um 11:47

    Mir hat "Vienna Blood" mindestens genauso gut gefallen wie der erste Teil der Serie, vielleicht noch eine Spur besser, weil ich mit den Figuren jetzt schon vertrauter bin. Ausserdem war die Grundlage der Mordserie, um die es geht, wirklich faszinierend und genau meine Welt. Klingt komisch? Mehr sag ich jetzt nicht, ich will ja nicht spoilern. Nur so viel: Mozart gegen Wagner... Reichlich skurril ist schon der erste Mord, dessen Opfer sehr lang und dünn ist. Und dann geht es Schlag auf Schlag, beginnend mit einem Massaker in einem Bordell am Spittelberg, der damals der Rotlichtbezirk von Wien war. Heute ist er ein schickes Gässchen mit vielen hübschen Restaurants und Bars und einem stimmungsvollen Christkindlmarkt. Interessant sind auch die Ausflüge in die Wiener Kanalisation noch vor dem "Dritten Mann", in die Welt der Freimaurer und ihrer Gegenspieler in den nationalistischen Bewegungen, in den Wiener Zoo und die Welt der Universitäten, an denen Frauen nicht gern gesehen waren. Mir war garnicht bewusst, wie frauenfeindlich Darwins Theorien sind, aus denen hier zitiert wird! Das Buch beinhaltet so eine Fülle von Informationen, dass man sogar noch was lernen kann, ich jedenfalls! Und es ist ausserdem unterhaltsam, wirklich spannend, sehr atmosphärisch und sprachlich eine Perle. Und wir sprechen hier von einem Krimi! Was will man mehr? ;-) Richard Burnip liest das englische Hörbuch (ungekürzt bei audible.de) wieder ganz hervorragend, ausserdem singt er uns auch das eine oder ander Liedchen.

    Mehr