Frank W. Haubold Götterdämmerung: Das Todes-Labyrinth

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Inhaltsangabe zu „Götterdämmerung: Das Todes-Labyrinth“ von Frank W. Haubold

Auf der Suche nach der verschollenen Nemesis erhalten Kommandant Raymond Farr und seine Gefährten unverhofft Unterstützung von den wehrhaften Sikhanern, einer humanoiden Spezies, die seit dem Großen Krieg ein Nomadendasein führt. Während die Hemera tief in Feindesland ihre Feuertaufe besteht, nehmen die mysteriösen Angels Kontakt zu dem Dichter Rilke auf, der in einem von der Außenwelt abgeschirmten Refugium außergewöhnliche Fähigkeiten entwickelt hat. Doch auch ihre Gegenspieler bleiben nicht untätig, und so mehren sich die Anzeichen für einen Konflikt, der nicht nur den Bestand der Föderation, sondern das gesamte Gebäude der Weltenordnung bedroht ...

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    Götterdämmerung: Das Todes-Labyrinth

    Wuerfelheld

    22. April 2016 um 18:46

    Die Götterdämmerungs-Reihe geht weiter – und dieses Mal geben sich Rilke und Jim Morrison die Ehre… Klappentext: Auf der Suche nach der verschollenen Nemesis erhalten Kommandant Raymond Farr und seine Gefährten unverhofft Unterstützung von den wehrhaften Sikhanern, einer humanoiden Spezies, die seit dem Großen Krieg ein Nomadendasein führt. Während die Hemera tief in Feindesland ihre Feuertaufe besteht, nehmen die mysteriösen AngelsKontakt zu dem Dichter Rilke auf, der in einem von der Außenwelt abgeschirmten Refugium außergewöhnliche Fähigkeiten entwickelt hat. Doch auch ihre Gegenspieler bleiben nicht untätig, und so mehren sich die Anzeichen für einen Konflikt, der nicht nur den Bestand der Föderation, sondern das gesamte Gebäude der Weltenordnung bedroht … Zum Inhalt: Puh! Zum Abschluss des vorhergehenden Bandes gab es eine amtliche Explosion und Ray Parrs Freundin ist mit ihrer Mannschaft noch irgendwo unterwegs – so rüstet der rüstige Ex-Militär eine Expedition aus, um sie zu finden. Neben dieser Haupthandlung gibt es noch etliche Nebenhandlungen, über die man als Leser wirklich nur bei absolut konzentriertem Lesen die Übersicht behalten kann. Mein persönlicher Favorit – Parrs Kumpel Johnny Varley – spielt scheinbar eine wichtige Rolle, als er mit seiner mysteriösen Geliebten und dem KI-Butler James durchbrennt. Leider verläuft diese Aktion irgendwann noch in der ersten Hälfte des Romans im Nirvana und man wartet erfolglos darauf, dass es wieder aufgenommen wird. Ganz nebenbei gibt es immer mal wieder kurze Szenen mit einem Dichter, Rilke, dessen Geschichten und Gedichte scheinbar Einfluss auf die Realität haben – kein Wunder, dass er einen absolut klassischen deus ex machina-Moment auf dem Präsentierteller gereicht bekommt. … und wem Rilke in einer Sci-Fi-Oper noch nicht reicht, der bekommt es auch noch mit Jim Morrison zu tun, der mit seiner Freundin auf einem Eidechsenraumschiff durch die Gegend fliegt und gegen Ende auch noch einen großen (Sex-)Auftritt bekommt. Hat man das gerade verkraftet, schwirren „Libellen“ (scheinbar Hubschrauber) mit lautem Wagner-Gedröhne auf die Hemera nieder. Hört sich durchgeknallt an und das ist es zweifellos auch. Gebt den Autoren von Deep Space Nine ein paar LSD-Papers, alle Asimov- und Lem-Romane und erlaubt ihnen die Handlung ihrer Geschichte ausufern zu lassen, dann bekommt ihr etwas wie das hier. Liest sich wirklich toll, lässt einen aber oft kopfschüttelnd zurück (was ja nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss). Schlussendlich lässt einen das allerletzte Kapitel komplett an der Erzählung und seiner eigenen Lese-Erfahrung zweifeln, aber solche Rahmenhandlungen sind ja in der Postmoderne nicht sehr ungewöhnlich. Dennoch erschreckend, dass ich auch nach zwei Bänden nicht die geringste Ahnung habe, woran ich hier bin und wohin die Erzählung zielt. Drückt mir die Daumen, dass der dritte Band eine Erleuchtung und zufriedenstellende Erklärungen bietet… Meine Meinung: Puh! Man mag es als Kunst ansehen, aber mir persönlich sind stringenter erzählte Handlungen einfach lieber. So gibt es hier zu viele Handlungsfäden, die nicht oder nur sehr unsauber zusammengefügt werden und Personen, die nicht sonderlich sauber ausgearbeitet sind. Auf der Plus-Seite allerdings haben wir tolle Einfälle, philosophie-„nahe“ Gedankengänge und mit Ray Farr einen wirklich sympathischen Haupt-Helden. Immerhin bleibt bei den unklaren Handlungssträngen die Hoffnung auf den dritten Band der Reihe – den nehme ich mir direkt mal zur Brust. Meine Wertung: 3,5 von 5 Paul Austers im Weltraum

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  • Frank W. Haubold: Götterdämmerung 2 – Das Todes-Labyrinth

    Götterdämmerung: Das Todes-Labyrinth

    Elmar Huber

    31. January 2014 um 11:40

    „Er erkannte, wie widersprüchlich seine Motive waren und welche Unwägbarkeiten dem Erfolg der Mission entgegenstanden. Das änderte nichts an seiner Entschlossenheit, aber allein das Fehlen jeglicher Ablenkung und die offene Sicht auf bislang verdrängte Risiken führten dazu, das er sich der Schwachstellen seiner Planung bewusst wurde. Die geringe Feuerkraft der „Hemera“ war nur eine davon …“ STORY Noch immer befinden sich Raymond Farr – nun als Zivilist – und seine Mannschaft mit der “Hemera” auf der Suche nach der verschwundenen “Nemesis” unter Kommandantin Miriam Katana. Dazu verlässt die „Hemera“ das Föderationsgebiet durch den interstellaren Transferpunkt “Iron Gate”. Gleich nach dem Durchgang nimmt ein Schiff der menschenähnlichen Sikhaner Kontakt auf und bietet der Mannschaft der „Hemera“ Hilfe in Form einer äußert wirkungsvollen Waffe an. Obwohl Farr nicht an eine uneigennützige Geste glaubt, nimmt er das Geschenk an. Auch danach scheint jemand den Weg und die Geschicke der „Hemera“ von außen zu lenken. Außerdem verdichten sich die Anzeichen einer bevorstehenden Konfrontation für die die Menschheit denkbar schlecht gewappnet ist. Miriam Katana und die Mannschaft der „Nemesis“ gerät derweil vom “Letzen Haus der Welt” in ein tödliches Labyrinth, wo sie ohne ihr Wissen die Hilfe des deutschen Lyrikers Rainer Maria Rilke erhalten, der in einem isolierten Refugium außerordentlich Fähigkeiten entwickelt hat. „Der Dichter wusste nicht, in wessen Auftrag die Streitmacht unterwegs war, aber er hatte eine Vermutung. Nach waren die Elemente des Puzzles nicht vollzählig, das Bild jedoch, das sich aus den vorhandenen abzeichnete, war beunruhigend genug.“ MEINUNG Nach dem epischen Auftakt der Götterdämmerung in DIE GÄNSE DES KAPITOLS erwartet man vielleicht, dass Autor Frank W. Haubold im zweiten Teil das Erzähltempo etwas anzieht, wie man es nach erledigter Exposition erwarten könnte. Doch auch Teil 2 der philosophisch angehauchten Space-Opera fließt angenehm unaufgeregt voran. Ohne Brüche werden die verbleibenden Handlungsstränge aus GÄNSE – Raymond Farrs Suche nach Miriam Katana und der Nemesis in der ständigen Ungewissheit, ob ein Gestaltwandler an Bord ist, Miriams surrealen Erlebnisse unter Beobachtung des Dichters Rilke, dem es möglich ist, Dinge aus dem Nichts zu erschaffen (was endlich die rätselhafte letzte Szene von Teil 1 erklärt) und die Nachforschungen von Raymonds Freund Johnny Varley nach den Hintergründen der Ereignisse – weiter geschrieben, jedoch auch ohne sich zu berühren. Bereits die abwechselnde Verfolgung dieser ohnehin komplexen Einzelhandlungen fordert dem Leser einiges an Konzentration ab. Neue Ereignisse, Erkenntnisse und Begegnungen machen den Roman schließlich vollends zu einem schwer überschaubaren Sammelwerk parallel ablaufender Ereignisse, zumal sich auch am Ende noch immer keine Zusammenführung oder Auflösung abzeichnet. Dabei sind die Ideen, die Frank Haubold hier verwendet – z.B. wird der Dichter Rainer Maria Rilke zum omnipotenten Joker in der Handlung um Miriam Katana, während Raymond Farr unter anderem eine Begegnung mit einem Jim Morrison-Klon hat – bei aller scheinbaren Unvereinbarkeit durchaus stimmig in die Gesamtgeschichte eingewoben, obschon sie diese stark in Richtung Surrealismus drängen. Doch schon in Band 1 war GÖTTERDÄMMERUNG nicht gerade von den nüchternen, wissenschaftlich-logischen Aspekten der SF geprägt. Der oft gebrannte Mystery-Fan hofft natürlich, dass hinter all dem ein ausgereifter Plan steckt, der sich im geplanten dritten (Abschluss-)Band offenbart. Ganze Arbeit hat wieder Grafiker Timo Kümmel geleistet, der ein Wraparound-Cover fabriziert hat, das das Mahnmal der Schlacht von „Jouyous Gard“ zeigt, den heiligen Georg der in einem Kerzenmeer gegen den Drachen kämpft als Installation zwischen den Sternen. FAZIT Auch wenn einige Szenen drohen, den Leser abzuhängen ist DAS TODESLABYRINTH als mittlerer Teil einer Trilogie eine anspruchsvolle und lohnenswerte Sache, für alle, für die SF nicht gleichbedeutend mit Raumschlachten und Technobabbel ist. Ohne die Kenntnis von Teil 1 allerdings nicht zu verstehen.

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