Frank Witzel Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

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Inhaltsangabe zu „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ von Frank Witzel

Gudrun Ensslin eine Indianersquaw aus braunem Plastik und Andreas Baader ein Ritter in schwarzglänzender Rüstung? Die Welt des kindlichen Erzählers dieses mitreißenden Romans, der den Kosmos der alten BRD wiederauferstehen lässt, ist nicht minder real als die politischen Ereignisse, die jene Jahre in Atem halten und auf die sich der 13-Jährige seinen ganz eigenen Reim macht. Frank Witzel ist es in dieser groß angelegten fantastischen literarischen Rekonstruktion des westlichen Teils Deutschlands gelungen, ein Spiegelkabinett der Geschichte im Kopf eines Heranwachsenden zu errichten. Erinnerungen an das Nachkriegsdeutschland, Ahnungen vom Deutschen Herbst und Betrachtungen der aktuellen Gegenwart entrücken ihn dabei immer weiter seiner Umwelt. Das dichte Erzählgewebe ist eine explosive Mischung aus Geschichten und Geschichte, Welterklärung, Reflexion und Fantasie: ein detailbesessenes Kaleidoskop aus Stimmungen einer Welt, die ebenso wie die DDR 1989 Geschichte wurde.

Anstrengend aber lohnenswert, unvergleichlich und genial!

— fynna
fynna

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    Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969
    fynna

    fynna

    22. September 2016 um 23:14

    Seit Weihnachten lag dieses Buch bei mir herum, ich hatte es mir gewünscht, nachdem es durch den Buchpreise 2015 so viel Aufmerksamkeit bekam und fand, dass es irgendwie interessant klang. Jetzt, im Sommer, habe ich entschieden, es auch mal zu lesen, und zwar im Urlaub (kann ich jedem empfehlen, man braucht echt Zeit), also den ganzen Tag nur am See rumliegen und sich auf dieses wirklich ... umfangreiche Werk, so kann man es wohl nennen, konzentrieren. Um ehrlich zu sein, mit dem, was dann kam hab ich nicht gerechnet. So richtig viel hab ich mir nicht gedacht, als ich angefangen habe zu lesen, war nur nach ein paar Seiten schon sehr verwirrt. Denn eine Geschichte wird nicht erzählt, nicht stringent zumindest, schon gar nicht im herkömmlichen Sinne. Vielmehr aus gefühlt hundert Perspektiven und Formen des Schreibens. Der Titel ist eigentlich ein großes Geschenk des Autors, denn er hilft anfangs ungemein, er fasst das ganze Buch gut zusammen und bietet zumindest einen Anhaltspunkt: Es geht um einen Jungen, zur Zeit der RAF, der sich allerlei zusammenfantasiert um sich selbst, seine Zeit zu verstehen. Denn da, wo die Logik und das Wissen aufhören, setzt eben die Imagination ein. Und was damals in der BRD so vor sich ging, die Stimmung im besagten Sommer 1969, Vergangenheit oder Zukunft, Katholizismus und RAF, die Beatles oder die Rolling Stones ... die lässt sich nur so beschreiben. In einem Interview sagte der Autor, er versuche sich einem Gefühl zu nähern, von allen Seiten, und das trifft es ziemlich gut. Passagen, in denen der Protagonist sich selbst als Mitglied der RAF erlebt, Halluzinationen und verquere Abhandlungen über den Nationalsozialismus, monströse Fußnoten, Fantasien über seinen Vater als herzlose Machtgestalt "der Fabrikant", wahrscheinlich fiktive Dialoge eines Verhörs, inzwischen erwachsen, Philosophie, scheinbar Zusammenhangloses, das sich erst später erklärt oder auch nicht, Abhandlungen, Biografien ... Dieses Buch hat so unglaublich viel zu bieten. Es ist stellenweise tief, philosophisch, dann wieder komplett skurril, scheinbar Nonsense, manchmal eine ganz normale Erzählung. Und ich habe bei weitem nicht alles verstanden, schon gar nicht alle Anspielungen und Witze, weil ich diese Zeit nicht miterlebt habe. Aber ein paar. Und die fand ich super. Ich denke, das ist etwas, was man als potentieller Leser vorher wissen sollte: Man wird sich bestimmt langweilen, quälen, für dämlich und ungebildet halten und aufgeben wollen, doch man wird auch belohnt. Mit wunderschönen Sätzen und Poesie. Mit neuen Gedanken und bekannten, eigenen Gedanken, die man niedergeschrieben noch nie gelesen hat. Das ist das Schöne, es ist für jeden was da bei, dieses Buch ist eine Schatzkiste und es überrascht immer aufs neue. Es erreicht viel tiefere Ebenen als eine normal erzählte Geschichte, es dringt in die menschliche Psyche und beleuchtet jeden Gedanken, jede Assoziation und das ist etwas Besonderes. Ich möchte dieses Buch jedem empfehlen, der sich für Literatur interessiert und Überraschungen mag. Am besten auch Zeit mitbringen und sich nicht abschrecken lassen. Denn als ich wieder im Alltag angekommen war und mir noch 200 Seiten fehlten haben die sich auf einmal unendlich gezogen. Ich denke auch nicht, dass ich wirklich in der Lage bin, dieses Buch zu bewerten, weil ich des öfteren nicht folgen konnte. Aber ich fand es trotz allem genial!Der Deutsche Buchpreis war mit Sicherheit verdient und ich bin froh, durchgehalten zu haben. So etwas habe ich vorher nämlich noch nie gelesen. Also lasst euch drauf ein, lasst euch verwirren, amüsieren, bilden, sprachlos machen ...

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  • Der Versuch einer Rezension durch eine gefordert-überforderte Leserin im Frühjahr 2016

    Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969
    leselea

    leselea

    ...aber in diesen Aufzeichnungen geht es mir vor allem darum, ganz persönliche Dinge zu schildern, Erfahrungen, Gedanken, die nicht immer ganz zu Ende gedacht sind... (S. 707) Für sein knapp 800 Seiten umfassendes Werk mit dem Titel Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 hat Frank Witzel 2015 den Deutschen Buchpreis erhalten. Zu Recht? Meiner laienhaften Meinung schon. Denn Witzels Roman ist – wenn er denn überhaupt ein „Roman“ ist – ein waghalsiges Literaturexperiment, eine Collage an Stilen, Techniken, Erzählweisen, Perspektiven, ein Sammelsurium nahezu aller Möglichkeiten, wie eine Geschichte erzählt werden kann – oder eben auch nicht. Doch zunächst: Worum geht es in diesem Buch? Eine einfache Frage, die jedoch schwer zu beantworten ist. Vordergründig geht es um das, was der Titel bereits ankündigt: Ein Teenager durchlebt den Sommer 1969. Seine Mutter ist seit einem Schlaganfall pflegebedürftig, der Vater ein erfolgreicher Fabrikant, aber distanziert gegenüber dem Sohn (so empfindet es dieser zumindest). Der Familie, zu der auch noch ein kleiner Bruder gehört, wird eine Pflegekraft der Caritas zugeteilt. Der Teenager ist auf der Suche nach Märtyrern, wie er sie aus den Lehren der katholischen Kirche kennt, beziehungsweise nach Helden, wie sie die damalige Popwelt hervorbringt. Diese Sehnsucht und die generell labile psychische Verfassung des Jungen lässt ihn die Organisation RAF 1913 imaginieren, bestehend aus ihm und seinen Freunden Bernd und Claudia, die „Anschläge“ auf die Dorfstruktur unternimmt. Zwischendurch befindet sich der Junge sowohl im Sanatorium als auch im Konvent. Im Erwachsenenalter wird der einstige Teenager schließlich zu seiner Mitgliedschaft in der RAF befragt – die doch eigentlich nur Imagination war, oder? Gleichzeitig begibt sich der erwachsene Teenager, der seiner Meinung nach immer noch an einer Art Wahnsinn leidet, erneut in Therapie. Viele Kapitel zeigen ihn als Patienten, im Ringen mit seiner Krankheit. So habe ich den Inhalt verstanden. Ob ich damit richtig liege, zweifle ich teilweise selber an. Diese vermeintliche Story, die ich hier versucht habe, zusammenzufassen, wird nämlich keines Falls chronologisch-linear erzählt. Stattdessen springt der Erzähler zwischen den Zeiten und Orten. Mehr noch: Er springt zwischen den Perspektiven und den Erzählweisen und zwar in einem Ausmaß, dass der Kern der Geschichte gefühlte 100 Mal erzählt wird, doch auf 100 verschiedene Weisen – zum Teil sogar verfremdet, dass es braucht, bis man versteht, dass man immer noch die gleiche Geschichte liest. Allein deswegen kann ich nur jedem, der wissen will, „worum es denn in dem Buchpreis-Buch geht“, raten, es selber zu lesen. Ich denke, ich kreise immer nur um dasselbe? – Ja, immer nur um sich. In Variationen eben. (S. 321) ...weil ich mich immer nur im Kreis drehe mit meinen Ausreden und Ablenkungen, anstatt mich einmal hinzusetzen und das alles ein für alle Mal aufzuarbeiten und mich einfach mal zu erinnern, soweit das eben gehe, und dann das Erinnerte aufzuschreiben... (S. 486) Doch all diesen Interessierten sein auch gesagt, dass es in Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 weniger darum geht, was erzählt wird – zumindest weniger um das, was auf konkreter Handlungsebene passiert. Vielmehr verhandelt Frank Witzel in seinem Werk verschiedene Themenkomplexe des westlichen Kulturkreises, er beschreibt das Lebensgefühl in der damals immer noch jungen BRD und nähert sich der politischen und gesellschaftlichen Stimmung in den 1960er/1970er-Jahren an. Um das Buch also thematisch zu durchdringen, kann es nur hilfreich sein, ein Zeitgenosse Witzel zu sein (ich mit meinem Geburtsjahr 1991 war in diesem Punkte schon aufgeschmissen) und/oder ein Studium der Theologie, Philosophie, Literatur und Kulturgeschichte absolviert zu haben bzw. sich diesen Themen im Selbstunterricht ein wenig angeeignet zu haben. Denn je mehr man „weiß“, desto mehr Spaß (ja das geht bei diesem Buch tatsächlich!) hat man bei der Lektüre: Witzels Erzähler ist nämlich nichts heilig, für ihn ist nichts unantastbar und so belacht, kritisiert, ironisiert er all das von ihm Angesprochene bzw. stellt das vermeintliche Wissen auf den Kopf. Die Fülle an Themen hat mich als Leser erschlagen, zugleich aber tief beeindruckt. Vor allem aber geht es, wie bereits angedeutet, darum, wie erzählt wird. Witzel präsentiert in seinem Buch eine Vielzahl von Techniken und Erzählweisen: auktorialer Erzähler, innerer Monolog; Theaterstücke, Interviews, Reden, Abzählreime; Biographien; theoretische Diskurse, fiktive Erzählungen in der wiederum fiktiven Erzählung, Träume etc. Sein Buch ist ein Experiment, er probiert aus, wie man erzählen kann, wie man am besten zum Kern eines Gedanken vordringen und ihn Rezipienten nahebringen kann. Er spielt auf diesen 800 Seiten eindeutig mit den Möglichkeiten, die Literatur uns bietet. In dieser Hinsicht erscheint mir das Buch zudem sehr persönlich: Hier hat einer Autor alles ausprobiert, was er je ausprobieren wollte – ohne Rücksicht, ob ihm der spätere Rezipient in Erzählinhalt und -weise noch folgen kann. Das Spiel des Erzählers bzw. des Autors wird jedoch noch weitergeführt. Immer wieder verschwimmen im Erzählten die Grenzen zwischen Imagination und Realität, zwischen Erinnertem und Tatsachen. Damit verhandelt Witzel auch Fragen, die das Wesen von Literatur betreffen: Wie verhält sich Fiktion zur Wahrheit? Wann wird Fiktion wahr? Besitzt das Wahre nicht immer auch ein Funken Fiktion? Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 ist definitiv ein Buch, das auch auf Metaebene mit interessanten Gesichtspunkten aufwartet, die zukünftigen Literaturwissenschaftlern sicherlich eine Menge Freude bereiten wird (wenn man sich für solche Momente poetologischer Reflexion begeistern kann). ... um mich vielleicht an das zu erinnern, an das ich mich nicht erinnern kann, und um vielleicht das zu erleben, was ich nicht erlebt habe... (S. 90) ...weil ich nicht sachlich bleiben kann und mir immer was dazudenken muss, immer von etwas anderem reden muss, immer Dinge in Verbindung bringen muss, die andere getrennt halten... (S. 101) Weil ich jetzt weiß, dass ich mir auch da nicht über den Weg trauen kann. – Wo: da? - Beim Erinnern. – Und? Ist das so tragisch? – Nein, im Gegenteil, das erleichtert mich. Das erleichtert mich wirklich ungemein. (S. 193) Weil Sie bislang dachten, die Realität sei der Literatur nachgeordnet, und jetzt feststellen müssen, dass Sie sich noch nicht einmal ansatzweise vorstellen können, was in Wirklichkeit los. (S. 501) Mir fällt es schwer, mich gegenüber diesem Buch zu positionieren: Es hat mich überfordert, angeödet, genervt, dumm fühlen lassen. Zugleich fand ich es auf positive Weise wahnsinnig, interessant, ungemein kreativ und auch amüsant. Oft hatte ich das Gefühl, den Dreh heraus zu haben, nur um im nächsten Kapitel erneut wie der Ochs vorm Berg zu stehen. Ich konnte es kaum am Stück lesen, habe aber zugleich jede Unterbrechung als fatal empfunden, da ich wieder mühselig in eine Geschichte hereinfinden musste, die sich mir doch von Anfang an entzogen hat. Viele Kapitel gingen ganz an mir vorbei: Das war kein Lesen, sondern ein Aneinanderreihen von Buchstaben, die für mich keinen Sinn ergaben. Gleichzeitig besitzt Witzels Sprache für mich einen guten Klang, er kann mit Worten und Bandwurm-Sätzen begeistern – auch wenn sie manchmal unverständlich bleiben. Ich sehe mich nicht wirklich in der Lage das Buch zu bewerten und tue es trotzdem. Damit bin ich vermutlich genauso widersprüchlich wie Witzels Roman. Ich stehe tief beeindruckt und erstaunt vor diesem Buch, doch ich muss sagen, an vielen Stellen war es mir trotzdem einfach zu viel des Guten, des Kreativen, des Wahnsinnigen. Auch wenn ich Witzels Leistung anerkennen kann, mein Eindruck war häufig doch der, dass hier nur noch der Autor selber durchblickt, aber kein noch so gebildeter, intelligenter, aufgeweckter Leser. Vermutlich hat dieses Buch jeden Preis und jeden Stern verdient, mein Gefühl lässt mich aber trotzdem nur 4 Sterne vergeben: Viele Passagen schienen mir für den Leser komplett verstellt, ein Zugang nicht möglich. Das ist schade, denn an diesem Buch beißt man sich so oder so schon die Zähne aus, es hätte nicht immer weiter hochgeschraubt werden müssen. Auch zweifle ich ein bisschen, ob man für das, was Witzel durchspielen wollte, wirklich über 800 Seiten benötigt oder ein paar Seiten weniger es nicht ebenso hätten ausdrücken können. Summa summarum: Ich habe viele Worte für wenig Inhalt verbraucht, dabei will ich doch nur eins sagen: Probiert es aus, aber seid gewarnt, ihr lasst euch auf den absoluten Wahnsinn ein!

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    • 7
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Fabulierlust: Für literarische Terriere

    Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969
    wandablue

    wandablue

    Fabulierlust: Für literarische Terriere. „Die Erfindung“ hat den Deutschen Buchpreis 2015 abgeräumt. Zurecht. Ganz zurecht. Nüsse gibt es reichlich zu knacken ... viele Leser wird es dennoch nicht bekommen. Auch ich schwächelte kurzfristig 200 Seiten vor dem Ziel. Kurzimpressionen: Detailreich. Verrückt. Im Ausland nicht zu verstehen. Arme Übersetzer. Typisch deutsch. Kunstvoll. Kulturgeschichte. Vorwort fehlt. Nachwort fehlt. Ellenlanges Personenregister. Witzel sei Dank. Wissenswertes. Gesellschaftskritik. Verzwickt. Witzig. Klug. Ermüdend. Sperrig. Ohne Worte. Leserquälerei. Herausfordernd. Ein Buch für eine Doktorarbeit in Germanistik. Zieht alles durch den Kakao. Erinnerungen ...die auch meine sind. Motto: „...und jede Handlung zersplittert in ein unendliches Kaleidoskop von Möglichkeiten“. Inhalt – so weit man ihn verstanden hat: Ein dreizehneinhalbjähriger pubertierender Knabe wächst in einer instabilen Familienkonstellation heran: Der Vater kümmert sich nicht oder kann es nicht, die Mutter hat in jungen Jahren schon einen Schlaganfall, der sie halbseitig lähmt, trotzdem gibt es einen sehr kleinen Bruder, der das bisschen Liebe und Kraft, das die Mutter noch hat, besetzt. Irgendwo eine Schwester. Wird sie sexuell missbraucht? Oder ist das Fantasie? Der Vater trägt Verantwortung in der Gemeinde, er wird häufig als „der Fabrikant“ bezeichnet und als beängstigende Überfigur wahrgenommen, der man es nie recht machen kann. Die Frau von der Caritas gehört, weil sie notgedrungen die Mutter ersetzt, zum Feindbild des Knaben, der sich die Welt, die ihm niemand erklärt, zurechtfantasiert, zurechtzimmert und neu (falsch) zusammensetzt. Eine starke religiöse Prägung und die Faszination, die von den Mitgliedern der militanten Bewegung der RAF ausgeht, weil sie rebellieren und stark sind, während man sich selbst als schwach empfindet, wird als Projektion über den schwierigen Alltag gelegt, was sich zum Beispiel darin äussert, dass die Clique des Jungen „RAF 1913“ sich aus Spaß zu den wenigen Kleinverbrechen des Dorfes, z.B. einem Überfall auf den Zeitungs-und Tabaksladen Maurer oder aber auch einem Mord „bekennt“, woraus sich imaginäre polizeiliche Verfolgungen und Angst und infolge dessen eine ausgewachsene Paranoia entwickeln. Dazu kommen die üblichen sexuellen Fantasien dieses Alters „Achims Mutter nackt sehen“, wobei gedanklich allerhand störendes Leuts über die Wupper geht, z.B. Achim. Über den Beginn der Missverständnisse: „Warum nennen wir uns nicht einfach nach denen, die das Kaufhaus in Frankfurt angesteckt haben?, sagt Claudia. Baader, Ensslin, Proll. Oder Baader, Ensslin, Söhnlein. Ja, Söhnlein Sekt. Mensch, das ist es doch, wir nennen uns Söhnlein, Henkell und MM. Und MM soll dann wohl ich sein?, sagt Claudia, dann bist du aber das Fabrikanten-Söhnlein. Du bist echt fies, sage ich. Aufbau – so weit man ihn verstanden hat: Es gibt drei verschiedene Ebenen: 1. Eine Erzählende. Worunter allerdings auch eine (schein-)philosophische Abhandlung über "18 Sätze zur Verdinglichung des Entgegenstehens“ subsumiert sind, ein ganzes Theaterstück, mehrere, seitenlange Lebensläufe (wer, wie und was, wäre ich gewesen, wenn ich ein anderer geworden wäre), religiöse Visionen, diverse Imaginationen über alles Mögliche, Todessehnsuchtsfantasien, Mordgedanken und dgl. mehr. Hierher gehören die Kindheitserinnerungen und sogar lyrische Teile. Zitat: „Katzengraue Kälte streicht um die Ecken. Es ist betörend, im Sommer an Freiheiten zu denken, die sich im Winter in Hoffnungslosigkeiten auflösen“ oder „Dehnungsnarben am Himmel vom ständigen Wiedergebären der Welt und ihrer Sinnzusammenhänge“. „Der späte Nachmittag rutscht immer wieder müde an den gekachelten Wänden der Hinterhöfe ab.“ Den lyrischen Anteil dieses Buches liebe ich. Hierher gehören auch Gedanken über die Notwendigkeiten des Leidens und des Lebens allgemein: Zitat: „...weil leben wahrscheinlich heißt, in denselben Räumen auf immer dasselbe zu stoßen, weil leben heißt, dass andere durch meine Träume gehen, andere durch meine Gedanken gehen, mir nur der Raum gehört, sonst nichts, nur der Raum, den ich nicht wechseln kann und der mir, weil ich ihn nicht wechseln kann, zur Zelle wird, die eigene Existenz in diesem nicht zu wechselnden Raum zur Zelle, ich wenigstens, wenn ich diese Zelle schon nicht verlassen kann, einmal, wenigstens einmal durch Träume und Gedanken anderer gehen will, einmal über Raum und Zeit verfügen, nicht länger in meiner Zelle gefangen sein, nicht regredieren, wo ich Intimität verspüre, nicht wüten, nicht sinnlos gegen die Zelle wüten, sondern einmal von oben, und wenn nur vom Schnürboden aus, auf die anderen Mitgefangenen hinunterschauen, die Mitgefangenen, die wie ich gerade noch immer weiter hin- und herlaufen und hin- und herdenken und nicht zur Ruhe kommen und nicht daran denken wollen, woran sie denken müssen, hin und her, her und hin, um Glück für dich zu werben, nur an das Eine dacht ich nicht, dass du mir könntest sterben". (Ganz unvermittelt endet der Satz mit einer bekannten Grabinschrift eines Hamburger Friedhofes; Anm. der Rezensentin). 2. Eine Erklärende In den sogenannten „Verhören“, der Verhörte ist jetzt in seinen Fünfzigern, soll er sich offensichtlich rechtfertigen für seine Taten bei der RAF. Gehört er nun der richtigen RAF an oder nicht? Der Verhörende geht davon aus. Der Leser lacht. Gleichwohl wird in diesen Kapiteln vom Autor oft eine Erklärung für den Pubertierenden nachgeliefert. Zitat: „Getrieben von der Hoffnung, in diesem einschneidenden Erlebnis (beängstigende Vision), bei dem es sich um einen ersten psychotischen Schub gehandelt zu haben scheint, einen Ausweg aus seiner sonst eher verfahrenen Lage der Isolation in Schule, Gemeinde und Familie zu finden, begibt sich der Teenager mit großem Eifer in die Bilderwelt, die ihm damals begegnete, um sie gemäß seinen Möglichkeiten darzustellen und zu analysieren“. 3. Die Krankheitsebene und das Philosophische: Ganz offensichtlich ist der Knabe in eine psychische Krankheit geflüchtet. Es gibt Kapitel, die in einem Sanatorium spielen, wobei sich Theologie und Psychologie einen erbitterten Zweikampf über die Deutungshoheit der Gedankenwelt des jungen Zöglings liefern. Dabei bekommen beide „Logien“ ihr Fett weg. Der Leser lacht. Diese Krankheitsebene erlaubt dem Autor, den Leser zu verwirren, zu überraschen und ihm nebenher auch viele Kenntnisse zu vermitteln. Diese raffinierte Ebene erlaubt dem Autor aber auch: ALLES. Eigentlich weiß man nie so richtig, was wahr und was erstunken und erlogen ist. Hat der Knabe wirklich aus Versehen seine Tante umgebracht, weil er ihre nackten Brüste anfassen wollte und dies nur tun konnte, als er sich mit der Leiche einschließt? Die biblischen Visionen, die er hat, beruhen sie auf Tatsachen? Der Autor nimmt sich die Freiheit, biblisches Geschehen und Berichte völlig zu verschwurbeln und umzudeuten, der Leser lacht. Man sollte sich auskennen im Gedankengut des christlichen Abendlandes, sonst entgeht einem mancher Witz. Denn erklärt wird NICHTS! [Eigentlich hat mir das gefallen, à la, lieber Leser, erkenne, was du erkennen kannst, wenn ja, hast du Spaß, wenn nein, dann eben diesmal nicht, vielleicht an einer anderen Stelle. Ich bin sicher, auch ich habe nicht jeden Witz erkannt.] • Es ist bei dieser Lektüre ein unschlagbarer Vorteil, ein ungefährer Altersgenosse Witzels zu sein. Man kann nicht jeden Namen nachschlagen, der auftaucht. • Was geht einem 13jährigen nicht alles ungefiltert durch den Kopf ... Alles das, schreibt Frank Witzel auf und noch viel mehr. Zum Bespiel, was der nun erwachsene Kranke selber über sich und seine Erkrankung denkt: Zitate: „Das, was ich als meine psychische Störung ...bezeichne, besteht vor allem darin...., dass ich mich normal verhalte und deshalb eine Diagnose meiner Störung von außen verhindere. Da diese Störung, wenn auch von außen nicht erkennbar, dennoch in mir existiert, war und bin ich gezwungen, mir selbst das notwendige Wissenn .... anzueignen. Auf diesem Wege nur kann es mir gelingen, miene eigene Nervenkrankheit zu diagnostizieren und entsprechend zu behandeln.“ ... „Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Meine tatsächliche Störung ist von außen durch Fremde nicht zu erkennen, während das Verhalten, dessen ich mich bediene, zwangsweise bediene, zugegebenermaßen, um meine tatsächliche Störung zu heilen, von außen als Störung interpretiert wird.“ • Gesellschaftskritik ist überall reichlich vorhanden, die BRD, die DDR, die Kommunisten, Kapitalisten alle kriegen sie eins druff: Zitat: „Aber von einem wirklichen Neuanfang war nie die Rede,und das ist das wirkliche Erbe der Nazis, dass das, was sie verbrochen haben, einfach nicht aufhört, über ihr eigenes Ableben hinauszuwirken.“ • Der Leser ist begeistert und gleichzeitig traurig. Weil es so wahr ist! Leseerlebnis: Dieses Buch erschlägt einen! Es erschlägt einen vor allem wegen seiner Detailfülle, es ist mühsam zu lesen und ich habe stündlich Sterne abgezogen, die ich in den nächsten Lesestunden dann wieder draufschlug, denn „Die Erfindung“ zeitigt, wenn man die notwendige Geduld mitbringt und die Bereitschaft, sich auf dieses krude Lese-Experiment einzulassen, dann doch Wirkung. Die Beobachtungen Frank Witzels sind trotz seiner Bandwurmsätze, es gibt auch ganz knapp gehaltene Aussagen und lange und kurze Kapitel, einfach zu scharf und zu klug, als dass man das Buch nur wegen mangelnden Lesevergnügens herunter rezensieren sollte. Mit Unterhaltung im üblichen Sinne bekommt man es mit „Der Erfindung“ nicht zu tun, doch bietet das Buch trefflich Stoff zum Diskutieren und Kommunizieren. Eine Meisterleistung, die fasziniert und auch ermüdet. 200 Seiten weniger hätten mir als Leserin gut getan. So weiß ich nicht genau, welcher Eindruck überwiegt. Ich habe mich teilweise ganz schön durchbeißen müssen. Fazit: Man sollte sich für das Buch möglichst viel Zeit nehmen, es ist kein Buch für einen Rutsch: Es gibt viel zu entdecken. Dennoch kann ich das Buch nur für die Gattung "literarischer Terrier" empfehlen. Es ist eher eine Studie als ein Roman, besser gesagt, eine als Roman verkleidete Gesellschaftsstudie. Kategorie: Gehobene Literatur Verlag: Matthes & Seitz , 2015

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    • 12
  • Ambivalent

    Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969
    Lysander

    Lysander

    Zunächst mal: Ich schwankte zwischen 3 und 4 Sternen, habe mich dann für 4 entschieden, um damit der großen literarischen Leistung, die in diesem Buch steckt, gerecht zu werden. Damit meine ich: Dieser Roman trägt unglaublich viel kulturhistorisches Wissen in sich; er ist ein Dokument der Zeitgeschichte (60er/70er Jahre des 20. Jahrhunderts) und auch ein Dokument der Möglichkeiten, Text zu gestalten - eher vergleichbar mit einem Werk der bildenden Kunst als mit sonst üblicher, geradlinig erzählter Literatur. Phasenweise war mir die Lektüre nicht das reine Vergnügen: Zu ausschweifend, zu schwierig auch war mir in manchen Kapiteln der Inhalt - stunden-, gar tagelange Recherchen wären nötig (aber eben auch möglich!), um sich die Hintergründe zu erhellen. Viele Kapitel habe ich dem gegenüber auch sehr gemocht, vor allem dann, wenn ich das Leben der siebziger Jahre, den Alltag der Beatgeneration, wieder heraufbeschwört fand. Ich bin zwar etwas jünger als der Autor, dennoch: Vieles, vieles weckte dieses wohlig-schaurige Gefühl von "nicht-mehr-Kind-und-noch-nicht-Jugendlicher-sein" in mir. Ich bin sicher, die Leserinnen und Leser, die genau oder fast genau Witzels Jahrgang sind, also um 1955 geboren wurden, werden am meisten von diesem Buch haben. Mir kam auch Brecht in den Sinn, der mal sinngemäß gesagt hat, dass die Werke so lange dauern, wie sie Mühe machen. In dieser Sicht ist "Die Erfindung ... " bestimmt ein Werk von Dauerhaftigkeit - wenngleich viele es vermutlich nicht zu Ende lesen werden. Ich war nun froh, damit durch zu sein, und doch reizt es mich, anhand des Namens- und Stichwortverzeichnisses am Ende einzelne Stellen wieder zu lesen. Fazit: Trotz phasenweiser Anstrengung und streckenweiser Langatmigkeit habe ich es nicht bereut, das Buch gelesen zu haben, und ich halte es für literarisch sehr originell. Auf jeden Fall: Keine Meterware!

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    • 2
  • Deutscher Buchpreis 2015 - Die Longlist: Fragerunde mit Frank Witzel zu "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969"

    Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969
    Fussel1986

    Fussel1986

    Fragerunde mit Frank Witzel, dem Autor von "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969" Im Rahmen unserer Aktion rund um die Longlist des Deutschen Buchpreises 2015 habt ihr die Chance, den Autoren, die mit ihren Werken nominiert sind, Fragen zu stellen und ihre Bücher zu gewinnen. Hier könnt ihr für euren Longlist-Favoriten abstimmen! Wir freuen uns sehr, am Donnerstag, dem 10.09. Frank Witzel in unserer Fragerunde begrüßen zu dürfen, der mit seinem Roman "Die Erfindung der RAF durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969" eine explosive Mischung aus Geschichten und Geschichte, Welterklärung, Reflexion und Fantasie geschaffen hat! Habt ihr Lust, mehr über den Autoren, seine Arbeit oder seinen fantastischen "Roman mit Langzeitwirkung" zu erfahren? Dann verpasst nicht die Chance, eure Fragen in der Fragerunde loszuwerden! Mehr zum Buch Gudrun Ensslin eine Indianersquaw aus braunem Plastik und Andreas Baader ein Ritter in schwarzglänzender Rüstung? Die Welt des kindlichen Erzählers dieses mitreißenden Romans, der den Kosmos der alten BRD wiederauferstehen lässt, ist nicht minder real als die politischen Ereignisse, die jene Jahre in Atem halten und auf die sich der 13-Jährige seinen ganz eigenen Reim macht. Frank Witzel ist es in dieser groß angelegten fantastischen literarischen Rekonstruktion des westlichen Teils Deutschlands gelungen, ein Spiegelkabinett der Geschichte im Kopf eines Heranwachsenden zu errichten. Erinnerungen an das Nachkriegsdeutschland, Ahnungen vom Deutschen Herbst und Betrachtungen der aktuellen Gegenwart entrücken ihn dabei immer weiter seiner Umwelt. Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe! Mehr zum Autor Frank Witzel wurde 1955 in Wiesbaden geboren. Er ist Schriftsteller, Musiker, Zeichner und lebt in Offenbach. Sein Romandebüt "Bluemoon Baby" wurde 2001 veröffentlicht. Weitere Romane folgten, daneben verfasste Witzel Essays und Gedichte. Das Buch "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969" ist 2015 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Zusammen mit dem Verlag Matthes & Seitz Berlin verlosen wir unter allen, die über den blauen "Jetzt bewerben"-Button  mindestens eine Frage an Frank Witzel stellen, 1 Exemplar von "Die Erfindung der RAF durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969"! Wer bei allen Fragerunden mit den Longlist-Autoren mitmacht, hat zusätzlich die Chance auf ein großes Buchpaket, vollgepackt mit allen nominierten Werken! Frank Witzel wird am Donnerstag, dem 10. September 2015 voraussichtlich bis ca. 20 Uhr eure Fragen beantworten - die Fragerunde wird also unter Umständen nicht bis Mitternacht geöffnet sein! Bitte habt Verständnis dafür, dass wir die Fragerunde dann dementsprechend auch schließen. Viel Spaß allerseits und wir freuen uns auf eure Fragen!

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  • Deutscher Buchpreis 2015: Fragerunden mit den Autoren der Longlist

    TinaLiest

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    Seit dem 19. August steht es fest: Die Jury des Deutschen Buchpreises 2015 hat die Longlist aus 20 Büchern zusammengestellt. Hier seht ihr die komplette Liste! Wir haben für euch nun wie im letzten Jahr eine besondere Aktion erdacht: Ihr habt in den ersten Septemberwochen die Möglichkeit, den Autoren, die es mit ihren Büchern auf die Longlist geschafft haben, Fragen zu stellen & auch ihre Bücher zu gewinnen! Wir haben bereits Zusagen von Autoren aus dem Klett-Cotta Verlag, dem Verbrecher Verlag, dem Literaturverlag Droschl, dem Verlag Matthes & Seitz und dem Hanser Verlag. Diese Liste ist aber noch nicht final und wird womöglich noch um weitere Fragerunden und Termine ergänzt. Hier die Termine für die Fragerunden, die bisher feststehen: Dienstag, 1. September 2015: Anke Stelling - "Bodentiefe Fenster" Hier geht es zur Fragerunde! Montag, 7. September 2015: Gertraud Klemm - "Aberland" Hier geht es zur Fragerunde! Dienstag, 8. September 2015: Monique Schwitter - "Eins im Andern" Hier geht es zur Fragerunde! Mittwoch, 9. September 2015: Steffen Kopetzky - "Risiko" Hier geht es zur Fragerunde! Donnerstag, 10. September 2015: Frank Witzel - "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969" Hier geht es zur Fragerunde! Sonntag, 13. September 2015 Rolf Lappert - "Über den Winter" Hier geht es zur Fragerunde! Dienstag, 15. September 2015 Vladimir Vertlib - "Lucia Binar und die russische Seele" Hier geht es zur Fragerunde! Sobald die Fragerunden eröffnet sind, werden wir sie auch hier verlinken. Ihr könnt den Autoren am jeweiligen Tag im entsprechenden Thema (also nicht hier im Thema!) Fragen stellen, die sie euch dann natürlich auch beantworten. Wenn ihr an der Verlosung teilnehmen möchtet, achtet bitte darauf, dass ihr eure Fragen über den blauen "Jetzt Bewerben"-Button stellt. Bitte beachtet außerdem, dass die Fragerunden teilweise nicht bis Mitternacht geöffnet sein werden, sondern die letzten Fragen schon am Abend gestellt werden müssen! Wie auch bei unseren Fragefreitagen werden wir unter allen Fragestellern einige Exemplare der Bücher verlosen, mit denen die Autoren nominiert sind. Unter den Teilnehmern an allen Fragerunden verlosen wir 1 riesiges Buchpaket mit ALLEN Büchern aus der Longlist 2015: Alina Bronsky - "Baba Dunjas letzte Liebe" Ralph Dutli - "Die Liebenden von Mantua" Jenny Erpenbeck - "Gehen, ging, gegangen" Valerie Fritsch - "Winters Garten" Heinz Helle - "Eigentlich müssten wir tanzen" Gertraud Klemm - "Aberland" Steffen Kopetzky - "Risiko" Rolf Lappert - "Über den Winter" Inger-Maria Mahlke - "Wie ihr wollt" Ulrich Peltzer - "Das besondere Leben" Peter Richter - "89/90" Monique Schwitter - "Eins im Andern" Clemens J. Setz - "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre" Anke Stelling - "Bodentiefe Fenster" Ilija Trojanow - "Macht und Widerstand" Vladimir Vertlib - "Lucia Binar und die russische Seele" Kai Weyand - "Applaus für Bronikowski" Frank Witzel - "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969" Christine Wunnicke - "Der Fuchs und Dr. Shimamura" Feridun Zaimoglu - "Siebentürmeviertel" Hier im Thema könnt ihr zwar keine Fragen stellen, aber ganz wunderbar diskutieren! Habt ihr schon eines oder sogar mehrere der Bücher gelesen? Welches ist euer Favorit für den Buchpreis? Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei den Fragerunden und bin gespannt auf eure Meinungen!

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