Frank Witzel Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

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Inhaltsangabe zu „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ von Frank Witzel

"Frank Witzels Werk ist ein im besten Sinne maßloses Romankonstrukt. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen aus der hessischen Provinz, der sich im Alter von dreizehneinhalb auf der Schwelle zum Erwachsenwerden befindet. In diese Geschichte eingewoben ist das politische Erwachen der alten Bundesrepublik, die beginnt, sich  vom Muff der unmittelbaren Nachkriegszeit zu befreien. […] Der Roman […] ist in seiner Mischung aus Wahn und Witz, formalem Wagemut und  zeitgeschichtlicher Panoramatik einzigartig in der deutschsprachigen Literatur. Frank Witzel begibt sich auf das ungesicherte Terrain eines spekulativen Realismus. Mit dem Deutschen Buchpreis wird ein genialisches Sprachkunstwerk ausgezeichnet, das ein großer Steinbruch ist, ein hybrides Kompendium aus Pop, Politik und Paranoia." Begründung der Jury anlässlich der Verleihung des Deutschen Buchpreises

Fokussierung, Interesse, Ausdauer, trotzdem Eindruck hinterlassen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Echt verwirrend und konfus, aber auch erschreckend anziehend. Ein Verkehrsunfall in Form eines (Hör-)Buches ...

— MissStrawberry

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    Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

    ChrischiD

    01. May 2016 um 19:27

    Sollte ein Teenager sich nicht eher mit belangloseren Dingen den Tag vertreiben als sich über Politik Gedanken zu machen? Mit Freunden harmlose Streiche aushecken anstatt über Krankheit und Tod zu referieren? Vielleicht liegt es aber auch einfach an der Zeit, in der sich das Geschehen abspielt, voller Umbruch und Wandel, dass man gar nicht ein solches Teenagerleben führen konnte wie es heutzutage gemeinhin, manches Mal auch klischeebehaftet, angesehen wird... Frank Witzel hat in Printform einen wahrlichen Wälzer vorgelegt, dem man schon ein wenig Respekt entgegen bringt und sich lieber zweimal fragt, ob man sich wirklich an das Werk herantraut. Das Hörbuch, vom Autor selbst gelesen, ist zwar gekürzt, mit 760 Minuten auf 10 CDs aber immer noch beachtlich und sollte nicht unterschätzt werden. Schon früh wird klar, dass man sich voll und ganz auf das gesprochene Wort einlassen muss und zunächst nicht alles hinterfragen sollte, sonst ist man gleich verloren. Der rote Faden nämlich ist zwar durchaus vorhanden, auch wenn einem das erst reichlich spät klar wird, nur eben nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Fast wirkt die Erzählung zusammengestückelt, ohne Hand und Fuß, von A nach B über C und D hüpfend. Auch nach einer wahrhaftigen Aussage wird lange Zeit gesucht. Es ist nicht so, dass Inhalt oder Interpretation schlecht wären, vielmehr hat man als Hörer das Gefühl nicht der angesprochenen Zielgruppe zu entsprechen, vielleicht sogar manche Zusammenhänge nicht zu begreifen, selbst wenn man sie mehrfach hört. Am ehesten lässt sich dieses Werk wohl als außergewöhnlich betiteln. Sämtliche Emotionen werden während des Hörens angesprochen, hin und wieder ist man sogar mit sich uneins was man denn nun fühlen soll. Bis man allerdings darüber nachgedacht hat, ist der Autor bereits drei Schritte weiter, was aber egal ist, man wird sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal darauf zurückkommen. Kommt es zu Beschreibungen tatsächlicher geschichtlicher Ereignisse, fühlt man sich plötzlich sicher, denn damit befindet man sich auf einem Terrain, das man einschätzen kann. Aber auch hier darf man sich niemals zu sehr treiben lassen, denn die Übergänge zum Abstrakten sind fließend. Was ist Realität, was Fiktion und wobei handelt es sich um Wahnvorstellungen? Nicht immer wird man dahinterkommen womit man es gerade zu tun hat, aber einen Versuch ist es wert. Sprachlich wird eine arg bedrückende Atmosphäre übermittelt, die zwar großartig zum Inhalt passt, dem Hörer aber mehr und mehr aufs Gemüt schlägt, so dass man zwischenzeitlich sogar geneigt ist etwas anderes, aufbauenderes hören zu wollen.

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  • LovelyBooks Hörbuch Challenge 2016

    Die Gestirne

    Ginevra

    Ihr liebt das gesprochene Wort genauso wie das geschriebene? Und Hörbücher und Hörspiele gehören in euer Bücherregal genauso wie das gedruckte Buch? Dann seid ihr bei der LovelyBooks Hörbuch Challenge 2016 genau richtig.  Ziel der Challenge ist, das wir in diesem Jahr 15 Hörbücher/ Hörspiele hören und rezensieren. Ablauf:  1. Melde dich mit einem Sammelbeitrag zu Challenge an. Ich werde unter diesem Text eine Teilnehmerliste anlegen mit allen Teilnehmern und diese mit Eurem Sammelbeitrag verlinken. 2. Zwischen dem 06.01. und 31.12.2016 hörst zu 15 Hörbücher/Hörspiele mit einer Mindestlänge von 3 Stunden, egal aus welchem Genre oder wann erschienen. 3. Wenn du nun ein Hörbuch/Hörspiel gehört und auf LovelyBooks rezensiert hast, schreibe den Link zur Rezension hier in einem Kommentar. Es werden nur rezensierte Hörbücher und Hörspiele gezählt, deren Rezension auf LovelyBooks erschienen sind. Drei Rezensionen dürfen durch Kurzmeinungen ersetzt werden! 4. Die Unterkategorien dienen dem Austausch untereinander - Du darfst natürlich frei wählen, was Du hören möchtest! 5. Trage den Link zu Deinen Rezensionen auch in Deinen Sammelbeitrag ein. 6. Unter allen TeilnehmerInnen, die die Vorgaben erfüllt haben, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost! Ihr könnt jederzeit einsteigen und mitmachen oder euch wieder abmelden. Denn die Challenge soll vor allen Dingen eins machen: Spaß! Habt Ihr noch Fragen? Dann meldet euch! Ansonsten freue ich mich auf viele Anmeldungen. Falls Eure Links nicht funktionieren sollten, bitte melden!! Teilnehmerliste: AntekAscari0ban-aislingeachblack_horseBücherwurmBuchgespenstbuchjunkie Buchraettin ChrischiDDanni89danielamariaursulaFantworldgemischtetueteglueckGruenenteGinevraIrveJashrinKleine1984KrimielseKuhni77lenikslenisvealesebiene27Lesestunde_mit_MarieLetannalisamLuilineMelEMsChiliMissStrawberrymonerlNele75pardenPucki60robbertaSmilla507StarletStoneheavenTamileinThaliomeeWaylandWedma

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    • 880
  • Verwirrend und doch auch wieder fesselnd - ganz schräg!

    Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

    MissStrawberry

    18. February 2016 um 19:23

    Möglicherweise liest sich dieses Buch besser, als es sich hört. Allerdings zweifle ich doch daran, dass ich beim Lesen begeistert gewesen wäre. Das leichte Lispeln des Autors bei der Lesung ist gleichzeitig nervig und passend. Die Sprünge jedoch sind wirklich anstrengend. Dieses (Hör-)Buch ist eine Mischung aus Bewusstseinsstrom, Dialogen, inneren Monologen und Erzählpassagen. Immer wieder springt der Erzähler von einem Gedanken zu einem völlig anderen und wieder woanders hin. Dann irgendwann geht es wieder an einem Faden weiter, den man schon ganz vergessen hatte. Es ist so schrecklich schwer zu beschreiben. Besonders toll fand ich die Story (?) gar nicht – aber ich konnte auch gleichzeitig nicht aufhören, zuzuhören. Es gab auch immer wieder Stellen, bei denen ich lachen musste. Oder ich erschrak, dass ich einen der irren Gedanken des Autors tatsächlich nachvollziehen konnte und zustimmen mochte. Dann wieder Momente, an denen ich dachte, wer so leben musste, der muss ja wahnsinnig werden. Am Ende stehe ich aber da und frage mich, was genau mir das Buch, der Autor eigentlich auf den Weg mitgeben wollte. Ich habe es wohl schlicht und ergreifend nicht wirklich verstanden. Ich fühle mich eher, als hätte ich mich in einem Labyrinth verlaufen und wüsste nun weder ein noch aus. Etwas an diesem (Hör-)Buch ist faszinierend, aber vieles auch abstoßend. Was ist wahr, was ist erfunden, was ist die Frucht eines kranken Geistes? Das lässt sich einfach nicht beantworten. Fakt ist, dass dieses (Hör-)Buch keinen Plot hat, wie man das kennt. Auch keinen roten Faden. Aber – wenn ich es denn richtig verstanden habe – ein gruseliges Geheimnis birgt. Ich bin verwirrt. Ich bin ratlos. Ich bin angezogen und abgestoßen. Was sagt man da? Was macht man da? Ich habe so viel Besseres gelesen und gehört – aber ehrlich gesagt auch schon Schlechteres. Ergibt also einen Kompromiss: drei Sterne.

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  • What the hell...?

    Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

    Jetztkochtsie

    23. January 2016 um 07:21

    Ich war wirklich sehr gespannt auf Frank Witzels Roman mit diesem unwahrscheinlich langen und unmerkbaren Namen. Da ich in letzter Zeit bei meiner Strickarbeit aber eher Hörbücher höre, als wirklich Romane lese, habe ich mich dazu entschieden das Buch als Hörbuch zu konsumieren. Eine gute Entscheidung, denn als gelesener Text hätte ich es vermutlich nach spätestens 50 Seiten an die Wand geschmissen und mich nicht weiter mit diesem Quark befasst. Als Hörbuch hab ich allerdings durchgehalten. 10 CDs lang hab ich dem Autoren, welcher seinen Text selbst vorträgt gelauscht. Ich war fasziniert, interessiert, gelangweilt, irritiert und schockiert. Letztlich bin ich am Ende des Buches total verunsichert, was mir dieses Hörbuch nun gebracht hat und was mir der Autor damit sagen wollte. Nun, ich lese gerne experimentelle und außergewöhnliche Literatur, ich mag es, wenn mir Raum für meine eigenen Interpretationen bleibt und ich mich in einem Text verlieren kann und verschiedenste Deutungen entstehen. Dieser Text hier hat mich diesbezüglich allerdings beansprucht und ein weniger leidensfähiger Hörer, der eine Geschichte nach den üblichen Maßstäben erwartet, der wäre wohl sehr enttäuscht. Dieser Text ist nämlich alles nur nicht linear oder gar gewöhnlich. Witzel erzählt und schwafelt und stellt gute und präzise Beobachtungen an, weckt Erinnerungen, sogar in mir, die ich doch eher ein Kind der 80er bin, als der 70er. Grundsätzlich ist es wirklich verwunderlich, dass dieses konfuse und wirre Stück Text tatsächlich einen Verleger gefunden hat. Mir hat es trotzdem Freude bereitet, war ich auch gerade bei den kirchlichen Abschnitten und den sehr christlichen Teilen der Erzählung hätte ich hin und wieder gerne ein wenig vorgespult, diese Teile konnten mein Interesse nicht wecken und haben mich eher gestört, der Rest fügt sich am Ende für mich zu einem schönen Ganzen aus wirrem Text, Erinnerungen, Vermutungen und Verdächtigungen und ich muß gestehen, irgendwie gefällt mir auch das. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob sich Witzel einen Gefallen damit getan hat, das Hörbuch selbst einzulesen. Witzel liest sehr nasal, ein wenig nöhlig und gelangweilt. Hat man sich einmal darauf eingestellt ist das ok und paßt auch durchaus zum Text. Ich fand es aber gerade bei den Stellen, die mich etwas weniger interessiert haben auch ein wenig einschläfernd und ermüdend. Dazu nuschelt er häufig ein wenig und ich mußte genau hinhören, vorallem wenn ich im Auto unterwegs war, war er nicht immer gut zu verstehen, obwohl die Aufnahmequalität eine sehr Gute ist. Ich würde das Hörbuch definitiv nicht jedem empfehlen, aber es ist durchaus interessant und auch handwerklich teilweise einfach nur fantastisch.

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  • What the hell...?

    Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

    Jetztkochtsie

    23. January 2016 um 06:53


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