Mitte 40, fertig, los

von Franka Bloom 
4,1 Sterne bei13 Bewertungen
Mitte 40, fertig, los
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Susas_Leseeckes avatar

Ja, wie im wahren Leben. Eine charmante, witzige und dennoch ehrlich anmutende Geschichte. Von der ersten Seite an wunderbar erzählt. Prima.

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Wer in einer Kleinstadt aufgewachsen ist, wird sich zwischen den Seiten wie zuhause fühlen.

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Inhaltsangabe zu "Mitte 40, fertig, los"

'Immer wenn ich versuche, das Beste aus meinen Leben zu machen, wird es schlimmer.'

Nach fast dreißig Jahren kehrt Rike unfreiwillig zurück in ihr altes Kinderzimmer. Damals hatte sie die Enge der Kleinstadt mit wehenden Fahnen verlassen, um die Welt zu erobern. Nun ist sie wieder da. Mit gebrochenem Herzen und einem Koffer voll Problemen. Alle anderen scheinen ihr in punkto Lebensglück einen Schritt voraus. Und Rike muss erkennen, dass nicht alles schlecht war früher, dass Schein und Sein manchmal eng beieinanderliegen, dass Alter nicht vor Torheit schützt und dass sie sowohl von ihrem Sohn als auch von ihrer Mutter noch viel lernen kann.

Ein Roman über die Suche nach sich selbst, über alte Träume, neue Wege und das große Glück.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499274374
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:27.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Literaturchaoss avatar
    Literaturchaosvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wer in einer Kleinstadt aufgewachsen ist, wird sich zwischen den Seiten wie zuhause fühlen.
    Kinderzimmer reloaded

     

    So hatte Rike sich das vorgestellt: Ein gemütliches Hausfrauendasein mit gut verdienendem Ehegatten und vorbildlichem Sohnemann in einem hübschen Einfamilienhaus in allerbester Vorstadtlage. Familienidylle pur. Und das war es auch. Bis vor drei Monaten. Bis Rikes Nachbar heulend vor der Tür stand, um ihr mitzuteilen, dass seine Frau und Rikes Mann ein Verhältnis haben. Und das nicht erst seit gestern.

     

    Erst am Boden zerstört, dann stinksauer sieht auch Rike ein, dass in diesem Fall eine Trennung unausweichlich ist. Immerhin bleiben ihr ja noch das Haus und der Sohnemann - denkt sie. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass der Göttergatte seine Firma inklusive sämtlicher Sicherheiten und Wertanlagen komplett gegen die Wand gefahren hat. Das Haus wird verpfändet und der Sohn beschließt, seine Pubertät beim Vater in der Wohnung in der großen Stadt auszuleben, denn da ist mehr los und der Vater ist ja sowieso nur mit der neuen Flamme beschäftigt.

     

    Und was bleibt da noch für Rike übrig? - Zwei Optionen: Obdachlosigkeit oder der Wiedereinzug bei ihrer Mutter Wilma. In Rikes Fall könnte man es auch Pest gegen Cholera nennen. Aber da es gerade regnet, beschließt sie schweren Herzens, wieder in ihr altes Kinderzimmer im beschaulichen kleinen Meppelstedt zu ziehen. Nur vorübergehend versteht sich. Also höchstens für ein paar Tage.



    Und Wilma? Tja....die ist ein Fall für sich. Jahrelang unter der Fuchtel ihres kürzlich erst verstorbenen und zu Lebzeiten äußerst pingeligen Ehemannes stehend, setzt sie nun im Witwendasein ihr altes Leben fort und putzt und räumt von morgens bis abends penibel dort auf, wo alles schon längst aufgeräumt ist und kocht und backt und räumt anschließend wieder auf.


     


    Nun kann sicherlich jeder nachvollziehen, dass es kein Zuckerschlecken ist, mit Mitte 40 wieder bei den Eltern bzw. bei einem Elternteil einzuziehen. Wenn man es so will, ist es geradezu ein sozialer Abstieg, ein Verlieren auf der ganzen Linie. 


     


    Trotzdem könnte man zunächst meinen, dass es Wilma guttut, Rike wieder um sich zu haben. Schnell merkt man hier jedoch, dass die beiden in ihrem jeweils eigenen Trott leben, aneinander vorbei leben und sich erst (wieder) aneinander gewöhnen müssen.


     


    Rike ist nicht ehrlich, weder zu Wilma noch zu ihren alten Schulfreunden, denen sie nach und nach in Meppelstedt über den Weg läuft, denn sie will sich ihr eigenes Versagen nicht eingestehen. Und so erzählt sie sogar ihrem Sohn, dass sie nur vorübergehend bei Wilma wohnt, weil ihr eigenes Haus gerade großflächig und aufwändig renoviert wird. Unnötig zu erwähnen, dass sie mit dieser Lüge schon bald auffliegt.


     


    Auch Wilma hat es nicht so mit der Ehrlichkeit, fängt an, Geheimnisse vor Rike zu haben und legt plötzlich überhaupt ein komisches Verhalten an den Tag - ein Verhalten, dass zu einer frischgebackenen Witwe nicht so recht passen will.


    "Mitte 40, fertig, los" ist ein Roman, der mich manchmal sehr zum Lachen gebracht hat, in dem ich aber auch viel aus meinem eigenen Leben wiedererkannt habe. Einige komische Angewohnheiten von Wilma sind gar nicht so weit hergeholt, denn ich habe sie tatsächlich so auch schon bei meiner Mutter beobachtet und Rikes Jugend verlief in etwa so ab wie meine eigene Jugend. Der Knüller schlechthin sind allerdings Wilmas Nachbarn! Ich schwöre Euch, das SIND meine Nachbarn!


     


    Dieser Roman ist ein Roman aus dem Leben. Ein Roman mit allen Höhen und Tiefen, durch die man gehen kann, ein Roman zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken. Ein Roman, der einem durchaus auch den Spiegel vorhält, der die Protagonisten wachsen lässt und der den ein oder anderen Aha-Effekt für den Leser bereithält. Ein Roman, in dem sämtliche Figuren so liebevoll und bildlich gezeichnet sind, dass man sie vor sich stehen sieht und mit ihnen Seite an Seite durchs kleine fiktive Meppelstedt geht.


     


    Kurzum: "Mitte 40, fertig, los" hat mich wunderbar unterhalten und bekommt von mir 4/5 STERNEN.

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    MimisLandbuechereis avatar
    MimisLandbuechereivor 4 Monaten
    Wundervoll humoriger Spaß ...

    Zum Inhalt / Klappentext

    «Immer wenn ich versuche, das Beste aus meinen Leben zu machen, wird es schlimmer.»
    Nach fast dreißig Jahren kehrt Rike unfreiwillig zurück in ihr altes Kinderzimmer. Damals hatte sie die Enge der Kleinstadt mit wehenden Fahnen verlassen, um die Welt zu erobern. Nun ist sie wieder da. Mit gebrochenem Herzen und einem Koffer voll Problemen. Alle anderen scheinen ihr in punkto Lebensglück einen Schritt voraus. Und Rike muss erkennen, dass nicht alles schlecht war früher, dass Schein und Sein manchmal eng beieinanderliegen, dass Alter nicht vor Torheit schützt und dass sie sowohl von ihrem Sohn als auch von ihrer Mutter noch viel lernen kann ...
    Ein Roman über die Suche nach sich selbst, über alte Träume, neue Wege und das große Glück.

    (Quelle: rowohlt)

    Meine Gedanken zum Buch

    Das Cover:

    Ein tolles Cover! Das Cover hat mich gleich auf das Buch aufmerksam gemacht. Es passt wundervoll zum Inhalt und  spielt auf die Pina Colada Liebe der Protagonistin an und ergänzt schön die im Anhang zu findenden Rezepte.

    Inhalt:

    Nachdem Ulrike von ihrem Mann betrogen und verlassen wird, stellt sie fest, dass ihr nicht einmal mehr das Haus gehört, in dem sie wohnt. Es bleibt ihr nichts anderes übrig als mit kleinem Gepäck wieder bei ihrer Mutter einzuziehen. Diese befindet sich in Trauer um ihren kürzlich verstorbenen Mann und sieht Rike zunächst als Kümmerersatz an. Rike fühlt sich wieder wie 11 und nimmt sich fest vor, nicht lange zu bleiben. Sie wollte immer weg aus dem Dorf und raus in die weite Welt, nun stellt sie fest, weit ist sie nicht gekommen und erreicht hat sie auch nicht viel. Sogar Sohn Flo lebt lieber bei seinem Vater als bei ihr.

    Rike trifft die Menschen aus ihrer Jugend, vorweg ihren Nachbarn Schmiddi der mit Mitte 40 immer noch bei seinen Eltern lebt. Schmiddi steht Rike als guter Freund in allen Lebenslagen bei und auch ihre alte Freundin Mona kehrt in ihr Leben zurück. Ulrikes altes Leben holt sie schneller ein, als ihr lieb ist und schnell ist sie wieder „die dicke Rike“ von früher. Davon lässt sie sich aber nicht unterkriegen und nimmt den Neuanfang in Angriff…

    Wirklich humorvoll beschreibt Franka Bloom Rikes Weg von der frustrierten und verlassenen Ehefrau ohne Perspektive zur Powerfrau mit Zukunft. Ich habe herzlich gelacht, als Rike WLAN suchend durch Meppelstedt läuft um schlussendlich bei einer Pina Colada in ihrer alten Stammkneipe zu landen. Noch schnell eine Scheibe Fleischwurst vom Schlachter nebenan, bevor sie die Anweisung ihrer Mutter befolgt, ihr Zimmer aufzuräumen und nicht faul rumzusitzen. Wundervoll mitzuerleben, wie sie einen Schwarm mit ins Kinderzimmer schmuggelt um dann doch fast von Mutti erwischt zu werden.

    Schreibstil:

    Franka Bloom hat einen wundervoll leichten und humorigen Schreibstil, der einen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt. Fast erlebt man die eigene Jugend neu und kann vieles nachvollziehen. Schön war Rikes Erkenntnis, dass auch ihre Mutter ein Leben hat und dieses nach dem Tod des Vaters auch erneut genießen darf.

    Lieblingslesezeichen:

    "Also sitze ich draußen auf der Terrasse, ausgiebig Zeitung lesend. Zumindest versuche ich es, denn schon nach wenigen Minuten meldet sich meine Mutter: Rike? Was machst du gerade? Ich lese. Wenn Du nichts zu tun hast, warum hilft du mir dann nicht?"

    Seite 87

    Fazit

    „Mitte 40, fertig, los“ ist ein wunderbarer Frauenroman, der einen gut unterhält und zeigt, dass es immer einen Weg zum Glück gibt.

    4 Sterne

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    KerstinThs avatar
    KerstinThvor 4 Monaten
    Spritziger Roman für gute Unterhaltung

    Rike ist der Meinung, dass ihr Leben gut läuft – vielleicht sogar perfekt. Doch dann erfährt sie, dass ihr Mann sie betrügt und zu allem Übel auch noch die Firma in den Sand gesetzt hat und sie somit pleite sind! Deshalb muss Rike nun wohl zurück in ihr Heimatdorf, und zurück in ihr altes Kinderzimmer. Aber nur vorübergehend, ganz sicher! Oder doch nicht?

    Der Schreibstil ist spritzig und lustig, aber auch bissig. Die Dialoge sind toll und bringen noch mehr Schwung in die Handlung. Die Autorin schreibt neben Romanen auch Drehbücher und das merkt man hier sehr deutlich. Auch, die Verbindung von lustigen und ernsteren Passagen ist Franka Bloom sehr gut gelungen.

    Ulrike „Rike“ Herrlich ist 44 Jahre alt, hat ein Innenarchitektur-Studium absolviert, war aber immer nur Hausfrau. Nun steht sie mittellos, nur mit zwei Koffern, vor den Scherben ihres Lebens. Sie geht zurück in ihr Kinderzimmer, doch dort wartet ihre verzweifelte Mutter auf sie. Denn erst vor ein paar Tagen ist ihr Mann gestorben. Schnell merkt man, dass sie sich unwohl fühlt und nicht mehr in dieses Dorf gehört. Doch, wie zu erwarten ändert sich dies recht schnell. Und Rike, und somit auch der Leser, findet sich zwischen vielen lieben Menschen wieder. Jeder Charakter scheint sehr gut ausgearbeitet zu sein. Jeder hat sein eigenes Gesicht und ist auf seine Art und Weise liebenswert und auch gebrandmarkt. Rike war mir mit ihrer etwas chaotischen Art sehr sympathisch und ist mir richtig ans Herz gewachsen! Schön fand ich auch, dass ein Charakter während des Romans sogar eine große und unerwartete Entwicklung durchmacht!

    Das Ganze wirkt sehr authentisch. Auch das Leben in einem Dorf ist wirklich klasse dargestellt. Jeder achtet auf jeden und weiß alles. Aber jeder hilft auch jedem! Das wird in einer Sache gegen Ende des Buches sehr deutlich.

    Schön finde ich, dass Rike selbst im Mittelpunkt der Geschichte steht. Und es um sie und ihre Gefühle geht. Nicht, um ihr gescheiterte Ehe oder sonst was.

    Mir war dieser Roman ein Lesevergnügen und ich wurde wunderbar unterhalten. Eine klare Leseempfehlung für alle, die mal ein paar Stunden dem Alltag entfliehen wollen. Ich vergebe vier von fünf Sternen.

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    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Leichte und unterhaltsame Story über eine Mittvierzigerin in einer Lebenskrise
    Viel Lesespaß

    Was kann man sich Schlimmeres vorstellen, als mit Mitte vierzig reumütig wieder bei der Mutter einzuziehen, nachdem man doch immer nur raus in die weite Welt wollte, weg aus der kleinen Stadt, in der man aufgewachsen ist? Es gibt wenig, was dem gleichkommt und doch muss Rike die Zähne zusammenbeißen und sich der Situation stellen. Ihr Mann hat sie verlassen und einen Berg Schulden hinterlassen, das Haus ist weg und der pubertierende Sohn wohnt auch lieber bei dem coolen Vater in der Stadt, als bei seiner langweiligen Mutter mit all den Vorschriften. Doch Rike lässt sich nicht unterkriegen und kämpft sich wieder nach oben – auch mit Hilfe alter Freunde aus Schulzeiten, die sie ebenso wie den Ort eigentlich hinter sich gelassen hatte. Und der ein oder andere kann sie dabei noch wirklich überraschen.
    Der Roman „Mitte 40, fertig, los“ von Franka Bloom überzeugt von der ersten Seite an durch eine Menge Charme und eine sympathische und chaotische Hauptfigur. Rike musste eine Menge einstecken, aber sie lässt den Kopf nicht hängen, auch wenn sie sich bei allem manchmal spießiger vorkommt als ihre eigentlich doch so langweilige Mutter. Doch nicht nur ihre Mutter überrascht mit neuer Liebe und neuem Leben, auch der furchtbar langweilige Nachbarsjunge Michael, genannt Schmiddi, erscheint in völlig neuem Licht. Ein echter Freund, der hilft, wo er kann. Und Hilfe kann Rike wirklich gebrauchen. Die Lektüre des Romans ist sehr unterhaltsam, die Handlung fließt leicht dahin und bietet dennoch ein paar schöne Überraschungen und Wendungen, so dass es nie langweilig wird.
    Mir hat Franka Blooms Roman „Mitte 40, fertig, los“ gut gefallen, die Lektüre war äußerst kurzweilig und die Charaktere sind von der Autorin mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. Die perfekte Unterhaltungslektüre für ein verregnetes Wochenende und einen entspannten Tag am Meer. 

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    Laudis avatar
    Laudivor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Schmunzel, Gute Laune und Wohlfühlbuch
    Witzig, humorvoll und spritzig

    Titel: Mitte 40, fertig los
    Autorin: Franka Bloom
    Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
    ISBN: 978-3-499-27437-4

    Lesegrund:
    Der Titel vom Buch "Mitte 40, fertig los" hat mich regelrecht angesprungen. Und da der Klappentest mich neugierig gemacht hat, war für mich klar, dass Buch muss ich lesen.

    Kurzbeschreibung:
    Nach fast dreißig Jahren kehrt Rike unfreiwillig zurück in ihr altes Kinderzimmer. Damals hatte sie die Enge der Kleinstadt mit wehenden Fahnen verlassen, um die Welt zu erobern. Nun ist sie wieder da. Mit gebrochenem Herzen und einem Koffer voll Problemen. Alle anderen scheinen ihr in punkto Lebensglück einen Schritt voraus. Und Rike muss erkennen, dass nicht alles schlecht war früher, dass Schein und Sein manchmal eng beieinanderliegen, dass Alter nicht vor Torheit schützt und dass sie sowohl von ihrem Sohn als auch von ihrer Mutter noch viel lernen kann ...

    Das Cover und der Titel:
    Modern, perfekt zur heutigen Zeit. Die Ananas mit dem Flamingo. Der Titel sehr gelungen gewählt, passt perfekt zur Geschichte. Wenn ich das Cover betrachte bekomme ich richtig Lust und Laune die Geschichte nochmals zu lesen.

    Der Schreibstil:
    Der Schreibstil von Franka Bloom liest sich flüssig, locker und flott. Bin sofort im Geschehen gewesen und musste schon auf den ersten Seiten lachen. Frau Bloom schreibt sehr bildhaft, was mir ein noch amüsanteres Lesen bereitete.

    Meine Meinung:
    Ulrike Rike 44 Jahre erlebt den Anfang vom Ende ihres bisherigen Lebens. Ihr Mann Clemens hat eine Affäre mit einer jüngeren Frau, als ob das nicht schon schlimm genug ist, muss Rike erfahren, dass die Firma von Clemens Pleite ist. Sie ist gezwungen auszuziehen und zieht kurzerhand zu ihrer verwitweten Mutter in die Kleinstadt Meppelstadt. "Alter schützt nicht vor Torheit". Sehr gekonnt und äußerst humorvoll erzählt Franka Bloom Rike`s unfreiwilligen Umzug in ihr altes Kinderzimmer. Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht und geschmunzelt wie bei dieser Geschichte. Wir begleiten Rike mit ihrer Mutter und vielen alten Bekannten wie z.B. ihren alten Spielfreund und Nachbarn Schmiddi (wohnt auch mit Mitte 40 noch bei seinen Eltern) auf authentische, liebenswerte und lebensnahe Weise durch das Buch. Eine Frau auf der Suche nach sich selbst, über Träume, neue Wege und das große Glück. Unglaublich witzig und spritzig, ein wahres Lesevergnügen, gepaart mit alltäglichen Dingen.
    Absolute Leseempfehlung!

    Fazit: Ein witziges, Gute Laune Wohlfühlbuch für unterhaltsame Lesestunden.

    Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar.

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    hasirasi2s avatar
    hasirasi2vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ernste Themen und Amüsantes wechseln sich gekonnt ab. Kurzweilig. Leider waren mir die Handlung und vor allem das Ende etwas zu vorhersehbar
    Was wäre wenn?

    Was wäre wenn?


    -       Du mit Mitte 40 feststellst, dass Dich Dein Mann betrügt?

    -       Er seine Firma gegen die Wand gefahren und auch privat Pleite gemacht und Dich da mit reingezogen hat?

    -       Du irgendwie neu anfangen musst?

    -       Du keine andere Wahl hast, als zurück zu Deiner frischverwitweten Mutter in die Kleinstadt zu ziehen?

     

    Ein Albtraum, oder? Und genau den erlebt Rike in „Mitte 40, fertig, los“. Ihr bleibt wirklich nichts erspart. Mann weg, Sohn weg (er lebt mit 16 natürlich lieber beim Papa), Haus weg. Einen Job hat sie auch nicht – sie war ja Hausfrau. Also zurück nach Meppelstedt ins Haus der Eltern. Dort hat sich nichts verändert. Es gibt immer noch die gleichen Läden, beim Fleischer eine Scheibe Fleischwurst auf die Hand, nur eine ordentliche Kneipe und nirgend wo WLAN. Selbst die alten Freunde sind noch fast alle da. Die Krönung aber ist Schmiddi, der Sohn der Nachbarn. Er wohnt mit Mitte 40 immer noch bei seinen Eltern, obwohl er inzwischen Anwalt ist! Wenigsten ist auch ihre ehemals beste Freundin Mona gerade im Land.

     

    Ich habe in letzter Zeit selten so gelacht wie bei diesem Buch. Sehr gekonnt und amüsant nimmt Franka Bloom das Kleinstadtleben aufs Korn.

    Die Nachbarn und Freundinnen ihrer Mutter beobachten Rike und kommentieren jeden ihrer Schritte, Mutti behandelt sie wie eine Vierjährige (z.B. indem sie ihr die Schnittchen in mundgerechte Stücke schneidet oder einen Kakao gegen Kummer kocht) und auch sonst mischt sich im Ort jeder in sämtliche Angelegenheiten ein. Dabei will Rike doch nur in Ruhe ihre Wunden lecken und einen Plan fassen, wie es nun weitergeht. Denn bisher hat sie ihre Trennung und den Verlust des Hauses geheim halten können ..

    Doch schnell merkt sie, dass sie nicht die Einzige ist, die ihre Probleme verheimlicht. Und obwohl sie eigentlich ganz schnell zurück in die Stadt wollte, steckt sie bald wieder mitten drin im Kleinstadtleben.

     

    „Mitte 40, fertig, los“ ist ein typischer Unterhaltungsroman, den ich mir sehr gut verfilmt vorstellen könnte. Dass die Autorin auch Drehbücher schreibt, merkt man ihm an. Ernste Themen und Amüsantes wechseln sich gekonnt ab und es wird nie langweilig. Sehr einfühlsam werden auch Themen wie der Verlust der Eltern oder Partner, Trauerbewältigung, Burnout oder Nervenzusammenbruch behandelt.

     

    Rike ist mitten aus dem Leben gegriffen. Ein bisschen hat sie mich an Bridget Jones erinnert – kein Fettnäpfchen ist ihr zu tief und es quälen sie die gleichen Figurprobleme. Genial fand ich, wie sich ihre Mutter nach dem Tod des Vaters verhält – Ihr Leben ist nämlich noch nicht vorbei! – und Rike damit klarkommen muss. Auch ihr bester Freund Schmiddi hat mir gut gefallen. Seine Entwicklung hat nicht nur sie überrascht.

     

    Leider waren mir die Handlung und vor allem das Ende etwas zu vorhersehbar und klischeehaft waren, darum gibt es „nur“ 4,5 von 5 Sternen.

    Kommentare: 2
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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unterhaltsamer Wohlfühlroman über Neuanfänge, Glück und neue Wege
    Zurück ins Kinderzimmer

    "Mitte 40, fertig, los" ist nach "Anfang 40, Ende offen" ein weiterer Roman aus der Feder von Franka Bloom aus dem Rowohlt Verlag.



    Es ist schon irgendwie ein Albtraum als Rike nach fast dreißig Jahren wieder bei ihrer Mutter in ihr altes Kinderzimmer einzieht. Dabei wollte sie doch die Welt erobern und nun sitzt sie inmitten ihrer Kindheitserinnerungen und muss sich dem bestimmenden Willen ihrer Mutter fügen. Es ist ihr peinlich, zuzugeben, dass die Ehe mit Clemens gescheitert ist und so erklärt sie ihren Aufenthalt als zeitweilige Zuflucht während einer Renovierung. Immerhin lernt sie ihre Mutter nun besser kennen und erkennt auch bei ihren alten Schulfreunden so manchen liebenswürdigen Menschen, den sie früher nicht gesehen hat.
    Ein Roman über die Suche nach sich selbst, über alte Träume, neue Wege und das große Glück.

    Auf diesen Roman habe ich mich sehr gefreut, war doch das erste Buch der Autorin ein humorvolles Lesevergnügen.
    Franka Bloom hat sich mit diesem Buch noch gesteigert, es gefällt mir ausgesprochen gut und ich kann kaum aufhören zu lesen. Witzig ist, wie die Rollenverteilung Mutter-Tochter getauscht werden.

    Rieke wurde von ihrem Mann betrogen, ihr Haus soll verkauft werden und so zieht sie kurzerhand bei ihrer gerade verwitweten Mutter ein, um sie ein wenig aufzuheitern. Doch es kommt ganz anders.

    Es ist schon merkwürdig, wenn man als gestandene Frau wieder aufgefordert wird, sein Zimmer aufzuräumen und das Bett zu machen. Rieke fügt sich, und als ihre Mutter auf einmal neu durchstartet und ihr eigenes Leben lebt, scheint es so, als ob Rieke ihre Rolle als Kind gegen die Mutterrolle austauscht. Ihr Sohn Flo lebt beim Vater, doch auch dort läuft nicht alles glatt.

    Diese Geschichte liest sich wunderbar unterhaltsam, es ist fast wie ein Blick zurück in die eigene Jugend. Der Neuanfang bei Mama im Kinderzimmer ist nicht gerade lustig, aber Rieke kommt damit ihrer Mutter wieder näher und erkennt, dass auch ältere Menschen ein Anrecht auf Glück und Geselligkeit haben. Auch mit ihrem Sohn erlebt sie so manche Aufregung, die sie dank dem Einzelgänger Schmiddi wieder ins rechte Lot rücken kann. Überhaupt ist Schmiddi trotz seines altmodischen Aussehens eigentlich ein hilfsbereiter Freund, aber da sind auch noch die anderen Kumpel von früher, für die Rieke früher geschwärmt hat.

    Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, flott und locker und liest sich so weg. Die nachfühlbaren Gefühle der Protagonistin und ihre überraschenden Erlebnisse sorgen für beste Lesestimmung und machen neugierig auf den Ausgang der Geschichte. Dieser hat mich zwar nicht überrascht, aber doch erfreut.


    Dieser Roman soll Frauen in erster Linie gut unterhalten, er soll ihnen aber auch Mut zusprechen, in Krisensituationen nicht zu verzagen, sondern auf das Glück zu hoffen und es gegebenenfalls auch zu ergreifen.

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    Susas_Leseeckes avatar
    Susas_Leseeckevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ja, wie im wahren Leben. Eine charmante, witzige und dennoch ehrlich anmutende Geschichte. Von der ersten Seite an wunderbar erzählt. Prima.
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    N
    Nachtschwärmervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Aus dem Leben gegriffene Geschichte, witzig erzählt
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    datNicoles avatar
    datNicolevor 3 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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