Franka Potente Allmählich wird es Tag

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Inhaltsangabe zu „Allmählich wird es Tag“ von Franka Potente

In einem der besseren Viertel von Los Angeles lebt Tim Wilkins, 45, Investmentbanker. Tim ist am Tiefpunkt seines bisherigen Lebens angekommen, denn er hat soeben seinen Job und seine Ehefrau Liz verloren. Nachdem seine Wut und seine Rachegedanken verraucht sind und er mithilfe von Whiskey und der sexuell recht offenen Nachbarin Aida Selbstmitleid und Ratlosigkeit überwunden hat, beginnt Tim nachzudenken: Warum ist seine Ehe zerbrochen? Wie soll es weitergehen?

Trotz des schwachen Buchtitels ein aufregender Roman!

— Callso
Callso

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  • Ein Single-Ratgeber, wie man es am besten nicht macht...

    Allmählich wird es Tag
    Callso

    Callso

    17. August 2017 um 16:29

    Wenn Schauspieler, singen, musizieren oder schreiben - nun ja; manchmal geht man schon mit leichten Vorbehalten in die Schaffenskünste. Aber in diesem Fall ist ein durchaus gelungenes Werk entstanden. Ein Freundin empfahl mir den Roman. Ein feiner Lesetipp - ein echter Geheimtipp, denn so das ganz, ganz große Licht der Öffentlichkeit blieb dem Roman wohl verwehrt.Ein Roman, der wunderbar funktioniert, der trotz der vielen Problemfelder ultraleicht daherkommt und in dessen Geschichte man wundervoll eintauchen kann. Der Buchtitel "Allmählich wird es Tag" ist eher nichtssagend - umso überrschender ist es, dass Franks Potente aus einem amerikanischen Otto Normalbürger, der vor etlichen Jahren mal glücklich und zufrieden lebte, einer geworden ist, der Job und Frau verliert und tüchtig absackt.Somit ist der Roman eine moderne US-Studie, ein Familienroman fast ohne Familie und eben auch ein Single-Ratgeber, wie man es am besten nicht macht. Vor allen Dingen ist das Buch sehr unterhaltsamer Lesestoff...

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  • Allmählich wird es Tag von Franka Potente

    Allmählich wird es Tag
    divergent

    divergent

    Persönliche Meinung Da ich das Cover richtig schön fand und ich ja ein Fan von Franka Potente bin, war ich so natürlich ganz schön gespannt auf dieses Buch. Zu Beginn gefiel mir das Buch ja auch ganz gut! Ich lese ja immer gerne Bücher, die in Los Angeles spielen und erhoffe mir so immer etwas über das "wahre" und "einfache" Leben in der Stadt der Filmindustrie zu erfahren. Doch mit der Zeit wurde das Buch leider sowas von uninteressant und auch einfallslos, sodass "Allmählich wird es Tag" für mich ein Flop war!

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  • Das große Erwachen

    Allmählich wird es Tag
    CorinnaSmiles

    CorinnaSmiles

    03. August 2014 um 17:54

    „Er steckte fest. Zwischen zwei Leben. Einem alten, das er noch nicht richtig verstanden hatte und zu dem er nicht mehr zurückkonnte, und einem neuen, von dem er nicht wusste, wie es aussah und was für eine Rolle er darin spielen würde. Eine gefährliche Zwischenwelt.“ Autorin Franka Potente ist den Lesern als deutsche Schauspielerin bekannt und „Allmählich wird es Tag“ ihr zweites belletristisches Werk. Ihr Name prangt groß auf dem schön gestalteten Buchcover, deutlich größer als der eigentliche Titel – ein Marketing-Trick? Tatsächlich sind die schlanken weißen Buchstaben, die FRANKA POTENTE bilden, wohl der einzige Grund, warum ich auf das Buch aufmerksam wurde. Zum Inhalt: Allmählich wird es Tag im Leben von Tim Wilkins. Jahrelang hat er für seine Arbeit als Banker und an seiner Familie vorbeigelebt, unliebsame Erinnerungen unter den schweren Teppich des Vergessens gekehrt und sich eine eiserne Haltung der Gleichgültigkeit zugelegt. Sein gut situiertes Leben mit seiner Familie in einem Stadtteil von Los Angeles – mehr noch: das Leben selbst – ist ihm schließlich fremd geworden. Was ihm erst klar wird, nachdem er alles verloren hat: seinen Job, seine Frau, seinen ehemals besten Freund, der Sohn ist ihm fremd geworden. Nur die alte, unerklärliche Wut in seinem Inneren kann er nicht mehr unterdrücken. Und so lässt er sich treiben von Alkohol, Drogen, Sex und Gewalt. Eine Mischung, die schließlich in einer Orgie gipfelt, die seinen Kontrollverlust symbolisiert. Doch die Metamorphose des Tim Wilkins hat längst begonnen. Erinnerungen an Verdrängtes steigen aus der Tiefe des Vergessens auf und durchweben seine Gegenwart; er beginnt, Vergangenes aufzuarbeiten, und begibt sich auf die Suche nach einem neuen Glück. Stilistisch nicht ganz mein Fall: Viele kurze, stakkatohafte Sätze erinnern an die Sprache auf Werbeplakaten; haufenweise eingeworfene „Fucks“ sollen wohl den Eindruck einer „krassen“ Stimmung hervorrufen, nerven früher oder später aber gehörig. Letztendlich ist es aber trotz einiger Schwächen spannend, die Verwandlung des Protagonisten auf Schritt und Tritt zu beobachten, mit ihm zu leiden und gleichzeitig den Kopf über ihn zu schütteln. Das Leben ist nun mal eines der härtesten, lieber Tim Wilkins ;-)

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  • Vor der Dämmerung ist die Nach ja bekanntlich am dunkelsten...

    Allmählich wird es Tag
    Lesemanie

    Lesemanie

    09. July 2014 um 13:40

    Tim Wilkins glaubt, den amerikanischen Traum zu leben. Harte Arbeit hat es ihm ermöglicht, ein schönes Haus in einem wohlhabenden Vorort von Los Angeles zu kaufen. Nach einigen Jahren konnten seine Frau und er sogar den Garten um einen Pool bereichern. Der gemeinsame Sohn hat in Princeton studiert und ist jetzt erfolgreicher Agent in Hollywood. Sonntags trifft er sich mit dem Vater zum Golfspielen. Tims Frau Liz ist sanft und zart; nachdem der Sohn aus dem Haus ist, versucht sie, die freie Zeit mit anderen Aufgaben zu füllen. Wie genau sie ihre Tage verbringt, kann Tim Wilkins nicht sagen – er ist schließlich zu sehr damit beschäftigt, zu arbeiten. Und als er eines Tages früher als sonst aus dem Büro heimkehrt, steht ein Wagen auf der Straße, und seine Frau verlässt mit schweren Koffern beladen und wortlos das Haus, um sich zu dem Mann am Steuer zu setzen und aus Tims Leben zu verschwinden. Eine Woche später wird Tim Opfer der Finanzkrise und auf einmal findet er sich mit Ende 40 alleine und arbeitslos in seinem Haus wieder. Nun muss er sich mit der Erkenntnis auseinandersetzen, dass sein Leben in den letzten Jahren irgendwie an ihm vorbeigerauscht ist und er sich nicht erklären kann, wie das passieren konnte. Die Entscheidung zu treffen, sein Leben von Grund auf zu ändern, ist eine Sache. Sie in die Tat umzusetzen eine ganz andere, und ob Tim Wilkins in diesem Unterfangen mehr Erfolg hat als in seiner gerade gescheiterten Ehe, bleibe hier einmal dahingestellt. Um dies herauszufinden, muss man das Buch lesen. Mithilfe von Unmengen an Bier und Whisky, alten Freunden und jungen Frauen betäubt Tim seinen Schmerz, bis er schließlich den Mut aufbringt, sich der Frage zu stellen, welchen Anteil er selbst am Scheitern der Ehe hatte und wie genau seine Frau die letzten Jahre verbracht hat, in denen beide nebeneinander her lebten. Auch mit dem angespannten Verhältnis zu seinem Sohn Derek, das sich nicht durch regelmäßiges gemeinsames Golfspielen verbessern lässt, setzt er sich auseinander. Bei der Betrachtung seiner Rolle als Ehemann und Vater tastet er sich in seine Kindheitserinnerungen vor und denkt viel über den eigenen Vater nach, mit dessen Gürtel der junge Tim Wilkins häufig Bekanntschaft gemacht hat. Zögerlich analysiert er schließlich seine eigene Wut, die ihn manchmal heiß überkommt und in ihm den Drang weckt, blind zuzuschlagen. Potente ist es gelungen, zwischen Handlung, Dialog und Beschreibung eine tolle Balance zu schaffen (und zu halten). Sie gesteht ihrem Charakter gerade das Maß an Selbstmitleid zu, das man als Leser tolerieren kann; dem Sohn so viel Wut auf den Vater, dass es glaubwürdig ist und eine Versöhnung zwischen den beiden doch nicht unmöglich scheint. Zugleich ist Tim Wilkins ein vielschichtiger Charakter, der sich einem plumpen Urteil entzieht und dem Leser abwechselnd Mitleid, Abneigung, Ekel und Bewunderung entlockt. Stellenweise liest sich Potentes Buch wie ein Krimi - atemlos liest man weiter um zu erfahren warum die enge Freundschaft zu einem benachbarten Ehepaar vor Jahren zerbrach, oder welches Unheil den Protagonisten als nächstes befallen könnte. An die eingeworfenen Phrasen in englischer Sprache muss man sich zunächst gewöhnen, doch später möchte man sie nicht mehr missen. Sie stören den Erzählfluss nicht, sondern reihen sich stattdessen mühelos in und zwischen die Sätze ein. Insgesamt ein starkes Buch.

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  • Es bedarf nicht immer vieler Worte, doch manchmal wünscht man sich ein paar mehr.

    Allmählich wird es Tag
    HibiscusFlower

    HibiscusFlower

    26. March 2014 um 01:17

    Wenn alles um dich herum zusammenbricht, geht jeglicher Sinn im Leben verloren. So manch einer verharrt in dem Loch, in das er gefallen ist. Andere verdrängen und reden sich ein, dass es gut so ist, wie es gekommen ist. Und dann gibt es da noch Tim Wilkins, dessen vergangenen Jahre bedeutungslos an ihm vorbeigezogen sind. Sein Job ist verloren, seine Frau hat er, wie den Ring an seinem Finger, schon vor langer Zeit vergessen, sein Sohn ist erwachsen und ihm irgendwie fremd. Was bleibt ? NICHTS! Was folgt ? Verblasste Erinnerungen, eine vernachlässigte Vergangenheit, Lügen, die Erkenntnis, dass er ein mieser Vater war sowie das Verlieren zwischen Alkohol, bedeutungslosen Sex und Drogen. "Fuck it !" (hab ich mir von Frau Potente ausgeborgt) - was für ein Buch. Knapp 300 Seiten hat es genau, anderthalb Wochen habe ich dafür gebraucht. Nein, ich bin nicht unter die Langsamleser gegangen. Ich würde es eher Auf-der-Stelle-Leser nennen. Neun Tage hing ich in den ersten 25 Seiten fest. Immer wieder habe ich von vorn begonnen, in der Hoffnung, ein Gefühl für die Story zu bekommen. Es war die Grundidee des Buches, die mich zu dem Ehrgeiz bewegt hat, es erst wieder aus der Hand zu legen, wenn ich es ausgelesen habe. Die Aufmachung ist toll, das Cover wundervoll, die Story zwar trostlos, aber interessant. Jetzt kommt das Aber. Der Schreibstil ! Beim Prolog war ich noch in der Hoffnung, dass dies ein bewusst gewähltes Stilmittel ist, das sich mit dem Weiterlesen verliert. Rhetorik ist ja so eine Sache für sich. Kurz und knapp, sich nicht in lange Sätze verlierend, da bin ich voll dabei. Hauptsätze sollten im Vordergrund stehen und Nebensätze sind schön, wenn sie sich nicht zu sehr in Nebensächlichkeiten verheddern. Dennoch muss ich sagen, dass ein Nebensatz und ein paar Verben mehr sehr hilfreich beim flüssigen Lesen sein kann. Zu knapp bemessen macht es eher unmöglich, unter´m Lesen einem Flow zu unterliegen. Ignorant, gleichgültig, ein richtiges Arschloch - dies beschreibt den 49-jährigen Protagonisten Tim ziemlich genau. Menschen neigen dazu, erst verlieren zu müssen, um zu verstehen, was sie hatten. Der Verlust von Tim, seine Fehler davor, seine Fehltritte danach und seine Verlustbewältigung sind bis zur Selbstfindung absolut nachvollziehbar. "Allmählich wird es Tag" lässt mich ziemlich zwiegespalten zurück. Auf der Pro-Seite haben wir die sehr gut gestaltete Aufmachung des Buches, die zwischen den Buchdeckeln eine Handlung beherbergt, die der Gesellschaft nicht fremd ist, dennoch den Leser wie eine Art "Zugpferd" durch diese 300 Seiten zieht. Für mich ist es der Schreibstil, der die Contra-Seite ausfüllt. Es ist nicht so, dass keine Bilder beim Lesen entstehen. Der Vergleich mit einer Diashow wäre hier sehr treffend. Die Satzzeichen sind wie das Klicken zwischen den Dias. Und da es davon eine Menge gibt, entsteht kein fortlaufendes Bild. Natürlich braucht kein Mensch Sätze im Buch, bei denen man am Ende nicht mehr weiss, wie dieser begonnen hat. Jedoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass diese hier gewählte Technik, alles andere als zuträglich ist, um ein Buch gefesselt zu lesen. Daher kann ich leider nur 3 Sterne vergeben. Dies ist mein Buch zur Themen-Challenge 2014 unter dem Punkt 7 - "Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben."

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