Frans Pollux Tage der Flut

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Inhaltsangabe zu „Tage der Flut“ von Frans Pollux

»Ein großer Roman. Grausam, abgründig und bigger than life.« Metro Ein apokalyptisches Szenario: Während einer Party mit ungeliebten Kollegen muss Syris, ein dienstbeflissener Steuerfahnder der europäischen Freihandelszone, miterleben, wie eine gewaltige Sintflut binnen Minuten alles Land unter Wasser setzt. Nur in höchster Not kann er sich retten – in einem Schlauchboot, zusammen mit zwei anderen. Als er endlich einsieht, dass auf Hilfe nicht zu hoffen ist, muss er sich plötzlich der Frage stellen, was seine Rolle ist in einem Komplott von weltzerstörerischem Ausmaß. Mit leichter Hand, bitterbösem Witz und der literarischen Wucht eines Visionärs zeigt Frans Pollux die wahren Dämonen unserer Zukunft. »Wie viele Tage blieben uns noch, bevor wir einen dicken Strich unter das große menschliche Experiment ziehen konnten?«

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  • Rezension zu "Tage der Flut" von Frans Pollux

    Tage der Flut

    Jetztkochtsie

    13. June 2011 um 10:38

    Als ich die Buchdeckel heute Nacht endlich über einem beendeten "Tage der Flut" zuschlagen konnte, habe ich erstmal tief durchgeatmet und war froh, dieses Buch beendet zu haben. Nein, nicht weil es so schlecht war und ich es unbedingt hinter mir haben wollte, sondern weil es eben so gut war. So eindrücklich, so speziell, so unangenehm, so schmerzhaft. Tage der Flut ist ein Buch, das Gefühle auslöst, das einen in die Geschichte hineinsaugt und zu eigenständigem Denken und Weiterspinnen des Szenarios anhält. Dabei ist es aber auch kein leichtes Buch, es strengt den Leser durch Sprache und Aufbau an, man wischt sich den Schweiß von der Stirn und ackert sich durch die zeitweise durchaus auch mal etwas zäheren Seiten. Trotzdem ist dieses Buch eines der Besten diesen Jahres. Sprachlich ist dieses Buch ein ganz gewaltig großer Wurf, anspruchsvoll, unterschwellig witzig, böse und doch irgendwie sachlich und distanziert, wird hier von (ja von wem eigentlich jetzt genau??) Syris berichtet, der der Marktwirtschaft dient und bereit ist, fast alles für das große Ganze tun, bis ihm die moderne Sintflut irgendwie dazwischen kommt. Die Kapitel sind äußerst unorthodox zusammengewürfelt, der Zeitfluß alles andere als linear und die Geschichte an sich schon verworren genug. Obwohl ich mir gar nicht anmaßen will alles verstanden zu haben, so habe ich doch genug durchschaut um "den großen" Plan und durchaus auch das Genie des Autors dahinter zu erkennen. Ich bin mitgerissen, weggespült und paddel um mein Leben... Für Fans von Büchern der anderen Art, die sich auch auf komplizierte und keineswegs angenehme Bücher und Zukunftsvisionen einlassen wollen, sicherlich ein wichtiges Buch!

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  • Rezension zu "Tage der Flut" von Frans Pollux

    Tage der Flut

    R-E-R

    13. April 2011 um 17:35

    Wörterhölle und Sätzeparadies Frans Pollux “Tage der Flut” ist beides. Ein skurriles Werk voll verdrehter Gedanken, die sich in wohlgesetzter Rede um das lesende Auge winden. Ein sprachlich anspruchsvolles Buch dessen Sinn oder Unsinn sich allerdings nicht sofort, wenn überhaupt, erschließt. Wörterhölle und Sätzeparadies zugleich. Der Autor hätte es selber nicht treffender formulieren können. Im wesentlichen geht es um den Steuerbeamten Syris, der auf einer Fahrt in einem Boot, zusammen mit seinem ungeliebten Vorgesetzten Heino und seiner schwerverletzten Kollegin Firthe über den Sinn des Lebens im allgemeinen und den Tod seiner Frau Mariella im speziellen nachdenkt. Die beiden Männer versuchen ihre Kollegin ins nächste Krankenhaus zu bringen. Während der Geburtstagsparty von Firthe gab es ein Gewitter und ein umgestürzter Baum bohrte einen Ast durch das Badezimmerfenster direkt in den Hals der jungen Frau. Zeitgleich brach eine Sintflut über dem ganzen Ort aus und binnen weniger Minuten stand das Haus und die Straße komplett unter Wasser. Pollux Roman spielt in einer nicht genauer definierten Zeit in der Zukunft. Syris ist Beamter der Steuerfahndung. Seine Abteilung ist für die Prüfung verdächtiger Steuersachen zuständig. Eines Tages erhalten er und seine Kollegen die Anweisung über verdächtige Steuervergehen bei Firmen hinwegzusehen, dafür aber bei Privatpersonen umso genauer hinzuschauen. Sie sollen Privatpersonen beschuldigen, dann die Bücher beschlagnahmen und so manipulieren das die vorweggenommene Beschuldigung sich als stimmig erweist. Syris ist damit ziemlich erfolgreich. Einer der von ihm geprüften erschießt sich. Es ist sein Vetter Joachim. Was ich hier skizziert habe, ist im Buch nur umständlich herauszubekommen. Herausfiltern wäre das richtigere Wort. Es wird nicht klar wo die Sintflut stattfindet. Ein ländliches Gebiet in Schweden? Auch woher das Wasser kommt, wird nicht erwähnt. Die handelnden Personen bleiben ein Rätsel. Das Buch ist in kurze Abschnitte die mit Buchstaben versehen sind unterteilt. Der Buchstabe I steht beispielsweise für Syris. Das herauszufinden dauert fast fünfzig Seiten. Die anderen Personen anhand ihrer Buchstaben zu identifizieren noch länger, wenn es überhaupt gelingt. Ein netter Schmöker, wenn man seinen Verstand verwirren möchte. Wenn man den exzellent formulierten, aber ungeordneten Gedanken des Autors folgen will. Die allerdings einen ganz eigenen Charme besitzen. Syris lernt auf der besagten Party einen Forscher kennen, der zweite Sätze aus Büchern sammelt. Er fotografiert diese und setzt sie zu neuen Texten zusammen. Der nachdenklichen Diskussion Syris und des Forscher zu folgen, braucht zwar Ausdauer ist aber ein interessant. Aus zweiten Sätzen großer Bücher neues Erschaffen. Wenn man Zeit und Lust hat sich auf so was einzulassen, tolles Buch. Ansonsten Hände weg.

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