Franz-Olivier Giesbert Ein Diktator zum Dessert

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Inhaltsangabe zu „Ein Diktator zum Dessert“ von Franz-Olivier Giesbert

Rose ist eine begnadete Köchin und betreibt ein kleines Restaurant in Marseille. Sie ist 105 Jahre alt und hat das 20. Jahrhundert mit all seinen Abgründen hautnah erlebt. Deshalb hat sie vor nichts und niemandem mehr Angst. Sie glaubt an die Kraft der Liebe, des Lachens und der Vergeltung. Für den Fall, dass ihr einer blöd kommt, trägt sie deshalb immer einen Colt in der Tasche. Sie lässt sich von ihrem jugendlichen Gehilfen auf dem Motorrad durch die Stadt kutschieren, hört Patti Smith, treibt sich auf Singlebörsen im Internet herum und fühlt sich nun endlich alt genug, ihre Memoiren zu schreiben …

Ein witziges Buch, wer Sinn für schwarzen Humor hat, wird es mögen

— Campe

Ein emotionaler, historischer Roman. Sehr empfehlenswert! Emotion pur!

— bookweb

Eine Zeitreise durchs 20. Jahrhundert und eine Protagonistin die man nicht so leicht vergisst !!!

— Literaturwerkstatt-kreativ

Überraschend gut: witzig, aber auch mit Tiefgang.

— Fornika

Leider nicht mein Lesegeschmack – ich hatte aufgrund des Klappentextes etwas anderes erwartet.

— OmaInge

Komplett anders als ich es mir vom Titel & Cover vorgestellt habe. Trotzdem eine gute Idee nur fehlt es ein bisschen an Spannung

— Thesulu

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  • Ein emotionaler, historischer Roman. Sehr empfehlenswert!

    Ein Diktator zum Dessert

    bookweb

    06. June 2017 um 14:19

    Klappentext: Rose betreibt ein kleines Restaurant in Marseille. Sie ist 105 Jahre alt und hat das 20. Jahrhundert mit all seinen Facetten hautnah erlebt. Für den Fall, dass ihr jemand blöd kommt, trägt sie immer einen Colt in der Tasche. Sie lässt sich von ihrem jugendlichen Gehilfen auf dem Motorrad durch die Stadt kutschieren, hört Patti Smith, treibt sich auf Singlebörsen herum und fühlt sich nun alt genug, ihre Memoiren zu schreiben...Inhalt: Rose, die Hauptfigur der Geschichte, geboren am 18. Juli 1907 als Armenierin im Osmanischen Reich. Ihr Geburtsort liegt am schwarzen Meer. Sie ist 105 Jahre alt, eine hervorragend Köchin und lebt mittlerweile in Marseille. Obwohl sie in ihrem Leben viele schreckliche Dinge durchlaufen musste und einiges verloren hat, ist sie lebenslustig geblieben und steht zu ihrer Persönlichkeit, so wie sie ist.  Sie selbst sagt, dass sie im falschen Jahrhundert geboren wurde, in dem Jahrhundert in dem auch Hitler, Stalin und Mao Zedong lebten und die Menschheit heimsuchten. Schon früh musste Rose lernen auf eigenen Beinen zu stehen und mit Leid umzugehen. Als einzige ihrer Familie überlebte Sie den Völkermord an der Armeniern und gelangte auch über fragwürdige Wege, die sie nicht unbedingt freiwillig ging, schließlich nach Frankreich. Nach ihrem Weg durch einen Harem und die Reise mit einem dicken "Liebhaber" landet Rose schließlich als Adoptivtochter bei einer Bauernfamilie, die alle ihre vier Söhne im Krieg verloren hat. Jetzt ist alles gut sollte man glauben. Kurz vor Roses Abitur sterben ihre Adoptiveltern und ihr Vormund wird der Cousin ihres Adoptivvaters. Die Zeit der Demütigungen beginnt erneut. Rose muss die Schule abbrechen und in der Scheune schlafen. Trotz allem findet Rose ihre große Liebe mit der sie "ausbüxt". Eine Reise quer durch Frankreich beginnt. Doch die Zeit des Leidens ist noch lange nicht vorbei. Seit 1926 hat die Protagonistin ihr eigenes Restaurant. Zuerst in Paris, dann in Marseille. Neben ihrer Lebensgeschichte erzählt Rose in ihren "Memoiren" auch von ihrem heutigen Leben. Sie ist eine erfolgreiche Köchin in Marseille, führt ihr eigenes Restaurant (das "La petitte Provence") und treibt sich auf Dating-Webseiten im Internet herum. Die Lebensgeschichte ist von einem auf und ab geprägt. Rache ist für Rose die einzige wirkliche Gerechtigkeit.Meine Meinung: Rose geht mit dem Geist der Zeit und das auf eine äußerst spritzige Weise mit viel Humor aber auch einiges an Ernsthaftigkeit. Eine absolute Leseempfehlung. Ich war nach wenigen Seiten an das Buch gefesselt und konnte es nicht mehr weglegen. Aber einiges an geschichtlichem Interesse ist schon nötig um das Buch mit Freude lesen zu können. An manchen Passagen wirkt es etwas langatmig und umständlich, aber dennoch sehr spannend. Ist aber durchweg anschaulich und gefühlsbetont. Die Handlungen der Personen (vor allem Rose) sind sehr gut nachvollziehbar, da sowohl die äußere Handlung als auch dass innere Geschehen der Charaktere schön und einfühlsam ausgeführt wird.  Die historische Tiefgründigkeit und die sprachliche Gewandtheit des Autors ist absolut bewundernswert. Die Rezepte im Anhang des Buches habe ich zwar noch nicht ausprobiert, sie klingen aber sehr vielversprechend und werden auch bald mal auf den Tisch kommen. 4 von 5 Sternen Informationen zum Buch: Das mir vorliegende Buch ist ein Rezensionsexemplar, das ich über das Bloggerportal der "Randomhouse-Verlagsgruppe" erhalten habe. Vielen Dank ;) Titel: Ein Diktator zum Dessert Autor: Franz-Oliver Giesbert Seitenzahl: 314 Seiten (+21 Seiten Anhang) Verlag: Penguin Verlag Jahr der Erstveröffentlichung: 2016

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  • Eine sehr lehrreiche Geschichte

    Ein Diktator zum Dessert

    Clasunde

    12. May 2017 um 19:06

    Titel: Ein Diktator zum Dessert Autor: Franz-Oliver Giesbert Seitenanzahl: 336 Genre: Roman Preis: 10,00 Euro Verlag: Penguin Verlag Inhalt: Rose betreibt ein kleines Restaurant in Marseille. Sie ist 105 Jahre alt und hat das 20. Jahrhundert mit all seinen Facetten hautnah erlebt. Für den Fall, dass ihr jemand blöd kommt, trägt sie immer einen Colt in der Tasche. Sie lässt sich von ihrem jugendlichen Gehilfen auf dem Motorrad durch die Stadt kutschieren, hört Patti Smith, treibt sich auf Singlebörsen herum und fühlt sich nun alt genug, ihre Memoiren zu schreiben. Autor: Franz-Oliver Giesbert, 1949 in Wilmington geboren, lebt seit seinem dritten Lebensjahr in Frankreich. Er arbeitete zunächst im Feuilleton von Paris-Normandie, bis er sich 1971 mit dem Wechsel zum Nouvelle Observateur dem politischen Journalismus zuwendete. Ab 1998 war er Chefredakteur von Le Figaro, ab 2000 von Le Point. Außerdem moderiert er Romane und Biografien, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde und die in viele Weltsprachen übersetzt wurden. Cover: Das Cover ist schlicht gehalten. Es ist ein roter Krebs zu sehen. Zur Geschichte passt dieses schlichte Cover. Kapitel: Die Kapitel wurden in Abschnitte eingeteilt. Jedes Kapitel hatte daher eine passende Überschirft. Dazu fand man noch Jahreszeiten und die Orte, wo sich der Teil der Geschichte befindet. Ich fand es echt gut gelnungen. Schreibstil: Der Schreibstil machte das Buch echt zu einem Lesebuch. Es war einfach und nachvollziehbar, Meinung: Kiregszeiten sind echt schwere Zeiten damals gewesen. Dieses Buch hat einem das Thema nochmal mit hineingezogen. Ich finde solche Geschichten, wenn einer seine Lebensgeschichte, vor allem so eine Schlimme erzählt, einfach nur klasse. Das Buch hat mich echt mit ins Thema gezogen und ich hab auch noch viel gelernt. Ich fand einfach Rose ist eine tolle Frau. Ich hab sie von Anfang an gemacht. Da die Kapitel immer unterschiedlich waren, war das Buch echt sehr gut zum Lesen. Die Sprünge fand ich nicht zu übertrieben, denn es gab Abwechslung. Für mich ist das Buch echt ein Buch was man lesen sollte. Es hat mir sehr gefallen und bekommt daher 5 von 5 Sternen

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  • „Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts“

    Ein Diktator zum Dessert

    Literaturwerkstatt-kreativ

    30. April 2017 um 23:03

    „Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert "Ein Diktator zum Dessert"  von Franz-Olivier Giesbert Rose ist eine außergewöhnliche Protagonistin, die sich noch im hohen Alter auf Dating-Plattformen im Internet herumstrolcht, für ihr Leben gerne Patti Smith hört, dreißig Jahre lang einen Salamander mit sich herum trägt und immer einen Colt griffbereit in ihrer Handtasche trägt. Sie wird am 18. Juli 1907 als Armenierin am Schwarzen Meer geboren. Ihre Eltern geben ihr den Namen Rouzane. Die ersten acht Jahre verbringt sie eine glücklich Kindheit. Während des Türkischen Genozid an den Armeniern verliert sie ihre ganze Familie und überlebt als Einzige. Sie wird jedoch aufgegriffen und als Sklavin in einem Kinderharem gefangengehalten. Dort wird ihr Name in Rose geändert. Sie wird an einen Kunden des Harems verliehen der sie mit nach Marseille nimmt. Dort gelingt ihr zwar die Flucht, wird aber von einer Verbrecherbande gezwungen als Bettlerin und Müllsammlerin zu arbeiten. Aber auch aus dieser misslichen Lage kann sie sich befreien und wird von einer Bauernfamilie in der Provence aufgenommen und schließlich adoptiert. Dort verbringt sie glückliche Jahr, geht zur Schule, lernt Kochen und auch ihre große Liebe und späteren Ehemann Gabriel kennen. Mit ihm geht sie nach Paris und eröffnet dort 1926 ihr erstes Restaurant "La Petite Provence". Rose und Gabriel bekommen zwei Kinder und führen eine Zeitlang ein sehr glückliches Leben. Umstände führen dazu dass Gabriel als Jude gebrandmarkt und während des 2. Weltkrieges mit den beiden Kindern deportiert wird. Rose versucht über Heinrich Himmler, der zufällig in ihrem Restaurant zu Abend isst, heraus zu bekommen, wo ihre Familie sich befindet. Himmler nimmt Rose mit nach Deutschland und sie wird seine Köchin. Nach dem zweiten Weltkrieg ist ihre abenteuerliche Reise aber noch lange nicht zu Ende. Sie lebt eine Zeitlang in Amerika, dann in China bis sie schließlich nach Frankreich zurückkehrt und mit 105 Jahren dort ihre Memoiren verfasst.Fazit: Diese Buch ist eine Zeitreise durch das 20 Jahrhundert. Ich habe vorher noch keinen Roman gelesen, der den Genozid an den Armeniern so anschaulich darstellt. Die eigenen Geschichtskenntnisse – insbesondere die Problematik des Genozids an den Armeniern - wird einem in diesem Buch sehr nahe gebracht. Wir durchleben mit Rose ihr sehr ereignisreiches und bewegendes, dramatisches Leben, das doch überwiegend düster und zerstörend war. Und doch, - trotz alledem bleibt Rose mit ihrem unbändigen und intensiven Lebenswillen immer optimistisch, lebensbejahend und humorvoll. „Ich kann Menschen nicht ausstehen, die sich ständig beklagen. Die ganze Welt tut nichts anderes. Deshalb habe ich ein Problem mit den Menschen“. Besonders hat mir gefallen, dass Rose nicht in eine Opferrolle verfällt, wie es so oft in manch anderen Büchern zu lesen ist. Rose nimmt ihr Leben selber in die Hand, sie rächt sich an denen die ihr Unheil zugefügt haben und hat doch immer wieder den Mut und die Kraft von vorne zu beginnen. „Bis zu meinem letzten Atemzug und sogar darüber hinaus werde ich an die Macht der Liebe, des Lachens und der Rache glauben.“ Das Buch ist gespickt mit wunderbaren Lebensweisheiten, die einen Nachdenklich machen. Der Autor hat einen sehr Facettenreichen Roman geschrieben – literarisch, intensiv, bodenständig, humorvoll, nachdenklich. Franz-Olivier Giesbert will seine Leser nicht schonen. Er will keinen Mainstream bedienen. Trotz aller bedrückenden Ereignisse fängt er einen durch Roses immensen Lebenswillen immer wieder auf, sodass kein schlechtes Gefühl zurück bleibt . Eine gelungene Idee sind auch die Kochrezepte die im Anhang aufgeführt sind, sowie das Glossar, das nicht so bekannte Begriffe erklärt. Das Cover selbst war für mich jetzt nicht der Hingucker und auch nicht besonders aussagekräftig. Angesprochen hat mich da schon eher der ausgefallene Titel. Das hat mich dann auch dazu animiert, den Klappentext zu lesen und hat letztendlich meine meine Leselust geweckt. Ich kann für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Offenheit für eine sehr skurrile Protagonistin mit einem sehr ausgefallenes Leben ist jedoch Voraussetzung !!!  Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • Leider nicht mein Lesegeschmack

    Ein Diktator zum Dessert

    OmaInge

    29. December 2016 um 19:59

    Rose wurde als Armenierin geboren und hat als einzige ihrer Familie den Genozid überlebt. Jetzt ist sie 105 Jahre alt, eine nach wie vor leidenschaftliche Köchin und schreibt ihre Memoiren. Mein Leseeindruck: Die Lebensgeschichte der Rose mit vielen schrecklichen Erlebnissen passt für mich so gar nicht zu dem schon fast flapsigem Schreibstil. Rose, die als einzige ihrer Familie den armenischen Genozid überlebt, hat kein leichtes Leben. Sie wird schon als junges Mädchen sexuell missbraucht. Im Laufe der Geschichte wird aus dem bemitleidenswertem Kind eine junge Frau die durch Sex versucht ihr Leben zu meistern. Gerade diese vielen Sexgeschichten störten mich im Laufe der Geschichte immer mehr. Aber es ist durchaus keine Erotik die hier geschildert wird, sondern das tägliche Leben einer liebestolle Frau. Es ist eine Handlung ohne Tiefe und mit oberflächlichen Protagonisten. Die Freude am Lesen ist mir immer mehr abhanden gekommen, leider. Was mir gefallen hat ist die Einbindung der Geschichte eines Jahrhunderts, bzw. die der Diktatoren, die Rose's Leben kreuzen. Die Jahreszahlen am Anfang der Kapiteln hat mir das sehr geholfen mich zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu orientieren. Der flüssige Schreibstil und die angenehme Schriftgröße haben mir ebenso gefallen. Das Cover war für mich der Grund zu diesem Buch zu greifen. Leider kommt das Thema Kochen etwas zu kurz. Mein Fazit: Leider nicht mein Lesegeschmack – ich hatte aufgrund des Klappentextes etwas anderes erwartet.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Ein Diktator zum Dessert

    Ein Diktator zum Dessert

    schokoloko29

    04. June 2016 um 10:11

    Rose ist fast 105 Jahre alt und fängt an ihre Memoiren zu schreiben. Sie hat den Genozid der Amenier in der Türkei überlebt und kommt viel Umwege nach Frankreich. Dort verliebt sie sich in Gabriel, der beruflich Schafe und andere Haustiere kastriert. Im Wirren des Nationalsozialismus wird Gabriel bezichtigt Jude zu sein. Sie verliert dadurch ihre zwei Kinder und ihren Ehemann, da diese durch die Nazis umgekommen sind. Sie verübt Rache an einen Mann, der daran beteiligt war. Bei dem Mord wird sie überrascht und flüchtet nach Amerika. Nach dem Tod ihres zweiten Mannes, erhält sie eine Einladung von Sartre und de Beauvoir eine Reise nach China zu machen. Diese Einladung nimmt sie an und verliebt sich dort in einen Chinesen Liu. Sie bleibt in China und heiratet später diesen Mann. Durch die Kulturrevolution wird ihr Mann ermordet und sie flüchtet wieder zurück nach Frankreich.....Eigene Meinung:Ich hatte das Buch aufgrund der Inhaltsangabe und der positiven Rückmeldungen gekauft und hatte eine hohe Erwartungshaltund vom Buch. Es gibt Teile, die mir sehr gut gefallen habe und Anteile, die mir nicht so gut gefallen haben.Posiitv war für mich, dass der Autor sehr viel Hintergrundwissen im Buch aufweist, bezüglich den Genozid der Armenier, die ethischen Säuberungen in Frankreich, über Sartre, Hitler, Himmler, die Lebensborn- Heime, China und die Kulturrevolution etc.Der Schreibstil war leicht und locker und ich fand mich schnell in dieses Buch ein. Auch dass das Buch sehr positiv geschrieben wurde und die Protagonistin sehr sympatisch rüber gekommen ist.Negativ war für mich die geschichtlichen Verwicklungen der Protagonistin. Auch dass die Nazis ihre Kinder und ihren Ehemann ermordet haben, war für Rose anscheinend nie so belastend. Sie hat weiterhin ein sexuelle Beziehung zu Himmler aufrecht erhalten. Ich konnte nur das Buch genießen, wenn ich die Logik und das Großhirn ausgeschaltet habe.Doch insgesamt überwiegt für mich das Positive, so dass ich 3,5 aufgerundet 4 Sterne gebe.

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  • Ein Diktator zum Dessert

    Ein Diktator zum Dessert

    Claudia-Marina

    09. January 2016 um 16:05

    "Die Geschichte ist eine Sauerei. Sie hat mir alles genommen. [...] Ich kann diese absurde Ehrfurcht nicht verstehen, die ihr die Menschen seit jeher entgegenbringen." Eine 105-jährige Protagonistin ist an sich schon ziemlich ungewöhnlich - wenn auch seit Jonas Jonassons Roman um einen umtriebigen Jahrhundertalten nicht mehr unmöglich - aber diese hier, mit Namen Rose, ist noch mal ein ganz anderes Kaliber. Rose betreibt ein kleines Restaurant in Marseille, bedroht uneinsichtige Kriminelle auch mal mit der eigenen Waffe und hat in ihrem zarten Alter beschlossen, dass sie nun nicht mehr zu jung ist, um ihre Memoiren niederzuschreiben. Was beim ersten Lesen recht lustig klingt, ist es nicht wirklich, denn Roses Lebensgeschichte ist geprägt von all den Abscheulichkeiten, die das zwanzigste Jahrhundert zum Jahrhundert der Mörder gemacht haben. Als gebürtige Armenierin erlebt sie den Genozid an Landsleuten und Familie; sie erlebt die Schrecken des Nationalsozialismus und des Maoismus. Sie erlebt Tod und Vertreibung, aber auch Liebe und Geborgenheit. All dies kann man in einer Rezension gar nicht erwähnen - 105 Jahre sind immerhin eine lange Zeit - es würde den Rahmen sprengen und zu viel vorweg nehmen. Darum nur so viel: Sie überlebt. Und sie liebt und lebt noch immer, auch wenn Vergeltung für sie kein Fremdwort ist. Vielleicht lebt sie auch gerade deswegen so gut und lange. Weiterlesen

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  • Franz-Olivier Giesbert - Ein Diktator zum Dessert

    Ein Diktator zum Dessert

    miss_mesmerized

    04. October 2015 um 21:05

    Mit 105 Jahren hat man so einiges erlebt und Rose möchte ihr abenteuerliches Leben niederschreiben. Von der Geburt in der Türkei, der Vertreibung ihres Volkes dort, Jahres als Sklavin und Dienstmagd, Jahren voller Glück und Zufriedenheit bis hin zur Zeit der Naziherrschaft, als sie, die begnadete Köchin, die Gunst Himmlers erhielt und dieser sie gar nach Berlin lockte. Nie hat sie ihre Unabhängigkeit verloren und wenn das formale Recht mal nicht auf ihrer Seite war, musste sie eben zur Selbstjustiz greifen, um das Gleichgewischt auf der Welt wieder herzustellen. Das Buch ist in seiner Handlung natürlich völlig abstrus und die Protagonistin herrlich überzeichnet. Ihre trockene, ironisch-bissige Erzählweise lässt einem beim Lesen Schmunzeln, auch wenn einem gerade der Schlag trifft, bei dem, was sie erzählt. Der unterhaltsame Plauderton, zwischen naiv und resolut gekonnt changierend, macht das Buch zu einer wirklich unterhaltsamen Lektüre, die man nicht wirklich ernst nimmt. Hier – und die Parallele trifft auch auf die historischen Elemente zu – erinnert es mich bisweilen stark an Jonas Jonassons Hunderjährigen, der ebenfalls weit gereist war und so manche große historische Persönlichkeit getroffen und beeinflusst hat. Erwähnenswert bei all der Leichtigkeit und begrenzten Ernsthaftigkeit, mit der die Hauptfiguren des Naziregimes in diesem Buch auftauchen, ist der Anhang, der zahlreiche Lektürehinweise bietet und ein kurzes Glossar zu den erwähnten historischen Personen. Damit gelingt dem Autor für mein Empfinden der Spagat zwischen humorvoller Betrachtung der historischen Realität und angemessener Würdigung der Fakten.

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  • Ein Diktator zum Dessert

    Ein Diktator zum Dessert

    littleowl

    28. June 2015 um 12:22

    Worum geht’s? Kurz vor ihrem 105. Geburtstag schreibt die Köchin Rose ihre Memoiren und blickt auf ihr bewegtes Leben zurück. Als Kind überlebt sie nur knapp den Völkermord an den Armeniern und ist von da an ganz allein auf der Welt. Sie gründet selbst eine Familie, verliert sie wieder, bekocht Helden und Diktatoren, sieht Regime aufsteigen und untergehen und findet auf dem Weg gleich mehrmals die große Liebe. Manch einer würde bei so viel Leid die Lust am Leben verlieren, aber Rose lässt sich von nichts und niemandem unterkriegen und wagt immer wieder einen Neuanfang. Die Köchin hat genug Schreckliches gesehen, um sich von niemandem mehr auf der Nase herumtanzen zu lassen. Auch mit über hundert Jahren lehrt sie noch Taschendiebe das Fürchten, treibt sich auf Datingportalen herum und hört Patti Smith. Meine Meinung Auf diesen Roman bin ich vor allem wegen des genialen Titels aufmerksam geworden. Und auch der Klappentext hat mich dann sofort angesprochen. Eine Frau, die hautnah dabei gewesen ist, lässt das 20. Jahrhundert Revue passieren. Auf jeden Fall war es eine der lustigsten Geschichtsstunden, die ich je hatte. Rose erzählt ihre Geschichte in einem herrlich frivolen und oft ironischen Tonfall, aus dem viel Lebenserfahrung spricht. Das wirklich Besondere an diesem Roman ist, wie der Autor mit historischen Persönlichkeiten umgeht. Ohne die Distanz und Sachlichkeit, die man aus Geschichtsbüchern kennt, werden die großen Namen des 20. Jahrhunderts wie Allerweltsmenschen behandelt. Heinrich Himmler schwärmt für unsere Protagonistin Rose, Hitler hat furchtbaren Mundgeruch und an Sartre lässt die Köchin kaum ein gutes Haar, obwohl sie mit Simone de Beauvoir befreundet ist. Die Respektlosigkeit und politische Unkorrektheit hat definitiv ihren Reiz, aber manchmal wirkte das Ganze auf mich auch einfach nur gewollt provokativ. Außerdem lebt der Roman im Grunde mehr von seiner Schockwirkung und dem Glanz großer Namen als dass er wirklich eine Geschichte erzählt. Rose hat in ihrem Leben zwar viel erlebt, aber ein zusammenhängender Spannungsbogen hat mir irgendwie gefehlt. Die Handlung in der Gegenwart war am Anfang noch spannend und mysteriös, die Auflösung fand ich dann jedoch enttäuschend. Rose ist eine einzigartige und extrem ungewöhnliche Protagonistin. Sie ist ziemlich opportunistisch und hat ihre ganz eigene Vorstellung von Gerechtigkeit, aber gleichzeitig versprüht sie Lebensfreude und ist immer bereit, sich auf ein neues Abenteuer einzulassen. Ich habe mich beim Lesen jedoch öfters gefragt, warum die schrecklichen Ereignisse in ihrer Kindheit keine tieferen Spuren hinterlassen haben. Ich war beim Lesen schon ziemlich schockiert, als sie sexuelle Nötigung in einem Tonfall beschreibt als ginge es um einen Spaziergang im Park. Ich finde es gut, dass der Völkermord an den Armeniern thematisiert wird, aber das Verhalten von Roses „Rettern“ wird dafür zu sehr verharmlost.  Fazit Eine außergewöhnliche Protagonistin erzählt aus ihrem Leben und macht dabei aus den großen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts Menschen wie du und ich. Das hat seinen Reiz, reicht aber noch nicht für einen guten Roman.

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  • Ein Diktator zum Dessert, rezensiert von Henriette Kreimeyer

    Ein Diktator zum Dessert

    Splashbooks

    26. June 2015 um 08:54

    Wenn man, wie Rose, ein ganzes Jahrhundert erlebt hat, kann man die ein oder andere Geschichte erzählen. Genau das tut diese fiktive 105jährige Köchin in dem Roman von Franz-Olivier Giesbert. Sie erzählt ihre Wahrnehmung und wie sie es geschafft hat zu überleben. Vom Völkermord der Armenier, bei dem ihre Geschwister und Eltern sterben, das systematische Töten der Juden im dritten Reich, bei der unter anderem ihr erster Mann und ihre Kinder starben und der Mao-Regierung ihn China, der ihr dritter Mann zum Opfer fiel. Der Autor wurde am 18.Januar 1949 in den USA geboren und lebt seit seinem dritten Lebensjahr in Frankreich. Dort arbeitet er als Journalist und ist Chefredakteur des Wochenmagazin "le point" (ähnlich dem amerikanischen "Time magazine"). Seit 1977 schreibt er regelmäßig Romane und Biographien, für die er bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Das Buch ist sehr leicht und flüssig zu lesen und imponiert durch seine wunderschöne, bildhafte Sprache, welche an manchen Stellen leider etwas vulgär wird. Durch seine Worte schafft es der Autor auf jeden Fall den Leser für die französische, vor allem die provenzalische Küche zu begeistern. Ein Highlight sind die Rezepte, welche als Anhang abgedruckt wurden. Außerdem beschreibt der Roman eine bejahende Aussage für das Leben. Gleich am Anfang wird deutlich, dass die Hauptperson vor allem die positiven Seiten sieht und nicht die dunklen. Nach Ansicht von Rose trägt diese Ansicht sehr zu ihrem Überlebenstrieb bei. Der Hauptcharakter Rose ist ehrlich, menschlich und unnahbar. Dabei wird sie dem Leser nicht wirklich sympathisch. Sie handelt streng nach ihren eigenen Prinzipien und ist von einem unstillbaren Lebenswillen geprägt, der sie über die schrecklichsten Geschehnisse hinwegkommen lässt. Dadurch wirkt sie oft etwas gefühlslos, auch wenn der Autor beschreibt, dass sie tagelang weint. Schon als sie als 8jährige, nach der Ermordung ihrer Familie, regelmäßig missbraucht wird, scheint sie keine großen psychischen Probleme davon zu tragen. Der Leser verliert daraufhin die Verbindung zur Protagonistin. Diese wirkt wie eine Reporterin, die häufig weder ihr eigenes Verhalten noch das der anderen wertet.-Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/22044/ein_diktator_zum_dessert

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  • Ein Diktator zum Dessert – wer vernascht wen?

    Ein Diktator zum Dessert

    8ung

    13. June 2015 um 20:14

    Die 105-jährige Rose schreibt ihre Memoiren, die fast hundert Jahre umfassen. Damit sind die großen politischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts abgedeckt, an denen Rose fleißig mitgemischt hat. Roses Erinnerung beginnt mit dem Armenienkrieg 1914 Als einzige ihrer Familie überlebt sie den Krieg als Vollwaise. Sie streift das Gaunermillieu im Marseille der Zwanziger Jahre, beschäftigt sich ... Rezension weiterlesen im Kulturmagazin 8ung.info

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  • Ein Diktator zum Dessert - vielversprechende Hymne auf das Leben & Ueberleben

    Ein Diktator zum Dessert

    naninka

    13. June 2015 um 09:52

    Rose ist 105 Jahre alt und hat ihren Humor trotz der vielen erlittenen Schicksalsschläge nicht verloren. Sie ist leidenschaftliche Köchin und hat vieles erlebt im Leben. Sie ist Armenierin und ist als junges Mädchen vor dem Genozid geflohen. Nun schreibt sie ihre Memoiren und erzählt von einem ganzen Jahrhundert. Dieses Buch verspricht ein leichtfüssiges Lesevergnügen mit Tiefsinn zu sein; man freut sich richtig über das schöne Cover, die flüssige Sprache, den Galgenhumor von Rose, die vielen Abenteuer gewürzt mit ihren seltsamen Liebesaffären und die vielen geschichtlichen Ereignisse. Leider hält dieses Buch sein anfängliches Versprechen so gar nicht ein. Die schlimmen Ereignisse, die Rose durchleben muss und die leichtfüssige, nonchalante Sprache passen so gar nicht zusammen. Auch hat Rose so gar nichts orientalisches an sich. Das Buch kommt oberflächlich daher, da weder die geschichtlichen Ereignisse noch das Innenleben von Rose vertieft werden. Auch ihre Kochkünste werden kaum beschrieben. Es ist so gar keine Geschichte, in die man eintauchen kann. Ich habe mich durchs Buch geschleppt und verstehe die vielen guten Kritiken so gar nicht. Auch den Vergleich mit "dem Hundertjährigen" erschliesst sich für mich so gar nicht. Das einzige, was mich dann doch immer wieder amüsiert und zum weiterlesen animiert hat, waren die vielen kleinen politisch super-unkorrekten Passagen. Die kleinen Seitenhiebe unter der Gürtellinie wie z.B. die Blähungen von Hitler und Co. bis hin zur Beschreibung von Sartre waren dann doch sehr lustig. Fazit: Ein Buch auf das ich mich sehr gefreut habe, das jedoch so ganz und gar nicht meine Erwartungen und Vorfreude erfüllt hat. Das Buch kommt als Hymne auf das Leben und Überleben daher, was eigentlich schön wäre, doch weder die Handlung noch Charaktere sind authentisch. Einziger kleiner Aufheller waren die kleinen politisch unkorrekten Passagen, die sehr lustig waren.

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  • Leserunde zu "Ein Diktator zum Dessert" von Franz-Olivier Giesbert

    Ein Diktator zum Dessert

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    Ein gut gewürztes Jahrhundert Rose, schräge Heldin von "Ein Diktator zum Dessert", dem neuesten Roman des preisgekrönten französischen Schriftstellers Franz-Olivier Giesbert, ist eine ehrwürdige 100-jährige Dame mit einem urwüchsigen Talent zum Kochen und hat viel zu erzählen. Während ihres langen Lebens hat sie allerlei Abenteuer erlebt, vor allem aus kulinarischer Sicht. Habt ihr Lust, zusammen mit Rose das 20. Jahrhundert Revue passieren zu lassen? Zum Inhalt Rose ist 105 Jahre alt, eine begnadete Köchin mit einem kleinen Restaurant in Marseille. Sie hat den Genozid an den Armeniern, die Schrecken der Nazizeit und die Auswüchse des Maoismus erlebt. Deshalb hat sie vor nichts und niemandem mehr Angst. Für den Fall, dass ihr jemand blöd kommt, trägt sie immer einen Colt in der Tasche. Sie lässt sich von Mamadou, ihrem jugendlichen Gehilfen im Restaurant, auf dem Motorrad durch Marseille kutschieren, hört Patti Smith, treibt sich im Internet auf Singlebörsen herum und denkt auch im biblischen Alter immer nur an das Eine. Und sie meint, dass sie nun alt genug ist, ihre Memoiren zu schreiben: Um das Leben zu feiern und die Weltgeschichte das Fürchten zu lehren. Leseprobe Zum Autor Franz-Olivier Giesbert, 1949 in Wilmington (USA) geboren, lebt seit seinem dritten Lebensjahr in Frankreich. Nach der Ausbildung zum Journalisten arbeitete er zunächst im Feuilleton von Paris-Normandie, bis er sich 1971 mit dem Nouvelle Observateur dem politischen Journalismus zuwandte. Ab 1998 war er Chefredakteur von Le Figaro, ab 2000 von Le Point. Außerdem moderiert er literarische Sendungen im Fernsehen. Seit 1977 schreibt er Romane und Biografien, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde und die in viele Weltsprachen übersetzt wurden. Zusammen mit carl's books verlosen wir 25 Exemplare von "Ein Diktator zum Dessert" unter allen, die Rose und ihre Memoiren unbedingt kennenlernen möchten. Wenn ihr diesen Roman im Rahmen einer Leserunde lesen, euch darüber austauschen und am Ende eine Rezension schreiben möchtet, dann bewerbt euch* bitte bis zum 22.03., indem ihr auf folgende Frage antwortet: Mit ihren 105 Jahren hat Rose schon sehr viel erlebt. Wichtige Ereignisse des 20. Jahrhunderts haben ihr Leben geprägt. Welches ist für euch das wichtigste, beeindruckendste, unvergesslichste Ereignis des 20. Jahrhunderts? Auf eure Antworten freue ich mich! Ich wünsche euch viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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  • Ein bewegtes Leben mit hohem Unterhaltungsfaktor

    Ein Diktator zum Dessert

    Deengla

    27. May 2015 um 21:10

    Kurzmeinung Tolle Unterhaltung, faszinierende Lebensgeschichte und gleichzeitig eine Geschichte des letzten Jahrhunderts. Empfehlenswert! Inhalt 105 Jahre alt ist Rose, die Erzählerin der Geschichte. Und Rose kann so einiges erzählen. Ihre Erzählung beginnt mit dem Genozid in Armenien und wie dieser dafür gesorgt hat, dass es sie nach Frankreich verschlagen hat. Ich möchte nicht zuviel vom Inhalt verraten, aber Essen bzw. Kochen spielt eine große Rolle im Leben von Rose und sie wird auch mit einigen wichtigen Figuren (bzw. Diktatoren) der Geschichte in Berührung kommen, wie der Titel ja bereits verrät. Meine ausführlichere Meinung Der Einstieg hat mich schwer begeistert. Sofort war ich in der Geschichte drin und habe mit der jungen Rose mitgefiebert. Der Schreibstil fesselt und ist sehr bildhaft. Besonders geschickt finde ich es, wie historische Fakten in diese fiktive Lebensgeschichte eingewoben werden und man so auch einen hohen Lernfaktor hat - zumindest mir ging es so. Dies geschah aber wirklich nebenbei, war genau richtig dosiert und auch jeweils passend. Dafür von mir ein großes Lob! Allerdings: Rose ist keine einfache Figur und ich kann es nachvollziehen, wenn man als Leser Probleme mit ihr bzw. ihrem Verhalten hat. Zwar finde ich es bewundernswert, wie konsequent sie alles durchzieht und an ihrer eigenen Meinung festhält, jedoch handelt sie oft moralisch verwerflich. Das Thema Rache spielt eine extrem große Rolle. Für mich in sich schlüssig, ich kann das auch so hinnehmen, kann aber wie gesagt verstehen, wenn andere Leute mit Rose als Protagonistin Schwierigkeiten haben. Das Highlight war für mich definitiv grob die erste große Hälfte des Buches. Hier war Roses Leben von vielen schweren Schicksalsschlägen geprägt, dennoch hat sie sich immer wieder aufgerappelt und weitergemacht. Hier fand ich auch alles noch in sich stimmig und unterhaltsam. Im letzten Teil des Buches änderte es sich leider und nach einem wirklich starken Anfang fiel es für mich nun ein wenig ab. Hier wurde es für mich zu unrealistisch, zu gedrängt; kurz: zu viel Informationen auf zu wenig Seiten, das Lesevergnügen blieb ein wenig auf der Strecke. Fazit Wer gerne außergewöhnliche Lebengeschichten und außergewöhnliche Figuren mag, der liegt bei diesem Buch richtig. Historische Fakten, manche sehr bekannt, manche weniger, sind geschickt in die Lebensgeschichte der 105-jährigen Rose eingearbeitet. Nach einem starken Anfang war mir das Ende jedoch zu gehetzt und die geschilderten Erlebnisse in dieser Hülle und Fülle doch etwas zu viel des Guten. Alles in allem aber definitiv ein Buch, das sich zu lesen lohnt.

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