Der Appell von Jesus an die Welt

von Franz Alt 
2,5 Sterne bei2 Bewertungen
Der Appell von Jesus an die Welt
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Ist das Jesus' oder Alts Meinung? Darüber ließe sich vortrefflich streiten.

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Inhaltsangabe zu "Der Appell von Jesus an die Welt"

Krieg und Terror beherrschen den politischen Alltag, große Teile der Menschheit leben in Armut, und die Zerstörung der Natur schreitet unaufhaltsam voran. Die Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen, scheint dringlicher denn je. Was würde Jesus von Nazareth heute sagen? In einem fiktiven Gespräch befragt Franz Alt Jesus zu den wichtigsten Themen unserer Zeit. Ein eindrucksvoller Appell für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung unserer Schöpfung.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783710900303
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:120 Seiten
Verlag:Benevento
Erscheinungsdatum:22.02.2018

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    MissStrawberrys avatar
    MissStrawberryvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ist das Jesus' oder Alts Meinung? Darüber ließe sich vortrefflich streiten.
    Wenn Jesus heute zu einem Interview zur Verfügung stünde

    Bücher mit religiösen Inhalten sind meiner Meinung nach immer sehr schwer zu rezensieren. Sie spalten und polarisieren: die einen sind modern eingestellt, die anderen sehr konservativ. Doch immer wird Religion mehr oder weniger auch zu einem Instrument, die Menschen zu manipulieren.

    Franz Alt lässt in diesem Buch Jesus auf Fragen von heute im Heute beantworten. Einige Ansätze finde ich wirklich gut und gelungen, andere lassen mich meinen Kopf ganz heftig schütteln. Das liegt aber wohl hauptsächlich daran, dass ich meine ganz eigene Mischung gefunden habe zwischen Glaube und Wissenschaft. Dass es aber vor sehr vielen Jahren einen außergewöhnlichen Mann gab, dessen Name Jesus war und der uns bis heute mehr oder weniger beschäftigt und beeinflusst, das lässt sich kaum abstreiten. Man muss aber auch wirklich einsehen, dass sehr viele Jahre nach dessen Leben erst schriftlich festgehalten wurde, was er gesagt und getan hat. Auch besteht kein Zweifel daran, dass Sprache immer falsch interpretiert und übersetzt werden kann und dabei vieles einen anderen Sinn ergeben kann und wird.

    Insofern fällt es mir noch schwerer, hier gerecht zu werten. Die Idee des Buches gefällt mir sehr. Ein „frischer Wind“ ist auch in Sachen Religion kein Fehler. Doch habe ich ein wenig das beklemmende Gefühl, dass Herr Alt Jesus ein klein wenig für sich und seine Zwecke (seine Meinung „durchzusetzen“) missbraucht. Das gefällt mir dann doch gar nicht.

    Was also tun? Ich denke, es ist am sinnvollsten, dieses Buch jenen zu empfehlen, die ein wenig philosophisch an die Sache herangehen wollen, nicht extrem manipulierbar sind und passende Diskussionspartner haben. Wer im Glauben unsicher ist und Hilfe und An-Leitung sucht, ist, meiner Ansicht nach, hier nicht gut aufgehoben.

    Ein klein wenig „heruntergeschraubt“ ist die Aussage, dass man selbst die Welt jederzeit ein bisschen besser machen kann, jedoch sinnvoll, wahr und müsste viel öfter in Erinnerung gebracht werden. In diesem Sinne bekommt das Büchlein von mir drei Sterne.

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    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor 8 Monaten
    Franz Alt enttarnt Jesus als ÖDP-Anhänger

    Das neue Buch von Franz Alt beschäftigt sich wieder einmal mit der Frage, was wohl Jesus zu unseren heutigen Problemen zu sagen hätte. Ob es Blasphemie ist oder nicht, mag ich nicht zu entscheiden, aber wenn Herr Alt sich sicher ist, dass Jesus heute ein glühender Anhänger der alleinigen Energieerzeugung mit Solarzellen aus chinesischer Produktion wäre, dann kann man schon leicht verwirrt sein. Vielleicht muss man Jesus dahingehend entschuldigen, dass er zu Lebzeiten noch nichts von stabilen Stromnetzen und Physik im Allgemeinen wusste, was wiederum Herrn Alt bestätigen würde, der abstreitet, dass Jesus Gottes Sohn ist. Der Jesus des Herrn Alt weiß auch zu berichten, dass die Sonne „noch Brennstoff für weitere hundert Milliarden Jahre“ hätte. Wenn man keine Ahnung von Astrophysik hat, sollte man besser schweigen anstatt solchen Unsinn einem Wehrlosen in den Mund zu legen.

    Die Komik bei Herrn Alt besteht jedoch nicht nur in seinen von faktischem Wissen unbelasteten moralisierenden Belehrungen, sondern vor allem darin dass er genau das macht, was er den Theologen der letzten beiden Jahrtausende vorwirft: Er benutzt Jesus als Transportmittel für seine eigenen Überzeugungen. Der Trick ist eben zu genial: Man macht sich einfach die Autorität eines für viele Menschen Unanfechtbaren zu Nutze, um sie zu beeinflussen. Woher Alt so genau weiß, was Jesus einst tatsächlich gesagt und gemeint hat, ist nicht überliefert. Allerdings kommt hier ein zweiter Trick ins Spiel, der in Wirklichkeit mit dem ersten identisch ist. In seinen früheren Büchern benutzte Alt die (für Laien ebenso unanfechtbare) Wissenschaft, um andere davon zu überzeugen, dass Jesus nicht das gesagt hat, was in der Bibel steht, sondern das, was Alt glaubt.

    Man muss nicht sehr lange nachdenken, um zu dem simplen Schluss zu kommen, dass wir nicht wissen und auch nicht wissen können, was Jesus wirklich gesagt hat. Alles, was Jesus in der Bibel zugeschrieben wird, stammt von anderen und wurde erst Generationen nach der angeblichen Auferstehung fixiert. Folglich liest man auch erst recht nicht die Botschaften von Jesus in diesem Büchlein, sondern die persönlichen Ansichten von Franz Alt, die er Jesus in den Mund legt. Mit anderen Worten: Der ganze Text ist eine einzige selbstgerechte Anmaßung.

    Je länger man in diesem Buch liest, umso mehr enthüllen sich die oben schon beschriebene Methode Alts und ihre Verlogenheit. So lässt er Jesus sagen: "Wahrheit macht euch frei, Ideologie verblendet." Es dauert danach nicht lange bis der Altsche Jesus dem Leser das ganze Register grünlinker ideologischer Auffassungen von einer besseren Welt aufzählt. Wir sollen keine Braunkohle mehr verbrennen, endlich die Nationalstaaten abschaffen oder wenigstens teilweise entmachten, keine Steuern mehr für Rüstung zahlen (wie soll das gehen?), den Wehrdienst verweigern (ist eh inzwischen abgeschafft), Gerechtigkeit in die Welt bringen (was immer das auch bedeutet) und den Atomkern nicht spalten (Alts 11. Gebot).

    Auch mit dem Mindestlohn hat sich der erdachte Jesus auf Anfrage von Franz Alt schon intensiv befasst. In einer nicht nachvollziehbaren ökonomischen Genialität hat er ihn auf einen Dollar für die ganze Welt festgelegt. Selbstverständlich äußert sich dieser Jesus auch zu Flüchtlingen: " … sie werden aber bald in die reichen Länder drängen und sich dort holen, was ihnen zusteht." Ein paar Seiten früher ließ Alt Jesus allerdings schon verlautbaren: "Alles, was ihr besitzt, entspricht nicht eurer Leistung, es sind Geschenke zum Weiterschenken." Schon merkwürdig: Die einen haben nur etwas zu verschenken, den anderen steht etwas zu. Zusammen genommen ist das jedoch wieder entlarvend, weil Alt damit trefflich, aber wohl ungewollt den wahren Grund der Migrationsbewegungen nach Europa enthüllt: Es sind die Geschenke, die man hier abholen kann.

    Man könnte noch weiteres Material aus der ideologischen Schublade des Franz Alt anführen, das er Jesus in den Mund legt. Ehrlicher wäre es gewesen, wenn Jesus aus dem Spiel gelassen hätte, statt ihn als Marketing-Vehikel zu missbrauchen. In Abwandlung eines christlichen Gebots könnte man auch fordern: Du sollst den Namen Jesus nicht missbrauchen!

    Auch ein solches Buch hat gute Seiten. Man kann an ihm nämlich exemplarisch die Vorgehensweise grüner Ideologen erkennen. Und die geht so: Zunächst wird eine ideale Welt als anstrebenswert postuliert. Obwohl ein solcher Zustand niemals erreicht werden kann, wird in der Folge die Realität an ihm gemessen und alles mit einer hyperventilierenden Moralpose verurteilt, was dem unerreichbaren Ideal nicht entspricht. Dazu gehört selbstverständlich auch das traditionelle Erzeugen von Schuldgefühlen. Das ist nicht immer leicht zu durchschauen, besonders dann nicht, wenn die Vorgänge komplex sind.

    Doch in diesem Buch gibt es ein einfaches Beispiel, das diese Methode offenlegt. Alt fordert vehement, die Stromerzeugung komplett aus den sogenannten erneuerbaren Energien zu leisten. Das geht nur, wenn man sich auf genügend viele Wasserkraftwerke stützen kann. Alt postuliert jedoch eine ideale Welt, in der das mit Solartechnologie und Windrädern gehen soll. Wenn er nur ein wenig von Stromnetzen und Physik verstehen würde, dann wüsste er, dass so etwas auch in absehbarer Zukunft nicht möglich ist. Strom muss bislang erzeugt werden, wenn er gebraucht wird. Wer also keine Atomkraft nutzen und alle Kraftwerke abschalten will, die mit fossilen Rohstoffen arbeiten, muss erst einmal erklären, wie dann ein Wechselstromnetz funktionieren soll. Das kann weder Alt noch irgendwer anderes. Doch das kümmert diese Leute nicht. Sie leben in ihrer Traumwelt und verurteilen die Realität. Ob das im Sinne von Jesus ist, kann sehr wohl bezweifeln.

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