Franz Arneitz „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“

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Inhaltsangabe zu „„Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918““ von Franz Arneitz

Am 2. August 1914 wird der 21-jährige Kärntner Franz Arneitz zum Kriegsdienst in der k.u.k. Armee einberufen. Als einfacher Soldat wird er nun vier Jahre an der Front kämpfen, in Galizien an der Grenze zum russischen Reich und in Norditalien, u.a. an der Isonzo-Front. Akribisch führt Franz Arneitz Tagebuch und notiert in einfacher und sehr eindringlicher Sprache alles, was ihm in dieser Zeit widerfährt. Es sind schreckliche Geschichten, die er zu erzählen hat. Er berichtet von Gräueltaten der k.u.k. Armee, von sadistischen Offizieren, grauenvollen Verwundungen und elend sterbenden Kameraden, von Angst, Verzweiflung und Tod. Illustriert mit Fotografien und handschriftlichen Dokumenten berichtet dieses Buch authentisch und unverfälscht von den Schrecken des Krieges. Ein einleitendes Kapitel des Historikers Andreas Kuchler, dessen Vater dieses Tagebuch in die Hand bekam, bettet die Schilderung in den zeithistorischen Kontext ein.

Ein interessantes, unverfälschtes Zeitzeugnis für geschichtsinteressierte Leser.

— Mauela
Mauela

Großartige Dokumentation eines Zeitzeugen

— Yoyomaus
Yoyomaus

Authentisches Zeitzeugnis über die Kriegsjahre 1914-1918 und eine Mahnung an zukünftige Generationen

— camilla1303
camilla1303

Ein außergewöhnliches Zeitdokument, das betroffen macht und erschüttert.

— rewareni
rewareni

Ein lesenswertes Zeitzeugnis, welches viele Hintergrundinformationen bietet!

— Diana182
Diana182

Ein authentisches Zeitdokument des Ersten Weltkriegs – gerade nach fast 71 Jahren Frieden in Mitteleuropa ein Lese-Muss

— Lienz
Lienz

Das Tagebuch eines österreichischen Frontsoldaten während des 1. Weltkrieges - unglaublich ergreifend, sehr zu empehlen

— Julitraum
Julitraum

die sinnlosigkeit des krieges authentisches tagebuch eines frontsoldaten,die ganze wahrheit

— eulenmama
eulenmama

Ein aufwühlenden Zeitdokument eines Soldaten, der sich in unmenschlichen Zeiten seine Menschlichkeit bewahrt hat.

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Aufschlussreiches, ungeschöntes Zeitdokument - nicht nur für Geschichtsinteressierte.

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vanessabln

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  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. 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  • "Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkrieg 1914-1918"

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
    Mauela

    Mauela

    Der 21-jährige Franz wird 1914 zum Kriegsdienst in der k.u.k. Armee berufen. Die folgenden vier Jahre wird er an der Front kämpfen und führt dabei ein Tagebuch des einfachen Soldaten. In dem Roman „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkrieg 1914-1918“ wird die wahre Geschichte des Frontsoldaten Franz Arneitz in Form von Tagebucheinträgen erzählt. Franz ist noch jung, als er in den Krieg ziehen muss. Und trotzdem beschreibt er den Schrecken des Krieges, die Entbehrungen der Bevölkerung und die schlimmen Tage als Soldat eindringlich und ohne sie zu beschönigen. Die anfänglich verhaltene Kritik an der Kriegssituation entwickelt sich im Laufe der Zeit zu klareren Worten und trotz aller schrecklichen Erlebnisse scheint Franz seine Menschlichkeit nicht zu verlieren.Besonders schön ist trotz des traurigen Themas, dass dem Roman einige persönliche Fotos und Dokument beigefügt wurden. Damit wird für mich die Person Franz greifbarer. Auch das Kartenmaterial und die Zeittafel, die am Ende eingefügt sind, fand ich hilfreich um mich zeitlich und örtlich besser zu Recht zu finden. Ein interessantes, unverfälschtes Zeitzeugnis für geschichtsinteressierte Leser. 

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  • Leserunde zu "„Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“" von Franz Arneitz

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Worum geht's?Am 2. August 1914 wird der 21-jährige Kärntner Franz Arneitz zum Kriegsdienst in der k.u.k. Armee einberufen. Als einfacher Soldat wird er nun vier Jahre an der Front kämpfen, in Galizien an der Grenze zum russischen Reich und in Norditalien, u.a. an der Isonzo-Front. Akribisch führt Franz Arneitz Tagebuch und notiert in einfacher und sehr eindringlicher Sprache alles, was ihm in dieser Zeit widerfährt. Es sind schreckliche Geschichten, die er zu erzählen hat. Er berichtet von Gräueltaten der k.u.k. Armee, von sadistischen Offizieren, grauenvollen Verwundungen und elend sterbenden Kameraden, von Angst, Verzweiflung und Tod. Illustriert mit Fotografien und handschriftlichen Dokumenten berichtet dieses Buch authentisch und unverfälscht von den Schrecken des Krieges. Ein einleitendes Kapitel des Historikers Andreas Kuchler, dessen Vater dieses Tagebuch in die Hand bekam, bettet die Schilderung in den zeithistorischen Kontext ein. Erscheinungstermin: 22. Februar 2016 Franz Arneitz kam am 3.4.1893 als Sohn eines Bauern und Holzhändlers in Unterferlach in Kärnten zur Welt. Im August 1914 wurde er in die k.u.k. Armee eingezogen und kämpfte vier Jahre als Soldat im Ersten Weltkrieg. Nach seiner Rückkehr war er kurz Hilfsgendarm, übernahm aber schließlich den heimatlichen Bauernhof. Am 18.11.1928 heiratete er Franziska Graber, mit der er eine Tochter und drei Söhne hatte. Er starb am 30.3.1973. >> Informationen zum Buch >> Leseprobe Bewerbung zur Leserunde:  Wenn ihr mehr wissen wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 18. Februar 2016 für eines von 20 Leseexemplaren von "Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914-1918". Sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet.  Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme!  > Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at > Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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  • Großartige Dokumentation eines Zeitzeugen

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
    Yoyomaus

    Yoyomaus

    31. March 2016 um 08:18

    Franz Arneitz ist 21 Jahre, als er für den ersten Weltkrieg eingezogen wird und das elterliche Haus - seine heimatliche Scholle - für längere Zeit verlassen muss. Detailliert schildert er in seinen Tagebuchaufzeichnungen, was ihn während seiner Ausbildung zum Soldaten und im Einsatz an der Front widerfährt. Durch sorgfältiger Mitschrift seiner Reiseroute lässt sich sein Weg nach verfolgen. Dabei sind seine Beschreibungen über seine Erlebnisse schon fast journalistischer Natur. Er schreibt zwar über seine Ansichten und Gefühle, doch merkt man mit dem Verlauf der Jahre, dass er abstumpft. Dieses Tagebuch spiegelt all seine Emotionen wieder ohne zu übertreiben. So erlebt der Leser abscheu gegenüber der Gräueltaten der Offiziere gegenüber der zivilen Bevölkerung und der Gefangen, man erlebt, wie er der Verzweifelung nah ist und sich nur noch die erlösende Kugel wünscht. Man erlebt, wie er um die Daheimgebliebenen bangt, wie er seinen Freunden beim sterben zusehen muss und wie er sich doch ein Stück weit seinen Seelenfrieden bewahrt, indem er mit dem einen oder anderen nachsichtig verfährt.Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und muss sagen, dass es mir schwer gefallen ist, dieses Buch aus den Händen zu legen. Es ist wirklich gut. Fast fehlen mir die Worte bei diesen ganzen Eindrücken. Es zeigt die Sicht eines einfachen Soldaten, ganz ungeschönt. Dabei schreibt Arneitz so bildlich, dass man sich die damaligen Umstände richtig vorstellen kann. Er beschreibt körperliche Anstrengungen, Angst, Hoffnung und Kummer, übertreibt dabei aber nicht. Erschreckende Szenen tun sich auf und man wird über die Verbrechen an der Zivilen Bevölkerung oder am gemeinen Soldaten aus den eigenen Reihen aufgeklärt. Wer den Offizieren komisch erschien wurde aufgeknüpft, wer nicht mehr marschieren konnte schlichtweg erschossen. Es wurde geplündert, es wurde gemordet, es wurde gestorben. Tagelang mussten die Soldaten um ihr Leben bangen, tagelang unter unheimlichen Bedingungen leben. Eines der schwersten Erlebnisse, die der Franz hatte, war für mich, als ihm die Füße so abgefroren waren, als er auf dem Rückzug vor den Russen war, dass er im Lazarett davor bangte, dass man ihm die Füße abnehmen wollte. Auch in solchen Situationen beschrieb Arneitz nicht nur seinen zustand, sondern beschreibt seine Beobachtungen und auch seinen Einsatz im Lazarett. Auch aus psychologischer Sicht ist das Buch interessant zu betrachten. Arneitz durchläuft viele Stadien, die ihn an seine Grenzen treiben, er kämpft, er zaudert, er gibt sogar einmal sein Leben in die Hände seines Offiziers. Man kann sich nur zu bildhaft vorstellen, was wohl in ihm vorgegangen ist und was die Kriegsjahre mit ihm gemacht haben.Erstaunlich ist auch immer wieder mit anzusehen, wie der Soldat Arneitz von einem Regiment ins nächste, von einem Standort zum nächsten hin und her geschoben wird. Dass mit den Soldaten nicht lang gefackelt wurde, war mir klar, aber dass sie so schnell und so eiskalt an anderen Stellen wieder eingesetzt werden, fand ich schon sehr erschreckend! Für das Gesamtbild hat mir das gezeigt, dass du in der damaligen Zeit, als einzelner Mensch lediglich nur ein Bauer in einem Schachspiel warst, den man schnellst möglich von A nach B schieben konnte. Die Soldaten waren einfach nichts wert.Was ich im Übrigen auch ganz toll fand war, dass es auch Fotografien von Franz Arneitz zu sehen gibt. So zeigt es ihn fast nur in Uniform, mit seinen Schwestern, seiner Familie, zu seinem Einzug und während eines Heimaturlaubs. Besonders eine Fotografie hat sich mir sehr eingebrannt. Dort zu sehen ist eine Postkarte, auf der die "Kriegshelden" der Region mit Portraitfotografien abgebildet sind - Personen, die im Krieg gefallen sind. Ein Andenken, aber doch sehr makaber, so finde ich.Das Buch möchte ich allen empfehlen, die Zeitzeugenberichte mögen und sich an geschichtlichen Hergängen interessieren. Es ist eine wunderbare Grundlage, um sich ein Bild über die damaligen Zustände zu machen. Fast möchte ich schon behaupten, dass es schade ist, dass solche Zeitzeugenberichte nicht in Schulprogramme aufgenommen werden, es ist wirklich ein gutes Anschauungsmaterial. 

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  • Lasst die Geschichte sich nicht wiederholen!

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
    camilla1303

    camilla1303

    30. March 2016 um 19:04

    Titel: Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914-1918 Autor: Franz Arneitz „Am 2. August 1914 wird der 21-jährige Kärntner Franz Arneitz zum Kriegsdienst in der k.u.k. Armee einberufen. Als einfacher Soldat wird er nun vier Jahre an der Front kämpfen, in Galizien an der Grenze zum russischen Reich und in Norditalien, u.a. an der Isonzo-Front. Akribisch führt Franz Arneitz Tagebuch und notiert in einfacher und sehr eindringlicher Sprache alles, was ihm in dieser Zeit widerfährt. Es sind schreckliche Geschichten, die er zu erzählen hat. Er berichtet von Gräueltaten der k.u.k. Armee, von sadistischen Offizieren, grauenvollen Verwundungen und elend sterbenden Kameraden, von Angst, Verzweiflung und Tod. Illustriert mit Fotografien und handschriftlichen Dokumenten berichtet dieses Buch authentisch und unverfälscht von den Schrecken des Krieges.“, so beginnen die Aufzeichnungen des Unterkärntners Franz Arneitz über seine Erfahrungen und sein Leid als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg. Er wurde im August 1914 von der k.u.k.-Armee eingezogen und kämpfte vier Jahre lang zweimal an der Ostfront gegen Russland und zweimal an der Südwestfront gegen Italien. Begleitet wird das Kriegstagebuch von Franz Arneitz von einem Geleitwort des österreichischen Historikers Oliver Rathkolb und der Einleitung von Andreas Kuchler, der gleichzeitig der Herausgeber des Buches ist. Im Anhang finden sich Kartenmaterial sowie ein Überblick über die einzelnen Stationen der Fronteinsätze des Soldaten aus Kärnten. Das Besondere an diesem Buch ist, das es ein Kriegstagebuch eines einfachen Frontsoldaten ist und so auf durch etwas karge Schreibweise, den Leser nach mehr als 100 Jahren, den Schrecken des Krieges näher bringt. Trotz oder gerade wegen der sparsamen Worte des Franz Arneitz kann man sich als Leser die Front bildlich vorstellen. Man hört den Kanonendonner, die Schüsse der Maschinengewehre und hofft, dass die Granatsplitter nicht einen selbst treffen, obwohl wir seit mehreren Jahrzehnten Frieden in Mitteleuropa haben. Anfangs hält sich Franz Arneitz mit der Kritik an den Offizieren zurück, die die einfachen Soldaten alles andere als gut behandeln. Doch bei seinem vierten Fronteinsatz nimmt er sich kein Blatt mehr vor den Mund und bezeichnet die Offiziere ganz eindeutig als feige. Franz Arneitz kämpft in 4 Fronteinsätzen, verliert dabei aber niemals die Menschlichkeit aus den Augen und schildert die Leiden der Zivilbevölkerung in seinen Aufzeichnungen sehr deutlich. Man sagt ja, dass sich die Geschichte immer und immer wieder wiederholt und die Menschheit nichts aus ihr lernt. Dank dem Kriegstagebuch des Franz Arneitz weiß ich den Frieden wieder mehr zu schätzen. Ich kann jedem, der sich für den 1. Weltkrieg interessiert, oder so wie ich das Gefühl hat, viel zu wenig darüber zu wissen, dieses authentische Dokument wärmstens empfehlen und vergebe volle 5 Sterne. Franz Arneitz hat uns mit seinem Kriegstagebuch nicht nur ein Zeitzeugnis hinterlassen, sondern auch eine Mahnung an künftige Generationen.

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    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
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    „Der 30. April des Jahre 1914 war für mich der Tag der Musterung. In Rosegg kamen eine ganze Menge junger Burschen aus dem ganzen Rosegger Gebiet zusammen. Aus dieser Schar junger Leute sind 90 als tauglich befunden worden, und unter diesen bin auch ich.“ So beginnen die Aufzeichnungen des Unterkärntners Franz Arneitz über seine Erfahrungen und sein Leid als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg. Er wurde um August 1914 von der k.u.k.-Armee eingezogen und kämpfte vier Jahre lang zweimal an der Ostfront gegen Russland und zweimal an der Südwestfront gegen Italien.   Das Besondere an diesem Buch ist, das der junge und sicherlich nicht hochgebildete Soldat das Kriegsgeschehen mit messerscharfem Verstand und ungetrübtem Realitätsbewusstsein schildert. Ganz offensichtlich hat er ein großes Herz und großen Mut. Mit seinen jeweils kargen, aber umso treffenderen Worten lässt er den heutigen Leser nach mehr als 100 Jahren, davon fast 71 Jahre Frieden in Mitteleuropa, an den schier unvorstellbaren Strapazen ‚teilhaben‘. Trotz Franz Arneitz‘ sparsamer Worte hört der Leser den Kanonendonner, sieht die Granaten in den Reihen der Soldaten krepieren, ist mit Aug und Ohr dabei, wenn die Maschinengewehrsalven die Soldaten niedermähen. Er spürt den Hunger, die Kälte, die himmelschreiend elende Hygiene. Mehr als einmal habe ich fassungslos den Kopf geschüttelt über das Gebaren der zu den eigenen Leuten brutalen, aber ansonsten offenbar sehr feigen Offiziere. Anfangs hält sich Franz Arneitz zurück und kritisiert verhalten. „Der Zug, bei dem ich bin, hat die Spitze der Höhe besetzt, und zwar auf das gescheite Anraten des Zugskommandanten ca. 20 Schritte unter der Schneid [Grat], sodass ja der Feind einen jeden schon vorher als ganze Figur sieht, wenn er in seine Deckung schlüpft, und dies ist uns zum furchtbaren Verderbnis.“ Bei seinem vierten Fronteinsatz nimmt er sich kein Blatt mehr vor den Mund: „So sind unsere Offiziere – wenn es heiß hergeht, dann verlieren sie die ganze Vaterlandsliebe und verdrücken sich ins Hinterland.“ Franz Arneitz kämpft tapfer, weil es von ihm verlangt wird. Niemals verliert er die Menschlichkeit aus den Augen und prangert die furchtbaren Leiden der Zivilbevölkerung an, äußert sein Mitleid, seine Trauer über die unzähligen Todesopfer unter ihnen. Er verliert und betrauert Freunde und Cousins, und einmal verlässt ihn bald selbst er Mut. Wann immer er kann, sucht er ein Gotteshaus auf. Es ist zu vermuten, dass ihm sein Glaube die Kraft gab, dieses furchtbare Grauen durchzustehen. Die erhaltenen authentischen Aufzeichnungen des Kärntner Soldaten ergeben dieses lesenswerte Geschichtszeugnis. Begleitet wird es von dem Geleitwort des österreichischen Historikers Oliver Rathkolb und der Einleitung des Herausgebers Andreas Kuchler. Im Anhang finden sich Kartenmaterial sowie ein Überblick über die einzelnen Stationen der vier Fronteinsätze. Aus meiner Sicht ist dieses Buch gerade ein besonders wichtiges Zeitzeugnis zur Mahnung gegen Kriegshandlungen. Persönlich hat mir das Buch einen Teil meiner eigenen Familiengeschichte näher gebracht. Nicht nur war Franz Arneitz vom 12.1.1917 bis 22.1.1917 in meinem Heimatdorf stationiert. Ich verstehe nun in gewissem Umfang, warum mein Urgroßvater – der ebenfalls Kriegsteilnehmer und durch die Gasangriffe in der Gesundheit geschädigt war – entgegen der herrschenden Meinung sagte, er wolle keine Kinder, denn sie seien nur Kanonenfutter.

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    Re1998

    25. March 2016 um 11:39

    "Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914-1918" ist das Tagebuch des einfachen Soldaten Franz Arneitz. Durch Notizen in sein Tagebuch ermöglicht er jetzt der Nachwelt Teil an seinem Schicksal zu haben - An dem Grauen des Krieges aus den Augen eines einfachen Soldaten.Das schöne an diesem Buch ist die Schlichtheit und Ehrlichkeit. Franz Arneitzs Notizen geben einen authentischen Einblick in den grauenhaften Alltag eines einfachen Soldaten ohne etwas zu verschönigen oder zu verheimlichen. Er muss zahlreiche Verluste und etliche grausame Aktionen unter anderem auch Folter ertragen. Trotzdem bleibt er immer noch menschlich und hilft seinen Kameraden wie auch Feinden wann immer es ihm möglich erscheint. Während dieser schrecklichen Zeit schreibt er immer wieder in sein Tagebuch, dass ihm wahrscheinlich als eine Art Therapie dient und ihm hilft das Erlebte zu verarbeiten.Viel kann ich zu diesem Buch nicht sagen. Es ist einfach ein unentbehrliches, authentisches  Zeugnis für das Grauen im 1. Weltkrieg.

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  • 1914-1918

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
    rewareni

    rewareni

    17. March 2016 um 17:47

    Aus dem Tagebuch eines Frontsoldaten: Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914-1918 Als einfacher Frontsoldat erzählt der 21 jährige Kärntner Franz Arneitz seine Geschichte. Vier Jahre kämpft er an der Front, geprägt von Angst, Verzweiflung und Tod. Tagebuchähnliche Aufzeichnungen lassen den Leser teilhaben am Schrecken des Krieges. Wenn man bereits in der Einleitung liest, dass über 9,3 Millionen getötete Soldaten, über 7,8 Millionen getötete Zivilisten sowie 21,2 Millionen Verwundetet aus dieser Zeit hervor gehen, ist man bereits jetzt schon erschüttert. Für Franz Arneitz waren diese Tagebucheintragungen eine Art Therapie, um die Gräueltaten, die nicht nur der Gegner, sondern auch die eigenen Vorgesetzten begangen haben, zu verarbeiten. In eindringlicher,  einfachen aber auch klugen Art beschreibt er Szenen, die man sich gar nicht vorstellen mag. Einberufen zum k.u.k. Infanterieregiment Nr.7 musste er schon früh erkennen, wie grausam mit den Menschen umgegangen wird. Wer aus einem Dorf nicht schnell genug fliehen kann wird als vermeintlicher Spion aufgehängt, wer als Soldat zu erschöpft ist zum Weitergehen, wird vom eigenen Vorgesetzten kaltblütig erschossen. In eisiger Kälte zur Strafe im Freien angebunden, war eine weitere grausame Bestrafung der Vorgesetzten. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie die eigenen Soldaten unter der Willkür der Offiziere  zu leiden hatten. Bewundernswert war die Gutmütigkeit von Franz Arneitz, der trotz eigener Bestrafungen und Entbehrungen immer ein Mensch geblieben ist und sowohl Freund als auch Feind wann immer es ihm möglich war geholfen hat.   Das Buch ist absolut empfehlenswert obwohl es keine leichte Lektüre ist.  

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  • Im Osten nichts Neues

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
    Aspasia

    Aspasia

    14. March 2016 um 23:16

    Die hier vorliegenden Erinnerungsaufzeichnungen des einfachen Soldaten Franz Arneitz beruhen auf Notizen, die der Bauerssohn aus Unterferlach, einem Dorf in einem ethnisch gemischten Gebiet in Kärnten, während seines Kriegseinsatzes vom 2. August 1914 bis 1918 akribisch notiert hat. Editiert und herausgegeben wurden diese von Dr. Andreas Kuchel, der auch die Einleitung verfasst hat, "Ein authentisches Korrektiv der allgemeinen Erinnerungskultur." und enthält daneben ein Geleitwort des österreichischen Historikers und Universitätsprofessor für Zeitgeschichte Oliver Rathkolb. Zum besseren Verständnis gibt es Kartenmaterial, das die verschiedenen Fronteinsätze nachvollziehen lässt, sowie Schrift- und Bilddokumente aus dem Besitz des Autors. Der Einundzwanzigjährige Arneitz wird in Klagenfurt gemeinsam mit seinen Kameraden dem Infanterieregime Nr. 7 zugeteilt und nach kurzer Ausbildung am 22. September an die russische Front ins ferne Galizien abkommandiert. Schon ein Jahr später führt ihn das Kriegsgeschehen in die heutige Ukraine und 1917 geht es nach Italien, unterbrochen von verletzungsbedingten Hospitalaufenthalten und wenigen kurzen Fronturlauben in der Heimat. Der junge, religiöse Mann, ohne höhere Bildung, dokumentiert hier in einfacher Sprache seine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse. Detailliert listet er jeden Kilometer der Truppenbewegungen auf, lässt den Leser die Strecken zu den Fronteinsätzen, die die Männer mit der Bahn aber auch zu Fuß durch das riesige k. u. k. Reich zurücklegen müssen "mitlaufen", beschreibt andächtig die Schönheit der unterschiedlichsten Landschaften, "Durch das ganze Gailtal breitet sich die schönste Maienpracht aus und es blüht überall in den schönsten Farben, aber uns blüht es in der schönsten Jugendzeit am bittersten." und die alltäglichen Schrecken des Großen Krieges, "...die Verwundeten wälzten sich im Schnee, bis sie verbluteten und erstarrten." zwischen Hunger, Kälte und Todesangst. Auch einen sehr persönlichen Verlust wie den seines Cousins, "ganz blutig lag er starr neben mir. Als Weihetropfen fielen meine Tränen auf meinen Treuen." und die mit dem voranschreitenden Kriegsjahren zunehmenden eigenen Todessehnsucht, "Beneiden tun wir unsere toten Kameraden, die von den unbeschreiblichen Leiden nichts mehr spüren." hält er fest. Auffällig ist die nicht vorhandene Kriegsbegeisterung des Autors. Er scheint immun gegen jeden Hurrapatriotismus, der vor allem junge Soldaten dazu brachte sich freiwillig schon zu Beginn des Krieges 1914 in dieses "Abenteuer" zu stürzen und trotz aller Niederlagen, 1 Mio. Toter schon Ende 1914, motiviert weiter zu kämpfen. Im Unterschied zu vielen seiner Leidensgefährten, die nach 1918 zur Feder griffen, scheint der Autor konsequent darauf verzichtet zu haben, dem als sinnlos erlebten Kampf nachträglich, beim Zusammenfassen seiner Aufzeichnungen, irgendeinen Sinn abzugewinnen. Seine kritische Stimme erhebt Arneitz auch gegen Ungerechtigkeiten des Einzelnen gegenüber der Zivilbevölkerung , "Eine Menge Kriegsflüchtlinge sind hier am Tagliamento, die heute scharenweise zu ihren Siedlungen zurückgehen, die sie leer und ausgeraubt antreffen werden. die armen Leute gehen einem traurigen Schicksal entgegen." und gegen die eigenen Truppenmitglieder. Die viel gepriesene "Frontgemeinschaft" wird von ihm als das entlarvt, was sie zu großen Teil auch war: ein Mythos. Auch unter Gleichen sind einige "gleicher". Unter all der Brutalität des Kriegsgeschehens bewahrt er seine Menschlichkeit, möglicherweise gelingt ihm das auch, weil er das Unmenschliche so buchhaltergleich in seinem Notizbuch verwaltet. Trotz alle dem konnte er mich persönlich leider emotional nicht erreichen. Möglicherweise, weil es für mich nicht das erste inoffizielle, also nur für den privaten Gebrauch geschriebene, Kriegstagebuch war. Soldaten, die über ihre täglichen Erfahrungen und Erlebnisse während des Krieges berichteten gab es viele und darunter welche, deren Ton mich stärker berührt hat. Bereits während des ersten Weltkrieges und in der Weimarer Republik sind solche Aufzeichnung publiziert worden. Am bekanntesten wohl Ernst Jüngers "In Stahlgewittern". Auch aus jüngerer Zeit z.B. dem Afghanistankrieg gibt es Tagebuchaufzeichnungen. Auch auf der Faktenebene habe ich Informationen über die "Entstehungsgeschichte" des Tagebuchs und der Sozialisation seines Autors vermisst. Hat dieser junge Soldat besonders mitfühlend auf die Geschehnisse reagiert? Auch im Vergleich mit anderen Berichten? Wenn ja, warum? Die angeführte Religiosität reicht mir da nicht. Der österreichische Kaiser hat schließlich sein gesamtes Volk bei Kriegsantritt Gott empfohlen; auch seinen Offizieren. Wie viel "Faktengerüst" gab es, wann und wie viel "Erinnerungsfleisch" ist nachträglich vom Autor angefügt worden? Wie viel Erinnerung "färbt" die Erfahrung? All die vielen Fragen, die ein Historiker gewöhnlich seiner "Quelle" stellt; ich hätte es spannend gefunden, wenn der Herausgeber seine mit uns Lesern geteilt hätte.

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  • Was ist ein Menschenleben wert?

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
    solveig

    solveig

    Eigentlich will der 21jährige Kärntner Franz Arneitz nichts anderes, als ganz normalen Alltag leben und seine Jugend genießen. Doch es kommt anders; er gehört zu der Generation junger Männer, die im ersten Weltkrieg ihr Leben riskieren (müssen). All das Leid, die Entbehrungen, Strapazen und Hunderttausende von Menschenopfern - die ganze Ungeheuerlichkeit des Krieges, der auf Befehl des Kaisers und seiner Berater geführt wurde, hat Franz in einem Tagebuch festgehalten. Ihm gab es damals möglicherweise Trost und Halt - uns gewährt es heute ehrliche, eindrucksvolle Einblicke in dramatische Ereignisse. In sachlichem Ton schildert Arneitz detailgetreu mehrere Fronteinsätze, im Osten an der Grenze zu Russland und im Süden die Schlacht gegen Italien. Im vorliegenden Buch werden seine Berichte ergänzt durch eine einfach gehaltene Übersichtskarte und eine Zeittafel. Bei aller sachlichen Kompetenz zeigt Franz sich dennoch empathisch und kommentiert zutiefst berührt und erschüttert, wie blühende Ortschaften und reich tragende Felder in Schutt und Asche gelegt werden, wie zahllose unschuldige Zivilisten zu Tode kommen und Soldaten - sowohl viele seiner Kameraden als auch die Gegner - auf schreckliche Weise verwundet werden oder sterben. „...da blinken Schwerter, Kämpfer sinken und Bäche Blutes wirst du trinken, genährt von unserm Blut so rot, beschwert von unsrer Feinde Tod." (Simon Gregorcic) Wie eine Weissagung erscheint Arneitz das Gedicht „Ode an den Isonzo“ (heute „Soca“ genannt) aus dem Jahre 1879, während er selbst mitten in den mörderischen Kämpfen an diesem Fluss steckt. Was uns heute eher pathetisch in den Ohren klingt, erlebten Hunderttausende junger Männer aus mehreren Nationen hier an der Südfront bei der größten Bergschlacht, die je stattgefunden hat. Was ist ein Menschenleben in dieser Situation wert? Welchen Sinn hat ein solches Blutvergießen? Franz Arneitz hat uns mit seinem Kriegstagebuch nicht nur ein Zeitzeugnis hinterlassen, sondern auch eine Mahnung an künftige Generationen.

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    • 2
  • Das Tagebuch des Franz Arneitz - ein wichtiges Zeitzeugnis!

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
    Diana182

    Diana182

    11. March 2016 um 20:35

    Das Cover zeigt ein altes Foto Franz Arneitz`. Im Hintergrund sind handschriftliche Zeilen zu lesen. Dieses Bild passt perfekt zum Buch und vermittelt einen guten Einblick in die darin befindliche wahre Geschichte. Der Inhalt - per Klappentext:Am 2. August 1914 wird der 21-jährige Kärntner Franz Arneitz zum Kriegsdienst in der k.u.k. Armee einberufen. Als einfacher Soldat wird er nun vier Jahre an der Front kämpfen, in Galizien an der Grenze zum russischen Reich und in Norditalien, u.a. an der Isonzo-Front. Akribisch führt Franz Arneitz Tagebuch und notiert in einfacher und sehr eindringlicher Sprache alles, was ihm in dieser Zeit widerfährt. Es sind schreckliche Geschichten, die er zu erzählen hat. Er berichtet von Gräueltaten der k.u.k. Armee, von sadistischen Offizieren, grauenvollen Verwundungen und elend sterbenden Kameraden, von Angst, Verzweiflung und Tod. Illustriert mit Fotografien und handschriftlichen Dokumenten berichtet dieses Buch authentisch und unverfälscht von den Schrecken des Krieges. Ein einleitendes Kapitel des Historikers Andreas Kuchler, dessen Vater dieses Tagebuch in die Hand bekam, bettet die Schilderung in den zeithistorischen Kontext ein. Meine Meinung: In diesem Buch lernen wir einen gläubigen und herzlichen Franz Arneitz kennen. Er ist mir auf Anhieb sympathisch, was mir ein sehr gutes Einfühlen in seine Geschichte ermöglichte. Hierbei handelt es sich um eine wahre Geschichte die grausamer nicht sein könnte: Sein Einsatz im ersten Weltkrieg von 1914 - 1918. Hier hat er erschreckende und kaum denkbare Erlebnisse mit ansehen und durchleben müssen. Er hat viele Kameraden sterben sehen und wusste selbst nicht, ob er den nächsten Abend erleben würde. Um das alles zu überstehen, vertraute er sich einem Tagebuch an! In der Mitte des Buches untermalen viele Fotos und Zeitaufnahmen die einzelnen Schilderungen. Ein wichtiges, gut ausgearbeitetes Zeitzeugnis, was sehr lesenswert ist!

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  • "Die Offiziere sind wie besessen und auch mit uns sehr brutal" ...

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914-1918“/Franz Arneitz Autor Franz Arneitz berichtet schnörkellos, ohne jeden Pathos von den grauslichen Ereignissen im Ersten Weltkrieg. Mit einundzwanzig Jahren wird er im August 1914 eingezogen. Während der Großteil der Männer euphorisch ist, sieht er dem Krieg mit gemischten Gefühlen entgegen. Er sollte Recht behalten. Das was er die nächsten vier Jahre erleben wird, ist an Grausamkeit und Sinnlosigkeit schwer zu überbieten. Schon während der Anreise zum Kriegsschauplatz notiert er minutiös seine Eindrücke von Land und Leuten. Er schreibt auf, wie unfähig die Offiziere sind, und wie barbarisch sie sich dem einfachen Soldaten gegenüber verhalten. Manches muss er heimlich und codiert notieren. Erschütternd sind die Berichte von den diversen Fronteinsätzen. Franz Arneitz sieht Freunde und Kameraden einen sinnlosen Tod sterben. So oft er es kann, hilft er. Doch einem tödlich verwundeten Freund den verlangten „Gnadenschuss“ zu gewähren, verbietet ihm seine christliche Erziehung. In seiner einfachen, eindringlichen Sprache versucht Franz Arneitz die Geschehnisse, an denen er unfreiwillig Teil hatte, zu verarbeiten. Das Tagebuch ist für ihn Therapie. Die meisten überlebenden Kriegsteilnehmer kamen zerstört an Geist und Körper wieder. Viele konnten die Ereignisse nicht verkraften und wurden von der Gesellschaft als Simulanten verdächtigt. Heute würde man den Bedauernswerten eine „posttraumatische Belastungsstörung“ attestieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Damals ließ man die Männer allein. Mit diesem Zeitdokument versucht der Autor mit dem Glorienschein des Krieges aufzuräumen. So schildert er die Mühsal, Entbehrungen und Strafen denen die einfachen Soldaten ausgesetzt, während die Offiziere sich in der Etappe volllaufen lassen. Was dieses Buch so faszinierend macht, sind die kleinen, so nebenbei eingestreuten Beobachtungen abseits des Grauens wie z.B. S.72 „in der Früh treten wir den Marsch auf die Plöcken an. Hier führt eine schöne Reichsstraße hinauf, die schon die Römer benutzt haben.“ Ich finde, dieses Buch muss man einfach gelesen haben. Wer sich für weitere Sachbücher zum Ersten Weltkrieg interessiert, dem sei folgende Lektüre empfohlen: Sachbücher:"Habsburgs schmutziger Krieg" von Hannes Leidinger und Verena Moritz „Schönheit und Schrecken. Eine Geschichte des Ersten Weltkriegs, erzählt in neunzehn Schicksalen“ von Peter Englund http://www.lovelybooks.de/autor/Peter-Englund/Sch%C3%B6nheit-und-Schrecken-1007873594-w/rezension/1229351539/ „Der Erste Weltkrieg“ von Brigitte Hamann „Der Erste Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie 1914-1918: In aller Kürze“ von Manfried Rauchensteiner und Josef Broukal http://www.lovelybooks.de/autor/Josef-Broukal/Der-Erste-Weltkrieg-und-das-Ende-der-Habsburgermonarchie-1914-1918-In-aller-K%C3%BCrze-1197730869-w/rezension/1197773466/ Ein berührender historischer Roman in 3 Teilen: "Flieg, mein roter Adler I - III" von Udo Wieczorek http://www.lovelybooks.de/autor/Udo-Wieczorek/Flieg-mein-roter-Adler-Band-1-1200370500-w/rezension/1208483254/ http://www.lovelybooks.de/autor/Udo-Wieczorek/Flieg-mein-roter-Adler-Band-2-1211888406-w/rezension/1211895591/ http://www.lovelybooks.de/autor/Udo-Wieczorek/Flieg-mein-roter-Adler-Band-3-1217837069-w/rezension/1218366462/

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  • Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914 - 1918 - sehr identischer Bericht

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
    Lese_gerne

    Lese_gerne

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914 – 1918“ ist ein sehr identischer Bericht des Franz Arneitz, der als 21jähriger am 2. Agust 1914 in den Kriegsdienst beim k.u.k. Infantrieregiment Nr. 7 einberufen wurde. Er berichtet von vier Fronteinsätzen in dieser Zeit, bei denen man sich nur wundern kann wie er das alles nur überlebt hat. Bei -25 °C mußten Schützengräben gegraben werden, die Beschüsse der Feinde, Hunger, Kälte und das Miterleben wie Kameraden vor den Augen starben. Das brutale Verhalten der Offiziere gegenüber den Soldaten und den Gefangenen aber auch gegenüber der Zivilbevölkerung. In der Buchmitte sind auch ein paar Bilder von Franz Arneitz, seiner Familie und der Zeit im Kriegsdienst zu sehen. Am Schluss des Buches ist eine Karte vom derzeitigen Reich Österreich-Ungarn abgebildet auf der auch zwei der Fronteinsätze, an der Ostfront, eingezeichnet sind. Ganz am Schluss kann man an Hand der Zeittafel die genauen Daten der Einsätze mitverfolgen. *************** Hier noch ein paar Zitate aus dem Buch, die mir sehr am Herzen liegen. - S. 31: Fast zu beneiden bist du, oh Held, denn was wir da zu erwarten haben, diesem Leiden ist der Tod vorzuziehen - S. 50: Überall zeigt sich der schöne Mai. Nur in unseren Herzen nicht, obwohl auch meine Jugend die ersten Tage des Mai zeigt - doch bin ich vielleicht so nahe dem Herbst, der mein junges Leben vernichten wird. - S. 76: Jetzt sind wir bereits einen Monat hier und während dieser Zeit kam kein einziger Offizier zu uns Nachschau halten - solche Helden sind unsere Vorgesetzten. - S.125: Als zu tauen anfing, kamen die Leichen zum Vorschein ************ Franz Arneitz ist am 30. März 1973 verstorben. Auf dem Bucheinband ist ein Bild von ihm abgebildet und im Hintergrund kann man an der Schrift in Sütterlin schon erkennen, dass es sich um ein Tagebuch handeln muss. Auch auf der ersten und letzten Seite des Buches sind Eintragungen in Sütterlin verzeichnet. Ich fand das Buch sehr interessant und habe sehr mit Franz mitgelitten. Hoffen wir, dass wir nie so eine schlimme Zeit miterleben müssen.

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    • 4
    Lienz

    Lienz

    08. March 2016 um 21:04
    Lese_gerne schreibt Ich fand das Buch sehr interessant und habe sehr mit Franz mitgelitten. Hoffen wir, dass wir nie so eine schlimme Zeit miterleben müssen.

    Da stimme ich dir absolut zu! Du hast es sehr schön auf den Punkt gebracht.

  • Zeitzeugenbericht aus dem 1. Weltkrieg

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    06. March 2016 um 13:43

    Dieses Buch ist relativ kurz (141) Seiten, aber dafür umso intensiver. Es wird das Tagebuch des Frontsoldaten Franz Arneitz, der im 1. Weltkrieg kämpfte, veröffentlicht. Man erfährt leider wenig über Arneitz' Leben vor 1914 und nach 1918, was ich sehr schade finde, aber auch gut verstehen kann. Schließlich soll der Fokus hier auf den Schilderungen der Kriegserlebnisse liegen. Und diese könnten authentischer nicht sein. Arneitz scheint ein religiöser und sympathischer Mann gewesen zu sein, was er mir leicht machte, mich in seine Tagebücher zu vertiefen. Es ist erschreckend, was er alles mit ansehen musste und was er alles überlebt hat. Es grenzt beinahe an ein Wunder, dass er nach 4 Jahren Krieg nahezu unbeschadet wieder heimkehren durfte. Er hat Kameraden, Freunde und Fremde sterben sehen, aber hat nie den Mut verloren und tapfer weitergekämpft. Bewundernswert ist es, dass er all dies in Wort zu fassen vermochte - und was für welche. Sein Tagebuch liest sich schnell, da spannend und ergreifend. Ein nettes Extra sind die Bilder und Fotos in der Mitte des Buches, sowie der Anhang. In diesem befinden sich eine Karte und eine Zeittafel sowie eine Übersicht über die Fronteinsätze. Ich empfehle dieses Buch allen, die sich für Geschichte, den 1. Weltkrieg und Zeitzeugenberichte interessieren.

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  • tagebuch des frontsoldaten franz arneitz wk 1914 -1918

    „Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
    eulenmama

    eulenmama

    ein sachbuch  dessen mittelpunkt ein wiederendecktes tagebuch ist, franz arneitz,ein junger steirer frontsoldat schreibt akribisch genau auf,was er schreckliches erlebt. mit heldentum,verklärung hat es nichts zu tun. das geht schon mit den eigenen vorgesetzten los,die mit unvorstellbarer brutalität gegen dei eigenen soldaten vorgehen,und ohne jegliche rücksicht auf leib und leben.die anfängliche begeisterung manch junger soldaten wird schnell erstickt. grundbedürfnisse wie essen und trinken,fehlanzeige.gewaltmärsche,hungernd frierend,die soldaten fühlen sich nicht mehr als menschen.der obrigkeit ist es egal.solange sie sich profilieren können.währendessen waren sie in den quartieren und ließen sich mit wein volllaufen.ihre untergebenen halbtot im schützengraben.muckte einer der männer auf,gabs unmenschliche strafen. der autor ein mitfühlender mann,versucht gegen die ungerechtigkeit gegen bevölkerung,soldaten,gefangene zu kämpfen,und hilft wo er kann,wofür er nicht selten bestraft wird. das tagebuch ist ein wertvolles zeitzeugnis,das die wahrheit ans licht bringt,franz arneitz für mich ein ganz besonderer mensch,schildert in gut lesbaren schreibstil,wie er es erlebt hat.überlebt hat,ich denke es half ihm die erlebnisse aufzuschreiben um es zu verarbeiten,zumindest ein wenig. er kam ja am ende zu der gendarmerie,da musste ich tatsächlich ein wenig lächeln,es gefiel mir so gut. bei der gendarmerie war ich nicht so geeignet,ich war zu warmherzig.eine schöne aussage. ich bedanke mich bei herausgeber andreas kuchler und beim verlag kremayr-scheriau für dieses buch. dafür gibts verdiente 5 sterne.

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    • 4
    eulenmama

    eulenmama

    05. March 2016 um 07:58
    siebenundsiebzig schreibt Eine schöne Rezi für ein hervorragendes Zeitzeugnis in Buchform.

    Danke, es ist sehr lesenswert, weil es die Wahrheit an Licht bringt

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