Franz Dobler

 4 Sterne bei 60 Bewertungen
Autor von Ein Bulle im Zug, Ein Schlag ins Gesicht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Franz Dobler

Franz Dobler, geboren 1959, lebt in Augsburg. Neben Romanen und Gedichtbänden, für die er u.a. mit dem Bayerischen Literaturförderpreis ausgezeichnet wurde, veröffentlichte er auch Erzählungen und Musikbücher. Er hat Kompilationen herausgegeben und ist Discjockey. Für sein Krimi-Debüt »Ein Bulle im Zug« erhielt er 2015 den Deutschen Krimi Preis.

Neue Bücher

Cover des Buches The Beast in Me. Johnny Cash (ISBN: 9783453677432)

The Beast in Me. Johnny Cash

 (6)
Erscheint am 09.11.2021 als Taschenbuch bei Heyne.

Alle Bücher von Franz Dobler

Cover des Buches Ein Bulle im Zug (ISBN: 9783453676961)

Ein Bulle im Zug

 (13)
Erschienen am 08.03.2016
Cover des Buches Ein Schlag ins Gesicht (ISBN: 9783608502169)

Ein Schlag ins Gesicht

 (12)
Erschienen am 13.02.2017
Cover des Buches The Beast in Me. Johnny Cash (ISBN: 9783453677432)

The Beast in Me. Johnny Cash

 (6)
Erscheint am 09.11.2021
Cover des Buches Ein Schuss ins Blaue (ISBN: 9783608503463)

Ein Schuss ins Blaue

 (3)
Erschienen am 21.09.2019
Cover des Buches Auf des toten Mannes Kiste (ISBN: 9783894013370)

Auf des toten Mannes Kiste

 (2)
Erschienen am 01.01.1999
Cover des Buches Ein Schuss ins Blaue (ISBN: 9783453677357)

Ein Schuss ins Blaue

 (2)
Erschienen am 13.04.2021
Cover des Buches Sauser (ISBN: 9783950197624)

Sauser

 (2)
Erschienen am 04.03.2019
Cover des Buches In den Straßen von Los Angeles (ISBN: 9783893201648)

In den Straßen von Los Angeles

 (2)
Erschienen am 20.02.2012

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Franz Dobler

Cover des Buches Ein Schuss ins Blaue (ISBN: 9783453677357)Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Ein Schuss ins Blaue" von Franz Dobler

Alles, außer gewöhnlich!
Thomas_Lawallvor 20 Tagen

War ja klar, dass jener "Schuss ins Blaue" die Reise in eine diffuse Geschichte bedeutet und in eine permanent beunruhigende Unbestimmtheit führt, die mit einer kantigen Bedrohung Hand in Hand am Rand eines bodenlosen Abgrunds spazieren geht.

Soll heißen: Die Story ist vage verworren und skizziert die Vorstellung einer unsichtbaren geheimdienstlichen Organisation, die keine ist, aber genau jene Tätigkeiten auszuüben pflegt. Auftraggeber gibt es ebenso keine wie Beweggründe. Sinn und Urheber also unbekannt. Weniger unbekannt sind hübsche sechsstellige Summen, die für erfolgreiche Operationen winken.

Jener ominöse Auftrag landete in jener Sicherheitsfirma, die unter der Führung des Bruders von Ex-Polizist Robert Fallner steht. Besprochen wird die Sache bei einem gemütlichen Grillfest der Familie, "eine heikle Sache, ein Fahrstuhl zum Schafott möglicherweise". Nichts Genaues weiß man nicht ... aber immerhin eine gute Gelegenheit für den Autor, seine Personen vorzustellen.

Derlei Kulissen gibt es viele, und dementsprechend umfangreich sind die Charakterisierungen der handelnden Personen, welche erst einmal wesentlich interessanter sind als der Auftrag selbst und die "Tonne Zweifel", die sich in diesem Zusammenhang ergeben. In erster Linie ist das die vierzehnjährige Nadine, die seit einem Jahr im Haushalt Fallners und seiner Frau Jaqueline, der aktiven Hauptkommissarin, lebt.

Dass das Ganze nach "Ein Schlag ins Gesicht" wieder in eine Milieustudie ausartet, war ebenfalls zu erwarten, und das ist auch verdammt gut so. Das Leben gewinnt immer mehr an Fahrt und rauscht vorbei, als ob es einen guten Grund dafür geben würde. Immer mehr Haltestellen werden abgebaut und ehe man sich versieht, vergisst man an den wenigen Inseln, die es noch wert sind, auszusteigen. Eine davon ist eine heruntergekommene Kneipe namens "Bertl's Eck".

Dort treffen sich die wenigen Eingeweihten, die es noch gibt. Leute, die nichts können oder alles. Die keiner kennt oder alle. Beispielsweise "Punk Armin", jenen "Prediger" mit der schwarzen Lederjacke, 130kg schwer und mit "Metall und Ärger im Gesicht". Tagsüber findet man ihn vor dem Laden des Griechen "Jorgos Stathakos", der ebenfalls nicht auf den Mund gefallen ist. Bei ihm kann man lernen, dass "der beste Sklave des Kapitalismus" die Familie ist.

Jeder Fan der schräg angehobelten Kriminalliteratur findet mit Begeisterung heraus, was dies alles mit der eigentlichen Handlung zu tun hat. Wer Wieninger, Bohnet, Kruse, Wehle, Dutzler, Raab oder Kneifl liebt, verträgt auch und erst recht einen Dobler. "Ein Schuss ins Blaue" ist ein schräger Kriminalromancocktail, angereichert mit je einem kräftigen "Schuss" Polizei, NSU und Ku-Klux-Klan, sowie einem hochprozentigen Anteil an philosophisch-anarchistischer Lebensbetrachtung. Das Buch ist alles, außer gewöhnlich.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Ein Schuss ins Blaue (ISBN: 9783453677357)gaby2707s avatar

Rezension zu "Ein Schuss ins Blaue" von Franz Dobler

Sprachlich einmalig gut, ein bisserl wenig Krimi
gaby2707vor 6 Monaten

Safety International Security, die Sicherheitsfirma seines Bruders Hans, 58, erteilt Ex-Kriminalpolizist Robert Fallner, 53, den Auftrag einen islamistischen Attentäter dingfest zu machen, auf dessen Ergreifung ein Kopfgeld von zwei Millionen ausgesetzt sind. Dabei wird er gerade mit 1000 Fragen pro Minute von dem 14-jährigen Ossi-Girl Nadine bombardiert, die sie aus einer zerrütteten deutschen Familie „gerettet“ haben und die derzeit bei seiner Frau Jaqueline, 45, lebt. Mit Nadine geht er sogar in die Kirche, wo er ganz leise den Wunsch verspürt auch mal wieder zu beten. Dazu eines der Gebote „Du sollst nicht töten“ - aber bei zwei Millionen?


Für mich war dies das erste Buch aus der Feder von Franz Dobler und anfangs habe ich mich mit seinem Schreibstil etwas schwer getan. Ellenlange Sätze, die ich teilweise 2 x lesen musste um zu merken, dass es auch fünf Worte getan hätten, die dann das Gesagte aber nicht hätten so speziell ausdrücken können. Dann wieder sehr kurz und knapp gehalten. Aber nach kurzer Zeit habe ich mich daran gewöhnt und finde es klasse, wie geschliffen und genau er sich ausdrückt. Über die Vergleiche, die er anstellt, habe ich manchmal schmunzeln müssen. So bildhafte und eindrückliche Beschreibungen habe ich selten gelesen. Franz Dobler versteht es, die deutsche Sprache in all ihren Facetten genau zu nutzen.

Ich mag Fallner mit seinem trockenen, feinsinnigen Humor und folge seinen ganz speziellen Dialogen nur zu gerne.

Es dauert seine Zeit bis die Geschichte, der eigentliche Fall, Fahrt aufnimmt. Erstmal lerne ich Nadine kennen, seine Frau Jaqueline und Bruder Hans, den Fallner nur „Chef“ nennt, mit Familie. Alle Menschen, und derer werden es noch viel mehr, die mir hier über den Weg laufen, haben ihre ganz eigene Art und scheinen auf ihre Weise unverwechselbar. Dann wird es hoch politisch und brisant. Ich musste hier sehr genau und aufmerksam lesen, da ich immer Angst hatte, etwas Entscheidendes zu verpassen. Dabei ist es nur die geschliffene Sprache, die ich im normalen Leben so nicht gewohnt bin.

Erst zum Ende hin wird es rasant und richtig spannend. Davor kommen viele Themen auf den Tisch, die einfach nur gut unterhalten. Jetzt kann ich mitfiebern und mit rätseln und nach Wendungen, die mich dann doch etwas überrascht haben, steht die Lösung des Falles plötzlich vor der Tür. Mehr wird hier auch nicht verraten.

Ich habe einen neuen Autor kennenlernen dürfen, der durch seine spitze Ausdrucksweise besticht. Der allein schon durch die Kapitelüberschriften Spannung und Neugier erzeugt. Der mich mit diesem Buch absolut von sich überzeugt hat. 


„Ein Schuss ins Blaue“ ist kein Buch für schnell mal zwischendurch. Ich habe mich darauf eingelassen und wurde sehr gut unterhalten.

Kommentare: 1
2
Teilen
Cover des Buches Sauser (ISBN: 9783950197624)Born_to_reads avatar

Rezension zu "Sauser" von Andreas Niedermann

Wunderbarer Erstling
Born_to_readvor 2 Jahren

Bereits 1987 erschien Andreas Niedermanns Erstling Sauser. 2007 erschien eine überarbeitete Ausgabe mit einem Nachwort von Franz Dobler im Songdog Verlag.

Fred Sauser will schreiben, weiß aber eigentlich nicht so richtig wie. So hangelt er sich von Job zu Job und von Absteige zu Absteige. Almhirt, Hilfsarbeiter auf dem Bau, Bühnearbeiter am Theater und schließlich kleine Auftragsschreibereien, die ihm zeigen, dass er kein Talent zum Journalismus hat. Sausers soziale Kompetenz ist auch nicht besonders ausgeprägt, aber er weiß, er will schreiben … sowie er rausbekommen hat, wie das geht. Alkoholexzesse, Nikotin und Begegnungen mit Gestalten in Bierhallen und die eine oder andere Liebschaft, führen schließlich zu einer Zeit, in der sich mit seiner Freundin von der Welt zurückzieht und in der platzt der Knoten, er schreibt.

Andreas Niedermann, ich kann es nicht oft genug sagen, ist ein Autor dem viel mehr Öffentlichkeit und Anerkennung zustehen würde. Schon dieser Erstling zeigt sein Talent. Kein Pathos, sondern ein lakonischer Ton, der die Verzweifelung seines Protagonisten nichts an deren Deutlichkeit nimmt. Da balanciert einer zwischen Lebenstraum und Absturz. Gleichzeitig zeichnet Niedermann ein Bild der 80ziger Jahre, aus der Sicht eines Unangepassten und damit ein Millieu, vor dem die meisten den Blick abwenden.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Liebe Leserinnen und Leser,
diesmal haben wir einen großartigen Krimi für euch in der Leserunde: »Ein Schlag ins Gesicht« von Franz Dobler. Dobler hat im vergangenen Jahr mit »Ein Bulle im Zug« den Deutschen Krimipreis gewonnen. Und auch der neue Krimi hat gleich eingeschlagen: Im Monat November 2016 ist das Buch auf Platz 1 der Krimibestenliste der ZEIT.
Wäre das also was für euch? Wer sich nicht sicher ist, sollte sich die Leseprobe ansehen.

HIER GEHT'S ZUR LESEPROBE

Mehr zum Buch:

»Doblers Sprache ist maximal ungemütlich, sie hartgesotten und nicht jugendfrei zu nennen, wäre stark untertrieben.«
Jürgen Kaube, FAZ

Das neue Buch des Preisträgers des Deutschen Krimipreises 2015

Robert Fallner ist ziemlich am Ende. Seinen Job als Kriminalhauptkommissar ist er endgültig los. Seine Frau wohl auch. Zeit für einen Neuanfang, den ihm ausgerechnet sein Bruder, selbst Ex-Bulle und Privatermittler, ermöglicht. Er drängt ihm einen speziellen Fall in seiner Sicherheitsfirma auf: Den Stalker einer bekannten Schauspielerin zu stellen, von dem keiner glaubt, dass es ihn gibt.

Simone Thomas hat schon einiges hinter sich: zwei Ehemänner, dreiundvierzig Jahre Showgeschäft, Dutzende Nacktfotos, diverse Filmproduktionen, Drogenexzesse, Yellow-Press-Skandale. Da fehlte es ihr gerade noch, dass sie von einem Stalker bedroht wird. Und dass diese Idioten von der Sicherheitsfirma ihn einfach nicht zu fassen kriegen. Zwei unfähige Leute hat sie schon verschlissen, bis endlich Fallner für sie eingeteilt wurde. Und Fallner wäre nicht Fallner, wenn er nicht eine Gabe für aussichtslose Fälle hätte. Lässig, feinfühlig und mit sprachlich höchster poetisch-derber Präzision schickt Franz Dobler seinen Held Robert Fallner gefährlich nahe heran an eine exzentrische Diva, deren Stalker unberechenbar ist.

»Dobler schreibt Kriminalromane wie kein zweiter in Deutschland.«
Marcus Müntefering, Spiegel Online, 6.10.2016

Kriminalroman
1. Aufl. 2016, 365 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50216-9
19,95 € auch als E-Book für 15,99 €
74 BeiträgeVerlosung beendet

Community-Statistik

in 92 Bibliotheken

von 19 Lesern aktuell gelesen

von 3 Lesern gefolgt

Reihen des Autors

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks