Franz Fühmann Das hölzerne Pferd

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Inhaltsangabe zu „Das hölzerne Pferd“ von Franz Fühmann

Mit Illustr. v. Prunier, James 368 S. (Quelle:'Sonstige Formate/01.05.1995')

Schade, dass dieses Buch nur noch antiquarisch zu bekommen ist. Denn es ist äußerst lohnenswert.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
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  • Rezension zu "Das hölzerne Pferd" von Franz Fühmann

    Das hölzerne Pferd

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. November 2009 um 22:07

    Franz Fühmann ist bekannt für Adaptionen von mythologischen Stoffen, Sagen, seine Nacherzählungen. Dem kennenden Leser mögen die Gründe für solche Neuschreibungen nicht unbedingt immer klar sein, aber doch liegen sie auf der Hand: Man möchte Kinder, Jugendliche und mit den Stoffen unerfahrene aber interessierte Leser an die Themen und Sagen, Mythen heranführen und einen Zugang schaffen, der fassbar und weiterverwendbar ist. Ich habe einige Übersetzungen der Odyssee angefangen zu lesen und halte viele in vielen Hinsichten für sehr gut gemacht, sehr wohl überlegt, bei Kurt Steinmann bin ich sogar ob der Gegenwartsbezogenheit hinsichtlich der Sprache oftmals überrascht und finde es äußerst bemerkenswert, wie dieser Mann diesen "klassischen" Stil beibehalten und doch so gegenwärtig modifizieren konnte. Dennoch, ohne jedweden Lateinunterricht oder jedwede Schule in den mythologischen Reihen (wenn ich auch gern Xena oder Herkules auf RTL usw. gesehen habe), bleibt mir diese Neuübersetzung oft ein wenig unklar, kenne ich die Handlung der Ilias nicht und kann ich die Geschehnisse der Odyssee nach dem Lesen einiger Gesänge nicht wirklich einordnen. Also habe ich nach einem Werk gesucht, das mir weiterhelfen könne und bin heute auf Fühmann gestoßen, der mich in dieser Hinsicht absolut überzeugt und schon in vielen Punkten großartig, mit einfacher Sprache und doch sehr sorgsam gewähltem Stil, erhellen konnte und mir für das Wiederlesen der Steinmannschen Übersetzung neue Perspektiven eröffnet hat. Etwas, das man bei Fühmann unbedingt erwähnen sollte, ist, dass die Geschichte in ihrer Stilistik den Prosaübersetzungen, ja auch Steinmann sehr nahe scheint, weil er die Sprache und die Wendungen genau so auftauchen lässt und nicht kindgerecht oder einfach nur geschichtenübertragend umformuliert. Des Weiteren ist das Buch mit ganz schönen Illustrationen geschmückt, die das Lesen auch auflockern. Besonders spaßig kann es hier sogar sein, die einzelnen Kapitel, im Übrigen sind hier die Ilias und Odyssee in einem Band vereint, laut zu lesen und den Witz der einzelnen Geschichten einfach auszukosten. Und natürlich steht Fühmanns "Das Hölzerne Pferd" auch für sich als lohnenswerte Aufarbeitung des Homerschen Stoffes da, kann gut als Jugendbuch gelesen werden. Empfehlenswert und mein Dank an diesen Fund, der mir die griechische Mythologie endlich ein wenig durchsichtiger macht, ohne mich auf mühsame Personenkonstellationslexika verlassen zu müssen. Denn hier kann ich eine Adaption lesen, die sich am Original orientiert und gleichzeitig spannend und sehr erklärend ist.

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