Franz Ferdinand von Österreich-Este

 4.9 Sterne bei 16 Bewertungen

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Franz Ferdinand von Österreich-EsteDie Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck
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Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck
Franz Ferdinand von Österreich-Este35 Tage in Japan
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Erschienen am 01.11.2017

Neue Rezensionen zu Franz Ferdinand von Österreich-Este

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Rezension zu "Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck" von Franz Ferdinand von Österreich-Este

Rezension: Die Eingeborenen macht keinen besonders günstigen Eindruck
Hikarivor 3 Jahren

Das Buch mit dem äußerst langem, aber besonderen Titel stellt das Reisetagebuch von Franz Ferdinand von Österreich-Este dar. Der Titel ist bereits ausschlaggebend für die meisten Beobachtungen des Kronprinzen, der auf seiner Weltreise viele Länder besucht und dort nicht nur die angenehmen Seiten des Landes sucht, sondern vielmehr "ethnologische Studien" betreiben mag, sein Jagdglück versuchen und viel über Land und Leute lernen.

Franz Ferdinand scheint ein äußerst kluger und scharf beobachtender Mensch zu sein, der aber trotzdem Kind seiner Zeit ist. So sind einige Äußerungen für uns heutzutage undenkbar und unhaltbar, doch gerade das macht den Bericht auch für mich als Zeitzeugnis so realistisch. Neben dem großen Einfluss der damaligen Zeit auf die Betrachtungsweise der indigenen Bevölkerung (die im Normalfall alles andere als charmant ist) spiegeln sich aber auch eigene Gedanken und auch Kritik an den Verhältnissen der Zeit wieder und geben ein interessantes und umfassenderes Bild des Autors wieder.

Die Reiseroute ist interessant gewählt - ich war ein wenig enttäuscht, dass Südamerika nicht besucht wurde, aber dafür waren die anderen Stationen auch sehr interessant und ich habe einiges Neues gelernt. Zudem habe ich einige der besuchten Orte für mich nochmal nachgeschlagen, weil das Interesse dafür einfach geweckt wurde.

Die Beschreibungen von Franz Ferdinand sind faszinierend zu lesen. Seine große Leidenschaft des Jagends stieß mir des Öfteren auf - vor allem, da er immer auf der Jagd nach den schönsten Exemplaren der Art war, und er die Natur auf andere Weise eigentlich stark bewunderte und respektierte. Das sind die Seiten, die für mich nicht ganz zusammenpassen, aber dann eben doch ein gutes Spiegelbild für die damalige und auch sicherlich auch für die heutige Welt abgeben!

Gefallen hat mir auch, das Rechtschreibung und Grammatik des Kronprinzen (größtenteils?) beibehalten wurden und man wirklich in die tatssächlichen Tagebücher blicken kann. Ich fand diesen Aspekt auch sehr faszinierend und war erstaunt, wie viele englische Wörter sich doch bereits damals in die Sprache eingeschlichen hatten! Soviel zu Anglizismen der Neuzeit ;)
Einige Passagen der Tagebücher wurden abgekürzt (der Original-Text soll um die 1000 Seiten gehabt haben), aber der Lesefluss bleibt meist dennoch erhalten. Frank Gerbert's Vorwort gibt einen guten Einstieg zum Buch und zu Franz Ferdinand, seine Bearbeitung des Textes ist gelungen und für den Leser gut aufbereitet.

Insgesamt stellt das Buch ein faszinierendes Zeitzeugnis das, dass mit einigen Bildern und interessanten Fakten ergänzt wurde und ein umfangreiches Spektrum der Weltreise ablichtet.

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vielleser18s avatar

Frank Gerbert hat ihn einer überarbeiteten und kommentierten Fassung das Reisetagebuch des 1914 ermordeten Kronprinzen Franz Ferdinand von Österreich-Este herausgegeben. FF, wie der Prinz im Buch abgekürzt wird, hat von 1892 bis 1893 eine Reise um die Welt gemacht, über Asien, Australien, Neuseeland, Nordamerika und über den Atlantik zurück nach Europa
FF war ein begeisterter und begnadeter Jäger, so sind viele seiner Berichte gerade am Anfang fast nur über die Jagd, seine Jagderfolge (und das waren etliche) und seine Erlebnisse auf der Pirsch. Teils amüsiert, teils abfällig, teils interessiert, FF hat sich nicht nur vorab über seine Route ausgiebig informiert, sondern kommentiert auch selber in seinem Tagebuch seine Erfahrungen und Erlebnisse mit den Einheimischen. Aufgelockert wird das Tagebuch mit vielen viele Fotos, die meist den Kronprinzen inmitten von Einheimischen zeigen.
Als sich die Truppe auf nach Australien, dann hinterher über China, Japan nach Nordamerika begibt, gefiel mir die Berichterstattung auch schon viel besser,denn die Jagdszenen sind von nun an in der Minderheit. Eindrucksvoll werden hier Landschaften, Leute und Begebenheiten geschildert. Man fühlt sich versetzt in eine andere Epoche. Doch alles ist so bildhaft beschrieben, als wäre man ein Teil dieser Reisetruppe.

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CHRISSYTINAs avatar

Rezension zu "Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck" von Franz Ferdinand von Österreich-Este

Rezension zu Reisebericht von Franz Ferdinand von Österreich-Este
CHRISSYTINAvor 5 Jahren

Zum Inhalt:

Dieses Buch ist der vor kurzem wiederentdeckte Reisebericht der Weltreise des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand. Es handelt sich um die gekürzte Fassung des ursprünglich rund 1000 Seiten starken Berichts.

Franz Ferdinand erzählt in seinem Reisetagebuch von Erlebnissen in verschiedenen Ländern - von Begegnungen mit den verschiedensten Menschen, davon, wie er auf Ugi eine heilige Stätte der Ureinwohner plündert oder wie er sich ein Tattoo stechen lässt. Außerdem erzählt er von der Vegetation und der Tierwelt der bereisten Länder. Als passionierter Jäger hat er auch versucht, das eine oder andere Tier zu erlegen, was zum Glück nicht immer von Erfolg gekrönt war.

Meine Meinung:

Mir hat dieser Bericht sehr gut gefallen. Franz Ferdinand drückt sich sehr gekonnt aus. Und obwohl die Sprache noch original ist, liest sich der Bericht sehr flüssig.

Franz Ferdinands Eindrücke und Meinungen über die bereisten Länder helfen einerseits, sich die Zustände dort besser vorzustellen, andererseits erfährt man aber auch über seine eigene Denkweise, die oft keinesfalls unvoreingenommen war.

Das Buch ist sehr hochwertig verarbeitet und außergewöhnlich groß, weshalb man trotz weniger als 300 Seiten sehr viele Einblicke erhält.

Es gibt viele hilfreiche Fußnoten, die zusätzliche Informationen und Erklärungen zu den einzelnen Passagen liefern.

Fazit:

Ein Muss für alle Geschichtsinteressierten und Liebhaber von Reisetagebüchern!

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Gespräche aus der Community

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Verlag_Kremayr-Scheriaus avatar

Faszinierende Wiederentdeckung:
Das Reisetagebuch von Thronfolger Franz Ferdinand

"Eine andere Mehlspeise als der ewige Pudding scheint überhaupt nicht bekannt zu sein."
Franz Ferdinand über die österreichische Gastronomie

Worum geht's?
Von 1892 bis 1893 unternahm der Habsburg-Thronfolger Franz Ferdinand mit einer großen Gefolgschaft eine Weltreise. Der 29-Jährige erkrankte auf den Molukken an Malaria, rauchte in China Opium, ließ sich in Japan mit 52.000 schmerzhaften Stichen tätowieren und ärgerte sich in den USA über die örtlichen Kochkünste. 1895 ließ er sein umfangreiches Reisetagebuch publizieren, nach seinem Tod geriet es in Vergessenheit. Er schildert darin nicht nur seine Erlebnisse unter anderem in Indien, Australien, Teilen der Südsee, Japan und Nordamerika, er gewährt auch Einblick in seine Gedanken, Gefühle, seine Marotten und Abgründe. Er ist ehrgeizig, misstrauisch, stets zu Geringschätzung und Spott aufgelegt. Dazu ein fanatischer Jäger, der nicht nur Elefanten und Tiger erlegt, sondern auch Koala-Bären und Stinktiere. Auffallend oft beschäftigt er sich mit der Attraktivität der weiblichen Besuchten – verschont aber auch sie nicht mit seiner Kritik: „Die Nasenringe verunstalten, indem sie bis zum Munde herabhängen, das ganze Gesicht, was die Application eines Kusses erheblich erschweren müsste.“ Ergänzt wird der Band mit etwa 50 Original-Fotografien, die auf dieser Reise aufgenommen wurden. Ein Buch für Monarchisten und Antimonarchisten, Jäger und Jagdgegner, Liebhaber historischer Reiseerzählungen und unfreiwilligen Humors.
Erscheinungstermin: 1. März 2013

> (ab März) auch als E-Book verfügar!

Die Autoren
Franz Ferdinand von Österreich-Este

österreichischer Thronfolger, 1914 in Sarajewo ermordet, war in morganatischer Ehe mit Gräfin Sophie Chotek verheiratet. Er galt als extrem konservativ und lehnte alle neuen kulturellen Entwicklungen vehement ab. Als fanatischer Jäger erlegte er im Lauf seines Lebens 274.899 Stück Wild. Die auf seiner Weltreise gesammelten 14.000 ethnologischen Objekte befinden sich heute im Wiener Völkerkundemuseum.

Frank Gerbert
Buchautor und Journalist, veröffentlichte u.a. in Zeit, Spiegel und Focus. Eine Familien-Anekdote, nach der sein böhmischer Urgroßvater während einer Jagd Franz Ferdinands diesem als lebendes Gewehrstativ dienen musste, veranlasste ihn zu Recherchen über den Erzherzog. Er stieß auf dessen Reisetagebuch und stellte aus den 1100 Seiten des Originals diese gekürzte und kommentierte, sonst jedoch unveränderte Ausgabe zusammen.

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Bewerbung zur Leserunde: 

Wollt ihr mehr über die Weltreise von Franz Ferdinand erfahren? Dann bewerbt euch jetzt für die Leserunde zu "Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck" und gewinnt eines von 15 Leseexemplaren, die exakt zum Erscheinungstermin bei euch eintreffen werden! Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Lasst uns bis einschließlich 25. Februar wissen, warum gerade ihr dieses Buch unbedingt haben müsst. Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Wer liest mit? Bewerbungen" verwenden.

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

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