Franz Ferdinand von Österreich-Este Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

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Inhaltsangabe zu „Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck“ von Franz Ferdinand von Österreich-Este

Das Reisetagebuch von Thronfolger Franz Ferdinand. Von 1892 bis 1893 unternahm der Habsburg-Thronfolger Franz Ferdinand mit einer großen Gefolgschaft eine Weltreise. Der 29-Jährige erkrankte auf den Molukken an Malaria, rauchte in China Opium, ließ sich in Japan mit 52.000 schmerzhaften Stichen tätowieren und ärgerte sich in den USA über die örtlichen Kochkünste. 1895 ließ er sein umfangreiches Reisetagebuch publizieren, nach seinem Tod geriet es in Vergessenheit. Er schildert darin nicht nur seine Erlebnisse unter anderem in Indien, Australien, Teilen der Südsee, Japan und Nordamerika, er gewährt auch Einblick in seine Gedanken, Gefühle, seine Marotten und Abgründe. Er ist ehrgeizig, misstrauisch, stets zu Geringschätzung und Spott aufgelegt. Dazu ein fanatischer Jäger, der nicht nur Elefanten und Tiger erlegt, sondern auch Koala-Bären und Stinktiere. Auffallend oft beschäftigt er sich mit der Attraktivität der weiblichen Besuchten – verschont aber auch sie nicht mit seiner Kritik: „Die Nasenringe verunstalten, indem sie bis zum Munde herabhängen, das ganze Gesicht, was die Application eines Kusses erheblich erschweren müsste.“ Ergänzt wird der Band mit etwa 50 Original-Fotografien, die auf dieser Reise aufgenommen wurden.

Eine Geschichtsstunde zum Schmunzeln, Kopfschütteln, Nachdenken und mehr...

— smayrhofer

Ein sehr lesenswertes Buch, das einen faszinierenden Einblick in eine vergangene Zeit ermöglicht.

— ina_kzeptabel

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  • 6. 42. Punkte-Lesemarathon 26. bis 28. Juni - Lesen bis zur Bikinifigur ;)

    Knorke

    Hey, nach einer längeren Pause, da ich viel stress habe und irgendwie ständig irgnedwo anders ein Lesemarathon angeboten wurde, dachte ich mir, ist mal wieder Zeit für einen eigenen :) Lesemarathon, was ist das noch mal? Das erklärt sich quasi von selbst. Es ist ein Marathon, bei dem es darum geht möglichst viel zu lesen, meist im Austausch mit anderen Wann findet der Marathon statt? Er findet vom 26.06. 15 Uhr bis 28.06 24 Uhr statt, ein- und aussteigen darf man jeder Zeit ;) Gibt es noch etwas zu beachten? Wer nur Lesen möchte, darf dies gerne tun. Dabei besteht für die Nur-Leser die Möglichkeit sich selbst ein Ziel zu setzen, welches irgendwie mit 42 zu tun hat, also 420 Seiten, 840 Seiten... Dabei wäre es auch sehr schön, uns an eurem Fortschritt teilhaben zu lassen. Für diejenigen, die es gerne etwas spannender mögen, kommen nun wieder die speziellen Aufgaben: Wie immer geht es darum, 42 Punkte zu erreichen, in Anlehnung an einen echten Marathon. Pro gelesenen 50 Seiten gibt es einen Punkt. Außerdem kann man durch verschiedene Aufgaben weitere Punkte erlangen. Freitag - Urlaubslektüren Der Marathon beginnt, dieses Mal auf Hawaii mit unserem eigenen Ironman-Marathon. Da wir uns an einem wirklich schönen Ort befinden, haben wir natürlich auch unsere Urlaubslektüre eingepackt. Der Marathon startet mit Büchern die zum Thema Strandurlaub passen. Zusätzlich für jeweils 3 Punkte können Bücher vorgestellt werden, die ihr bei einem Urlaub in den Bergen, Urlaub in Amerka und Weltreise passen würden. Samstag - Traum- oder Albtraumreiseziel Heute merken wir nun zum ersten Mal, dass unser Ironman-Marathon sehr anstrengend ist und wir fragen uns, ob unsere Marathonreise sich weiterhin als Traum- oder Albtraumreise herausstellen wird Jedes neu angefangene Buch sollte eine Bücherwelt besitzen, die entweder als Traumreiseziel oder als Albtraumreiseziel beschrieben werden kann. Außerdem gibt es an unseren üblichen Pausenstationen (9, 12, 15, 18, 21, 0 Uhr) für euch die Gelegenheit, für 2 Punkte jeweils ein Buch aus eurem Bücherregal vorzustellen, dass auch zum Thema Traum- oder Albtraumreise passt Sonntag - Sommer, Sonne, Sonnenschein Der letzte Tag bricht an und wir sind stolz auf uns, dass wir nicht aufgegebe haben und heute Abend sicher die Ziellinie erreichen werden. Da wir wissen, dass es heute vorbei ist, fangen wir auch wieder an die Sonne und das schöne Wetter zu genießen. Jedes angefangene Buch sollte auf dem Cover oder im Titel irgendetwas zum Thema Sommer haben. Nach jeweils 50 Seiten solltet ihr uns einen Bericht zum Thema Wetter in eurem Buch geben. Dazu oder wenn ihr gerade wirklich nicht herausfinden könnt, was für ein Wetter ist, dürft ihr die Frage beantworten, wie die Stimmung ist - eitel Sonnenschein oder eher verhagelt? Wie immer habe ich die üblichen Verdächtigen eingeladen ;) Teilnehmer: Tatsu (440 Seiten von 504 Seiten) samea Hikari (603 Seiten, 43 von 42 Punkten) janaka buchliebhaberin (594 Seiten, 38 von 42 Punkten) sofie (432 Seiten, 31 von 42 Punkten) Harlequin (355 Seiten, 20 von 42 Punkten) Leseratz_8 (350 Seiten, 15 von 42 Punkten) Watskea (Ziel: 420 Seiten) Lara9 (Ziel: 420 seiten) MiniMixi (61 von 420 Seiten) Hannelore (259 Seiten, 16 von 42 Punkten) LadySamira (476 Seiten, 11 von 42 Punkten) Knorke (141 Seiten)

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  • Rezension: Die Eingeborenen macht keinen besonders günstigen Eindruck

    Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

    Hikari

    26. April 2015 um 11:29

    Das Buch mit dem äußerst langem, aber besonderen Titel stellt das Reisetagebuch von Franz Ferdinand von Österreich-Este dar. Der Titel ist bereits ausschlaggebend für die meisten Beobachtungen des Kronprinzen, der auf seiner Weltreise viele Länder besucht und dort nicht nur die angenehmen Seiten des Landes sucht, sondern vielmehr "ethnologische Studien" betreiben mag, sein Jagdglück versuchen und viel über Land und Leute lernen. Franz Ferdinand scheint ein äußerst kluger und scharf beobachtender Mensch zu sein, der aber trotzdem Kind seiner Zeit ist. So sind einige Äußerungen für uns heutzutage undenkbar und unhaltbar, doch gerade das macht den Bericht auch für mich als Zeitzeugnis so realistisch. Neben dem großen Einfluss der damaligen Zeit auf die Betrachtungsweise der indigenen Bevölkerung (die im Normalfall alles andere als charmant ist) spiegeln sich aber auch eigene Gedanken und auch Kritik an den Verhältnissen der Zeit wieder und geben ein interessantes und umfassenderes Bild des Autors wieder. Die Reiseroute ist interessant gewählt - ich war ein wenig enttäuscht, dass Südamerika nicht besucht wurde, aber dafür waren die anderen Stationen auch sehr interessant und ich habe einiges Neues gelernt. Zudem habe ich einige der besuchten Orte für mich nochmal nachgeschlagen, weil das Interesse dafür einfach geweckt wurde. Die Beschreibungen von Franz Ferdinand sind faszinierend zu lesen. Seine große Leidenschaft des Jagends stieß mir des Öfteren auf - vor allem, da er immer auf der Jagd nach den schönsten Exemplaren der Art war, und er die Natur auf andere Weise eigentlich stark bewunderte und respektierte. Das sind die Seiten, die für mich nicht ganz zusammenpassen, aber dann eben doch ein gutes Spiegelbild für die damalige und auch sicherlich auch für die heutige Welt abgeben! Gefallen hat mir auch, das Rechtschreibung und Grammatik des Kronprinzen (größtenteils?) beibehalten wurden und man wirklich in die tatssächlichen Tagebücher blicken kann. Ich fand diesen Aspekt auch sehr faszinierend und war erstaunt, wie viele englische Wörter sich doch bereits damals in die Sprache eingeschlichen hatten! Soviel zu Anglizismen der Neuzeit ;) Einige Passagen der Tagebücher wurden abgekürzt (der Original-Text soll um die 1000 Seiten gehabt haben), aber der Lesefluss bleibt meist dennoch erhalten. Frank Gerbert's Vorwort gibt einen guten Einstieg zum Buch und zu Franz Ferdinand, seine Bearbeitung des Textes ist gelungen und für den Leser gut aufbereitet. Insgesamt stellt das Buch ein faszinierendes Zeitzeugnis das, dass mit einigen Bildern und interessanten Fakten ergänzt wurde und ein umfangreiches Spektrum der Weltreise ablichtet.

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 3. - 6. April 2015

    Panthertage - Mein Leben mit Epilepsie

    Daniliesing

    Ostern rückt immer näher und damit ein schönes, verlängertes Wochenende um mal wieder richtig viel zu lesen! Wir zumindest finden, dass das die perfekte Gelegenheit für einen Lesemarathon ist, bei dem wir uns so richtig Zeit für all unsere tollen Bücher nehmen. Wir freuen uns schon sehr und sind natürlich dabei - ihr auch? Was ist ein Lesemarathon? Bei unserem Lesemarathon kommen wir hier vom 3. - 6. April (Karfreitag bis Ostermontag) zusammen und tauschen uns darüber aus, welche Bücher wir gerade lesen. Der Lesemarathon ist die perfekte Gelegenheit, um sich mal wieder ganz bewusst Zeit fürs Lesen zu nehmen und das gleich für mehrere Tage. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können. Wie kann man mitmachen? Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden. Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch! PS: Vielleicht wundert ihr euch, warum wir unseren Lesemarathon gerade zum Buch "Panthertage" angelegt haben? Wir möchten euch dieses Buch gern als persönliche Leseempfehlung ans Herz legen. Die Autorin Sarah ist eine ehemalige Kollegin von uns und hat hier fast 4 Jahre mit uns zusammen gearbeitet. Wir sind ganz begeistert von ihrem Buch und sehr stolz! Vielleicht sucht der ein oder andere von euch ja noch passenden Lesestoff?

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    • 734
  • Leserunde zu "Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck" von Franz Ferdinand von Österreich-Este

    Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Faszinierende Wiederentdeckung: Das Reisetagebuch von Thronfolger Franz Ferdinand "Eine andere Mehlspeise als der ewige Pudding scheint überhaupt nicht bekannt zu sein." Franz Ferdinand über die österreichische Gastronomie Worum geht's? Von 1892 bis 1893 unternahm der Habsburg-Thronfolger Franz Ferdinand mit einer großen Gefolgschaft eine Weltreise. Der 29-Jährige erkrankte auf den Molukken an Malaria, rauchte in China Opium, ließ sich in Japan mit 52.000 schmerzhaften Stichen tätowieren und ärgerte sich in den USA über die örtlichen Kochkünste. 1895 ließ er sein umfangreiches Reisetagebuch publizieren, nach seinem Tod geriet es in Vergessenheit. Er schildert darin nicht nur seine Erlebnisse unter anderem in Indien, Australien, Teilen der Südsee, Japan und Nordamerika, er gewährt auch Einblick in seine Gedanken, Gefühle, seine Marotten und Abgründe. Er ist ehrgeizig, misstrauisch, stets zu Geringschätzung und Spott aufgelegt. Dazu ein fanatischer Jäger, der nicht nur Elefanten und Tiger erlegt, sondern auch Koala-Bären und Stinktiere. Auffallend oft beschäftigt er sich mit der Attraktivität der weiblichen Besuchten – verschont aber auch sie nicht mit seiner Kritik: „Die Nasenringe verunstalten, indem sie bis zum Munde herabhängen, das ganze Gesicht, was die Application eines Kusses erheblich erschweren müsste.“ Ergänzt wird der Band mit etwa 50 Original-Fotografien, die auf dieser Reise aufgenommen wurden. Ein Buch für Monarchisten und Antimonarchisten, Jäger und Jagdgegner, Liebhaber historischer Reiseerzählungen und unfreiwilligen Humors. Erscheinungstermin: 1. März 2013 > (ab März) auch als E-Book verfügar! Die Autoren Franz Ferdinand von Österreich-Este österreichischer Thronfolger, 1914 in Sarajewo ermordet, war in morganatischer Ehe mit Gräfin Sophie Chotek verheiratet. Er galt als extrem konservativ und lehnte alle neuen kulturellen Entwicklungen vehement ab. Als fanatischer Jäger erlegte er im Lauf seines Lebens 274.899 Stück Wild. Die auf seiner Weltreise gesammelten 14.000 ethnologischen Objekte befinden sich heute im Wiener Völkerkundemuseum. Frank Gerbert Buchautor und Journalist, veröffentlichte u.a. in Zeit, Spiegel und Focus. Eine Familien-Anekdote, nach der sein böhmischer Urgroßvater während einer Jagd Franz Ferdinands diesem als lebendes Gewehrstativ dienen musste, veranlasste ihn zu Recherchen über den Erzherzog. Er stieß auf dessen Reisetagebuch und stellte aus den 1100 Seiten des Originals diese gekürzte und kommentierte, sonst jedoch unveränderte Ausgabe zusammen. >> Informationen zum Buch >> Leseprobe Bewerbung zur Leserunde:  Wollt ihr mehr über die Weltreise von Franz Ferdinand erfahren? Dann bewerbt euch jetzt für die Leserunde zu "Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck" und gewinnt eines von 15 Leseexemplaren, die exakt zum Erscheinungstermin bei euch eintreffen werden! Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Lasst uns bis einschließlich 25. Februar wissen, warum gerade ihr dieses Buch unbedingt haben müsst. Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Wer liest mit? Bewerbungen" verwenden. Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Folgt uns auf Facebook und Pinterest und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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    • 192
  • Ein Reisetagebuch von 1892

    Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

    vielleser18

    23. August 2013 um 16:10

    Frank Gerbert hat ihn einer überarbeiteten und kommentierten Fassung das Reisetagebuch des 1914 ermordeten Kronprinzen Franz Ferdinand von Österreich-Este herausgegeben. FF, wie der Prinz im Buch abgekürzt wird, hat von 1892 bis 1893 eine Reise um die Welt gemacht, über Asien, Australien, Neuseeland, Nordamerika und über den Atlantik zurück nach Europa FF war ein begeisterter und begnadeter Jäger, so sind viele seiner Berichte gerade am Anfang fast nur über die Jagd, seine Jagderfolge (und das waren etliche) und seine Erlebnisse auf der Pirsch. Teils amüsiert, teils abfällig, teils interessiert, FF hat sich nicht nur vorab über seine Route ausgiebig informiert, sondern kommentiert auch selber in seinem Tagebuch seine Erfahrungen und Erlebnisse mit den Einheimischen. Aufgelockert wird das Tagebuch mit vielen viele Fotos, die meist den Kronprinzen inmitten von Einheimischen zeigen. Als sich die Truppe auf nach Australien, dann hinterher über China, Japan nach Nordamerika begibt, gefiel mir die Berichterstattung auch schon viel besser,denn die Jagdszenen sind von nun an in der Minderheit. Eindrucksvoll werden hier Landschaften, Leute und Begebenheiten geschildert. Man fühlt sich versetzt in eine andere Epoche. Doch alles ist so bildhaft beschrieben, als wäre man ein Teil dieser Reisetruppe.

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  • Rezension zu Reisebericht von Franz Ferdinand von Österreich-Este

    Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

    CHRISSYTINA

    02. May 2013 um 20:55

    Zum Inhalt: Dieses Buch ist der vor kurzem wiederentdeckte Reisebericht der Weltreise des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand. Es handelt sich um die gekürzte Fassung des ursprünglich rund 1000 Seiten starken Berichts. Franz Ferdinand erzählt in seinem Reisetagebuch von Erlebnissen in verschiedenen Ländern - von Begegnungen mit den verschiedensten Menschen, davon, wie er auf Ugi eine heilige Stätte der Ureinwohner plündert oder wie er sich ein Tattoo stechen lässt. Außerdem erzählt er von der Vegetation und der Tierwelt der bereisten Länder. Als passionierter Jäger hat er auch versucht, das eine oder andere Tier zu erlegen, was zum Glück nicht immer von Erfolg gekrönt war. Meine Meinung: Mir hat dieser Bericht sehr gut gefallen. Franz Ferdinand drückt sich sehr gekonnt aus. Und obwohl die Sprache noch original ist, liest sich der Bericht sehr flüssig. Franz Ferdinands Eindrücke und Meinungen über die bereisten Länder helfen einerseits, sich die Zustände dort besser vorzustellen, andererseits erfährt man aber auch über seine eigene Denkweise, die oft keinesfalls unvoreingenommen war. Das Buch ist sehr hochwertig verarbeitet und außergewöhnlich groß, weshalb man trotz weniger als 300 Seiten sehr viele Einblicke erhält. Es gibt viele hilfreiche Fußnoten, die zusätzliche Informationen und Erklärungen zu den einzelnen Passagen liefern. Fazit: Ein Muss für alle Geschichtsinteressierten und Liebhaber von Reisetagebüchern!

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  • Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck - Franz Ferdinand von Österreich-Este

    Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

    Blaustern

    22. April 2013 um 21:35

    Franz Ferdinand von Österreich-Este, österreichischer Thronfolger, wurde mit seiner Frau bei einem Attentat in Sarajevo im Jahre 1914 ermordet, was den 1. Weltkrieg auslöste. Der Thronfolger unternahm in den Jahren 1892 bis 1893 eine Weltreise mit großer Gefolgschaft und erlebte dabei eine Menge. Die Reiseerlebnisse hielt er ausführlich in einem Reisetagebuch fest, welches insgesamt 1.000 Seiten umfasst. Dabei geht es um fremde Kulturen mit ihren Menschen, Religionen und die Jagd, die ein großer Teil umfasst. Frank Gerbert kürzte dieses Tagebuch um ein Viertel, ließ aber die damalige Ausdrucksweise und Rechtschreibung bestehen. Zum besseren Verständnis findet man aber Fußnoten dazu. So begleiten wir Franz Ferdinand auf seine Reise durch die Welt und lernen sie aus seiner Sicht kennen. Bevor das eigentliche Reisetagebuch beginnt, gibt es zum Einstieg noch ein Vorwort von Frank Gerbert, der uns für Franz Ferdinand und die damalige Zeit rüstet. Das Buch gibt einen beeindruckenden Einblick in die damalige Zeit. Auch die Fotos passen sehr gut dazu und machen es zu einem erstklassigen Buch. Seine poetischen Naturschilderungen sind sehr detailliert, ebenso wie die Beschreibungen der Orte und deren Einwohner seiner besuchten Länder. Es kommen nicht alle Fremden dabei gut weg, aber das ist seine Ansicht zu dieser Zeit. Sehr viel wird auch über das Jagen berichtet, seine große Leidenschaft und ebenfalls passend zu diesem Jahrhundert. Mir hat dieses antike Buch wirklich sehr gut gefallen, und es ließ sich auch gut lesen aufgrund der kurzen Kapitel.

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  • Interessantes Zeitzeugnis mit großem Unterhaltungswert!

    Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. April 2013 um 20:41

    Franz Ferdinand von Österreich-Este erlangte traurige Berühmtheit durch das Attentat von Sarajevo, dem er und seine Frau 1914 zum Opfer fielen und das den I. WK auslöste. Weniger bekannt ist, dass der Habsburg-Thronfolger von 1892 bis 1893 eine Weltreise mit einer großen Gefolgschaft absolvierte. Franz Ferdinand gilt als äußerst konservativ und von wenig einnehmenden Wesen. In dem nun neu herausgegebenen Tagebuch seiner Weltreise kann man einen anderen Franz Ferdinand kennen lernen. Herausgegeben, zusammengestellt und kommentiert wurden die Tagebücher von Frank Gerbert. Er hat eine blendende Auswahl aus den über 1100 Seiten fassenden Original-Tagebucheinträgen mit den Themen Jagd, Menschen, fremde Kulturen und Religionen getroffen. Illustriert ist das Buch mit fünfzig faszinierenden Original-Fotografien der Reise. Dieses Buch ist wirklich lesenswert und jederzeit kurzweilig und ansprechend. Oft schmunzelt man über die unfreiwillige Komik und die „Weisheiten“, mit der uns Franz Ferdinand an seinen Erlebnissen teilhaben lässt. Er war ein begeisterter und passionierter Jäger. Die Beschreibungen seiner Jagden sind nicht jedermanns Sache, doch geben grade diese einen Einblick in das Leben und die Wertvorstellungen der arroganten „weißen Herrscher“ der damaligen Zeit. Sogar aus einem fahrenden Zug aus war kein Tier vor dem fanatischen Jäger sicher und selbst vom Schiff aus schoss er auf Fische: „Heute gelang es mir endlich, einen fliegenden Fisch von der Brücke aus zu erlegen.“ Der Umgang mit den Eingeborenen ist, wie zu erwarten war, meistens von Ignoranz geprägt. Sitten, Gebräuche und die Religionen werden immer mit den österreichischen/europäischen verglichen, die als Maßstab der Zivilisiertheit gelten: „Trotz der Wildnis, in der wir uns befanden, waren Ausläufer der Cultur auch schon in diese Dörfer gedrungen: Beweis dessen, dass ich in einem der Häuser eine Singer-Nähmaschine vorfand!“ Ganz anders, fast schon poetisch sind die Beschreibungen der Reiseziele, die ihm besonders gefallen haben: Blicke von Bergen hinab, Wälder und Seelandschaften. „Wem das Himmelsgewölbe mehr ist als ein leerer Luftraum, wer die See liebt und begreift, der erfreut sich an der Kraft und dem Zauber des Lichtes, an der schimmernden Glätte, wie an dem Tosen des Meeres.“ Und auf dem Rückweg auf einem Passagierschiff ist er froh über den Beziehungsstatus seines Kapitäns: „Gar manche Seefahrt ginge schneller zu Ende, wenn die Schiffscapitäne erst kürzlich gefreit hätten.“   Dieses Buch ist für Jagdbegeisterte genauso lesenswert wie für Jagdgegner, für Interessierte an der Monarchie, historisch Wissbegierige, die einen authentischen Text lesen möchten, für Liebhaber von Reiseerzählungen und alle anderen interessierten und aufgeschlossenen Leser. Das Buch ist abwechslungsreich, stellenweise (unfreiwillig) komisch, dann wieder ernst und nachdenklich. Durch die Originalfotos wird das Tagebuch aufgelockert und zu einem beachtlichen Zeitzeugnis.

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  • Eine tolle Zeitreise

    Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

    ina_kzeptabel

    03. April 2013 um 21:48

    Eine Beurteilung bzw. Rezension über ein Reisetagebuch das rund 120 Jahre alt ist, das ist wahrlich nicht einfach! Die Story: Es handelt sich bei diesem Buch um ein Reisetagebuch. Das Reisetagebuch von Franz Ferdinand von Österreich-Este. Dieser hat in den Jahren 1892/1893 eine Weltreise unternommen und dabei einiges erlebt. Er hat die verschiedenstens Nationen, Religionen und Menschen kennen gelernt. Diese Eindrücke hat er im Original auf über 1000 Seiten festgehalten, welche von Frank Gerbert auf gut rund ein Viertel reduziert wurde. Aber dies hat er so gut bewerkstelligt, das einem diese Kürzungen garnicht auffallen. Der Stil: Zum Glück wurde alles so belassen, heisst: die Texte wurden nur gekürzt und durch Fußnoten erweitert. Der alte Schreibstil, in dem Franz Ferdinand sein Reisetagebuch verfasste, wurde von Frank Gerbert so beibehalten. Bevor man in das Reisetagebuch einsteigt, wird man durch ein Vorwort von Frank Gerbert an das Thema herangeführt und auf Franz Ferdinand vorbereitet. Denn man muss sich immer bewusst sein, das dieses Buch eigentlich schon vor rund 120 Jahren verfasst wurde. Und so gibt sich Franz Ferdinand auch. Ob nun auf der Jagd nach Tigern, bei prunkvollen Festen oder beim Beschreiben seiner Umgebung - jedes der Kapitel hat seinen eigenen Charme und seine eigene Ideologie. Die spielt für Franz Ferdinand eine wichtige Rolle. Er ist strenger Christ, was seine Sicht noch umso interessanter macht. Die eingefügten Fotos von der damaligen Reise passen sehr gut zum Rest des Buches und machen es noch interessanter und fügen sich sehr gut in den Text ein. Mein Fazit: Ein sehr lesenswertes Buch, das einen faszinierenden Einblick in eine vergangene Zeit ermöglicht. Ich dachte nicht, das es wirklich so interessant sein könnte aus der Sicht eines bereits Verstorbenen die Welt zu entdecken. Aber Franz Ferdinand hatte offenbar ein Händchen für's Schreiben. Einfach nur empfehlenswert!

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  • Ein Kleinod unter den Reiseberichten

    Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

    Queenelyza

    Es gibt Bücher, auf die ich ohne Lovelybooks niemals aufmerksam geworden wäre. Dieser Reisebericht des österreichischen Erzherzogs und Thronfolgers Franz Ferdinand, kurz FF genannt, gehört dazu, insofern bin ich um so glücklicher, dass ich dieses Buch hier für eine Leserunde lesen durfte, denn es war wahrlich ein Erlebnis! In diesem Buch wurden, behutsam aus zwei riesigen schriftlichen Nachlässen des Thronfolgers auf circa ein Fünftel zusammengefasst, die Reiseerlebnisse aus den Jahren 1892-1893 publiziert, Dabei wurde die Originalausdrucksweise und Rechtschreibung der damaligen Zeit erhalten und nur bisweilen durch Fußnoten ergänzt, was zusätzlich an Informationen benötigt wird. Gerade dieses System der Fußnoten fand ich äußerst gelungen, da ich es gerade bei dicken Büchern nicht so gerne mag, immer nach Erläuterungen im Anhang blättern zu müssen. Irgendein Lesezeichen fällt dabei immer raus... Zuerst einmal gibt es in diesem Buch ein wunderbares Vorwort des Herausgebers Frank Gerbert, der einem sowohl die Person FF als auch die historischen Gegebenheiten zu Beginn näher bringt. In diesem Vorwort wird auch begründet, wie dieses Buch entstand, oder besser gesagt, warum man sich dafür entschieden hatte, den Reisebericht so zu veröffentlichen, wie er nun vor dem Leser liegt. Ein sehr sinnvolles und nützliches Vorwort für ein derartiges Buch. Und dann geht es auch schon los mit der Reise. Und relativ schnell ist man "drin" in dem Buch und geht mit dem Herzog auf Großwildjagd und ähnliche Abenteuer. Sagen wir es mal so, es war schon ganz klar eine andere Verhaltens- und Denkweise, die zur damaligen Zeit vorherrschte, noch dazu bei einem Menschen, der zu einer gehobenen Schicht gehörte. Viele der Ureinwohner der von ihm besuchten Gebiete werden von ihm ganz klar als Wilde abgestempelt, da werden mal kurz Gräber geplündert, Tiger geschossen und ähnliche Spielereien. Was zunächst aber schockierend wirken mag, ist eben ein naturgetreues Bild von FF und seiner Welt. Dem gegenüber stehen dann nämlich auch die unheure Wissbegier des Thronfolgers und die fast schon poetischen Landschaftsbeschreibungen, die er mit ebensolcher Genauigkeit in seinem Reisetagebuch festgehalten hat. Der Leser begleitet FF unter anderem auf seiner Reise nach Indien, Australien, Japan, Kanada und die USA, die ihr farbenprächtiges Kaleidoskop der Menschen, Kulturen und Religionen präsentieren. Man erfährt viel Wissenswertes, und durch das Auge einer historischen Gestalt darauf zu blicken, empfand ich als nochmal eine Spur interessanter. Denn vieles davon ist einem einfach fremd, wenn man aus der heutigen Zeit auf diese Länder blickt. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich dieses Buch wirklich herausragend fand, es war wirklich mal ein Kontrast zur sonstigen Lektüre. Es gab viel Wissenswertes, Skurriles und Interessantes zu erfahren, und die Person des FF, die für mich immer ein wenig nebulös daherkam, wurde für mich dadurch greifbarer und vielschichtiger. Ich möchte dem Herausgeber und dem Verlag dafür danken, dass sie dieses wunderbare Buch so liebevoll bearbeitet, veredelt und in den Handel gebracht haben, es sollte eine viel größere Leserschaft erhalten. Ich jedenfalls werde es uneingeschränkt weiter empfehlen, denn es war wahrlich ein beeindruckendes Leseerlebnis, das mich noch oft beschäftigen wird!

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    • 2

    nana_what_else

    03. April 2013 um 09:47
  • Ein Thronfolger auf Reisen

    Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

    Sikal

    28. March 2013 um 17:48

    Franz-Ferdinand von Österreich-Este, seines Zeichens künftiger Thronfolger der Habsburg-Monarchie, begab sich 1892 auf große Reise. Vor Übernahme der Regierungstätigkeiten in der Heimat wollte er noch einmal versteckte Plätzchen unseres Planeten erkunden. Es kam nie zur Regentschaft FFs, wurde er doch 1914 in Sarajewo ermordet – dieses Ereignis löste den 1. Weltkrieg aus. Während dieser Reise füllte er unendliche Seiten seiner Reisetagebücher. Frank Gerbert wählte nun aus dieser Exklusivfassung eine beschauliche Menge an Berichten aus, beließ die Schreibweise sowie Grammatik im ursprünglichen Stil und schmückte das Werk noch mit Fotos und eigenen Kommentaren. Der Leser darf nun mit FF auf eine Reise in eine andere Welt, zu einer anderen Zeit. Diese führt quer durch Asien, Australien bis hin nach Nordamerika und beschert uns Einblicke in die Lebensgewohnheiten der Eingeborenen ebenso wie in kulturelle Brauchtümer, die uns sehr anschaulich geschildert werden. Immer wieder in den Vordergrund dringt seine Jagdleidenschaft, die er während dieser Reise voll und ganz auslebt, wobei er nicht davor zurückschreckt, mit seiner Gefolgschaft aus dem fahrenden Zug auf alles zu ballern, das sich bewegt. So erbeutet FF mit seiner Mannschaft nicht nur Tiger, Elefanten, Koalas oder Kängurus, sondern er bringt auch diversen Schmuck, Menschenfleisch-Kochtöpfe oder etliche lebende Exemplare, wie z.B. Papageien mit in die Heimat. Dass für unser heutiges Verständnis, dieses Verhalten als höchst bedenklich eingestuft wird, ist unumgänglich. Doch sollte man nicht außer Acht lassen, dass das Werteverhalten im 19. Jahrhundert noch anders gepolt war. Seiner oftmals zynischen und abwertenden Beschreibung über die Einwohner dieser Länder, steht ein anbetender, poetischer Bericht der Landschaften und Kulturgüter gegenüber. Durch die bildhafte Sprache fühlt man sich hineinversetzt in eine Welt, die den meisten von uns wohl verborgen bleibt. Zwischendurch dringt eine wunderbare Heimatverbundenheit durch, ein Patriotismus, der seinesgleichen sucht, sind doch die Sitten und Gebräuche in Österreich das einzig Wahre… Wie immer man zu diesen „Beutezügen“ stehen mag, eines steht mit Sicherheit fest: Hätte es diese Menschen nicht gegeben, die naturhistorischen und völkerkundlichen Museen würden heute anders aussehen – ziemlich leer. Wir würden vielen unserer Erkenntnisse noch nachlaufen, oder manche Erfahrungen wären gar nicht mehr möglich. So haben die Erkundungen von FF auch ihren Nutzen gebracht – bei allen ethischen Bedenken, die wir heute solchen Expeditionen entgegenbringen… Fazit: Ein spannendes Werk, das jeden einzelnen Leser mit auf eine fantastische Reise nimmt – und man lässt sich gerne entführen. Alle, die sich auf einen kurzen geschichtlichen Exkurs, gespickt mit den Macken eines jungen, neugierigen Thronfolgers einlassen können, sei dieses Buch ans Herz gelegt – so genießt man viele Momente mit Freude, die einem so manches Schmunzeln entlocken, während man über so manch andere Szene nur den Kopf schütteln kann.    

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  • Eine faszinierende Reise um die Welt

    Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. March 2013 um 20:36

    Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este, österreichischer Thronfolger, ist seiner Nachwelt besonders durch das Attentat auf ihn und seine Frau bekannt. Die Schüsse, die ihn 1914 in Sarajewo trafen, galten auch als Startschuss für den Ersten Weltkrieg. Mit dessen Ende, ging neben anderen europäischen Monarchien auch das mächtige Habsburger-Reich Österreich-Ungarn in die Geschichte ein. Franz Ferdinand galt als konservativ, fanatischer Jäger und lehnte neue kulturelle Entwicklungen ab. Das mag auch zutreffen, aber dass FF auch ein scharfsichtiger Beobachter war, unterhaltend, spöttisch und romantisch, dies beweist sein wiederentdecktes Reisetagebuch, das er auf seiner Weltreise 1892-1893 führte. Herausgeber und Buchautor Frank Gerbert entdeckte das faszinierende Dokument und veröffentlichte es etwas gekürzt und kommentiert im erzherzöglichen Originalton. So begab sich 1892 Franz Ferdinand mit seinen Reisebegleitern an Bord der SMS Kaiserin Elisabeth. Dabei auch sein Tierpräparator und Photograph, dem wir die herrlichen Photographien verdanken, die den Text begleiten. Die Reiseroute geht über Indien, Asien, Australien, China und Japan nach Nordamerika und von dort schließlich wieder nach Hause. Ich befasse mich schon länger mit den Habsburgern und FF war mir nie richtig greifbar. Das hat sich nach der Lektüre seines Reisetagebuches geändert. Am besten gefielen mir seine unglaublich bildlichen Beschreibungen der Landschaften. Aus ihnen spricht die Liebe FF`s zur Natur, seine Beobachtungsgabe und das Talent, seine Eindrücke zu schildern. Ich hatte oft das Gefühl, neben ihm zu stehen oder mit seinen Augen zu sehen. Spöttischer dagegen sind seine Meinungen zu den Menschen und Sitten der jeweiligen Länder. Das mag uns etwas befremdlich erscheinen, aber war damals durchaus gängige Meinung des katholischen Europäers. So kommt die eine Bemerkung etwas "überlegen" daher, während die nächste wiederum eine soziale Weitsicht erkennen lässt. Das der Erzherzog ein leidenschaftlicher Jäger war, ist bekannt. Und natürlich hat er auch während seiner Weltreise gejagt. Diese Jagdszenen waren zwar nicht meine Lieblingsstellen, gehören aber zum Tagebuch dazu. Und dies vermittelt insgesamt ein eindrucksvolles Bild der Welt des auslaufenden 19. Jahrhunderts aus der Sicht eines Reisenden. Es ist flüssig zu lesen, der Erzherzog schreibt mit spitzer und humorvoller Feder. Kommentare und Erklärungen des Herausgebers befinden als Fußnoten unten auf der entsprechenden Seite. Die auf der Reise gemachten Photographien sind passend in den Text eingefügt. Die einzelnen Leseabschnitte haben genau die richtige Länge und verleiten zum Weiterlesen. Was ich mir noch gewünscht hätte, wäre ein Weltkarte mit FF`s Reisestationen. Ansonsten habe ich nichts, aber auch gar nichts auszusetzen. "Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck" war für mich ein echtes Leseerlebnis. Es ist sowohl optisch als auch inhaltlich sehr wertig und wurde von mir in die Liste meiner Lieblingsbücher aufgenommen.  

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  • Ein historisches Reisetagebuch, das wirklich lesenswert ist

    Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

    Deengla

    24. March 2013 um 19:26

    Kurzmeinung Eine gelungene Auswahl aus dem Reisetagebuch von Franz Ferdinands großer Weltreise, welches durch entsprechende Fotos und Fußnoten sowie kurze Kapitel das Lesen zu einem interessanten, unterhaltsamen, aber auch lehrreichen Vergnügen macht. 4 1/2 von 5 Sternen. Inhalt Die meisten kennen Franz Ferdinand von Österreich-Este wohl "nur" wegen seines Todes - das Attentat auf ihn war schließlich der Auslöser für den 1. Weltkrieg. Der österreichisches Thronfolger war aber auch passionierter Jäger und Reisender. Während seiner Reise um die Welt hat er Tagebuch geführt und knapp 2000 Seiten gefüllt. Aus diesen hat nun Franz Gerbert eine Auswahl getroffen, mit Fotos versehen und dieses Buch veröffentlicht. Ich empfehle auf jeden Fall das Vorwort nicht zu überspringen, da der Herausgeber hier noch mal ein paar Hintergrundinfos liefert. Meine ausführlichere Meinung Das Buch ist wirklich gelungen. Die altmodische Sprache wurde beibehalten, unbekannte Begriffe oder Orte werden netterweise in einer Fußnote am Seitenende erklärt. Hier werden auch Erläuterungen gegeben, falls notwendig. Auch wenn es am Anfang für den ein oder anderen vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, findet man sich doch schnell in Franz Ferdinands Sprache und Schreibstil ein. Erstaunlich ist, dass dieser wirklich ein gelungener Beobachter ist. Das Reisetagebuch ist also keine trockene Lektüre. Jedoch sollte man darauf gefasst sein, dass das Töten von Tieren einen großen Teil des Buches einnimmt - schließlich ist anzunehmen, dass Franz Ferdinand mit über 274,000 (!) erlegten Tieren den Weltrekord einhält. Die Kapitel sind kurz und können bei Bedarf auch einzeln, also nicht chronologisch, gelesen werden. Man erfährt wirklich viel über das Leben und vor allen Dingen die Sichtweise eines Europäers Ende des 19. Jahrhunderts. Vieles erscheint einem heute unglaublich und auch rassistisch, aber gerade diese Vorurteile, die Franz Ferdinand fremden Kulturen und Religionen gegenüber hatte, tragen doch dazu bei, dass das Buch mehr als einfach nur trockene Lektüre ist. Man lernt erstaunlich viel. So wusste ich zum Beispiel nicht, dass Koalas damals als "Australische Bären" bezeichnet wurden. Ein kleiner Wermutstropfen war für mich die Tatsache, dass es in dem Buch keine Weltkarte gab, in welche die diversen Stationen Franz Ferdinands eingezeichnet sind. Das könnte man ja aber vielleicht in der nächsten Auflage noch nachholen. :) Fazit Das Buch hat mir sehr gut gefallen und war ein wahrer Glücksgriff. Wahrscheinlich hätte ich es in der Buchhandlung erst mal nicht in die Hand genommen, aber ich kann es wirklich nur uneingeschränkt jedem empfehlen, der auch nur annähernd gerne Reiseberichte liest und sich für Geschichte interessiert.

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  • Die Weltreise eines Thronfolgers im 19 Jahrhundert

    Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

    micluvsds

    23. March 2013 um 10:35

    Franz Ferdinand von Österreich-Este war der österreichische Thronfolger, undseine Ermordung im Jahre 1914 in Sarajevo löste den 1. Weltkrieg aus. Von 1892 - 1893 begab sich der Thronfolger auf eine Weltreise, auf der er ausführlich Tagebuch schrieb. Frank Gerbert hat nun ausgewählte Teile dieses Reisetagebuchs, versehen mit Fotos und Kommentaren, erneut veröffentlicht, und gewährt dem Leser so einen Einblick in die Welt des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Der Leser begleitet Franz Ferdinand auf seine Reise durch Asien, Australien, Ozeanien und Nordamerika, und erhält so Einblicke in das Leben in dieser Zeit, in die Verhältnisse in den einzelnen Ländern und auch in die Ansichten Franz Ferdinands -  und damit in die seiner Zeitgenossen - gegenüber den einzelnen Ländern, Völker und Kulturen. Mich hat das Buch sehr gefallen. Die Schilderungen Franz Ferdinands sind sehr plastisch, und gerade seine Naturschilderungen sind sehr detailiert, so dass man sich alles sehr gut vorstellen konnte. Man spürte seine Naturverbundenheit, seine Jagdleidenschaft und auch seinen Patriotismus sehr deutlich. Sehr interessant waren aber auch seine Schilderungen der besuchten Orte und der Einwohner der besuchten Länder. Auch die Ansichten der damaligen Zeit waren sehr interessant.  Die Kapitel waren relativ kurz und waren daher sehr gut lesbar. Die entsprechenden Fotos passten jeweils sehr gut, und verstärkten den Eindruck. Ich gebe dem Buch 5 Sterne und empfehle es jedem geschichtlich interessierten Leser und auch den Liebhabern der österreichischen Monacrchie, sowie jedem, der einen Einblick in die Denkensweise eines Westeuropäers des ausgehenden 19. Jahrhunderts erhalten möchte.

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  • Grandios!

    Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck

    tigerbea

    21. March 2013 um 11:25

    Der Buchautor und Journalist Frank Gebert hat mit "Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck" das Reisetagebuch von Franz Ferdinand von Österreich-Este in gekürzter Fassung veröffentlicht.  Franz Ferdinand von Österreich-Este war österreichischer Tronfolger und kam 1914 durch ein Attentat in Sarajewo ums Leben. Er brach im Jahr 1892 zu einer Reise um die Welt auf, die bis ins Jahr 1893 dauern sollte. Während dieser Zeit lernte er viele Länder kennen, hatte Kontakt mit den Eingeborenen, lernte deren Gepflogenheiten kennen und lebte seine Jagdleidenschaft voll aus. Er erlegte Tiger, Koalas, Warane, Delphine und sogar fliegende Fische. Er sammelte 14.000 ethnologische Objekte, die heute im Museum für Völkerkunde in Wien zu bestaunen sind. Das Buch hat mich restlos begeistert. Es nimmt den Leser von der ersten Seite an mit Spannung auf eine Reise, bei der man sehr viel über die damalige Zeit und die Gewohnheiten der Bewohner der einzelnen Länder lernt. Besonders gelungen ist die Tatsache, daß die alte Schreibweise beibehalten wurde und nicht auf die moderne Grammatik umgeschrieben wurde. Dadurch hält das Buch seine Authentizität bei. Trotz dieses alten Stils ist das Buch wunderbar zu lesen. Durch die guten, detaillierten Beschreibungen hat der Leser selbst das Gefühl, an dieser Reise teil zu nehmen. Auch die in die Texte eingesetzten alten Fotos begeistern. Die Beschreibungen der Jagdszenen sind zwar in der heutigen Zeit gewöhnungsbedürftig, aber man muß sich vor Augen halten, daß dies damals normal war und die Leute sich nichts dabei gedacht haben, diese Tiere zu erschießen. Denn woher sonst kommen die Exponate in den Museen der ganzen Welt?   Ein grandioses Buch, daß ich jedem empfehlen kann, der sich für Geschichte, Natur und Reisebeschreibungen interessiert!

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