Franz Fischler ist seit 1989 in der Politik – erst als österreichischer Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, dann als EU-Kommissar. In diesem Buch vereint er seine eigene Biografie mit Gedanken zur EU, zu den Trends in der aktuellen Politik und einem Apell an die politische Mitte, die wieder erstarken soll.
Jedes Kapitel widmet er einem Abschnitt seines Lebens und den Orten, an denen er diesen verbracht hat. So beginnt er mit Erzählungen aus seinem Leben, die er dann nutzt um das ihm wichtige Thema anzusprechen.
Und diese Themen sind vielfältig – haben oft etwas mit Landwirtschaft zu tun, aber nicht immer und zeigen besonders seine Überzeugungen. Der Titel des Buches steht dabei immer wieder im Mittelpunkt: Wie kommt man weg vom aktuellen Rechtsruck in der Politik hin zu einer „Kraft der Mitte“, die bei ihm für Demokratie, einem Austausch – auch einer kritischen Diskussion – und einem friedlichen Miteinander steht. Sowohl was den Bereich der Landwirtschaft, als auch den der Entwicklungen in der EU betrifft weist er darauf hin, was für ihn zukunftstauglich ist und was nicht. Damit sind natürlich einige Veränderungen verbunden, die er als Chance begreift.
Mir hat die Herangehensweise gefallen: zum Teil sehr persönlich waren die Einstiege in die einzelnen Kapitel um dann doch auf die sachlichen Argumente hinzuführen. Die Ausführungen waren nicht nur verständlich formuliert, sondern haben bei mir einen sehr bodenständigen Eindruck hinterlassen, der mir sympathisch war. Dass sich Herr Fischler bei den angesprochenen Themen sehr gut auskennt, sieht man als Leser schnell.
Fazit: Die Mischung aus Biografie, Sachbuch und Apell hat mir sehr gut gefallen und bei mir einen guten Eindruck hinterlassen.




