Franz Fischler

 4,7 Sterne bei 3 Bewertungen

Alle Bücher von Franz Fischler

Cover des Buches Die Kraft der Mitte (ISBN: 9783711003423)

Die Kraft der Mitte

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Erschienen am 26.09.2024
Cover des Buches Europa - Der Staat, den keiner will (ISBN: 9783902404275)

Europa - Der Staat, den keiner will

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Erschienen am 27.01.2006

Neue Rezensionen zu Franz Fischler

Cover des Buches Die Kraft der Mitte (ISBN: 9783711003423)
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Rezension zu "Die Kraft der Mitte" von Franz Fischler

annlu
wichtiger Apell

Franz Fischler ist seit 1989 in der Politik – erst als österreichischer Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, dann als EU-Kommissar. In diesem Buch vereint er seine eigene Biografie mit Gedanken zur EU, zu den Trends in der aktuellen Politik und einem Apell an die politische Mitte, die wieder erstarken soll. 


Jedes Kapitel widmet er einem Abschnitt seines Lebens und den Orten, an denen er diesen verbracht hat. So beginnt er mit Erzählungen aus seinem Leben, die er dann nutzt um das ihm wichtige Thema anzusprechen. 

Und diese Themen sind vielfältig – haben oft etwas mit Landwirtschaft zu tun, aber nicht immer und zeigen besonders seine Überzeugungen. Der Titel des Buches steht dabei immer wieder im Mittelpunkt: Wie kommt man weg vom aktuellen Rechtsruck in der Politik hin zu einer „Kraft der Mitte“, die bei ihm für Demokratie, einem Austausch – auch einer kritischen Diskussion – und einem friedlichen Miteinander steht. Sowohl was den Bereich der Landwirtschaft, als auch den der Entwicklungen in der EU betrifft weist er darauf hin, was für ihn zukunftstauglich ist und was nicht. Damit sind natürlich einige Veränderungen verbunden, die er als Chance begreift. 


Mir hat die Herangehensweise gefallen: zum Teil sehr persönlich waren die Einstiege in die einzelnen Kapitel um dann doch auf die sachlichen Argumente hinzuführen. Die Ausführungen waren nicht nur verständlich formuliert, sondern haben bei mir einen sehr bodenständigen Eindruck hinterlassen, der mir sympathisch war. Dass sich Herr Fischler bei den angesprochenen Themen sehr gut auskennt, sieht man als Leser schnell. 


Fazit: Die Mischung aus Biografie, Sachbuch und Apell hat mir sehr gut gefallen und bei mir einen guten Eindruck hinterlassen. 


Cover des Buches Die Kraft der Mitte (ISBN: 9783711003423)
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Rezension zu "Die Kraft der Mitte" von Franz Fischler

Bellis-Perennis
Gemeinsam für Europa: Eine Politiker-Biografie im Zeichen des Miteinanders

Dieses Buch von Franz Fischler, ehemaliger Landwirtschaftsminister in Österreich und EU-Kommissar für die Ressorts Land- und Forstwirtschaft, Entwicklung des ländlichen Raumes und Fischerei sowie ehemaliger Präsident des Forum Alpbach und Präsident des Kuratoriums für Höhere Studien, ist ein Plädoyer für ein gemeinsames Europa, für ein Miteinander abseits der unterschiedlichen Parteigrenzen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger sowie der Umwelt. 

Franz Fischler, geboren 1946, blickt auf sein langes (politisches) Leben zurück und ist ein glühender Europäer. In seiner Autobiografie erzählt er in 17 Kapiteln durchaus launig von den vielen Stationen seines Lebensweges vom Tiroler Bauernbuben bis zum EU-Kommissar. 

Sein wichtiges Credo ist: Die Vergangenheit im Blick behalten, um Fehler zu vermeiden, bevor sie sich wiederholen sowie eine wertschätzende Kommunikation auch mit jenen, die anderer Meinung sind.  

Allerdings warnt er vor jenen Politikern, die „wenn sie in höheren Positionen angekommen sind, keine Kritik mehr vertragen bzw. hören wollen. Einen solchen Wandel zum Majestätischen“ hat er bei Sebastian Kurz feststellen können, nachdem dieser Bundeskanzler geworden ist. (S. 102)

 Folgendes Statement, das eine Reminiszenz an die beiden Mitbegründer der ÖVP Julius Raab und Leopold Figl ist, hat mir sehr gut gefallen: 

„Die Kunst in der Politik ist nicht, den Leuten zu sagen was sie gerne hören, sondern das politisch Notwendige den Leuten so zu übermitteln, dass sie dabei mitgehen. Da besteht dringender Handlungsbedarf.“ 

Dabei ist Fischler hier durchaus selbstkritisch und sieht Versäumnisse auch in den Politikern seiner Generation. Das Versagen nur den jungen Politikern umzuhängen, wäre nicht richtig, auch wenn es den Anschein hat, dass hier eine Generation der Machthungrigen am Werk sei. 

Franz Fischler appelliert eindringlich, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen, gemeinsam durch politische Diskussionen auf Augenhöhe Lösungen finden und trotz ideologischer Gegensätze den Weg eines Kompromisses zum Wohle aller zu gehen. 

Fazit:

Diesem Buch, das ein Rückblick mit vielen Erkenntnissen, was wir aus der Vergangenheit lernen können und Denkanstöße bietet, was für eine gemeinsame Zukunft nötig sein wird, gebe ich gerne 4 Sterne. 

 

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